Lil Dagover 1919; Urheber bzw. Nutzungsrechtinhaber: Alexander Binder (1888 – 1929); Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons; Ross-Karte Nr. Nr. 265/5 (Ausschnitt); Lizenz: Die Schutzdauer (von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers) für das von dieser Datei gezeigte Werk ist nach den Maßstäben des deutschen, des österreichischen und des schweizerischen Urheberrechts abgelaufen. Es ist daher gemeinfrei. Lil Dagover wurde am 30. September 1887 als Martha Seubert, Tochter eines aus Süddeutschland stammenden Forstbeamten in holländischen Diensten in Madiun auf der Insel Java geboren. Um sich zu "verjüngen", behauptet sie später, sie sei am 30. September 1897 geboren. Erst mit 10 Jahren kam sie nach Deutschland zurück, wurde nach dem frühen Tod der Mutter zusammen mit ihrer Schwester von den Großeltern aufgezogen, besuchte Pensionate in Baden-Baden, Schwetzingen, Karlsruhe, Genf und Weimar sowie eine höhere Mädchenschule in Tübingen. 1913 heiratet sie den österreichischen Schauspieler Fritz Daghofer1) (1872 – 1936), aus der Verbindung ging die ein Jahr später geborene Tochter Eva hervor.
Durch ihren Ehemann, von dem sie sich 1920 nach sieben Jahren wieder scheiden ließ, bekam sie Kontakte zum damals noch jungen Medium Film, wandelte ihren Mädchenamen in den Künstlernamen Dagover ab.
 
 
Foto: Lil Dagover 1919
Urheber bzw. Nutzungsrechtinhaber: Alexander Binder1) (1888 – 1929)
Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons;
Ross-Karte Nr. Nr. 265/5 (Ausschnitt)
Lizenzhinweis siehe hier
Bereits 1913 hatte sie ein Fotograf in Weimar überredet, indische Tänze vor der Kamera vorzuführen, in einer Inszenierung des Fotografen bzw. Fotopioniers Louis Held (1851 –  1927) entstand der Streifen "Schlangentanz". Mit diesen bis heute erhaltenen Aufnahmen stellte sie der befreundete Regisseur Robert Wiene1) (1873 – 1938) in Berlin bei Filmproduzenten und Regisseuren vor. Es folgten kurze Stummfilme wie "Die Retterin" (1916) und "Das Rätsel der Stahlkammer" (1916). 1919 besetzte sie Fritz Lang1) (1890 – 1976) dann in seinen Leinwanddramen "Harakiri"2) und "Die Spinnen"2) (zwei Teile: 1. Der goldene See / 2. Das Brillantenschiff), doch so richtig bekannt wurde Lil Dagover 1920 mit der weiblichen Hauptrolle der Irren Jane in Robert Wienes expressionistischem Stummfilm "Das Cabinet des Doktor Caligari"2) an der Seite von Werner Krauß und Conrad Veidt. Ohne jemals Unterricht genommen zu haben, avancierte die stets geheimnisvoll wirkende junge Frau zu einer anerkannten Schauspielerin. Lil Dagover wurde zur Protagonistin renommierter Regisseure jener Jahre, drehte mit Fritz Lang oder Friedrich Wilhelm Murnau1) (1888 – 1931) und anderen künstlerisch anspruchsvolle Stummfilmen, die ihr Image mehr und mehr als "vornehme Dame" prägten.3)
Lil Dagover feierte bis Mitte der 1920er Jahre Erfolge in zahlreichen weiteren stummen Streifen unterschiedlichen Genres, etwa in "Phantom"2) (1923) und in der Moliére-Adaption "Tartüff"2) (1925) von Friedrich Wilhelm Murnau sowie als Braut in Fritz Langs altdeutschen Legende "Der müde Tod"2) (1921) und in dessen "Dr.-Mabuse"-Filmen (1922). Aber auch andere, heute eher vergessene Regisseure besetzten die außergewöhnliche Schauspielerin: Mit Artur Holz drehte sie an der Seite von Conrad Veidt das Abenteuer "Das Geheimnis von Bombay"2) (1920), mit Karl Gerhardt den Zweiteiler "Die Jagd nach dem Tode" (1920, 1. Teil2), 2. Teil2)), mit Ludwig Berger1) (1892 – 1969) "Der Richter von Zalamea"2) (1920) nach Calderón de la Barca, mit Johannes Guter1) (1882 – 1962) den Krimi "Der Mord in der Greenstreet"2) (1921) und die Romanadaption "Die Prinzessin Suwarin"2) (1922/23) sowie mit Adolf . Licho (1876 – 1944) "Tiefland"2) (1922) nach der gleichnamigen Oper von Eugen D'Albert. Der Däne Benjamin Christensen1) (1879 – 1959) realisierte die Komödie "Seine Frau, die Unbekannte"2) (1923), Rochus Gliese1) (1891 – 1978) die heitere Geschichte "Komödie des Herzens"2) (1924), Arthur von Gerlach1) (1876 – 1925) den Heimatfilm "Zur Chronik von Grieshuus"2) (1924) oder Lothar Mendes1) (1894 – 1974) das Lustspiel "Liebe macht blind"2) (1925).
 
