Die Firma Hesselbach/Die Familie Hesselbach

"Die Hesselbachs" und einige ihrer Darsteller; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
© hr/Kurt Bethke

Noch bevor die "Mutter" aller Familienserien, "Unsere Nachbarn heute Abend – Familie Schölermann"1), Ende März 1960 eingestellt wurde, kamen am 22. Januar 1960 mit "Die Firma Hesselbach" neue Episoden aus dem Alltag einer Fernsehfamilie auf den Bildschirm. Diesmal wurden turbulente Geschichten um eine Firma respektive deren Besitzer im Hessischen gezeigt, die aus der Feder des Journalisten und Satirikers Wolf Schmidt stammten, der auch Regie führte und gleichzeitig das Oberhaupt des Hesselbach-Clans mimte. Bereits im Hörfunk hatte Schmidt für den Hessischen Rundfunk diese Geschichten überaus erfolgreich produziert, am 17. September 1949 ging die erste von insgesamt 77 Folgen über den Sender, bis 1956 gelangten drei Staffeln zur Ausstrahlung. Die einzelnen Folgen "Familie Hesselbach", "Prokurist a. D. Hesselbach, Büro für Lebensberatung" und "Hesselbach GmbH" hatten ein Länge von 23 bis 68 Minuten. In der ersten Folge sprach neben Wolf Schmidt (Vater Hesselbach) zunächst Anny Hannewald1) (1882 – 1968) die "Mamma Hesselbach" und Lia Wöhr die Tochter Anneliese, ab der zweiten Folge übernahm Lia Wöhr den Part der Mutter, Joost Siedhoff mimte den Sohn Willi, wie auch später in der TV-Serie; mehr zur Hörfunkreihe bei Wikipedia und www.babbahesselbach.info.

Familie Hesselbach
(Liesel Christ, Wolf Schmidt, Joost Siedhoff) beim Mittagessen.
Szenenfoto aus "Familie Hesselbach", Folge 1, "Das Dokument" (22.01.1960)
Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
© hr/Kurt Bethke
 
Aufgrund des großen Resonanz wurde dann 1954, parallel zu den Hörfunkfolgen, ein erster Spielfilm unter dem Titel "Die Familie Hesselbach" produziert, gefolgt von "Familie Hesselbach im Urlaub" (1955), "Das Horoskop der Familie Hesselbach" (1955/56) und "Herr Hesselbach und die Firma" (1956). In allen vier Streifen, von denen nur der zweite Jahrzehnte später im Fernsehen lief, verkörperte Schmidt den Firmenchef Karl "Babba" Hesselbach, die Schauspielerin Else Knott1) (1910 – 1975) seine Ehefrau.
Wolf Schmidt dokumentierte den Zeitgeist des kleinbürgerlichen Milieus nach dem 2. Weltkrieg bis zum Ende des deutschen Wirtschaftswunders. Er porträtierte dabei die kleinen Leute mit ihren gutgläubigen und ihren boshaften Seiten, zeigte aber auch Verständnis für die alltäglichen Kompromisse. Die kleine Welt der Hesselbachs, der Familien- und Büroalltag gab den Nährboden für Tratsch und Intrigen, Stolz und Ehrgeiz, aber auch für ehrliche Gefühle, zu denen man sich quälend durchringen musste. Wolf Schmidt verdankt seinen Erfolg der hohen Kunst der Komik, vor allem der Situationskomik, die sich aus Widersprüchen und Verwicklungen ergab, aber auch der Pointendichte der Dialoge.2)

Die erste Staffel der legendären TV-Serie (24 Folgen) lief bis Mitte November 1961 unter dem Titel "Die Firma Hesselbach", bereits ab der sich anschließenden 2. Staffel (18 Folgen), die zwischen 15. Dezember 1961 und 29. Mai 1963 über die Bildschirme flimmerte, wurden die Zuschauer dann zur "Familie Hesselbach" eingeladen. Die dritte und letzte Staffel wurde dann unter dem Titel "Herr Hesselbach und …" mit neun Folgen zwischen 19. Oktober 1966 und 7. Juni 1967 gezeigt, allerdings war das Interesse beim Publikum – vielleicht auch aufgrund der Einführung des Zweiten Deutschen Fernsehens – nicht mehr ganz so groß und die Reihe verschwand aus der immer vielfältiger werden Fernsehlandschaft.
Die Geschichten handelten von den Alltagserlebnisse und ganz normalen Krisen im Haushalt und Betrieb der hessischen Familie Hesselbach: Vater Hesselbach (Wolf Schmidt) besitzt eine kleine Druckerei, in der auch Sohn Willi (Joost Siedhoff) arbeitet, seine Ehefrau, die immer etwas aufgeregte "Mamma" Hesselbach (Liesel Christ) ist der gute Geist der Familie. Neben Sohn Willi sind da noch die Kinder Heidi (Rose-Marie Kirstein) und Peter (Dieter Henkel) zu nennen, die allerdings erst auftauchten, als Joost Siedhoff die Serie nach 10 Folgen verließ.
 
Fotos:
Mama Hesselbach (Liesel Christ) ist empört: Das Dippsche ist dreckig!
"Die Firma Hesselbach", Folge 22 "Das Dreckrändchen" (15. 09.1961)
Sohn Peter (Dieter Henkel) in "Die Familie Hesselbach", Folge 27 "Telefonitis" (16.02.1962)
Fotos mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
© hr/Kurt Bethke
Mama Hesselbach (Liesel Christ) ist empört: Das Dippsche ist dreckig!; "Die Firma Hesselbach", Folge 22 "Das Dreckrändchen" (15. 09.1961); Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke Sohn Peter (Dieter Henkel) in "Die Familie Hesselbach", Folge 27 "Telefonitis" (16.02.1962); Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke
Es sind eher banale Problemchen, mit denen sich die ein wenig biederen Hesselbachs auseinandersetzen müssen, mal geht um nicht auffindbare Verträge, mal um verschwundenes Büromaterial, und auch ein Fleck auf Vaters Jacke kann eine Krise hervorrufen. Doch trotz Missverständnissen und Auseinandersetzungen raufen sich die Hesselbachs und die Mitarbeiter des Unternehmens immer wieder zusammen.3) Viele namhafte Schauspieler tauchten im Verlaufe der Jahre in der Serie auf, an besonderen Firmenmitgliedern sind etwa die Sekretärin Fräulein Sauerberg (Käte Jaenicke, Folgen 1–3, später Ursula Köllner), die wortgewaltige Putzfrau Siebenhals (Lia Wöhr), der Buchhalter Münzenberger (Max Strecker) sowie dessen Ehefrau (Flory Jacobi), der Lehrbub Rudi Krausgrill (Dieter Schwanda), die stets mürrische, tratschsüchtige Bürokraft Fräulein Lohmeier (Sophie Cossäus) oder der Stadtrat und Bank-Prokurist Detlef Petersen (Uwe Dallmeier) zu nennen. Eine exponierte Stellung nahm auch der smarte "Betriebs-Playboy" Fred Lindner (Joachim Engel-Denis) ein, der beispielsweise der hübschen Sekretärin Helga Schneider (Helga Neuner) und späteren Frau Willi Hesselbachs den Kopf verdrehte, schließlich in die Familie einheiratet und als Ehemann von Heidi Hesselbach (Rose-Marie Kirstein) zum "Vorzeige-Schwiegersohn" mutiert. Weitere prägnante, mehr oder minder durchgehende Rollen spielten vornehmlich in der "Firma Hesselbach" unter anderem Sophie Engelke (Büroangestellte Frieda Lahrmann), Gaby Reichardt (Büroangestellte Emmy Puchel), Doris Mack (Sekretärin Jutta Schäfer), Sybille Schindler (Fräulein Pinella), Otto Stern (Setzerei-Chef Zimmermann) oder Joseph Wageck (Hausmeister Ballmann). Eine witzige Figur war die von Iska Geri gemimte Ehefrau des Stadtrats Dr. Meyers (Hans Schepior), auch die Ur-Berlinerin Edith Hancke spielte zeitweise als Stadträtin Trudi Plischke mit. Als Redakteur Hans-Ulrich Betzdorf sah man Bogislav von Heyden-Linden, als Kaufhausbesitzer Dengler Ernst Walter Mitulski.
 
Die Erkennungsmelodie, die sogenannte "Hesselbach-Polka" stammte aus der Feder von Willy Czernik1) (1901 – 1996), der das Grundthema für jede einzelne Folge individuell abwandelte → siehe auch "Die Musik in den Fernsehsendungen" von Dr. Harald Schäfer bei www.babbahesselbach.info.
 
Die "Hesselbach-Polka" bei youtube.com bzw. www.babbahesselbach.info

Szenenfoto: Die Firma Hesselbach, Folge 22 "Das Dreckrändchen" (15.09.1961); Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke

Die Firma Hesselbach
Szenenfoto Folge 22 "Das Dreckrändchen" (15.09.1961)
Szenenfoto: Die Firma Hesselbach,  Folge 25 "Simulanten" (15.12.1961); Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke
Die Firma Hesselbach
Szenenfoto Folge 25 "Simulanten" (15.12.1961)
Fotos mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
© hr/Kurt Bethke
  
