Wirken am Theater (Auszug) / Filmografie / Hörspiel
Erich Schellow wurde am 27. Februar 1915 als Sohn eines Kaufmanns in Berlin geboren. Schon früh interessierte er sich für das Theater, wirkte bereits während seiner Zeit an der "Luisenstädtischen Oberrealschule" bei zahlreichen Schüleraufführungen mit. Nach dem Abitur wollte er zunächst Kunstgeschichte und Philosophie studieren, auf Anraten der Schauspielerin Lola Müthel ließ er sich dann aber ab 1935 zwei Jahre lang in seiner Geburtsstadt an der Schauspielschule des "Preußischen Staatstheaters"1) ausbilden; zu seinen Lehrern/Lehrerinnen zählten Walter Franck, Lothar Müthel, Hermine Körner und Maria Koppenhöfer. Sein Bühnendebüt gab Schellow 1937 als Mortimer in dem Schiller-Drama "Maria Stuart"1) am "Deutschen Volkstheater" in Hamburg-Altona, dessen Ensemble er bis 1940 angehörte. 
Anschließend folgte er 1941 einem Ruf an das "Preußische Staatstheater", wo er bis zur kriegsbedingten Schießung im September 1944 auf der Bühne stand und mit Theaterlegenden wie Gustaf Gründgens, Jürgen Fehling1), Lothar Müthel und Karl-Heinz Stroux1) zusammenarbeitete.
Nach Kriegsende ging Schellow zunächst bis 1947 nach Hamburg an das "Deutsche Schauspielhaus"1), wo er unter anderem Titelrollen in Goethes "Faust"1) und "Torquato Tasso"1) oder den Major von Tellheim in Lessings "Minna von Barnhelm"1) gestaltete. Anschließend wechselte er endgültig nach (West-)Berlin, welches fortan das Zentrum seines künstlerischen Schaffens bleiben sollte. "Von 1948 an gehörte Schellow zum Ensemble der "Staatlichen Schauspielbühnen Berlins" und blieb bis zu deren Schließung 1993 eine feste Größe des Berliner Kulturschaffens." notiert Wikipedia. Zunächst arbeitete er am "Schlosspark Theater"1), seit Anfang der 1950er Jahre vor allem auch am "Schillertheater"1). Zudem gab er Gastspiele unter anderem in Zürich, am Wiener "Burgtheater"1) sowie bei den "Salzburger Festrspielen"1).

Erich Schellow 1960 bei der Verleihung des "Berliner Kunstpreises"1)
von links nach rechts: Rudolf Noelte1) (Regisseur),
Uwe Johnson1) (Schriftsteller), Erich Schellow (Schauspieler) 
Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, B 145 Bild-P057015;
Fotograf: Unbekannt / Datierung: 18. 3.1960 / Lizenz CC-BY-SA 3.0
Genehmigung des Bundesarchivs zur Veröffentlichung innerhalb
dieser Webpräsenz wurde am 11.10.2010 erteilt.
Originalfoto und Beschreibung:
Deutsches Bundesarchiv B 145 Bild-P057015 bzw. Wikimedia Commons

