Bauern, Bonzen und Bomben
Der als Rudolf Ditzen geborene Schriftsteller Hans Fallada (1893 – 1947) gehört zu den bekanntesten deutschen Autoren der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und wurde durch etliche sozial- und zeitkritische Romane berühmt. Nach den Werken "Der junge Goedeschal" (1920) und "Anton und Gerda" (1923) erschien 1931 sein Zeitroman "Bauern, Bonzen und Bomben", mit den Bestsellern "Kleiner Mann – was nun?" (1932) und "Wer einmal aus dem Blechnapf frisst"2) (1934) setze Fallada seinen schriftstellerischen Erfolg Anfang der 1930er Jahre fort.
 
Mit "Bauern, Bonzen und Bomben", einem Roman über Kleinstadtpolitik bzw. die Landvolkbewegung1) in Schleswig-Holstein während des Niedergangs der Weimarer Republik, hatte Fallada ein Millionenpublikum erreicht. Der Autor thematisiert die militanten Bauerunruhen in Schleswig-Holstein Ende der 1920er Jahre, die dann auf weitere Teile des Deutschen Reiches übergriffen. Anfang 1928 war es an der schleswig-holsteinischen Westküste zu ersten großen Demonstrationen gegen das "verhasste republikanische System" gekommen, in den Augen der Landbevölkerung verantwortlich für ihre wirtschaftliche Notlage. Der unerwartete Ausbruch der Weltwirtschaftskrise1) im Jahre 1929 hatte neben dem Mittelstand auch die bäuerlichen und Kreise vollends aus der Illusion gerissen, in einer gesicherten Existenz leben zu können. Geschwächt von Krieg und Inflation, beladen mit neuen Schulden, rüsteten Arbeiter und Bauern zum Angriff gegen die sozialdemokratische Führungsspitze: "Wir müssen zur Macht. Diese Regierung ist unmöglich", sagt Bauer Reimers in Falladas Roman. Im August 1929 fand eine Großdemonstration von ca. 3.000 Personen in der kleinen Industriestadt Neumünster statt. Die Bauern brachten ihr Symbol der Bewegung mit: Eine schwarze Fahne mit silbernem Pflug und rotem Schwert, als Fahnenstange diente eine gerade geschmiedete Sense. Es kam zu mehreren blutigen Zusammenstößen zwischen den Bauern und der mit Säbeln bewaffneten Polizei. Vor allem wurde die schwarze Fahne beschlagnahmt, was dazu führte, dass die Bauern bis Mitte Oktober 1930 die von der Landwirtschaft abhängige Stadt boykottierten. Mehreren Rädelsführern wurde nach den Straßenkämpfen der Prozess gemacht.
1928/29 arbeitete der ehemalige Gutshofhilfsinspektor Hans Fallada als Annoncenwerber und Lokalredakteur bei der kleinen Regionalzeitung "General-Anzeiger" in Neumünster und verfolgte den Landvolk-Prozess als Gerichtsreporter. In seinem späteren Roman verlegt Fallada das Geschehen nach Pommern in das fiktive Städtchen Altholm und schildert die verhasste Bürokratie als ein "Miniaturmodell der Weimarer Republik um 1930", wie es im Vorwort zum Roman heißt.
 
Anfang der 1970er Jahre erhielt Regisseur Egon Monk1) (1927 – 2007) von der Redaktion des NDR-Fernsehspiels den Auftrag, in der Reihe "Verfilmte Literatur" den Roman von Fallada für das Fernsehen zu adaptieren – heraus kam ein hochgelobter, fünfteiliger Mammut-Fernsehfilm zu je 90 Minuten. Monk, ehemaliger Brecht-Schüler und langjähriger Leiter der Hauptabteilung Fernsehspiel beim NDR, hatte sich bereits mit geschichtsträchtig-sozialkritischen TV-Spielen wie "Anfrage" (1962), "Schlachtvieh" (1963; → christian-geissler.net), "Wilhelmsburger Freitag" (1964), "Ein Tag – Bericht aus einem deutschen Konzentrationslager"3) (1965) und dem DDR-Grenzerdrama "Preis der Freiheit" (1966) für diese schwierige Aufgabe empfohlen. Später verfilmte er als Mehrteiler Lion Feuchtwangers Zeitroman "Die Geschwister Oppermann"1) (1983) und Ralph Giordanos stark autobiographisch geprägten Roman "Die Bertinis"1) (1988).
Ein bedeutender Roman, so die Vorgabe, soll für die Zuschauer "nacherzählt" werden, "oberste Instanz ist der jeweilige Autor". Der fünfteilige Film, 1973 ausgestrahlt, wird ein großer Erfolg – beim Publikum und bei der Kritik. Auch die Auftraggeber sind durch die große Publikumsresonanz zufriedengestellt, obwohl, genau besehen, Monk sich seiner Aufgabe entzogen hat. "Bauern, Bonzen und Bomben" ist alles andere als eine texttreue Adaption, zu deutlich ist der Bearbeiter und Erzähler Egon Monk anwesend, zu deutlich ist das eigene Selbstbewußtsein des "Nacherzählers", zu sehr ist sein Erzählen durch die eigene Gegenwärtigkeit bestimmt. Historisches Erzählen ist für Egon Monk nur als aktuelles Erzählen denkbar, als Erzählen für die Aktualität. Geschichte und Geschichten interessierten ihn nur, soweit sie gegenwärtig seien, hat er mehrfach geäußert. Nur was uns heute noch in Bewegung hält, sei für ihn als Erzähler relevant.4)

Monk verlegte die Handlung wieder an den historischen Ort nach Schleswig-Holstein und verfilmte Falladas Roman mit einem Großaufgebot namhafter Charakterdarsteller, allen voran Ernst Jacobi, Arno Assmann und Siegfried Wischnewski. Zur Besetzungsliste zählten weiterhin unter anderem so bekannte Schauspieler wie Gert Haucke, Benno Hoffmann, Wolfgang Kieling, Edgar Bessen, Henning Schlüter, Hartmut Reck, Herbert Tiede oder Hannelore Hoger.

Ernst Jacobi als Abonnentenwerber Max Tredup in "Bauern, Bonzen und Bomben"
Foto: Privatarchiv Ernst Jacobi

Ernst Jacobi als Abonnentenwerber Tredup in "Bauern, Bonzen und Bomben"
Die Dreharbeiten dauerten rund vier Monate, für die Außenaufnahmen rückte Monk die historischen Kulissen von Hamburg, Rendsburg, Lüneburg, Eckernförde und Neumünster ins Bild. In Schleswig, während der Revolution Regierungssitz, wurden in und vor dem ehemaligen Regierungsgebäude in der Gottorfstraße einige Szenen am Originalschauplatz aufgenommen. Das "Hamburger Abendblatt" titelte in seiner Ausgabe vom 03.06.1972 (127, Seite 9) "Schleswig-Holsteins Bauern drehen ein Millionending" und schrieb unter anderem weiter: "Allein 3.000 Kilometer Autofahrt hat es das Team gekostet, bis es die Drehorte zusammengestoppelt hatte, von denen einer in Egon Monks Drehbuch folgendermaßen beschrieben ist: "Zwei-, höchstens drei- bis fünfstöckige Häuser, Backsteinputz, arm. Im besseren Viertel stehen die Häuser nicht dicht an dicht, sondern mit eineinhalb Meter Abstand." Zu Füßen dieser Häuser sollte sich eine Straße mit Kopfsteinpflaster finden lassen, ebenfalls ein recht schwieriges Unternehmen, weil der Grüne Plan Schleswig-Holsteins sich erfolgreich bemüht, solche Straßen abzuschaffen. So dreht man nun also zum Teil in Rendsburg und zum Teil in Neumünster, zum Teil in abgelegenen Dörfern, in Kneipen, Turnhallen und im Studio. Die mehr als 300 Komparsen für die Außenaufnahmen kommen, nachdem der erste Stoßtrupp aus einem Altersheim für revolutionsunfähig erklärt und von den frierenden Produktionschefs wieder an den warmen heimischen Ofen zurückgeschickt worden war, tatsächlich meist von Bauernhöfen. Die wetterfesten Agrarier stecken in der Krisenkleidung von 1929, die der Welt größter Kostümverleih, Nathan in London, herbeigeschafft hat. Die 30 bis 40 benötigten Polizisten, größtenteils in maßgeschneiderte preußisch-blaue Uniform verpackt. Die von den Holsteinern inbrünstig bestaunten Zwanziger-Jahre-Autos erleben nach jahrzehntelangem Museumsschlaf erstmals wieder den gesunden, dauerhaften Holsteiner Landregen, andere museale Requisiten, wie Polizeisäbel aus der Zeit, treten vorübergehend (ungefährlich) wieder in Aktion." (siehe archiv.abendblatt.de)
Bauern, Bonzen und Bomben: Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"; www.ardvideo.de In epischer Breite und mit Detailfreudigkeit beschreibt Monk, dem Autor folgend, ein Klima der Denunziation, der Staatsverdrossenheit und der politischen Intrige. Dabei legt der Film nahe, dass in jener Zeit engstirnige Sozialdemokraten in ihren Regierungsfunktionen nicht schuldlos waren am Niedergang der ersten deutschen Republik. Dem Regisseur, dessen Bearbeitung des Stoffes Sympathie für den etwas selbstherrlichen sozialdemokratischen Bürgermeister des Ortes verrät, geht es um kritische historische Distanz, durch die die geschichtlich verbürgte Handlung ins Verhältnis gesetzt werden kann. Am Schluss fügt Monk der Romanhandlung eine selbsterfundene Passage hinzu; da Fallada offenbar einer gänzlichen Fehleinschätzung der NS-Bewegung erlegen war – die NSDAP spielt in dem Buch so gut wie keine Rolle –, lässt der Regisseur in der letzten Sequenz einen Nazi-Trupp mit dem Schlachtruf "Nieder mit der Republik!" durch Altholm ziehen. Eine berechtigte kritische Fußnote, zumal in Wirklichkeit die Nazis in Schleswig-Holstein bereits im Juli 1932 bei den Reichstagswahlen die absolute Mehrheit erlangt hatten. (…) Kurt Tucholsky hatte Fallada seinerzeit eine erstaunliche "Echtheit des Jargons" attestiert. Diese Echtheit wird durch Egon Monks Bestreben nach größtmöglicher Authentizität der Verfilmung weitergeführt, bis hin zum schleswig-holsteinischen Platt aller Chargen.5)

  
Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"

Der Inhalt der einzelnen Teile (Quelle: www.bamby.de):
 
Teil 1 "Die Bauern" (Erstausstrahlung 23. April 1973):
Am Ende der zwanziger Jahre kommt es in einem kleinen Ort in Schlewsig-Holstein zu einer Demonstration unzufriedener Bauern, die auf einer Landstraße Stroh anzünden. Damit wollen sie verhindern, dass Vollstreckungsbeamte (Peter Danzeisen/Gottfried Kramer) zwei gepfändete Ochsen wegtreiben. Abonnentenwerber Tredup (Ernst Jacobi) fotografiert die Vorfälle und hofft, die Bilder verkaufen zu können. Die Polizei verhaftet unterdessen den Führer der Landvolkbewegung Reimers (Henry Kielmann), den sie für die Ausschreitungen verantwortlich machen will.
  
Teil 2 "Die Demonstration" (Erstausstrahlung 24. April 1973):
Eine Bombe explodiert in Schleswig und zerstört die Fassade des Regierungspräsidiums. Weitere Bombenanschläge folgen. Viele Landvolkführer sind nicht einverstanden mit diesen Maßnahmen und glauben, dass dadurch ihrer gerechten Sache nur geschadet werde. In dieser Situation genehmigt der Bürgermeister Gareis (Siegfried Wischnewski), gegen den ausdrücklichen Willen des Regierungspräsidenten Temborius (Wolfgang Engels), eine Demonstration in Altholm, die die Bauern als Sympathiekundgebung für Reimers am Tage seiner Entlassung aus dem Gefängnis beantragt hatten. Darauf bedrängen Abgesandte des Regierungspräsidenten den Polizeioberinspektor Frerksen (Eberhard Fechner), gegen die Bauern entschieden vorzugehen. Frerksen, der von seinem Vorgesetzten Gareis ganz anders lautende Richtlinien erhalten hat, wird von Zweifeln geplagt, wem seine Loyalität zu gelten habe. Gareis hat ihn zwar gegen den Widerstand aller Parteien gefördert und ihn zum Polizeioberinspektor gemacht, andererseits fühlt sich Frerksen irritiert durch eine vielsagende Andeutung über die mögliche Entfernung seines Gönners aus dem Amt. Temborius hat indessen zwei Hundertschaften Schutzpolizei nahe Altholm in Bereitschaft versetzt. Außerdem hat er durch die Entsendung des als Bauern verkleideten Kriminalkommissars Tunk (Horst Bergmann) Vorbereitungen getroffen, die einen friedlichen Verlauf der Demonstration fraglich erscheinen lassen. Seine Rechnung geht auf.

Teil 3 "Die Städter " (Erstausstrahlung 29. April 1973):
Stuff (Arno Assmann), der Lokalredakteur der "Chronik", Winkeljournalist mit Format und eingeschworener Nationalist, ist glücklich, dass ihm der Ausgang der Bauerndemonstrationen endlich einmal Gelegenheit gibt, die '"Roten" zu attackieren. Doch die hochverschuldete "Chronik" hat über Nacht den Besitzer gewechselt. Stuff darf zwar bleiben, aber es wird ihm untersagt, die Stadtverwaltung anzugreifen. Da erfindet er das "Eingesandt von einem Abonnenten" und lässt dessen "Befürchtungen" drucken: Die Bauernschaft werde zu einem Boykott aufrufen, falls die Einwohner Altholms nicht eindeutig Stellung bezögen gegen die beispiellose Behandlung der Demonstranten durch die Polizeiorgane der Stadt. Die Bauern nehmen das Stichwort auf und verhängen den Boykott. Interessenvertreter der Geschäftsleute sehen schweren finanziellen Schaden voraus. Da Gareis nicht bereit ist, unter diesen Umständen mit den Bauern auch nur zu reden, wählen sie aus ihren Reihen eine fünfköpfige "Versöhnungskommission" und versuchen, mit dem Landvolk Kontakt aufzunehmen.
Inzwischen hat Stuff das Feuer weiter geschürt. Er druckt den Brief eines Bauern, in dem die Entlassung der Schuldigen, Frerksen und Gareis, gefordert wird, als Inserat ab. Noch weit reichendere, für die Kommission unerfüllbar-ultimative Forderungen tauchen dann auch in den Verhandlungen mit den Landvolkführern wieder auf. Diese lehnen jede Diskussion über Kompromisse ab und ziehen sich zurück.
Die erfolglose Aktion wird von der "Versöhnungskommission" als Blamage empfunden. Bei Bier und Korn einigt man sich darauf, über Einzelheiten der Aussprache zu schweigen, und beschließt den Abend mit bezahlten Damen im "Roten Kabuff". Die entstehenden Kosten werden auf den städtischen Spesenkonten des Vereins für Verkehrspropaganda erscheinen.