In der ersten Staffel steht die tägliche Arbeit im Verlag in Vordergrund. Zwischenmenschliche Ereignisse im Betrieb bilden hauptsächlich die Basis der Handlungen. Aber auch konkrete Probleme des Wirtschaftswunders werden thematisiert (z. B. Rohstoffknappheit und Arbeitskräftemangel). Gegen Ende der ersten Staffel kommen die Kinder der Hesselbachs, Heidi (Rose-Marie Kirstein) und Peter (Dieter Henkel), aus dem Internat zurück und steigen in den Familienbetrieb ein.
Damit ist die Grundlage für die zweite Staffel gelegt: Die Familie rückt in den Vordergrund und die Handlungen verlegen sich stärker auf familiäre Ereignisse (Liebe, Heirat und Geburt). In diese Staffel fallen auch die beiden einzigen Folgen, die im Ausland spielen. Eine Urlaubsreise führt die Hesselbachs nach Cannes und später Herrn Hesselbach zu einem Kongress nach Tokio. Die Folge "Der Kongreß von Tokio" ist dabei die einzige Folge, die tatsächlich zu einem Teil im Ausland gedreht wurde.
Anfang 1963 kamen erste Kritiken an der Serie auf, die nach drei Jahren Hesselbach-Folgen im Fernsehen und zuvor neun Jahren im Hörfunk auf Ermüdungserscheinungen der Zuschauer zurückzuführen waren. Wolf Schmidt reagierte darauf, indem er die Serie mit Folge 42 zu einem vorläufigen Ende brachte, indem Herr Hesselbach in Ruhestand tritt und die Leitung des Verlags seinem Prokuristen und Schwiegersohn Fred Lindner (Joachim Engel-Denis) übergibt.
Bereits Ende 1966 kehrten die Hesselbachs mit modernerem Konzept auf den Bildschirm zurück. Die Handlungen orientierten sich jetzt stärker an der Person Karl Hesselbach, was auch aus den Titeln "Herr Hesselbach und…quot; ersichtlich wird. Hauptsächlich behandeln die Folgen der dritten und letzten Staffel kommunalpolitische Episoden, in denen Herr Hesselbach als Stadtrat in Steinteil agiert. Auch hier wurden aktuelle gesellschaftliche Themen behandelt und versucht vermehrt jugendliche Zuschauer anzusprechen. Dies gelang nur zum Teil. Im Sommer 1967 stellte der Hessische Rundfunk die Serie ein, obwohl Wolf Schmidt bereits weitere Folgen geschrieben hatte.
4)
Neben Wolf Schmidt, der die Figur des "Babba" Hesselbach seinem eigenen Vater, Prof. Dr. Karl Schmidt5), nachempfunden hatte, erlangten besonders die Frankfurter Volksschauspielerinnen Liesel Christ und Lia Wöhr mit der Serie enorme Popularität. Aber auch der südhessische Dialekt wurde schlagartig bundesweit bekannt, Aussprüche wie "Karl, mei Droppe!", wie Mamma Hesselbach ihren Angetrauten liebevoll titulierte, oder "Ei Kall, was mechste denn?" wurden zu geflügelten Worten. Für Nostalgie-Fans: Alle Folgen der "Hesselbach"-Serie sind inzwischen seit Oktober 2006 auf DVD im Handel erhältlich.
 
 
Foto: Die Hesselbachs sind fertig kostümiert für ihre großen Auftritt.
in "Die Familie Hesselbach", Folge 28 "Die Festaufführung" (16.03.1962)
Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
© hr/Kurt Bethke
Die Hesselbachs sind fertig kostümiert für ihre großen Auftritt. "Die Familie Hesselbach", Folge 28 "Die Festaufführung" (16.03.1962); Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke

"Hesselbach"-Seiten beim Hessischen Rundfunk mit
umfangreichem Fotomaterial (Bildergalerie) zur Serie
Siehe auch die detaillierte "Hesselbach"-Seite bei www.babbahesselbach.info
sowie Wikipedia, www.tvder60er.de und www.tv-nostalgie.de;
die einzelnen Titel und Beschreibungen der Folgen findet man bei www.bamby.de und bei
www.babbahesselbach.info

Link: 1) Beschreibung innerhalb dieser HP, 5) www.babbahesselbach.info
Quelle: 2) www.hr-online.de, 3) Serienlexikon von www.kabel1.de, 4) Wikipedia (abgerufen 07.02.2012)

Die Hauptdarsteller sowie einige weitere Figuren
(Komplette Darsteller-Liste bei www.babbahesselbach.info)
Wolf Schmidt
  
Foto zur Verfügung gestellt bzw.mit freundlicher Genehmigung von Wolf Schmidts Familie; die Bildrechte liegen bei Hanneliese Grünewald; Copyright Hanneliese Grünewald
Foto zur Verfügung gestellt bzw.
mit freundlicher Genehmigung
von Wolf Schmidts Familie
Die Bildrechte liegen
bei (©) Hanneliese Grünewald
  
Wolf Schmidt alias "Babba Hesselbach" bei den Dreharbeiten; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Wolf Schmidt alias
"Babba Hesselbach"
bei den Dreharbeiten

Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte den Karl "Babba" Hesselbach.
 
Geboren am 9. Februar 1913 als Johann Sebastian Ferdinand Wolfgang Schmidt im hessischen Friedberg,
gestorben am 17. Januar 1977 nach langer schwerer Krankheit in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen).
 
Der Sohn des Altphilologen und Musiklehrers Prof. Dr. Karl Schmidt begann nach dem Abitur am großherzoglichen "Augustiner Gymnasium" seiner Geburtsstadt auf Drängen des Vaters mehr halbherzig ein Jurastudium an der Pariser "Sorbonne" sowie anschließend in Freiburg/Breisgau, welches er jedoch nach einigen Semestern wieder abbrach. Zunächst in Paris, dann in Berlin, arbeitete er als Auslandskorrespondent und Journalist. Im November 1933 übernahm er schließlich die Leitung und Chefredaktion des finanziell angeschlagenen Verlags "Berliner Morgenblatt"/"Neue Zeit" mit angegliederter Druckerei in Berlin-Charlottenburg. Den Konkurs konnte er nicht abwenden, sammelte in dieser Zeit jedoch reichlich Presse-Erfahrung, die er später bei den "Hesselbachs" noch nutzen sollte; im August 1934 trat er von der Verlagsleitung wieder zurück.
Als 1939 der 2. Weltkrieg ausbrach, war Schmidt zunächst Kriegsberichterstatter, in der letzten Phase bei der kämpfenden Truppe. Kurz nach Kriegsende gründete Wolf Schmidt das Tourneetheater "Die heitere Bühne" sowie das politische Kabarett "Die Zeitgenossen", bereits ab 1946 war er als Autor für "Radio Frankfurt", dem Vorläufer des "Hessischen Rundfunks" (hr) sowie für "Radio Stuttgart" (dem späteren SDR, heute SWR) tätig. Für den hr schrieb er dann die Hörspielserie um die "Familie Hesselbach", in der er auch die Hauptrolle des Familienoberhaupts sprach; diese Hörspielreihe ist eine hessische Adaption der ersten Familienserie von Schmidt, die er für "Radio Stuttgart" geschrieben hatte: "Die Familie Staudenmaier" → www.babbahesselbach.info. Die weitere Entwicklung der "Hesselbachs" wurde bereits beschrieben.
 
Wolf Schmidt, Schöpfer der Hesselbachs; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr
Wolf Schmidt, Schöpfer der Hesselbachs
Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks
© hr

1967 kam für die "Hesselbachs" das endgültige Aus, nachdem die Einschaltquoten, nicht zuletzt durch den Start des ZDFs, aber auch durch Schwächerwerden der Drehbücher zurückgingen. Es wird überdies ein Wandel des Zeitgeistes (der bevorstehenden 1968er) als Grund für die Einstellung der Serie vermutet. Heute weiß man allerdings, dass Schmidt zu diesem Zeitpunkt bereits an der Alzheimerschen Krankheit litt und dies ein Hauptgrund für die Unfähigkeit des Autors war, seine Drehbücher in der früher gewohnten Qualität abzuliefern.
Wolf Schmidt verstarb 1977, wenige Wochen vor seinem 64. Geburtstag, nach langer und schwerer Krankheit in einem Sanatorium in Gelsenkirchen. Auf eigenen Wunsch fand eine Seebestattung statt.
Wolf Schmidt war von 1934 bis 1946 in erster Ehe mit Irm Kliche verheiratet; aus dieser Ehe stammt seine erste, 1940 geborene Tochter Anja. Seine zweite Ehe ging er mit der Schauspielerin Gretl Pilz ein, anfänglich seine Bühnen- und Sketchpartnerin, später die größte Inspirationsquelle seines künstlerischen Schaffens. Mit ihr hatte er seine zweite Tochter Susanne (geb. 1955), sowie die Söhne Stefan (1958 – 1969) und Michael (geb. 1961).

Quelle: Das Kurzportrait wurde in Zusammenarbeit mit Wolf Schmidts Familie erstellt.
Eine komplette, reich bebilderte Biografie finden Sie hier: www.babbahesselbach.info

Siehe auch die Informationen bei www.hr-online.de sowie Wikipedia

Weitere Filme*) mit Wolf Schmidt

Liesel Christ
 
Liesel Christ; Foto zur Verfügung gestellt von www.babbahesselbach.info; Copyright hr/Kurt Bethke
 Foto zur Verfügung gestellt von
www.babbahesselbach.info
© hr/Kurt Bethke
  
Liesel Christ; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte die "Mamma" Hesselbach (Marie "Marieche" Mathilde Eleonore Hesselbach).
 
Geboren 16. April 1919 in Frankfurt am Main,
gestorben am 15. August 1996 im Alter von 77 Jahren in Frankfurt am Main.
 
Die Schauspielerin, die in eine kinderreiche Arbeiterfamilie aus dem Frankfurter Norden hineingeboren wurde, kam schon als Vierjährige zum Ballett, stand als kleines Kind auf der Bühne des Frankfurter Opernhauses und wurde in Stücken wie "Peterchens Mondfahrt" als Kinderstar gefeiert. Mit 14 Jahren begann sie sich ihren Traum zu erfüllen, Schauspielerin zu werden und besuchte in Frankfurt die "Hochschule für Musik und Theater", welche sie drei Jahre später mit Diplom abschloss. Nach ersten Engagements, unter anderem in Koblenz sowie am Stadttheater in Heilbronn, wo sie sechs Jahre lang als Operettensoubrette überaus populär war, kam sie nach Kriegsende in ihre Geburtstadt zurück, spielte dort unter anderem Kabarett und gehörte zum Ensemble der "Landesbühne Rhein-Main". Dort wurde sie 1959 von Wolf Schmidt für die Rolle der immer rasch gekränkten "Mamma Hesselbach" in der legendären Serie "Die Firma Hesselbach" entdeckt und schlagartig bundesweit bekannt.
So ganz wurde auch Liesel Christ dieses Image nicht mehr los, dennoch erlebte man sie im Verlaufe der Jahre mit einigen anderen schönen Rollen auf dem Bildschirm. So tauchte sie unter anderem in den "Tatort"-Episoden "Zwei Flugkarten nach Rio" (1976) und "Tod einer Ärztin" (1990) sowie in dem Mehrteiler "Der Winter, der ein Sommer war"1) (1976) auf, in der Erfolgsserie "Mit Leib und Seele"2) (1989) konnte man sie als Agnes Bebel erleben.
Hauptsächlich konzentrierte sich die Vollblut-Schauspielerin jedoch ab Ende der 1960er Jahre auf die Arbeit am Theater, 1971 gründete sie das "Frankfurter Volkstheater"2), welches sie bis zu ihrem Tod leitete und in vielen erfolgreichen Inszenierungen beweisen konnte, dass als Darstellerin mehr in ihr steckte, als die "Mamma Hesselbach". Das Theater avancierte – nicht zuletzt durch das Engagement der Prinzipalin Liesel Christ – zu einer Frankfurter Institution, mit wechselnder Starbesetzung werden bis heute Stücke in Frankfurter Mundart gezeigt. Ihre letzte Bühnenrolle war 1995 die der Frau Gudula in "Die fünf Frankfurter", ein Stück, welches auch im Fernsehen übertragen wurde.
Fast bis zuletzt stand die sympathische Liesel Christ auf der Bühne, zählte zu Frankfurts bekanntesten und beliebtesten Persönlichkeiten.
  
