Armin Mueller-Stahl; Copyright Werner Bethsold Armin Mueller-Stahl erblickte am 17. Dezember 1930 als drittes von fünf Kindern eines Bankbeamten im damals ostpreußischen Tilsit das Licht der Welt. In eine musische Familie hineingeboren, förderten seine Eltern schon früh die künstlerischen Talente ihres Sohnes. Nach dem Abitur studierte der junge Mueller-Stahl Geige und Musikwissenschaft am Städtischen Konservatorium in Ostberlin, machte 1949 sein Examen als Musiklehrer. Nach einem Jahr als Musikdozent begann er ein Schauspielstudium, das er jedoch wegen "mangelnder Begabung" abbrechen musste. Der angehende Schauspieler ließ sich jedoch nicht entmutigen und erhielt 1952 vom Regisseur Fritz Wisten sein erstes festes Engagement am Berliner Theater am Schiffbauerdamm, dessen Ensemble 1954 mit Wisten als Intendanten zur Berliner Volksbühne übersiedelte. Schon bald avancierte er in der ehemaligen DDR zum meistbeschäftigten und bestbezahlten Schauspieler, glänzte in klassische Rollen ebenso wie mit Figuren in modernen Bühnenstücken.
Mit dem Vierteiler "Flucht aus der Hölle" und seiner Rolle des Hans Röder begann 1960 Mueller-Stahls Karriere als Film- und Fernsehstar; er wirkte in den folgenden Jahren in zahlreichen DEFA-Produktionen mit und war auch auf dem Bildschirm eine feste Größe in verschiedensten Stücken. Wichtige Autoren schrieben ihm Rollen auf den Leib und in Kinoproduktionen wie "
Nackt unter Wölfen"1) (1963) profilierte er sich als anspruchsvoller Unterhaltungs-Star und positiver Held.

Foto: © Werner Bethsold
Das Foto entstand 1986 während einer Hörspielproduktion.
Seine zu DDR-Zeiten rund 60 Hauptrollen trugen dem Schauspieler nicht nur zahlreiche Preise ein wie u. a. 1963 den "Kunstpreis der DDR" sowie 1972 den "Nationalpreis zweiter Klasse" für sein exzellentes Spiel in dem Vierteiler "Die Verschworenen" (1971), den Martin Eckermann nach dem gleichnamigen Roman von Helmut Sakowski für das Fernsehen inszeniert hatte. Auch die Zuschauer wählten ihn fünf Mal hintereinander zum "beliebtesten Schauspieler der DDR", 1975 wurde er zum "DDR-Fernsehkünstler des Jahres" ernannt.
Als Mueller-Stahl 1976 gegen die Biermann-Ausbürgerung öffentliche Kritik geäußert hatte, wurde er mit einem dreijährigen Berufsverbot belegt. Er nutzte diese unfreiwillige Ruhepause, um einen Roman zu schreiben; das Ergebnis, "Verordneter Sonntag", in dem er die Geschichte dreier Schauspieler, die in eine schwere Krise geraten, erzählt, wurde von der Kritik hochgelobt.
1980 entschied sich Mueller-Stahl dann für eine Übersiedlung nach Westberlin, zog später nach Schleswig-Holstein und konnte nahtlos an seine Erfolge anknüpfen, was nicht allen ausgereisten DDR-Künstlern gelang. Zahlreiche Engagements an Theaterbühnen, vor allem aber Rollen in Film- und Fernsehproduktionen machten ihn schnell auch im Westen zum Star. Mit Filmen wie Fassbinders "Lola"1) (1981), in dem er den seriösen Baudezernaten von Bohm mimte und für seine Leistung den Bundesfilmpreis einheimste, oder seiner Rolle des Max Rehbein in "Die Sehnsucht der Veronika Voss"1) (1982) wurde der Schauspieler auf der Leinwand zu einem gefragten Darsteller.
