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Gudrun Genest wurde am 16. August 1914 in Braunschweig
geboren und wuchs auch dort auf; ihr Onkel ist der bekannte Schauspieler Hubert von Meyerinck1) (1896 1971),
der im Film gerne blasierte, skurrile ,
exzentrisch-liebenswerte Offiziere oder Adelige mimte.
Gudrun Genest gab nach einer Ausbildung zur Schauspielerin ihr Theaterdebüt 1931
an der Berliner "Volksbühne", weitere Verpflichtungen
führten sie nach Köln sowie wieder zurück nach Berlin, wo sie
an den "Staatlichen Bühnen" wirkte.
Zum Film kam die Theaterschauspielerin Anfang der 1950er Jahre und spielte
sporadisch kleinere Rollen in erfolgreichen Filmen wie "Semmelweis Retter der Mütter" (1950),
"Bezaubernde Arabella" (1959), "Die Ehe des Herrn Mississippi" (1963)
oder
"Kohlhiesels
Töchter"2) (1962) und tauchte auch in dem
Wallace-Streifen, "Die Blaue Hand"2) (1967)
auf.
Foto: Die junge Gudrun Genest (links) als Rosalinde zusammen mit Hildegard Knef1)
(Celia) in "Wie es euch gefällt" von William Shakespeare, im April
1946 am Berliner "Schlossparktheater" in einer Inszenierung von
Boleslaw Barlog
Quelle: Deutsche
Fotothek, (file: df pk 0000067 007)
© SLUB Dresden/Deutsche Fotothek
Urheber: Abraham Pisarek (19011983; Link Wikipedia)
Datierung: 1946.04 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.
Genehmigung der Deutschen Fotothek zur Veröffentlichung innerhalb
dieser Webpräsenz wurde am 12.11.2010 erteilt.
Originalfoto und Beschreibung: Wikimedia
Commons bzw. Wikipedia |
Doch vor allem durch das Fernsehen erlangte die Schauspielerin in den 1980er Jahren große
Popularität: 1980 erlebte man sie in Hartmut Griesmayrs
Literaturverfilmung "Meister Timpe"3) an der Seite von
Hans Christian Blech als dessen Filmehefrau Karoline Timpe.
Im gleichen Jahr sah man sie als die Mutter des Titelhelden alias Dieter Hallervorden
in der Komödie "Mein Gott, Willi!"2) (1980) und auch für die Hallervorden-Serie
"Die Nervensäge"2) (1985) stand sie vor der
Kamera. Wolfgang Staudte besetzte sie neben Klaus Maria Brandauer in seiner
Sternheim-Adaption "Der Snob" (1984), ab 1986 zeigte sie
sich dann fünf Staffeln lang mit der Rolle der altjüngferlichen Sekretärin Fräulein Glaubrecht
in der beliebten Fernseh-Serie "Die Wicherts von nebenan"2) . In der
Serie "Wie gut, dass es Maria gibt"2), den Geschichten um die Nonne
Maria alias Thekla Carola Wied, sah man sie als Frau Weber und auch in den
Serien "Immer wieder Sonntag"2) (1993) und "Der Mond scheint auch für
Untermieter" (1995) wirkte sie mit. Daneben tauchte sie in so beliebten
Krimi-Reihen wie "Der Alte" und "Derrick" auf, zu den
letzten Arbeiten für das Fernsehen zählen unter anderem die
Pilcher-Verfilmung "Das Haus an der Küste" (1996), Matti Geschonnecks
Drama "Angeschlagen" (1997) sowie ein Auftritt in der TV-Serie
"Dr. Sommerfeld Neues vom Bülowbogen" (2002).
Die Schauspielerin machte sich auch einen Namen als vielgefragte
Synchronsprecherin; so lieh sie beispielsweise Maureen O'Hara, Jane Wyman,
Angela Lansbury, Kathleen Ryan oder Helen Hayes
ihre unverwechselbare Stimme.
Gudrun Genest, die heute in Berlin lebt, war bis zu dessen Tod im
Jahre 1961 mit dem bekannten Charakterschauspieler Aribert Wäscher1)
(1895 1961) verheiratet; Tochter Corinna Genest1)
(geb. 1938) aus einer früheren Beziehung
ihrer Mutter mit Rudolf Diels2) (1900 1957), zählt ebenfalls zu den
renommierten Darstellerinnen bei Theater, Film und Fernsehen.
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