Liesel Christ erlag am 15. August 1996 im Alter von 77 Jahren in Frankfurt/Main den Folgen einer Kopfverletzung, die sie sich bei einem Sturz zugezogen hatte; die letzte Ruhe fand sie auf dem Frankfurter Hauptfriedhof → Foto der Grabstelle bei Wikimedia Commons. Anlässlich ihres Todes würdigte der damalige Ministerpräsident Hans Eichel die Schauspielerin unter anderem mit den Worten "Sie hat die Kultur in Hessen maßgeblich geprägt."
Den Werdegang und die Theaterlaufbahn der Mimin hat die Autorin und Journalistin Dr. Sabine Hock in der 2004 erschienen, gründlich recherchierten Biografie "Liesel Christ, Volksschauspielerin" nachgezeichnet: "Liesel Christ war eine besessene Schauspielerin. Sie war von diesem Beruf vollkommen überzeugt und er war auch sehr wichtig für sie. Und er ging auch immer vor allem vor. Egal was war: ihre Disziplin und ihr Wille, auf der Bühne zu stehen, war immer größer und stärker." (Zitat: Sabine Hock → www.sabinehock.de)
Liesel Christ war seit 4. Juni 1942 mit dem Opernsänger Fritz Dahlem verheiratet, aus der Verbindung stammt Tochter Gisela Dahlem-Christ; das Paar ließ sich 1944 scheiden. Im Oktober 1945 kam Liesel Christs zweite Tochter Bärbel zur Welt, die später den Schauspieler Karl-Heinz Heß2) (1930 – 1995; → "Die Gentlemen bitten zur Kasse"1)) sowie nach dessen Tod Rainer Schöne, langjähriger Bühnenbildner des Volkstheaters und Bruder der Schauspielerin/Sängerin Barbara Schöne2), ehelichte.3) Kurz danach lernte Liesel Christ  den Publizisten und späteren Verleger der "Frankfurter Rundschau", Karl Gerold2) (1906 – 1973), kennen, mit dem sie jenseits der Öffentlichkeit eine langjährige Beziehung führte.

Zu Ehren der beliebten Volksschauspielerin wurde in Frankfurt ein Teil des Anlagenrings zwischen der Alten Oper und dem Eschenheimer Tor in "Liesel-Christ-Anlage" umbenannt. Zu Lebzeiten war Liesel Christ mit dem erstmals vergebenen "Friedrich Stoltze-Preis"2) (1978) sowie mit dem "Elisabeth Norgall-Preis"2) (1988) ausgezeichnet worden. 
Die Töchter führten die Tradition ihrer Mutter gemeinsam mit Wolfgang Kaus2) (Künstlerische Leiter bis 2007) fort und leiteten bis zuletzt das "Frankfurter Volkstheater", Gisela Dahlem-Christ als Intendantin, Bärbel Christ-Heß alias Schöne war als Kostümbildnerin für die Leitung des technischen Betriebs zuständig. Zuletzt übernahm ab 2009 die Theater- und Fernsehregisseurin Sylvia Hoffman2) die künstlerische Leitung des Hauses, 2011 feierte die Mundartbühne ihr 40-jähriges Bestehen, Ende Mai 2013 schloss sie endgültig. Die letzte Vorstellung am 25. Mai 2013 fand mit einer hessischen Version von "Ein Käfig voller Narren" statt. Für ihr Engagement erhielten die Christ-Töchter 2013 die "Ehrenplakette der Stadt Frankfurt".
 
Siehe auch Wikipedia sowie die Informationen bei www.hr-online.de
  
Weitere Filme*) mit Liesel Christ
 
Link: 1) Beschreibung innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia
3) Quelle: freie-waehler-frankfurt.de
Joost Siedhoff

Joost Siedhoff; Copyright Virginia Shue

… spielte in den ersten 10 Folgen den Sohn Willi Hesselbach.
Willi heiratet seine Sekretärin Helga Schneider (Helga Neuner) und zieht mit ihr nach New York.
 
Geboren am 27. Juni 1926 in Dessau als Sohn eines Tänzers und einer Innenarchitektin.
 
Kurzbiografie zu Joost Siedhoff
innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia sowie die Informationen bei www.hr-online.de

Kontakt: Agentur Siewert und Knittel
  
Weitere Filme*) mit Joost Siedhoff


 
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Dieter Henkel
 
Dieter Henkel; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte ab Folge 17 (EA: 14. April 1961, Folge "Der Familienbetrieb") den Sohn Peter Hesselbach.
Der 19-jährige Peter hat vorher in einem Internat gelebt und kehrt nach bestandenem Abitur in sein Elternhaus zurück.
 
Geboren am 3. August 1933 in Wuppertal.
 
Der in Mannheim aufgewachsene Dieter Henkel ließ sich zunächst auf Wunsch seiner Eltern als Kaufmann und Bäcker ausbilden, bevor er sich für den Beruf des Schauspielers entschied; unter anderem studierte er am "Berner Konservatorium".
Ein erstes Festengagement hatte Henkel zwischen 1956 und 1959 am "Nationaltheater Mannheim". Danach spielte er ab der Saison 1959/1960 eine Spielzeit an verschiedene Bühnen in Berlin. Unter der Intendanz von Boleslaw Barlog trat er am "Schillertheater" und am "Schlossparktheater", später auch am "Hebbel-Theater" (1972) und am "Renaissance-Theater" auf. Ab den 1960er Jahren spielte Henkel hauptsächlich Boulevardtheater, an allen großen Boulevardbühnen in Berlin, Köln (Theater am Dom), Düsseldorf (Komödie Düsseldorf), Frankfurt am Main (Die Komödie), Stuttgart (Komödie im Marquardt) und München. Mehrfach trat er am "Volkstheater Frankfurt" auf, unter anderem als Heinrich Muffel in dem Volksstück "Alt-Frankfurt" unter der Regie von Wolfgang Kaus; diese Inszenierung wurde auch für das Fernsehen aufgezeichnet. Unter dessen Regie wirkte er 2003 dort auch in der Titelrolle des Lustspiels "Der verkaufte Großvater" in einer hessischen Fassung mit. Henkel trat auch bei den "Luisenburg-Festspielen auf".
Seit Jahrzehnten ist Henkel auf zahlreichen deutschsprachigen Bühnen zu sehen, nach seinem Fernsehdebüt in der Hesselbach-Serie agierte er in vielen erfolgreichen TV-Produktionen. Von 1975 bis 1995 war Dieter Henkel Direktor seines eigenen Theaterunternehmens "Theater unterwegs". Seither arbeitet Henkel als freier Schauspieler.
Henkel gehört zum regelmäßigen Gast-Ensemble der "Komödie im Bayerischen Hof", dort trat er seit 1996 immer wieder auf, unter anderem 1999 als Eugen Rumpel in dem Lustspiel "Pension Schöller". Seit 2004 zeigte er sich dort regelmäßig auch mit den Figuren des Bankier Etzel sowie des Gymnasialprofessors Bömmel in dem Lustspiel "Die Feuerzangenbowle". Auch in der Spielzeit 2010/2011 trat Henkel wieder in diesen Rollen auf, 2010 zeigte er sich dort mit der Figur des Pfarrers Arthur Humphrey in der Komödie "Lauf doch nicht immer weg" von Philip King (1904–1979). Seine Partner waren unter anderem Chariklia Baxevanos und Bob Franco; mit dieser Produktion ging Henkel zudem auf Tournee (2009/2010). In der Spielzeit 2010/2011 ging Henkel mit einer Produktion des Tourneetheaters "Der Grüne Wagen" bzw. der Beziehungskomödie "Mary, Mary (Nie wieder Mary)" von Jean Kerr auf Gastspielreise, seine Partner waren unter anderem Josef Baum und Thomas Stroux.
 
Ab den 1950er Jahren war Henkel auch in zahlreichen Film- und Fernsehrollen zu erleben. Der Regisseur John Olden entdeckte ihn 1955 bei einer Studentenaufführung der Komödie "Viel Lärm in Chiozza"1) und engagierte ihn 1956 für seine Fernsehinszenierung des Theaterstücks "Die Heiratsvermittlerin" von Thornton Wilder. Eine winzige Nebenrolle als Leutnant hatte er 1958 auch in dem Kinofilm "Der Schinderhannes"1) unter der Regie von Helmut Käutner.
Während seines Engagements in Berlin nahm Henkel 1960 an Probeaufnahmen für die Serie "Die Firma Hesselbach" teil. Zwischen 1961 und 1963 mimte er dann in insgesamt 26 Folgen der Serie den Peter Hesselbach.
Danach tauchte Henkel immer mal wieder sporadisch in TV-Produktionen auf, so zuletzt als Pfarrer Blaschke in der Komödie "Tote Hose – Kann nicht, gibt's nicht" (2005).

Dieter Henkel lebt in München.
 
Kurzportrait überwiegend von Wikipedia
 
Theater- und Filmschaffen siehe Agentur Dietrich
Siehe auch die Informationen bei www.hr-online.de

Weitere Filme*) mit Dieter Henkel
 
Link: 1) Wikipedia

Rose-Marie Kirstein

Rosemarie Kirstein; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke

… spielte ab Folge 17 (EA: 14. April 1961, Folge "Der Familienbetrieb") die Tochter Heidi Hesselbach.
Heidi heiratet später den Prokuristen Lindner (Joachim Engel-Denis).
 