 

Foto mit freundlicher Genehmigung von Einhorn-Film
© Einhorn-Film/Weltlichtspiele Kino GmbH

Lola; Copyright Einhorn-Film
Armin Mueller-Stahl ; Copyright Virginia Shue Unter anderem spielte er 1981 den Agenten des DDR-Staatssicherheitsdienstes Harald Liebe in Niklaus Schillings spannender Spionagegeschichte "Der Westen leuchtet"1), 1985 eindringlich den Bauern und Kriegsgewinnler Leon Wolny in Agnieszka Hollands Liebesdrama "Bittere Ernte"1) und wurde dafür im selben Jahr mit dem Darstellerpreis der Internationalen Filmfestspiele von Montreal geehrt. Ein Jahr später war er neben Klaus Maria Brandauer als Kronprinz in Istvan Szabos Oscar-gekürtem "Oberst Redl"1) zu sehen; 1986 agierte er als Chef der grauen Männer in Johannes Schaafs "Momo"1) nach dem Roman von Michael Ende.
Weitere interessante Rollen in den 1980er Jahren waren neben verschiedenen Auftritten in beliebten Krimi-Reihen wie "Tatort", "Derrick" oder "Ein Fall für Zwei" beispielsweise der Graf Pergen in Miloslav Luthers Biografie "
Vergesst Mozart"1) (1985), der Inspektor Alex Glass in Peter Patzaks Thriller "Killing Blue" (1988) oder der Baron von Rastchuk in Bernhard Wickis Joseph Roth-Adaption "Das Spinnennetz"1) (1989). Am Rande ist noch zu erwähnen, dass es der Schauspieler Mitte der 1980er Jahre ablehnte, die Rolle des Prof. Brinkmann in der "Schwarzwaldklinik" zu übernehmen.  

 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
Anfang der 1990er Jahre begann für Armin Mueller-Stahl eine steile internationale Karriere, er ging nach Hollywood und pendelte privat und beruflich zwischen Berlin und Los Angeles. Bereits 1989 hatte er unter der Regie von Costa-Gavras in den USA in dem Film "Music Box" (Music Box – Die Ganze Wahrheit) als Mike Laszlo, einem Nazi, der seine Vergangenheit auszuradieren versucht, debütiert. 
Zum Oscar-Anwärter avancierte er 1990 mit seiner Rolle des russisch-jüdischen Einwanderers Sam Krichinsky mit dem zweiten Film, Barry Levinsons Drama "Avalon". Zahlreiche weitere Rollen in erfolgreichen Kinofilmen folgten, darunter 1991 die des Helmut Grokenberger in Jim Jarmuschs Episodenfilm "Night on Earth"1), 1992 die Titelrolle des auf Meißner Porzellan versessenen Barons Kaspar Joachim von Utz in George Sluizers "Utz" nach dem gleichnamigen Roman von Bruce Chatwin, für den der Schauspieler in Berlin den "Silbernen Bären" erhielt.
1993 agierte Armin Mueller-Stahl als "Der Kinoerzähler" in Bernhard Sinkels gleichnamigem Film und war unter der Regie von Bille August der Severo del Valle in der gefühlvollen Familiensaga "The House of the Spirits"1) (Das Geisterhaus); 1996 trat er als der Graf von Kaltenborn neben einem beeindruckenden John Malkovich in Volker Schlöndorffs bildgewaltigen Literaturverfilmung "
The Ogre"1) (Der Unhold) in Erscheinung, um im gleichen Jahr in Scott Hicks' Künstlerbiografie "Shine"1) (Shine – Der Weg ans Licht) auf der Leinwand zu brillieren. Für die Darstellung des tyrannischen Vaters des jungen Pianisten David Helfgott (Geoffrey Rush) in letztgenanntem Film wurde Mueller-Stahl erneut für den Oscar nominiert – diesmal als bester Nebendarsteller. Mueller-Stahl spielte 1997 den Dimitri Vertikoff in Mimi Leders Action-Thriller "The Peacemaker"1) (Projekt – Peacemaker, mit George Clooney) und in David Finchers Abenteuer "The Game"1) (The Game – Das Geschenk seines Lebens) den Anson Baer an der Seite von Michael Douglas. In Peter Kassovitz' Neuverfilmung von Jurek Beckers Roman "Jakob the Liar1) (Jakob der Lügner) verkörperte der Schauspieler 1999 neben Robin Williams eindrucksvoll den Ghetto-Arzt Dr. Kirschbaum sowie ein Jahr später den Bertold 'Barry' Bohmer in Jean Stewarts Sportlerdrama "The Long Run".
