Vadim Glowna; Copyright Hans Weingartz Vadim Glowna wurde am 26. September 1941 in Eutin geboren und wuchs in Hamburg auf. Nach einem abgebrochenen Theologiestudium besuchte er das Schauspiel-Studio von Hildburg Frese1) (1915 – 2002) in Hamburg; während dieser Zeit hielt er sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, arbeitete u. a. als Schlagzeuger, Seemann und Taxifahrer. Nach seiner Ausbildung wurde er von Gustaf Gründgens an das Hamburger Schauspielhaus berufen, weitere Stationen seiner Schauspielerkarriere waren später in Bremen das "Theater am Goetheplatz" sowie die "Münchner Kammerspiele", wo er mit Peter Zadek, Wilfried Minks und Claus Peymann zusammenarbeitete. Bei Peter Zadek stand er beispielsweise als Karl Moor in Schillers "Die Räuber" auf der Bühne, war der Melchior in Wedekinds "Frühlings Erwachen" oder der Valère in Molières "Der Geizige". Claus Peymann übertrug ihm die Rolle des Vindice in "Tragödie der Rächer" von C. Tourneur und unter Paul Verhoeven gab er den Luther in Dieter Fortes Drama "Martin Luther & Thomas Münzer oder Die Einführung der Buchhaltung".
Zuletzt stand der Schauspieler unter anderem bei den Ruhrfestspielen 2010 in der von Armin Holz inszenierten Shakespeares Komödie "Was Ihr Wollt" auf der Bühne. Die Premiere des hochkarätig besetzten Stücks, eine Koproduktion der Ruhrfestspiele Recklinghausen, dem Théâtre National du Luxembourg, dem Grand Théâtre de Luxembourg und dem Renaissance-Theater Berlin, fand am 29. Mai 2010 im Theater Marl statt; die Berliner Premiere folgte am 12. Juni 2010.
 
Foto (auch Hintergrund) mit freundlicher Genehmigung von Hans Weingartz
© Hans Weingartz (www.Hans-Weingartz.de)
Neben seiner Arbeit für das Theater machte sich Glowna bald auch bei Film- und Fernsehen einen Namen als herausragender Charakterdarsteller. Seinen ersten viel beachteten Fernsehfilm drehte er 1965 unter der Regie von Peter Zadeck mit "Held Henry", bis Ende der 1960er Jahre folgten beispielsweise Rollen in "Im Schatten einer Großstadt " (1965), "Verbrechen mit Vorbedacht" (1967) oder "Horror" (1969).
Im Verlaufe der Jahre avancierte Glowna zu einer festen Größe auf dem Bildschirm und verkörperte mit enormer physischer Präsenz die unterschiedlichste Figuren. Seine eigenwillige Kopfform, die hervorstechenden Augen mit dem manchmal undurchsichtigen Blick sowie seine charakteristische Gestalt prädestinieren ihn für nihilistische Rebellen, Verlierer und Unangepasste.
Prägnante Rollen in zahlreichen beliebten Krimi-Serien wie "Der Kommissar", "Derrick", "Der Alte", "Ein Fall für zwei", "Tatort", "Die Männer vom K3", "Anwalt Abel", "Rosa Roth" oder "Wolfs Revier" gehörten zur umfangreichen Filmografie, die Fernsehzuschauer sahen ihn beispielsweise 1978 in "Freddie Türkenkönig", 1984 als Felix Schaad in "Blaubart", 1990 als Donald Anders in "Das Zweite Leben", 1999 als Gregor Altmann in "Todsünden – Die zwei Gesichter einer Frau" oder 2000 als Vater Fauchelevent in der mehrteiligen Literaturverfilmung "Les Misérables – Gefangene des Schicksals"2) nach Victor Hugo, mit Gerard Depardieu, John Malkovich, Jeanne Moreau und Veronica Ferres. 2003 spielte er den Ernst Esche in dem ZDF-Dreiteiler "In der Mitte eines Lebens" mit Heiner Lauterbach und Katja Flint. In dem zweiteiligen, fesselnden Familiendrama "Die Rückkehr des Vaters"2) beeindruckte er Anfang 2004 die Fernsehzuschauer in der Rolle des Heinrich Giese, der wegen Mordes an seiner Frau 27 Jahre im Gefängnis saß, nach seiner Entlassung seine Kinder sucht und dessen Fall durch einen Rechtsanwalt wieder aufgerollt wird. Einmal mehr konnte Vadim Glowna hier alle Register seiner Schauspielkunst ziehen und ließ die stellenweise melodramatische Geschichte nicht zu einem "Rührstück" werden.
 