Geboren am 25. Februar 1940 in Berlin,
gestorben am 18. Januar 1984 in München.
 
Ihre Ausbildung zur Schauspielerin erhielt Rose-Marie Kirstein bei der UFA; bevor sie zu den "Hesselbachs" stieß hatte sie bereits mit kleineren Rollen in den Kinofilmen "Zwölf Mädchen und ein Mann" (1959), "Der Gauner und der liebe Gott" (1960) und "Lebensborn" (1961) mitgewirkt. Ihre Filmkarriere wollte jedoch nach dem Ende der zweiten Staffel "Die Familie Hesselbach" nicht so recht in Gang kommen, sporadisch tauchte sie mit Gastrollen in Serien wie "Der Kommissar" auf. Sie verlegte sich auf die Synchronisation, lieh unter anderem Faye Dunaway, Sophia Loren, Ingrid Bergman und Charlotte Rampling ihre Stimme. Wegen schwerer Depressionen wurde sie 1984 in eine psychiatrische Klinik eingeliefert, dort schied sie am 18. Januar 1984 im Alter von nur 43 Jahren durch Freitod aus dem Leben.
 
Siehe auch Wikipedia sowie die Informationen bei www.hr-online.de
  
Weitere Filme*) mit Rose-Marie Kirstein
 
Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
© hr/Kurt Bethke
Lia Wöhr
 
Foto: Lia Wöhr als Putzfrau Frau Siebenhals bei den "Hesselbachs"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks Copyright hr
Lia Wöhr als
Putzfrau Frau Siebenhals
bei den "Hesselbachs"
Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr
… spielte die Putzfrau Siebenhals.
 
Geboren am 26. Juli 1911 in Frankfurt am Main,
gestorben am 15. November 1994 im Alter von 83 Jahren in Oberursel.

Lia Wöhr wurde als Tochter eines Bäckermeisters in Frankfurt am Main geboren und wuchs mit zwei jüngeren Geschwistern im Gallusviertel auf. Ursprünglich hatte sie Tänzerin werden wollen und begann schon als junges Mädchen mit einer Ballettausbildung. Später studierte sie nach dem Besuch eines Lyzeums ab 1927 Musik und Schauspiel an "Dr. Hoch's Konservatorium"1) in Frankfurt und nahm außerdem Gesangsunterricht. Ende der 1920er Jahre sammelte sie als Chansonsängerin im Berliner Kabarett "Porza" erste Bühnenerfahrungen, erhielt dann ein erstes Engagement als "jugendliche Naive" am Theater in Halberstadt, weitere Verpflichtungen führten sie nach Magdeburg und Berlin. Ab 1935 spielte sie in Frankfurt Theater, trat mit klassischen Rollen ebenso auf wie als tanzende Soubrette in Revuen.
Nach Ende des 2. Weltkrieges wandte sich Lia Wöhr dem Regiefach zu, machte sich hier vor allem als Opernregisseurin einen Namen. Von der Oper holte sie der damalige Intendant von "Radio Frankfurt", Eberhard Beckmann1) (1905 – 1962), zum Rundfunk, wo sie das "Hessenmädchen" für die "Bunten Nachmittage" kreierte. Populär wurde Lia Wöhr vor allem mit der Hörspielfassung von Wolf Schmidts "Die Hesselbachs"1) ("Familie Hesselbach", "Prokurist a. D. Hesselbach, Büro für Lebensberatung", "Hesselbach GmbH"), wo sie von der zweiten bis zur 77. letzten Folge zwischen 1949 und 1956 die "Mamma Hesselbach" spielte bzw. sprach. 1956 wurde sie beim Hessischen Rundfunk als erste Frau Programm-Produzentin für das Fernsehen und produzierte unter anderem ab 1960 die nun für das Fernsehen konzipierte erfolgreiche TV-Familienserie "Die Firma Hesselbach" gefolgt von "Familie Hesselbach", stand darin selbst als die hessisch babbelnde Putzfrau Siebenhals vor der Kamera. Bereits ab 1956 hatte sich Lia Wöhr als Putzfrau in der von Hans Hellhoff1) moderierten samstäglichen HR-Unterhaltungssendung "Auf ein frohes Wochenende" hervorgetan und als Putzfrau Hippenstiel über 500 Folgen lang weggeworfene Schallplatten aus dem Papierkorb geklaubt – selbstverständlich mit entsprechend spitzzüngigen Kommentaren.
 

Foto: Lia Wöhr, die Produzentin der "Hesselbach"-Serie", mimte die Raumpflegerin Frau Siebenhals. Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks Copyright hr

Lia Wöhr, die Produzentin der "Hesselbach"-Serie",
mimte die Raumpflegerin Frau Siebenhals.
Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks © hr

Daneben zeichnete Lia Wöhr aber auch für Produktionen wie beispielsweise Bachs "Johannespassion", Strawinskys "Feuervogel" oder für Unterhaltungssendungen wie "Acht nach acht" und "Die Montagsmaler" verantwortlich.
Ungeheure Popularität erlangte Lia Wöhr ab 1966 als Wirtin der Unterhaltungssendung "Zum Blauen Bock"2) und blieb dieser beliebten TV-Show auch nach ihrer Pensionierung (1976) bis zum Schluss treu. 
Neben ihrer umfangreichen Arbeit für das Fernsehen stand Lia Wöhr häufig am "Frankfurter Volkstheater" auf der Bühne, glänzte dort, aber auch bei Gastspielen, beispielsweise in Stücken wie "Zwei ahnungslose Engel" oder "Arsen und Spitzenhäubchen". Die Fernsehzuschauer erlebten sie neben einigen Auftritten in den beliebten "Tatort"-Krimis unter anderem 1980 als Titelheldin in "Guten Abend, Mrs. Sunshine" oder 1987 in der TV-Ausstrahlung der Komödie "Rendezvous im Palmengarten" an der Seite von Heinz Schenk.

Die Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin Lia Wöhr wurde im Verlaufe ihrer Karriere mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, so erhielt sie unter anderem 1982 das "Bundesverdienstkreuz 1. Klasse", 1984 den "Friedrich-Stoltze-Preis"1) und 1992 den "Hessischen Verdienstorden"1), die Stadt Oberursel, wo sie zuletzt lebte, verlieh ihr die Ehrenbürgerschaft. Die Stadt Frankfurt benannte nach einer Anregung der Grünen im Ortsbeirat 1 den Platz an der Kreuzung von Frankenallee und Kölner Straße in ihrem Heimatstadtteil Gallus nach ihr und stellte dort – in der Nähe ihres Geburtshauses – einen vom Hessischen Rundfunk gestifteten Gedenkstein auf. Ebenso wurde, allerdings noch zu ihrer Lebenszeit, ein öffentlicher Weg zu ihrem Haus in Weißkirchen nach ihr benannt ("Lia-Wöhr-Weg"). Lia Wöhr war auch Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Oberursel-Weißkirchen.3)
 
Die "eingefleischte Junggesellin" Lia Wöhr starb am 15. November 1994 im Alter von 83 Jahren in Oberursel.
Dem breiten Publikum ist Lia Wöhr vor allem als forsch-resolute Wirtin des "Blauen Bocks" in nachhaltiger Erinnerung geblieben, doch sie war sehr viel mehr – Operettensoubrette, Kabarettistin, Souffleuse, Conferencière, Alleinunterhalterin, Hörfunksprecherin, internationale Opernregisseurin und preisgekrönte Fernsehproduzentin. Ihre Erinnerungen veröffentlichte sie kurz vor ihrem Tod unter dem Titel "Meine Welt ist ein großes Theater".
  
Siehe auch Wikipedia, die Seite bei www.hr-online.de
sowie den Artikel zum 100. Geburtstag von Lia Wöhr bei www.frankfurt.de
Weitere Filme*) mit Lia Wöhr
  
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP
Quelle: 3) Wikipedia (abgerufen 06.02.2012)

Joachim Engel-Denis
 

Joachim Engel-Denis; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte 41 Folgen lang den "Betriebsplayboy" Lindner, der später zum Prokuristen befördert wird und die Hesselbach-Tochter Heidi heiratet.
 
Geboren am 7. November 1933,
gestorben am 29. Januar 2013 in Mainz.
 
Engel-Denis arbeitete hauptsächlich als Theaterschauspieler an verschiedenen Bühnen in Deutschland, sowie seit den 1960er Jahren als Regisseur an Theaterbühnen in Deutschland und in der Schweiz. Als Schauspieler interpretierte Engel-Denis ein breites Repertoire, das Stücke von William Shakespeare, die deutschen Autoren der Klassik und Romantik, das Theater der Jahrhundertwende, aber auch Stücke der Moderne und des zeitgenössischen Theaters umfasste. Zu seinen Bühnenrollen gehörten unter anderem als Shakespeare-Interpret der Don Juan in "Viel Lärm um nichts" und der William Mareshall, Graf von Pembroke, in "König Johann", Engel-Denis gestaltete den Don Manuel Enriquez in "Dame Kobold" von Calderon, den St. Just und Robespierre in Büchners "Dantons Tod" und den Baron mit Trauerflor in Ödön von Horváths "Glaube Liebe Hoffnung".
1964 inszenierte er am Staatstheater Oldenburg Shaws Komödie "Pygmalion", 1965 folgte dort die Inszenierung des Schauspiels "Ein Eremit wird entdeckt" von James Saunders. 1968 führte er am Stadttheater Ulm Regie bei Sławomir Mrożeks Schauspiel "Tango". Regelmäßig inszenierte er in den 1970er Jahren am Stadttheater St. Gallen, unter anderem "Die Gerechten" (1976) von Albert Camus, "Die Gerichtsnacht" (1977) von Ulrich Bräker, "Das Leben des Galilei" (1978) von Brecht und "Dantons Tod" (1979) von Georg Büchner. 1979 inszenierte er dort auch Ibsens Schauspiel "Die Wildente".
Am Stadttheater Lübeck übernahm er 1986 die Regie bei Shakespeares Frühwerk "Die Komödie der Irrungen", am Stadttheater Bremerhaven inszenierte er unter anderem die Shakespeare-Stücke "Der Widerspenstigen Zähmung" (1989) und "König Johann", am Stadttheater Osnabrück unter anderem 1993 Carl Sternheims Komödie "Der Snob".

