Die Firma Hesselbach/Die Familie Hesselbach

"Die Hesselbachs" und einige ihrer Darsteller; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
© hr/Kurt Bethke

Noch bevor die "Mutter" aller Familienserien, "Unsere Nachbarn heute Abend – Familie Schölermann"1), Ende März 1960 eingestellt wurde, kamen am 22. Januar 1960 mit "Die Firma Hesselbach" neue Episoden aus dem Alltag einer Fernsehfamilie auf den Bildschirm. Diesmal wurden turbulente Geschichten um eine Firma respektive deren Besitzer im Hessischen gezeigt, die aus der Feder des Journalisten und Satirikers Wolf Schmidt stammten, der auch Regie führte und gleichzeitig das Oberhaupt des Hesselbach-Clans mimte. Bereits im Hörfunk hatte Schmidt für den Hessischen Rundfunk diese Geschichten überaus erfolgreich produziert, am 17. September 1949 ging die erste von insgesamt 77 Folgen über den Sender, bis 1956 gelangten drei Staffeln zur Ausstrahlung. Die einzelnen Folgen "Familie Hesselbach", "Prokurist a. D. Hesselbach, Büro für Lebensberatung" und "Hesselbach GmbH" hatten ein Länge von 23 bis 68 Minuten. In der ersten Folge sprach neben Wolf Schmidt (Vater Hesselbach) zunächst Anny Hannewald1) (1882 – 1968) die "Mamma Hesselbach" und Lia Wöhr die Tochter Anneliese, ab der zweiten Folge übernahm Lia Wöhr den Part der Mutter, Joost Siedhoff mimte den Sohn Willi, wie auch später in der TV-Serie; mehr zur Hörfunkreihe bei Wikipedia.

Familie Hesselbach
(Liesel Christ, Wolf Schmidt, Joost Siedhoff) beim Mittagessen.
Szenenfoto aus "Familie Hesselbach", Folge 1, "Das Dokument" (22.01.1960)
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Aufgrund des großen Resonanz wurde dann 1954, parallel zu den Hörfunkfolgen, ein erster Spielfilm unter dem Titel "Die Familie Hesselbach" produziert, gefolgt von "Familie Hesselbach im Urlaub" (1955), "Das Horoskop der Familie Hesselbach" (1955/56) und "Herr Hesselbach und die Firma" (1956). In allen vier Streifen, von denen nur der zweite Jahrzehnte später im Fernsehen lief, verkörperte Schmidt den Firmenchef Karl "Babba" Hesselbach, die Schauspielerin Else Knott1) (1910 – 1975) seine Ehefrau.
Wolf Schmidt dokumentierte den Zeitgeist des kleinbürgerlichen Milieus nach dem 2. Weltkrieg bis zum Ende des deutschen Wirtschaftswunders. Er porträtierte dabei die kleinen Leute mit ihren gutgläubigen und ihren boshaften Seiten, zeigte aber auch Verständnis für die alltäglichen Kompromisse. Die kleine Welt der Hesselbachs, der Familien- und Büroalltag gab den Nährboden für Tratsch und Intrigen, Stolz und Ehrgeiz, aber auch für ehrliche Gefühle, zu denen man sich quälend durchringen musste. Wolf Schmidt verdankt seinen Erfolg der hohen Kunst der Komik, vor allem der Situationskomik, die sich aus Widersprüchen und Verwicklungen ergab, aber auch der Pointendichte der Dialoge.2)

Die erste Staffel der legendären TV-Serie (24 Folgen) lief bis Mitte November 1961 unter dem Titel "Die Firma Hesselbach", bereits ab der sich anschließenden 2. Staffel (18 Folgen), die zwischen 15. Dezember 1961 und 29. Mai 1963 über die Bildschirme flimmerte, wurden die Zuschauer dann zur "Familie Hesselbach" eingeladen. Die dritte und letzte Staffel wurde dann unter dem Titel "Herr Hesselbach und …" mit neun Folgen zwischen 19. Oktober 1966 und 7. Juni 1967 gezeigt, allerdings war das Interesse beim Publikum – vielleicht auch aufgrund der Einführung des Zweiten Deutschen Fernsehens – nicht mehr ganz so groß und die Reihe verschwand aus der immer vielfältiger werden Fernsehlandschaft.
Die Geschichten handelten von den Alltagserlebnisse und ganz normalen Krisen im Haushalt und Betrieb der hessischen Familie Hesselbach: Vater Hesselbach (Wolf Schmidt) besitzt eine kleine Druckerei, in der auch Sohn Willi (Joost Siedhoff) arbeitet, seine Ehefrau, die immer etwas aufgeregte "Mamma" Hesselbach (Liesel Christ) ist der gute Geist der Familie. Neben Sohn Willi sind da noch die Kinder Heidi (Rose-Marie Kirstein) und Peter (Dieter Henkel) zu nennen, die allerdings erst auftauchten, als Joost Siedhoff die Serie nach 10 Folgen verließ.
 
Fotos:
Mama Hesselbach (Liesel Christ) ist empört: Das Dippsche ist dreckig!
"Die Firma Hesselbach", Folge 22 "Das Dreckrändchen" (15. 09.1961)
Sohn Peter (Dieter Henkel) in "Die Familie Hesselbach", Folge 27 "Telefonitis" (16.02.1962)
Fotos mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
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Mama Hesselbach (Liesel Christ) ist empört: Das Dippsche ist dreckig!; "Die Firma Hesselbach", Folge 22 "Das Dreckrändchen" (15. 09.1961); Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke Sohn Peter (Dieter Henkel) in "Die Familie Hesselbach", Folge 27 "Telefonitis" (16.02.1962); Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke
Es sind eher banale Problemchen, mit denen sich die ein wenig biederen Hesselbachs auseinandersetzen müssen, mal geht um nicht auffindbare Verträge, mal um verschwundenes Büromaterial, und auch ein Fleck auf Vaters Jacke kann eine Krise hervorrufen. Doch trotz Missverständnissen und Auseinandersetzungen raufen sich die Hesselbachs und die Mitarbeiter des Unternehmens immer wieder zusammen.3) Viele namhafte Schauspieler tauchten im Verlaufe der Jahre in der Serie auf, an besonderen Firmenmitgliedern sind etwa die Sekretärin Fräulein Sauerberg (Käte Jaenicke, Folgen 1–3, später Ursula Köllner), die wortgewaltige Putzfrau Siebenhals (Lia Wöhr), der Buchhalter Münzenberger (Max Strecker), der Lehrbub Rudi Krausgrill (Dieter Schwanda), die stets mürrische, tratschsüchtige Bürokraft Fräulein Lohmeier (Sophie Cossäus) oder der Stadtrat und Bank-Prokurist Detlef Petersen (Uwe Dallmeier) zu nennen. Eine exponierte Stellung nahm auch der smarte "Betriebs-Playboy" Fred Lindner (Joachim Engel-Denis) ein, der beispielsweise der hübschen Sekretärin Helga Neuner (Helga Schneider) und späteren Frau Willi Hesselbachs den Kopf verdrehte, schließlich in die Familie einheiratet und als Ehemann von Heidi Hesselbach (Rose-Marie Kirstein) zum "Vorzeige-Schwiegersohn" mutiert.
Die Erkennungsmelodie, die sogenannte "Hesselbach-Polka" stammte aus der Feder von Willy Czernik1) (1901 – 1996), der das Grundthema für jede einzelne Folge individuell abwandelte.
 

