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Der schwäbische Komiker und Volksschauspieler Max Strecker wurde am
8. Juli 1906 in Stuttgart geboren. Nach seiner Ausbildung zum
Schauspieler zog er zunächst mit einer Wanderbühne über Land,
anschließend spielte er in seiner Geburtsstadt Theater. Im bereits
relativ fortgeschrittenem Alter wurde Max Strecker ab den 1960er Jahren vor allem
durch das Fernsehen ungemein populär, sein Name stand wie der von
Willy Reichert1) (1896 1973) für schwäbischen Humor und auch er galt als der
Renommierschwabe schlechthin.
Populär war Strecker ab 1960 mit der Rolle des peniblen Buchhalters Münzenberger
in der legendären Familienserie "Die Firma
Hesselbach"1) bzw.
"Familie Hesselbach" geworden, unterhaltsame Geschichten, die ungeheure
Einschaltquoten erreichte und zu den beliebtesten Sendungen des
damaligen Fernsehens zählte.
Foto: Max Strecker als Münzenberger bei den "Hesselbachs"
Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen
Rundfunks (Pressestelle)
© hr/Kurt Bethke
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Im Verlaufe der Jahre sah man Max Strecker
mit unterschiedlichsten Rollen, so unter anderem 1963 als Direktor Wägele
in Rainer Erlers Satire "Orden für die Wunderkinder"2) (1963), in den
1970ern agierte
er in einigen "Tatort"-Folgen oder in
dem Mehrteiler "Münchner Geschichten" (1974) sowie unter der
Regie von Kurt Wilhelm in dem turbulenten Lustspiel "Zwischen Stuttgart und München" (1978),
zusammen mit Gustl Bayrhammer. Kurt Wilhelm besetzte ihn
neben Maxl Graf
und Wolfgang Lukschy in der Komödie "
mit besten Empfehlungen" (1979),
man erlebte den Schauspieler in Stücken wie "Der Aufsteiger" (1981),
"Tränen im Kakao" (1982) oder "Liebesgeschichten" (1988)
und auch auf der Leinwand tauchte er sporadisch auf. So beispielsweise
in Alfred Vohrers Erich Kästner-Remake "Drei Männer im Schnee"2) (1974),
dem Streifen "Schwarzwaldfahrt aus Liebeskummer"2) (1974)
oder in Werner Jacobs Komödie "Zwei himmlische Dickschädel" (1974),
wo er einen Pfarrer mimte.
Bei vielen Fernsehshows war der Schwabe mit der markanten Hornbrille immer ein gern gesehener Gast,
er machte sich auch einen Namen als Autor, so stammt beispielsweise das Stück
"Seine Durchlaucht, der Schneider" aus seiner Feder. Mit
seinem Sohn Frank veröffentlichte er zahlreiche Schallplatten in schwäbischer
Mundart wie beispielsweise "Mir sen Schwoba" oder
"Schwäbische Stunde".
Seine letzte Rolle, einen einen grantigen Rentner, mimte er in der
Episode "Die Zimmerlinde" aus der Vorabend-Serie "Das
Nest"3), die Erstausstrahlung am 29. Januar 1992
erlebte er nicht mehr.
Max Strecker starb am 16. Februar 1991 mit 84 Jahren in
München an Herzversagen. Er hinterließ eine Tochter sowie seinen 1941 geborenen
Sohn Frank Strecker2), der sich als Regisseur, Autor und
Volksschauspieler einen Namen machte; Frank Strecker starb am 27. März 2000 mit nur 59 Jahren.
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