Engel-Denis arbeitete auch als Sprecher für Hörspiele, hauptsächlich beim Süddeutschen Rundfunk. 1959 wirkte er dort in einer Hörspielfassung von Franz Grillparzers Schauspiel "Des Meeres und der Liebe Wellen" mit, seine Partner waren Gertrud Kückelmann, Michael Degen und Lina Carstens. 1960 folgte beim SDR eine Aufnahme des Hörspiels "Porträt eines Mörders", gemeinsam mit Gerhard Just. 1963 übernahm er eine Rolle in dem Hörspiel "Besuch im Pfarrhaus" von Ilse Aichinger.
Bei Hörspielaufnahmen für den Hessischen Rundfunk wurde er, laut eigenen Angaben in einem Gespräch 1989 mit der Journalistin und Kulturwissenschaftlerin Sabine Hock, direkt "vom Flur weg" für die Fernsehserie "Die Firma Hesselbach" engagiert. Er spielte dann von 1960 bis 1963 in insgesamt 41 Folgen die Rolle des Büroangestellten und "Betriebs-Playboys" Fred Lindner. Lindner wird im Verlauf der Serie zum Prokuristen befördert und der Schwiegersohns des Ehepaares Hesselbach. Es folgten noch bis in die 1970er Jahre einige wenige weitere Fernseharbeiten, so 1971 der Fernsehfilm "Operation Walküre"1), in dem er den Widerstandskämpfer Adam von Trott zu Solz1) (1909 – 1944) verkörperte. Später arbeitete Joachim Engel-Denis dann ausschließlich für das Theater.

Der Regisseur und Schauspieler Engel-Denis lebte zuletzt mit seiner vierten Ehefrau, der Kostüm- und Bühnenbildnerin Gisela Spahlinger, in Mainz-Budenheim; er hinterließ vier erwachsene Kinder. In dritten Ehe war er mit der Schauspielerin und Sängerin Dagmar Sorel verheiratet gewesen.
Am 29. Januar 2013 starb Engel-Denis an Herzversagen im Mainzer "Vincenz-Krankenhaus".
 
Quelle: Wikipedia (Einzelnachweise siehe dort) 
Siehe auch die Informationen bei www.hr-online.de
 
Weitere Filme*) mit Joachim Engel-Denis
 
Link: 1) Wikipedia
Helga Neuner
  
Helga Neuner; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte die Sekretärin Helga Schneider, welche Hesselbach-Sohn Willi heiratet und zunächst mit ihm nach New York zieht. Ab der 30. Folge bis zum Ende der zweiten Staffel holte Wolf Schmidt sie noch einmal zurück zu den "Hesselbachs".
 
Geboren am 10. Juni 1940 in München.
 
Neuner besuchte die Oberschule. Während ihrer Schulzeit nahm sie Gesangsunterricht und erhielt eine Tanzausbildung. Nach Abschluss ihrer Schulzeit absolvierte sie eine Schauspielausbildung. Theatererfahrungen sammelte sie zunächst bei einigen Boulevardtheatern. Anfang der 1960er Jahre spielte sie kurzzeitig Theater in Bremen. Es folgten Verpflichtungen an Theatern in München und Berlin, Gastspielreisen führten sie nach Zürich und Wien. Außerdem trat Helga Neuner auch bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen auf.
Neuner hatte 1954 ihre erste Filmrolle unter der Regie von Rudolf Schündler in der Operettenverfilmung "Viktoria und ihr Husar", 1956 spielte sie in dem Heimatfilm "Die Geierwally"1) an der Seite von Barbara Rütting die Rolle der hübschen Kellnerin Afra, die von Wally als Rivalin um die Gunst des Jägers Josef angesehen wird. 1958 verkörperte sie die Rolle des Heiderl Tschöll, eine der drei attraktiven Töchter des Glasermeisters Tschöll, in dem Operettenfilm "Das Dreimäderlhaus"1), 1960 übernahm sie die Rolle der Tänzerin Ann in dem seinerzeit wegen einiger freizügiger Szenen umstrittenen Horrorfilm "Ein Toter hing im Netz".
Ab 1960 spielte Neuner in insgesamt 23 Folgen die Rolle der Sekretärin Helga Schneider in der Familienserie "Die Firma Hesselbach". Neuner wirkte zunächst bis Folge 10 mit, hatte in der Serie unter anderem ein Techtelmechtel mit dem "Betriebs-Playboy" und späteren Prokuristen Fred Lindner (Joachim Engel-Denis), heiratete dann in der Serie Willi Hesselbach (Joost Siedhoff) und ging mit ihm nach Amerika. Ab Folge 30 spielte sie dann bis zum Ende der zweiten Staffel 1963 bei der "Familie Hesselbach" wieder mit. In der Serie kehrte sie anlässlich der Hochzeit von Heidi Hesselbach mit Fred Lindner zurück.

Nach Abschluss der "Hesselbach"-Dreharbeiten gab Helga Neuner 1963 ihre Schauspielkarriere auf und zog sich weitgehend ins Privatleben zurück. Sie ist mit dem Filmkomponisten Rolf Wilhelm1), dem Bruder des Regisseurs Kurt Wilhelm1) (1923 – 2009), verheiratet.
 
Quelle: Wikipedia (Einzelnachweise siehe dort)
Siehe auch die Informationen bei www.hr-online.de
  
Weitere Filme*) mit Helga Neuner
 
Link: 1) Wikipedia
Max Strecker

Max Strecker; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

… spielte den Buchhalter Arthur Münzenberger.
 
Geboren am 8. Juli 1906 in Stuttgart,
gestorben am 16. Februar 1991 in München.
 
Kurzbiografie zu Max Strecker innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia sowie die Informationen bei www.hr-online.de
  
Weitere Filme*) mit Max Strecker
 
Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; © hr/Kurt Bethke
Ursula Köllner
 
Ursula Köllner als Chefsekretärin Else Sauerberg; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte ab Folge 4 die stets frustrierte Chefsekretärin Else Sauerberg, Cousine von Hilde Sauerberg.
 
Geboren am 18. April 1920 in Gießen,
gestorben am 21. August 1995.
 
Ursula Köllner erhielt gegen Ende der 1930er Jahre ihre künstlerische Ausbildung in Frankfurt am Main; ihr Debüt gab sie in Wuppertal. Es folgten während des Zweiten Weltkrieges Verpflichtungen an Bühnen in Graudenz und Bremen, anschließend war sie einige Jahre als freischaffende Künstlerin tätig.
Köllner war als Theaterschauspielerin ab 1958 an der "Landesbühne Rhein-Main" engagiert, aus der später das Frankfurter "Theater am Turm" hervorging. Dort trat sie unter anderem als Babett in dem Volksstück mit Musik "Sturm auf die Konstablerwache" von Ernst Nebhut und Gerhard Jussenhoven auf. Die Inszenierung wurde auch für das Fernsehen aufgezeichnet und im August 1965 in einigen Regionalprogrammen ausgestrahlt. Später spielte sie auch am "Theater am Turm", im Februar 1969 übernahm sie dort die Rolle der Frau Libere in dem Theaterstück "Der schwarze Schwan" von Martin Walser in einer Inszenierung von Claus Peymann. 1989 trat sie am "Frankfurter Volkstheater" gemeinsam mit Liesel Christ in dem Lustspiel "Dehaam is Dehaam" auf. Bis Anfang der 1990er Jahre war Köllner als Theaterschauspielerin in Frankfurt am Main tätig.
Ab 1960 spielte Ursula Köllner in insgesamt 26 Folgen die Rolle der "stets frustrierten", willfährigen und ihren Chef eifersüchtig bewachenden Chefsekretärin Else Sauerberg in der Familienserie "Die Firma Hesselbach"/"Familie Hesselbach". Köllner wirkte ab Folge 4 durchgehend in der Serie mit. Sie ersetzte in der Serie ihre Cousine Hilde Sauerberg (gespielt von der Schauspielerin Käte Jaenicke), die aus der Firma ausgeschieden war. Köllner hatte bereits in dem Kinofilm "Herr Hesselbach und die Firma" (1956) mitgewirkt. Die Schauspielerin, die auch während der Dreharbeiten zur Serie (1960–1963) weiterhin an der "Landesbühne Rhein-Main" engagiert war, pendelte in dieser Zeit zwischen Theaterbühne und Fernsehstudio hin und her.
 
Sie übernahm noch einige wenige weitere Fernsehrollen: 1970 war sie als Mutter in dem Fernsehfilm "Weg vom Fenster", einer Produktion von Rainer Werner Fassbinders Produktionsfirma "antiteater-X-film", unter der Regie von Michael Fengler zu sehen. 1971 hatte sie eine Rolle in der "Tatort"-Episode "Auf offener Straße"1) als Erna, einer Arbeitskollegin des Opfers. Mit einem kleinen (ungenannten) Part zeigte sie sich 1976 auch in dem TV-Mehrteiler "Der Winter, der ein Sommer war"2) unter der Regie von Fritz Umgelter.
Neben der Arbeit für Theater und Fernsehen betätigte sich die Schauspielerin auch als Hörspielsprecherin.

Ursula Köllner war frühzeitig verwitwet Mutter einer Tochter.
 
Quelle: Wikipedia (Einzelnachweise siehe dort) 
Siehe auch die Informationen bei www.hr-online.de
  
Weitere Filme*) mit Ursula Köllner
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP
Dieter Schwanda
   
Dieter Schwanda; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte den Lehrbub Rudi Krausgrill. "Seine Rolle als Lehrbub spielte er mit viel Witz und heiterer Gelassenheit (…) Beliebt war er beim Publikum auch, weil Rudi als einziger dem Chef auch mal ungestraft Widersprechen konnte. Sogar beim Schachspiel mit Direktor Hesselbach war es ihm vergönnt, zu gewinnen. Und dass wenigstens einer gelegentlich dem Patriarchen des Hauses contra gab, freute die Zuschauer ganz besonders."1)
 
Geboren 1949 in Frankfurt-Bornheim.
 
