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1969 wurde der Schauspieler durch einen schweren Autounfall aus der Bahn geworfen, musste gegen die Schmerzen Morphium nehmen und, als das nichts mehr half, griff er zu Drogen. Zacher wurde abhängig, rutschte sozial ab, da er beispielsweise seine Miete nicht mehr bezahlen konnte. Nach unzähligen Entziehungsversuchen, nach jahrelangen Gefängnisaufenthalten und etlichen sozialen und gesellschaftlichen Demütigungen schaffte es Rolf Zacher nach fast zehn Jahren, sich von seiner Sucht zu befreien. So ganz war er auch während seiner privaten Lebenskrise nie von der "Bildfläche" verschwunden. Er übernahm meist kleinere Rollen in etlichen Kino- oder Fernsehproduktionen, war beispielsweise in Krimi-Reihen wie "Tatort" und "Derrick" präsent, tauchte in Filmen wie "Lieb Vaterland magst ruhig sein" (1976), "Der Hauptdarsteller" (1977) oder "Son of Hitler" (1978) auf.
1980 übertrug ihm Rainer Werner Fassbinder die Rolle des " Krause"
in seinem TV-Mehrteiler "Berlin Alexanderplatz"1), zwei Jahre später
sah man Zacher als "Stanko" in dem Mehrteiler
"Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" auf dem Bildschirm. In der
unterhaltsamen Comedy-Serie "Büro, Büro"1) mimte er ab 1983
den Gerd Semmler und auch auf der Leinwand machte er mit
außergewöhnlichen Rollen auf sich aufmerksam. So spielte er 1980 den
scheiternden Gauner Henry in Volker Hauffs "Endstation Freiheit"
und wurde ein Jahr später für seine Leistung mit dem Bundesfilmpreis
sowie dem Deutschen Darstellerpreis ausgezeichnet. 1982 sah man ihn in
der Thomas-Mann-Verfilmung "Der Zauberberg" als Pianisten Wehsal
auf der Leinwand, bis Ende der 80er Jahre folgten Rollen in Filmen wie
beispielsweise "Die Heartbreakers" (1983), "Tapetenwechsel" (1984),
"Der Sommer des Falken" (1988) oder "Schweinegeld" (1989).
Die Fernsehzuschauer erlebten Zacher dann in der Episode "Mikado" (EA: 17.08.2010) aus der humorvollen Krimireihe "Mord mit Aussicht". Aktuell gehört Zacher zur Besetzung der von Birgit Stein, Schauspielerin und Ehefrau von Jürgen Prochnow, für das Kino inszenierten Satire "Ohne Gnade". In dem Regiedebüt von Birgit Stein, die auch das Drehbuch verfasste und als Co-Produzentin fungiert, wird er neben Publikumsmagneten wie Jürgen Prochnow, Christoph M. Ohrt, Gedeon Burkhard, Jan Fedder oder Helge Schneider zu sehen sein; ein Kinostart ist noch offen. Zacher betätigt sich auch musikalisch. So war er Mitglied von "Amon Düül II" und brachte unter eigenem Namen eine Maxisingle heraus, "Irgendwann wird alles besser", die von Abi Ofarim produziert wurde. 2005 absolvierte er eine erfolgreiche Tournee des Kulturimpresarios Michael Schmelich mit dem von Andy Ludyk und den Jazzkantine-Brüdern Jan-Heie und Dirk Erchinger produzierten Hörbuchprojekt "Rolf trifft Zacher vs. D-Phunk" (fünf Sterne im Rolling Stone-Magazin). Anschließend spielte er in dem Musical "Gabba Gabba Hey" um die US-amerikanische Punkrock-Gruppe "Ramones" eine der Hauptrollen. 2007 erschien Rolf Zacher mit einigen Gastauftritte auf dem Rap-Album "Mach et einfach" des Rapduos "Icke & Er". (Quelle: Wikipedia) Seine Erinnerungen veröffentlichte der Schauspieler 2003 unter dem Titel "Endstation Freiheit" und lässt mit dem Buch auch seine "dunklen Tage" wieder Revue passieren. Er erzählt von seinen Hoffnungsschimmern und den Zusammenbrüchen, von den nicht versiegenden Quellen der Liebe und des Witzes, die ihn antrieben, und der großen Sehnsucht nach Freiheit, die sein Leben bis heute prägt. Rolf Zacher war kurze Zeit mit Gisela Schmidt1) verheiratet, die 1974 in dritter Ehe den jungen amerikanischen Multimillionär John Paul Getty III1) heiratete. Zachers Tochter Anna aus der Verbindung mit Gisela Schmidt wurde am 25. Oktober 1972 geboren. |
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| Link: 1) Wikipedia, 2) br-online.de, 3) Kurzportrait innerhalb dieser Webpräsenz | Stand März 2011 | ||||
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Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de Siehe auch Wikipedia, www.derwesten.de, www.deutsches-filmhaus.de Filmografie bei www.imdb.de |
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