Szenenfoto: Die Firma Hesselbach, Folge 22 "Das Dreckrändchen" (15.09.1961); Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke

Die Firma Hesselbach
Szenenfoto Folge 22 "Das Dreckrändchen" (15.09.1961)
Szenenfoto: Die Firma Hesselbach,  Folge 25 "Simulanten" (15.12.1961); Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke
Die Firma Hesselbach
Szenenfoto Folge 25 "Simulanten" (15.12.1961)
Fotos mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
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In der ersten Staffel steht die tägliche Arbeit im Verlag in Vordergrund. Zwischenmenschliche Ereignisse im Betrieb bilden hauptsächlich die Basis der Handlungen. Aber auch konkrete Probleme des Wirtschaftswunders werden thematisiert (z. B. Rohstoffknappheit und Arbeitskräftemangel). Gegen Ende der ersten Staffel kommen die Kinder der Hesselbachs, Heidi (Rose-Marie Kirstein) und Peter (Dieter Henkel), aus dem Internat zurück und steigen in den Familienbetrieb ein.
Damit ist die Grundlage für die zweite Staffel gelegt: Die Familie rückt in den Vordergrund und die Handlungen verlegen sich stärker auf familiäre Ereignisse (Liebe, Heirat und Geburt). In diese Staffel fallen auch die beiden einzigen Folgen, die im Ausland spielen. Eine Urlaubsreise führt die Hesselbachs nach Cannes und später Herrn Hesselbach zu einem Kongress nach Tokio. Die Folge "Der Kongreß von Tokio" ist dabei die einzige Folge, die tatsächlich zu einem Teil im Ausland gedreht wurde.
Anfang 1963 kamen erste Kritiken an der Serie auf, die nach drei Jahren Hesselbach-Folgen im Fernsehen und zuvor neun Jahren im Hörfunk auf Ermüdungserscheinungen der Zuschauer zurückzuführen waren. Wolf Schmidt reagierte darauf, indem er die Serie mit Folge 42 zu einem vorläufigen Ende brachte, indem Herr Hesselbach in Ruhestand tritt und die Leitung des Verlags seinem Prokuristen und Schwiegersohn Fred Lindner (Joachim Engel-Denis) übergibt.
Bereits Ende 1966 kehrten die Hesselbachs mit modernerem Konzept auf den Bildschirm zurück. Die Handlungen orientierten sich jetzt stärker an der Person Karl Hesselbach, was auch aus den Titeln "Herr Hesselbach und…quot; ersichtlich wird. Hauptsächlich behandeln die Folgen der dritten und letzten Staffel kommunalpolitische Episoden, in denen Herr Hesselbach als Stadtrat in Steinteil agiert. Auch hier wurden aktuelle gesellschaftliche Themen behandelt und versucht vermehrt jugendliche Zuschauer anzusprechen. Dies gelang nur zum Teil. Im Sommer 1967 stellte der Hessische Rundfunk die Serie ein, obwohl Wolf Schmidt bereits weitere Folgen geschrieben hatte.
4)
Neben Wolf Schmidt, der sich die Figur des "Babba" Hesselbach auf den Leib geschrieben hatte, erlangten besonders die Frankfurter Volksschauspielerinnen Liesel Christ und Lia Wöhr mit der Serie enorme Popularität. Aber auch der südhessische Dialekt wurde schlagartig bundesweit bekannt, Aussprüche wie "Karl, mei Droppe!", wie Mamma Hesselbach ihren Angetrauten liebevoll titulierte, oder "Ei Kall, was mechste denn?" wurden zu geflügelten Worten. Für Nostalgie-Fans: Alle Folgen der "Hesselbach"-Serie sind inzwischen seit Oktober 2006 auf DVD im Handel erhältlich.
 
 
Foto: Die Hesselbachs sind fertig kostümiert für ihre großen Auftritt.
in "Die Familie Hesselbach", Folge 28 "Die Festaufführung" (16.03.1962)
Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
© hr/Kurt Bethke
Die Hesselbachs sind fertig kostümiert für ihre großen Auftritt. "Die Familie Hesselbach", Folge 28 "Die Festaufführung" (16.03.1962); Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke

"Hesselbach"-Seiten beim Hessischen Rundfunk mit
umfangreichem Fotomaterial (Bildergalerie) zur Serie
Siehe auch die detaillierte "Hesselbach"-Seite von Gerhard Zelczak
sowie Wikipedia, www.tvder60er.de und www.tv-nostalgie.de;
die einzelnen Titel und Beschreibungen der Folgen findet man bei www.bamby.de

Link: 1) Beschreibung innerhalb dieser HP
Quelle: 2) www.hr-online.de, 3) Serienlexikon von www.kabel1.de, 4) Wikipedia (abgerufen 07.02.2012)

Die Hauptdarsteller sowie einige weitere Figuren
(Komplette Darsteller-Liste auf der "Hesselbach"-Fanseite www.zelczak.com)
Wolf Schmidt
  
Wolf Schmidt alias "Babba Hesselbach" bei den Dreharbeiten; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Wolf Schmidt alias
"Babba Hesselbach"
bei den Dreharbeiten

Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte den Karl "Babba" Hesselbach.
 
Geboren am 9. Februar 1913 als Wolfgang Schmidt im hessischen Friedberg,
gestorben am 17. Januar 1977 nach langer schwerer Krankheit in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen).
 
Der Sohn eines Altphilologen und Musiklehrers begann nach dem Abitur am "Augustiner Gymnasium" seiner Geburtsstadt mehr halbherzig ein Jurastudium, welches er jedoch nach einigen Semestern wieder abbrach. Schmidt ging zunächst nach Paris, dann nach Berlin, wo er Mitte der 1930er Jahre eine kleine Tageszeitung mit angegliederter Druckerei übernahm, die jedoch kurz darauf in Konkurs ging. Als 1939 der 2. Weltkrieg ausbrach, meldete sich Schmidt als Kriegsberichterstatter an die Front, später wurde er als Soldat eingezogen.
Kurz nach Kriegsende gründete Wolf Schmidt das politische Kabarett "Die Zeitgenossen", ab 1946 war er als Autor für "Radio Frankfurt", dem Vorläufer des Hessischen Rundfunks (hr) tätig. Für den hr schrieb er dann die Hörspielserie um die Familie Hesselbach, in der er auch die Hauptrolle des Familienoberhaupts sprach; die weitere Entwicklung der "Hesselbachs" wurde bereits beschrieben.
 
