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Lil Dagover wird am 30. September 1887
als Martha Seubert, Tochter eines Forstbeamten in holländischen
Diensten in Madiun auf Java geboren. Um sich zu "verjüngen",
behauptet sie später, sie sei am 30. September 1897 geboren. Foto: Lil Dagover als Mrs. Erlynne in
"Lady Windermeres Fächer"*), |
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| 1919 1926 | feiert die Dagover große Filmerfolge in der "Hochzeit"
des deutschen Stummfilms. Sie spielt in "Phantom" (1923) und
"Tartüff" (1925) von Friedrich Wilhelm Murnau sowie in
Fritz Langs "Der müde Tod" (1921) und in dessen
"Dr.-Mabuse"-Filmen (1922). In dieser Zeit kristallisiert sich in ihrer Art des Schauspielens schon der Typus der "Dame" heraus, den sie auch in den folgenden Jahren verkörpert. |
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| 1920 | Scheidung der Ehe mit Fritz Daghofer. | ||
| 1926 | Heirat mit dem um zwölf Jahre jüngeren Produktionsleiter Georg Witt, der viele ihrer folgenden Filme produziert. Max Reinhardt ist durch ihre Filmerfolge auf Dagover aufmerksam geworden und holt sie für die Rolle der "Schönheit" in Hugo von Hofmannsthals "Jederman" ans Deutsche Theater. Weiterhin engagiert er sie für sechs Jahre an die Salzburger Festspiele und an das Theater in der Josefstadt in Wien. | ||
| 1930 | Ihre erste Tonfilmrolle spielt Dagover unter der Regie von Erich Waschneck (1887-1970) in der Kriminalkomödie "Va Banque". | ||
| 1931 | Der erhoffte Durchbruch in Hollywood mit der Produktion "The Woman from Monte Carlo" stellt sich nicht ein. Dagover kehrt enttäuscht nach Deutschland zurück. | ||
| 1932 | An der Seite von Otto Gebühr brilliert sie in "Die Tänzerin von Sanssouci" von Friedrich Zelnik (1885-1950). 1933 Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten kann Dagover ihre erfolgreiche Karriere beim Film fortsetzen, obwohl sie sich politisch nicht hervortut. Mit insgesamt 23 Rollen bis 1944 gehört sie zu den bekanntesten und beliebtesten Leinwanddarstellern in der Zeit des NS-Regimes. Sie verkörpert vor allem die Rolle der "Galanten Dame": Kaiserinnen, Adlige, Künstler- und Unternehmersgattinnen. | ||
| 1935 |
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| 1937 | Joseph Goebbels verleiht ihr den Titel "Staatsschauspielerin" ab 1937 als die NS-Politik zunehmend Einfluss auf den Film nimmt, konzentriert sie sich mehr auf das Theater. Sie spielt u.a. in Schillers "Kabale und Liebe" und "König Ödipus" von Sophokles. | ||
| 1939 1948 |
Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs leistet Dagover
Truppenbetreuung für die Wehrmacht. Mit einem eigenen Tourneetheater
gastiert sie 1943 an der Ostfront und 1944 auf den von den
Deutschen okkupierten Kanalinseln Jersey und Guernsey. Für ihren Einsatz
erhält sie das Kriegsverdienstkreuz II. Klasse. Nach ihrer Entnazifizierung spielt sie zunächst an der "Berliner Komödie" am Kurfürstendamm und erreicht ein glänzendes Comeback an der Seite Otto Gebührs in Anton Tschechows (1860-1904) "Der Kirschgarten". 1948 ist sie erstmals nach dem Krieg ist sie wieder auf der Leinwand zu sehen, und es gelingt ihr sofort, an frühere Filmerfolge anzuknüpfen. In dem Film "Die Söhne des Herrn Gaspary" geht es um das Auseinanderbrechen einer deutschen Familie unter dem Nationalsozialismus. |
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| 1950 | Auch in der Filmtragödie "Es kommt ein Tag" geht es um die Aufarbeitung des Nationalsozialismus. Dagover spielt eine Frau, die ihren Sohn im Krieg verloren hat. Ab 1950 liegen die meisten ihrer folgenden Filme im Trend der Kinozeit: heiter-beschwingte, unkomplizierte und völlig unpolitische Heimatfilme wie "Schloss Hubertus" (1954) und "Die Barrings" (1955). Sie wächst in das Rollenfach der älteren Dame hinein, das sie besonders vorzüglich in der Rolle der spinnerten Hofdame in "Königliche Hoheit" (1953) nach einem Roman von Thomas Mann erfüllt. | ||
| 1951 | In der Inszenierung des "Jedermann" bei den Bad Hersfelder Festspielen gibt sie wie schon in ihrer Jugend die Rolle der "Schönheit". Weitere bedeutende Rollen als seltsame alte Dame spielt sie in den folgenden Jahren in Friedrich Dürrenmatts (1921-1991) "Besuch der alten Dame" und in John Patricks "Eine etwas sonderbare Dame". | ||