Foto: Lil Dagover ca. 1925 auf einer Fotografie von Nicola Perscheid1) (1864 – 1930) 
Quelle: Wikimedia Commons; Lizenzhinweis siehe hier
Lil Dagover ca. 1925 auf einer Fotografie von Nicola Perscheid (1864 - 1930)
Lil Dagover 1927; Urheber bzw. Nutzungsrechtinhaber: Alexander Binder (1888 – 1929); Quelle: Wikipedia; Ross-Karte Nr. Nr. 1084/3 (Ausschnitt); Lizenz: Die Schutzdauer (von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers) für das von dieser Datei gezeigte Werk ist nach den Maßstäben des deutschen, des österreichischen und des schweizerischen Urheberrechts abgelaufen. Es ist daher gemeinfrei. 1926 hatte Lil Dagover in zweiter Ehe den um zwölf Jahre jüngeren Produktionsleiter Georg Witt geheiratet, der etliche Filme mit ihr in den kommenden Jahren produzierte. Durch ihre Filmefolge war der berühmte Max Reinhardt1) (1873 – 1943) auf die außergewöhnliche Schauspielerin aufmerksam geworden und engagierte sie für die Rolle der "Schönheit" in Hugo von Hofmannsthals "Jederman" an das Deutsche Theater in Berlin. Darüber hinaus verpflichtete er sie für sechs Jahre an die Salzburger Festspiele sowie an das "Theater in der Josefstadt" in Wien.
 
Den Wechsel zum Tonfilm schaffte Lil Dagover im Gegensatz zu vielen anderen Stummfilmstars problemlos, bis zum Ende des 2. Weltkrieges gehörte sie in Deutschland zu den absoluten Publikumslieblingen der Leinwand. Ihre erste Tonfilmrolle spielt Dagover unter der Regie von Erich Waschneck1) (1887 – 1970) in der Kriminalkomödie "Va Banque". Ihr kurzer Ausflug nach Hollywood – dort drehte sie unter der Regie von Michael Curtiz "The Woman from Monte Carlo" (1931) – blieb nur ein Intermezzo, sie konnte in Amerika nicht Fuß fassen und kehrte enttäuscht nach Deutschland zurück. Dafür war sie in den nachfolgenden Jahren hier um so gefragter, in zahllosen deutschsprachigen Kinoproduktionen, verkörperte sie vor allem die Rolle der "Galanten Dame", sei es als Kaiserin, Adlige, Künstler- oder Unternehmersgattin.
 
