Babeck
Mit dem dreiteiligen Krimi "Babeck" setzte das ZDF 1968 erneut auf das Erfolgsduo Herbert Reinecker1) (1914 – 2007) und Wolfgang Becker2) (1910 – 2005), das bereits ein Jahr zuvor mit "Der Tod läuft hinterher"2) ein Millionenpublikum begeistert und damit die Reihe der legendären "Straßenfeger" als Antwort auf die seit Ende der 1950er Jahre in der ARD gezeigten Durbridge-Mehrteiler fortgesetzt hatte.
Von Herbert Reinecker stammte wieder das Drehbuch, der sich als Autor von Romanen, Kurzgeschichten und Jugendbüchern einen Namen gemacht, aber auch die Drehbücher für zahlreiche erfolgreiche Kinofilme wie beispielsweise "Vater braucht eine Frau" (1952), "Canaris" (1954, Drehbuch mit Erich Ebermayer), "Die Trapp-Familie in Amerika" (1958) oder "Schloß Gripsholm" (1963) geschrieben hatte. Reichlich Krimi-Erfahrung hatte er mit den Drehbüchern zu den beliebten Wallace-Streifen "Der Hexer" (1964, Drehbuch mit H.G. Petersson), "Neues vom Hexer" (1965), "Der unheimliche Mönch" (1965), "Der Bucklige von Soho" (1966), "Der Hund von Blackwood Castle" (1967) und "Die blaue Hand" (1967) bewiesen, später entwickelte er auch die Drehbücher für die Dauerbrenner "Der Kommissar" (1968 bis 1975, 97 Folgen) und "Derrick" (1973 bis 1997, 281 Folgen), weitere Serien-Erfolge aus seiner Feder waren unter anderem "Die fünfte Kolonne" (1963 bis 1965, 6 Folgen), "Polizeiinspektion 1" (1977 bis 1984, 9 Folgen) sowie verschiedene Geschichten für das "Traumschiff". Zwischen 1967 und 1969 schrieb Reinecker neben "Der Tod läuft hinterher" und "Babeck" auch noch die spannende Geschichte "11 Uhr 20"2) (1969). Regisseur Wolfgang Becker war mit Serien wie "Das Kriminalmuseum" und "Die fünfte Kolonne" ebenfalls Routinier in Sachen spannungsgeladener Unterhaltung, nach "Der Tod läuft hinterher" gab es nun die zweite Zusammenarbeit mit Herbert Reinecker.

Produzent Helmut Ringelmann1), der mit Quotenrennern wie "Die fünfte Kolonne", "Das Kriminalmuseum", "Der Kommissar", "Derrick" oder "Der Alte" Krimi-Geschichte im Fernsehen schrieb, hatte einmal mehr hochkarätige Schauspieler für die Produktion verpflichten können. Helmuth Lohner, Cordula Trantow, Senta Berger, Charles Regnier und Curd Jürgens führten die prominente Besetzungsliste an.
Alle drei Reinecker-Trilogien weisen entscheidende Parallelen auf. So führen diese den jeweiligen Ermittler (Fuchsberger bzw. Lohner) über eine Reihe verketteter Handlungsstränge in ein überraschendes, aber auch für den Ermittler nachdenkliches oder gar sinnloses Ende. Dabei tauchen immer wieder ähnliche Charaktere auf, so z. B. Gerd Baltus in "Der Tod läuft hinterher" zu Siegfried Lowitz in "Babeck", oder auch Friedrich Joloff in seinen drei Rollen. Die Zusammenfassungen ("Was bisher geschah") zu Beginn des zweiten und dritten Teils können aufgrund der starken Verdichtung des Handlungsablaufs auch heute noch deutlich machen, zu welchen beckettschen Leistungen Herbert Reinecker damals fähig war. (Quelle: Wikipedia)
 
Als am 17. Dezember 1968 die erste der rund 60-minütigen Folgen mit dem Titel "Ein Sarg aus Genua" über den Bildschirm flimmerte, machten die Zuschauer Bekanntschaft mit einem jungen Mann namens Manfred Krupka (Helmuth Lohner), der in die Machenschaften eines skrupellosen, internationalen Verbrechersyndikats verwickelt wird. Der Drahtzieher und Mann im Hintergrund ist ein mysteriöser "Babeck", dessen Gesicht niemand kennt und dem doch alle bedingungslos gehorchen …
 
