Max Landa
Max Landa wurde am 24. April 1880 in der Österreichischen Hauptstadt Wien geboren; über den Werdegang des Schauspielers ist so gut wie nichts bekannt. Landa, der unter anderem am Berliner Lessingtheater auf der Bühne stand, kam Anfang der 10er Jahre des vorigen Jahrhunderts zum Film und gab sein Leinwanddebüt in dem stummen Streifen "Die Suffragette" (1913). Ein Jahr später erlebte man ihn an der Seite von Asta Nielsen in "Engelein", seinen Durchbruch auf der Leinwand hatte er wenig später in den beliebten Detektivfilmen der Stuart-Webbs-Reihe, die unter der Regie von Joe May mit Ernst Richter in der Titelrolle entstanden, der auch für die Drehbücher verantwortlich zeichnete. So erlebte man Max Landa unter anderem in "Stuart Webbs: Die geheimnisvolle Villa" (1914) oder in "Stuart Webbs: Der Mann im Keller" (1914), wo er den Lord Thomas Rawson mimte. Zu detektivischen Ehren kam Landa dann in den Nachfolgestreifen um den Filmhelden Joe Deebs, der als Konkurrenzfigur zu "Stuart Webbs" von Joe May erfunden worden war, nachdem er sich im Streit von Ernst Richter getrennt hatte. May drehte mit Landa in der Hauptrolle des Joe Deebs zwischen 1915 und 1916 unter anderem die Filme "Das Gesetz der Mine", "Sein schwierigster Fall", "der Geheimsekretär" und "Die Gespensteruhr".

Zwischen 1918/19 folgten für die Stern-Film-Gesellschaft zwölf Teile der " Max-Landa-Detektivserie" mit dem Regisseur Ewald André Dupont, so unter anderem "Die Maske", "Das Geheimnis des Amerika-Docks", "Die Japanerin" (alle 1919) oder " Moriturus" (1920). Mit seiner eigenen Max Landa-Film-AG entstanden unter anderem " Der Passagier von Nr. 7" (1921), "Das Licht um Mitternacht" (1922), " Die schwarze Schachdame" (1922), " Die Perlen der Lady Harrison" (1922) und " Der politsche Teppich" (1922).
Daneben, vor allem aber als die Begeisterung für Detektiv-und Krimi-Serien beim Publikum verebbte, stand Landa für Stummfilme wie "Die Geliebte Roswolskys" (1921, u.a. mit Paul Wegener), "Soll man heiraten?" (1925), "Warum sich scheiden lassen?" (1926) oder " Anastasia, die falsche Zarentochter" (1928) vor der Kamera; letztmalig erlebte man ihn mit der Rolle eines Rechtsanwaltes in "Der Staatsanwalt klagt an" (1928, aka "Der Henker") auf der Leinwand; den Sprung zum Tonfilm schaffte Max Landa nicht.
  
Der Schauspieler verstarb am 9. November 1933 mit nur 53 Jahren im ehemals jugoslawischen Bled; über die Todesursache ist nichts bekannt.
 

Ein Bild des Schauspielers findet man bei www.cyranos.ch, ein weiteres bei edocs.ub.uni-frankfurt.de
Filmografie bei der german.imdb.com
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