 Erich Schellow (rechts) bei der Verleihung des Berliner Kunstpreises 1960; von links nach rechts: Rudolf Nolte (Regisseur), Uwe Johnson (Schriftsteller), Erich Schellow (Schauspieler); Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, B 145 Bild-P057015; Fotograf: Unbekannt / Datierung: 18. 3.1960 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.
Erich Schellow in "Torquato Tasso" von Johann Wolfgang von Goethe, 1949 am Berliner "Schlosspark Theater"; Inszenierung: Walter Felsenstein; Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_pk_0000778_003); Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Abraham Pisarek; Urheber: Abraham Pisarek; (1901–1983); Datierung: 09.1949; Quelle: www.deutschefotothek.de Rasch war der blendend aussehende, hochgewachsene und schlanke Schauspieler mit jugendlichen, klassischen Heldenrollen zu einem bedeutenden Charakterdarsteller avanciert, er verlieh den Kleist'schen Figuren ebenso beeindruckend Kontur wie etwa Shakespeares "Hamlet"1), Goethes "Faust"1) oder Schillers "Don Carlos"1). Zu seinen weiteren großen Rollen zählten auch der Karl Moor in Schillers "Die Räuber"1) oder die Titelfigur in "König Ödipus"1) bzw. "Ödipus auf Kolonos"1) von Sophokles1), den er 1965 unter der Regie von Gustav Rudolf Sellner1) bei den "Salzburger Festspielen" interpretierte. Über seinen Mephisto/Phorkyas in Goethes "Faust II"1), 1966 inszeniert von Ernst Schröder am "Schillertheater" mit Ernst Wilhelm Borchert als Faust, schrieb die Feuilletonistin und Kritikerin Karena Niehoff1) unter anderem in der "Süddeutschen Zeitung" (05.09.1966): "Erich Schellow ist, mag auch die grüne Patina im Gesicht auf Jahrtausende deuten, ein junger Frechdachs, Quirl, Hinterhausteufel, kein bestrickender Bonvivant der Hölle, auch nicht ihr Fürst. Ein intellektueller Beatnik mit Charme, der es hinter den Ohren hat. Ein prächtiger Spießgeselle – indes nicht gerade für den humorlosen Faust. Erstaunlich: Plötzlich ist er manchmal einsamer als Faust."*); siehe auch den Artikel bei www.zeit.de.

 
Erich Schellow in "Torquato Tasso"1) von Johann Wolfgang von Goethe1),
1949 am Berliner "Schlosspark Theater"1)
Inszenierung: Walter Felsenstein1)
Quelle: Deutsche Fotothek (file: df_pk_0000778_003)
© SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Abraham Pisarek
Urheber: Abraham Pisarek1) (1901–1983); Datierung: 09.1949
Quelle: www.deutschefotothek.de
Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017

Mit zunehmendem Alter begeisterte Schellow Kritiker und Publikum auch in Stücken der Moderne, etwa mit in den "exzentrischen und zwiespältigen Rollen der klassischen Avantgarde"**) von Jean Anouilh1), Max Frisch1) oder Friedrich Dürrenmatt1) – so etwa als Patient Möbius in Dürrenmatts Tragikomödie "Die Physiker"1), in Szene gesetzt von Hans Lietzau1) 1962 am "Schlosspark Theater" mit Berta Drews als Fräulein Doktor Mathilde von Zahnd, Alfred Schieske als Herbert Georg Beutler, genannt "Newton" und Leonard Steckel als Ernst Heinrich Ernesti, genannt "Einstein". Zu einer seiner herausragenden Darstellungen zählte auch die des Geschichtsprofessors George in der deutschsprachigen Erstaufführung von Edward Albees1) Schauspiel "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?"1) unter der Regie von Boleslaw Barlog1), 1963 ebenfalls am Berliner "Schlosspark Theater" mit Maria Becker als Martha. Zu den letzten Auftritten des inzwischen über 70-jährigen Mimen zählte zur Spielzeit 1991/92 am "Schillertheater die Figur des Harro Hassenreuter in "Die Ratten"1) von Gerhart Hauptmann1) (Regie: Alfred Kirchner1)) mit unter anderem Angelica Domröse (Frau John), Guntbert Warns1) (Herr John), Wolfgang Pregler1) (Bruno Mechelke), Katja Riemann1) (Sidonie Knobbe) und Peter Matić (Erich Spitta) → berliner-schauspielschule.de,
Bei den "Salzburger Festspielen" trat er 1990 als der Tod im "Jedermann"1) von Hugo von Hofmannsthal1) auf, Helmuth Lohner gab unter der Regie von Gernot Friedel1) den "Jedermann". Die Süddeutsche Zeitung schrieb damals unter anderem über Schellows Gestaltung: "… nicht hämisch, nicht zynisch, nicht überzogen. Er ist mit seiner klugen Zurückhaltung, seiner, dem Hofmannsthalschen Text angemessenen Kunst-Distanz die einzige Ausnahme".  Seine letzte Rolle war 1993 die des Großinquisitors in Leander Haußmanns1) turbulenten Inszenierung des Schiller-Dramas "Don Karlos"1) mit Dirk Nocker1) in der Titelrolle → berliner-schauspielschule.de. Als 1993 die "Staatlichen Schauspielbühnen" auf Beschluss des Berliner Senats aufgrund der finanziellen Notlage der Stadt geschlossen bzw. alle fest engagierten Mitarbeiter und Künstler entlassen wurden, klagte auch Schellow gegen die erhaltene Kündigung und ging mit seinen Kollegen/Kolleginnen aktiv auf die Straße, um zu protestieren → Übersicht Wirken am Theater (Auszug).
 