 
Teil 4 "Alle gegen alle" (Erstausstrahlung 3. Mai 1973):
Bürgermeister Gareis, mit Leib und Seele Kommunalpolitiker und bereit, mit jedem zu paktieren, der ihm für die Durchsetzung seiner Sozialreformen nützlich erscheint, hat Altholm zu einer mustergültigen Stadt gemacht. Trotz zahlreicher Anfeindungen durch die Bürgerschaft nimmt er den Boykott der Bauern auch offiziell nicht zur Kenntnis und weigert sich, Frerksen, der viel zu dem unglücklichen Verlauf der Demonstration beigetragen hat, fallenzulassen. Daraufhin fährt eine Abordnung der Geschäftsleute von Altholm nach Schleswig zum Regierungspräsidenten Temborius, der seine Chance erkennt, den aufsässigen Bürgermeister, seinen unbequemen Parteigenossen, zu treffen. Er verspricht ihm, die Versöhnung mit den Bauern herbeizuführen, als Sühneopfer könne man ja einen Bock schlachten. Also verfügt er die Dispensierung Frerksens, und missbilligt amtlich, in einem Brief an Gareis und den Magistrat, die fehlerhafte Durchführung des Polizeieinsatzes bei der Demonstration. Nun muss Gareis kämpfen. Er verpflichtet seine Mitarbeiter, den Brief geheimzuhalten, und schickt Frerksen zu Erholung aufs Land. Er geht schonungslos gegen Stuff vor, dem es durch Indiskretion eines Polizeibeamten gelungen ist, den Inhalt des Briefes zu veröffentlichen, und erpresst von dem neuen Herausgeber der "Chronik" die Zusage, bis zum Beginn der gerichtlichen Untersuchungen der Ereignisse vom 1. August Pressefrieden zu halten. In diesem Klima von Intrigen und Denunziation nimmt auch Tredup die Gelegenheit wahr, von der veränderten Situation zu profitieren. Er versucht, Stuff von seinem Platz zu verdrängen.

Teil 5 "Der Gerichtstag" (Erstausstrahlung 8. Mai 1973):
Es scheint so, als hätte es Tredup diesmal geschafft. Er sitzt als Berichterstatter der "Chronik" am Pressetisch bei den Verhandlungen des Landvolkprozesses. Doch bei dem Versuch, es auch hier allen recht zu machen, setzt er sich prompt wieder zwischen die Stühle. Er verliert seine Stellung, als er sich durch einen Artikel den Zorn Gareis' zuzieht, dessen Entmachtung er vorzeitig angekündigt hat.
Tredups Schuldkonto in Altholm ist nun übervoll. Von allen gemieden, will er mit der Familie fortziehen. Die tausend Mark, die er seinerzeit für seinen Verrat an den Bauern bekommen hatte, sollen ihm helfen, eine neue Existenz aufzubauen. Als er versucht, das Geld aus dem Versteck zu holen, wird er von einem Mitbewerber um die Beute erschlagen. Der Prozess klärt nichts und endet mit einem Kompromissurteil, das alle Beteiligten weitgehend ungeschoren lässt. Auf der Strecke bleibt allein Gareis, das Opfer einer Intrige, die der Regierungspräsident Temborius und die Altholmer SPD gemeinsam angezettelt haben. So ist er gezwungen, sein Abschiedsgesuch an den Magistrat zu unterschreiben und einer Berufung zum Bürgermeister eines kleinen Städtchens an der Ruhr zuzustimmen. Erst bei seiner Abreise wird ihm klar, dass er Fehler begangen hat. Er nimmt sich fest vor, diese Fehler in Breda nicht zu wiederholen. Aber dann bleibt ihm keine Zeit mehr.

 
Egon Monk hatte vor Drehbeginn umfangreich recherchiert, beim Nacherzählen des Fallada-Romans wird die historische Wirklichkeit, von der der Romancier noch nichts wissen konnte, in die Erzählung mit hineingebracht, werden offenkundige Analogien und Identitäten verschärft. Dass die Landvolk-Bewegung in Schleswig-Holstein ein Vortrupp der Nazis gewesen ist, konnte Fallada noch nicht in dieser Schärfe herausarbeiten, wie es für uns heute deutlich ist. Auch der spezifische Charakter der Bauernversammlungen, die an die aufgeputschte Emotionalität von NSDAP-Veranstaltungen erinnern, kann im nachhinein sichtbar gemacht werden. Der Terror der guten Bürger gegen die Schwachen und gegen die Außenseiter, nimmt die Gewaltpraxis des etablierten Regimes nach 1933 vorweg.
Selbst bei der Charakteristik der Figuren sind aktuelle Erfordernisse maßgebend. In "Bauern, Bonzen und Bomben" ist der Redakteur Stuff eine wilhelminisch antiquierte Figur mit Bart und Kneifer, mit seiner etwas altertümlichen und drastischen Rhetorik, die für uns in weite Ferne gerückt ist. Diese Distanz wird von Monk durch Kostümierung und durch die Gestik, die er mit dem Schauspieler Arno Assmann erarbeitet, beinah überakzentuiert. Dies geschieht mit Absicht, um damit das Altertümliche seiner damals, zu Beginn der 70er Jahre durchaus aktuellen deutschnationalen Phrasen nachdrücklich und demonstrativ hervorzukehren.
4)
  
Ernst Jacobi, brillanter Darsteller des armseligen, korrumpierbaren Provinzjournalisten Max Tredup, hat eine kleine Anekdote beigesteuert, die Egon Monks präzise Arbeit während der Dreharbeiten kennzeichnen: Es handelt von der Szene, in der Tredup erschlagen wird:
Es ist früher Morgen, eigentlich noch Nacht. Auf einer Böschung neben einem Feldweg will Tredup sein verstecktes Geld an sich bringen. Heimlich. Er hat es in einem Kaninchen-Bau vergraben. Jemand weiß davon und schleicht ihm nach. Als er vor dem Loch kniet trifft ihn ein Knüppel – Tödlich.
Wie macht man das? Wir probierten verschiedene Materialien aus: Gummi, Stahl, Balsaholz, Kunststoff – aber nichts taugte, außer einem echten schweren Knüppel. Gibt es Tricks? Lässt sich ein harter Schlag durch einen weichen simulieren, der – technisch – hinterher verändert wird? Nein!
Kann man den eigentlichen Schlag durch schnelle Schnitte ersetzen? (der Knüppel saust durch die Luft – Geräusch vom Aufprall – ein zerdetschter Hut – ein Kopf knickt um – ein Mann liegt vorm Kaninchenloch im Sand – Gesicht nach unten – neben ihm der Hut).
"Ja" sagte Egon Monk, aber was man sieht, ist dann ein gut gemachter Trick. "Ich möchte aber einen Totschlag sehen. Ich möchte sehen, wie ein Mensch, am Boden knieend, für wenig Geld, von hinten roh erschlagen wird. Tredup braucht einen Helm, der unter den Hut passen muss, den wir ja schon kennen. Mit einem Lederpuffer wie im Krieg. Nach Maß."
Der Helm, der endlich passte, war sehr eng und drückte. Ich konnte ihn nicht lange tragen. Wir machten ein paar Proben mit gesteigerter Wucht. "Hälst Du das aus?":, fragte Monk, "Ja Ja" antwortete ich. Und Monk "Jetzt eine Probe von dem ganzen Vorgang, ohne Helm. Hat jeder das gehört? Jacobi trägt nur seinen Hut und keinen H e l m! Er kniet … Du kommst von hinten und holst aus … alle bereit … und Probe – Bitte!"
Ich nenne den Kollegen nicht. Er war sehr aufgeregt und schlug mir auf den ungeschützten Kopf mit voller Wucht.
Leichte Gehirnerschütterung …


Seit August 2007 ist die legendäre, hochklassige Literaturverfilmung als DVD erhältlich. Besonderer Beachtung hat das Extra auf der dritten DVD verdient. Hier wird eine ca. 72 Minuten laufende Produktion des Norddeutschen Rundfunks in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut aus dem Jahr 1985, mit dem Titel "Egon Monk und seine Filme" gezeigt. In dieser kommen neben Egon Monk auch der deutsche Schauspieler und Regisseur Eberhard Fechner (1926 – 1992) und der ehemalige Leiter der Hauptabteilung Fernsehspiel beim NDR Dieter Meichsner zu Wort. (Quelle: Kundenrezension bei amazon)

Siehe auch www.deutsches-filmhaus.de, www.bamby.de, Wikipedia
Weitere Links bei www.wunschliste.de, www.fernsehserien.de

Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser Homepage, 3) deutsches-filmhaus.de
Quelle:
4) Augen-Blick, Marburger Hefte zur Medienwissenschaft (Heft 21, 1995): Deutsche Geschichten, Egon Monk – Autor, Dramaturg, Regisseur;
Artikel von Karl Prümm: Inszeniertes Dokument und historisches Erzählen; Die Fernsehfilme von Egon Monk (S. 47 bzw. 49)
5)  Filmbeschreibung des Goethe-Instituts (Seite nicht mehr abrufbar)

Die Akteure …
… im Verlagshaus "Chronik"
Ernst Jacobi 
 
Ernst Jacobi
Foto: Privatarchiv Ernst Jacobi
 … spielte den Aquisiteur bzw. korrumpierbaren Provinzjournalisten Max Tedrup, der bei der Zeitung "Chronik" arbeitet.
 
Geboren am 11. Juli 1933 in Berlin.
 
Kurzportrait zu Ernst Jacobi innerhalb dieser Homepage
   
Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de
Ernst Jacobi bei der Agentur: MARC ROSENBERG MANAGEMENT

Weitere Filme*) mit Ernst Jacobi

Arno Assmann  … spielte den Lokalredakteur Hermann Stuff.

Geboren am 30. Juli 1908 in Breslau,
gestorben am 30. November 1979 in Breitbrunn/Ammersee.
  
Kurzportrait zu Arno Assmann innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia; Fotos bei film.virtual-history.com

Weitere Filme*) mit Arno Assmann

Marlies Engel  … spielte die Sekretärin Klara Heinze.

Geboren am 16. April 1943 in Hamburg.

Aufgewachsen in ihrer Geburtsstadt, absolvierte Marlies Engel nach der mittleren Reife in Hamburg eine Schauspielschule. Ein erstes Engagement erhielt sie anschließend 1963 am "Stadttheater Flensburg", wo sie bis 1966 auf der Bühne stand. Danach wechselte Marlies Engel bis 1972 zum Hamburger "Thalia-Theater", gab während dieser Zeit auch Gastspiele unter anderem in Wien am "Burgtheater" und "Akademietheater" sowie zur Spielzeit 1972/73 am Berliner "Renaissance-Theater". Weitere Stationen ihrer Bühnentätigkeit wurden bis Mitte der 1980er Jahre die "Niedersächsische Landesbühne Hannover" (1978/79), die "Bühnen der Stadt Bonn" (1979/80) und das "Schauspielhaus Zürich" (1983/84).
 
Seit den 1970er Jahren übernahm die Schauspielerin vermehrt Aufgaben für das Fernsehen, zu ihrer TV-Filmografie zählen neben verschiedensten Literaturadaptionen zahlreiche Serien-Auftritte wie beispielsweise in "Die Männer vom K3", "Peter Strohm", "Großstadtrevier" oder "Elbflorenz", wiederholt tauchte sie in dem Dauerbrenner "Der Landarzt" als Anna Bold auf. In jüngerer Zeit feierte die Schauspielerin Erfolge in der Sat1-Serie "Alphateam – Die Lebensretter im OP"1), wo sie zwischen 1996 und 2005 in der fiktiven Hamburger Hansaklinik die Oberschwester Gisela Ebert mimte. Danach sah man sie beispielsweise in unterhaltsamen Fernsehfilmen wie "Eine Robbe zum Verlieben" (2006) sowie der Fortsetzung "Eine Robbe und das große Glück" (2007) oder in dem Inga Lindström-Melodram "Das Erbe von Granlunda" (2009).
 
Neben ihrer Arbeit für Theater und Fernsehen ist Marlies Engel auch als Sprecherin in verschiedensten Hörbuchproduktionen präsent.
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Marlies Engel
 
Link: 1) Wikipedia

H. M. Crayon  … spielte den Verleger Eduard Schabbelt.
 
Geboren am 13. November 1890 als Hermann Krehan in Weimar,
gestorben am 19. November 1972 in Würzburg.
 
Zunächst als Architekt tätig, arbeitete der Künstler ab 1919 als Bühnenbildner, unter anderem 1929/30 auch für das Berliner "Kabarett der Komiker". Mit der Machtergreifung der Nazis emigrierte er 1933 zunächst nach Österreich, trat als Schnellzeichner und Conferencier auf und nannte sich seitdem H. M. Crayon. Nach Kriegsende entwarf er Bühnenbilder für einige Operninszenierungen in Stockholm und Malmö und arbeitete auch in den USA. 1962 kehrte er nach Deutschland zurück, war in Hamburg, Braunschweig, Hannover und Wuppertal tätig. Darüber hinaus arbeitete er in Belgien und der Schweiz.
 
Quelle: Forschungsstelle für deutsche Exilliteratur (webapp5.rrz.uni-hamburg.de) sowie
Handbuch des deutschsprachigen Exiltheaters 1933–1945 (1999)
 
Seine Filmografie weist laut der "Internet Movie Database" nur wenige TV-Aktivitäten aus.
 
Weitere Filme
*) mit H. M. Crayon
Carola Erdin  … spielte die Ehefrau des Verlegers Schabbelt.
 
Die Filmografie weist laut der "Internet Movie Database" mit Beginn der 1970er Jahre nur wenige TV-Aktivitäten aus.
 
Weitere Filme
*) mit Carola Erdin
Kurt A. Jung  … spielte den Geschäftsführer Willy Wenk.
 