1996 gab Armin Mueller-Stahl sein Regie-Debüt mit "
Gespräch mit dem Biest"1), in dem er auch die Hauptrolle, des inzwischen 97-jährigen Adolf Hitler, der in einem Bunker in Berlin lebt und ein langes, tödlich endendes Gespräch mit einem US-Historiker hat, übernahm; auch das Drehbuch stammte von ihm.
Armin Mueller-Stahl; Copyright Edmond Frederik Im deutschen Fernsehen glänzte der Schauspieler 2001 als Schriftsteller Thomas Mann in dem preisgekrönten Dreiteiler "Die Manns – Ein Jahrhundertroman"1), welcher von Heinrich Breloer mit zahlreichen Zeitdokumenten in Szene gesetzt worden war und in dem Thomas Manns jüngste Tochter Elisabeth Mann Borgese1) (1918 – 2002) erstmals über ihre berühmte Familie erzählte. In einem Interview sagte Mueller-Stahl unter anderem "Wenn ich Thomas Mann so gespielt hätte, wie er tatsächlich aufgetreten ist, hätte ich ihn lächerlich gemacht und mich dazu. Ich habe dann überlegt, wie spielst du diese Figur? Und ich bin drauf gekommen: Ich spiele sie gar nicht. Ich leihe mich ihm aus. Ich leihe der Figur Thomas Mann meinen Körper und meine Stimme."2)
Nicht zuletzt wegen der eindrucksvollen Darstellung Mueller-Stahls, aber auch seiner herausragenden Mitspieler wie Jürgen Hentsch (Heinrich Mann), Monika Bleibtreu (Katia Mann), Sebastian Koch (Klaus Mann) oder Veronica Ferres (Nelly Kröger Mann) erhielt der Film als einzige deutsche Fernsehproduktion 2002 in New York einen "Emmy". Das Regieteam und das Schauspielerensemble hatte im gleichen Jahr den "Adolf-Grimme-Preis" sowie den "Deutschen Fernsehpreis" erhalten .
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik
Danach stand Armin Mueller-Stahl nur noch sporadisch vor der Kamera, zu seinen jüngeren Arbeiten zählt nach "The Dust Factory – Die Staubfabrik"1) (2004) Margarethe von Trottas hochkarätig besetztes Melodram "Ich bin die Andere"1) (2006), in dem er den Vater der Protagonistin Carolin Winter (Katja Riemann), den herrischen Karl Winter mimte. In dem Thriller "Eastern Promises"1)  (2007, Tödliche Versprechen – Eastern Promises) des kanadischen Regisseurs David Cronenberg zeigt er sich als Oberhaupt eines Verbrecherclans in der kriminellen Unterwelt Londons. Sehenswert ist auch Tom Tykwers Politthriller "The International"1), der sich kritisch mit der globalen Verquickung von Politik und Finanzmarkt auseinandersetzt und in dem Mueller-Stahl neben den Hauptdarstellern Clive Owen und Naomi Watts einen der Bösewichte mimt; Kinostart in Deutschland war der 12. Februar 2009. Rund einen Monat später, am 13. März 2009, startete der Thriller "Illuminati"1) (Angels and Demons) nach dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Dan Brown in den deutschen Kinos; Armin Mueller-Stahl verkörpert darin den Kardinal Strauss. Das von Aleksandr Buravsky inszenierte Kriegsdrama "Leningrad" (2009, Leningrad – Die Blockade), eine russisch-englisch-deutschen Co-Großproduktion mit internationalen Stars wie Mira Sorvino und Gabriel Byrne, wurde Mitte November 2010 auf DVD veröffentlicht.