Schellow, der vereinzelt auch schon mal Ausflüge in die Welt der Operette unternahm – so 1982/83 als Jupiter1) in Jacques Offenbachs Opéra bouffe "Orpheus in der Unterwelt"1) mit Peter Matić in der Titelrolle des Orpheus1) –, arbeitete seit Ende der 1940er Jahre auch sporadisch für den Film. Sein Leinwanddebüt gab er mit einer kleinen Rolle in Helmut Käutners1) Episodenfilm "In jenen Tagen"1) (1947), 1954 spielte er erneut unter der Regie Käutners in dem Melodram "Bildnis einer Unbekannten"1) an der Seite von Ruth Leuwerik und O.W. Fischer, im gleichen Jahr sah man ihn als Student Robert, Sohn von Blasinstrumenten-Fabrikant Mathias Wilbers (Hans Leibelt) in dem Streifen "Ein Mädchen aus Paris"1) mit Etchika Choureau1) als Partnerin. In Fritz Kortners Milieustudie "Die Stadt ist voller Geheimnisse"1) (1954) mimte er den Ingenieur Rudolf Thomas, in dem kriminalistischen Zirkusfilm "Drei vom Varieté"1) (1954) war er ebenso zu sehen wie in dem Film "Der 20. Juli"1) (1955), gedreht von Falk Harnack1) über das gescheiterte Attentat auf Adolf Hitler1) vom 20. Juli 1944 mit Wolfgang Preiss als Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg1); hier zeigte sich Schellow als evangelischer Pfarrer, der der gegen das NS-Regime auftrat, bzw. fungierte als Erzähler. Josef von Báky1) besetzte ihn als Hotelier Louis Adlon1) in seiner gleichnamigen Verfilmung1) (1955) über die Geschichte des "Hotel Adlon"1), für Gottfried Reinhardt1) spielte er den Wolfgang Clausen in dessen Gerhart Hauptmann-Verfilmung "Vor Sonnenuntergang"1), mit Hans Albers in der Hauptrolle des 70-jährigen Konzernchefs Claussen, der sich in das achtzehnjährige Mädchen Inken Peters (Annemarie Düringer) verliebt. Auch in Helmut Käutners Zuckmayer-Verfilmung "Der Hauptmann von Köpenick"1), mit Heinz Rühmann in der Titelrolle des Wilhelm Voigt1), konnte Schellow als schneidiger Hauptmann von Schlettow einmal mehr seine schauspielerische Vielseitigkeit beweisen. Insgesamt nutzten die Filmemacher jedoch wenig das schauspielerische Potential des Charakterdarstellers  → Übersicht Kinofilme.
Im Fernsehen erlebte man Schellow unter anderem in Literaturverfilmungen, so beispielsweise als Boris Trigorin in "Die Möwe"2) (1963) nach dem gleichnamigen Drama1) von Anton Tschechow1) oder mit der Rolle des Herrn Belac in "Der Apoll von Bellac" (1964) nach dem Theaterstück "L'Apollon de Bellac" von Jean Giraudoux1)
Szenenfoto mit Paul Edwin Roth (Dr. Watson) und Erich Schellow (Sherlock Holmes) aus der Serie "Sherlock Holmes" (1967); mit freundlicher Genehmigung von  "Studio Hamburg Enterprises GmbH",welche die Serie in der Reihe "Straßenfeger" (45) zusammen mit "Conan Doyle und der Fall Edalji" (1966, mit Paul Klinger als Sir Arthur Conan Doyle) und "Sherlock Holmes und das Halsband des Todes" (1962, mit Christopher Lee als Sherlock Holmes und Thorley Walters als Dr. Watson) am 21. September 2012 auf DVD herausbrachte. Ungeheure Popularität erlangte der Schauspieler auf dem Bildschirm 1967 mit der Figur des legendären Meisterdetektivs Sherlock Holmes1) in der Serie "Sherlock Holmes"1). zusammen mit seinem treuen Assistenten Dr. Watson1), gespielt von Paul Edwin Roth, ging er sechs Folgen lang auf Verbrecherjagd. Zu Schellows letzten Arbeiten für das Fernsehen zählte der Fünfteiler "Wanderungen durch die Mark Brandenburg"3) (1986) nach dem gleichnamigen Werk1) von Theodor Fontane1) mit der Rolle des alten Herr Schadow → Übersicht TV-Produktionen.
 