Die Handlung (Quelle: Wikipedia und Die Krimihomepage)
Teil 1: Ein Sarg aus Genua (Erstausstrahlung: 17. Dezember 1968))
Teil 2: Das Geheimnis der Calasetta (Erstausstrahlung: 18. Dezember 1968)
Teil 3: Tödliche Geschäfte (Erstausstrahlung: 19. Dezember 1968)
 
Der junge Journalist Manfred Krupka (Helmuth Lohner) versucht das Verschwinden seines Vaters, dem Scherenschleifer Krupka (Walter Richter), aufzuklären. Die Spur führt dabei an den Starnberger See, an dem sein Vater das letzte Mal beim Arzt Dr. Brenner (Helmut Käutner) gesehen wurde. Sehr bald stellt sich heraus, dass Brenner, dessen Praxis nicht besonders gut läuft, mit dem Mord zu tun hat.
Kurz darauf wird die Leiche eines Herrn Hohmann (Karl John) aus Genua nach Deutschland überführt. Doch an den Tod Hohmanns, der angeblich ertrunken sein soll, glaubt seine Tochter Marianne (Cordula Trantow) nicht. Nachdem Dr. Brenner tot aufgefunden wird, führt die Spur auch Manfred Krupka zu Hohmanns Tochter. Immer mehr stellt sich heraus, dass Hohmanns Leiche gar nicht nach Deutschland überführt wurde, sondern durch die Leiche von Krupkas Vater ersetzt wurde. Auch Herr Weingarten (Siegfried Lowitz), ein Verwandter Hohmanns, kann die Spuren nicht verwischen.
Nach einigen Morden führt die Spur immer mehr zu einem gewissen "Babeck", der hinter all den Taten zu stehen scheint. Marianne Hohmann und Manfred Krupka müssen dabei auch eine Reise nach Genua in Kauf nehmen, um Licht ins Dunkel zu bringen. Hier zeigt sich, dass Hohmann lebt und für Babeck arbeitet, dem Boss von Waffenschmugglern, die ein zur Fahrt nach Afrika bestimmtes Schiff schon mit Waffen beladen haben. Krupka und Marianne können die Machenschaften der Bande aufdecken und Krupka glaubt, in einem Rollstuhlfahrer (Curd Jürgens) den mysteriösen Babeck persönlich vor sich zu haben. Erst ganz zum Schluss enttarnt sich Kaminsky (Charles Regnier) als der wahre Babeck, indem er den Rollstuhlfahrer, seinen Strohmann, erschießen lässt. Doch kurz darauf wird er von dessen Tochter Susanne Stefan (Senta Berger) selbst erschossen …


"Babeck ist tot. Es lebe Babeck" schrieb das "Hamburger Abendblatt" (Nr. 303, vom 30.12.1968) und führte weiter aus "Dieser Krimi mit den drei "S", Spannung, Stars und Sex, stellte so ziemlich alles in den Schatten, was sich bislang in Deutschland auf diesem Sektor so tat. Am wohltuendsten: Hier gab es einmal nicht jenen obligatorischen, pfeiferauchenden, neunmalklugen, mit Mutterwitz und Bierruhe ausstaffierten Kriminalkommissar. Aus der Reihe der Prominenten, wen soll man zuerst, wen am meisten loben? Nennen wir, stellvertretend für alle, einfach nur Helmuth Lohner, der als Journalist Manfred Krupka eine schauspielerische Leistung bot, die sich das Deutsche Fernsehen hoffentlich rot in seinem Notizbuch angestrichen hat, wenn wieder einmal eine große Rolle besetzt werden soll. Es muss ja nicht immer Krimi sein."
 
