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Nach Ende des 2. Weltkrieges ging der Schauspieler zunächst für mehrere Jahre zurück nach Amerika und arbeitete bei Tourneetheatern, 1951 kam er nach Düsseldorf, wo er bis 1955 unter der Intendanz und Regie Gründgens auf der Bühne stand. Anschließend wechselte er für neun Jahre nach Hamburg, ab 1967 wirkte er drei Jahre lang in Zürich. 1970 ging er für kurze Zeit an die Münchner Kammerspiele, dann bis 1973 an das Hamburger Thalia-Theater, schließlich erneut bis 1981 an das Bayerische Staatsschauspiel sowie 1982 bis 1984 an das Hamburger Thalia-Theater. Daneben gab er Gastspiele an vielen bedeutenden deutschsprachigen Bühnen, trat unter anderem auch bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen auf. Das Repertoire des Schauspielers war breit gefächert, reichte von großen klassischen Rollen bis hin zur Interpretation moderner Figuren; Haupt begeisterte als "Karl Moor" in Schillers "Die Räuber" oder als "Mephisto" in Goethes "Faust", feierte beispielsweise Triumphe als Shakespearscher "Othello" und "Macbeth" oder als "Horatio" in "Hamlet". Er brillierte unter anderem als "Don Juan" in "Die chinesische Mauer" von Max Frisch, als junger "Sam" in "Endspurt" von Peter Ustinov, als "Ernesti" in Dürrenmatts "Die Physiker", als "Krapp" in Becketts "Das letzte Band" oder mit der Titelrolle in Wedekinds "Marquis von Keith" um nur einige, wenige seiner herausragenden Rollen zu nennen. Gleichzeitig machte er sich einen Namen als bedeutender Theaterregisseur; insgesamt zeichnete er für rund 80 Inszenierungen an großen deutschsprachigen Theatern, bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen und bei den Festspielen in Salzburg verantwortlich. 1972 beispielsweise feierte Ullrich Haupt Triumphe mit seiner Inszenierung von Becketts "Warten auf Godot" am Hamburger Thalia Theater, "mit großer Besetzung", wie die WELT damals schrieb. Neben seiner umfangreichen Arbeit für das Theater fand Ullrich Haupt immer wieder sporadisch Zeit für Ausflüge auf die Leinwand oder er übernahm interessante Rollen für das Fernsehen. Bereits 1941 hatte er sein Leinwanddebüt mit einer kleinen Rolle in "Alarmstufe V" gegeben, es folgten meist Nebenrollen in Filmen wie "Kamerad Hedwig" (1945), "Der Engel, der seine Harfe versetzte" (1959), "Heimweh nach St. Pauli"3) (1963), "Die Rechnung eiskalt serviert"3) (1966), "Mister Dynamit morgen küsst Euch der Tod"3) (1967) oder "Salon Kitty" (1976); letztmalig stand Ullrich Haupt als Baron von Köckwitz in Bernhard Wickis vielbeachtetem Drama "Das Spinnennetz"3) (1989) vor der Filmkamera; diese Rolle hatte er von dem erkrankten bzw. verstorbenen Richard Münch2) (1916 1987) übernommen. Die Fernsehzuschauer erlebten den Schauspieler unter anderem in Stücken wie "Die Sendung der Lysistrata" (1961), "Der Schwarze Freitag"3) (1966), "Die Abenteuer des David Balfour"2) (1978) oder "Tatort Tod auf Eis" (1986); außerdem spielte er in den 1960er und 1970er Jahren verschiedentlich in so beliebten Krimi-Serien wie "Die Fünfte Kolonne", "Derrick", "Der Kommissar" oder "Der Alte" mit. Der Schauspieler und Regisseur Ullrich Haupt starb am 22. November 1991 wenige Wochen nach seinem 76. Geburtstag in einem Münchner Krankenhaus an Herzversagen; bereits 1975 hatte er einen Herzinfarkt erlitten, 1982 musste er sich einer Bypass-Operation unterziehen; seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Waldfriedhof Grünwald bei München. Haupt hinterließ seine zweite Ehefrau, die Schauspielerin Beatrice Norden3), mit der er seit 1962 verheiratet war; die gemeinsame, 1962 geborene Tochter Jennifer war am 25. März 1985 nach einer Kopf-Operation verstorben; siehe auch das Foto der Grabstelle bei www.knerger.de. |
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| Link: 1) Wikipedia (englisch), 2) Kurzportrait bzw. Beschreibung innerhalb dieser HP, 3) Wikipedia (deutsch) | ||
| Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei www.imdb.de | ||
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