Geboren am 13. Juni 1923 als Kurt Arthur Hermann Jung in Gießen (Hessen),
gestorben am 22. Oktober 1990 in Agadir (Marokko).
 
Jung absolvierte seine Berufsausbildung 1941/42 an der "Hochschule für Theater" in Frankfurt/M, wo er bis 1942 auf der Bühne des Schauspielhauses stand. Nach einer kriegsbedingten Unterbrechung nahm er 1945 am "Stadttheater Esslingen" seine schauspielerische Tätigkeit wieder auf. Weitere Bühnenstationen waren das "Neue Theater Stuttgart" (bis 1947), das "Stadttheater Göttingen" (bis 1948), das "Bremer Künstlertheater" (bis 1949), die "Hamburger Kammerspiele" (bis 1950), das dortige "Thalia Theater" (bis 1954) sowie das "Düsseldorfer Schauspielhaus" (bis 1955). Danach kehrte er zum Ensemble des Hamburger "Thalia Theaters" zurück. Jung verkörperte zahlreiche bekannte Bühnenrollen wie den Orest in Goethes "Iphigenie auf Tauris"1) und den Biff in Arthur Millers "Tod eines Handlungsreisenden"1). Zuletzt sah man Kurt A. Jung auf der Bühne des Hamburger "Ernst-Deutsch-Theaters", wo er in der Spielzeit 1988/89 neben Friedrich Schütter in der Titelrolle den Diener Shunderson in der Curt-Goetz-Komödie "Dr. med. Hiob Praetorius" spielte.
Mit dem Ensemble des "Thalia-Theaters" war Jung in der Rolle des Graf Bellievre in Boy Goberts Inszenierung von Schillers "Maria Stuart"1) von Mai bis Juni 1976 auf einer fünfwöchigen Gastspielreise durch die damalige Sowjetunion und Polen mit Auftritten in Leningrad, Riga, Wilna, Moskau und Warschau unterwegs.

1947 gab Jung in "Liebe 47"1), Wolfgang Liebeneiners Adaption von Wolfgang Borcherts Drama "Draußen vor der Tür"1), sein Spielfilmdebüt. Es folgten zahlreiche Auftritte in Film- und Fernsehproduktionen. Im Kino sah man in unter anderem in Eugen Yorks Drama "Lockende Gefahr"1) (1950), Karel Lamačs Schlagerstreifen "Die Diebin von Bagdad"1) (1952) oder Wolfgang Staudtes Spoerl-Adaption "Der Maulkorb"1) (1958). Eine prägnante Rolle, die des Waffenhändlers Sydow, mimte er neben Titelheld Walter Giller in der Kriminalgroteske "Bobby Dodd greift"1) (1959). Jung trat in den Edgar-Wallace-Verfilmungen "Die toten Augen von London"
1) (1961) und "Das Rätsel der roten Orchidee"1) (1962) in Erscheinung, spielte an der Seite von Hans Albers in "Das Herz von St. Pauli"2) (1957) und neben Peter Alexander in Géza von Cziffras Filmkomödie "Salem Aleikum"1) (1959). Zudem zeigte er sich in TV-Einzelproduktionen, etwa als Graf von Pembroke in der von Dürrenmatt bearbeiteten Version von Shakespeares "König Johann" (1971) mit Protagonist Hans Korte. Jung übernahm Gastrollen in verschiedenen Fernsehserien wie "Hamburg Transit", "Polizeifunk ruft" oder "Großstadtrevier" (die beiden Folgen wurden erst nach seinem Tod gesendet). Durchgehende Rollen hatte Jung in der fünfteiligen Verfilmung von Hans Falladas Roman "Bauern, Bonzen und Bomben" (1973), in der Vorabendserien "Hoftheater"3) (1975, als Apotheker Habermann) sowie in dem Sechsteiler "Sommer in Lesmona"3) (1987, als Onkel Herbert). Außerdem gehörte er zum Ensemble von Peter Frankenfelds legendären Hörfunksendung "Peters Bastelstunde" und wirkte auch bei der späteren Ausstrahlung der "Bastelstunde"3) (1973) im Fernsehen mit. Darüber hinaus war er gemeinsam mit Anaid Iplicjian4) Gastgeber des deutschen Vorentscheids zum "Grand Prix Eurovision de la Chanson" am 20. Januar  1958.

Daneben arbeitete Jung auch umfangreich als Sprecher für Hörspiel und Synchron. Als Synchronsprecher lieh er seine Stimme unter anderem Michael Gough1) in "Verbrechen ohne Schuld"5) (1951, Blackmailed), Ferdy Mayne4) in "Endstation Harem"5) (1954, You Know What Sailors Are), Gérard Oury1) in "In den Krallen der Gangster"1) (1956, House of Secrets) und George Pastell in "Tiger Bay"1) (1959).
 
Quelle (vorwiegend): Wikipedia
 
Siehe auch www.filmmuseum-hamburg.de
 
Weitere Filme
*) mit Kurt A. Jung
 
Link: 1) Wikipedia, 2) filmportal.de, 3) fernsehserien.de, 4) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 5) Filmlexikon
Hannelore Hoger
 

Hannelore Hoger; Copyright Virginia Shue
 … spielte die Elise Tedrup, Ehefrau von Max Tedrup.
 
Geboren am 20. August 1942 in Hamburg.
 
Kurzportrait zu Hannelore Hoger innerhalb dieser Homepage
   
Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de, www.prisma.de

Weitere Filme*) mit Hannelore Hoger
 
 
Das Foto wurden mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

 … in der Stadtverwaltung Altholm
Siegfried Wischnewski  … spielte den wankelmütigen "roten" Bürgermeister Gareis.

Geboren am 15. April 1922 in Reichenwalde (Ostpreußen),
gestorben am 24. Januar 1989 in Königswinter.
  
Kurzportrait zu Siegfried Wischnewski innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Siegfried Wischnewski

Fritz Hollenbeck
 

Fritz Hollenbeck; Copyright Virginia Shue
 … spielte den Sekretär von Bürgermeister Gareis, Piekbusch.
 
Geboren am 23. Oktober 1929 in Lübz, einer an der Müritz-Elde-Wasserstraße gelegenen Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern.
 
Hollenbeck hat sich seit den 1970er Jahren vor allem einen Namen als Ensemblemitglied des Hamburger Ohnsorg-Theaters gemacht.

Kurzportrait zu Fritz Hollenbeck innerhalb dieser Homepage
 
Weitere Filme
*) mit Fritz Hollenbeck; Filmografie auch bei Wikipedia
 
 
Das Foto wurden mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Eberhard Fechner
 
Eberhard Fechner; Copyright Virginia Shue
Foto: © Virginia Shue
starfotos@virginia-hamburg.de
 … spielte den Polizeioberinspektor Fritz Frerksen.

Geboren am 21. Oktober 1926 in Liegnitz (Schlesien),
gestorben am 7. August 1992 in Hamburg.
 
Der Sohn des Lehrers Paul Fechner und seiner Ehefrau Charlotte geb. Sternsdorff wuchs nach der Scheidung der Eltern bei seiner Mutter in Berlin auf. Nach der "Mittleren Reife" begann er 1943 eine kaufmännische Lehre. Am 1. März 1944 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und geriet im April 1945 in Krummau (Tschechien) verwundet in amerikanische Kriegsgefangenschaft.
Von 1946 bis 1948 studierte Fechner an der Schauspielschule des "Deutschen Theaters", bereits am 3. April 1947 debütierte er in dessen "Kammerspielen". 1948 war er in Bremen engagiert, 1949 bis 1952 an der "Freien Volksbühne" in Berlin; 1951 gründete er einen eigenen Theaterclub. Als Gast spielte er an verschiedenen Theatern in Berlin sowie in Hamburg, Hannover und Celle. Seit 1953 übernahm Eberhard Fechner auch Rollen im Film und vor allem im Fernsehen. Ab 1961 war er zwei Jahre lang als Regieassistent am "Piccolo Teatro" in Mailand tätig. Zurück in der Bundesrepublik wirkte nach 1963 als Schauspieler und Regisseur in Konstanz, Bremen und Hamburg.

1965 wurde Fechner beim NDR als Redaktionsassistent engagiert, dies gab ihm die Möglichkeit, eigene Filme zu drehen. Sein Spezialgebiet wurde der Dokumentarfilm. 1969 entstand "Nachrede auf Klara Heydebreck", eine minutiöse Rekonstruktion des Lebens einer eher zufällig ausgewählten Frau, die im hohen Alter Selbstmord begangen hatte. Ähnlich akribisch verfolgte er in "Klassenfoto" den Werdegang einiger Schüler des Lessing-Gymnasiums in Berlin-Wedding. 1975 entstand sein dreistündiger Film "Tadellöser & Wolff"1), 1979 die sechsstündige Fortsetzung "Ein Kapitel für sich"1).

Fechner war ein begnadeter Interviewer, so befragte er um 1975 die vier damals noch lebenden Mitglieder der "Comedian Harmonists" und um 1979 bis 1981 für seine Dokumentation "Der Prozeß" mehrere Zeugen und Angeklagte des Majdanek-Prozesses2). Ähnlich wie Claude Lanzmann1) verstand er es, durch geduldiges Zuhören und Nachfragen auch sehr persönliche, kontroverse und tief verborgene Erinnerungen seiner Interviewpartner hervorzulocken. Daneben übernahm er immer wieder auch Aufgaben als Schauspieler in Fernsehfilmen.

Eberhard Fechner war ab 1949 mit Margot Krell verheiratet. Mitte der 1950er Jahre wurde Ingrid Fechner seine zweite Ehefrau. 1967 schloss er seine dritte Ehe mit Jannet Geffken, die ihm bei seinen Filmen assistierte.
 
Quelle: Wikipedia (Stand September 2009), mit einer Übersicht zu Fechners zahlreichen Auszeichnungen.
 
Siehe auch www.eberhardfechner.de sowie www.deutsches-filmhaus.de 

Weitere Filme*) mit Eberhard Fechner
 
Link: 1)
Beschreibung bzw. Kurzportrait innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia

Kyra Mladeck
 
Szenenfoto "Sie ist meine Mutter" mit Kyra Mladeck und Thekla Carola Wied; Copyright Ziegler Film
Szenenfoto "Sie ist meine Mutter"
(Kyra Mladeck, Thekla Carola Wied)
mit freundlicher Genehmigung von www.ziegler-film.com
© Ziegler Film GmbH & Co. KG
 … spielte die Ehefrau des Polizeioberinspektors Frerksen.

Geboren 1935 in Berlin-Charlottenburg (nach anderen Quellen in Hamburg).
 
Nach einer Ausbildung zur Schauspielerin in Hamburg, begann Kyra Mladeck ihre Karriere 1951 an den "Städtischen Bühnen" in Nürnberg-Fürth unter der Intendanz von Karl Pschigode. Im darauffolgenden Jahr wechselte sie an die "Städtischen Bühnen Oberhausen", ging dann 1953 nach Hamburg. Bis 1956 gehörte sie zum Ensemble des "Hamburger Schauspielhauses", wo sie viele prägnante Frauenfiguren gestaltete. 1958 wechselte sie nach Bochum, ein Jahr später an das Berliner "Schiller-Theater". Weitere Stationen ihrer Bühnentätigkeit waren unter anderem Hannover ("Staatstheater"), Köln und München ("Residenztheater", "Kammerspiele") sowie wiederholt die "Ruhrfestspiele" in Recklinghausen, wo sie beispielsweise 1968 unter der Regie von Hans Quest als Cassandra in "Troilus und Cressida" brillierte; diese Inszenierung wurde auch für das Fernsehen aufgezeichnet. Darüber hinaus ging Kyra Mladeck auf umfangreiche Tourneen.
 
In Kinofilmen und im Fernsehproduktionen tritt Kyra Mladeck seit den 1970er Jahren regelmäßig mit unterschiedlichsten Rollen in Erscheinung. Auf der Leinwand sah man sie unter anderem in Ingmar Bergmans aufwendig gedrehtem Drama "Das Schlangenei"1) (1977) als Miss Dorst, in Hark Bohms "Moritz, lieber Moritz"1) (1978) überzeugte sie als die mit wirtschaftlichen und finanziellen Sorgen kämpfende Mutter des Titelhelden (Michael Kebschull). Sie gehörte als Baronin von Köckwitz bzw. Ehefrau eines ostelbischen Großgrundbesitzers (Ullrich Haupt) zur Besetzung von Bernhard Wickis Joseph Roth-Adaption "Das Spinnennetz"1) (1989), übernahm die Rolle der Mrs. Brinkmann in Joseph Vilsmaiers Kinderfilm "Charlie & Louise – Das doppelte Lottchen"1) (1994). Sie spielte das alt gewordene Dienstmädchens Ilse, das sich in dem Liebesfilm "Aimée und Jaguar"1) (1997) gemeinsam mit Lilly Wust in einem Altenheim an die Berliner Zeit während des Nationalsozialismus zurückerinnert. In der deutsch-slowakischen Kino-Koproduktion "Rückkehr der Störche"2) (2007), einem von Martin Repka gedrehten Liebesdrama und Roadmovie, zeichnete Mladeck ein berührendes Porträt der alten Großmutter Magdalena, die in das Dorf Runina in der Slowakei zurückgekehrt ist, den Ort ihrer Kindheit, um dort mit ihrer Jugendliebe den Lebensabend zu verbringen.
Auf dem Bildschirm erlebt(e) man die Schauspielerin neben Auftritten in populären Serien oder Reihen wie "Tatort" vor allem in ambitionierten Fernsehspielen, aber auch Unterhaltungsfilmen. In nachhaltiger Erinnerung ist sie in jüngerer Zeit neben Thekla Carola Wied in dem TV-Spiel "Sie ist meine Mutter"3) (2006) geblieben, einem Mutter-Tochter Beziehungsdrama um Vergangenheit, Herkunft und eine Lebenslüge nach der gleichnamigen Autobiografie von Gisela Heidenreich. Die Geschichte thematisiert den sensiblen Prozess der Auseinandersetzung zwischen der greisen, starrköpfigen Mutter Edith (Kyra Mladeck) und ihrer Tochter vor dem Hintergrund der Verstrickungen der Mutter in die "Lebensborn"-Politik der Nazis. Mehrfach tauchte Kyra Mladeck als Großmutter auf, so in der Rosamunde Pilcher-Story "Wind über der See"4) (2007), in "Herz im Wind"4) (2007) aus der ZDF-Reihe "Im Tal der wilden Rosen"1) oder in der Weihnachtskomödie "Oh Tannenbaum"3) (2007). In der zweiteiligen Filmbiografie "Dr. Hope – Eine Frau gibt nicht"3) auf (2010) stellte sie die Kaiserin Augusta Victoria dar, mit deren Hilfe es der von Heike Makatsch verkörperten Ärztin Hope Bridges Adams Lehmann1)(1855 – 1916) gelingt, zum Examen zugelassen zu werden. Im 1. und 2. Teil des TV-Dreiteilers "Tannbach – Schicksal eines Dorfes"1) (2015) war Mladeck die Wirtschafterin und Haushälterin Johanna, die sich nach der im Rahmen der Bodenreform in Deutschland erfolgten Enteignung des Rittergutes erhängt.
 
