Über zwei Jahrzehnte lang war er einer der größten deutschen Schauspieler, für viele sogar "der Jahrhundertschauspieler": Heinrich George.
Geboren am 9. Oktober 1893 in Stettin als Georg August Friedrich Hermann Schulz (seit 1932 auch mit bürgerlichem Namen Heinrich George) und Sohn eines ehemaligen Deckoffiziers besuchte er später die Oberrealschule in Berlin und zeigte schon als Schüler großes Interesse für das Theater; noch vor dem Abitur verließ er die Schule, um in seiner Geburtsstadt Schauspielunterricht zu nehmen. Erste Engagements am Kolberger Stadttheater, in Bromberg (heute Polen) sowie am Hoftheater von Neustrelitz in Mecklenburg schlossen sich ab 1912 an. Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges meldete der junge Schauspieler sich freiwillig zu den Pionieren, wurde im Winter 1915 schwer verwundet und 1917 aus dem Kriegsdienst entlassen.
Sogleich setzte George seine Laufbahn als Schauspieler fort, zur Spielzeit 1917/18 erhielt er ein Engagement am Theater in Dresden, wechselte dann für drei Jahre nach Frankfurt am Main, gab seit 1920 bereits erste Gastspiele in Berlin, wo er sich 1922 endgültig niederließ. Ein Jahr später gründete er unter anderem mit Alexander Granach und Elisabeth Bergner das Schauspielertheater, ein Versuch prominenter Schauspieler, sich vom kommerziellen Theaterbetrieb unabhängig zu machen. Im Verlaufe der nächsten Jahre avancierte George zu einem der renommiertesten Charakterdarsteller des Theaters, brillierte sowohl in klassischen als auch modernen Stücken, feierte Triumphe beispielsweise als Wallenstein, Falstaff, Faust, Götz von Berlichingen oder als Kurfürst im "Prinz von Homburg". Er arbeitete mit den Galionsfiguren des linken Theaters zusammen, mit Bert Brecht und zwischen 1925 und 1928 an der Volksbühne bei Erwin Piscator; ab 1927 inszenierte George auch selbst am Theater.
 
 
Foto: Heinrich George als Peter Henlein in "Das Unsterbliche Herz"*)
einem Drama aus dem Jahre 1939
 
Foto mit freundlicher Genehmigung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
*) Der Link führt zur Filmbeschreibung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Heinrich George als als Peter Henlein in "Das Unsterbliche Herz", einem Drama aus dem Jahre 1939; Foto: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Auf der expressionistischen Bühne der zwanziger Jahre hatte George unter der Regie Erwin Piscators als "Hinkelmann" in Tollers gleichnamigen Kriegsheimkehrer-Stück, in Dramen von O'Neill und anderen die ersten Erfolge, die zu Stufen eines raschen und eindrucksvollen Aufstiegs zu jener Höhe wurden, auf der Künstlerpersönlichkeiten wie Wegener, Krauss, Klopfer und Jannings die Bühne jener Zeit beherrschten. Eine beeindruckende Darstellung brachte George beispielsweise 1925 mit dem "Länsmann" in Strindbergs "Kronbraut" auf die Bühne, Shakespeare, Schiller, Hebbel und Ibsen gaben ihm große Heldenrollen als "Othello", "Macbeth", "Falstaff", "Geßler" und "Peer Gynt", zu denen 1930 seine stärkste Rolle, der Götz von Berlichingen in der Urfassung, trat, den er in unvergesslicher Weise verkörperte. Weitere Rollen waren unter anderem der "Marquis von Keith" (Frank Wedekind), "Florian Geyer", "Fuhrmann Henschel" (beide Hauptmann) und später immer wieder Calderons "Richter von Zalamea".
Foto (Originalbeschreibung): Besuch bei Heinrich George in Wannsee, Bismarckstr. 34, vor seinem Haus mit seiner Dogge "Fellow" (Foto: Waske, Aufnahme: 1930er Jahre);  Fotograf: Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, Bild 183-H09160; Bruno Waske / Datierung: 1930 / Lizenz CC-BY-SA 3.0. Seit Anfang der 20er Jahre übernahm George kleinere Rollen in stummen Streifen wie "Die Perlen der Lady Harrison" (1922) oder "Der Mensch am Wege" (1923). In Stummfilmen wie "Das Panzergewölbe" (1926), "Metropolis" (1927) oder "Der Sträfling von Stambul"1) (1929) fühlte sich der Schauspieler jedoch ohne Sprache beengt, und erst mit dem Tonfilm konnte er die gesamte Bandbreite seiner schauspielerischen Möglichkeiten voll zum Ausdruck bringen. Der Erfolg seiner ersten Tonfilme führte den Schauspieler im Januar 1931 auch nach Hollywood, wo er an zwei deutschsprachigen Filmen der Metro-Goldwyn-Mayer mitwirkte. Doch George kehrte nach Deutschland zurück, da er als deutschsprachiger Schauspieler im amerikanischen Film keine Zukunft für sich sah.
 