Mittlerweile ist der ZDF-Straßenfeger "Babeck" im November 2006 als DVD erschienen: Nun beschert die DVD ein Wiedersehen mit den dreieinhalb spannenden Stunden, was allein schon wegen der Vielzahl bekannter Namen aufhorchen lässt: In weiteren Rollen wirken Paul Verhoeven, Charles Regnier, Siegfried Lowitz, Curd Jürgens, Wolfgang Völz und Raimund Harmstorf mit. Und die strahlend schöne Senta Berger, die im zweiten Teil auch mit dem von Peter Thomas komponierten Chanson "Vergiß mich, wenn Du kannst" zu hören ist.
Sicher, in Punkto Drastik und Tempo ist man heute anderes gewohnt – da wird sich der eine oder andere junge Zuschauer wohl erst an den gemächlichen Rhythmus der altersgemäß etwas verrauschten Schwarzweiß-Bilder gewöhnen müssen. Der kriminalistischen Spannung tut das aber keinen Abbruch. Und wer mag, kann sich anschließend noch eine hübsche Galerie mit (farbigen!) Standbildern und ein interessantes, knapp halbstündiges Gespräch mit Herbert Reinecker ansehen.
(Quelle: www.kabeleins.de)
  

Siehe auch Wikipedia, Die Krimihomepage sowie www.tv-nostalgie.de
Weitere Links bei www.wunschliste.de, www.fernsehserien.de

1) Der Link führt zu Wikipedia
2) Der Link führt zur Beschreibung innerhalb dieser Webpräsenz

Die Akteure:
Helmuth Lohner

Helmuth Lohner; Copyright Virginia Shue

… spielte den Journalisten Manfred Krupka, der seinen verschwundenen Vater sucht.
 
Geboren am 24. April 1933 in Wien.
 
Kurzportrait zu Helmuth Lohner innerhalb dieser Homepage

Siehe auch Wikipedia
Weitere Filme*) mit Helmuth Lohner
 
Das Foto wurden mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
Cordula Trantow

Cordula Trantow; Copyright Virginia Shue

… spielte die Marianne Hohmann, dessen Vater angeblich ertrunkenen ist.
 
Geboren am 29. Dezember 1942 in Berlin.


 
Kurzportrait zu Cordula Trantow innerhalb dieser Homepage

Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de


Weitere Filme*) mit Cordula Trantow

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Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Helmut Käutner … spielte den zwielichtigen Dr. Brenner.
 
Geboren am 25. März 1908 in Düsseldorf,
gestorben am 20. April 1980 in Castellina in Chianti (Italien).
 
1928 begann Helmut Käutner, Sohn eines Düsseldorfer Kaufmanns, in München zu studieren. Von 1931 bis 1935 spielte Käutner Kabarett im Ensemble "Die Nachrichter". Bemerkenswert vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund ist dabei, dass "Nachrichter" nichts mit Nachrichten zu tun hat, sondern eine alte Bezeichnung für den Henker ist (der nach dem eigentlichen Richter, der das Todesurteil spricht, dieses vollstreckt). Von 1936 bis 1939 war er Schauspieler und Regisseur am Leipziger Schauspielhaus.
1939 begann seine Karriere als Regisseur mit dem Film "Kitty und die Weltkonferenz"; Filmerfahrung hatte er schon zuvor als Drehbuchautor und mit einem Kurzauftritt in dem Spielfilm "Kreuzer Emden" (1932) gesammelt.
Obwohl Käutner nicht zum Widerstand gehörte, hat er sich während der Nazizeit eine gewisse Unabhängigkeit in seinem Schaffen bewahren können. Er drehte mit "Kitty und die Weltkonferenz" einen Film, der von der Zensur als pro-britisch verboten wurde. Mit "Große Freiheit Nr. 7" (1944) und "Unter den Brücken" (1944) schuf er zwei Filme, die in ihrer Betonung des Individuellen stark dem Weltbild der Nazis widersprachen. Mit "Kleider machen Leute" (1940) veralberte er insgeheim den Uniformenwahn der Zeit. In dieser Zeit entstand auch "Romanze in Moll" (1943).