Kyra Mladeck, die verschiedentlich auch als Sprecherin von Hörspielen tätig war, ist Mitglied der "Deutschen Akademie der Darstellenden Künste"1); die Schauspielerin lebt in München.
 
Quelle (unter anderem): Wikipedia

Weitere Filme*) mit Kyra Mladeck
 
Link: 1) Wikipedia, 2)  www.dieterwunderlich.de, 3) tittelbach.tv, 4) fernsehserien.de

Jörg Falkenstein
(Jörg-Peter Falkenstein)
 … spielte den Assessor Stein.

Weitere Filme*) mit Jörg Falkenstein

 … in der Regierung in Schleswig
Wolfgang Engels  … spielte den Regierungspräsidenten Temborius.

Geboren am 13. Mai 1908 in Braunschweig,
gestorben 1983.
 
Engels begann seine Theaterlaufbahn 1928 am Schauspielhaus in Leipzig, weitere Stationen wurden bis 1932 das "Staatstheater Dresden", die Theater in Krefeld, Halberststadt, Erfurt und Freiburg/Br. Zur Spielzeit 1940/41 trat er in Darmstadt auf, nach Kriegsende war er ab 1945 drei Jahre lang Intendant des "Stadttheaters Konstanz". 1949 wechselte er nach Bremen und gehörte bis 1954 zum Ensemble des dortigen Theaters. Das Stadttheater in Bonn, das "Staatstheater Kassel" (1956 – 1958), die "Landesbühne Hannover" (1959) sind als weitere Wirkungsstätten des Schauspielers zu nennen.
 
Seit Ende der 1950er-Jahre war Wolfgang Engels in einer Vielzahl von Fernsehproduktionen zu sehen, erstmals in dem 1957 entstandenen Fernsehfilm "Korruption" unter der Regie von Franz-Peter Wirth. Ferner sah man ihn u. a. in dem Straßenfeger "Der Tod läuft hinterher"1) (1967), in dem Fünfteiler "Bauern, Bonzen und Bomben" (1973) nach Hans Fallada und in mehreren Folgen der Krimiserie "Der Kommissar".
Als Synchronsprecher lieh Wolfgang Engels unter anderem Jean Gabin (1946, "Martin Roumagnac"2)), Eric Porter (1964, "Der Untergang des Römischen Reiches"3)) und Peter Cushing (1965, "Die Todeskarten des Dr. Schreck"2)) seine Stimme.
Darüber hinaus war Engels umfangreich an Hörspielproduktionen beteiligt, so z. B. in "Totentanz" von Wolfgang Weyrauch oder "Trommeln in der Nacht"3) von Bertolt Brecht.

Wolfgang Engels war mit der Opernsängerin Hannefried Grether verheiratet → OPERISSIMO
 
Quelle: Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon (1960) sowie
Wikipedia (Stand 09.04.2015)
 
Frühe Fotos bei film.virtual-history.com
 
Weitere Filme*) mit Wolfgang Engels
 
Link: 1) Beschreibung innerhalb dieser HP, 2) prisma.de, 3) Wikipedia

Herbert Tiede  … spielte den Polizeioberst Senkpiel.

Geboren am 3. März 1915 als Hermann Salomon in Osnabrück,
gestorben am 13. Dezember 1987 in München.
 
Kurzportrait zu Herbert Tiede innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Herbert Tiede

Rudolf Brand  … spielte den Regierungsassessor Meyer.
 
Geboren im Frühjahr 1935 in Wiesbaden.
 
Bevor Rudolf Brand eine Schauspielerkarriere einschlug, hatte er als Lehrjunge bei der Post begonnen, erwarb sich dann später sein darstellerisches Rüstzeug an der "Staatlichen Hochschule für Musik" in Frankfurt/M, wo er auch im "Theater am Turm" debütierte. Nach einem zweijährigen Engagement am Stadttheater in Würzburg kam Brand 1966 an die "Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach" zu Generalintendant Joachim Fontheim1). Hier brillierte Brand gemeinsam mit Gottfried John2) auch in Becketts "Warten auf Godot"1). Weitere Theaterstationen wurden unter anderem Hamburg (1968, Deutsches Schauspielhaus), Wuppertal, Darmstadt, Mannheim, Düsseldorf, Wiesbaden, Bonn, Köln und Stuttgart, auch bei den Festspielen in Recklinghausen und Bad Hersfeld zeigte Brand seine schauspielerische Kunst. Er spielte ernste Rollen wie Brechts "Galileo"1) und groteske wie den "Mockinpott"3) von Peter Weiss1), war in den großen klassischen Rollen ebenso zuhause wie in zeitgenössischen Grenzgängen, zum Beispiel Thomas Bernhards "Der Theatermacher"1) und George Taboris "Mein Kampf"1). Eine ganz besondere Station war darüber hinaus das "Theater an der Ruhr" in Mülheim, mit dessen Gründer und Leiter Roberto Ciulli1) ihn eine enge Freundschaft verbindet und wo er unter anderem den Dr. Dorn in Tchechows "Möwe"1) und die Rollen Diabetes und Phidipides in Woody Allens "Gott"1) gab. schreibt die "Rheinische Post" in ihrem Artikel zum 80. Geburtstag des Schauspielers. Weiter kann man dort lesen, dass Brand 1967 für seinen Baschmatschkin in Jean Cosmos' Bearbeitung von Gogols "Der Mantel"1) eine glänzende Kritik in der DIE ZEIT erhielt, "und von da an war mit ihm zu rechnen, wo immer Theater Grenzen überschritt und Neues wagte." → www.zeit.de
 
Seit Mitte der 1950er Jahre übernahm Brand sporadisch Aufgaben vor der Kamera, spielte unter anderem kleinere Parts in den Kinoproduktionen "Spion für Deutschland"1) (1956), "Liebe, Luft und lauter Lügen"4) (1959), "Es war mir ein Vergnügen"1) (1963) und "Lieb Vaterland magst ruhig sein"4) (1976). Auf dem Bildschirm zeigte er sich beispielsweise in den Mehrteilern "Bauern, Bonzen und Bomben" (1973), "Die Pawlaks – Eine Geschichte aus dem Ruhrgebiet"2) (1982), "Die Geschwister Oppermann"2) (1983) und "Die Bertinis"1) (1988). Weitere TV-Auftritte hatte Brand beispielsweise als Koslowski in der Episode "Urlaubsvorbereitung"5) (1973) aus der Kultserie "Ein Herz und eine Seele"2) oder in der "Tatort"-Folge "Trimmel und der Tulpendieb"1) (1976). In Peter Schulze-Rohrs dokumentarischem Spielfilm "Verdunkelung"6) (1976), der authentischen Geschichte eines Berliner S-Bahn-Mörders während des 2. Weltkrieges, überzeugte er als unscheinbarer, mörderischer Mitarbeiter der "Reichsbahn", Osorsky
. Letztmalig sah man Brand im Fernsehen in zwei Folgen des Quotenrenners "Der Landarzt"1), hier mimte er 1996 in "Der Flug der Troubadoure" und "Drachenfest"5) den Bauern Heinz Harmsen, genannt "Trecker-Heinz".
 
Rudolf Brand ist mit seiner aus Krefeld stammenden Ehefrau Inge verheiratet und Vater einer Tochter. Inge Brand war Gründerin und langjährige Leiterin des "KRESCHtheaters", Kinder- und Jugendtheaterzentrum der Stadt Krefeld → www.kresch.de.
 
Quelle: Artikel "Rudolf Brand – ein Theater-Star ist 80" bei www.rp-online.de

Weitere Filme*) mit Rudolf Brand
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait bzw. Beschreibung innerhalb dieser HP, 4) filmportal.de, 5) fernsehserien.de, 6) Die Krimihpmepage
3) "Wie dem Herrn Mockinpott das Leiden ausgetrieben wird" von Peter Weiss

Hans Häckermann

Hans Häckermann; Copyright Virginia Shue

 … spielte den Finanzrat Andersson.

Geboren am 3. März 1930 in Pirna,
gestorben am 16. September 1995 in Ritzerau.
 
Kurzportrait zu Hans Häckermann innerhalb dieser Homepage

Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Hans Häckermann
 
 
Das Foto wurden mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Die Bauern
Reinhart Firchow  … spielte den Fahnenträger Georg Henning.

Geboren am 11. November 1943 in Hamburg.
 
Der Sohn des Opernsängers bzw. Baritons Hermann Firchow (1911 – 1981) ließ sich nach einer Lehre an der "Staatlichen Musikhochschule Hamburg zum Schauspieler" ausbilden, anschließend erhielt er 1968 ein Engagement am "Deutschen Theater" in Göttingen, wo er bis 1971 zum Ensemble gehörte. Nach der Spielzeit 1971/72 an den "Bühnen der Stadt Essen" wechselte er für acht Jahre an das "Düsseldorfer Schauspielhaus". Zu Firchows weiteren Theaterstationen zählen das "Theater an der Ruhr" in Mülheim (1980 – 1992) sowie regelmäßige Gastrollen an der "Berliner Schaubühne" (1992 – 1998). Gastengagements hatte der Künstler darüber hinaus in Bonn, Köln und Stuttgart sowie bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen und den Salzburger Festspielen. In Salzburg interpretierte er in zwischen 1995 und&nbsü;1998 den "Dünnen Vetter" in Hofmannsthals "Jedermann".
Firchow gehört zu den Gründungsmitgliedern des 1980 ins Leben gerufenen "Theater an der Ruhr"1) in Mühlheim, wo er seit der Spielzeit 2002/2003 als Gast regelmäßig auftritt.

Seit 1994 war er Professor für Schauspiel und Rollenstudium in der Abteilung "Schauspiel/Schauspielregie" an der Essener "Folkwang Hochschule". Wegen Erreichens der Altersgrenze schied er dort zum 28. Februar 2009 aus.
Vereinzelt übernahm Prof. Reinhart Firchow kleinere Aufgaben in ambitionierten Fernsehproduktionen, arbeitete mit namhaften Regisseuren wie Egon Monk, Eberhard Fechner, Dieter Wedel, Hans Növer und Barbara Kappen zusammen.
Zudem gestaltete er als Sprecher zahlreiche Dokumentarsendungen.
 
Siehe auch Wikipedia, www.theater-an-der-ruhr.de, duesseldorfer-schauspielhaus.de

Weitere Filme*) mit Reinhart Firchow
 
Link: 1) Wikipedia

Ernst von Klipstein  … spielte den Graf Bandekow.

Geboren am 3. Februar 1908 in Posen,
gestorben am 22. November 1993.
  
Kurzbiografie zu Ernst von Klipstein innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch
Fotos bei film.virtual-history.com

Weitere Filme*) mit Ernst von Klipstein

Henry Kielman  … spielte den Gemeindevorsteher und Landvolkführer Franz Reimers.

Geboren am 11. Februar 1929 in Hamburg,
gestorben 2003 in Argentinien.
 
Laut "Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon" (1961) war Kielmann ab 1953 zwei Jahre lang an den "Städtischen Bühnen" in Kiel engagiert, zwischen 1955 und 1957 stand er am am "Stadttheater Bremerhaven" auf der Bühne, 1958 wechselte er für drei Jahre an das "Stadttheater Basel".
Das "Filmmuseum Hamburg" führt aus: "Kielmann arbeitet als Synchronsprecher und -regisseur. Er führte z.B. bei der US-Serie "Golden Girls" oder dem russischen Film "Kleine Vera" Synchronregie. Im Fernsehen war er bei "Sonderdezernat K1", "Freunde fürs Leben" oder in dem Tatort "Reifezeugnis"1) (1977) zu sehen.
Regie führte er bei der TV-Serie "Eigener Herd ist Goldes wert". Seine Stimme ist auch in vielen Hörspielen zu hören. Bei diversen "Columbo"-Folgen synchronisierte Kielmann Nebencharaktere."
 
Weitere Infos bei Wikipedia

Weitere Filme*) mit Henry Kielman
 
Link: 1) Wikipedia

Hartmut Reck  … spielte den "Landvolk"-Redakteur Padberg .

Geboren am 17. November 1932 in Berlin,
gestorben am 30. Januar 2001 in Nienburg/Weser.
 
Kurzportrait zu Hartmut Reck innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Hartmut Reck

Henning Schlüter
 
Henning Schlüter; Copyright Virginia Shue
 … spielte den Landwirtschaftsrat Feinbube.

Geboren am 1. März 1927 in Hamburg,
gestorben am 20. Juli 2000 in Hamburg.
 
Kurzportrait zu Henning Schlüter innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, Filmmuseum Hamburg

Weitere Filme*) mit Henning Schlüter
 
 
Das Foto wurden mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Malte Petzel  … spielte den Landvolkführer Rehder.

Geboren am 9. April 1930 in Stettin (heute Polen),
gestorben am 18. Dezember 1972 in Dortmund.
 
Bereits mit 17 Jahren trat Petzel im "Coburger Kulturkreis" auf und inszenierte musikalische Abende, bevor ihm 1952 von der "Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger" und dem "Deutschen Bühnenverein" die Abschlussprüfung zum Schauspieler abgenommen wurde; anschließend war er bis 1956 am "Landestheater Coburg" engagiert. Im darauffolgenden Jahr wechselte er nach Bamberg an das "Kleine Theater". Seit 1958 war er als Schauspieler und Spielleiter bei der Berliner "Vagantenbühne" tätig. Malte Petzel machte sich als Darsteller vor allem am Berliner "Schillertheater" sowie auf großen Tourneen durch ganz Deutschland einen Namen.
Neben seiner Arbeit am Theater übernahm Petzel sporadisch Rollen in Film- und Fernsehproduktionen. So verkörperte in dem von Georg Wilhelm Pabst inszenierten semidokumentarischen Spielfilm "Es geschah am 20. Juli"1) (1955) den Berthold Schenk Graf von Stauffenberg1), älterer Bruder des von Bernhard Wicki dargestellten Claus Schenk Graf von Stauffenberg1), der am 20. Juli 1944 das Attentat auf Hitler verübte. Mit Horst Buchholz und Barbara Frey spielte er in "Endstation Liebe"1) (1958), zu seinen bekanntesten Leinwandfiguren zählt die Rolle des Luftwaffen-Offiziers Colonel Beppo Schmidt in der internationalen Kinoproduktion "Luftschlacht um England"1) (1969, Battle of Britain).
Zudem arbeitete Petzel für den Hörfunk sowie für die Synchronisation.
 