Foto: Lil Dagover 1927
Urheber bzw. Nutzungsrechtinhaber: Alexander Binder1) (1888 – 1929)
Quelle: Wikipedia; Ross-Karte Nr. Nr. 1084/3 (Ausschnitt)
Lizenzhinweis siehe hier
In dem berühmten, von Eric Charell inszenierten Willy Fritsch/Lilian Harvey-Streifen "Der Kongress tanzt" (1931) mimte sie die Komtesse, glänzte beispielsweise 1932 als Tänzerin Barberina Campanini an der Seite von Otto Gebühr (Friedrich II., König von Preußen) in Friedrich Zelniks "Die Tänzerin von Sanssouci"4) oder feierte an der Seite von Karl Ludwig Diehl in dem historischen Spionagefilm "Der höhere Befehl"2) von Gerhard Lamprecht Erfolge. In Heinz Hilperts Oscar Wilde-Adaption "Lady Windermeres Fächer"2) (1935) verkörperte sie eindrucksvoll die Mrs. Erlynne, in dem Historienfilm "Der alte Fritz"2) (1936) schlüpfte sie in das Kostüm der Marquise de Pompadour, eine Figur, die sie auch in dem ersten deutschen Farb(kurz)spielfilm "Das Schönheitsfleckchen"4) (1936) von Rolf Hansen verkörperte. In Wolfgang Liebeneiners hochkarätig besetztem Biopic "Bismarck"2) (1940), mit Paul Hartmann in der Titelrolle des preußischen Ministerpräsidenten Fürst Otto von Bismarck, sah man Lil Dagover als Kaiserin Eugénie1), in der Turgenjew-Adaption "Dreiklang"2) (1938) spielte sie die Hauptrolle der Pianistin Cornelia Contarini, im gleichen Jahr tauchte sie als Franziska von Hohenheim in dem von Herbert Maisch gedrehten Historienfilm "Friedrich Schiller"2) (1940, mit Horst Caspar als Schiller) auf.

Foto: Lil Dagover als Mrs. Erlynne in "Lady Windermeres Fächer"*),
einer Literaturverfilmung aus dem Jahre 1935 
Foto mit freundlicher Genehmigung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
*) Der Link führt zur Filmbeschreibung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Lil Dagover als Mrs. Erlynne in Lady Windermeres Fächer, einer Literaturverfilmung aus dem Jahre 1935; Foto mit freundlicher Genehmigung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Zu Lil Dagovers Filmen bis 1945 zählen unter anderem das Melodram "Ich heirate meine Frau"2) (1934), Veit Harlans Tolstoi-Adaption  "Die Kreutzersonate"2) (1936), Reinhold Schünzels "Das Mädchen Irene"2)  (1936, nach dem Bühnenstück von Aimee und Philip Stuart) oder Detlef Siercks "Schlußakkord"2) (1936), wo sie als Partnerin von Willy Birgel die Herzen des Publikums eroberte; mit Birgel spielte sie auch in der Romanze "Musik in Salzburg"2) (1944). Weitere Produktionen mit Lil Dagover waren beispielsweise das Abenteuer "Der Weiße Teufel"2) (1930) nach der Novelle "Hadschi Murat" von Leo Tolstoi, die Literaturverfilmung "Streit um den Knaben Jo"2) (1937), das Melodram "Umwege zum Glück"2) (1939, mit Ewald Balser als Filmehemann) und die Komödie "Kleine Residenz"2) (1942).
 
1937 war Lil Dagover der Titel "Staatsschauspielerin" verliehen worden, um sich dem Einfluss der NS-Politik bzw. der Mitwirkung in Propagandafilmen zu entziehen, konzentrierte sie sich ab 1937 vermehrt auf ihre Arbeit am Theater. Sie spielte unter anderem in Schillers "Kabale und Liebe" und "König Ödipus" von Sophokles. Während des 2. Weltkriegs war sie auch als Truppenbetreuerin für die Wehrmacht unterwegs, gastierte mit einem eigenen Tourneetheater 1943 an der Ostfront und 1944 auf den von den Deutschen okkupierten Kanalinseln Jersey und Guernsey; für ihren Einsatz erhielt sie das Kriegsverdienstkreuz II. Klasse.
 