 
 
Foto: Armin Mueller-Stahl während der Berlinale 2006
Foto mit freundlicher Genehmigung von Bodo Petermann
© Bodo Petermann, BP PHOTO (www.bpphoto.de)
Armin Mueller-Stahl während der Berlinale 2006; Copyright BP PHOTO
Bereits im Herbst 2006 hatte der Künstler gegenüber der Presse verlauten lassen, dass er seine schauspielerische Karriere beenden, nur noch zwei, drei Rollen spielen wolle, sich vorwiegend der Malerei, der Musik und der Förderung junger Künstler widmen wolle. Jüngst war er auch als Familienoberhaupt Johann Buddenbrook in Heinrich Breloers Neuverfilmung von Thomas Manns Jahrhundertwerk "Die Buddenbrooks"1) zu bewundern. Die im Spätsommer 2007 begonnene Produktion mit Stars wie Iris Berben, Sylvester Groth, August Diehl und Jessica Schwarz startete am 25. Dezember 2008 als Kino-Spielfilm und wurde später als TV-Mehrteiler in der ARD ausgestrahlt. Im Rahmen der Dreharbeiten entstanden Mueller-Stahls Lithographien "Übermalungen eines Drehbuchs", das Buch mit Texten von Heinrich Breloer, Herwig Guratzsch und Armin Mueller-Stahl kam zeitgleich zum Kinostart im Dezember 2008 auf den Markt.  
  
Für seine darstellerischen Leistungen erhielt der Schauspieler im Verlaufe der Jahre zahlreiche Preise; neben den genannten Auszeichnungen, die er in der ehemaligen DDR verliehen bekam, wurde sein Lebenswerk 1997 mit der "Berlinale-Kamera" gewürdigt. Er gehört in Hollywood der Akademie an, die den Oscar verleiht und 1998 erhielt er in Chicago die Ehrendoktorwürde des "Spertus Institute for Jewish Studies". Im Jahre 2005 überreichte ihm der Bremer Kulturverein den "Hansepreis für Völkerverständigung" für sein Lebenswerk, seit 2006 gehört Mueller-Stahl zu den Trägern der "Carl-Zuckmayer-Medaille". Am 4. Mai 2007 wurde der Künstler bei der Verleihung des 57. Deutschen Filmpreises mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Mit der "Ehren-Lola" würdigte die Deutsche Filmakademie Mueller-Stahls "herausragenden Verdienste um den deutschen Film" und bezeichnete ihn als "sensiblen Menschendarsteller". Einen "Bambi" konnte er am 29. November 2007 in der Kategorie "Schauspieler national" bei der Verleihung des Medienpreises im Düsseldorfer Congress Center entgegennehmen.
Am 23. Mai 2008 folgte die "Goldene Feder", ein Medienpreis, der von der Bauer Verlagsgruppe seit dem Jahr 2000 in mehreren Kategorien jährlich verliehen wird, sowie das "Große Bundesverdienstkreuz mit Stern". Am 3. Februar 2009 ehrte ihn im Rahmen eines festlichen Gala-Konzertes im Leipziger Gewandhaus die "Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung" mit dem "Mendelssohn-Preis", der Personen verliehen wird, die sich im Mendelssohnschen Sinne um schöpferische Vielfalt, aufgeschlossenes Denken und kosmopolitisches Handeln verdient gemacht haben. Wenig später, am 8. Februar 2009, wurde Armin Mueller-Stahl im Rahmen der "Berlinale 2009" auf dem traditionellen Berlinale-Empfang des Progress-Filmverleihs im Berliner Rathaus für sein Lebenswerk geehrt. Außenminister und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier würdigte dabei das künstlerische Schaffen in über 80 Filmen und auch das gesellschaftspolitische Engagement des damals 78-jährigen früheren DEFA-Schauspielers, der auch einer der wenigen deutschen Weltstars sei. Schließlich ist auch noch der Ehrenpreis des 14. Filmfestivals Türkei/Deutschland zu nennen, das vom 26. Februar bis 8. März 2009 in Nürnberg stattfand.
Neuerdings hat Armin Mueller-Stahl auf dem am 10. September 2010 eingeweihten Berliner "Boulevard der Stars" auch einen "Stern", in prominenter Lage, mitten in Berlin auf der Potsdamer Straße, wurde er neben legendären Filmschaffenden wie Marlene Dietrich, Hildegard Knef und Romy Schneider bzw. herausragenden Schauspielern wie Mario Adorf, Bruno Ganz  oder Götz George "verewigt".
