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Edith Hancke wurde am 14. Oktober 1928 als Tochter eines Bankangestellten in Berlin geboren.
Trotz zunächst heftigen Widerstands ihrer Eltern entschied sich die
junge Edith, Schauspielerin zu werden und nahm nach dem 2. Weltkrieg
Unterricht bei Marlise Ludwig1)
(1886 1982). Schnell avancierte sie zu einer
vielbeschäftigten und beliebten Darstellerin und steht seit 1948 an
vielen Berliner Theatern auf der Bühne, erst am "Deutschen
Theater", später an Westberliner Spielstätten und beim
Kabarett: So war
sie auch zwei Spielzeiten lang Mitglied bei dem legendären
Kabarett "Die
Stachelschweine"1), wo sie gerne als
"kesse Berliner Göre" eingesetzt wurde, oder feierte
Triumphe im Theater "Tribüne".
Die Schauspielerin war und ist noch heute vor allem immer dann gefragt, wenn es um echte Berlinerinnen mit "Herz und Schnauze" geht. Auch der Film entdeckte schon früh das Talent der jungen Edith Hancke und ihr Leinwanddebüt gab sie 1949 als couragierte Adelheid Wolff in Erich Engels Filmversion von Gerhard Hauptmanns "Der Biberpelz". Im Verlaufe der Jahre folgten für die quirlige Schauspielerin mit der markanten kieksend-grellen Stimme Rollen in verschiedensten Kinoproduktionen. So agierte sie beispielsweise 1954 als Fräulein Müller-Muthesius in "Der Raub der Sabinerinnen"1), war 1956 in Kurt Hoffmanns Zuckmayer-Adaption "Der Hauptmann von Köpenick"1) neben Heinz Rühmann als das kranke Mädchen Lieschen zu sehen und wurde für ihre Leistung mit dem "Deutschen Filmpreis" ausgezeichnet. 1958 beispielsweise stand sie als "Billa" in Wolfgang Staudtes "Der Maulkorb" zusammen mit O.E. Hasse vor der Kamera, ein Jahr später mimte sie in dem Ehrhardt-Film "Natürlich die Autofahrer"1) eine Autofahrerin. Man sah Edith Hancke in verschiedensten, meist komischen Rollen auf der Leinwand, so 1961 als Lizzy Smith in dem Wallace-Streifen "Die Seltsame Gräfin"1), 1962 als "Mimi" in "Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett"1) oder 1964 als Friedericke Kussmaul in "Holiday in St. Tropez". In den 70ern spielte sie unter anderem in "Unser Willi ist der Beste"1) (1971) die Elsetraut Knöpfke oder wirkte 1973 in dem Roy Black-Streifen "Alter Kahn und junge Liebe"1) mit. Auch die Fernsehzuschauer kennen die beliebte Volksschauspielerin aus Stücken, in denen sie ihr kesses Mundwerk und frechen Witz voll ausleben kann. Neben Dauerbrennern wie "Drei Damen vom Grill"1) oder "Ein Mann für alle Fälle" mit Harald Juhnke sah man Edith Hancke in unzähligen Unterhaltungssendungen mit Berliner Milieu. 1978 beispielsweise agierte sie als Sekretärin in dem Fallada-Mehrteiler "Ein Mann will nach oben"2), wirkte Ende der 1970er Jahre in der beliebten Serie "Café Wernicke" mit oder zehn Jahre später in der Serie "Hotel Paradies". 1992 mimte sie in "Auto Fritze" die Frau Kewenig und in jüngerer Zeit sah man sie 2002 mit liebenswerten Nebenrollen in den humorvollen Beziehungskomödien "Aus lauter Liebe zu Dir" und "Mord an Bord" auf dem Bildschirm. Im Herbst 2003 stand sie für die romantische ARD-Komödie "Heiraten macht mich nervös"3) vor der Kamera, die im Frühjahr 2004 ausgestrahlt wurde. Danach zeigte sie sich mit kleinen Auftritten in den heiteren Geschichten "Zwei Männer und ein Baby"1) (2004), "Ich leih mir eine Familie"3) (2006) und "Vater Undercover Im Auftrag der Familie"3) (2006). Nach längerer Fernsehabstinenz mimte sie dann in der ganz auf die Hauptdarstellerin zugeschnittenen ARD-Beziehungskomödie "Schaumküsse"3) (EA: 23.10.2009), nach dem "Schwangerschaftsroman" von Bärbel Schäfer, die schnoddrige Mutter der Berliner Mietköchin Lilly Heiden alias Christine Neubauer; auch Hanckes Ehemann Klaus Sonnenschein war als Filmvater mit von der Partie.
Edith Hancke machte sich auch als gefragte Sprecherin einen Namen, wann immer eine schrille Stimme gefragt ist;
so hört man sie beispielsweise in der Anfang der 1990er Jahre
produzierten US-amerikanischen TV-Serie "Die Dinos"1)
als
"Das Baby", sowie als "Pflanze Karin" beim "Käpt'n Blaubär". |
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| Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP, 3) prisma.de | Stand: Oktober 2011 | ||
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Siehe auch Wikipedia,
www.komoedie-berlin.de Filmografie bei www.imdb.de |
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