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs arbeitete Helmut Käutner für Radio Hamburg (späterer NWDR), wo er seine Arbeits- und Inszenierungsweise auf das Hörspiel übertrug. Unter anderem bearbeitete er bereits 1945 Thornton Wilders "Unsere kleine Stadt" für den Funk. 1954 feierte er mit dem Antikriegsfilm "Die letzte Brücke" einen großen Erfolg. Bei den Filmfestspielen von Cannes 1954 erhielt Käutner für den Film den "Prix International". Viele erfolgreiche, ambitionierte Kinofilme der 1950er Jahre tragen seine Handschrift, man denke nur an "Ludwig II. – Glanz und Ende eines Königs" (1955) mit O. W. Fischer, "Des Teufels General" (1955) und "Der Schinderhannes" (1958) mit Curd Jürgens, "Der Hauptmann von Köpenick" (1956) mit Heinz Rühmann, "Das Glas Wasser" (1960) mit Liselotte Pulver oder auch an die zu Herzen gehende Romanze "Monpti" (1957) mit Romy Schneider und Horst Buchholz.
In den 1960er Jahren begann Käutner dann für das Fernsehen zu produzieren und trat gelegentlich auch als Schauspieler auf. 1967 erhielt er den "Adolf-Grimme-Preis" in Gold für seine beim Saarländischen Rundfunk durchgeführte Fernsehproduktion "Valentin Katajews chirurgische Eingriffe in das Seelenleben des Dr. Igor Igorowitsch".

Helmut Käutner war seit 1934 mit der Schauspielerin Erica Balqué (verstorben 2003) verheiratet , die seit "Die letzte Brücke" in fast all seinen Filmen als Regieassistentin fungierte. Seine letzten Lebensjahre, bereits schwer krank, verbrachte er mit seiner Frau in der Toscana. Dort, in seinem Haus in Castellina in Chianti, im nördlichen Teil der Provinz Siena gelegen, starb er im Alter von 72 Jahren. Helmut Käutner wurde in einem Ehrengrab auf dem Waldfriedhof Zehlendorf in Berlin beigesetzt.
Nach ihm ist der "Helmut-Käutner-Preis" benannt, der seit 1982 zwei-jährlich bzw. seit 1995 alle drei Jahre am Geburtstag von Helmut Käutner von der Stadt Düsseldorf vergeben wird.

Quelle: Wikipedia (Stand Januar 2009)
 
Siehe auch Deutsches Filminstitut – DIF, www.deutsches-filmhaus.de,
www.prisma-online.de, www.cyranos.ch
 
Weitere Filme*) von und mit Helmut Käutner
Senta Berger

Senta Berger; Copyright Virginia Shue

… spielte die Susanne Stefan.
  
Geboren am 13. Mai 1941 in Wien.
  
Kurzportrait zu Senta Berger innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de, www.prisma.de, www.br-online.de


Weitere Filme*) mit Senta Berger
 
Das Foto wurden mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Charles Regnier

Charles Regnier; Copyright Werner Bethsold

… spielte den Kaminsky.

Geboren am 22. Juli 1914 in Freiburg im Üechtland (Schweiz),
gestorben am 13. September 2001 in Bad Wiessee.
  
Kurzportrait zu Charles Régnier innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia


Weitere Filme*) mit Charles Régnier
 

Foto: © Werner Bethsold

Curd Jürgens

Curd Jürgens; Copyright Virginia Shue

… spielte den Mann im Rollstuhl.

Geboren am 13. Dezember 1915 in München-Solln,
gestorben am 18. Juni 1982 in Wien.
  
Kurzportrait zu Curd Jürgens innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.whoswho.de, www.prisma-online.de


Weitere Filme*) mit Curd Jürgens
 
 
Das Foto wurden mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Siegfried Lowitz … spielte den Herrn Weingarten, ein Verwandter Hohmanns.
  
Geboren am 22. September 1914 als Siegfried Wodolowitz in Berlin,
gestorben am 27. Juni 1999 in München.
 
Kurzportrait zu Siegfried Lowitz  innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia sowie Siegfried Lowitz- Stiftung für Theater uns Schauspielkunst
Weitere Filme*) mit Siegfried Lowitz
Walter Richter … spielte den verschwundenen Scherenschleifer Krupka.
 
Geboren am 13. Mai 1905 in Berlin,
gestorben am 26. Juli 1985 in Wien.
 
Kurzbiografie zu Walter Richter innerhalb dieser Homepage

Siehe auch Wikipedia, www.prisma-online.de 
Weitere Filme*) mit Walter Richter
Helma Seitz … spielte die Agathe.
 
Geboren am 23. Februar 1913 in Offenbach,
gestorben am 11. Juli 1995 in Köln.

