| Karl John | ||||
|
Karl John (auch Carl John) wurde am 24. März 1905 in Köln geboren, wuchs jedoch in Zoppot bei Danzig
(heute Polen) auf und besuchte dort auch das Gymnasium.
Bereits als Gymnasiast war er vom Theater begeistert, übernahm etliche
Rollen bei Schüleraufführungen. Auf Wunsch seiner Eltern begann er nach dem Abitur
zunächst ein Architekturstudium an den Technischen Hochschulen in Danzig und Berlin,
wechselte aber schon nach wenigen Semestern zur "Staatlichen Schauspielschule" in Berlin, wo
unter anderem Leopold Jessner1) (1878 1945) sein Lehrer wurde. Johns Theaterlaufbahn begann 1932 und führte ihn über
Bunzlau, Dessau und Kassel
ins preußische Königsberg, wo ihn 1938 Heinz Hilpert1) (1890 1967) entdeckte und den
jungen Schauspieler an das "Deutsche Theater" nach Berlin
verpflichtete. Zum Film kam John Anfang der 1930er Jahre, sporadisch sah man ihn mit kleineren, aber eindrucksvollen Nebenrollen in Streifen wie dem Albers-Abenteuer "Der weiße Dämon"2) (1932), der Komödie "Kind, ich freu' mich auf Dein Kommen"2) (1933) oder der Literaturadaption "Wenn der Hahn kräht"2) (1936). Auch dem NS-Propagandafilm konnte sich John nicht entziehen, in den 40er Jahren agierte er unter anderem mit Uniform-Rollen in den bis heute als "Vorbehaltfilme"1) geltenden Streifen "Unternehmen Michael"1) (1937), "U-Boote westwärts!"1) (1941), "Stukas"1) (1941) und "Über alles in der Welt"2) (1941), populär wurde John vor allem durch seine Rolle des jungen Fliegerfeldwebels Bernd Birkhoff in "Zwei in einer großen Stadt"2) (1942) als Partner von Monika Burg. Ein Jahr später trat er unter der Regie Wolfgang Liebeneiners in dessen Melodram "Großstadtmelodie"2) auf. Es wird berichtet, dass John kurz nach der Uraufführung während einer Teegesellschaft die scherzhaft-bittere Prognose über Hitlers Schicksal nach dem Kriege gestellt haben soll: "Er wird an einer Kette mit einer Sammelbüchse des Winterhilfswerks quer durch Deutschland geführt. Jeder darf ihn anspucken. Einmal anspucken kostet eine Mark". Um dem zu erwartenden Zugriff durch die Gestapo zu entgehen, mimte er am Berliner Bahnhof Friedrichstraße einen Treppensturz und wurde wochenlang auf "Schädelbasisbruch" behandelt; tatsächlich blieb er auf diese Weise verschont, während ein anderer Teilnehmer jener Teerunde, der Kabarettist Bobby Dorsey, mit dem Leben bezahlen musste.3) Auch für den deutschen Nachkriegsfilm stand der Schauspieler ab
Ende der 1940er Jahre wieder vor der Kamera, so sah man ihn unter anderem 1947 als
Peter Keyser in einer Episode von Helmut Käutners "In
jenen Tagen"1), als Kriegsheimkehrer
Beckmann überzeugte er in Liebeneiners Borchert-Adaption "Liebe 47" (1948),
als Nazi Hösch in dem Drama "Der
Verlorene"1) (1951) von und mit Peter Lorre.
Als Inspektor Kleiber trat John in Carol Reeds Thriller "The Man Between" (1953, Gefährlicher Urlaub)
und als Betriebsleiter Schulz
in Victor Vicas' Flucht-Drama "Weg ohne Umkehr" (1953)
in Erscheinung. Unvergessen bleibt vor allem 1955 seine
Verkörperung des Ingenieurs Karl Oderbruch in Helmut Käutners
Zuckmayer-Verfilmung "Des
Teufels General"1) an
der Seite von Curd Jürgens. In Frank Wisbars Stalingrad-Drama "Hunde,
wollt ihr ewig leben"1) mimte er 1959 den Generaloberst Hoth, in
Alfred Weidenmann Heimatfilm "An
heiligen Wassern"1) (1960)
den Seppi Blatter , Vater des jungen Roman (Hansjörg Felmy). |
||||
|
Link: 1) Wikipedia, 2) Murnau Stiftung Quelle: 3) www.berlin.friedparks.de, 4) Wikipedia (abgerufen 06.02.2012) |
||||
| Siehe auch Wikipedoa, www.cyranos.ch | ||||
|
||||
|
|
||||
|
Um zur Seite der Publikumslieblinge zurückzukehren, bitte dieses Fenster
schließen. Home: www.steffi-line.de |