Wolf Schmidt, Schöpfer der Hesselbachs; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr
Wolf Schmidt, Schöpfer der Hesselbachs
Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks
© hr

Mit dem Ende der Serie versuchte Schmidt dem Klischee der bisherigen Rolle zu entfliehen, doch anders geartete Angebote blieben aus, zu sehr war er all die Jahre mit der Figur identifiziert worden. Der Schauspieler und Autor zog sich daraufhin enttäuscht aus der Öffentlichkeit zurück.
Ende der 1960er Jahre erkrankte Schmidt an Alzheimer, damit verschwand die Fähigkeit, zu schreiben und zu spielen. Dies war mit ein Grund für die Einstellung der "Hesselbachs". Schmidt zog sich nach Ende der Serie weitgehend zurück. Er verstarb 1977 wenige Wochen vor seinem 64. Geburtstag nach langer und schwerer Krankheit in einem Heim für Demenzerkrankte in Gelsenkirchen. Auf eigenen Wunsch fand eine Seebestattung statt.
 
Wolf Schmidt war mit der Schauspielerin Grethel Piltz verheiratet, aus der Verbindung stammt eine Tochter sowie ein Sohn; ein weiterer Sohn verstarb 1968 im Alter von 10 Jahren.1)2)
 
Kurzportrait in Anlehnung an Wikipedia
Siehe auch die Informationen bei www.hr-online.de

Weitere Filme*) mit Wolf Schmidt
 
Quelle: 1) Private "Hesselbach"-Seite von Gerhard Zelczak, 2) www.hr-online.de

Liesel Christ
 
Liesel Christ; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte die "Mamma" Hesselbach (Marie "Marieche" Mathilde Eleonore Hesselbach).
 
Geboren 16. April 1919 in Frankfurt am Main,
gestorben am 15. August 1996 im Alter von 77 Jahren in Frankfurt am Main.
 
Die Schauspielerin, die in eine kinderreiche Arbeiterfamilie aus dem Frankfurter Norden hineingeboren wurde, kam schon als Vierjährige zum Ballett, stand als kleines Kind auf der Bühne des Frankfurter Opernhauses und wurde in Stücken wie "Peterchens Mondfahrt" als Kinderstar gefeiert. Mit 14 Jahren begann sie sich ihren Traum zu erfüllen, Schauspielerin zu werden und besuchte in Frankfurt die "Hochschule für Musik und Theater", welche sie drei Jahre später mit Diplom abschloss. Nach ersten Engagements, unter anderem in Koblenz sowie am Stadttheater in Heilbronn, wo sie sechs Jahre lang als Operettensoubrette überaus populär war, kam sie nach Kriegsende in ihre Geburtstadt zurück, spielte dort unter anderem Kabarett und gehörte zum Ensemble der Landesbühne Rhein-Main. Dort wurde sie 1959 von Wolf Schmidt für die Rolle der immer rasch gekränkten "Mamma Hesselbach" entdeckt und schlagartig bundesweit bekannt.
So ganz wurde auch Liesel Christ dieses Image nicht mehr los, dennoch erlebte man sie im Verlaufe der Jahre mit einigen anderen schönen Rollen auf dem Bildschirm. So tauchte sie unter anderem in den "Tatort"-Episoden "Zwei Flugkarten nach Rio" (1976) und "Tod einer Ärztin" (1990) sowie in dem Mehrteiler "Der Winter, der ein Sommer war"1) (1976) auf, in der Erfolgsserie "Mit Leib und Seele"2) (1989) konnte man sie als Agnes Bebel erleben.
Hauptsächlich konzentrierte sich die Vollblut-Schauspielerin jedoch ab Ende der 1960er Jahre auf die Arbeit am Theater, 1971 gründete sie das "Frankfurter Volkstheater"1), welches sie bis zu ihrem Tod leitete und in vielen erfolgreichen Inszenierungen beweisen konnte, dass als Darstellerin mehr in ihr steckte, als die "Mamma Hesselbach". Das Theater avancierte – nicht zuletzt durch das Engagement der Prinzipalin Liesel Christ – zu einer Frankfurter Institution, mit wechselnder Starbesetzung werden bis heute Stücke in Frankfurter Mundart gezeigt. Ihre letzte Bühnenrolle war 1995 die der Frau Gudula in "Die fünf Frankfurter", ein Stück, welches auch im Fernsehen übertragen wurde.
Fast bis zuletzt stand die sympathische Liesel Christ auf der Bühne, zählte zu Frankfurts bekanntesten und beliebtesten Persönlichkeiten.
  
Liesel Christ, Mutter der beiden Töchter Gisela und Bärbel, erlag am 15. August 1996 im Alter von 77 Jahren in Frankfurt/Main den Folgen einer Kopfverletzung, die sie sich bei einem Sturz zugezogen hatte; ihre letzte Ruhestätte fand sie auf dem Frankfurter Hauptfriedhof. Anlässlich ihres Todes würdigte der damalige Ministerpräsident Hans Eichel die Schauspielerin unter anderem mit den Worten "Sie hat die Kultur in Hessen maßgeblich geprägt."
Den Werdegang und die Theaterlaufbahn der Mimin hat die Autorin und Journalistin Dr. Sabine Hock in der 2004 erschienen, gründlich recherchierten Biografie "Liesel Christ, Volksschauspielerin" nachgezeichnet: "Liesel Christ war eine besessene Schauspielerin. Sie war von diesem Beruf vollkommen überzeugt und er war auch sehr wichtig für sie. Und er ging auch immer vor allem vor. Egal was war: ihre Disziplin und ihr Wille, auf der Bühne zu stehen, war immer größer und stärker." (Zitat: Sabine Hock → www.sabinehock.de)

Zu Ehren der beliebten Volksschauspielerin wurde in Frankfurt ein Teil des Anlagenrings zwischen der Alten Oper und dem Eschenheimer Tor in "Liesel-Christ-Anlage" umbenannt. Zu Lebzeiten war Liesel Christ mit dem erstmals vergebenen "Friedrich Stoltze-Preis"1) (1978) sowie mit dem "Elisabeth Norgall-Preis"1) (1988) ausgezeichnet worden. 
Tochter Gisela Dahlem-Christ führt die Tradition ihrer Mutter fort und leitet bis heute als Geschäftsführerin und Intendantin das "Frankfurter Volkstheater".
 
Siehe auch Wikipedia sowie den Artikel zum 90. Geburtstag bei hr-online.de
  
Weitere Filme*) mit Liesel Christ
 
Link: 1) Beschreibung innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia
Joost Siedhoff

Joost Siedhoff; Copyright Virginia Shue

… spielte in den ersten 10 Folgen den Sohn Willi Hesselbach.
Willi heiratet seine Sekretärin Helga Schneider (Helga Neuner) und zieht mit ihr nach New York.
 
Geboren am 27. Juni 1926 in Dessau als Sohn eines Tänzers und einer Innenarchitektin.
 