Malte Petzel starb am 18. Dezember 1972 mit nur 42 Jahren in Dortmund an Herzversagen.
 
Quelle (u.a.): Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon (1961) sowie Wikipedia nach
"Deutsches Bühnen-Jahrbuch" (Bd. 82, Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.), 
F. A. Günther & Sohn 1974, S. 101

Weitere Filme*) mit Malte Petzel
 
Link: 1) Wikipedia

Edgar Bessen
 

Edgar Bessen
 … spielte den Landvolkführer bzw. Bauer Rohwer.

Geboren am 11. November 1933 in Hamburg,
gestorben am 2. Februar 2012 in Hamburg.
 
Edgar Bessen war der Neffe des legendären Henry Vahl1) (1887 - 1977) bzw. von dessen jüngerem Bruder Bruno Vahl-Berg, der ebenfalls in dem Mehrteiler "Bauern, Bonzen und Bomben" mitwirkte.
 
Kurzportrait zu Edgar Bessen innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Edgar Bessen
 
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Agentur Patricia Horwitz zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei der Agentur.

Max Grothusen  … spielte den Bauer Benthien.

Geboren am 24. September 1903 bei Antwerpen,
gestorben am 24. November 1984 in Berlin.
 
Nach einer Ausbildung zum Schauspieler erhielt Grothusen Theaterengagements in Hamburg ("Thalia-Theater"), Stendal, Landsberg, Schleswig, Bielefeld und Berlin (Schiller-Theater).
Für das Fernsehen übernahm er seit Anfang der 1960er Jahre nur gelegentlich Aufgaben. Mit durchgehenden Rollen sah man ihn unter anderem in den Unterhaltungsserien "Alles dreht sich um Michael" (1968) und "Onkel Bräsig" (1978).
Grothusen arbeitete auch für den Rundfunk (RIAS Berlin, SFB), vor allem im Bereich Schulfunk und Kinderfunk, und war umfangreich als Sprecher für Hürfunkproduktionen tätig. Wikipedia notiert: "Zwischen 1977 und 1983 verkörperte er für den HR in verschiedenen Hörspielen den siebzigjährigen Rentner Otto, der sich gemeinsam mit seiner Ehefrau Lisa mit Alltagssituationen und der Veränderung des Rollenbildes auseinandersetzen muss. Als Lisa stand Grothusen in den ersten Folgen – "Menschärgeredichnicht", "Mengenlehre", "Der Mann mit dem Boot", "Jugendliebe" – noch Edith Heerdegen1) zur Seite. Nach deren Tod wurde die Rolle für die nächsten Teile – "Sicher ist sicher", "Verdammte Ruhe", "Banditen", "Was hat jetzt die, was ich nicht hab" und "Ebbe und Flut" – von Inge Birkmann2) übernommen." → Hörspiele (Auswahl) bei Wikipedia.
 
Der Schauspieler war verheiratet und hatte einen Sohn.

Weitere Filme*) mit Max Grothusen
 
Link: 1) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia

Heinz Lieven  … spielte den Bauer Banz.

Geboren am 18. April 1928 im Hamburger Stadtteil Blankenese.
 
Lieven wurde als Sohn des Arztes Dr. Wilhelm Lieven und dessen Frau Mary Lieven geb. Nather geboren. Bei Helmuth Gmelin und Bernhard Minetti begann er 1948 in Hamburg und Berlin seine Ausbildung als Schauspieler. 1966 heiratete er die Maskenbildnerin Hertha Lieven, geb. Gobrecht; aus der Verbindung stammen die beiden Söhne Alexander Lieven (geb. 1959) und Claudius Lieven (geb. 1968).

Lieven begann seine Bühnenlaufbahn in den 1950er Jahren am Hamburger "Theater im Zimmer". Danach tourte er mit der "Morgenstern Bühne" und anderen Tourneetheatern durch Deutschland. In den 1960er Jahren war er unter anderem in Karlsruhe, Bruchsal, Baden-Baden, Flensburg und Schleswig engagiert. Sporadisch wirkte er in ambitionierten Fernsehproduktionen mit, wie beispielsweise 1968 unter der Regie von Rolf Hädrich in dessen Max Frisch-Adaption "Graf Öderland".
1972 holte ihn Boleslaw Barlog an das Schillertheater nach Berlin, wo er bis 1978 spielte. In dieser Zeit entstanden weitere TV-Filme u. a. "Bauern, Bonzen und Bomben" (1973; Regie: Egon Monk) und "Ein Kapitel für sich"1) (1979; Regie: Eberhard Fechner).
1978 siedelte Lieven nach Bremen über, um am dortigen "Niederdeutschen Theater" als Regisseur zu wirken. Bereits 1981 zog es Lieven in seine Heimatstadt Hamburg zurück, in der er seitdem lebt, seit 1995 auch wieder im Stadtteil Blankenese. Er spielte in den folgenden Jahren u. a. am "Altonaer Theater", am "Theater Lübeck" und am damals noch existierenden "Piccolo Theater" im Hamburger Schanzenviertel.
In den 1980er trat Lieven außerdem am "Nationaltheater Mannheim" in "Germania – Tod in Berlin" von Heiner Müller und im "König Ubu" am "Staatstheater Stuttgart" auf, beide in der Regie von Johann Kresnik. 
Daneben spielte er im Fernsehen u. a. in "Die Pawlaks" (Regie: Wolfgang Staudte), "Der Landarzt", "Das Dorf" (Regie: Claudia Laatz) und "Marleneken" (Regie: Karin Brandauer) mit.
1990 wirkte er in dem aktuellen zeitkritischen Film "Wer zu spät kommt – Das Politbüro erlebt die deutsche Revolution"2) von Jürgen Flimm mit, es folgten in den 1990er Jahren u. a. "Frauen morden leichter" (1996), "Wut im Bauch" (1998), "Meine beste Feindin" (1999), "Doppelter Einsatz" (1999) und "Die Helden" (1999/2000). Außerdem war Lieven in verschiedenen Fernsehserien zu sehen, so ab 1995 als Polizeiarzt Dr. Wagner in "Adelheid und ihre Mörder"2), weitere prägnante Auftritte hatte der Schauspieler in "Eine Frau wird gejagt" (1995; Regie: Vadim Glowna), "Großstadtrevier" (1999), "OP ruft Dr. Bruckner" (1996) sowie in verschiedenen Folgen der "Tatort"-Reihe. Bei Kindern beliebt war er als Opa Bernhard Brendel in "Neues vom Süderhof"2) (1996/97). In den letzten Jahren war Lieven u. a. in "Ein Song für den Mörder" (2009), der TV-Serie "Notruf Hafenkante" (2007) oder in "Frauengeschichten" (2006)  zu sehen. Jüngst erlebte man ihn als Prof. Max Schemer in der "Tatort"-Folge "Er wird töten"2) (2013).
Kinoproduktionen wie "Doppelspiel" (2005; Regie: Claus–Michael Rohne) oder "Dream, Dream, Dream" (2001; Regie: Anne Klix) zählen ebenfalls zu seiner umfangreichen Filmografie. Im Oktober 2010 drehte Heinz Lieven mit Sean Penn und Frances McDormand in den Vereinigten Staaten den Kinofilm "Cheyenne – This Must Be the Place"2), der 2011 im Wettbewerb der 64. Internationalen Filmfestspiele von Cannes uraufgeführt wurde. Er spielt den fiktiven KZ-Aufseher Alois Lange, der nach dem Krieg in die USA geflüchtet ist. Im Sommer 2014 stand der inzwischen über 85-jährige Lieven für Atom Egoyans Film "Remember" in Kanada vor der Kamera; mehr bei Agentur COMMITMENT.

Seit Mitte der 1990er Jahre spielt Lieven am "Altonaer Theater". Die Rolle des Lehrers Bömmel in dem Stück "Die Feuerzangenbowle", das dort jährlich seit 1997 aufgeführt wurde, gehört mittlerweile zu seinen erfolgreichsten Rollen. Daneben trat er an den "Hamburger Kammerspielen" auf, bei Gerda Gmelin am "Theater im Zimmer" und am "Hamburger Kampnagel".
Seit 2000 spielte Lieven neben verschiedenen Rollen am "Altonaer Theater" zuletzt den Patriarchen in "Nathan der Weise" am "Ernst Deutsch Theater". 
Neben seiner umfangreichen Arbeit für Theater, Film und Fernsehen erfreut Lieven das Publikum mit Lesungen von Ringelnatz bis Rilke, fährt auch schon mal als Entertainer und Schauspiellehrer auf Kreuzfahrtschiffen wie der "MS Deutschland".
 
Quelle (überwiegend): Wikipedia (Stand September 2009/November 2014)  
Heinz Lieven bei der Agentur COMMITMENT

Weitere Filme*) mit Heinz Lieven
 
Link: 1) Beschreibung innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia

Andrea Grosske  … spielte die Ehefrau von Bauer Banz.

Geboren am 23. März 1928 in Nürnberg,
gestorben am 30. November 1997 in Hamburg.

Andrea Grosske sammelte ihre ersten Bühnenerfahrungen bereits im Alter von 5 Jahren. Nach einer Schauspiel- und Tanzausbildung in Hamburg war sie zwischen 1945 und 1949 an der Hamburger Tanzbühne "Lola Rogge" tätig, zur Spielzeit 1954/55 hatte sie ein Engagement an der "Landesbühne Niedersachsen" in Wilhelmshaven, eine weitere Verpflichtung ergab sich 1957 am Hamburger "Theater im Zimmer". Zwischen 1971 und 1973 gehörte die Künstlerin zum Ensemble des "Deutschen Schauspielhauses" in Hamburg.
Schon 1951 war sie mit kleinen Nebenrollen in den Kinostreifen "Professor Nachtfalter"1) (mit Johannes Heesters) und "Die Schuld des Dr. Homma"2) (mit Werner Hinz) in Erscheinung getreten, ab den 1960er Jahren übernahm sie regelmäßig Aufgaben in Fernsehproduktionen. Am bekanntesten dürfte sie durch ihre Rolle der Frau Grote in Wolfgang Menges umstrittenem Fernsehspiel "Das Millionenspiel"1) (1970) geworden sein. Zuletzt sah man sie 1981 als Bäuerin in Claus Peter Witts zweiteiligen Literaturadaption "Kudenow oder An fremden Wassern weinen"3), gedreht nach dem Roman von Arno Surminski.
Neben ihrer Arbeit für Theater und Fernsehen war Andrea Grosske für den Hörfunk (NWDR) und in der Synchronisation tätig → Hörspiele (Auswahl) bei Wikipedia
 
Siehe auch Filmmuseum Hamburg, Wikipedia

Weitere Filme*) mit Andrea Grosske
 
Link: 1) Wikipedia, 2) prisma.de, 3) fernsehserien.de

Kurt Stebner  … spielte den Kehding.
 
Bei der Internet Movie Database ist nur der Mehrteiler "Bauern, Bonzen und Bomben" gelistet.
Arthur Strauss  … spielte den Gastwirt Krüger.
 
Bei der Internet Movie Database ist nur der Mehrteiler "Bauern, Bonzen und Bomben" gelistet.
… im Verlagshaus "Nachrichten"
Wolfgang Kieling
 
Wolfgang Kieling; Copyright Virginia Shue
 … spielte den neuen "Chronik"-Herausgeber Gebhardt.

Geboren am 16. März 1924 in Berlin-Neukölln,
gestorben am 7. Oktober 1985 in Hamburg.

Kurzportrait zu Wolfgang Kieling innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de, www.prisma.de
 
Weitere Filme*) mit Wolfgang Kieling
 
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Friedrich Hartau  … spielte den Chefredakteur Heinsius.

Geboren am 7. Oktober 1911 in Dresden (Sachsen),
gestorben am 8. Februar 1981 in Hamburg.
 
Nach dem Besuch des Gymnasiums in Görlitz hatte Hartau bis Anfang der 1940er Jahre als Buchhändler, Schauspieler und Dramaturg gearbeitet, wurde dann 1941 zum Kriegsdienst nach Russland eingezogen. Nach Ende des 2. Weltkrieges betätigte er sich als Chefdramaturg und Regisseur am "Staatstheater Kassel", brachte dort unter anderem das Kriegsdrama "Die letzte Nacht" nach einem eigenen Drehbuch auf die Bühne; das Stück wurde mit Sybille Schmitz und Karl John von Eugen York verfilmt und kam Anfang 1949 in die Kinos → filmportal,de.
Hartau arbeitete als Drehbuchautor und Theaterkritiker, gab Anthologien heraus und hielt Vorträge.
Am bekanntesten wurde seine Bildmonografie "Wilhelm II." (1978), mit der er den letzten deutschen Kaiser portraitiert, dessen Leben von der Kindheit bis in den Tod nachzeichnet →  www.dieterwunderlich.de. Weitere Werke sind "Moličre in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten" (1976) und "Clemens Fürst von Metternich. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten" (1984).
 
Seit den 1960er Jahren übernahm Hartau gelegentlich Aufgaben vor der Kamera, unter anderem war er in der legendären Abenteuerserie "Percy Stuart"1) (1969 – 1972) als "Excentric-Club"-Mitglied Mr. Joshua Brown zu sehen. Weitere Auftritte hatte er in den Serien "Stahlnetz" (1964), "Hamburg Transit" (1974) und "Im Auftrag von Madame" (1975). Auf der Kinoleinwand sah man ihn mit kleineren Rollen, so in der Gesellschaftssatire "Wir Kellerkinder"2) (1960) und in dem Heimatfilm "Mariandls Heimkehr"3) (1962), wo er den Professor Waldbrunner mimte. Alfred Weidenmanns Remake von Theodor Storms berühmten Novelle "Der Schimmelreiter"3) (1978) sowie Peter Fleischmanns utopisches Endzeit-Drama "Die Hamburger Krankheit"2) (1979) waren Hartaus letzte schauspielerischen Aktivitäten für den Film.
 
