| Peter Mosbacher | ||||
| Peter Mosbacher wurde am 17. Februar 19121) als Ludwig Hermann Mosbacher
in Mannheim geboren,
besuchte dort das Gymnasium, welches er mit dem Abitur abschloss. Sein
ursprünglicher Wunsch war es gewesen, Rennfahrer zu werden,
diese Pläne musste er jedoch nach einem schweren Motorradunfall aufgeben. Zu seinen Schulkameraden hatte der später berühmte
Schauspieler Carl Raddatz gehört, dieser überredete Mosbacher,
es mit der Schauspielerei zu versuchen und so ließ er sich am Mannheimer Konservatorium
dementsprechend ausbilden. Erste Bühnenerfahrungen sammelte Mosbacher
dann in seiner Geburtsstadt, weitere Engagements führten ihn nach Gießen,
an das Hessische Landestheater in Darmstadt sowie die Städtischen Bühnen in Düsseldorf,
schließlich kam er an das "Deutsche Theater" nach Berlin. Nach
Ende des 2. Weltkrieges war Mosbacher ab 1946 für vier Jahre
Ensemblemitglied des Hamburger "Thalia"-Theaters, wechselte
anschließend wieder nach Berlin an das "Schloßpark-Theater"
und spielte ab 1951 am "Schillertheater".
Während seiner Karriere als Theater-Schauspieler verkörperte Mosbacher die großen Helden der klassischen Literatur, begeisterte mit der Titelrolle in Schillers "Don Carlos" ebenso wie in Heinrich von Kleists "Prinz von Homburg", gab den "Jago" in Shakespeares "Othello" oder den "Mephisto" in Goethes "Faust". Auch in Stücken moderner Dramatiker glänzte der Schauspieler, spielte unter anderem mit großem Erfolg den "Kowalski" in Tennessee Williams "Endstation Sehnsucht" oder in dessen "Die Katze auf dem heißen Blechdach", verkörperte beispielsweise Hautrollen wie in Zuckmayers "Gesang im Feuerofen", in Max Frischs "Don Juan oder die Liebe zur Geometrie" oder in Peter Ustinovs "Die Liebe der vier Obersten". Einer der Höhepunkte seiner Karriere war 1964 die Darstellung der Titelrolle in Peter Weiß' Revolutions-Diskussions-Drama "Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats" im Berliner Schillertheater, beeindruckend sein Spiel in der deutschen Erstaufführung von Jean Paul Sartres "Die Eingeschlossenen von Altona". In seinen letzten Lebensjahren wirkte Mosbacher am Theater vor allem als Regisseur, inszenierte unter anderem Hauptmanns "Die Ratten". Zum Film kam Mosbacher bereits Anfang der 1940er Jahre, erstmals sah man ihn 1943 mit einer kleinen Rolle in dem Streifen "Großstadtmelodie"; nach Ende des 2. Weltkrieges trat er vor allem in erfolgreichen Unterhaltungsfilmen auf. So spielte er beispielsweise 1949 den Lapin in "Der Bagnosträfling", ein Jahr später den Ludwig Palfy in der Kästner-Verfilmung "Das Doppelte Lottchen"2) oder 1952 den Eugen Rümpel in "Pension Schöller". Bis Ende der 1950er Jahre folgten Rollen in Filmen wie "Der Keusche Josef" (1953), "Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein"2) (1953), "Das Dorf unterm Himmel" (1953), "Canaris"2) (1954), "Liane, das Mädchen aus dem Urwald"2) (1956), "Der Fuchs von Paris" (1957), "Peter Voss, der Millionendieb"2) (1958) oder "Peter Voss, der Held des Tages" (1959). In den 1960ern erlebte man ihn dann unter anderem noch in "Heimweh nach St. Pauli" (1963) oder in Krimis wie "Im Banne des Unheimlichen"2) (1968) auf der Leinwand. Meist spielte Mosbacher profilierte Nebenrollen, gab mit seiner markanten Erscheinung und seinem hintergründigen Gesichtsausdruck Schmuggler, Zuhälter und sonstige Bösewichte, aber auch Offiziere oder Adlige.Seit den 1970er Jahren trat er vermehrt in Fernsehspielen in Erscheinung, 1971 spielte er in dem dreiteiligen Durbridge-Krimi "Das Messer"3) den Dr. Hall, gab 1974 in "Der Widerspenstige Heilige" den Bischof von Oriel oder war 1975 als "König Heinrich IV." in einer Neubearbeitung des Shakespeare-Dramas von Theodor Schübel zu sehen. Neben seiner Arbeit für das Theater und den Film betätigte sich Mosbacher aus als Sprecher im Hörfunk und für die Synchronisation. Der seit Jahren herzkranke Schauspieler und Regisseur Peter Mosbacher starb am 9. Oktober 1977 in einer Klinik am Starnberger See4) an den Folgen eines Herzinfarkts; seine letzte Ruhestätte fand der Künstler auf dem Friedhof München-Obermenzing. Er war mit der Schauspielerin in Edith Schneider2) verheiratet und hinterließ Sohn Manuel, der als Theaterregisseur in die Fußstapfen seines Vaters trat. |
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| 1) nach anderen Quellen 1914 Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser Webpräsenz 4) gestorben in Kempfenhausen (Ortsteil der Gemeinde Berg im oberbayerischen Landkreis Starnberg, am Ostufer des Starnberger Sees gelegen) |
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| Siehe auch Wikipedia | ||||
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