Weitere Auszeichnungen, die Mueller-Stahl  im Jahre 2010 erhielt, sind die Verleihung des Verdienstordens des Landes Nordrhein-Westfalen, die er am 14. Januar 2010 aus der Hand des damaligen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers entgegen nahm, sowie am 30. November die Ernennung zum Ehrenbürger des Landes Schleswig-Holstein durch den Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen. Armin Mueller-Stahl sei "ein Universalkünstler, wie es ihn weltweit vermutlich nur einmal gebe", sagte Carstensen in seiner Laudatio. Auch 2011 hielt der Preissegen an, am 5. Februar wurde Mueller-Stahl in der "Ullstein-Halle" im Verlagshaus der "Axel Springer AG" in Berlin anlässlich der vom ZDF live übertragenen Gala die begehrte "Goldene Kamera" in der Kategorie "Lebenswerk National" überreicht; die Laudatio hielt Iris Berben. Im Rahmen der 61. Internationalen Filmfestspielen in Berlin (10. – 20. Februar 2011) wurde der Ausnahme-Schauspieler wenig später mit einem "Goldenen Ehrenbär" geehrt.
 
Berlinale 2009: Armin Müller-Stahl bei der Danksagung
Foto mit freundlicher Genehmigung von Hans-Jürgen Furcht (www.hans-juergen-furcht.de)
Projektleiter/Pressestelle: www.filmstadt-quedlinburg.de
© Hans-Jürgen Furcht
Berlinale 2009: Armin Müller-Stahl bei der Danksagung; Copyright Hans-Jürgen Furcht
Nicht nur als Schauspieler und Regisseur machte sich Mueller-Stahl einen Namen, sondern auch als bildender Künstler und Schriftsteller. Das Multitalent stellte erstmals in einer Frühjahrausstellung 2001 im Filmmuseum Babelsberg (Potsdam) einem größeren Fachpublikum und der Kunstkritik seine Bilder vor. Die mehr als 100 ausgestellten Werke kamen einer kleinen Sensation gleich. Als "biographische Bilderwelten in Tusche, Öl und Acryl" umriss der Journalist und Freund des Künstlers Volker Skierka diese Kunst.
1997 veröffentlichte Armin Mueller-Stahl das Buch "Unterwegs nach Hause. Erinnerungen", in dem er die Stationen seines Lebens aufgeschrieben hat, 1998 erschien  im Paul List Verlag das Buch "In Gedanken an Marie-Louise. Eine Liebesgeschichte". Sein Buch, die feinfühligen Erzählungen "Hannah", kam im Sommer 2004 auf den Markt, Ende 2005 folgte der fiktive Roman "Venice. Ein amerikanisches Tagebuch". Flankiert von Zeichnungen und Skizzen aus seiner kalifornischen Wohnstatt Venice entfaltet Müller-Stahl eine Geschichte, in der sich Autobiographie und Fiktion auf originelle Weise mischen. (…) Der Band ist prächtig aufgemacht, auf Hochglanz gedruckt, was vor allem den zahlreichen Zeichnungen zu Gute kommt. Hinzu kommen ergänzende, kompetent geschriebene Essays von Hans-Dieter Sommer und Holger Teschke – über den bildenden Künstler und den Schauspieler Müller-Stahl – sowie eine Zeittafel und ein Verzeichnis aller Filme. So ist "Venice" ein perfektes Geschenkbuch für Fans, aber auch überzeugender Beweis, dass im Filmstar Armin Müller-Stahl ein echter Schriftsteller steckt.3) 
Seine Sammlung mit zehn Geschichten unter dem Titel "Kettenkarussell" liegt seit Ende August 2006 in den Buchhandlungen, im gleichen Jahr erschien "Portraits. Malerei und Zeichnung". Sein jüngstes Buch, die er "eine Autobiographie in Versen und Bildern" nennt, erschien am 11. November 2010 unter dem Titel "Die Jahre werden schneller. Lieder und Gedichte."