Kurzbiografie zu Joost Siedhoff
innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia sowie die Informationen bei www.hr-online.de
  
Weitere Filme*) mit Joost Siedhoff
 
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
Dieter Henkel
 
Dieter Henkel; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte ab Folge 17 (EA: 14. April 1961, Folge "Der Familienbetrieb") den Sohn Peter Hesselbach.
Der 19-jährige Peter hat vorher in einem Internat gelebt und kehrt nach bestandenem Abitur in sein Elternhaus zurück.
 
Geboren am 3. August 1933 in Wuppertal.
 
Der in Mannheim aufgewachsene Dieter Henkel ließ sich zunächst auf Wunsch seiner Eltern als Kaufmann und Bäcker ausbilden, bevor er sich für den Beruf des Schauspielers entschied; unter anderem studierte er am "Berner Konservatorium".
Ein erstes Festengagement hatte Henkel zwischen 1956 und 1959 am "Nationaltheater Mannheim". Danach spielte er ab der Saison 1959/1960 eine Spielzeit an verschiedene Bühnen in Berlin. Unter der Intendanz von Boleslaw Barlog trat er am "Schillertheater" und am "Schlossparktheater", später auch am "Hebbel-Theater" (1972) und am "Renaissance-Theater" auf. Ab den 1960er Jahren spielte Henkel hauptsächlich Boulevardtheater, an allen großen Boulevardbühnen in Berlin, Köln (Theater am Dom), Düsseldorf (Komödie Düsseldorf), Frankfurt am Main (Die Komödie), Stuttgart (Komödie im Marquardt) und München. Mehrfach trat er am "Volkstheater Frankfurt" auf, unter anderem als Heinrich Muffel in dem Volksstück "Alt-Frankfurt" unter der Regie von Wolfgang Kaus; diese Inszenierung wurde auch für das Fernsehen aufgezeichnet. Unter dessen Regie wirkte er 2003 dort auch in der Titelrolle des Lustspiels "Der verkaufte Großvater" in einer hessischen Fassung mit. Henkel trat auch bei den "Luisenburg-Festspielen auf".

Seit Jahrzehnten ist Henkel auf zahlreichen deutschsprachigen Bühnen zu sehen, nach seinem Fernsehdebüt in der Hesselbach-Serie agierte er in vielen erfolgreichen TV-Produktionen. Von 1975 bis 1995 war Dieter Henkel Direktor seines eigenen Theaterunternehmens "Theater unterwegs". Seither arbeitet Henkel als freier Schauspieler.
Henkel gehört zum regelmäßigen Gast-Ensemble der "Komödie im Bayerischen Hof", dort trat er seit 1996 immer wieder auf, unter anderem 1999 als Eugen Rumpel in dem Lustspiel "Pension Schöller". Seit 2004 zeigte er sich dort regelmäßig auch mit den Figuren des Bankier Etzel sowie des Gymnasialprofessors Bömmel in dem Lustspiel "Die Feuerzangenbowle".
 
Ab den 1950er Jahren war Henkel auch in zahlreichen Film- und Fernsehrollen zu erleben. Der Regisseur John Olden entdeckte ihn 1955 bei einer Studentenaufführung der Komödie "Viel Lärm in Chiozza" und engagierte ihn 1956 für seine Fernsehinszenierung des Theaterstücks "Die Heiratsvermittlerin" von Thornton Wilder. Eine winzige Nebenrolle als Leutnant hatte er 1958 auch in dem Kinofilm "Der Schinderhannes" unter der Regie von Helmut Käutner.
Während seines Engagements in Berlin nahm Henkel 1960 an Probeaufnahmen für die Serie "Die Firma Hesselbach" teil. Zwischen 1961 und 1963 mimte er dann in insgesamt 26 Folgen der Serie den Peter Hesselbach.
Danach tauchte Henkel immer mal wieder sporadisch in TV-Produktionen auf, so zuletzt als Pfarrer Blaschke in der Komödie "Tote Hose – Kann nicht, gibt's nicht" (2005).

Dieter Henkel lebt in München.
 
Kurzportrait überwiegend von Wikipedia
 
Theater- und Filmschaffen siehe Agentur Dietrich
Siehe auch die Informationen bei www.hr-online.de

Weitere Filme*) mit Dieter Henkel

Rose-Marie Kirstein

Rosemarie Kirstein; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke

… spielte ab Folge 17 (EA: 14. April 1961, Folge "Der Familienbetrieb") die Tochter Heidi Hesselbach.
Heidi heiratet später den Prokuristen Lindner (Joachim Engel-Denis).
 
Geboren am 25. Februar 1940 in Berlin,
gestorben am 18. Januar 1984 in München.
 
Ihre Ausbildung zur Schauspielerin erhielt Rose-Marie Kirstein bei der UFA; bevor sie zu den "Hesselbachs" stieß hatte sie bereits mit kleineren Rollen in den Kinofilmen "Zwölf Mädchen und ein Mann" (1959), "Der Gauner und der liebe Gott" (1960) und "Lebensborn" (1961) mitgewirkt. Ihre Filmkarriere wollte jedoch nach dem Ende der zweiten Staffel "Die Familie Hesselbach" nicht so recht in Gang kommen, sporadisch tauchte sie mit Gastrollen in Serien wie "Der Kommissar" auf. Sie verlegte sich auf die Synchronisation, lieh unter anderem Faye Dunaway, Sophia Loren, Ingrid Bergman und Charlotte Rampling ihre Stimme. Wegen schwerer Depressionen wurde sie 1984 in eine psychiatrische Klinik eingeliefert, dort schied sie am 18. Januar 1984 im Alter von nur 43 Jahren durch Freitod aus dem Leben.
 
Siehe auch Wikipedia sowie die Informationen bei www.hr-online.de
  
Weitere Filme*) mit Rose-Marie Kirstein
 
Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
© hr/Kurt Bethke
Lia Wöhr
 
Foto: Lia Wöhr als Putzfrau Frau Siebenhals bei den "Hesselbachs"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks Copyright hr
Lia Wöhr als
Putzfrau Frau Siebenhals
bei den "Hesselbachs"
Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr
… spielte die Putzfrau Siebenhals.
 
Geboren am 26. Juli 1911 in Frankfurt am Main,
gestorben am 15. November 1994 im Alter von 83 Jahren in Oberursel.