Als Kind sprach er Rollen in Kinderhörspielen und sang im hr-Kinderchor. Nach einem Auftritt 1958 in einer Fernsehverfilmung der Lokalposse "Der Datterich"2) begann er 1960 als Lehrbub Rudi Krauskrill in der Fernsehserie um die Firma bzw. die Familie Hesselbach zu agieren. Diese Rolle entsprach seiner eigenen Berufserfahrung, denn Schwanda machte eine Lehre als kaufmännischer Angestellter bei der Firma Lurgi in Bornheim. Nachdem er in 26 Folgen lang bei den "Hesselbachs" aufgetreten war, spielte er noch an der "Landesbühne Rhein-Main" in mehreren Dialektstücken.
Nach einem Autounfall Ende der 1960er Jahre gab er die Schauspielerei auf und machte eine Ausbildung zum Chemielaboranten.
 
Quelle: Wikipedia (Einzelnachweise siehe dort)
Siehe auch die Informationen bei www.hr-online.de
 
Quelle: 1) www.hr-online.de
Link: 2) Wikipedia
Sophie Cossaeus
    
Sophie Cossaeus; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte die stets mürrische Bürokraft und "alte Jungfer" Fräulein Lohmeier. "Stets auf der Jagd nach tratschtauglichen Gerüchten und Geschichten aus dem Privatleben anderer gibt sie sich gern als Königin der Verschwiegenheit, deren Vertrauenswürdigkeit anzuzweifeln einer Beleidigung gleichkommt."1)
 
Geboren am 18. Juli 1893 als Sophie Weingärtner in Wiesbaden,
gestorben am 23. September 1965 im hessischen Arnoldshain.
 
Sophie Cossaeus debütierte 1908 am Stadttheater Mainz, 1911 bis 1914 spielte sie Theater in Freiburg im Breisgau. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahre 1920 kam sie nach Frankfurt am Main, wo sie zunächst als Soubrette am "Albert-Schumann-Theater"2) auftrat, später ging sie an das "Neue Theater" des Theaterdirektors Arthur Hellmer.
1930 wechselte sie ins Charakterfach und nahm ein Engagement als jugendliche Naive in Offenbach an. Von 1934 bis 1944 gehörte sie dem Ensemble der "Rhein-Mainischen Landesbühne" an, mit dem sie Tourneen unternahm und im Zweiten Weltkrieg auch in Fronttheatern zur Betreuung von Soldaten spielte. 1944 wurde sie als Arbeiterin in der Rüstungsindustrie dienstverpflichtet.
Nach dem Krieg schloss sie sich zunächst einer Wanderbühne an und zog mit dieser 1945 bis 1948 durch die Französische Besatzungszone; 1948 kehrte sie als Charakterschauspielerin nach Frankfurt am Main zurück. Cossaeus gehörte nacheinander verschiedenen Ensembles an, zunächst dem "Intimen Theater" und später Fritz Rémonds "Kleinen Theater im Zoo". Zu ihren herausragenden Rollen zählen die Gudula Rothschild in Carl Rößlers "Die fünf Frankfurter" und die Abby Brewster in dem Klassiker "Arsen und Spitzenhäubchen". Ihre Popularität begründete sich jedoch hauptsächlich durch ihre Mitwirkung in der TV-Serie um die "Hesselbachs". In den vier Kinofilmen spielte sie die Nachbarin der Hesselbachs, Frau Ottendorf, in der Hörspiel- und in der Fernsehserie "Hesselbach GmbH" bzw. "Die Firma Hesselbach" das Fräulein Lohmeier.
Sophie Cossaeus starb am 23. September 1965 in Arnoldshain. Da die einzelnen Folgen teilweise weit vor dem Sendetermin aufgezeichnet wurden, konnte man Sophie Cossaeus noch in Folge 45 "Herr Hesselbach und das Mündel" erleben, die am 29. Dezember 1966 gesendet wurde.
Ihr Grab befindet sich auf dem Frankfurter Hauptfriedhof (Gewann F, Grabnummer 1459), die letzte Ruhe fand sie dort zusammen mit ihrer 1941 im Alter von 23 Jahren verstorbenen Tochter Hilde → Foto der Grabstelle.
 
Quelle: Wikipedia (Einzelnachweise siehe dort)  
Siehe auch die Informationen bei www.hr-online.de
 
Weitere Filme*) mit Sophie Cossaeus
  
Quelle: 1) www.hr-online.de
Link: 2) Wikipedia

  

Weitere Figuren (Auswahl) in der Serie
(in alphabetischer Reihenfolge)
Uwe Dallmeier
Uwe Dallmeier 1963; Foto zur Verfügung gestellt von www.babbahesselbach.info; Copyright hr/Kurt Bethke
Uwe Dallmeier 1963
Foto zur Verfügung gestellt von
www.babbahesselbach.info
© hr/Kurt Bethke
… spielte 9 Folgen lang (43 – 51) in der 3. Staffel "Herr Hesselbach und …" den Stadtrat und Bank-Prokuristen Detlef Petersen. Bereits in Folge 18 ("Das Sparschwein", 17. Mai 1961) war er als Kriminalassistent Becker bei "Der Firma Hesselbach" in Erscheinung getreten.
 
Geboren am 27. August 1924 im Dithmarschen
gestorben am 19. November 1985 in Westerland auf Sylt.
 
Uwe Dallmeier absolvierte zunächst eine Maurerlehre, bevor er zur schauspielerischen Tätigkeit wechselte. Er agierte häufig auch im Hamburger "Ohnsorg-Theater" und wurde auch durch die Ulk-Serie "Abramakabra"1) mit Helga Feddersen und Dieter Hallervorden bekannt.
In den 1960er Jahren arbeitete er als Sprecher und Schauspieler beim Hessischen Rundfunk in den Sendungen "Frankfurter Schlagerbörse" und der "Familie Hesselbach". Uwe Dallmeier spielte auch mehrfach in den Fernsehserien "Das Traumschiff", "Derrick" und "Tatort" (dort hatte er einen Auftritt als Kommissar) mit. Die bekannteste Fernsehserie in der er spielte, hieß "Kümo Henriette"1), den unterhaltsamen Geschichten um die Familie Petermann und deren Küstenmotorschiff, zu denen Helga Federsen2) das Drehbuch geschrieben hatte und selbst als Mutter Mewes auftrat.
Dallmeier erlag den Folgen eines Herzinfarktes und wurde auf dem Friedhof in Keitum (Sylt) beigesetzt.
 
Quelle: Wikipedia
 
Anlässlich seines Todes wurde im "Deutschen Bühnen-Jahrbuch" (1987) in einem Nachruf folgendes über den Künstler geschrieben:
UWE DALLMEIER, vor allem durch das Fernsehen bekannter Schauspieler, ist mit 62 Jahren am 19. November 1985 in Westerland auf Sylt gestorben. Der Fernsehstar, den Millionen Fernsehzuschauer aus den Serien "Traumschiff", "Derrick" und "Tatort" kannten, erlag einem Herzinfarkt.
In einer seiner letzten Rollen spielte er einen Bauern für die Folge "Sterbehilfe" in der Serie "Schwarzwaldklinik". Der gelernte Maurer, der auch im Ohnsorg-Theater Hamburg viele Male auf der Bühne gestanden hatte, galt als Volksschauspieler. Populär wurde er auch durch die Ulk-Serie "Abramakabra" mit Helga Feddersen und Didi Hallervorden.
 

Weitere Filme1) mit Uwe Dallmeier
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP
Sophie (Sofie) Engelke
    

Sophie Engelke; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte 15 Folgen lang (01, 02, 03, 04, 06, 07, 08, 09, 10, 11, 12, 14, 16, 17, 18) die Büroangestellte Frieda Lahrmann.
 
Geboren 1933.
 
Sophie (Sofie) Engelke spielte auch in allen "Hesselbach"-Kinofilmen mit, in den ersten drei "Die Familie Hesselbach" (1954), "Familie Hesselbach im Urlaub" (1955) und "Das Horoskop der Familie Hesselbach" (1956) als Waltraud, Nichte von Mutter Hesselbach (Else Knott), in "Herr Hesselbach und die Firma" (1956) dann als Angestellte Waltraud Schulz. Nach ihrer Zeit in der "Hesselbach"-Reihe trat sie unter anderem in Fernsehserien wie "Geheimagent Tegtmeier" (1966) oder "Hessische Geschichten" (1986/87) in Erscheinung, mehrfach zeigte sie sich im zwischen 1975 und 1990 im "Tatort" sowie zwischen 1982 und 1991 in der populären Krimi-Serie "Ein Fall für zwei". Einen letzten kleinen Auftritt hatte Sophie Engelke laut IMDb in der TV-Komödie "Der Leihmann" (1995).
Das nebenstehende Foto von Sophie Engelke, ist ein Ausschnitt aus der 2. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Techtelmechtel": Betriebsplayboy Lindner (Joachim Engel-Denis) ist in seinem Element. Seine Kolleginnen Frieda Lahmann (Sofie Engelke, Mitte) und Emma Puchel (Gaby Reichhardt, r.) weiß er charmant zu unterhalten.
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
  
Weitere Filme*) mit Sophie Engelke
Szenenfoto aus der 2. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Techtelmechtel"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Iska Geri
 

Iska Geri als Ehefrau des Stadtrats Dr. Meyers; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks;  Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte in vier Folgen (07, 28, 32, 47) die Ehefrau des Stadtrats Dr. Meyers (Hans Schepior).
 
Geboren am am 28. April 1914 (nach anderen Angaben 1920) als Hildegard Priedöhl in Stettin,
gestorben am 10. April 2002 in Berlin.
Kurzbiografie zu Iska Geri innerhalb dieser Homepage
Siehe auch
grammophon-platten.de
 
Weitere Filme*) mit Iska Geri

Das nebenstehende Foto von Iska Geri ist ein Ausschnitt aus der Folge 7 "Die Panne": Dr. Meyer (Hans Schepior) ist Stadtrat für Kultur. Seine Gattin (Iska Geri) hält sich für eine begabte Sängerin. Sie hat in der Serie zahlreiche Gastauftritte, die immer wieder für Heiterkeitsausbrüche sorgen. 
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
Szenenfoto aus der 7. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Die Panne"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Edith Hancke … spielte 9 Folgen lang (43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51) die Hotel- und Restaurantbesitzerin bzw. Stadträtin Trudi Plischke.

Geboren am 14. Oktober 1928 in Berlin,
gestorben am 4. Juni 2015 in Berlin.
  