Foto mit freundlicher Genehmigung des
Fotografen Christian Hartmann (www.christianhartmann.com)
© Christian Hartmann

Vadim Glowna 01; Copyright Christian Hartmann
Sein Leinwanddebüt hatte Glowna 1968 in "Liebe und so weiter" unter der Regie von George Moorse gegeben. Mit Moorse, einer der wichtigsten Protagonisten des "Neuen Deutschen Films" arbeitete Glowna noch mehrfach zusammen. Außerdem stand er für so bedeutende Regisseure wie Claude Chabrol, Bertrand Tavernier, Alain Corneau, Krzysztof Zanussi, George Tabori, Jürgen Flimm oder Maximilian Schell vor der Kamera und gehörte bald auch international zu einem gefragten Darsteller. Unter Alain Corneau spielte er beispielsweise 1976 den Inspektor Abadie in dem Thriller "Police Python 357"2), ein Jahr später sah man ihn als Kern in Sam Peckinpahs Kriegsdrama "Steiner – Das Eiserne Kreuz"1). 1977 überzeugte er als Max Schneider in Reinhard Hauffs "Der Hauptdarsteller" neben Mario Adorf, 1978 war Glowna der religiöse jakobinische Eiferer Kaspar Fesslen in Egdar Reitz' biografischem Film "Der Schneider von Ulm". Als Paul Baumeister emanzipierte er sich 1986 in "Ediths Tagebuch" unter der Regie von Hans W. Geissendörfer von seiner Ehefrau alias Angela Winkler – einem Psychodrama nach dem gleichnamigen Roman von Patricia Highsmith.
In jüngerer Zeit brillierte der Schauspieler als Bruno neben Hannelore Elsner in dem Psychogramm "Die Unberührbare"1) (2000) und wurde im gleichen Jahr für seine Leistung mit dem Preis der "Deutschen Filmkritik" als "Bester Schauspieler" ausgezeichnet. Ebenfalls 2000 sah man ihn als Vater Eberhard Hoffmann in Rainer Kaufmanns Liebesdrama "Kalt ist der Abendhauch"2) nach dem gleichnamigen Roman von Ingrid Noll, neben Fritzi Haberlandt, Gisela Trowe und Heinz Bennent. Glowna gehörte zur Besetzung von Christopher Roths "Baader"1) (2002) und Oskar Roehlers Beziehungsdrama "Der alte Affe Angst"1) (2003), danach beeindruckte er die Kinobesucher mit der Titelrolle in Dominique de Rivaz' Historienfilm "Mein Name ist Bach"2) (2003; neben Jürgen Vogel als Friedrich der Große) auf der Leinwand (siehe auch www.dieterwunderlich.de).
In dem von Regisseur Chris Kraus in Szene gesetzten Kinofilm "Vier Minuten"1) (2006) mit Hannah Herzsprung in der Hauptrolle der drogenabhängigen Jenny von Loeben konnte Glowna ab Februar 2007 als deren Vater Gerhard von Loeben erneut auf der Leinwand überzeugen: Der Film erzählt die Geschichte der jungen Jenny, deren Leben bereits vorüber zu sein scheint. Denn sie hat getötet, und sie würde es wieder tun. Eine achtzigjährige Klavierlehrerin (Monica Bleibtreu) entdeckt ihr Geheimnis, ihre Grausamkeit und ihre Träume und beschließt, das Mädchen in das pianistische Wunderkind zurückzuverwandeln, das Jenny einst war. (Quelle: Pressemitteilung Bayerischer Rundfunk).
In Wolfgang Murnbergers Kinderfilm "Lapislazuli – Im Auge des Bären"1) (2006), der abenteuerlichen Geschichte um einen aufgetauten Neandertaler, kam er als ein geheimnisumwobener Einsiedler daher; abgedreht war das Drama "Hitler's Grave" (2010) des iranischen Filmemachers Daryush Shokof, in dem Glowna einen Rabbi mimt. 
  