Helma Seitz wuchs als Tochter eines Fabrikanten in Offenbach auf, nach ihrer Schauspielausbildung erhielt sie erste Engagements unter anderem in Hannover, Frankfurt und Oldenburg. Nach ihrer Heirat mit einem amerikanischen Unternehmer ging sie mit ihrem Mann nach New York und lebte dort für mehr als zehn Jahre. Nach der Scheidung kehrte Helma Seitz nach Deutschland zurück und nahm ihre Schauspieltätigkeit wieder auf. Sie stand beispielsweise in Linz, Kiel und München auf der Bühne, ging auf umfangreiche Theatertourneen quer durch die Bundesrepublik.
Seit Anfang der 60er Jahre übernahm die Schauspielerin sporadisch Aufgaben vor der Kamera, wobei ihre Haupttätigkeit beim Fernsehen lag. Ihre bekannteste TV-Rolle war die der resoluten Kriminalassistentin "Rehbeinchen" in dem Dauerbrenner "Der Kommissar", wegen diverser Theaterengagements konnte sie jedoch nicht in allen Folgen mit von der Partie sein. Sie spielt nur eine winzige Rolle. Und doch spielte sie sich mit dieser Rolle in die Herzen von Millionen Fernseh-Zuschauern. Über fünfzigmal stand Helma Seitz, vielleicht besser bekannt als "Fräulein Rehbein", an der Seite von Erik Ode und seinen bewährten Assistenten vor der Kamera. In diesen fünfzig "Kommissar"-Folgen aber hat sich Helma Seitz ein Image geschaffen, das seinesgleichen sucht: Als "Fräulein Rehbein" ist sie Deutschlands Bildschirm-Kaffeetante Nummer eins geworden. (Quelle: TV – Hören und Sehen 19/1973)
Auch nach dem Ende der Serie war Helma Seitz noch vereinzelt auf dem Bildschirm präsent, spielte mehrfach kleinere Rollen in Krimireihen wie "Der Alte" und "Derrick", agierte in der Unterhaltungsserie "Unsere schönsten Jahre" oder war als Großmutter in dem Sechsteiler "Nesthäkchen" (1983) zu sehen.
Die Schauspielerin war in zweiter Ehe mit einem österreichischen Theaterintendanten verheiratet; aus der ersten Ehe stammt Tochter Renate Becker, die ebenfalls Schauspielerin geworden ist.
 
Siehe auch Wikipedia 
Weitere Filme*) mit Helma Seitz
Friedrich Joloff … spielte den Mazzini. 
 
Geboren am 14. Dezember 1908 in Berlin als Friedrich Jolowicz,
gestorben am 4. Januar 1988 in Verden an der Aller.
 
Kurzportrait zu Friedrich Joloff innerhalb dieser Homepage
  
Siehe auch Wikipedia
Weitere Filme*) mit Friedrich Joloff
Karl John
(Carl John)
… spielte den angeblich ertrunkenen Hohmann.
 
Geboren am 24. März 1905 in Köln,
gestorben am 22. Dezember 1977 in Gütersloh.

Kurzportrait zu Karl John innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch 
Weitere Filme*) mit Karl John
Wolfgang Völz

Wolfgang Völz; Copyright Virginia Shue

… spielte den Fasold.
 
Geboren am 16. August 1930 in Danzig.
 
Kurzbiografie zu Wolfgang Völz innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia


Weitere Filme1) mit Wolfgang Völz
 
 
Das Foto wurden mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Katrin Schaake
 
Katrin Schaake; Copyright Virginia Shue
Foto zur Verfügung gestellt von der
Hamburger Fotografin Virginia Shue
© Virginia Shue
(starfotos@virginia-hamburg.de)
… spielte die Marita Jung.
 
Geboren am 13. November 1931 in Hamburg.