Friedrich Hartau war seit 1944 mit der Künstlerin Claudia Tressin (1917 – 2013) verheiratet  → www.claudia-tressin.de.
 
Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Friedrich Hartau
 
Link: 1) Beschreibung innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia, 3) filmportal.de

Bruno Vahl-Berg  … spielte den Prokuristen Trautmann.

Geboren am 3. Juli 1903 in Stralsund,
gestorben am 15. November 1984 in Hamburg.
 
Die schauspielerischen Ambitionen des jüngeren Bruders der "Ohnsorg"-Legende Henry Vahl1) (1897 – 1977) hatten vor Ausbruch des 2. Weltkrieges als Chorist am Stadttheater Bernburg begonnen, er tingelte mit Wanderbühnen durch die Lande, war eine Zeit lang am Stadttheater Neiße engagiert. Daneben übte er als technischer Zeichner auf einer Werft in Stralsund einen "ordentlichen Beruf" aus.
Den Namenszusatz "-Berg" für seinen Künstlernamen legte er sich schon in frühen Jahren zu, damit man die beiden Brüder auseinanderhalten konnte. Als er 1949 aus russischer Gefangenschaft zurückkehrte, brachte ihn sein Bruder Henry, der ein Engagement am Kieler Stadttheater hatte, dort zunächst als Inspizient unter. Vahl-Berg arbeitete wenig später auch als Ansager und Zirkusclown, seit 1956 trat er als Schauspieler an Hamburger Bühnen auf, gehörte unter anderem zum Ensemble des "Ernst-Deutsch-Theaters" sowie des "Ohnsorg-Theaters".
 
Seit Anfang 1960er Jahre übernahm Vahl-Berg Nebenrollen in Fernsehproduktionen, spielte unter anderem in populären Krimi-Serien wie "Hafenpolizei", "Das Kriminalgericht", "John Klings Abenteuer", "Gestatten –  Mein Name ist Cox", "Percy Stuart" oder "Polizeifunk ruft". Mehrfach trat er auch in der "Tatort"-Reihe auf, wie zuletzt in der Folge "Kurzschluß"2) (1975).
  
Der Künstler war mit Ehefrau Gretl (1920 – 2003), einer ehemaligen Tänzerin verheiratet; der Schauspieler Edgar Bessen war sein Neffe. 
Bruno Vahl-Berg fand seine letzte Ruhe neben seinem Bruder Henry auf dem Olsdorfer Friedhof → Foto der Grabstelle bei Wikimedia Commons.
 
Quelle: Wikipedia (Stand September 2009) und "Funk Uhr, Künstler-Lexikon des Fernsehens" (ca. 1970)

Weitere Filme*) mit Bruno Vahl-Berg
 
Link: 1) Kurzportrait innerhalb dieser
HP, 2) Wikipedia

Die Bürger von Althaus
Otto Kurth  … spielte den Medizinalrat Dr. Lienau.

Geboren am 31. Mai 1912 in Bremen,
gestorben am 13. Dezember 1996 in München.
 
Nach einer Ausbildung zum Schauspieler bei dem Gründer der "Hamburger Kammerspiele" Erich Ziegel1) (1876 –1950), gab Kurth sein Bühnendebüt in Hamburg an den Kammerspielen. Anschließend erhielt er Engagements an Provinztheatern, kam dann in Berlin zu Gustaf Gründgens an das "Preußische Staatstheater", wo er nicht nur als Schauspieler sonder auch als Regisseur tätig war.
Nach dem Krieg arbeitete Otto Kurth unter anderem viele Jahre lang beim NWDR in Hamburg, ab 1945 als Leiter der Hörspielabteilung, ab 1947 als Chefregisseur des Hörfunks. Auch als Theaterregisseur fand er ab Ende der 1940er Jahre weiterhin interessante Aufgaben, so inszenierte er unter anderem 1949 die Komödie "Das träumende Mädchen" von Elmer Rice mit Hannelore Schroth an den von Ida Ehre geleiteten Hamburger Kammerspielen2), Gastinszenierungen führten ihn auch an das Staatstheater in Kassel.
Aktivitäten vor der Fernsehkamera verzeichnet die "Internet Movie Database" seit Mitte der 1960er Jahre. Kurth spielte prägnante Nebenrollen in Literaturverfilmungen wie Günter Gräwerts Eugene O'Neill-Adaption "Der Eismann kommt" (1968) oder Egon Monks "Bauern, Bonzen und Bomben" (1973) nach Hans Fallada. Monk besetzte ihn auch als Direktor Francois in dem Mehrteiler "Die Geschwister Oppermann"1) (1983) nach Lion Feuchtwangers gleichnamigem Zeitroman.
Kurth hatte Gastauftritte in Serien wie "Pater Brown" (1970), "Dem Täter auf der Spur" (1973), "Der Kommissar" (1973), "Kara Ben Nemsi Effendi"1) (1973), "PS – Geschichten ums Auto" (1975) oder "Der Alte", wo er zuletzt 1985 in der Folge "Die Angst des Apothekers" auf dem Bildschirm zu sehen war.

Vereinzelt stand Kurth auch hinter der Kamera und zeichnete als Regisseur für einige TV-Produktionen verantwortlich; als Autor brachte er 1990 den Band "Erzählungen und Briefe" heraus.
 
Der Künstler war mit der Schauspielerin Margot Franken verheiratet; aus seiner ersten Ehe stammt ein Sohn.
Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Münchner Nordfriedhof in der Urnenmauer, Reihe 9, Grab Nr. 8.
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Otto Kurth
 
Link: 1) Kurzportrait bzw.  Beschreibung innerhalb dieser HP
2) Quelle: www.spiegel.de (DER SPIEGEL 43/1949)

Fritz Wempner  … spielte den Textilkaufmann Braun.
 
Geboren am 11. November 1910 in Flensburg,
gestorben am 24. Dezember 1994 in Flensburg.
 
Der niederdeutsche Schauspieler und Bühnenautor Fritz Wempner hatte sich ursprünglich zum Kaufmann ausbilden lassen und arbeitete eine Zeit lang in diesem Beruf. 1936 schloss er sich der Niederdeutschen Bühne seiner Heimatstadt an. Seit Mitte der Fünfziger Jahre hatte er mit seinen Bühnenstücken weit über den niederdeutschen Raum hinaus Erfolg. So wurden seine Stücke nicht nur ab 1952 vom Hamburger "Ohnsorg-Theater" aufgeführt, wie beispielsweise 1966 unter der Regie von Heini Kaufeld "Keen Utkommen mit dat Einkommen" (Kein Auskommen mit dem Einkommen) mit Otto Lüthje, sondern auch in hochdeutschen sowie in englischen Fassungen an zahlreichen anderen Theatern. Zu seinen bekanntesten Stücken zählen "Petrus gifft Urlaub", "De vergnögte Tankstell" und "Rund umm Kap Hoorn".

Der Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Fritz Wempner war seit 1954 mit der Schauspielerin, Regisseurin und Bühnenautorin Irmgard Wempner verheiratet.
 
Quelle: Wikipedia (Stand September 2009)
 
Bei www.wempner.de findet man unter anderem folgendes zu dem Künstler: "Minschen ik will ju dat Lachen schenken" war das Lebensmotto des am 11.11.1910 in Flensburg geborenen Autors Fritz Wempner. Schon früh, in der Schule, in der Lehre und als selbstständiger Kaufmann war Plattdeutsch seine zweite Sprache; die musikalischen Ausdrucksmittel Klavier und Akkordeon. Fünf Jahre Kriegsdienst unterbrachen die geliebte niederdeutsche Theaterlaufbahn. Man holte ihn jedoch für zwei Jahre zum Fronttheater in den "Kunstbunker". Nach russischer Gefangenschaft begann er Theaterstücke zu schreiben, die besonders durch das "Ohnsorg-Theater" bekannt wurden. Über Holland, Österreich, Italien die Schweiz und Israel machten die Stücke ihren Weg. Das zeigen auch 13 Fernsehaufzeichnungen und ein Film. Fritz Wempner erhielt viele Auszeichnungen, zuletzt das Bundesverdienstkreuz am Bande. Als Schauspieler setzte er in clownesken, aber auch mit skurrilen, absurden Rollen neue Akzente. Aus der Ehe mit seiner Frau, Irmgard, stammen vier Kinder, die ebenfalls als Autoren bzw. Schauspieler tätig sind. Nach einem erfüllten Leben starb Fritz Wempner am Heiligabend 1994 im Kreise seiner Familie, in seinen Stücken jedoch lebt er weiter.
 
Weitere Filme*) mit Fritz Wempner
Thomas Kylau  … spielte den Bücherrevisor Dr. Hüppchen.
 
Geboren am 10. September 1932 in Klaipeda /Memel (ehemals Ostpreußen, heute Litauen).
 
Der am Seminar der "Hamburger Kammerspiele" von Ida Ehre1), Horst Frank1) und Richard Münch1) ausgebildete Schauspieler, Kabarettist und Liedermacher spielte während seiner Karriere an vielen bedeutenden Bühnen, unter anderem am " Hamburger Schauspielhaus", am Theater in Bremen, den " Münchner Kammerspielen", dem "Bayerischen Staatstheater" und am "Wiener Schauspielhaus". In den letzten Jahren war er unter anderem am "Münchner Volkstheater" in Wedekinds "Lulu" (2005) und Shakespeares "Viel Lärm um nichts" (2005) zu sehen. Zur Spielzeit 2009/2010 trat er dort als Kardinal Morton, Bischof von Ely, in Shakespeares "Richard III." sowie als König Peter vom Reiche Popo in Büchners "Leonce und Lena" auf.
400 Vorstellungen lang gehörte er zum Ensemble der Revue "Fifty Fifty" von Uwe Nielsen, die im Hamburger " Tivoli" sowie im Wiener "Ronnacher" ein begeistertes Publikum fand.
Kylau stand in den Musicals "Cabaret" (2001, Bremer Theater) und "Kiss me Kate" (2003/04, Münchner Volkstheater) auf der Bühne. Neben seinen Theaterengagements ging er mit verschiedenen Soloprogrammen auf Tournee, "Phallusophisch" nennt er sein 2001 entstandenes Kabarettprogramm "Schüttelpalme mit Nüssen". Mit viel Esprit und Witz erzählt Kylau von Stationen seines Lebens, auch aus einer Zeit der Unfreiheit für Homosexuelle. Weitere Soloprogramme sind "Lieder, die das Licht scheuen" und "Die Frauen meiner Träume".
 
Kylaus Filmografie weist seit Anfang der 1970er Jahre rund 150 Rollen in Fernsehproduktionen, aber auch vereinzelte Kinoauftritte aus. Auf der Leinwand sah man ihn unter anderem in "Wer spinnt denn da, Herr Doktor?" (1982), auf dem Bildschirm agierte er mit Nebenrollen in populären Serien wie "Monaco Franze – Der ewige Stenz", "Der Fahnder", "Derrick", "Peter Strohm" oder "Alphateam". In dem Dauerbrenner "Forsthaus Falkenau" mimte er Ende der 1980er Jahre einige Folgen lang den Bürgermeister Karl, auch in der "Tatort"-Reihe war er mehrfach zu sehen. Neben dem von Egon Monk inszenierten Mehrteiler "Bauern, Bonzen und Bomben" (1973) zählen die Heimat-Trilogie2) des Regisseurs Edgar Reitz, Eberhard Fechners Sechsteiler "Ein Kapitel für sich"1) (1979) sowie Franz Peter Wirths zehnteilige Janina David-Adaption "Ein Stück Himmel"2) (1986) mit der Figur des Onkel Max zu seinen Arbeiten für das Fernsehen. Zu Kylaus aktuelleren TV-Aktivitäten gehört die Folge "Ausgebrannt" (2009) aus der beliebten Serie "Um Himmels Willen". Zuletzt sah man ihn auf der Leinwand als Papst Benedict III in der Komödie "Omamamia"2) (2012). 
 
Thomas Kylau bei www.schauspielervideos.de sowie bei www.muenchner-volkstheater.de
Siehe auch Wikipedia
  
Weitere Filme*) mit Thomas Kylau
 
Link: 1) Kurzportrait bzw. Beschreibung innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia
Gert Haucke
 
Gert Haucke; Copyright Virginia Shue
 … spielte den Kaufmann Manzow.
 
Geboren am 13. März 1929 in Berlin,
gestorben am 30. Mai 2008 in Lüneburg.
 
Kurzportrait zu Gert Haucke innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia
  
Weitere Filme*) mit Gert Haucke
 
 
Das Foto wurden mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
Benno Hoffmann  … spielte den Produktenhändler Meisel.
 
Geboren am 30. Mai 1919 in Süderbrarup,
gestorben am 9. März 2005 in Vomp (Österreich).
 
  Kurzportrait zu Benno Hoffmann innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Benno Hoffmann

Rudolf Möller  … spielte den Notar Pepper.
 
Geboren am 18. August 1914 in Elmshorn (Schleswig-Holstein),
gestorben am 16. Januar 2008 in Hamburg.
 
Rudolf Möller kam erst spät zur Schauspielerei, hatte zunächst auf Wunsch der Eltern den Beruf des Drogisten erlernt. Während des 2. Weltkrieges geriet er als Soldat in russische Kriegsgefangenschaft und wurde in Kiew interniert. Hier gehörte er zu den Mitbegründern einer selbstorganisierten zwölfköpfigen Gruppe, die regelmäßige Unterhaltungsprogramme zur Stabilisierung der Mitgefangenen vorbereitete und aufführte; bei den Darbietungen im Lager fungierte Möller als Conférencier.
Erst Ende der 1940er Jahre aus der Gefangenschaft entlassen und nach Deutschland zurückgekehrt, ließ sich Möller in Hamburg zum Schauspieler ausbilden, es folgten zwischen 1952 und 1955 in Cuxhaven Auftritte mit dem Ensembles "Das Schauspiel". Weitere Engagements hatte er zum Beispiel am "Landestheater Detmold" und an der "Landesbühne Rendsburg" sowie seit 1959 bei "Das Junge Theater" in Hamburg.
Wikipedia schreibt: "Ab 1958 lebte Möller in Hamburg, wo er an etlichen Theatern arbeitete, so am "Ernst-Deutsch-Theater" und ab Mitte der 1960er Jahre auch Jahrzehnte am "Ohnsorg-Theater". Eine Reihe seiner Auftritte hier sind als Fernsehaufzeichnungen oder Schallplattenaufnahme erhalten geblieben. Mit der Zeit zählte ihn die Hamburger Presse "zu den verläßlichen Stützen der Hamburger Theaterlandschaft". Schon Ende der 1950er Jahre hatte Möller als Hörspielsprecher auch zum Radio gefunden (z. B. "Gestatten, mein Name ist Cox", 1959, Regie: S. O. Wagner). Gemeinsam mit dem Ensemble des "Ohnsorg-Theaters" trat er auch in mehreren Mundart-Hörspielen vor die Mikrophone. Hier hörte man ihn beispielsweise 1967 mit Otto Lüthje, Erna Raupach-Petersen und Werner Riepel in Gorch Focks niederdeutschem Singspiel "De Keunigin von Honolulu". Bereits ein Jahr zuvor konnte man ihn in gleicher Rolle in einer hochdeutschen Fassung des Stücks in einer Fernsehaufzeichnung aus dem "Ohnsorg-Theater" erleben."
 