Rechtzeitig zum bevorstehenden 80. Geburtstag am 17. Dezember 2010 zeigt Armin Mueller-Stahl eine weitere Facette seines künstlerischen Schaffens: Mit "Es gibt Tage…" hat er am 26. November 2010 sein Debüt-Album veröffentlicht, auf der er vor rund 45 Jahren in der DDR geschaffene Lieder auf Wunsch seiner Frau erstmals eingesungen hat. Für die CD hat er sich mit seinem Freund, dem Jazzpianisten und Komponisten Günther Fischer1) zusammengetan, Tobias Morgenstern4) begleitet den melodischen Sprechgesang am Akkordeon. "Es gibt Tage…" ist ein Album, das berührt, eine CD, die auf jeden überflüssigen Ton, jedes redundante Wort verzichtet. Die Lieder gehen unter die Haut, gerade weil sie so nackt, ehrlich und ungeschminkt dargeboten werden. "Es gibt Tage…" ist mehr als eine Sammlung von Songs oder eine Reise in die Erinnerung – es ist eine Inszenierung, in die der Hörer mit atmosphärischer Nähe und spontanen Lachern vom ersten Augenblick an eingebunden wird.5) Ab Anfang Februar 2011 ging der Künstler mit diesem Programm auf eine Tournee durch mehrere ostdeutsche Städte.
Armin Mueler-Stahl auf der Buchmesse 2007 am Stand von Brockhaus; Urheber: Wikimedia-User Mathias Schindler; Lizenz CC-BY-SA 3.0.; Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons Verschiedene Autoren haben das Leben und Wirken des Ausnahmekünstlers nachgezeichnet, schon 1992 war von Gebhard Hölzl und Thomas Lassonczyk "Armin Müller-Stahl. Seine Filme – sein Leben" publiziert worden; zum 70. Geburtstag des Multitalents, der als einziger Schauspieler der ehemaligen DDR den Schritt von Babelsberg über Deutschlands Westen nach Hollywood erfolgreich gewagt hatte, brachte im Oktober 2000 Gabriele Michel "Armin Mueller-Stahl. Die Biographie" heraus. Zwei Jahre später folgte von Volker Skierka "Armin Mueller-Stahl. Begegnungen. Eine Biografie in Bildern". Der Bildband zeigt eine beeindruckende Sammlung gemalter Lebensabschnitte, aus frühem DDR-Leben, der ersten Zeit im Westen, aus Amerika. Porträts von Spielberg, Hitchcock, Fassbinder, Stefan Heym und vielen anderen. Filmische und freundschaftliche Stationen, die Höhen und Tiefen eines Mannes, der Rollen nur annahm "mit einem für unsere Zeit … wichtigen Anliegen". Mueller-Stahls Bilder, dazu eine Fülle an Fotos, alles ist eingebettet in einen ausgesprochen lesenswerten, sachlichen, dennoch unterhaltenden Text. Zitate aus Interviews mit dem "stillen Star", viele Freunde, Kollegen, die zu Wort kommen. Anekdoten, Erinnerungen, kleine Begebenheiten, ein wahrer Schatz an Informationen für die, die den kreativen Mann mit den vielen Gesichtern schätzen.6)
 
Foto: Armin Mueler-Stahl auf der Buchmesse 2007 am Stand von "Brockhaus"
Urheber: Wikimedia-User Mathias Schindler; Lizenz CC-BY-SA 3.0.
Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons
Der Charakterschauspieler, Regisseur, Maler und Schriftsteller Armin Mueller-Stahl, der inzwischen in mehr als 120 nationalen und internationalen Kino- und Fernsehfilmen immer wieder seine darstellerische Kraft unter Beweis stellte, ist seit 1973 mit seiner Frau Gabriele, einer Fachärztin für Dermatologie, verheiratet; 1974 wurde Sohn Christian geboren. Seine 1968 geschlossene Ehe mit der Schauspielerin Monika Gabriel1) (1943 – 2007) war nach kurzer Zeit gescheitert.
