|
||||||||
| Ernst Schröder wurde am 27. Januar 1915 als Sohn eines Schneidermeisters in Wanne-Eickel geboren. Sofort nach dem Abitur begann er 1934 ein Studium der Germanistik, wandte sich aber bald der Architektur zu, beschäftigte sich mit Bühnenbild-Entwürfen und nahm in Bochum auf Vermittlung des damaligen Intendanten des Schauspielhauses Saladin Schmitt1) (1883 1951) Unterricht bei Willi Busch1) (1893 1951). Danach begann er in Bochum bei Saladin Schmitt als Regieassistent und Bühnenbildner, stand aber auch schon als Schauspieler auf der Bühne; seine erste Rolle war der Zwerg in "Merlin" von Carl Leberecht Immermann1) (1796 1840), einem mythischen Drama um den keltischen Zauberer Merlin1). | ||||||||
Zum Film kam Schröder 1940 und war erstmals mit der Nebenrolle des Kadetts Christian in dem Abenteuer ""Fahrt ins Leben"4) sowie als Zumsteg in Herbert Maischs Filmbiografie "Friedrich Schiller Der Triumph eines Genies"1) auf der Leinwand zu sehen. Anschließend folgte 1941 die Rolle des Adrian Krüger in dem Propagandastreifen "Ohm Krüger"1), ein Jahr später stand er für Paul Verhoevens Drama "Der Große Schatten"1) neben Heinrich George vor der Kamera. Schröder spielte vor allem in den 1950er Jahren unzählige, verschieden geartete Rollen in Kinoproduktionen, man sah ihn beispielsweise 1952 als Oskar Beck in "Gift im Zoo", 1955 als Hauptmann Eisenhecker in "Der Hauptmann und sein Held", 1957 brillierte er mit der Titelrolle in Alfred Brauns Biopic "Stresemann"4), in "Der Eiserne Gustav"5), der Tragikomödie nach wahren Ereignissen um den Berliner Droschkenkutscher Gustav Hartmann1) (1859 1938), mimte er ein Jahr später an der Seite von Protagonist Heinz Rühmann dessen windigen Schwiegersohn Friedrich Karl Möbius. 1960 agierte Schröder erneut in einem Rühmann-Film und zeigte sich in "Mein Schulfreund"1) als Hauptmann Kühn auf der Leinwand, im gleichen Jahr erschien er als Baron von Oldenburg in dem von George Seaton inszenierten Kriegdrama "Verrat auf Befehl"1) (1960, The Counterfeit Traitor), 1962 wirkte er als General Hans von Salmuth in der hochkarätig besetzten internationalen Produktion "Der längste Tag"1) (The Longest Day) mit. Auch kleinere Rollen in Krimis wie "Die Nylonschlinge"1) (1963) oder "Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse"1) (1964) lehnte Schröder nicht ab, er war aber auch der Konsul Seseman in der Spyri-Verfilmung "Heidi"1) (1965). Zuletzt sahen ihn die Kinozuschauer 1978 als Werner Deilman in der britisch-deutschen Produktion "Die Akte Odessa"1) (The Odessa File) auf der Leinwand.
Neben seiner umfangreichen Arbeit für das Theater bzw. für Film und Fernsehen war Schröder ein gefragter Sprecher, der mit seiner markanten Stimme in zahlreichen Audio-Produktionen zu hören war, so unter anderem als Erzähler in der vom SWR/WDR produzierten legendären Hörspielreihe "Der Herr der Ringe" (1991/1992). Am 26. Juli 1994 schied der an Krebs erkrankte und an Depressionen leidende Ernst Schröder im Alter von 79 Jahren in einer Berliner Privatklinik durch einen Sprung aus dem Fenster freiwillig aus dem Leben; seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Berliner Waldfriedhof Zehlendorf. Zwei Jahre zuvor hatte er der "Akademie der Künste" in Berlin, deren Mitglied er seit 1956 war, persönlich sein künstlerisches Archiv übergeben. Ernst Schröder, von Kritikern als ein "vom Spiel Besessener" bezeichnet, erhielt während seiner langjährigen Karriere als Schauspieler zahlreiche Ehrungen: 1956 würdigte man seine Leistungen mit dem "Kunstpreis der Stadt Berlin", seit 1974 war er Träger des "Großen Bundesverdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland". Unter anderem verlieh man ihm 1979 in Zürich den Literaturpreis und 1986 zeichnete man ihn mit dem "Filmband in Gold" aus. Der Schauspieler, der zwischen 1949 und 1951 auch als Dozent an der Freien Universität in Berlin tätig war, hatte drei Kinder und war zwei Mal verheiratet. Seine erste Ehefrau, die sechs Jahre ältere Schauspielerin Inge Thiesfeld, hatte er 1937 geheiratet, nach der Scheidung im Jahre 1945 die Ehe war wegen eines eines schweren Nervenleidens von Inge Thiesfeld zerbrochen ehelichte Schröder im darauffolgenden Jahr die Hamburger Schauspielerin Gesa Ferck. Aus der Verbindung mit Inge Thiesfeld stammt(en) Sohn Sebastian Schröder (geb. 1939), der sich später als Kameramann, Regisseur und Schauspieler einen Namen machte sowie die 1942 geborene Tochter Christiane Schröder1), ebenfalls Schauspielerin, welche sich am 17. September 1980 in San Francisco durch einen Sprung von der Golden Gate Bridge das Leben genommen hatte. Eine weitere Tochter ging aus der Ehe mit Gesa Ferck hervor. |
||||||||
|
Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 4)
Murnau Stiftung, 5) www.globus-film.de, 6)
www.fernsehserien.de Quelle: 3) www.deutsche-biographie.de |
||||||||
| Siehe auch Wikipedia, www.deutsche-biographie.de sowie die Vita bei der Berliner "Akademie der Künste" | ||||||||
|
||||||||
|
|
|
Um zur Seite der Publikumslieblinge zurückzukehren, bitte dieses Fenster
schließen. Home: www.steffi-line.de |