Foto (Originalbeschreibung): Besuch bei Heinrich George in Wannsee, Bismarckstr. 34, vor seinem Haus mit seiner Dogge "Fellow" (Foto: Waske, Aufnahme: 1930er Jahre)
 
Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, Bild 183-H09160;
Fotograf: Bruno Waske / Datierung: 1930 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.
Genehmigung des Bundesarchivs zur Veröffentlichung innerhalb dieser Webpräsenz wurde am 11.10.2010 erteilt.
Originalfoto und Beschreibung:
Deutsches Bundesarchiv Bild 183-H09160 bzw. commons.wikimedia.org
Zu seinen bedeutendsten filmischen Leistungen gehören beispielsweise Robert Wienes "Der Andere"1) (1930) an der Seite von Fritz Kortner, der "Butch" in "Menschen hinter Gittern" (1931), der Franz Biberkopf in "Berlin – Alexanderplatz" (1931), die Rolle des Rektors in Carl Froelichs "Reifende Jugend"1)  (1933), der Baron von Wehrhahn in Jürgen von Altens Hauptmann-Adaption "Der Biberpelz"1) (1937) oder die Titelfigur in "Der Postmeister" (1940), nach dem Roman von Puschkin. Hans Steinhoff besetzte ihn mit der Figur des Arztes Dr. Hans Stockmann in seiner Ibsen-Verfilmung "Ein Volksfeind"1) (1937), in "Das unsterbliche Herz"1) erlebte man ihn 1939 als Uhrenerfinder Peter Henlein, in "Don Pedro soll hängen"1) (1941) als Kellner Manuel, in "Hochzeit auf dem Bärenhof"1) (1942) als den Herren auf Bärenhof, Baron von Hanke, in "Der Verteidiger hat das Wort"1) (1944) war er der Justizrat Jordan.
 
George, der seine Schauspieltechnik einmal als "kontrollierte Trance" bezeichnet hat (Berliner illustrierte Nachtausgabe, 8.10.1943), hatte seine besten Szenen immer dann, wenn er ganze Passagen in einem Stück durchgehend spielen konnte, so gilt beispielsweise seine Verteidigungsrede in "Affäre Dreyfus" (1930) noch heute als "meisterlich".
"Der Postmeister" ist einer der berühmtesten Filme des großen deutschen Schauspielers Heinrich George. Es ist nicht nur einer seiner berühmtesten Filme, sondern auch eines der besten Beispiele für Filmpropaganda während des Dritten Reiches, auch wenn der Filminhalt scheinbar ganz unpolitischer Natur war. Denn nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 verschwand "Der Postmeister" schnell aus den deutschen Lichtspielhäusern, weil er vom nunmehrigen Feind ein zu menschliches und freundliches Bild zeichnete. In der Zeit vor dem "Unternehmen Barbarossa", der Zeit des Nichtangriffspakts zwischen Hitler und Stalin, war es genau umgekehrt.
  
1940: Der Postmeister
Regie: Gustav Ucicky
Darsteller:
Der Postmeister (Heinrich George), Dunja (Hilde Krahl)
Rittmeister Minskij (Siegfried Breuer), Fähnrich Mitja (Hans Holt )
und andere

Der "Postmeister" gilt als eine der schönsten Novellen Puškins. Regisseur Gustav Ucicky hat den Stoff mit hervorragenden Darstellern und kunstvoller Kameraführung meisterlich verfilmt.
Wer immer die schöne Dunja, Tochter des liebenswürdigen, etwas naiven Postmeisters, erblickt, ist bezaubert von der Anmut und dem Charme der jungen Frau. So ergeht es auch dem Rittmeister Minskij, der Dunja gehörig den Kopf verdreht und sie schließlich überredet, ihr Dorf zu verlassen und mit ihm nach St. Petersburg zu gehen. Dem Vater erzählt der weltgewandte Offizier, er wolle Dunja heiraten – doch anstatt seine ehrbaren Absichten wahr zu machen, entehrt der zynische Lebemann das Mädchen und degradiert es zur Maitresse der vornehmen Petersburger Gesellschaft.
Zwar ist Dunja der Mittelpunkt jeder Feierlichkeit, aber in den Armen der dekadenten Herren findet sie weder Respekt, noch Liebe. Als sie eines Tages den gutherzigen Fähnrich Mitja kennen lernt, der nichts von ihrem Leben weiß, glaubt Dunja, die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Ihren unglücklichen Vater erreichen derweil Gerüchte vom Treiben seiner Tochter. Voller Wut und Verzweiflung macht sich der Postmeister auf den Weg nach St. Petersburg. Um ihm die grausame Wahrheit zu ersparen, lässt Dunja sich auf einen Handel mit ihrem Verführer Minskij ein: sie verspricht ihm wieder gefügig zu sein, wenn er ihr hilft, dem Vater eine glückliche Vermählung vorzuspielen…