Szenenfoto mit Paul Edwin Roth (links, Dr. Watson) und
Erich Schellow (Sherlock Holmes) aus der Serie "Sherlock Holmes" (1967)
Mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH",
welche die Serie in der Reihe "Straßenfeger" (45) zusammen mit
"Conan Doyle und der Fall Edalji"2) (1966, mit Paul Klinger als Sir Arthur Conan Doyle1)) und
"Sherlock Holmes und das Halsband des Todes"1) (1962, mit Christopher Lee als Sherlock Holmes
und Thorley Walters1) als Dr. Watson) am 21. September 2012 auf DVD herausbrachte.
Neben seiner umfangreichen Arbeit vor allem für das Theater sowie Film und Fernsehen arbeitete Schellow gelegentlich auch für die Synchronisation. So lieh er beispielsweise Mel Ferrer in "Krieg und Frieden"1) (1956), Rex Harrison in "Mitternachtsspitzen"1) (1960) und Peter Cushing unter anderem in "Dracula" (1958) und "Die Rache der Pharaonen"1) (1959) und seine Stimme → mehr bei synchronkartei.de. Zudem stand er verschiedentlich im Hörspielstudio, eine Auswahl der bei der ARD Hörspieldatenbank gelisteten Produktionen findet man hier.
 
Erich Schellows schauspielerische Leistungen wurden während seiner langen, eindrucksvollen Karriere mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt: So erhielt der 1963 zum "Berliner Staatsschauspieler" ernannte Charaktermime 1965 das "Bundesverdienstkreuz I. Klasse"1), 1960 und 1971 verlieh man ihm den "Berliner Kunstpreis"1), 1966 den "Deutschen Kritikerpreis"1). Seit 1965 war Schellow Mitglied der Berliner "Akademie der Künste"1), aus der er 1992 aus Protest gegen die gesamte Übernahme der Akademiemitglieder der ehemaligen DDR wieder austrat.4) 1985 wurde er zum Ehrenmitglied der "Staatlichen Schauspielbühnen Berlin" ernannt, 1990 konnte er das "Silberne Blatt" der "Dramatiker Union"1) entgegennehmen, außerdem war er Ehrenmitglied der "Deutschen Sherlock-Holmes-Gesellschaft".
 