Lia Wöhr wurde als Tochter eines Bäckermeisters in Frankfurt am Main geboren und wuchs mit zwei jüngeren Geschwistern im Gallusviertel auf. Ursprünglich hatte sie Tänzerin werden wollen und begann schon als junges Mädchen mit einer Ballettausbildung. Später studierte sie nach dem Besuch eines Lyzeums ab 1927 Musik und Schauspiel an "Dr. Hoch's Konservatorium"1) in Frankfurt und nahm außerdem Gesangsunterricht. Ende der 1920er Jahre sammelte sie als Chansonsängerin im Berliner Kabarett "Porza" erste Bühnenerfahrungen, erhielt dann ein erstes Engagement als "jugendliche Naive" am Theater in Halberstadt, weitere Verpflichtungen führten sie nach Magdeburg und Berlin. Ab 1935 spielte sie in Frankfurt Theater, trat mit klassischen Rollen ebenso auf wie als tanzende Soubrette in Revuen.
Nach Ende des 2. Weltkrieges wandte sich Lia Wöhr dem Regiefach zu, machte sich hier vor allem als Opernregisseurin einen Namen. Von der Oper holte sie der damalige Intendant von "Radio Frankfurt", Eberhard Beckmann1) (1905 – 1962), zum Rundfunk, wo sie das "Hessenmädchen" für die "Bunten Nachmittage" kreierte. Populär wurde Lia Wöhr vor allem mit der Hörspielfassung von Wolf Schmidts "Die Hesselbachs"1) ("Familie Hesselbach", "Prokurist a. D. Hesselbach, Büro für Lebensberatung", "Hesselbach GmbH"), wo sie von der zweiten bis zur 77. letzten Folge zwischen 1949 und 1956 die "Mamma Hesselbach" spielte bzw. sprach. 1956 wurde sie beim Hessischen Rundfunk als erste Frau Programm-Produzentin für das Fernsehen und produzierte unter anderem ab 1960 die nun für das Fernsehen konzipierte erfolgreiche TV-Familienserie "Die Firma Hesselbach" gefolgt von "Familie Hesselbach", stand darin selbst als die hessisch babbelnde Putzfrau Siebenhals vor der Kamera. Bereits ab 1956 hatte sich Lia Wöhr als Putzfrau in der von Hans Hellhoff1) moderierten samstäglichen HR-Unterhaltungssendung "Auf ein frohes Wochenende" hervorgetan und als Putzfrau Hippenstiel über 500 Folgen lang weggeworfene Schallplatten aus dem Papierkorb geklaubt – selbstverständlich mit entsprechend spitzzüngigen Kommentaren.
 

Foto: Lia Wöhr, die Produzentin der "Hesselbach"-Serie", mimte die Raumpflegerin Frau Siebenhals. Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks Copyright hr

Lia Wöhr, die Produzentin der "Hesselbach"-Serie",
mimte die Raumpflegerin Frau Siebenhals.
Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks © hr

Daneben zeichnete Lia Wöhr aber auch für Produktionen wie beispielsweise Bachs "Johannespassion", Strawinskys "Feuervogel" oder für Unterhaltungssendungen wie "Acht nach acht" und "Die Montagsmaler" verantwortlich.
Ungeheure Popularität erlangte Lia Wöhr ab 1966 als Wirtin der Unterhaltungssendung "Zum Blauen Bock"2) und blieb dieser beliebten TV-Show auch nach ihrer Pensionierung (1976) bis zum Schluss treu. 
Neben ihrer umfangreichen Arbeit für das Fernsehen stand Lia Wöhr häufig am "Frankfurter Volkstheater" auf der Bühne, glänzte dort, aber auch bei Gastspielen, beispielsweise in Stücken wie "Zwei ahnungslose Engel" oder "Arsen und Spitzenhäubchen". Die Fernsehzuschauer erlebten sie neben einigen Auftritten in den beliebten "Tatort"-Krimis unter anderem 1980 als Titelheldin in "Guten Abend, Mrs. Sunshine" oder 1987 in der TV-Ausstrahlung der Komödie "Rendezvous im Palmengarten" an der Seite von Heinz Schenk.

Die Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin Lia Wöhr wurde im Verlaufe ihrer Karriere mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, so erhielt sie unter anderem 1982 das "Bundesverdienstkreuz 1. Klasse", 1984 den "Friedrich-Stoltze-Preis"1) und 1992 den "Hessischen Verdienstorden"1), die Stadt Oberursel, wo sie zuletzt lebte, verlieh ihr die Ehrenbürgerschaft. Die Stadt Frankfurt benannte nach einer Anregung der Grünen im Ortsbeirat 1 den Platz an der Kreuzung von Frankenallee und Kölner Straße in ihrem Heimatstadtteil Gallus nach ihr und stellte dort – in der Nähe ihres Geburtshauses – einen vom Hessischen Rundfunk gestifteten Gedenkstein auf. Ebenso wurde, allerdings noch zu ihrer Lebenszeit, ein öffentlicher Weg zu ihrem Haus in Weißkirchen nach ihr benannt ("Lia-Wöhr-Weg"). Lia Wöhr war auch Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Oberursel-Weißkirchen.3)
 
Die "eingefleischte Junggesellin" Lia Wöhr starb am 15. November 1994 im Alter von 83 Jahren in Oberursel.
Dem breiten Publikum ist Lia Wöhr vor allem als forsch-resolute Wirtin des "Blauen Bocks" in nachhaltiger Erinnerung geblieben, doch sie war sehr viel mehr – Operettensoubrette, Kabarettistin, Souffleuse, Conferencière, Alleinunterhalterin, Hörfunksprecherin, internationale Opernregisseurin und preisgekrönte Fernsehproduzentin. Ihre Erinnerungen veröffentlichte sie kurz vor ihrem Tod unter dem Titel "Meine Welt ist ein großes Theater".
  
Siehe auch Wikipedia, die Seite bei www.hr-online.de
sowie den Artikel zum 100. Geburtstag von Lia Wöhr bei www.frankfurt.de
Weitere Filme*) mit Lia Wöhr
  
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP
Quelle: 3) Wikipedia (abgerufen 06.02.2012)

Joachim Engel-Denis
 

Joachim Engel-Denis; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte 41 Folgen lang den "Betriebsplayboy" Lindner, der später zum Prokuristen befördert wird und die Hesselbach-Tochter Heidi heiratet.
 
Geboren am 7. November 1933.
 
Engel-Denis arbeitete hauptsächlich als Theaterschauspieler an verschiedenen Bühnen in Deutschland, sowie seit den 1960er Jahren als Regisseur an Theaterbühnen in Deutschland und in der Schweiz. Als Schauspieler interpretierte Engel-Denis ein breites Repertoire, das Stücke von William Shakespeare, die deutschen Autoren der Klassik und Romantik, das Theater der Jahrhundertwende, aber auch Stücke der Moderne und des zeitgenössischen Theaters umfasste. Zu seinen Bühnenrollen gehörten unter anderem als Shakespeare-Interpret der Don Juan in "Viel Lärm um nichts" und der William Mareshall, Graf von Pembroke, in "König Johann", Engel-Denis gestaltete den Don Manuel Enriquez in "Dame Kobold" von Calderon, den St. Just und Robespierre in Büchners "Dantons Tod" und den Baron mit Trauerflor in Ödön von Horváths "Glaube Liebe Hoffnung".
1964 inszenierte er am Staatstheater Oldenburg Shaws Komödie "Pygmalion", 1965 folgte dort die Inszenierung des Schauspiels "Ein Eremit wird entdeckt" von James Saunders. 1968 führte er am Stadttheater Ulm Regie bei Sławomir Mrożeks Schauspiel "Tango". Regelmäßig inszenierte er in den 1970er Jahren am Stadttheater St. Gallen, unter anderem "Die Gerechten" (1976) von Albert Camus, "Die Gerichtsnacht" (1977) von Ulrich Bräker, "Das Leben des Galilei" (1978) von Brecht und "Dantons Tod" (1979) von Georg Büchner. 1979 inszenierte er dort auch Ibsens Schauspiel "Die Wildente".
Am Stadttheater Lübeck übernahm er 1986 die Regie bei Shakespeares Frühwerk "Die Komödie der Irrungen", am Stadttheater Bremerhaven inszenierte er unter anderem die Shakespeare-Stücke "Der Widerspenstigen Zähmung" (1989) und "König Johann", am Stadttheater Osnabrück unter anderem 1993 Carl Sternheims Komödie "Der Snob".