Nach einer Ausbildung zur Schauspielerin an der Staatlichen Hochschule in Hamburg (bei Eduard Marks und Else Bongers) erhielt Katrin Schaake ein erstes Engagement am Theater in Detmold. 
Ihre Karriere als Darstellerin beim Film begann 1959 mit einer Rolle in "Aus dem Tagebuch eines Frauenarztes" mit Rudolf Prack in der Hauptrolle. Zwei Jahre später drehte sie mit Götz George und Johanna von Koczian "Unser Haus in Kamerun" (1961). Nach einigen Fernsehauftritten hatte sie eine Nebenrolle im Oscar-prämierten Spielfilm "Was gibt’s Neues, Pussy?" (1965) mit Peter Sellers, Romy Schneider und Woody Allen. Es folgte mit "Blüten, Gauner und die Nacht von Nizza" (1966) mit Jean Gabin und Curd Jürgens in den Hauptrollen eine weitere internationale Produktion.
Sie arbeitete ab 1969 mehrfach mit Rainer Werner Fassbinder, unter anderem in "Liebe ist kälter als der Tod" (1969), "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" (1972) und "Welt am Draht" (1973). Zu dieser Zeit war sie mit Ulli Lommel verheiratet1), von dem sie sich wieder scheiden ließ. Ab 1974 war Schaake zwölf Jahre die Lebensgefährtin von Marius Müller-Westernhagen2)3).
Bis zum Ende der 1980er Jahre arbeitete sie nur gelegentlich als Schauspielerin in Fernsehproduktionen, wie 1968 in der Fernsehserie "Hafenkrankenhaus" mit Anneli Granget in der Hauptrolle. Zwischen 1990 und 1995 trat sie dann wieder vermehrt auf, hauptsächlich in deutschen Fernsehkrimis wie "Tatort", "Peter Strohm" und "Schwarz Rot Gold".
Zu ihren Theaterstationen gehörte u. a. das Landestheater Detmold (ab 1960).
 
Quelle: Wikipedia (Stand Februar 2009)
 
Weitere Filme*) mit Katrin Schaake
 
1) IMDb Biografie
2) stromy.de
3) Interview mit Katrin Schaake

Kai Fischer … spielte die Caroline.
 
Geboren 18. März 1934 in Prag.  
 
Kurzbiografie zu Kai Fischer innerhalb dieser Homepage

Siehe auch Wikipedia
Weitere Filme*) mit Kai Fischer
Paul Albert Krumm … spielte den Hiebler.
 
Geboren am 28. Dezember 1927 in Berlin,
gestorben am 1. Januar 1990 in Düsseldorf.
 
Kurzportrait zu Paul Albert Krumm innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia
Weitere Filme*) mit Paul Albert Krumm
Peter Neusser … spielte den Meyerhofer.
 
Geboren am 30. Juni 1932 in Wien,
gestorben am 20. Januar 2010 nach langer Krankheit in Berlin.

Neusser absolvierte sein Schauspielstudium am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Sein Filmdebüt gab er 1956 in dem Spielfilm "Der Kaiserjäger". Zu seinen weiteren Filmen zählen "Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin" (1957) und "Brennt Paris?" (1966).
Von 1986 bis 2003 spielte er die Rolle des Revierleiters Rolf Bogner in der Serie "Großstadtrevier".

In den 1980er und 1990er Jahren war Neusser außerdem als Synchronsprecher tätig. Er lieh seine Stimme u. a. James Arness in der Westernserie "Rauchende Colts" und Greg Morris in der Krimiserie "Vegas".
Peter Neusser war Vater von vier Kindern und lebte zuletzt in Berlin.

Quelle: Wikipedia (Stand Februar 2009)
 
Weitere Filme*) mit Peter Neusser
Rudolf Schündler … spielte den ermittelnden Kriminalkommissar Winfeld.
 
Geboren am 17. April 1906 in Leipzig,
gestorben am 12. Dezember 1988 in München.
 
Kurzbiografie zu Rudolf Schündler innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch
Weitere Filme*) mit Rudolf Schündler
Jan Hendriks … spielte den Bleriot.
 
Geboren am 6. Dezember 1928 als Heinz Joachim Hinz in Berlin,
gestorben am 17. Dezember 1991 in Berlin.
  
Kurzportrait zu Jan Hendriks innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia; Fotos bei film.virtual-history.com
Weitere Filme*) mit Jan Hendriks
Monika Lundi … spielte die Hilde Giesing.
 
Geboren am 22. August 1942 in Berlin.
 
