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Harry Meyen erblickte am 31. August 1924 als Harry Haubenstock und Sohn eines jüdischen Kaufmanns
das Licht der Welt; sein Vater wurde später von den Nazis in ein Konzentrationslager verschleppt
und kam dort vermutlich ums Leben. Als Achtzehnjähriger wurde Meyen als sogenannter
"jüdischer Mischling ersten Grades" verhaftet. Er überlebte das KZ Neuengamme und wurde am 3. Mai 1945
von Amerikanern befreit.1) Durch seinem Adoptivvater, der Pressesprecher des Varietes "Scala" in Berlin war, lernte Harry Meyen die Welt des Theaters und der Kleinkunst kennen. Er entschied sich für den Beruf des Schauspielers, stand anfangs in Boulevardstücken auf der Bühne und seine ersten Auftritte im Hamburger "Thalia-Theater" fanden nicht nur beim Publikum Beachtung. Weit größeres Renommee erlangte Meyen ab Ende der 1950er Jahre als Regisseur, so inszenierte er an Berliner Theatern mit großem Erfolg, galt bald als bester Boulevardschauspieler und -regisseur des Landes. Zum Film kam der gut aussehende Schauspieler 1948 und wirkte in Werner Klinglers Drama "Arche Noah" mit, 1952 spielte er in "Der Große Zapfenstreich" die Rolle des Leutnant Robert Kroldt, im gleichen Jahr sah man ihn an der Seite von Hildegard Knef als Graf Geroldingen in Arthur Maria Rabenalts Remake "Alraune"2). In den 1950ern folgten Auftritte in Produktionen wie "Wir tanzen auf dem Regenbogen" (1952) oder "Der Treue Husar" (1954), in Helmut Käutners Zuckmayer-Adaption "Des Teufels General"2) (1955) stand er als junger Fliegeroffizier Leutnant Hartmann neben Curd Jürgens vor der Kamera, zeigte beispielsweise in Streifen wie "Nacht der Entscheidung" (1956), "Skandal in Ischl"2) (1957) oder "Der Eiserne Gustav"(1958). Anfang der 1960er Jahre erlebte man Meyen in so beliebten Produktionen wie "Das Kunstseidene Mädchen" (1960), "Liebling der Götter" (1960), "Frauenarzt Dr. Sibelius" (1962) oder als Inspektor Angel in dem Wallace-Krimi "Die Gruft mit dem Rätselschloß"2) (1964).
In den 1970er Jahren drehte Meyen als Regisseur einige Filme für das Fernsehen, unter anderem 1970 den TV-Film "Endspurt" mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle und blieb mit Gastauftritten in so beliebten Krimi-Serien wie "Derrick" oder "Der Alte" auf dem Bildschirm präsent; zu einer seiner letzten Fernsehproduktionen gehört 1975 seine Rolle in Wolfgang Staudtes "Schließfach 763" neben Horst Frank und Judy Winter. Doch seine beruflichen und privaten Rückschläge hatten ihre Spuren hinterlassen; Meyen flüchtete in Alkohol, soll Tablettenabhängig gewesen sein und litt unter Depressionen. Am 14. April 1979 erhängte sich der schwermütig-intellektuelle Harry Meyen mit einem Seidenschal an der Feuerleiter seines Hauses in Hamburg-Harvestehude er wurde 54 Jahre alt. Seine letzte Ruhestätte fand der Schauspieler und Regisseur in einem Familiengrab auf dem Hauptfriedhof Ohlsdorf in Hamburg → Foto der Grabstätte bei www.knerger.de. Zuletzt war Harry Meyen mit der Schauspielerin Anita Lochner2) liiert gewesen. |
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Quelle: 1) Wikipedia (abgerufen 05.11.2011) Link: 2) Wikipedia, 3) Kurzportrait innerhalb dieser HP |
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| Siehe auch Wikipedia | ||||
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