Käte Jaenicke wurde am 22. März 1923 (nach anderen Quellen 1928) in Danzig (heute Polen) geboren. Die Schauspielerin, die in Berlin ständiger Gast am "Renaissance-Theater" sowie an den Bühnen am Kurfürstendamm war, spielte auch in Frankfurt am "Kleinen Theater am Zoo" und am "Mannheimer Nationaltheater".
Ab Ende der 1950er Jahre wurde sie zur festen Größe bei Film- und Fernsehen und agierte oft als Küchenhilfe oder Dienstbotin, gelegentlich mit ostpreußischem Dialekt. Die Kinozuschauer sahen sie erstmals 1959 in der Heinz Erhardt-Komödie "Der Letzte Fußgänger"1) auf der Leinwand, wo sie eine Italien-Urlauberin mimte, ein Jahr später wirkte sie in dem Millowitsch-Klamauk "Willy, der Privatdetektiv"1) mit, 1961 mimte sie die Elli Dörfler in "Unser Haus in Kamerun"1), neben Götz George und Johanna von Koczian. 
In etlichen weiteren unterhaltsamen Kino- und TV-Filmen der 1960er und 70er Jahre avancierte Käte Jaenicke mit ihrem hintersinnigen Grinsen und dem verschmitzten Humor zur unverzichtbaren Darstellerin für profilierte Nebenrollen, keine andere konnte so schön beleidigt sein wie sie. Erneut neben Heinz Erhardt tauchte sie in "Das kann doch unsren Willi nicht erschüttern"1) (1970) auf, aber auch anspruchsvolle Rollen wie die der Mutter Truczinski in der Oscar-gekrönten "Blechtrommel"-Verfilmung1), 1979 von Volker Schlöndorff gedreht, gehörten zu ihrem Repertoire. 1984 besetzte sie Antonio Skármeta (zusammen mit Tochter Anja Jaenicke) als chilenische Großmutter in seiner Verfilmung von "Abschied in Berlin", ein Jahr später sah man die Schauspielerin als Anna in Agnieszka Hollands Drama "Bittere Ernte"1) (1985; mit Armin Mueller-Stahl). Zuletzt wirkte Käte Jaenicke 1989 in Walter Bannerts Verwechslungskomödie "Gummibärchen küsst man nicht"1) bei einer Kino-Produktion mit.

Käte Jaenicke (links) und
Edith Schultze-Westrum2) in "Der Sog" (1968)
Foto mit freundlicher Genehmigung von SWR Media Services;  © SWR

Käte Jaenicke und Edith Schultze-Westrum in "Der Sog" (1968); Foto mit freundlicher Genehmigung von SWR Media Services mit weiteren Infos zu dem Fernsehspiel; Copyright SWR
Käte Jaenicke in der 1. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Dokument": Direktor Hesselbach (Wolf Schmidt) ist empört, ein wichtiges Dokument ist in seinem Büro verschwunden. Seine Sekretärinnen (Käte Jaenicke, Mitte), Helga (Helga Neuner) und Sohn Willi (Joost Siedhoff) haben keine Ahnung, wo es ist. Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Foto: Copyright hr/Kurt Bethke; Text: hr Neben zahlreichen Gastauftritten in so beliebten Krimi-Serien wie "Der Alte", "Derrick" oder "Tatort" wurde Käte Jaenicke ab 1965 vor allem durch ihre Rolle des resoluten Faktotums Lenchen in der TV-Serie "Alle meine Tiere"2) den Fernsehzuschauern ein Begriff. Bereits in der legendären Familienserie "Familie Hesselbach"2) hatte sie Anfang der 1960er Jahre den Part der Sekretärin Fräulein Sauerberg übernommen, in der ganz auf Georg Thomalla zugeschnittenen Serie "Unser Pauker"3) (1965) kam sie als Gastwirtsfrau Hertha Janitz daher.
 
 
Käte Jaenicke (Mitte) in der 1. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Dokument": Direktor Hesselbach (Wolf Schmidt1), rechts) ist empört, ein wichtiges Dokument ist in seinem Büro verschwunden. Seine Sekretärinnen
Fräulein Sauerberg (Käte Jaenicke), Helga (Helga Neuner1), links) und Sohn Willi (Joost Siedhoff2)) haben keine Ahnung, wo es ist.
 
Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
Viele weitere Serien und Einzelproduktionen folgten in den nächsten Jahren, 1972/73 wirkte sie in der Familienserie "Kleinstadtbahnhof"3) bzw. "Neues vom Kleinstadtbahnhof"3) als Serviererin Trudchen Dörfer mit und der Spitzname "Suppenhuhn" blieb auch privat an ihr hängen. 1978 beispielsweise beeindruckte sie als Frau Löwy in dem legendären, viel diskutierten Vierteiler "Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss"1), in der Serie "Spreepiraten"1) (1989) erfreute sie das Publikum als Oma Anna Zwicknagel. 
Auch als Synchronsprecherin war die Schauspielerin gefragt und lieh so berühmten Kolleginnen wie beispielsweise Angela Lansbury, Carol Burnett oder Elsa Lancaster ihre Stimme.
  
Käte Jaenicke, die zuletzt in einem Münchner Altersheim lebte, starb dort am 1. November 2002 im Alter von 79 Jahren (legt man das Geburtsjahr 1923 zugrunde). Die 1963 geborene Tochter Anja Jaenicke1), aus der Beziehung ihrer Mutter mit dem türkischstämmigen Schriftsteller, Journalisten und Schauspieler Aras Ören1)4), ergriff ebenfalls den Schauspielerberuf, hat sich aber inzwischen vom Filmgeschäft zurückgezogen.
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung bzw. Kurzportrait innerhalb dieser HP, 3) fernsehserien.de
Quelle: 4) Wikipedia nach www.drombuschs.de (abgerufen 05.02.2012)
Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei der Internet Movie Database
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