Ferdy Mayne 01; Copyright Virginia Shue Ferdy Mayne wurde am 11. März 1916 als Ferdinand Philip Mayer-Horckel in Mainz geboren; sein Vater war Richter in Mainz, seine Mutter, eine Halb-Engländerin, gab Gesangsunterricht. Aufgrund der rassistischen Stimmung in Deutschland schickten seine dem jüdischen Glauben angehörenden Eltern den Sohn 1932 nach Großbritannien, wo er bei seiner Tante Lee Hutchinson, einer anerkannten Fotografin und Bildhauerin, lebte. Kurze Zeit darauf wurde seine Eltern nach Buchenwald deportiert, konnten aber aufgrund der guten Beziehungen seiner Mutter zu britischen Freunden noch kurz vor Kriegausbruch nach Großbritannien emigrieren.
 
Ferdy Mayne, wie sich der Schauspieler nun mit Künstlernamen nannte, hatte ab 1943 erste Auftritte im britischen Film, sein Leinwanddebüt gab er mit der kleinen Rolle eines preußischen Studenten in "The Life and Death of Colonel Blimp"1) (1943, Leben und Sterben des Colonel Blimp). Bis Kriegsende folgten etliche Rollen in verschiedensten britischen Kinoproduktionen und auch nach 1945 besetzte man den großen, gut aussehenden Schauspieler – meist mit Nebenrollen – in zahllosen Kino- und Fernsehproduktionen.
  
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Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt. 
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Anfang der 1960er Jahre spielte er seine erste Filmrolle in deutscher Sprache: In der deutsch-britischen Co-Produktion "Der Schwur des Soldaten Pooley" (1961) nach einem Drehbuch von Franz Führmann agierte Mayne als Offizier auf dem Bildschirm; kurz darauf übernahm er die Hauptrolle des Lord Bolinbroke in der TV-Fassung der Eugčne Scribe-Komödie "Das Glas Wasser"1) → fernsehenderddr.de.
 
In der Folgezeit machte der Schauspieler dann internationale Karriere, wurde 1967 mit der Rolle des Grafen von Krolock in Roman Polanskys legendärem Vampir-Persiflage "Tanz der Vampire"1) (The Vampire Killers) weltbekannt und berühmt. 1970, mimte er einen Arzt in dem Horrorstreifen "Gruft der Vampire"1) (The Vampire Lovers), ein Jahr später den Grafen Dracula in der Horror-Kömödie "Gebissen wird nur nachts – das Happening der Vampire"1) und trat nun auch häufiger im bundesdeutschen Film und Fernsehen in Erscheinung. So beispielsweise ab 1973 als Sir David Lindsay in der TV-Serie "Kara Ben Nemsi Effendi"2), in der mehrteiligen Jack London-Adaption "Lockruf des Goldes"2) sah man ihn beispielsweise 1975 als John Tarwater auf dem Bildschirm, sowie ein Jahr später auf der Leinwand in dem Heimatfilm "Das Schweigen im Walde"1) als Baron Sternfeld. Auch in dem ZDF-Vierteiler "Die Abenteuer des David Balfour"2) (1978) zeigte Mayne sich mit einer prägnanten Figur und mimte den Holländer Van Spraag.

Ferdy Mayne als Graf Falkenstein in der Episode
"Der Schlangenmensch" (1985) aus der Kultserie "Ein Fall für TKKG"

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Ferdy Mayne 02; Copyright Virginia Shue
Ferdy Mayne 03; Copyright Virginia Shue In den 1980er Jahren stand Mayne sowohl für zahlreiche britische als auch deutsche Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera, wie unter anderem 1985 als Rabbi Preiss in dem TV-Film "Wallenberg: A Hero's Story" oder 1988 als Major neben Inge Meysel in "Mrs. Harris fährt nach Monte Carlo". Ab 1989 feierte er in Deutschland mit seiner Rolle des Emanuel von Rödermark in der Serie "Rivalen der Rennbahn"1) noch einmal einen großen Erfolg auf dem Bildschirm.
 
 
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In den 1990ern tauchte Mayne unter anderem in "Die Tigerin"1), einer internationalen Produktion unter Beteiligung der DEFA, an der Seite seiner Tochter Belinda Mayne auf. Zu seinen letzten Arbeiten gehört 1993 das Fernsehspiel "Die Spur führt ins Verderben", 1994 das TV-Special "Die Schönsten Geschichten mit Heinz Rühmann" sowie 1995 seine Rolle des General Karl von Weber in dem Kinofilm "Mauer des Schweigens" (The Killers Within).
  
Ferdy Mayne, der zwischen 1950 und 1976 mit Schauspielerkollegin Deirdre de Payer verheiratet war, erlag am 30. Januar 1998 mit 81 Jahren in London den Folgen seiner Parkinson-Erkrankung. Die 1958 geborene Tochter Belinda Mayne1) trat in die Fußstapfen ihres Vaters und wurde eine renommierte Schauspielerin.

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Ferdy Mayne 04; Copyright Virginia Shue
Siehe auch Wikipedia
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP
    
Filme
Kino / Fernsehen
Filmografie bei der Internet Movie Database sowie filmportal.de und Wikipedia (englisch)

(Link: Wikipedia, prisma.de, filmportal.de, fernsehenderddr.de, Die Krimihomepage, fernsehserien.de)
Kinofilme (Auszug) Fernsehen (Auszug)
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