Der leidenschaftliche Theatermann Erich Schellow starb am 25. November 1995 im Alter von 80 Jahren nach längerer, qualvoller Krankheit in Berlin im Zehlendorfer1) "Hubertus-Krankenhaus"; 1993 hatte er einen ersten schweren Schlaganfall erlitten von dem er sich nicht mehr so recht erholte bzw. in dessen Folge er an starken Lähmungserscheinungen litt. Er hinterließ Ehefrau Elke sowie den gemeinsamen Sohn Alexander, die letzte Ruhe fand er in einem Familiengrab auf dem "Friedhof Berlin-Wilmersdorf"1) (Abt. D4–39) → Foto der Grabstelle bei Wikimedia Commons sowie knerger.de.
Schellow zählte zu den bedeutenden deutschen Charakterdarstellern. Für Friedrich Luft1) war er "der beste Posa, den man je sah", "der geborene Hamlet", "der eindrucksvollste Karl Moor, dessen man je ansichtig wurde", "der edelste Carlos" und nicht zuletzt "Berlins bester Mephisto" konnte man in "Die Welt" (27.02.1985) lesen. Rüdiger Schaper1) schrieb in seinem Nachruf in der "Süddeutschen Zeitung" (28.11.1995): "Schellow bestach durch seine Eleganz, in die sich immer auch ein Schuß preußischer Strenge mischte – und eine leichte Ironie (…) Immer ein Herr. Immer in einem Atemzug genannt mit Carl Raddatz, Martin Held, Ernst Schröder, den Protagonisten des untergegangenen West-Berliner Staatstheaters."*) In dem Artikel der "Deutschen Welle" kann man lesen: "Nobelnatur und Grandezza sind ihm ins Gesicht geschrieben und machen seine Statur aus" – so beschrieb die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am 27.02.1975 diesen Schauspieler, der über 50 Jahre das Berliner Theaterleben mitprägte und auch große Popularität bei Film und Fernsehen erlangte."
Der Großinquisitor in der "Don Karlos"-Inszenierung des späteren Bochumer Intendanten Leander Haußmann1) war 1993 Schellows Abschiedsvorstellung auf der Bühne gewesen. Ein applausumrauschtes, vierstündiges Klassiker-Happening, in dem Schellow die ganze Machtfülle des Großinquisitors verkörperte; danach spielte er nie wieder Theater. Nach einem zweiten Schlaganfall blieb er gelähmt, konnte nur noch mit den Augen sprechen; es sei unfassbar, sagte seine Frau in einem Interview, "mit welcher Kraft und Disziplin er das alles ertrug".
Noch kurz vor seinem Tod war das Buch "Schellow Holmes: Erich Schellow zum Achtzigsten" erschienen, das neben einer mit zahlreichen Szenenfotos bebilderten Dokumentation der Fernsehserie auch ein umfangreiches Interview mit dem großen Mimen enthält.
Quelle (unter anderem): "Henschel Theaterlexikon"*) und deutsche-biographie.de**)
Siehe auch Wikipedia, diegeschichteberlins.de, den Artikel bei der "Deutschen Welle" sowie
den Nachruf bei spiegel.de
Quelle (unter anderem): "Henschel Theaterlexikon"*) und deutsche-biographie.de**)
Siehe auch Wikipedia, diegeschichteberlins.de, den Artikel bei der "Deutschen Welle" sowie
den Nachruf bei spiegel.de

 

  
Wirken am Theater (Auszug)
Quelle (unter andrem): "Henschel Theaterlexikon", Hrsg. C. Bernd Sucher (Henschel Verlag, 2010, S. 761)
(Fremde Links: Wikipedia; R = Regie, UA = Uraufführung, DE = Deutschsprachige Erstaufführung)
"Düsseldorfer Schauspielhaus" 1947: Erich Schellow als Ritter Hans und Evi Gotthardt als Undine, Tochter der Fischers, in "Undine" von Jean Giraudoux; Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_ger-pos_0000766); Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/GERMIN; Urheber: GERMIN = Gerd Mingram (1910–2001); Datierung: 1947; Quelle: www.deutschefotothek.de; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017 "Düsseldorfer Schauspielhaus" 1947: Erich Schellow als Ritter Hans und mit Maria Wimmer als Gräfin Bertha in "Undine" von Jean Giraudoux; Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_ger-pos_0000768); Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/GERMIN; Urheber: GERMIN = Gerd Mingram (1910–2001); Datierung: 1947; Quelle: www.deutschefotothek.de; Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017 "Düsseldorfer Schauspielhaus" 1947:
 