Die Darstellung des Postmeisters gilt – neben der Rolle des Franz Biberkopf in der Verfilmung des Romans "Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin – als Georges größte filmschauspielerische Leistung. Der Regisseur Jürgen Fehling (1885 – 1968) schrieb über Georges Interpretation des getäuschten, liebenden Vaters: "Ich habe ihn geliebt wie keinen anderen Schauspieler deutscher Zunge. Er war ein elementarer Schauspieler (…) der heisere Rabe konnte wie ein Troubadur zur Laute bestrickend singen, und im Postmeister tanzte er wie ein (…) mozärtlicher Elephant (…) ein Granitblock, dem diamantene Tränen entfallen (…) mit einem Ausmaß an Phantasie, das Gott in hundert Jahren nur ein paar Mal an Schauspieler verschenkt."
(Quelle: www.deutsches-filminstitut.de)

  
Heinrich George (Mitte) bei einem Gastspiel des Gastspiel des Berliner Schiller-Theaters mit Robert Ley und Gisela Uhlen (1941); Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, Bild 183-R1213-0502; Fotograf: Unbekannt / Datierung: Januar 1941 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.
Heinrich George (Mitte) bei einem Gastspiel des Gastspiel des Berliner Schiller-Theaters
im besetzten Frankreich mit Robert Ley2) und Gisela Uhlen2) (1941)
 
Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, Bild 183-R1213-0502;
Fotograf: Unbekannt / Datierung: Januar 1941 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.
Genehmigung des Bundesarchivs zur Veröffentlichung innerhalb dieser Webpräsenz wurde am 11.10.2010 erteilt.
Originalfoto und Beschreibung: Deutsches Bundesarchiv Bild 183-R1213-0502 bzw. commons.wikimedia.org

War Heinrich George in den 20er Jahren Sympathisant der Kommunisten gewesen, so wandelte er sich jedoch mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten zum bereitwilligen Unterstützer der neuen Ideologie. Er spielte Hauptrollen, wenn auch nur wenige, in notorischen Propagandafilmen wie "Hitlerjunge Quex"1), "Jud Süß"1) und "Kolberg"1). Schließlich wurde er als "Staatsschauspieler" ausgezeichnet und bekam 1937 die Intendanz des Berliner Schillertheaters übertragen, die er Ende 1938 nach dem Umbau des Hauses antrat. George holte die großen Regisseure und Schauspieler jener Zeit wie Fehling und Felsenstein, Paul Wegener und Horst Caspar, Ernst Legal und den jungen Will Quadflieg an die Bühne und spielte seine berühmten Rollen mit vitaler Kreatürlichkeit und Urigkeit. "Er war ein so besessener Schauspieler, dass er ohne Theater nicht hätte leben können", urteilte Will Quadflieg über seinen ehemaligen Kollegen und Intendanten Heinrich George.
"Vielleicht war es gerade diese Besessenheit, die ihn die Augen vor der Propaganda-Maschinerie der Nazis verschließen ließ"

Heinrich George als Herzog Karl Eugen von Württemberg in "Friedrich Schiller – Der Triumph eines Genies", einem Historienfilm aus dem Jahre 1940; Foto: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung In "Hitlerjunge Quex"1) (1933), einem der ersten Filme, die die Machtübernahme offen feiern, spielte er einen zum Nationalsozialismus bekehrten Kommunisten. In den folgenden Jahren gehörte auch George zu den der herausragenden Repräsentanten des NS-Films, wobei er sich als überaus wandlungsfähiger Schauspieler erwies: In historisch-biografischen Filmen, wie "Das unsterbliche Herz"1) (1939) und "Andreas Schlüter"1) (1942) verkörperte der wuchtige Schauspieler Führerpersönlichkeiten, die unbedingten Gehorsam fordern.
 