Aufgaben für das Fernsehen nahm Möller seit Mitte der 1960er Jahre nur sporadisch an, war überwiegend in TV-Aufzeichnungen aus dem "Ohnsorg-Theater" zu sehen. So etwa in "Das Herrschaftskind" (1972), "Das Hörrohr" (1973), "Wenn der Hahn kräht" (1976) oder "Das Kuckucksei" (1981). Seinen letzten Bildschirmauftritt hatte er in der Folge "Lügenbarone" (1991) aus der Krimi-Serie "Großstadtrevier". Mitunter sah man ihn mit kleineren Parts auch auf der Leinwand, unter anderem in dem Lilli Palmer-Skandalfilm "Frau Warrens Gewerbe"1) (1960) und in dem Edgar Wallace-Krimi "Die Bande des Schreckens"1) (1960).
 
Bei Wikipedia wird weiterhin ausgeführt: "Einen großen Fernsehauftritt hatte er in seinen späteren Jahren auch als Co-Moderator von Dieter Thomas Heck in der ersten Sendung der großen ZDF-Unterhaltungsshow "Melodien für Millionen", in welcher er Vico Torrianis Interpretation der "Capri-Fischer" ansagte. Bei den "Karl-May-Spielen" in Bad Segeberg war der Schauspieler, der ein leidenschaftlicher Reiter war, überdies lange Jahre für die Reitausbildung zahlreicher weniger reiterfahrener Kollegen zuständig.
Die in seiner Freizeit betriebene umfangreiche Arbeit als Genealoge und Heimatkundler fand u. a. Niederschlag in zahlreichen Veröffentlichungen der "Zeitschrift für niederdeutsche Familienkunde", in der 1994 (zu seinem achtzigsten Geburtstag) auch eine Auswahlbibliographie der genealogischen Veröffentlichungen Möllers publiziert wurde. Als bedeutend gilt seine Arbeit und Sammlung zur nordelbischen Pastorengeschichte.
Außerdem setzte sich Möller für die Pflege der niederdeutschen Sprache ein und führte in diesem Zusammenhang zahlreiche Lesungen durch. Schon seit Anfang der 1960er Jahre hatte man seine Stimme regelmäßig im niederdeutschen Hörspiel vernommen. Gern las der Schauspieler bis ins eigene hohe Alter auch plattdeutsche Texte in Altenheimen vor. Die Schauspielerei blieb ihm ebenso ein Herzensanliegen, wobei sein Spielalter zuletzt oft um einiges jünger als sein tatsächliches Alter war."

Der in Hamburg-Eidelstedt lebende Künstler war verheiratet und Vater von vier Töchtern. Der vor allem in Hamburg prominente Schauspieler verstarb im Jahre 2008 im hohen Alter von dreiundneunzig Jahren.
   
Quelle (unter anderem): Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon (1961)
sowie Wikipedia

Weitere Filme*) mit Rudolf Möller
 
Link: 1) Wikipedia

Hubert Suschka
 
Hubert Suschka; Copyright Virginia Shue
Das Foto wurde mir freundlicherweise
von der Fotografin
Virginia Shue (Hamburg)
 zur Verfügung gestellt.
© Virginia Shue.
Hubert Suschka bei Dreharbeiten zu einer TV-Serie in einer Drogerie am 29.10.1981 in St. Georgen; Urheber: Marlis Decker; Lizenz: CC BY 3.0; Ausschnitt des Originalfotos; Quelle: Wikimedia Commons; bzw.  Deutsche Digitale Bibliothek
Hubert Suschka bei Dreharbeiten
zu einer TV-Serie
in einer Drogerie am 29.10.1981
in St. Georgen
Urheber: Marlis Decker
→ www.pressefoto-decker.de
Lizenz: CC BY 3.0
Ausschnitt des Originalfotos
Quelle: Wikimedia Commons
bzw.  Deutsche Digitale Bibliothek
 … spielte den Chauffeur Toleis.
 
Geboren am 4. Juni 1925 in Breslau,
gestorben am 6. Juli 1986 in Hamburg.

Hubert Suschka ließ sich in Berlin ab 1946 für zwei Jahre an der dem Deutschen Theater angeschlossenen Schauspielschule ausbilden, erhielt sein darstellerisches Rüstzeug unter anderem von so legendären Theatermimen wie Gerda Müller1) (1884 – 1951) und Paul Bildt2) (1885 – 1957). Nach seinem Wechsel Ende der 1950er Jahre in die Bundesrepublik erhielt er Engagements in Bielefeld und am Bochumer Schauspielhaus, weitere Stationen seiner Theaterkarriere wurden beispielsweise das "Bayerische Staatsschauspiel" in München, das Schauspielhaus in Zürich, das Hamburger "Ernst Deutsch Theater" sowie das "Rheinische Landestheater" in Neuss, wo er unter anderem noch 1985 in der deutschen Erstaufführung von Neil Simons spritzigen Komödie "Beim Film müsste man sein" als Herb Tucker bzw. mäßiger Drehbuchautor und egoistischer Vater brillierte.

Bereits bei der DEFA hatte Suschka erste Erfahrungen vor der Kamera gesammelt, ab den 1960er Jahren arbeitete der Schauspieler vermehrt für das bundesdeutsche Fernsehen, übernahm auch vereinzelt Aufgaben in Kinoproduktionen. Einen Bekanntheitsgrad erlangte er jedoch vor allem durch populäre TV-Spiele, so beeindruckte er beispielsweise 1965 mit der Titelrolle des Kapitän Nemo in "Nemo taucht auf", mimte den undurchsichtigen Londoner Finanzmakler Felix Hepburn in dem mehrteiligen Durbridge-Straßenfeger "Melissa"2) (1966). Mit der Rolle des Kriminalobermeisters Kurt Diekmann in der erfolgreichen Serie "Sonderdezernat K1"2) konnte Hubert Suschka auf dem Bildschirm seinen Beliebtheitsgrad noch weiter steigern, interessante Rollen in verschiedensten anderen Krimiserien wie "Dem Täter auf der Spur", "Der Alte" oder "Derrick" gehören darüber hinaus zu seiner TV-Filmografie. Zu einer seiner letzten Auftritte zählt eine Episode der Jugendserie "Ein Fall für TKKG".

Neben seiner umfangreichen Arbeit für Theater und Fernsehen war der Schauspieler ein vielgefragter Synchronsprecher, unter anderem lieh in der amerikanischen Filmkomödie "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug"1) (1980, Airplane!) Leslie Nielsen seine Stimme. Außerdem wirkte er in verschiedensten Hörspiel-Produktionen mit.

Hubert Suschka, Vater eines Sohnes und zweier Töchter, war in zweiter Ehe mit seiner Kollegin Hannelore Droege verheiratet → www.hannelore-droege.de; er lebte zuletzt in Hamburg.
  
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Hubert Suschka

Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait bzw. Beschreibung innerhalb dieser HP

Christina Kuon  … spielte die Kellnerin Betti im "Roten Kabuff".
 
Geboren am 26. Februar 1945 (nach anderen Quellen 1942) in Herbertingen (Württemberg).
 
Christina Kuon besuchte die Schauspielschule in Hamburg und fand hier an den "Kammerspielen", später an der Münchener "Tribüne" Engagements.
Als Madre Godoma veröffentlichte sie im Sommer 2009 den Ratgeber "?Krank Sein? !!Das geht gar nicht!!". Sie gründete und leitete ein Meditationszentrum.
 
Weitere Filme*) mit Christina Kuon
Die Polizei- und Vollsteckungsbeamten
Gottfried Kramer
 
Gottfried Kramer; Copyright Virginia Shue
Foto zur Verfügung gestellt von der
Hamburger Fotografin Virginia Shue
© Virginia Shue
(starfotos@virginia-hamburg.de)
 … spielte den Vollstreckungsbeamten Kalübbe.
 
Geboren am 3. August 1925 in Rowe (Pommern)1),
gestorben am 30. Mai 1994.
 
Kramer machte eine Ausbildung zum Schauspieler in Hamburg bei Eduard Marks2) (1901 – 1981), gab anschließend sein Bühnendebüt in Schleswig. Engagements an verschiedenen Hamburger Theatern schlossen sich an.
In den 1960er Jahren trat er mit Gastrollen in TV-Serien wie "Gestatten, mein Name ist Cox"2) (1965), "Cliff Dexter"2) (1966), Polizeifunk ruft"2) (1967 bis  1970) oder "Hafenkrankenhaus"2) (1968) auf. Zur TV-Filmografie zählen kleinere Rolle in den Mehrteilern "Die Gentlemen bitten zur Kasse"1) (1966), "Einmal im Leben – Geschichte eines Eigenheims"2) (1972), "Bauern, Bonzen und Bomben" (1973) sowie 1973/74 zwei " Tatort"-Folgen. Ab 1980 spielte er zusammen mit Fritz Hollenbeck in der NDR-Fernsehserie "Onkel Bräsig"3), tauchte bei "Engels & Consorten"3) (1986) sowie zuletzt in einer Folge von "Der Landarzt" (1987) auf. In weiteren diversen Fernsehfilmen hatte Kramer zumeist kleinere, eher unbedeutende Rollen, die kaum im Gedächtnis blieben.
 
Dagegen erlangte Kramer als Sprecher durch seine unverwechselbare Reibeisenstimme, die zu seinem Markenzeichen wurde, einen großen Bekanntheitsgrad. So bleibt er beispielsweise als die Stimme von "Oskar" in der "Sesamstraße"4) in nachhaltiger Erinnerung. Kramer war die deutsche Stimme von vielen Hollywood-Stars, etwa Marlon Brando, Humphrey Bogart, Al Pacino, Burt Lancaster oder Lorne Greene.
Gottfried Kramer war auch die deutsche Stimme des Wunderautos "K.I.T.T." in der RTL-Fernsehserie "Knight Rider"4) und sprach verschiedene Rollen in den amerikanischen SciFi Serien "Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann"4) und "Die Sieben-Millionen-Dollar-Frau"4). Ebenfalls hat er auch die Zeichentrickserie "Piggeldy und Frederick"4) synchronisiert, in der er beide Figuren spricht. Diese Serie erlangte in den 1970er und 1980er Jahren Kultstatus und wird auch heute noch gelegentlich als Geschichte im Sandmännchen ausgestrahlt.
Wegen seiner markanten Stimme war er ein gern gesehener Gast im Hamburger Studio "Europa". Er begeisterte unter anderem die Fans der Serie "Macabros"4) als Dämonenfürst Molochos. Zu seinen größten Rollen gehörte die des Kapitän Haddock in der Serie "Tim und Struppi"4), welche allerdings bei "Maritim" erschien. Außerdem übernahm er bei "Kolumbus und Sohn" (ebenfalls bei "Maritim" erschienen) die Rolle des Erzählers. Er hatte viele weitere Rollen in diversen Hörspielserien, so z. B. in "Die drei Fragezeichen"4), "TKKG"4), "Fünf Freunde"4) oder "Die Hexe Schrumpeldei"4)
1989 lieh Kramer dem Musikprojekt "Der Komtur" seine Stimme". In dem Techno-Song rezitierte er Textpassagen aus dem Werk "Die schwarze Spinne"4) von Jeremias Gotthelf.
 
Der stets zurückgezogen lebende Gottfried Kramer schied durch Suizid aus dem Leben, da er den Tod seiner Ehefrau nicht überwinden konnte.
 
Quelle (überwiegend): Wikipedia (Stand September 2009)
Siehe auch Filmmuseum Hamburg
 
Weitere Filme*) mit Gottfried Kramer
 
1) Geburtsdaten laut Wikipedia: 3. Mai 1925 in Hamburg; das oben angegebene Geburtsdatum bzw. der Geburtsort wird jedoch durch weitere Quellen bestätigt, u.a. "Filmmuseum Hamburg".
2)
Kurzportrait bzw. Beschreibung innerhalb dieser HP, 3) fernsehserien.de, 4) Wikipedia
Peter Danzeisen  … spielte Kalübbes jüngeren Kollegen, den Vollstreckungsbeamten Thiel.
 
Geboren am 31. Juli 1941 in Basel (Schweiz).
 
Nach einer Schauspielausbildung am "Bühnenstudio Zürich", erhielt Danzeisen Engagements in Graz, Wuppertal, Basel, Essen, Frankfurt a. M (1972 bis 1985) und Hamburg ("Thalia Theater").
Zwischen 1972 und 1980 war der Künstler Mitglied des Direktoriums Schauspiel in Frankfurt a. M., Inszenierungen in Bruchsal, Frankfurt und Zürich tragen seine Handschrift. 1974 wurde er in die "Deutsche Akademie der darstellenden Künste" berufen.
Von 1992 bis 1999 leitete Prof. Peter Danzeisen als Direktor in Zürich die "Schauspiel-Akademie Zürich" bzw. die "Theaterhochschule", von 2000/01 bis 2002/03 war er Rektor der Hochschule "Musik und Theater", von 2003/04 bis 2005/06 Direktor des "Departements Theater" (heute: Hochschule der Künste Zürich). Am 30. August 2006 schied er wegen Erreichen der Altersgrenze aus und ging in Pension.
Als Berater und Dramaturg arbeitet Danzeisen weiter beim Frankfurter "Autoren Theater".
Peter Danzeisen ist der Vater des Schlagzeugers bzw. Musikers Philipp Danzeisen und des Schauspielers Markus Danzeisen (→ www.markus-danzeisen.de) aus seiner Ehe mit der Schauspielerin Nina Skaletz.
 