Erich Schellow  als Ritter Hans
mit Evi Gotthardt
als Undine, Tochter der Fischers (Foto links), sowie
mit Maria Wimmer als Gräfin Bertha
in "Undine" von Jean Giraudoux

Quelle: Deutsche Fotothek:
file: df_ger-pos_0000766
file: df_ger-pos_0000768
© SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/GERMIN
Urheber: GERMIN = Gerd Mingram (1910–2001); Datierung: 1947
Quelle: www.deutschefotothek.de: Foto 1 / Foto 2
Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017
"Staatliche Schauspielbühnen Berlin" "Residenzheater", München "Düsseldorfer Schauspielhaus" "Salzburger Festspiele"
Filme
Kinofilme / Fernsehen
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Fremde Links: Wikipedia, Die Krimihomepage, fernsehserien.de)
Kinofilme Fernsehen (Auszug)
  • 1963: Die Möwe (nach dem gleichnamigen Drama von Anton Tschechow; als Autor Boris Alekseevič Trigorin)
  • 1964: Clavigo (nach dem gleichnamigen Trauerspiel von Johann Wolfgang von Goethe; Inszenierung:
    Berliner "Schlosspark Theater"; Regie: Willi Schmidt; als Carlos, Freund Clavigos, dargestellt von Klaus Kammer;
    → weitere Besetzung IMDb; Kurzinfo: Madrid um 1770. Der talentierte junge Clavigo (Klaus Kammer) hat über seiner Arbeit
    als königlicher Archivarius und seinen ehrgeizigen Plänen seine Verlobte Marie Beaumarchais (Karin Remsing) vergessen.
    Aus Kummer über diese Vernachlässigung erkrankt Marie, ihre Schwester Sophie (Sybille Gilles) ruft deshalb den
    Bruder (Dieter Ranspach) aus Paris herbei. Beaumarchais verlangt von Clavigo, ein Schuldbekenntnis zu unterschreiben,
    das er an geeigneter Stelle gegen ihn verwenden will, sollte der junge Mann nicht die Verzeihung Maries erreichen.
    Das Mädchen vergibt Clavigo und alles scheint nun in Ordnung. Da taucht Clavigos Freund Carlos (Schellow) auf
    und stellt dem ehrgeizigen Archivar die Ehe mit einer schwindsüchtigen Frau als hinderlich für Karriere und Erfolg dar.
    Clavigo bricht sein Eheversprechen erneut, Marie geht an dieser Schmach zugrunde …
    Hauptdarsteller Klaus Kammer, für den der "Clavigo" die erste große klassische Rolle war, starb knapp einen Monat
    nach der Erstausstrahlung, am 9. Mai 1964.

    "Gong" 9/1964: Empfehlenswerte Aufführung des jugendlich-pathetischen Dramas, das Goethe nach den Memoiren des französischen
    Dramatikers Beaumarchais geschrieben hat. – Durch Klaus Kammer und Erich Schellow wird ein Theater geboten,
    das frei von jeglicher Antiquiertheit den Begriff des klassischen Spiels eindrucksvoll tragfähig macht. Die Inszenierung von
    Prof. Willi Schmidt ist ein Beweis, dass Goethes Dramen ohne Zopf und Perücke für unsere Gegenwart mit angreifender Intensität
    interpretiert werden können.

    Das "Hamburger Abendblatt" schrieb am 02.03.1964: Willi Schmidt (…) zeigte eine Aufführung, die (…) eher in der pathetischen
    Werther-Zeit des jungen Goethe, als in unserer Gegenwart anzusiedeln bemüht schien. Klaus Kammer (…) zeigte auf der Mattscheibe
    nur ehrliche Bemühung: Das Deklamieren sprachlich hochgestochener Texte ist seine Sache nicht. Auch Karin Remsing blieb im
    Stilistischen der Sprache stecken: Man hörte von ihr wie von Klaus Kammer keine echten, sondern nur gesetzte Herztöne.
    Um so stärker wirkte Erich Schellows eiskalter Carlos: Er kam hier einem Gründgens der besten Zeit sehr nahe, während
    Dieter Ranspachs Beaumarchais mehr und mehr der unfreiwilligen Komik der racheschnaubenden Textstellen des jungen Goethe
    zum Opfer fiel. Es wäre immerhin denkbar, dass hier das Schwarz-Weiß-Bild der Mattscheibe die Bühnenwirkung entscheidend
    desillusioniert hat.