Dazwischen lagen immer wieder interessante Rollen in vielbeachteten Fernsehproduktionen: 2003 berührte Glowna die Zuschauer als Vater in Jo Baiers "Schwabenkinder"1) (2003), der Geschichte eines armen Bergbauernbuben, der auf einem Kindermarkt in Oberschwaben verkauft wird, nach dem Buch von Elmar Bereuter. Im November 2004 erlebte man ihn in dem zweiteiligen TV-Melodram "Die Rosenzüchterin", das Erhard Riedlsperger nach dem Bestseller-Roman von Charlotte Link für das Fernsehen umgesetzt hatte. Eingebettet in große historische Bögen und mit hochkarätige Starbesetzung wird die bewegende Geschichte zweier Frauen geschildert, die schicksalhaft aneinandergekettet sind. Neben Hanelore Elsner in der Titelrolle und Ruth Maria Kubitschek als Helene Feldmann spielte er den älteren Julien Lacroix, die Jugendliebe der Titelheldin Beatrice Shaye.
Oft verkörperte Glowna Menschen am Rande der Gesellschaft oder außergewöhnliche Figuren, in dem TV-Polizeithriller "Nachtschicht – Tod im Supermarkt"2) (2005) überraschte er mit der prägnanten Nebenrolle eines blinden Penners, eine skurrile Figur, die des Zeitungsverlegers Dr. Jobst Grübel, spielte er Ende Februar 2008 in dem humorigen Fernsehspiel "Alles was recht ist"2) mit Michaela May als unkonventioneller Richterin Lena Kalbach: Grübel, schwer erkrankt, soll wegen Unzurechnungsfähigkeit von seinen Kindern entmündigt werden, Glowna als in mongolische Landstracht gewandeter Medienmogul, der seine Liebe zu einer jungen Mongolin und die Esoterik entdeckt hat, trug zum Erfolg der witzig angelegten Story bei.
Das Jahr 2009 startete für Vadim Glowna mit der Rolle des Rechtsbeistandes des Fabrikanten und Radiopioniers Wilhelm Sattler (Friedrich von Thun) in dem sehenswerten, dreiteiligen Nachkriegsdrama "Die Rebellin"2), der Geschichte des außergewöhnlichen Lebensweges einer jungen, Technik-begeisterten Frau (Alexandra Neldel) im Deutschland der Fünfzigerjahre (EA: 5./7./11.01.2009; siehe auch Wikipedia). Ebenfalls am 5. Januar wurde bei ProSieben der Mystery-Film "Gonger – das Böse vergisst nie"1) ausgestrahlt, in dem Glowna als Bürgermeister Otto Schwarz auftrat. In dem Großstadt-Thriller "Auftrag Schutzengel"2) zeigt er sich am 12. Januar 2009 im ZDF – neben Silke Bodenbender als engagierter jungen Polizistin Nadja Mohn und Benjamin Sadler als schwerreichem Junggesellen Ben Sievert – mit der Figur des Vaters Werner Sievert, einem machtbewussten ehemaligen Unterweltboss aus dem St. Pauli-Milieu Hamburgs. Die Dreharbeiten zu dem ZDF-Krimi "Der letzte Weynfeldt"1), von dem Schweizer Regisseur Alain Gsponer nach dem gleichnamigen Bestseller von Martin Suter inszeniert, begannen Anfang November 2009, neben Stefan Kurt als Adrian Weynfeldt und Marie Bäumer als Lorena Steiner in den Hauptrollen stand Glowna als Dr. Baier vor der Kamera. Die Premiere der Synchronfassung fand am 31. August 2010, in Anwesenheit des Romanautors und seiner Frau, im Kino "Metropol" in Zürich statt. Der Film wurde am 12. September 2010 erstmals im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt. (…) Der Film wurde auf deutsch gedreht und für den Schweizer Markt auf Schweizerdeutsch nachsynchronisiert.3)

Foto mit freundlicher Genehmigung des
Fotografen Christian Hartmann (www.christianhartmann.com)
© Christian Hartmann