Engel-Denis arbeitete auch als Sprecher für Hörspiele, hauptsächlich beim Süddeutschen Rundfunk. 1959 wirkte er dort in einer Hörspielfassung von Franz Grillparzers Schauspiel "Des Meeres und der Liebe Wellen" mit, seine Partner waren Gertrud Kückelmann, Michael Degen und Lina Carstens. 1960 folgte beim SDR eine Aufnahme des Hörspiels "Porträt eines Mörders", gemeinsam mit Gerhard Just. 1963 übernahm er eine Rolle in dem Hörspiel "Besuch im Pfarrhaus" von Ilse Aichinger.
Bei Hörspielaufnahmen für den Hessischen Rundfunk wurde er, laut eigenen Angaben in einem Gespräch 1989 mit der Journalistin und Kulturwissenschaftlerin Sabine Hock, direkt "vom Flur weg" für die Fernsehserie "Die Firma Hesselbach" engagiert. Er spielte dann von 1960 bis 1963 in insgesamt 41 Folgen die Rolle des Büroangestellten und "Betriebs-Playboys" Fred Lindner. Lindner wird im Verlauf der Serie zum Prokuristen befördert und der Schwiegersohns des Ehepaares Hesselbach. Es folgten noch bis in die 1970er Jahre einige wenige weitere Fernseharbeiten, so 1971 der Fernsehfilm "Operation Walküre"1), in dem er den Widerstandskämpfer Adam von Trott zu Solz1) (1909 – 1944) verkörperte. Später arbeitete Joachim Engel-Denis dann ausschließlich für das Theater.

Der Regisseur und Schauspieler Engel-Denis lebt in Mainz-Budenheim. Er ist mit der Schauspielerin und Sängerin Dagmar Sorel verheiratet und Vater eines erwachsenen Sohnes.
 
Quelle: Wikipedia (Einzelnachweise siehe dort)
 
Siehe auch die Informationen bei www.hr-online.de sowie www.zelczak.com
 
Weitere Filme*) mit Joachim Engel-Denis
Max Strecker

Max Strecker; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

… spielte den Buchhalter Arthur Münzenberger.
 
Geboren am 8. Juli 1906 in Stuttgart,
gestorben am 16. Februar 1991 in München.
 
Kurzbiografie zu Max Strecker innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia sowie die Informationen bei www.hr-online.de
  
Weitere Filme*) mit Max Strecker
 
Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; © hr/Kurt Bethke
Flory Jacobi
   

Flory Jacobi; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte die Ehefrau des Buchhalters Arthur Münzenberger in den Folgen 29 ("Allergia maritalis", 13. April 1962), 33  ("Der Urlaub", 10. August 1962) und  48 ("Herr Hesselbach und das Juwel", 22. März 1967).
 
Geboren als Armide Valeska Florence Jacobi am 26. Oktober 1902 in Wiesbaden,
gestorben am 24. September 1981 in Ettelbrück (Luxemburg).
 
Die jüngere Schwester der Schauspielerin Eugenie Jacobi war sehr talentiert und spielte in den Jahren 1911 bis 1914 zahlreiche Kinderrollen am Hoftheater in Meiningen (Thüringen). Nach Aussagen des damaligen Intendanten Grube galt "Florchen" Jacobi damals als "Wunderkind". In späteren Jahren war die Künstlerin an vielen deutschen Bühnen tätig, so in Berlin, München, Stuttgart, Leipzig, Chemnitz. Außerdem war sie eine bekannte Rundfunksprecherin, gab zudem Schauspielunterricht. Seit Mitte der 1950er Jahre stand sie dann auch für Film und Fernsehen vor der Kamera.
Neben ihren Auftritten bei den "Hesselbachs" zeigte sie sich beispielsweise in unterhaltsamen TV-Spielen wie "Kleider machen Leute" (1963), "Pension Schöller" (1965) oder "Der müde Theodor" (1965), aber auch in anspruchsvollen Literaturverfilmungen wie Brechts "Der kaukasische Kreidekreis" (1958) und "Herr Puntila und sein Knecht Matti" (1966), wo sie als Pröpstin in Erscheinung trat. Eine herrliche Hauptrolle mimte sie als Ehefrau von Schneidermeister Titus Hasenklein (Willy Reichert) in dem von Rolf von Sydow inszenierten Schwank "Hasenklein kann nichts dafür" (1963), als schrullige Mutter Hans Clarins tauchte sie in "Der jähzornige junge Mann" (1963) nach einer Erzählung von Anton Tschechow auf. Weitere Auftritte hatte sie unter anderem in Franz Peter Wirths frühen Dürrenmatt-Adaption "Der Richter und sein Henker"1) (1957), in Rainer Wolffhardts Ludwig Thoma-Verfilmung "Moral"2) (1958) oder dem Doku-Drama "Der Fall Mata Hari"1) (1966). Zu ihren letzten Arbeiten vor der Fernsehkamera zählt Ula Stöckls Drama "Der kleine Löwe und die Großen oder Die Patriarchen und die Diplomatie" (1973) → www.ula-stoeckl.com.
 
Quelle (unter anderem): Private "Hesselbach"-Seite von Gerhard Zelczak sowie
"Meininger Schauspieler und der Film" (PDF-Dokument)
  
Weitere Filme*) mit Flory Jacobi
 
Link: 1) Die Krimihomepage, 2) SWR Media Services
Käte Jaenicke … spielte in den Folgen 1 – 3 die Sekretärin Fräulein Hilde Sauerberg.
 
Geboren am 22. März 1923 (nach anderen Quellen 1928) in Danzig,
gestorben am 1. November 2002 in München.
 
Kurzbiografie zu Käte Jaenicke innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia 
  
Weitere Filme*) mit Käte Jaenicke
Ursula Köllner
 
Ursula Köllner als Chefsekretärin Else Sauerberg; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte ab Folge 4 die stets frustrierte Chefsekretärin Else Sauerberg, Cousine von Hilde Sauerberg.
 
Geboren am 18. April 1920 in Gießen,
gestorben am 21. August 1995.
 