    "Gong" 12/1964 schrieb in seiner Kritik: (…) Hier half die Ausschnitt-"Technik" dem Regisseur, sein Vorhaben, das geistige
    Theater sprechen zu lassen, noch besser zu verwirklichen. Klaus Kammer als Clavigo erhielt hierdurch Fülle, Erich Schellow stand
    nicht so lange herum, denn wenn er nichts zu sagen hatte, war er nicht im Bild. Dieter Ranspach hatte seine großen Auftritte in
    richtiger Konzentration, kurz: der "Clavigo" war gar nicht fürs Fernsehen eingerichtet, aber auf dem Bildschirm war diese
    doch gute "Schloßparktheater"-Aufführung ganz gelungen. Karin Remsing als Marie war voller Liebreiz und die Melodie dieses
    Stückes klang voll auf, ohne Minderung durch die zu starke Betonung der vielen Pointierungen, die Schmidt, ein Fanatiker
    der Theatersprache, des Theaterhochdeutsch, immerzu von den Darstellern fordert. – Ein wertvoller Abend mit Goethe
    )
    Quelle: tvprogramme.shoutwiki.com
  • 1964: Der Apoll von Bellac (nach dem Theaterstück von Jean Giraudoux; als Herr von Bellac) → IMDb
  • 1965: Mrs. Cheneys Ende (nach dem Lustspiel von Frederick Lonsdale; mit Johanna von Koczian als Mrs. Cheney;
    als Kammerdiener Charles
    )
  • 1967: Ein Mädchenleben für Wind (nach dem Schauspiel "Ein Opfer für den Wind" von André Obey; Regie: Karl Fruchtmann;
    als Odysseus
    ) → IMDb
  • 1967: Sherlock Holmes (6-teilige Serie; als Sherlock Holmes, Paul Edwin Roth als Dr. Watson)
    → Info innerhalb dieser HP sowie Die Krimihomepage
  • 1968: Tragödie auf der Jagd (nach dem Roman "Ein Drama auf der Jagd" von Anton Tschechow;
    als Untersuchungsrichter Kamyschow
    ) → Die Krimihomepage
  • 1969: Das Trauerspiel von Julius Caesar (nach dem Tragödie "The Tragedy of Iulius Cćsar" von William Shakespeare;
    Regie: Michael Kehlmann; als Julius Caesar
    )  → IMDb
  • 1972: Das Jahrhundert der Chirurgen (Serie; als Dr. Robert Koch in der Folge 7 "Die Ehe des Forschers")
  • 1973: Ein Fall für Männdli (Krimiserie mit Ruedi Walter; als Herr Schäfer in der Folge 11: "Eine Million in kleinen Scheinen")
  • 1974: Der Kommissar (Krimiserie mit Erik Ode; als Ernst Faber in der Folge "Domanns Mörder")
  • 1974: Die Buchholzens (7-teilige Serie nach dem Roman von Julius Stinde; als Vater Christoph Bergfeldt)
  • 1979: Ein Mord, den jeder begeht (nach dem gleichnamigen Roman von Heimito von Doderer; als Herr von Hohenlocher) → IMDb
  • 1986: Wanderungen durch die Mark Brandenburg (Fünfteiler nach dem gleichnamigen Werk von Theodor Fontane;
    als der alte Herr Schadow
    )
Hörspielproduktionen (Auszug)
(Fremde Links: ARD-Hörspieldatenbank (mit Datum der Erstausstrahlung), Wikipedia)
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