Vadim Glowna 02; Copyright Christian Hartmann
An weiteren Fernsehauftritten ist die Håkan Nesser-Adaption "Inspektor Barbarotti – Mensch ohne Hund"2) (EA: 10.06.2010) zu nennen, in der Glowna neben dem von Sylvester Groth gespielten unkonventionellen Ermittler Gunnar Barbarotti den verknöcherten, despotischen Patriarchen Karl-Erik Hermansson gab. Prägnant war auch seine Rolle in der vom Hessischen Rundfunk produzierten "Tatort"-Folge "Wie einst Lilly"2) (EA: 28.11.2010) mit dem von Ulrich Tukur gespielten neuen, eigenbrödlerischen "Tatort"-Kommissar bzw. LKA-Ermittler Felix Murot. In dieser Folge zum 40-jährigen Jubiläum des "Tatorts" mimte Vadim Glowna überzeugend den Rentner bzw. Ex-BKA-Boss Paul Krafft; siehe auch den Artikel bei www.spiegel.de. Danach tauchte Glowna als Anatol Schnittke in der Episode "Kassensturz"2) aus der Reihe "Stubbe – Von Fall zu Fall" auf; auch hier war mit der 40. Folge ein Jubiläum zu feiern.
Seit Oktober 2010 liefen in Tschechien die Dreharbeiten zu dem von Oliver Hirschbiegel in Szene gesetzten, opulent ausgestatteten TV-Spektakel "Borgia"1) über die italienische Adelsfamilie Borgia1). Im Mittelpunkt steht der von John Doman1) dargestellte Rodrigo Borgia1) (1431 – 1503), der als Papst Alexander VI. in die Geschichte einging, neben einer Riege junger Nachwuchstalente – wie beispielsweise Isolda Dychauk1) als Lucrezia Borgia1) (1480 – 1519) – sowie anderer erfahrener Schauspieler verkörpert verkörpert Glowna den Erzbischof von Lissabon Jorge da Costa (1406 – 1508). In Deutschland ausgestrahlt wurde das 600 Minuten lange "Paten-Drama 'Borgia' über Sex, Lügen und Mord im Vatikan der Renaissancezeit"4) seit 17. Oktober 2011 zur besten Sendezeit im ZDF als Sechsteiler. Zuletzt stand Glowna im September 2011 in Italien für Rudolf Thomes Kinofilm "Ins Blaue" vor der Kamera, gehörte zur Besetzung des in in Australien gedrehten TV-Thrillers "Jack Irish – Bad Debts".
 
Nicht nur als Schauspieler war Vadim Glowna aktiv, sondern auch als Regisseur und Produzent. Schon 1973 gab er in Hamburg mit Ann Jellicoes Stück "Was ist an Tolen so sexy?" sein Theater-Regiedebüt, 1981 wurde er unter anderem in Cannes mit der "Camera d'Or" für sein Spielfilmdebüt "Desperado City"1) ausgezeichnet, einer realistischen Milieustudie über kaputte Typen, Sex und Gewalt auf St. Pauli. Glownas zweiter Kinofilm "Dies rigorose Leben", 1982 in der texanischen Wüste aufgenommen, erinnert an amerikanische Bilderwelten und erzählt die Geschichte deutsch-jüdischer Emigranten der zweiten Generation, die in Texas in einen Hexenkessel aus Liebe, Lebensangst und Gewalttätigkeit geraten. 1987 drehte er "Des Teufels Paradies" nach Motiven des Joseph-Conrad-Romans "Sieg" mit Jürgen Prochnow, Ingrid Caven und Mario Adorf, 1991 entstand "Eines Tages irgendwann" und ein Jahr später "Der Brocken" über eine Witwe auf Rügen, die sich auf sehr witzige Weise der habgierigen Wessis erwehrt, mit Rolf Zacher, Muriel Baumeister und Ben Becker. Für das Fernsehen führte er unter anderem 1993 Regie bei dem Tatort " Bauernopfer", 1995 bei "Eine Frau wird gejagt" sowie 1998 bei "Schnapper: Blumen für den Mörder". 
Glownas vorletzte Regiearbeit, der Film "Das Haus der schlafenden Schönen"1) nach dem Roman des Japaners Yasunari Kawabata, kam Anfang November 2006 in die Kinos. In der Verfilmung war Regisseur Glowna an der Seite von Angela Winkler und Maximilian Schell nicht nur als Schauspieler zu sehen, er schrieb auch das Drehbuch – wie für fast alle seiner von ihm inszenierten Filme. Der Schauspieler und Regisseur Vadim Glowna ließ sich von einem Roman des japanischen Nobelpreisträgers Kawabata inspirieren und verlegte dessen Handlung in den europäischen Kulturkreis: Egmont, der um seine Familie trauert, sucht noch einmal die Wärme und Erotik einer jungen Frau. Er besucht "Das Haus der Schlafenden Schönen" in dem man eine Nacht neben einer schlafenden Frau verbringen kann. Während er neben der Schlafenden liegt, tauchen in ihm fast vergessene Erinnerungen wieder auf, aber auch Fragen nach Schuld und Sehnsucht nach dem Tod. Eine fremdartige und melancholische Geschichte über das nahende Ende.5)  
Sein schriftstellerisches Talent stellte das Multitalent Glowna mit seiner Autobiografie "Der Geschichtenerzähler. Erinnerungen" unter Beweis, welche im September 2006 auf den Markt kam. "Der schüchterne Junge las sich auf einem Schlitten in der Küche sitzend durch dicke Bücherstapel. Und noch heute will er mit seiner Arbeit vor allem eins: Geschichten erzählen. Vadim Glownas Erinnerungen sind ein Kaleidoskop aufregender und bunter Geschichten von Menschen, Bühnen und Filmen, die uns vertraut sind und die wir doch ganz neu entdecken können."6)
 