Aufgewachsen in einem Berliner Waisenhaus besuchte sie eine Haushaltsschule und absolvierte eine Ausbildung als Graphikerin an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin.
Sie betätigte sich als Fotomodell und erschien am 29. November 1967 auf der Titelseite der Illustrierten "Quick". Nach einigen sehr kleinen Film- und Fernsehauftritten erhielt sie Ende 1968 die Hauptrolle in der Erotikkomödie "Ich betone – oben ohne". Bekannt wurde sie dem Fernsehpublikum durch die elfteilige Serie "Von Liebe keine Rede". 1972 war sie die Partnerin von Roy Black in dem Heimatfilm "Grün ist die Heide", ein Jahr später erhielt sie aufgrund ihrer Popularität einen bronzenen "Bravo Otto".

1973 heiratete sie in Dänemark ihren Schauspielerkollegen Horst Janson, doch wurde die Ehe bereits 1976 wieder geschieden. Mit ihm nahm sie 1975 unter der Produktion von Michael Kunze die Schallplatte "Wir wollen es haben" auf; hierbei handelte es sich um die deutsche Version des Paul Anka-Hits "Having My Baby"; die Single wurde jedoch kein kommerzieller Erfolg.

Monika Lundi war in späteren Jahren hauptsächlich in Episoden von Fernsehserien wie "Tatort", "Ein Fall für Zwei" oder auch "Marienhof" zu erleben. Weitere Ausdrucksmöglichkeiten fand sie u. a. im Besprechen von Hörbüchern.
Nach ihrer zweiten Ehe mit dem Regisseur Hartmut Griesmayr ist Monika Lundi seit 1989 mit dem Schauspieler Hans Stetter verheiratet.
 
Quelle: Wikipedia (Stand Februar 2009)

Weitere Filme*) mit Monika Lundi
Paul Verhoeven … spielte den Körner, der den Journalisten Manfred Krupka aus dem Weg räumen soll.
 
Geboren am 23. Juni 1901 in Unna,
gestorben am 22. März 1975 in München.
 
Kurzportrait zu Paul Verhoeven innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch
Weitere Filme*) mit Paul Verhoeven
Raimund Harmstorf

Raimund Harmstorf; Copyright Rainer Binder

… spielte den Nielsson.
 
Geboren am 7. Oktober 19391) in Hamburg,
gestorben am 3. Mai 1998 in Marktoberdorf.
 
Kurzbiografie zu Raimund Harmstorf innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia sowie die Fanpage seewolf.robsoft.dk


Weitere Filme*) mit Raimund Harmstorf
 
 
Foto: © Rainer Binder
(Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem Fotografen Rainer Binder zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Rainer Binder; das Foto darf nicht für andere Zwecke verwandt werden.)
 
 
1) Die Biografien nennen alle 1940 als Geburtsjahr, die Grabinschrift nennt aber eindeutig 1939.

Tony Stahl … spielte den Emilio.
 
Geboren am 4. Januar 1928 in Kempten/Allgäu.
 
Weitere Filme*) mit Tony Stahl
Walter Morath … spielte den Mendozza.
 
Geboren am 26. September 1918 in Basel,
gestorben am 3. Juli 1995 in Basel.
 
Nach der Gymnasialzeit sahen Mutter und Stiefvater zunächst eine bürgerliche Laufbahn für Walter Morath vor und er belegte ein Germanistikstudium zwecks Anstellung als Deutschlehrer. Nach knapp vier Semestern, während derer er bereits heimlich Schauspielunterricht nimmt, verließ Morath mit 21 Jahren Universität und Elternhaus, um sich dem Theater zu widmen. Er nahm am Konservatorium Basel Schauspielunterricht bei Gustav Hartung und erhält in der Saison 1939/1940 ein erstes Engagement am Basler Stadttheater. Er spielte in Märchenproduktionen und schlug keine Rolle von der "schwefelgelben Blitzhexe mit rotzüngelndem Haar" bis zu den ersten Charakterdarstellungen aus.
Ab der Saison 1941/42 wurde er am Städtebundtheater Biel-Solothurn unter der Leitung von Egon Neudegg engagiert. Nebenher absolvierte er den Militärdienst. Von 1943 bis 1946 trat Morath im Schauspielhaus Zürich unter der Leitung von Oscar Wälterlin auf, wo er die Rollen Acaste in Molières "Der Misanthrop", Biondello in Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung", Jimmy Farrell in Synges "Der Held des Westerlandes" und Lakai Jascha in Tschechows "Der Kirschgarten" übernahm.