| 1954 | Sie erhält das "Filmband in Silber" des Deutschen Filmpreises für ihre Rolle in "Königliche Hoheit". | ||
| 1961 | Im Stadttheater Hildesheim spielt sie erstmals in dem Jean Giraudoux
(1882 1944)
Schauspiel "Die seltsame Gräfin". Diese Rolle, die sie bis zum Ende ihrer Bühnenlaufbahn immer wieder gibt, wird zur Krönung ihrer Karriere. |
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| 1962 | Dagover wird mit dem "Filmband in Gold" für ihr Lebenswerk geehrt. | ||
| 1964 | "Bambi" für Verdienste um den deutschen Film. | ||
| 1967 | Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. | ||
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Kinofilme Filmografie bei der german.imdb.com (Links: Wikipedia) |
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| 1916: Das Rätsel der Stahlkammer | 1916: Die Retterin |
| 1918: Das Lied der Mutter | 1918: Der Volontär |
| 1919: Der Tänzer | 1919: Der Tänzer 1. Teil |
| 1919: Die Maske | 1919: Harakiri |
| 1919: Die Spinnen, 1. Teil: Der Goldene See | 1919: Phantome des Lebens |
| 1920: Das Blut der Ahnen | 1920: Die Jagd nach dem Tode |
| 1920: Das Cabinett des Doktor Caligari | 1920: Die Kwannon von Okadera |
| 1920: Der Richter von Zalamea | 1920: Die Spinnen, 2. Teil: Das Brillantenschiff |
| 1920: Die Frau im Himmel | 1920: Spiritismus |
| 1921: Das Geheimnis von Bombay | 1921: Der Müde Tod |
| 1921: Das Medium | 1921: Toteninsel |
| 1921: Der Mord in der Greenstreet | 1922: Dr. Mabuse, der Spieler |
| 1922: Luise Millerin | 1922: Phantom |
| 1922: Macht der Versuchung | 1922: Tiefland |
| 1923: Die Prinzessin Suwarin | 1923: Seine Frau, die Unbekannte |
| 1924: Komödie des Herzens | 1925: Der Demütige und die Sängerin |
| 1925: Liebe macht blind | 1925: Zur Chronik von Grieshuus |
| 1925: Wenn die Filmkleberin gebummelt hat | 1926: Der Veilchenfresser |
| 1926: Die Brüder Schellenberg | 1926: Herr Tartüff |
| 1927: Der Anwalt des Herzens | 1927: Orientexpress |
| 1927: Nur eine Tänzerin | 1927:Die Lady ohne Schleier |
| 1928: Der Geheime Kurier | 1928: Le Tourbillon de Paris |
| 1928: La Grande Passion | 1928: Ungarische Rhapsodie |
| 1929: Der Günstling von Schönbrunn | 1929: Monte-Cristo |
| 1929: Die Ehe | 1929: Spielereien einer Kaiserin |
| 1929: Es flüstert die Nacht | 1930: Boykott |
| 1930: Das Alte Lied | 1930: Es gibt eine Frau, die dich niemals vergisst |
| 1930: Der Weiße Teufel | 1930: Va Banque |
| 1930: Die Große Sehnsucht | 1931: Der Fall des Generalstabs-Oberst Redl |
| 1931: Der Kongreß tanzt | 1931: Le Congrès s'amuse |
| 1931: Elisabeth von Österreich | 1932: Das Abenteuer der Thea Roland |
| 1932: Das Schicksal einer schönen Frau | 1932: The Woman from Monte Carlo |
| 1932: Die Tänzerin von Sans Souci | 1933: Johannisnacht |
| 1934: Der Flüchtling von Chicago | 1934: Ich heirate meine Frau |
| 1934: Eine Frau, die weiß, was sie will | 1935: Der Höhere Befehl |
| 1935: Der Vogelhändler | 1935: Lady Windermeres Fächer |
| 1936: August der Starke | 1936: Fridericus |
| 1936: Das Mädchen Irene | 1936: Schlußakkord |
| 1936: Das Schönheitsfleckchen | 1937: Kreutzersonate |
| 1937: Streit um den Knaben Jo | 1938: Dreiklang |
| 1938: Maja zwischen zwei Ehen | 1938: Rätsel um Beate |
| 1939: Umwege zum Glück | 1940: Bismarck |
| 1940: Die Räuber | 1940: Friedrich Schiller Der Triumph eines Genies |
| 1942: Kleine Residenz | 1943: Wien 1910 |
| 1944: Musik in Salzburg | 1948: Die Söhne des Herrn Gaspary |
| 1949: Man spielt nicht mit der Liebe | 1950: Es kommt ein Tag |
| 1950: Vom Teufel gejagt | 1952: Das Geheimnis vom Bergsee |
| 1953: Königliche Hoheit | 1953: Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein |
| 1954: Schloß Hubertus | 1955: Der Fischer vom Heiligensee |
| 1955: Ich weiß, wofür ich lebe | 1955: Rosen im Herbst |
| 1956: Die Barrings | 1956: Kronprinz Rudolfs letzte Liebe |
| 1956: Meine 16 Söhne | 1957: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull |
| 1957: Unter Palmen am blauen Meer | 1958: Das gab's nur einmal |
| 1959: Buddenbrooks 1. Teil | 1959: Buddenbrooks 2. Teil |
| 1961: Die Seltsame Gräfin | 1973: Der Fußgänger |
| 1974: Karl May | 1975: Der Richter und sein Henker |
| 1977: Die Standarte | 1979: Geschichten aus dem Wienerwald |
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