Foto: Heinrich George als Herzog Karl Eugen von Württemberg
in "Friedrich Schiller – Der Triumph eines Genies"*)
einem Historienfilm aus dem Jahre 1940 
Foto mit freundlicher Genehmigung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
*) Der Link führt zur Filmbeschreibung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
In dem Hetzfilm "Jud Süß"1) (1940), einem der infamsten Propagandafilme, lieferte er als dekadent-vergnügungssüchtiger Herzog sein Land bedingungslos seinem jüdischen Finanzberater aus. In dem Durchhaltestreifen "Kolberg"1) (1945), Georges letzten Film, rief er als Bürgermeister der von Napoleons Truppen belagerten Stadt zur Verteidigung um jeden Preis auf.

Nach dem Zusammenbruch und Ende des 2. Weltkrieges wurde George von den Russen verhaftet und in Hohenschönhausen interniert, später in das sowjetische Speziallager 2, das ehemalige KZ Sachsenhausen bei Oranienburg verbracht, das den Russen nach dem Sieg über die Nazis in die Hände gefallen war. Auch hier brachte es George trotz geschwächten Gesundheitszustandes und seelischen Leidens fertig, eine Lagertheatertruppe zusammenzustellen und mit dieser den "Faust" mit ihm in der Titelrolle einzustudieren.
Aufgrund verdorbener Nahrungsmittel musste George am Blindarm operiert werden. Die Behandlung wurde jedoch solange hinausgezögert, bis der Eingriff zu spät kam. Zwei Tage nach der Operation starb Heinrich George am 26. September 1945 in Sachsenhausen – wenige Wochen vor seinem 52. Geburtstag. Als "Sondervergünstigung" wurde ihm von der Lagerkommandantur ein Sarg bewilligt, in dem er im angrenzenden Oranienburger Wald begraben wurde. Nach dem Ende der DDR wurde das lange verschollene Grab ausfindig gemacht, die sterblichen Reste identifiziert und George schließlich Mitte Oktober 1994 auf dem Friedhof Berlin-Zehlendorf im Kreise von Familie und Freunden beigesetzt (Der Link führt zu www.gbbb-berlin.com, mit einem Foto der Grabstätte Heinrich Georges).

Mag Georges Wirken während der Nazi-Zeit auch umstritten sein, unbestritten ist die schauspielerische Kraft und Dominanz des vielschichtigen Charakterdarstellers. Mehr als 50 Jahre nach dessen Tod im NKDW-Lager Sachsenhausen plädierten mit Will Quadflieg, Gisela Uhlen und vielen anderen nicht zuletzt auch Georges Söhne Götz und Jan für ein Ende der Verurteilung Heinrich Georges als Nazi und Staatskünstler des Dritten Reiches.
Tatsächlich war George nie Mitglied irgendeiner Parteiorganisation der NSDAP, tatsächlich hat seine Moskauer Akte kein belastendes Material hervorgebracht. Beifall und Begünstigung der braunen Elite hat er freilich gern genossen, hat ihr formell gehuldigt und in den meisten "großen" Propagandafilmen wichtige Rollen gespielt. Heinrich George war der einzige unter Deutschlands bedeutenden Künstlern, der nach Kriegsende ein solch tragisches Ende fand, zurück blieb das hässliche Bild eines Mitläufers. Ihm bot sich nicht wie seinen Kollegen die Chance, durch neue Arbeiten das einstige Bild verblassen zu lassen und Korrekturen einzufordern. Überlebt hat er in den Erinnerungen, in den Filmen – und in seinem berühmten Sohn Götz George.
Seit 1933 war Heinrich George mit der Schauspielerin Berta Drews2) (1905 – 1987) verheiratet gewesen, die häufig mit ihm auf der Bühne stand. Sohn Götz George3) kam 1938 zur Welt, und avancierte später ebenfalls zu einem renommierten Schauspieler. Der ältere Bruder Jan George (geb. 1931) machte sich einen Namen als Fotograf, Dokumentar- und Werbefilmer.

