| Giulietta Masina | ||||
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Giulietta Masina (Giulia Anna Masina) wurde am 22. Februar 1921 als Tochter eines
Lehrers im italienischen Giorgio di Piano (Bologna) geboren.
Sie stammte aus einer sehr kultivierten und hochkünstlerischen
Familie und wuchs in Rom auf, wo sie später auch Kunstgeschichte, Archäologie
und Philosophie studierte und ihren Doktor der
Philosophie machte. An der Universität spielte sie mit großem Erfolg
Laientheater und arbeitete hin und wieder als Aushilfssprecherin bei Radio Roma.
1942 lernte sie den Autor der
Hörspielserie "Chico und Pallina", Federico Fellini1) (1920 1993)
kennen und lieben;
dieser war zu der Zeit noch ein unbekannter Journalist und Schriftsteller,
der gerade versuchte, als Regisseur Fuß
zufassen; ein Jahr später heirateten die beiden.
1948 gab Giulietta Masina gab ihr Leinwanddebüt mit einer winzigen Nebenrolle in Alberto Lattuadas
"Senza pietà" (Ohne Gnade); 1950 war sie dann als
heruntergekommene Tänzerin Melina Amour in
Fellinis Regiedebüt "Luci del varietà"1) (Lichter des Varieté) zu
sehen; weitere Arbeiten mit ihrem Mann folgten. Nach einer kleineren Rolle in "Lo sceicco bianco"1) (1951, Die bittere Liebe)
kam dann 1954
für Giulietta Masina der internationale Durchbruch als Schauspielerin und
für Fellini als Drehbuchautor und Regisseur: In "La strada"1)
(Das Lied der Straße2)) spielte sie die
Hauptrolle der naiven Kindfrau Gelsomina an der Seite von Anthony Quinn:
Gelsomina ist ein armes Straßenmädchen, das von einem
ungehobelten Wanderkünstler ausgebeutet wird. "La strada"
wurde ein Welterfolg, erhielt einen Oscar als "Bester ausländischer Film" und
avanciertet inzwischen zu einem der großen Leinwandklassiker des 20. Jahrhunderts.
1957 beeindruckte die Schauspielerin mit dem beliebten Komiker Alberto Sordi
in "Fortunella", einem Film über ein Mädchen aus den römischen
Elendsvierteln, und an der Seite von Anna Magnani waren 1958 Zuschauer und
Kritiker gleichermaßen
über ihre Darstellung in "Nella città l'inferno" (Die Hölle in der
Stadt), einem harten, realistischen Film über ein Frauengefängnis,
begeistert. Ende der 1950er Jahre führte sie ihre Karriere auch nach Deutschland.
Zunächst wirkte sie 1959 neben Karin Baal, Richard Basehart, Gert Fröbe
und Dietmar Schönherr in
"Jons und Erdme" von Victor Vicas mit, 1960 folgte "Das kunstseidene
Mädchen" von Julien Duvivier.
Neben der Filmarbeit schrieb Giulietta Masina jahrelang eine wöchentliche Kolumne für die Zeitung "La stampa".
Vor allem zwei Charaktereigenschaften sind es, die trotz Giulietta Masinas
Aufstieg zum Weltstar niemals in Gefahr geraten, ihr abhanden zu kommen: ihre
Bescheidenheit und ihre Hilfsbereitschaft. Letztere erlaubt es ihr, auf das
Angebot einer der führenden italienischen Tageszeitungen einzugehen, eine Art
Lebenshilferubrik zu übernehmen: Woche für Woche schreibt sie für "La Stampa"
eine vielgelesene Ratgeberkolumne. Und bei der UNICEF, dem
Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, nimmt sie die verantwortungsvollen
Aufgaben einer Botschafterin wahr.
(Quelle: www.wienerzeitung.at) |
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Link: 1) Wikipedia, 2) prisma-online.de 3) Quelle: www.fembio.org |
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Textbausteine des Kurzportraits von
www.prisma-online.de; siehe auch Wikipedia, www.fembio.org |
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