Nach Kriegsende stand die Künstlerin zunächst wieder auf der Bühne, spielte an der "Berliner Komödie" am Kurfürstendamm und erreichte ein glänzendes Comeback an der Seite Otto Gebührs in Anton Tschechows Stück "Der Kirschgarten"; daneben war sie auch für den Hörfunk tätig. Doch schon bald gehörte Lil Dagover wieder zu den vielbeschäftigten Darstellerinnen im deutschen Nachkriegsfilm und konnte an ihre früheren Leinwanderfolge anknüpfen. Sie spielte zusammen mit Hans Stüwe unter der Regie von Rolf Meyer in "Die Söhne des Herrn Gaspary"4) (1948), mit dem das Auseinanderbrechen einer deutschen Familie während des Nationalsozialismus thematisiert wurde, auch Rudolf Jugerts historische Tragödie "Es kommt ein Tag"4) (1950, mit Dieter Borsche und Maria Schell) zieht Parallelen zur Nazi-Zeit und den Kriegsfolgen.
Ab 1950 liegen die meisten ihrer folgenden Filme im Trend der Kinozeit: heiter-beschwingte, unkomplizierte und völlig unpolitische Heimatfilme, mit denen sie in das Rollenfach der älteren Dame hineinwuchs. In nachhaltiger Erinnerung ist Lil Dagover sicherlich als spinnerte Hofdame Gräfin Löwenjoul in Harald Brauns "Königliche Hoheit"1) (1954, nach dem Roman von Thomas Mann) an der Seite von Dieter Borsche und Ruth Leuwerik geblieben; für ihre grandiose Darstellung erhielt sie den Bundesfilmpreis ("Filmband in Silber") für die "Beste weibliche Nebenrolle". Es folgten Produktionen wie die Ganghofer-Verfilmung "Schloß Hubertus"1) (1954) mit der Figur der Baronin Gundi Kleesberg, in dem Heimatstreifen "Der Fischer vom Heiligensee"1) (1955) mimte sie die Baronin Hermine von Velden und in Rolf Jugerts "Rosen im Herbst"1)  (1955), der Verfilmung des Romans "Effi Briest" von Theodor Fontane, spielte sie die Mutter von Effi Briest alias Ruth Leuwerik. In dem von Rolf Thiele inszenierten Familienepos "Die Barrings"4) (1955) gab sie die Thilde von Barring, in Rolf Jugerts "Kronprinz Rudolfs letzte Liebe"1)  (1956) die Kaiserin Elisabeth und in Alfred Weidenmanns zweiteiligen Thomas Mann-Verfilmung "Buddenbrooks"1) (1959) die Elisabeth Buddenbrook, Ehefrau des Konsuls Jean Buddenbrook (Werner Hinz). Unvergessen ist Lil Dagover als "Die seltsame Gräfin"1) Eleanora Moron in dem von Josef von Báky in Szene gesetzten Edgar-Wallace-Krimi aus dem Jahre 1961 geblieben.
Lil Dagover mit Paul Hoffmann in dem Fernsehspiel "Memento Mori" (1975); Foto mit freundlicher Genehmigung von SWR Media Services; Copyright SWR Danach machte sie sich auf der Leinwand rar, widmete sich ausschließlich ihrer Arbeit am Theater. Bereits ab Anfang der 1950er Jahre stand sie regelmäßig auf der Bühne, überzeugte mit ihrem eindringlichen Spiel Publikum und Kritiker. So glänzte sie – wie schon in ihrer Jugend – als "Schönheit" in der Inszenierung des "Jedermann" bei den Bad Hersfelder Festspielen (1951). Sie spielte bedeutende Rollen, überzeugte auch auf der Bühne als "seltsame alte Dame", so etwa in Friedrich Dürrenmatts "Besuch der alten Dame" oder in John Patricks "Eine etwas sonderbare Dame". 1961 spielte sie im Stadttheater Hildesheim erstmals in dem Jean Giraudoux-Schauspiel "Die seltsame Gräfin". Diese Rolle, die sie bis zum Ende ihrer Bühnenlaufbahn immer wieder gab, wurde zur Krönung ihrer Karriere.
Ab 1970 wandte sich Lil Dagover wieder vermehrt dem Kinofilm zu, feierte große Erfolge in Filmen von Maximilian Schell und Hans-Jürgen Syberberg. So spielt sie in Syberbergs "Karl May" (1974) die Bertha von Suttner, überzeugte mit ihrer Darstellung einer an den Rollstuhl gefesselten Mordzeugin in Schells Dürrenmatt-Verfilmung "Der Richter und sein Henker"1) (1975). Ihren letzten Auftritt vor der Kamera hatte Lil Dagover 1978/79 in Schells Horvath-Adaption "Geschichten aus dem Wienerwald"1).
 