Über den großen Charakterdarsteller Heinrich George ist viel geschrieben worden: Im März 2000 veröffentlichte Kurt Fricke "Spiel am Abgrund. Heinrich George, eine politische Biographie"; das Buch entstand 1999 aus einer Dissertation an der MLU Halle-Wittenberg und enthält eine Fülle von dokumentarischem Material.
Behandelt wird der Aufstieg Georges zum umjubelten Film- und Theaterstar in der Weimarer Republik, sein Engagement für die sozial Schwachen in dieser Zeit, seine Tätigkeit unter Erwin Piscator, seine Entscheidung 1933 in Deutschland zu bleiben, die Einbindung in den NS-Kulturbetrieb, die Hilfe für gefährdete Kollegen und Mitmenschen sowie das Ende in sowjetischer Lagerhaft.
Bereits 1996 war von Heinrich George und Peter&Laregh (Herausgeber) "Heinrich George. Komödiant seiner Zeit" erschienen sowie zwei Jahre später "Heinrich George. Mensch, aus Erde gemacht. Die politische Biographie" von Werner Maser. Basierend auf teils sensationellen Dokumenten aus deutschen und russischen Archiven, zeichnet das Buch umfassend die immer wieder kontrovers diskutierten politischen Intentionen des großen Schauspielers Heinrich George nach, seine "Beziehungen" zu den jeweiligen Machthabern, seine innere Haltung wie öffentliche Wirkung.
  
Link: 1) Filmbeschreibung der Murnau-Stiftung, 2) Wikipedia, 3) Kurzportrait innerhalb dieser Webpräsenz
  
Textbausteine des Kurzportraits aus: "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf  Heinzelmeier/Berndt Schulz,
CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film sowie
Dirk Jaspers Filmlexikon und www.prisma-online.de;
Siehe auch www.dhm.dewww.cyranos.ch, Wikipedia
Fotos bei film.virtual-history.com
   
Filme
Filmografie bei www.imdb.de
(Link: Murnau Stiftung, Wikipedia)
1921: Kean 1921: Der Roman der Christine von Herre
1921: Lady Hamilton 1922: Das Fränkische Lied
1922: Die Perlen der Lady Harrison 1922: Lucrezia Borgia
1922: Lola Montez, die Tänzerin des Königs 1922: Fridericus Rex
1923: Quarantäne 1923: Der Mensch am Wege
1923: Sonne von St. Moritz 1923: Erdgeist
1924: Soll und Haben 1924: Zwischen Morgen und Morgen
1924: Steuerlos 1925: Mirakel der Liebe
1926: Das Panzergewölbe 1926: Versunkene Flotte
1926: Überflüssige Menschen 1927: Die Ausgestoßenen
1927: Das Meer 1927: Bigamie
1927: Orientexpress 1927: Metropolis (→ Murnau Stiftung)
1928: Die Dame mit der Maske 1928: Rutschbahn
1928: Kinder der Straße 1928: Schmutziges Geld
1928: Das Letzte Fort 1928: Die Leibeigenen
1928: Das Letzte Souper 1929: Manolescu – Der König der Hochstapler
1928: Der Mann mit dem Laubfrosch 1929: Sprengbagger 1010
1929: Der Sträfling aus Stambul 1930: Der Andere (→ Murnau Stiftung)
1930: Dreyfus 1930: Der Mann, der den Mord beging
1930: Menschen im Käfig 1931: Menschen hinter Gittern
1931: Wir schalten um auf Hollywood 1931: 1914, die letzten Tage vor dem Weltbrand
1931: Berlin – Alexanderplatz 1932: Goethe lebt...!
1933: Das Meer ruft 1933: Reifende Jugend
1933: Schleppzug M 17 1933: Hitlerjunge Quex:
Ein Film vom Opfergeist der deutschen Jugend (VB-Film)
(→ Murnau Stiftung)
1934: Hermine und die sieben Aufrechten 1935: Nacht der Verwandlung
1935: Stützen der Gesellschaft 1935: Das Mädchen Johanna
1936: Die Große und die kleine Welt 1936: Stjenka Rasin
1936: Wenn der Hahn kräht 1937: Ball im Metropol
1937: Unternehmen Michael (VB-Film) 1937: Der Biberpelz
1937: Ein Volksfeind 1937: Versprich mir nichts!
1938: Frau Sylvelin 1938: Heimat (→ Murnau Stiftung)
1939: Das Unsterbliche Herz 1939: Sensationsprozess Casilla
1940: Friedrich Schiller – Der Triumph eines Genies (→ Murnau Stiftung)
1940: Die Räuber 1940: Der Postmeister
1940: Jud Süß (VB-Film; → Murnau Stiftung) 1941: Pedro soll hängen
1942: Wien 1910 1942: Andreas Schlüter
1942: Schicksal 1942: Der Große Schatten (→ Murnau Stiftung)
1942: Hochzeit auf dem Bärenhof 1944: Die Degenhardts
1944: Der Verteidiger hat das Wort 1945: Dr. phil. Doederlein (unvollendet)
1945: Das Leben geht weiter (unvollendet) 1945: Das Mädchen Juanita (Erstaufführung: 16.05.1952)
1945: Kolberg (VB-Film; → Murnau Stiftung)
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