Darüber hinaus war Vadim Glowna ein vielgefragter Sprecher für ambitionierte Hörspiele bzw. Audio-Produktionen; eine Übersicht seiner Arbeiten findet man bei Wikipedia.
Neben seiner umfangreichen Tätigkeit für Theater, Film und Fernsehen hatte der vielseitige Künstler seit 2000 eine Professur für Filmregie an der "Kunstakademie" in Düsseldorf übernommen. 

Vadim Glowna beim "Festival des deutschen Films"
im Juni 2007 in Ludwigshafen
Urheber: Gerd W. Zinke (www.lichtschwarz.de)
Lizenz zur Veröffentlichung siehe hier
Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia 

Vadim Glowna beim "Festival des deutschen Films" im Juni 2007 in Ludwigshafen;  Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia; Urheber: Gerd W. Zinke (www.lichtschwarz.de); Lizenz Foto Vadim Glowna (Urheber Gerd W. Zinke): Diese Datei ist unter den Creative Commons-Lizenzen Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert, 2.5 generisch, 2.0 generisch und 1.0 generisch lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar.
Vadim Glowna, der zuletzt in Berlin lebte, war seit 1967 mehr als 20 Jahre lang mit seiner Kollegin Vera Tschechowa7), Tochter der Schauspielerin Ada Tschechowa1) (1916 – 1966) und Enkelin des Ufa-Stars Olga Tschechowa7) (1897 – 1980), verheiratet. Aus dem Jahre 1984 stammt sein eindringlicher Dokumentarfilm "Tschechow in meinem Leben" über die Künstlerfamilie seiner Frau.
 
Der Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor Vadim Glowna starb am 24. Januar 2012 überraschend nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 70 Jahren in einer Berliner Klinik an den Folgen einer Diabetes-Erkrankung; seine letzte Ruhe fand er auf dem Waldfriedhof Heerstraße im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf → Foto der Grabstelle bei knerger.de.
"Charakterkopf des deutschen Film" bezeichnete das "Hamburger Abendblatt" in einem Nachruf den Künstler, der in mehr als 160 Kino- und Fernsehproduktionen nachhaltige Spuren hinterlassen hat. "Als großer Außenseiter des deutschen Films wird er unvergesslich bleiben." schrieb unter anderem www.spiegel.de und DIE ZEIT notierte: "Glowna war ein Vielspieler mit einem Herz für die Rolle des Außenseiters. Wenn er im Krimi auftrat, witterten Fernsehzuschauer oft den Mörder. Das Feuilleton-Etikett "Bösewicht vom Dienst" mochte er nicht. "Die Strauchelnden, die ich spiele, sind meist ganz einfach nicht stark genug, sich aufrecht zu halten", sagte Glowna einmal."
Rund vier Monate nach Glownas überraschendem Ableben kamen die Fernsehzuschauer in den Genuss, den Charaktermimen in seiner letzten TV-Rolle zu bewundern. In dem Psychodrama Bloch – Der Fremde2) (EA: 20.06.2012) zieht Glowna "in der Rolle des Familienpatriarchen Lorenz noch einmal alle Register seiner schauspielerischen Fähigkeiten" notiert prisma.de.
Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma.de
Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de
Filmografie bei der
Internet Movie Database
Link: 1) Wikipedia, 2) www.prisma-online.de, 7) Kurzportrait innerhalb dieser HP
Quelle:
3) Wikipedia, abgerufen 20.01.2011
4)  Der Spiegel (17. Oktober 2011)
5) www.filmkunstmesse.de
6)  Presseinformation Ullstein Verlag
Lizenz Foto Vadim Glowna (Urheber Gerd W. Zinke): Diese Datei ist unter den Creative Commons-Lizenzen Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert, 2.5 generisch, 2.0 generisch und 1.0 generisch lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar.
Um zur Seite der Publikumslieblinge zurückzukehren, bitte dieses Fenster schließen.
Home: www.steffi-line.de