Das politische Kleintheater hatte Erfolg, unter anderem das "Cabaret Cornichon", dem Morath bei Kriegsende beitritt, und dem er bis 1948 angehört. Er lernt Voli Geiler kennen, die bereits zum Ensemble des "Cornichon" gehört. Seit 1948 wurde Walter Morath vor allem durch gemeinsame Auftritte mit Voli Geiler in einem Kabarett-Duo-Programm bekannt, feierte internationale Erfolge auf Tourneen in Südamerika und Israel, wo er nach dem Krieg als einer der ersten deutschsprachigen Künstler hinreiste. Fridolin Tschudi, Werner Wollenberger, C. F. Vaucher und Friedrich Dürrenmatt texten für sie. Auf dem Höhepunkt der Karriere zogen sie sich 1970 als Kabarettduo zurück und arbeiteten separat als Bühnenschauspieler.

Morath erhält mehrfach Anfragen von Film und Fernsehen, lehnt jedoch die meisten ab und spielt insgesamt in nur vier Filmen mit: "Matto regiert" (1947, Regie Leopold Lindtberg), "Bäckerei Zürrer" (1957) und "Der Teufel hat gut lachen" (1960), beide von Kurt Früh, sowie "De Grotzepuur" (1975, Regie Mark M. Rissi).

Jahrelang arbeitete er fürs Schauspielhaus Zürich und fürs Theater Basel. In späteren Jahren machte er Produktionen für Radio und Fernsehen. Wie andere ältere Kollegen litt Morath unter dem Wandel, der sich in den 1970er Jahren auf den Bühnen vollzog, und den er als Niedergang der Theaterkultur empfand. Nach der Scheidung seiner zweiten Ehe übernahm er die Kinder.
 
Quelle: Wikipedia (Stand Februar 2009)
 
Siehe auch www.cyranos.ch
Weitere Filme*) mit Walter Morath
Harry Raymon … spielte den Enrico.
 
Geboren 1926.

Der Schauspieler Harry Raymon kann auf ein reiches und bewegtes Leben zurückblicken. Im Jahr 1926 wurde er in Deutschland, im Hunsrück, geboren. Im Alter von neun Jahren emigriert Harry mit seiner alteingesessenen, jüdischen Familie noch rechtzeitig nach Amerika. Gegen Kriegsende kehrte er mit der US-Army ins zerstörte Deutschland zurück. In Frankreich beginnt er daraufhin eine Theater- und Pantomimenausbildung und gründet in den fünfziger Jahren ein pantomimisches Theater. Eine Beziehung zu einem Mann bringt in zurück nach Deutschland und vor 40 Jahren hat er sich in München niedergelassen.

Quelle: Harry Raymon im Gespräch mit Our Munich (yachad.israel-live.de)

Weitere Informationen:
Raymon besuchte in New York eine Schauspielschule, gemeinsam mit Tony Curtis und Harry Belafonte.
Er spielte ab Ende der 1950er Jahre in einigen Kinoproduktionen, unter anderem den Gegenspieler von Horst Buchholz in "Endstation Liebe" (1958).
Seinen autobiographischen Roman "Einmal Exil und zurück" veröffentlichte Raymon im Frühjahr 2005 (Band Nr. 1 der Reihe "Lebensgeschichte des forum homosexualität und geschichte münchen").
 
Weitere Filme*) mit Harry Raymon

Jos Hartmann … spielte den Edward.
 
Weitere Filme*) mit Jos Hartmann
Erni Singerl … spielte eine Blumenverkäuferin.
 
Geboren am 29. August 1921 in Puch bei Fürstenfeldbruck,
gestorben am 30. Juli 2005 in München.
 
Kurzbiografie zu Erni Singerl innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia
Weitere Filme*) mit Erni Singerl
Toni Barpi … spielte einen Autovermieter.
 
Weitere Filme*) mit Toni Barpi (auch Tony Barper)
Giacomo Frattini … spielte einen Fotografen.
 
Weitere Filme*) mit Giacomo Frattini
*) Der Link führt zur "german.imdb.com" bzw. "imdb.com"
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