Ursula Köllner erhielt gegen Ende der 1930er Jahre ihre künstlerische Ausbildung in Frankfurt am Main; ihr Debüt gab sie in Wuppertal. Es folgten während des Zweiten Weltkrieges Verpflichtungen an Bühnen in Graudenz und Bremen, anschließend war sie einige Jahre als freischaffende Künstlerin tätig.
Köllner war als Theaterschauspielerin ab 1958 an der Landesbühne Rhein-Main engagiert, aus der später das Frankfurter "Theater am Turm" hervorging. Dort trat sie unter anderem als Babett in dem Volksstück mit Musik "Sturm auf die Konstablerwache" von Ernst Nebhut und Gerhard Jussenhoven auf. Die Inszenierung wurde auch für das Fernsehen aufgezeichnet und im August 1965 in einigen Regionalprogrammen ausgestrahlt. Später spielte sie auch am "Theater am Turm", im Februar 1969 übernahm sie dort die Rolle der Frau Libere in dem Theaterstück "Der schwarze Schwan" von Martin Walser in einer Inszenierung von Claus Peymann. 1989 trat sie am "Frankfurter Volkstheater" gemeinsam mit Liesel Christ in dem Lustspiel "Dehaam is Dehaam" auf. Bis Anfang der 1990er Jahre war Köllner als Theaterschauspielerin in Frankfurt am Main tätig.

Ab 1960 spielte Ursula Köllner in insgesamt 26 Folgen die Rolle der "stets frustrierten", willfährigen und ihren Chef eifersüchtig bewachenden Chefsekretärin Else Sauerberg in der Familienserie "Die Firma Hesselbach"/"Familie Hesselbach". Köllner wirkte ab Folge 4 durchgehend in der Serie mit. Sie ersetzte in der Serie ihre Cousine Hilde Sauerberg (gespielt von der Schauspielerin Käte Jaenicke), die aus der Firma ausgeschieden war. Köllner hatte bereits in dem Kinofilm "Herr Hesselbach und die Firma" (1956) mitgewirkt. Die Schauspielerin, die auch während der Dreharbeiten zur Serie (1960–1963) weiterhin an der "Landesbühne Rhein-Main" engagiert war, pendelte in dieser Zeit zwischen Theaterbühne und Fernsehstudio hin und her.
 
Sie übernahm noch einige wenige weitere Fernsehrollen: 1970 war sie als Mutter in dem Fernsehfilm "Weg vom Fenster", einer Produktion von Rainer Werner Fassbinders Produktionsfirma "antiteater-X-film", unter der Regie von Michael Fengler zu sehen. 1971 hatte sie eine Rolle in der "Tatort"-Episode "Auf offener Straße" als Erna, einer Arbeitskollegin des Opfers. Mit einem kleinen Part zeigte sie sich 1976 auch in dem TV-Mehrteiler "Der Winter, der ein Sommer" war unter der Regie von Fritz Umgelter.
Neben der Arbeit für Theater und Fernsehen war die Schauspielerin auch als Hörspielsprecherin tätig.

Ursula Köllner war frühzeitig verwitwet Mutter einer Tochter.
 
Quelle: Wikipedia (Einzelnachweise siehe dort) 
Siehe auch die Informationen bei www.hr-online.de
  
Weitere Filme*) mit Ursula Köllner
Helga Neuner
  
Helga Neuner; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte die Sekretärin Helga Schneider, welche Hesselbach-Sohn Willi heiratet und zunächst mit ihm nach New York zieht. Ab der 30. Folge bis zum Ende der zweiten Staffel holte Wolf Schmidt sie noch einmal zurück zu den "Hesselbachs".
 
Geboren am 10. Juni 1940 in München.
 
Neuner besuchte die Oberschule. Während ihrer Schulzeit nahm sie Gesangsunterricht und erhielt eine Tanzausbildung. Nach Abschluss ihrer Schulzeit absolvierte sie eine Schauspielausbildung. Theatererfahrungen sammelte sie zunächst bei einigen Boulevardtheatern. Anfang der 1960er Jahre spielte sie kurzzeitig Theater in Bremen. Es folgten Verpflichtungen an Theatern in München und Berlin, Gastspielreisen führten sie nach Zürich und Wien. Außerdem trat Helga Neuner auch bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen auf.
Neuner hatte 1954 ihre erste Filmrolle unter der Regie von Rudolf Schündler in der Operettenverfilmung "Viktoria und ihr Husar", 1956 spielte sie in dem Heimatfilm "Die Geierwally"1) an der Seite von Barbara Rütting die Rolle der hübschen Kellnerin Afra, die von Wally als Rivalin um die Gunst des Jägers Josef angesehen wird. 1958 verkörperte sie die Rolle des Heiderl Tschöll, eine der drei attraktiven Töchter des Glasermeisters Tschöll, in dem Operettenfilm "Das Dreimäderlhaus"1), 1960 übernahm sie die Rolle der Tänzerin Ann in dem seinerzeit wegen einiger freizügiger Szenen umstrittenen Horrorfilm "Ein Toter hing im Netz".
Ab 1960 spielte Neuner in insgesamt 23 Folgen die Rolle der Sekretärin Helga Schneider in der Familienserie "Die Firma Hesselbach". Neuner wirkte zunächst bis Folge 10 mit, hatte in der Serie unter anderem ein Techtelmechtel mit dem "Betriebs-Playboy" und späteren Prokuristen Fred Lindner (Joachim Engel-Denis), heiratete dann in der Serie Willi Hesselbach (Joost Siedhoff) und ging mit ihm nach Amerika. Ab Folge 30 spielte sie dann bis zum Ende der zweiten Staffel 1963 bei der "Familie Hesselbach" wieder mit. In der Serie kehrte sie anlässlich der Hochzeit von Heidi Hesselbach mit Fred Lindner zurück.

Nach Abschluss der "Hesselbach"-Dreharbeiten gab Helga Neuner 1963 ihre Schauspielkarriere auf und zog sich weitgehend ins Privatleben zurück. Sie ist mit dem Filmkomponisten Rolf Wilhelm1), dem Bruder des Regisseurs Kurt Wilhelm1) (1923 – 2009), verheiratet.
 
Quelle: Wikipedia (Einzelnachweise siehe dort)
Siehe auch die Informationen bei www.hr-online.de
  
Weitere Filme*) mit Helga Neuner
 
Link: 1) Wikipedia
Dieter Schwanda
   
Dieter Schwanda; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte den Lehrbub Rudi Krausgrill. "Seine Rolle als Lehrbub spielte er mit viel Witz und heiterer Gelassenheit (…) Beliebt war er beim Publikum auch, weil Rudi als einziger dem Chef auch mal ungestraft Widersprechen konnte. Sogar beim Schachspiel mit Direktor Hesselbach war es ihm vergönnt, zu gewinnen. Und dass wenigstens einer gelegentlich dem Patriarchen des Hauses contra gab, freute die Zuschauer ganz besonders."1)
 
Geboren 1948 in Frankfurt-Bornheim.
 