Kurzportrait zu Edith Hancke innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Edith Hancke

Bogislav von Heyden-Linden
   

Bogislav von Heyden-Linden; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte 21 Folgen lang (01, 02, 03, 04, 06, 07, 08, 09, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 22, 36, 41, 42) den Redakteur Hans-Ulrich Betzdorf.

Geboren am 28. Juli 1898 in Hannover,
gestorben am 25. April 1991.

Bogislav von Heyden-Linden war ein Sohn des Ulanenoffiziers und Herrenreiters Bogislav von Heyden-Linden1) (1853 – 1909) und dessen Frau Elisabeth Gräfin von Westphalen (1865 – 1961). Wie sein Vater und sein älterer Bruder Joseph (1895 – 1941) schlug er zunächst eine militärische Laufbahn bei einem Kavallerieregiment ein. 1918 quittierte er seinen Dienst im Rang eines Leutnants, wollte zunächst den Kaufmannsberuf erlernen, wurde dann aber Schauspieler. Während des Zweiten Weltkriegs war er in Paris Theater-Offizier im Rang eines Rittmeisters. Er lebte nach dem Krieg bis in die 1960er Jahre in Wiesbaden, wo er an den dortigen Bühnen und in den Theatern von Mainz und Frankfurt/Main arbeitete. Bekannt wurde er durch seine Rolle des Journalisten Hans-Ulrich Betzdorf in der "Hesselbach"-Serie.
Bogislav von Heyden-Linden war seit 1929 mit Margaritha Cottmann verheiratet. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor.
 
Quelle: Wikipedia (abgerufen 01.03.2013)
Das nebenstehende Foto von Bogislav von Heyden ist ein Ausschnitt aus der 16. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Tütelchen": Chefredakteur Betzdorf nimmt erfreut zur Kenntnis, dass die Direktion ihren Mitarbeitern auch bei persönlichen Problemen mit Rat zur Seite steht. 
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
  
Weitere Filme*) mit Bogislav von Heyden
 
Link: 1) Wikipedia
Szenenfoto aus der 16. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Tütelchen"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Käte Jaenicke
 
Käte Jaenicke als Sekretärin Fräulein Hilde Sauerberg; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte in den Folgen 1 – 3 die Sekretärin Fräulein Hilde Sauerberg.
 
Geboren am 22. März 1923 (nach anderen Quellen 1928) in Danzig,
gestorben am 1. November 2002 in München.
 
Kurzbiografie zu Käte Jaenicke innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia  
Das nebenstehende Foto von Käte Jaenicke ist ein Ausschnitt aus der 1. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Dokument": Direktor Hesselbach (Wolf Schmidt) ist empört, ein wichtiges Dokument ist in seinem Büro verschwunden. Seine Sekretärinnen (Käte Jaenicke, Mitte), Helga (Helga Neuner) und Sohn Willi (Joost Siedhoff) haben keine Ahnung, wo es ist. 
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr 
  
Weitere Filme*) mit Käte Jaenicke
Szenenfoto aus der 1. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Dokument"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Flory Jacobi
   

Flory Jacobi; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte die Ehefrau des Buchhalters Arthur Münzenberger in den Folgen 29 ("Allergia maritalis", 13. April 1962), 33  ("Der Urlaub", 10. August 1962) und  48 ("Herr Hesselbach und das Juwel", 22. März 1967).
 
Geboren als Armide Valeska Florence Jacobi am 26. Oktober 1902 in Wiesbaden,
gestorben am 24. September 1981 in Ettelbrück (Luxemburg).
 
Die Tochter eines Kaufmanns und jüngere Schwester der Schauspielerin Eugenie Jacobi (1895 – 1968) war sehr talentiert und spielte in den Jahren 1911 bis 1915 zahlreiche Kinderrollen am Hoftheater in Meiningen (Thüringen). So zeigte sie sich unter anderem als Infantin Clara Eugenie in Schillers "Don Carlos", als Ännchen in Goethes "Stella" oder als Soldatenjunge in "Wallensteins Lager", ebenfalls von Schiller. Nach Aussagen des damaligen Intendanten Grube galt "Florchen" Jacobi damals als "Wunderkind". Als junges Mädchen spielte sie in Frankfurt/M (1918/19), in Berlin am "Luisentheater" (1919/20), danach in Hanau und zwischen 1921 und 1927 am Stadttheater Chemnitz. Über Altenburg und Berlin kam Flory Jacobi 1931 nach Leipzig und betätigte sich unter anderem als Sprecherin beim "Mitteldeutschen Rundfunk", von 1941 bis 1944 war sie Sprecherin beim "Sender Böhmen" in Prag. Nach Kriegsende ging sie wieder nach Leipzig, arbeitete erneut zwischen 1946 und 1949 als Sprecherin beim "Mitteldeutschen Rundfunk", übernahm Gastrollen am "Theater der Jungen Welt". 1949 zog Flory Jacobi nach Stuttgart, wirkte an der "Komödie im Marquardt" und am "Jungen Theater". 1963 ging sie nach München, spielte unter anderem an der "Kleinen Komödie". Im vorgerückten Alter lebte die Schauspielerin in einer Seniorenresidenz in Ingolstadt (1974 bis 1978), dann ließ sie sich in Luxemburg nieder.

Seit Mitte der 1950er Jahre stand sie auch für Film und Fernsehen vor der Kamera. Neben ihren Auftritten bei den "Hesselbachs" zeigte sie sich beispielsweise in unterhaltsamen TV-Spielen wie "Kleider machen Leute" (1963), "Pension Schöller" (1965) oder "Der müde Theodor" (1965), aber auch in anspruchsvollen Literaturverfilmungen wie Brechts "Der kaukasische Kreidekreis" (1958) und "Herr Puntila und sein Knecht Matti" (1966), wo sie als Pröpstin in Erscheinung trat. Eine herrliche Hauptrolle mimte sie als Ehefrau von Schneidermeister Titus Hasenklein (Willy Reichert) in dem von Rolf von Sydow inszenierten Schwank "Hasenklein kann nichts dafür" (1963), als schrullige Mutter Hans Clarins tauchte sie in "Der jähzornige junge Mann" (1963) nach einer Erzählung von Anton Tschechow auf. Weitere Auftritte hatte sie unter anderem in Franz Peter Wirths frühen Dürrenmatt-Adaption "Der Richter und sein Henker"1) (1957), in Rainer Wolffhardts Ludwig Thoma-Verfilmung "Moral" (1958) oder dem Doku-Drama "Der Fall Mata Hari"1) (1966). Zu ihren letzten Arbeiten vor der Fernsehkamera zählt Ula Stöckls Drama "Der kleine Löwe und die Großen oder Die Patriarchen und die Diplomatie" (1973) → www.ula-stoeckl.com.
 
Außer ihrer Bühnentätigkeit, Arbeit als Rundfunksprecherin sowie für Film und Fernsehen gab Flory Jacobi zudem Schauspielunterricht.
Eine am 30. Oktober 1922 geschlossene Ehe mit dem brasilianischen Verkäufer Emilio Harbich, dem späteren Drehbuchautor, Regisseur und Schnittmeister Milo Harbich3) (1900 – 1988) wurde am 13. September 1927 geschieden.
Die am 19. Juni 1928 in Chemnitz geborene Tochter Louise Adeleide Harbich (Künstlername Haidy Jacobi) begann ihre Karriere 1933 schon als Fünfjährige bei "Radio Leipzig", arbeitete später als Schauspielerin, Kabarettistin und Regisseurin am Theater, war seit Anfang der 1960er Jahre langjährige Sprecherin (bis in die 1980er Jahre) des deutschsprachigen Programms von "Radio Luxemburg"; später wechselte sie zur Spielfilm-Redaktion des deutschsprachigen RTL-Fernsehprogramms. Adelaide Harbich alias Haidy Jacobi starb am 26. Juni 2005 nach längerer Krankheit im Alter von 77 Jahren in einem Pflegeheim in Luxemburg → www.radio-journal.de, deren Sohn Konrad "Conny" Scheel ergriff den Beruf des Grafikers bzw. Schauspielers.
 
Quelle (unter anderem): Volker Wachter3) sowie "Meininger Schauspieler und der Film" (PDF-Dokument, S. 37)
  
Weitere Filme*) mit Flory Jacobi
 
Link: 1) Die Krimihomepage, 2) SWR Media Services, 3) Wikipedia

Doris Mack
     

Doris Mack; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte 9 Folgen lang (10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18) die Sekretärin Jutta Schäfer.
 
Doris Mack wirkte laut IMDb als Schauspielerin nur in der "Hesselbach"-Serie mit.

Das nebenstehende Foto von Doris Mack ist ein Ausschnitt aus der 15. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Mehr Frauen in die Politik?": Ruhe vor dem Sturm: Jutta Schäfer (Doris Mack, l.), Fräulein Sauerberg (Ursula Köllner) und Inge Fröhlich (Christina Monden) werden sich bald rege an einer Diskussion beteiligen. 
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
Szenenfoto aus der 15. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Mehr Frauen in die Politik?"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Ernst Walter Mitulski
(Ernstwalter Mitulski)

    

Ernstwalter Mitulski; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte 10 Folgen lang (05, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51) den Kaufhausbesitzer Dengler.
 
Geboren am 8. September 1898 in Danzig (heute Gdansk, Polen),
gestorben am 28. Dezember 1976 in Frankfurt am Main.
 
Mitulski gehörte bis 1944 zum Ensemble des Berliner "Schiller-Theaters", nach 1945 wirkte er an der Berliner "Komödie" und an den "Städtischen Bühnen" in Essen. Seit 1951 spielte er an den "Städtischen Bühnen" in Frankfurt/M., ab 1955 auch am "Staatstheater" in Wiesbaden, gab darüber hinaus Gastspiele in Stuttgart.1) Seit Ende der 1930er Jahre stand der Schauspieler sporadisch für Kino- und Fernsehproduktionen vor der Kamera.
Das nebenstehende Foto von Ernst Walter Mitulski ist ein Ausschnitt aus der 5. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Der große Kunde": Herr Dengler (Ernstwalter Mitulski) hat einen großen Auftrag für Direktor Hesselbach. 
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
  
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme
*) mit Ernstwalter Mitulski

1) Quelle: Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon (1961)

Szenenfoto aus der 5. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Der große Kunde"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Gaby Reichardt
    

Gaby Reichardt; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte 14 Folgen lang (01, 02, 03, 04, 06, 07, 08, 09, 10, 11, 12, 16, 17, 18) die sentimentale, nah am Wasser gebaute Büroangestellte Emmy Puchel.
 