Der Künstler lebt wechselweise in Berlin, Norddeutschland und in Kalifornien.
  
Link: 1) Wikipedia, 4) www.tobiasmorgenstern.de
Quellen: 
2)  Freies Wort Suhl, 3) Deutschlandradio Kultur, 5) www.armin-mueller-stahl.de, 6)  Zitat der Amazon-Redaktion
Stand: November 2011
Webpräsenz des Künstlers: www.armin-mueller-stahl.de;
siehe auch Wikipedia, www.defa-sternstunden.de, www.defa-stiftung.de
sowie www.prisma-online.de und www.djfl.de
Einige Textbausteine des Kurzportraits stammen  aus: 
"Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf  Heinzelmeier/Berndt Schulz, Ausgabe 2000, S. 252/253

  
Kinofilme
Filmografie bei www.imdb.de
(Link: Wikipedia)
1956: Heimliche Ehen 1960: Fünf Patronenhülsen
1962: …und Deine Liebe auch 1962: Königskinder
1963: Christine 1963: Nackt unter Wölfen
1964: Alaskafüchse 1964: Preludio 11
1967: Ein Lord am Alexanderplatz 1969: Tödlicher Irrtum
1972: Der Dritte 1972: Januskopf
1973: Die Hosen des Ritters Bredow 1974: Jakob, der Lügner
1974: Kit & Co – Lockruf des Goldes 1976: Nelken in Aspik
1977: Die Flucht 1981: Lola
1981: Un dimanche de flic (Zwei Profis steigen aus) 1982: Die Flügel der Nacht
1982: Die Sehnsucht der Veronika Voss 1982: Der Westen leuchtet
1982: Viadukt (Der Fall Sylvester Matuska) 1983: Eine Liebe in Deutschland
1983: L'Homme blessé (Der verführte Mann) 1984: Glut
1983: Trauma 1984: Tausend Augen
1984: Rita Ritter 1985: Bittere Ernte
1985: Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit 1985: Die Mitläufer
1985: Oberst Redl 1985: Vergesst Mozart
1986: Momo 1987: Der Joker
1988: Killing Blue 1989: A Hecc
1989: Das Spinnennetz 1989: Music Box (Music Box – Die Ganze Wahrheit)
1989: Schweinegeld 1990: Avalon
1990: Bronsteins Kinder 1991: Kafka
1991: Night on Earth 1992: Far from Berlin
1992: Utz 1992: The Power of One (Im Glanz der Sonne)
1993: Red Hot 1993: Der Kinoerzähler
1993: The House of the Spirits (Das Geisterhaus) 1994: Holy Matrimony (Holy Days)
1994: The Last Good Time 1995: A Pyromaniac's Love Story (Brennende Liebe)
1995: Theodore Rex (T. Rex) 1996: The Ogre (Der Unhold)
1996: Gespräch mit dem Biest – Conversation with the Beast 1996: Shine (Shine – Der Weg ins Licht)
1996: Taxandria 1997: The Assistant
1997: The Game (The Game –6nbsp;Das Geschenk seines Lebens) 1997: The Peacemaker (Projekt: Peacemaker)
1998: The Commissioner (Der Commissioner – Im Zentrum der Macht) 1998: The X Files (Akte X – Der Film)
1999: Jakob the Liar (Jakob der Lügner) 1999: The Third Miracle (Das dritte Wunder)
1999: The Thirteenth Floor (The 13th Floor – Bist du was du denkst?) 2000: Pilgrim (Jagd auf einen Namenlosen)
2000: Mission to Mars (Cameo-Auftritt) 2000: The Long Run
2004: The Dust Factory (The Dust Factory – Die Staubfabrik) 2004: The Story of an African Farm
2006: Local Color 2006: Ich bin die Andere
2007: Eastern Promises (Tödliche Versprechen – Eastern Promises) 2008: The International (The International)
2008: Die Buddenbrooks 2009: Angels and Demons (Illuminati)
2009: Leningrad ( Leningrad – Die Blockade)
Um zur Seite der Leinwandstars zurückzukehren, bitte dieses Fenster schließen.
Home: www.steffi-line.de