Als Kind sprach er Rollen in Kinderhörspielen und sang im hr-Kinderchor. Nach einem Auftritt 1958 in einer Fernsehverfilmung der Lokalposse "Der Datterich"2) begann er 1960 als Lehrbub Rudi Krauskrill in der Fernsehserie um die Firma bzw. die Familie Hesselbach zu agieren. Diese Rolle entsprach seiner eigenen Berufserfahrung, denn Schwanda machte eine Lehre als kaufmännischer Angestellter bei der Firma Lurgi in Bornheim. Nachdem er in 26 Folgen lang bei den "Hesselbachs" aufgetreten war, spielte er noch an der Landesbühne Rhein-Main in mehreren Dialektstücken.
Nach einem Autounfall Ende der 1960er Jahre gab er die Schauspielerei auf und machte eine Ausbildung zum Chemielaboranten.
 
Quelle: Wikipedia (Einzelnachweise siehe dort)
Siehe auch die Informationen bei www.hr-online.de
 
Quelle: 1) www.hr-online.de
Link: 2) Wikipedia
Sophie Cossaeus
    
Sophie Cossaeus; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des Hessischen Rundfunks
© hr/Kurt Bethke
… spielte die stets mürrische Bürokraft und "alte Jungfer" Fräulein Lohmeier. "Stets auf der Jagd nach tratschtauglichen Gerüchten und Geschichten aus dem Privatleben anderer gibt sie sich gern als Königin der Verschwiegenheit, deren Vertrauenswürdigkeit anzuzweifeln einer Beleidigung gleichkommt."1)
 
Geboren am 18. Juli 1893 Wiesbaden,
gestorben am 23. September 1965 im hessischen Arnoldshain.
 
Sophie Cossaeus, geborene Weingärter, debütierte 1908 am Stadttheater Mainz. 1911 bis 1914 spielte sie Theater in Freiburg im Breisgau. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahre 1920 kam sie nach Frankfurt am Main, wo sie zunächst als Soubrette am "Albert-Schumann-Theater"1) auftrat, später ging sie an das "Neue Theater" des Theaterdirektors Arthur Hellmer.
1930 wechselte sie ins Charakterfach und nahm ein Engagement als jugendliche Naive in Offenbach an. Von 1934 bis 1944 gehörte sie dem Ensemble der "Rhein-Mainischen Landesbühne" an, mit dem sie Tourneen unternahm und im Zweiten Weltkrieg auch in Fronttheatern zur Betreuung von Soldaten spielte. 1944 wurde sie als Arbeiterin in der Rüstungsindustrie dienstverpflichtet.
Nach dem Krieg schloss sie sich zunächst einer Wanderbühne an und zog mit dieser 1945 bis 1948 durch die Französische Besatzungszone; 1948 kehrte sie als Charakterschauspielerin nach Frankfurt am Main zurück. Cossaeus gehörte nacheinander verschiedenen Ensembles an, zunächst dem "Intimen Theater" und später Fritz Rémonds "Kleinen Theater im Zoo". Zu ihren herausragenden Rollen zählen die Gudula Rothschild in Carl Rößlers "Die fünf Frankfurter" und die Abby Brewster in dem Klassiker "Arsen und Spitzenhäubchen". Ihre Popularität begründete sich jedoch hauptsächlich durch ihre Mitwirkung in der TV-Serie um die "Hesselbachs". In den vier Kinofilmen spielte sie die Nachbarin der Hesselbachs, Frau Ottendorf, in der Hörspiel- und in der Fernsehserie "Hesselbach GmbH" bzw. "Die Firma Hesselbach" das Fräulein Lohmeier.
Sophie Cossaeus starb am 23. September 1965 in Arnoldshain. Da die einzelnen Folgen teilweise weit vor dem Sendetermin aufgezeichnet wurden, kinnte man Sophie Cossaeus noch in Folge 45 "Herr Hesselbach und das Mündel" erleben, die am 29. Dezember 1966 gesendet wurde.
Ihr Grab befindet sich auf dem Frankfurter Hauptfriedhof im Gewann F, Grabnummer 1459; ihre letzte Ruhestätte fand sie dort zusammen mit ihrer 1941 im Alter von 23 Jahren verstorbenen Tochter Hilde.
 
Quelle: Wikipedia (Einzelnachweise siehe dort)
  
Siehe auch die Informationen bei www.hr-online.de
 
Weitere Filme*) mit Sophie Cossaeus
  
Quelle: 1) www.hr-online.de
Link: 2) Wikipedia
Uwe Dallmeier … spielte 9 Folgen lang (43 – 51) in der 3. Staffel "Herr Hesselbach und …" den Stadtrat und Bank-Prokuristen Detlef Petersen. Bereits in Folge 18 ("Das Sparschwein", 17. Mai 1961) war er als Kriminalassistent Becker bei "Der Firma Hesselbach" in Erscheinung getreten.
 
Geboren am 27. August 1924 im Dithmarschen
gestorben am 19. November 1985 in Westerland auf Sylt.
 
Uwe Dallmeier absolvierte zunächst eine Maurerlehre, bevor er zur schauspielerischen Tätigkeit wechselte. Er agierte häufig auch im Hamburger "Ohnsorg-Theater" und wurde auch durch die Ulk-Serie "Abramakabra"1) mit Helga Feddersen und Dieter Hallervorden bekannt.
In den 1960er Jahren arbeitete er als Sprecher und Schauspieler beim Hessischen Rundfunk in den Sendungen "Frankfurter Schlagerbörse" und der "Familie Hesselbach". Uwe Dallmeier spielte auch mehrfach in den Fernsehserien "Das Traumschiff", "Derrick" und "Tatort" (dort hatte er einen Auftritt als Kommissar) mit. Die bekannteste Fernsehserie in der er spielte, hieß "Kümo Henriette"1), den unterhaltsamen Geschichten um die Familie Petermann und deren Küstenmotorschiff, zu denen Helga Federsen2) das Drehbuch geschrieben hatte und selbst als Mutter Mewes auftrat.
Dallmeier erlag den Folgen eines einem Herzinfarktes und wurde auf dem Friedhof in Keitum (Sylt) beigesetzt.
 
Quelle: Wikipedia
 
Anlässlich seines Todes wurde im "Deutschen Bühnen-Jahrbuch" (1987) in einem Nachruf folgendes über den Künstler geschrieben:
UWE DALLMEIER, vor allem durch das Fernsehen bekannter Schauspieler, ist mit 62 Jahren am 19. November 1985 in Westerland auf Sylt gestorben. Der Fernsehstar, den Millionen Fernsehzuschauer aus den Serien "Traumschiff", "Derrick" und "Tatort" kannten, erlag einem Herzinfarkt.
In einer seiner letzten Rollen spielte er einen Bauern für die Folge "Sterbehilfe" in der Serie "Schwarzwaldklinik". Der gelernte Maurer, der auch im Ohnsorg-Theater Hamburg viele Male auf der Bühne gestanden hatte, galt als Volksschauspieler. Populär wurde er auch durch die Ulk-Serie "Abramakabra" mit Helga Feddersen und Didi Hallervorden.
 

Weitere Filme1) mit Uwe Dallmeier
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP
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