Mehr zum Theaterwirken bei tls.theaterwissenschaft.ch
 
Die Internet Movie Database weist nur wenige Aktivitäten vor der Kamera aus.
Horst Bergmann  … spielte den Kriminalkommissar Tunk.

Geboren am 11. Oktober 1929 in Mannheim.

Weitere Filme*) mit Horst Bergmann

Peter Lehmbrock  … spielte den Kriminalassistenten Perduzke.

Geboren am 28. November 1919 in Düsseldorf,
gestorben am 25. August 1990 in Hamburg.
 
Der eher schmächtig gebaute Lehmbrock erhält in Bochum seine künstlerische Ausbildung, anschließend debütiert er in Hamburg. Von 1949 bis 1951 gehört er zu Bertolt Brechts "Berliner Ensemble", in dieser Zeit übernimmt er auch Rollen in drei DEFA-Streifen. Später wirkt Lehmbrock an Westberliner Bühnen, er gehört damals auch zu den Pionieren des bundesdeutschen Fernsehens. Schließlich wechselt der Künstler nach Hamburg, man sieht ihn aber auch an Münchner Bühnen sowie in Köln, wo der "König Lear" eine seiner wesentlichsten Bühnenrollen wird. 1984 kehrt Lehmbrock nach Hamburg zurück, doch bereits zwei Jahre später erleidet er einen körperlichen Zusammenbruch, von dem er sich nicht mehr richtig erholt.
Von seinen drei DEFA-Aufgaben soll insbesondere die Hauptrolle des umsichtigen Volkspolizisten Erich Schröder im Krimi "Zugverkehr unregelmäßig"1) Erwähnung finden. Peter Lehmbrock, von dem es heißt, er habe den "ironischen Humor und die Liebe zur See sympathischerweise nie verloren", steht bis Anfang der 80er Jahre vor den Kameras. Sehr oft taucht er in anspruchsvollen Fernsehinszenierungen auf, die namhafte Regisseure wie Egon Monk oder Eberhard Fechner in Szene gesetzt haben. Auch in Jürgen Rolands "Straßenfeger"-Reihe "Stahlnetz" ist Lehmbrock mehrfach mit von der Partie.
 
Quelle: Volker Wachter1) bei defa-sternstunden.de (Seite nicht mehr abrufbar)

Einen Nachruf anlässlich des Todes von Peter Lehmbrock findet man bei www.zeit.de; dort wird unter anderem ausgeführt: Der Schauspieler Peter Lehmbrock, der in der vergangenen Woche, 69 Jahre alt, in Hamburg gestorben ist, zeigte immer auch die böse, die bloße Kehrseite des Alters: den Zank, den Geiz, die geile Gier; die Verwüstung des Kopfes und den schmählichen Verfall des Leibes. Er war engagiert bei Ivan Nagel in Hamburg, bei Jürgen Flimm in Köln und wieder in Hamburg. Sein kühnster und dubiosester Auftritt war der König Lear: kein Gottvater-Double, kein tiefsinniger Narr, sondern auch wieder nur ein zänkischer, bitterer Alter. Der Querulant und der Wahnsinnige. Lear, Rentner. 
Quelle: DIE ZEIT, 07.09.1990, Nr. 37 (www.zeit.de)
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Peter Lehmbrock
 
Link: 1) Wikipedia

Manfred Reddemann 
Manfred Reddemann; Copyright Virginia Shue
Foto zur Verfügung gestellt von der
Hamburger Fotografin Virginia Shue
© Virginia Shue
(starfotos@virginia-hamburg.de)
 … spielte den Schutzpolizei-Oberleutnant Wrede.

Geboren am 9. November 1939 in Coesfeld (Westfalen).
 
Der Schauspieler und Synchronsprecher Manfred Reddemann nahm nach seiner Schulzeit Schauspielunterricht und begann seine Bühnenkarriere am Theater von Kleve. Weitere Stationen waren das Theater in Bremen, sowie in Hamburg das "Ernst Deutsch Theater", das "Theater im Zimmer", das "Ohnsorg-Theater" (auch im Fernsehen) und die "Hamburger Kammerspiele".

Reddemann wirkte in einigen Spielfilmen mit, darunter 1969 als Major Falke in der internationalen Kinoproduktion "Luftschlacht um England"1) (Battle of Britain). Im gleichen Jahr zeigte er sich als Hairy im Jerry-Cotton-Film "Todesschüsse am Broadway"1) oder 1970 als Herr Fuchs in "Heintje – Mein bester Freund"1). Er übernahm Rollen in zahlreichen Fernsehproduktion, beispielsweise beim "Tatort", "Großstadtrevier", "Geschichten aus der Heimat" oder zuletzt in dem Dreiteiler "Zwei Asse und ein König"2) (2000).
Darüber hinaus wurde Reddemann ein vielbeschäftigter Synchronsprecher, der unter anderem Kris Kristofferson, Peter Lawford und Adriano Celentano seine Stimme lieh. Außerdem arbeitete er für den Hörfunk.
Zwischen 1967 und 1990 hatte er immer mal wieder Auftritte bei den "Karl-May-Festspielen" in Bad Segeberg (→ karl-may-wiki.de), seit Mitte der 1990er Jahre ist er bei den "Störtebeker-Festspielen"1) aktiv, spielte dort zuletzt in "Der Fluch des Mauren" (2010) den Großvater Yussuf → www.stoertebeker.de.
 
Quelle (überwiegend): Wikipedia (Stand September 2009) sowie Filmmuseum Hamburg

Weitere Filme*) mit Manfred Reddemann
 
Link: 1) Wikipedia, 2) prisma.de

… bei Gericht
Benno Hattesen  … spielte den Prozessvorsitzenden.
 
Geboren am 22. September 1906 in Flensburg,
gestorben am 30. Juni 1993 in Hannover.
 
Der promovierte Germanist Dr. Benno Hattesen war zwischen 1959 und 1974 Leiter des "Flensburger Stadttheaters". Bereits am 25. Oktober 1949 hatte er dort Shakespeares "Was ihr wollt" als erste Nachkriegsaufführung inszeniert.
Zur Spielzeit 1947/48 war er am "Theater Bielefeld" als Oberspielleiter verpflichtet gewesen, setzte mit seinem Team neue Akzente im Schauspiel und machte sich auch überregional einen Namen. Nach seiner Flensburger Zeit war Hattesen unter anderem am Hamburger "St.-Pauli-Theater" tätig, wo er 1982 eine Adaption von Wilfried Wroosts Schwank "Die Kartenlegerin" mit Heidi Kabel in der Titelrolle inszenierte, von der auch eine Aufzeichnung im Fernsehen ausgestrahlt wurde.
Im Fernsehen war der Regisseur und Schauspieler nach seinem Auftritt in "Bauern, Bonzen und Bomben" (1973) nur wenige Male zu sehen, zu seinen bekanntesten TV-Rollen zählt 1989 die des Professor Schnittker in dem Dauerbrenner "Der Landarzt"1). Zuletzt spielte er einen kleineren Part in Dieter Wedels Mehrteiler "Der große Bellheim"1) (1993).
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Benno Hattesen
 
Link: 1) Wikipedia

Heinz Giese  … spielte den Verteidiger.
 
Geboren am 5. Juni 1919 in Stettin (Westpommern, heute Polen),
gestorben am 19. Oktober 2010 in Berlin.

Der Sohn des Stettiner Kaufmanns Carl Giese und dessen Frau Gertrud besuchte nach dem Abitur die Schauspielschule des "Deutschen Theaters" in Berlin. 1939 hatte Heinz Giese sein Debüt am "Stadttheater Fürth". An den "Städtischen Bühnen Nürnberg" spielte er von 1940 bis 1945. Noch gegen Ende des Zweiten Weltkriegs geriet er in Kriegsgefangenschaft.
Nach seiner Entlassung 1947 ging er ans "Stadttheater Erfurt", spielte dann ab 1950 an der "Tribüne" in Berlin. Seit dieser Zeit wurde er auch häufig für Filmrollen engagiert, so konnte man ihn z. B. in vielen Spielfilmen der 1950er und 1960er Jahre sehen. Im Fernsehen war seine Rolle des Verteidigers in Egon Monks Fallada-Adaption "Bauern, Bonzen und Bomben" (1973) sowie die des Deutschnationalen in dem ebenfalls von Monk inszenierten Mehrteiler "Die Geschwister Oppermann"1) (1983) am bekanntesten.

Heinz Giese war seit den 1950er Jahren als Synchronsprecher tätig. Unter anderem lieh er Yul Brynner (z. B. in "Die glorreichen Sieben"2), "Taras Bulba"2)) seine Stimme. Fernsehzuschauer kannten ihn als deutsche Stimme von Howard Keel2) in dessen Rolle als Clayton Farlow in der TV-Serie "Dallas"2). Er führte aber auch hin und wieder Synchronregie, beispielsweise bei "Raubzug der Wikinger"2) (The Long Ships, 1963). Hörspielfans war er als Stimme von General Forbett in der Serie "Jan Tenner"2), als Bürgermeister in den Serien "Benjamin Blümchen"2) und "Bibi Blocksberg"2) bekannt. Heinz Giese stieg ab Folge 88 bei "Bibi Blocksberg" aus; ab Folge 89 übernahm Roland Hemmo2) die Sprechrolle als Bürgermeister, ebenso bei "Benjamin Blümchen".
 
Heinz Giese war mit der Schauspielerin bzw. Synchronsprecherin Ingeborg Wellmann2) (geb. 1924) verheiratet.
Seine letzte Ruhe fand er auf dem Waldfriedhof Zehlendorf in Berlin-Nikolassee (Feld 032, Ruhegemeinschaft).
 
Quelle: Wikipedia (Stand Oktober 2010)

Weitere Filme*) mit Heinz Giese
 
Link: 1)  Beschreibung innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia

Wolfgang F. Günther  … spielte den Oberstaatsanwalt.
 
Bei der Internet Movie Database ist nur der Mehrteiler "Bauern, Bonzen und Bomben" gelistet.
Horst Kroll … spielte den Staatsanwalt.
 
Geboren 1928, gestorben 2000.
 
Im Hamburger Abendblatt vom 30.5.1974 wird der Schauspieler erwähnt: "Das vierte Norddeutsche Theatertreffen in Hamburg ist beendet, und die Jury hat entschieden: Fünf Preise wurden an Schauspieler, Regisseur und Aufführungen vergeben. Horst Kroll vom Stadttheater Bremerhaven wurde für seine schauspielerische Leistung als Kaiser in Arrabals "Der Architekt und der Kaiser von Assyrien" ausgezeichnet, …
Zudem schreibt der Heimatverein der Gemeinde Beverstedt: "Die Literatur hatte bei den Herdabenden besondere Bedeutung. Die Lesungen von Horst Kroll, Schauspieler am Stadttheater Bremerhaven, werden für viele Zuhörer unvergessen bleiben. Seit 1987, bis zu seinem Tode im Jahre 2000, hat er jährlich auf dem Flett des Heimathauses seine Lesungen abgehalten."
 
Bei der Internet Movie Database sind neben dem Mehrteiler "Bauern, Bonzen und Bomben" nur noch die Serien "Kläger und Beklagte"1) (1978), "St. Pauli Landungsbrücken" und "Großstadtrevier" (1986) gelistet.
 
Link: 1) Die Krimihomepage
Kirsten Krogh  … spielte die Sekretärin des Verteidigers.
 
Bei der Internet Movie Database ist nur der Mehrteiler "Bauern, Bonzen und Bomben" gelistet.

*) Link: Internet Movie Database

   
Hans Fallada
Hans Fallada wurde am 21. Juli 1893 als Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen in Greifswald geboren und starb am 5. Februar 1947 in Berlin.
Der Schriftsteller gehört zu den bekanntesten deutschen Autoren der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine Werke sind zum überwiegenden Teil der Neuen Sachlichkeit1) zuzurechnen. (…) Den Künstlernamen "Hans Fallada" wählte er in Anlehnung an zwei Grimmsche Märchen, den glücklosen "Hans im Glück" und "Die Gänsemagd", in der ein Pferd namens Falada vorkommt, das auch nach seinem Tod noch die Wahrheit sagt, bis die betrogene Prinzessin zu ihrem Recht kommt.2)
  
Als Jugendlicher erschoss der Sohn eines Juristen auf dem Gymnasium in Rudolstadt einen Schulfreund im Duell, unternahm einen Selbstmordversuch und kam danach zwei Jahre in eine Anstalt. Er arbeitete in der Landwirtschaft und kam zum Journalismus. Von Ernst Rowohlt gefördert, entstand sein Zeitroman "Bauern, Bomben, Bonzen" (1931). In seinen sozialkritischen Romanen "Kleiner Mann – was nun?"2) (1932) und "Wer einmal aus dem Blechnapf frißt" (1934) schilderte er im Zuge der Neuen Sachlichkeit mit genauer Beobachtungsgabe das Milieu der "Kleinen Leute". Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten siedelte er nach Carwitz bei Feldberg (Mecklenburg) um, schrieb hier unter anderem "Wolf unter Wölfen"2)  (1937) sowie den größten Teil seiner sehr einfühlsamen Kindererzählungen. Seine vier Monate lange Tätigkeit als Bürgermeister in Feldberg 1945 endete in einer Trinkerheilanstalt, in der er innerhalb von zwei Wochen den Roman "Der Trinker"2)  verfasste. Fallada, der sein Leben lang alkoholabhängig und zum Schluss auch drogenabhängig war, beschrieb darin sein hoffnungsloses Schicksal.
1947 schloss er die Arbeit an seinem Buch "Jeder stirbt für sich allein" ab, das auf der Grundlage authentischem Materials den Widerstand eines Berliner Ehepaars gegen die NS-Diktatur schildert.
3)
Weitere bekannte Romane sind "Altes Herz geht auf die Reise" (1936), "Der eiserne Gustav" (1938) und "Ein Mann will nach oben" (1943; "Ein Mann will hinauf"), die ebenso wie die genannten Werke (oft mehrfach) verfilmt wurden.

Siehe auch die Webseite der Hans-Fallada-Gesellschaft e.V.: www.fallada.de
 
1) Der Link führt zu Wikipedia
2) Quelle: Wikipedia mit vielen weitergehenden Informationen
3) Quelle: www.luise-berlin.de

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