Geboren am 8. Juni 1940 in Frankfurt/Main.
 
Nach einer Ausbildung zur Schauspielerin bei Alice George gab Gaby Reichardt ihr Bühnendebüt in ihrer Geburtsstadt ("Landesbühne Rhein-Main), mit den "Hesselbachs" machte sie ihre erste Fernseherfahrung. Bei einer Theateraufführung an der Frankfurter "Landesbühne Rhein-Main" war hr-Programmdirektor Hans-Otto Grünefeldt auf die zwanzigjährige Schauspielerin aufmerksam geworden und hatte ihr angeboten, bei den "Hesselbachs" mitzuspielen.
Während bzw. nach ihrem Ausstieg aus der Serie wirkte Gaby Reichardt unter anderem in Frankfurt an den "Städtischen Bühnen" und am "Fritz-Rémond-Theater im Zoo", ab 1969 am "Staatstheater Mainz ", dem sie bis 1999 verbunden blieb. Auch im Fernsehen sah man die Schauspielerin sporadisch mit prägnanten Rollen, etwa als Marie in "Der Datterich" (1963) oder zwischen 1971 und 1983 mehrfach im "Tatort". Sie zeigte sich in "Hessische Geschichten" (1987–1989) sowie zuletzt in der Episode "Feuertod" (1997) aus der Krimi-Reihe "Polizeiruf 110"; auch in Sönke Wortmanns Kino-Komödie "Allein unter Fauen"1) (1991) gehörte Schauspielerin mit einem kleineren Part zur Besetzung.
Neben ihrer Arbeit für das Theater und das Fernsehen war Gaby Reichardt beispielsweise in "Postkarte genügt" als Co-Moderatorin (meist in Vertretung der Hauptmoderatorin Hanna Pfeil) tätig, präsentierte etliche Jahre die hr4-Volksmusiksendung "Gude, Servus und Hallo…". Als Sängerin, begleitet von den "Hessenmusikanten", entstanden verschiedene volkstümliche Plattenaufnahmen, unter anderem "Mein goldiges Alsfeld". Auch mit Lesungen erfreute die Künstlerin immer wieder ihr Publikum.
Reichardt war mit dem Intendanten des "Staatstheaters Mainz", Georg Aufenanger (1914−2012), verheiratet.
 
Quelle (unter anderem): www.hr-online.de und www.hoerspiele.to sowie
Funk Uhr, Künstler-Lexikon des Fernsehens (ca.1970)
Siehe auch Wikipedia
Das nebenstehende Foto von Gaby Reichhardt ist ein Ausschnitt aus der 2. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Techtelmechtel": Betriebsplayboy Lindner (Joachim Engel-Denis) ist in seinem Element. Seine Kolleginnen Frieda Lahmann (Sofie Engelke, Mitte) und Emma Puchel (Gaby Reichhardt, r.) weiß er charmant zu unterhalten.
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
  
Weitere Filme*) mit Gaby Reichardt
 
Link: 1) Wikipedia
Szenenfoto aus der 2. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Techtelmechtel"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Sybille Schindler
  

Sybille Schindler; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte das Fräulein Pinella, genannt "Pini", anfangs "Mädchen für alles", später Redakteurin bei der "Weltschau" sowie ab Folge 42 Ehefrau von Peter Hesselbach (Dieter Henkel).
 
Geboren am 4. März 1942 in Frankfurt/Main.
 
Laut Wikipedia besuchte Sibylle Schindler von 1953 bis 1960 die "Schillerschule" in Frankfurt am Main und absolvierte eine Schreinerlehre
Sybille Schindler spielte auch als "Nina" in den Kinofilmen "Familie Hesselbach im Urlaub" (1955) und "Das Horoskop der Familie Hesselbach" (1955/56) sowie in dem von Wolf Schmidt inszenierten Streifen "Der ideale Untermieter" (1957) als Hexchen, Tochter von Prof. Martin (Wolf Schmidt) mit.
Das nebenstehende Foto von Sybille Schindler ist ein Ausschnitt aus der 2. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Techtelmechtel": Frau Hesselbach ist über ihre Idee, Fräulein Pinella (Sybille Schindler) in der Firma trotz fehlender Qualifikation unter zu bringen, gar nicht mehr so glücklich. Herr Hesselbach ist da ganz anderer Meinung. 
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
  
Weitere Filme*) mit Sybille Schindler
Szenenfoto aus der 2. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Techtelmechtel"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Otto Stern
  

Otto Stern; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte 11 Folgen lang (02, 07, 08, 09, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 17) den Chef der Setzerei bzw. den Gewerkschafter Zimmermann.

Geboren am 14. Dezember 1921 in Basel (Schweiz),
gestorben am 5. Juli 1996 in München.

Otto Stern hatte sich schon früh für die Schauspielerei interessiert und unter anderem nach dem Abitur bei dem legendären Heinrich George1) (1893 – 1946) in Berlin Unterricht genommen. Bedingt durch den 2. Weltkrieg konnte Stern seine Schauspielerkarriere erst nach Kriegsende beginnen, spielte unter anderem zwischen 1949 und 1964 am "Kleinen Theater am Zoo" in Frankfurt sowie ab 1955 auch an der "Komödie im Marquardt" in Stuttgart. Zwischen 1968 und 1977 stand er an der "Kleinen Komödie" in München auf der Bühne, Gastspiele führten ihn nach Zürich, Hamburg und Köln; 1987 kehrte er wieder nach Frankfurt zurück.

Otto Stern wirkte in mehr als 40 Kinofilmen und rund 60 Fernseh- und Hörspielproduktionen mit. Er übernahm unterschiedlichste Rollen, meist spielte er angesehene Persönlichkeiten, gelegentlich aber auch Schurken wie in "Der Hund von Blackwood Castle"2) (1968).
 
Die Informationen stammen von Wikipedia
Das nebenstehende Foto von Otto Stern ist ein Ausschnitt aus der 13. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Ein gewisses Gewissen": Die Belegschaft hat sich zum Entsetzen von Chefredakteur Betzdorf für einen Liebesroman in der "Weltschau am Sonntag" entschieden. Setzermeister Zimmermann (Otto Stern, M.) schaltet sich in die Diskussion mit Direktor Hesselbach ein.
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
  
Weitere Filme*) mit Otto Stern
 
Link: 1) Kurzportrait  innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia
Szenenfoto aus der 13. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Ein gewisses Gewissen"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Josef Wageck
   

Josef Wageck; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
  
Szenenfoto aus der 17. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Der Familienbetrieb"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Das erste Foto von Josef Wageck
ist ein Ausschnitt aus der 17. Folge
von "Die Firma Hesselbach",
"Der Familienbetrieb":
Heidi (Rosemarie Kirstein)
und Peter (Dieter Henkel) sind aus
dem Internat zurückgekehrt. Hausmeister Ballmann hat sie im Firmenwagen abgeholt.

Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
… spielte 15 Folgen lang (01, 02, 03, 04, 06, 08, 09, 10, 11, 12, 13, 14, 16, 17, 18) den Hausmeister Ballmann.

Das Geburts- bzw. Todesdatum ist unbekannt.

Wageck spielte ab den 1950er Jahren einige Rollen in Kinofilmen, zudem war er in Österreich und Deutschland in verschiedenen Fernsehproduktionen zu sehen.
Als seinen ersten Filmauftritt führt die Filmdatenbank IMDb das Kriminaldrama "Das letzte Rezept" aus dem Jahre 1952 auf, ein Film mit O. W. Fischer in der Hauptrolle, in dem Wageck unter der Regie von Rolf Hansen in einer Nebenrolle mitwirkte. Ferner stand er unter anderem in dem Kriminalfilm "Staatsanwältin Corda" (1953) vor der Kamera.
Wageck verkörperte in den 1960er Jahren der TV-Serie "Die Firma Hesselbach" die durchgehende Serienrolle des Hausmeisters Ballmann. Bereits zuvor hatte 1956 in dem Kinofilm "Herr Hesselbach und die Firma" ebenfalls einen Hausmeister gespielt, dieser trug damals jedoch den Namen Fuchslocher.

In den 1960er Jahren war Wageck im Fernsehen mehrfach in Theateraufzeichnungen zu sehen, so 1960 mit einer kleinen Rolle in der Fernsehfassung des Giraudoux-Dramas "Die Irre von Chaillot" mit Hermine Körner, einer Aufzeichnung aus dem Berliner "Schillertheater" (Premiere: 1959), wo er unter der Regie von Harry Buckwitz spielte. 1968 zeigte er sich er in einer TV-Version des Theaterstücks "Schinderhannes" von Carl Zuckmayer, wirkte 1970  unter der Regie von Peter Beauvais in dem Drama "Trauer muss Elektra tragen" mit, einer TV-Bearbeitung des gleichnamigen Theaterstücks von Eugene O'Neill.
Wageck wirkte Jahrzehnte an Frankfurter Bühnen, etliche Theateraufführungen aus dem "Fritz-Rémond-Theater", in denen der Schauspieler mitwirkte, wurden bereits in den 1950er Jahren vom Hessischen Rundfunk (hr) für das Fernsehen aufgezeichnet bzw. ausgestrahlt.
1971 gehörte der Schauspieler mit der Titelrolle des Bürgerkapitäns zur Besetzung der Eröffnungsvorstellung des neu gegründeten Frankfurter "Volkstheaters" und begeisterte an der Seite von Intendantin Liesel Christ in "Der alte Bürgerkapitän" von Carl Malß.
Wageck war auch auch als Sprecher für das Hörspiel tätig, so übernahm er unter anderem Rollen in den Karl May-Hörspielen "Der Schatz im Silbersee" und "Winnetou II".
 
Quelle: Wikipedia (abgerufen 01.03.2013) mit weiterführenden Einzelnachweisen.
 
Weitere Filme*) mit Josef Wageck

*) Der Link führt zur Internet Movie Database
Um zur Seite der TV-Serien zurückzukehren, bitte dieses Fenster schließen.
Home: www.steffi-line.de