Foto: Lil Dagover mit Paul Hoffmann5) in dem Fernsehspiel "Memento Mori" (1975)
Foto mit freundlicher Genehmigung von SWR Media Services
mit weiteren Infos; © SWR
Lil Dagover starb am 23. Januar 1980 in ihrem Haus auf dem Bavaria-Filmgelände in München-Geiselgasteig. Noch kurz vor ihrem Tod hatte sie 1979 ihre Autobiografie "Ich war die Dame" veröffentlicht.
Neben den erwähnten Auszeichnungen erhielt sie 1962 das "Filmband in Gold" für "langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film", 1964 folgte ein "Bambi" für Verdienste um den deutschen Film". 1967 konnte sie das "Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland" entgegen nehmen. 1995 wurde in Berlin-Hellersdorf die "Lil-Dagover-Gasse" nach ihr benannt.
 
Lil Dagover zählte zu den brillanten Schauspielerinnen des 20. Jahrhunderts – sowohl auf der Bühne als auch im Film. Im Stummfilm war sie entrückte Schönheit, Urbild der geheimnisvollen Frau, das "Medium" oder die Irre, die indische Göttin, die Spanierin, Kokotte, Prinzessin. Später wandelte sich ihr Image zum Bild der Dame der besseren Gesellschaft, die sich mit leichtem Augenaufschlag und huldvollen Lächeln mitteilt. (…) Kein Star drückte die bürgerliche Sehnsucht nach dem "Guten, Wahren, Schönen" so vollendet aus wie sie. (Quelle: "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf  Heinzelmeier/Berndt Schulz)
Schon am 09.11.1938 schrieb die "Filmwelt" unter anderem: Das Gesicht von Lil Dagover ist in seiner eindrucksvollen Ausgeglichenheit und vornehmen Stille, in seinem unvergänglichen Scharm und seiner Beredtheit das gleiche geblieben. Was rein innerlich Anlass noch gesteigerter Bewunderung sein sollte, ist das ruhige Glänzen und die suggestive Ausstrahlung ihrer Persönlichkeit. Es scheint fast, als sei es bei Lil Dagover zu einer Reife gekommen, die nichts mit einer stilleren Vollendung ihrer künstlerischen Persönlichkeit zu tun hat, weil diese Persönlichkeit von allem Anfang an ausgeglichen war und feststand. Der heitere Ernst und die schmerzliche Verträumtheit, die überströmende Güte und die zarte Verhaltenheit, das tiefinnerliche Spiel und die ruhige und doch so eindrucksvolle Kraft ihres Ausdrucks sind die gleichen geblieben. Sie haben eine technische Vollendung erfahren, insofern, als das schauspielerische Können sich weitete. Sie sind aber im Erlebnis und von der Kraft der Begabung her von Anfang an gleich geblieben. Dies deutet auf die innere Ausgeglichenheit eines Wesens, das seine schönen menschlichen Werte sich bewahren konnte. Das ist auch das Geheimnis der Jugend, die sich in den Zügen dieses Gesichts und im tieferen Ausdruck ihres Spiels immer die gleiche geblieben ist. (Quelle: ns-archiv.national-socialism.org)
  
Lizenzhinweis: Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt für die Europäische Union, die Vereinigten Staaten, Australien und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers.
Link: 1) Wikipedia, 2) Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, 4) www.filmportal.de, 5) Kurzportrait innerhalb dieser HP
3) Quelle: Wikipedia
Das Kurzportrait enthält einige Passagen des LeMO-Projekts (Deutsches Historisches Museum).
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch
Fotos bei film.virtual-history.com

 

Kinofilme (Auszug)
Filmografie www.imdb.de
(Links: Wikipedia, Murnau Stiftung))
1916: Das Rätsel der Stahlkammer

1916: Die Retterin
1918: Das Lied der Mutter 1918: Der Volontär
1919: Der Tänzer 1919: Der Tänzer 1. Teil
1919: Die Maske 1919: Harakiri
1919: Die Spinnen, 1. Teil: Der Goldene See 1919: Phantome des Lebens
1920: Das Blut der Ahnen 1920: Die Jagd nach dem Tode, 1. Teil, 2. Teil
1920: Das Cabinett des Doktor Caligari 1920: Die Kwannon von Okadera
1920: Der Richter von Zalamea 1920: Die Spinnen, 2. Teil: Das Brillantenschiff
1920: Die Frau im Himmel 1920: Spiritismus
1921: Das Geheimnis von Bombay 1921: Der Müde Tod (→ Murnau Stiftung)
1921: Das Medium 1921: Toteninsel
1921: Der Mord in der Greenstreet 1922: Dr. Mabuse, der Spieler
1922: Luise Millerin 1922: Phantom (→ Murnau Stiftung)
1922: Macht der Versuchung 1922: Tiefland
1923: Die Prinzessin Suwarin 1923: Seine Frau, die Unbekannte
1924: Komödie des Herzens (→ Murnau Stiftung) 1925: Der Demütige und die Sängerin
1925: Liebe macht blind 1925: Zur Chronik von Grieshuus
1925: Wenn die Filmkleberin gebummelt hat 1926: Der Veilchenfresser
1926: Die Brüder Schellenberg 1926: Herr Tartüff (→ Murnau Stiftung)
1927: Der Anwalt des Herzens 1927: Orientexpress
1927: Nur eine Tänzerin 1927: Die Lady ohne Schleier
1928: Der Geheime Kurier 1928: Le Tourbillon de Paris
1928: La Grande Passion 1928: Ungarische Rhapsodie
1929: Der Günstling von Schönbrunn 1929: Monte-Cristo
1929: Die Ehe 1929: Spielereien einer Kaiserin
1929: Es flüstert die Nacht 1930: Boykott
1930: Das Alte Lied 1930: Es gibt eine Frau, die dich niemals vergisst
1930: Der Weiße Teufel 1930: Va Banque
1930: Die Große Sehnsucht 1931: Der Fall des Generalstabs-Oberst Redl
1931: Der Kongreß tanzt (→ Murnau Stiftung) 1931: Le Congrès s'amuse
1931: Elisabeth von Österreich 1932: Das Abenteuer der Thea Roland
1932: Das Schicksal einer schönen Frau 1932: The Woman from Monte Carlo
1932: Die Tänzerin von Sans Souci 1933: Johannisnacht
1934: Der Flüchtling von Chicago 1934: Ich heirate meine Frau
1934: Eine Frau, die weiß, was sie will 1935: Der Höhere Befehl
1935: Der Vogelhändler 1935: Lady Windermeres Fächer (→ Murnau Stiftung)
1936: August der Starke 1936: Der Alte Fritz
1936: Das Mädchen Irene 1936: Schlussakkord
1936: Das Schönheitsfleckchen 1937: Die Kreutzersonate
1937: Streit um den Knaben Jo 1938: Dreiklang
1938: Maja zwischen zwei Ehen 1938: Rätsel um Beate
1939: Umwege zum Glück 1940: Bismarck (→ Murnau Stiftung)
1940: Die Räuber 1940: Friedrich Schiller – Der Triumph eines Genies
1942: Kleine Residenz 1943: Wien 1910
1944: Musik in Salzburg 1948: Die Söhne des Herrn Gaspary
1949: Man spielt nicht mit der Liebe 1950: Es kommt ein Tag
1950: Vom Teufel gejagt 1952: Das Geheimnis vom Bergsee
1953: Königliche Hoheit 1953: Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein
1954: Schloß Hubertus 1955: Der Fischer vom Heiligensee
1955: Ich weiß, wofür ich lebe 1955: Rosen im Herbst
1956: Die Barrings 1956: Kronprinz Rudolfs letzte Liebe
1956: Meine 16 Söhne 1957: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
1957: Unter Palmen am blauen Meer 1958: Das gab's nur einmal
1959: Buddenbrooks – 1. Teil 1959: Buddenbrooks – 2. Teil
1961: Die Seltsame Gräfin 1973: Der Fußgänger
1974: Karl May 1975: Der Richter und sein Henker
1977: Die Standarte 1979: Geschichten aus dem Wienerwald
Um zur Seite der Leinwandstars zurückzukehren, bitte dieses Fenster schließen.
Home: www.steffi-line.de