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Gitte Hænning (Gitte Hænning-Johansson) wurde am 29. Juni 1946 als Tochter
von Otto Hænning, einem bekannten Volkssänger und Komponisten, und seiner
Frau Erna im dänischen Århus geboren und verbrachte ihre
Kindheit in Kopenhagen. Schon früh wurde sie durch ihren Vater mit dem
Showgeschäft bekannt und sang bereits als achtjährige mit ihm im Duett die
dänische Version von "Ich heirate Papi" (Giftes med farmand). Die
Platte wurde ein riesiger Erfolg und schon drei Jahre später sang sie auf
einem Stuhl stehend und begleitet von der Combo ihres Vaters den Klassiker
"Stormy Weather". In der Folgezeit sollte sie noch unzählige
Jazz-Nummern singen, darunter mit so Größen wie dem Bassisten und Cellisten
Oscar Pettiford oder dem Saxophonisten Stan Getz.
Doch zunächst stürmte das junge Mädchen mit eingängigen Schlagern die
dänischen Hitparaden, produzierte bis 1958 16 Kinderlieder-Platten und
avancierte zum berühmtesten Kinderstar in Skandinavien; Anfang der 60er Jahre
kam sie dann nach Deutschland.
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin
Virginia Shue (Hamburg)
zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
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1963 sang sie beim Deutschen Schlagerfestival in Baden-Baden und erreichte
mit "Ich will 'nen Cowboy als Mann" auf Anhieb den ersten Platz. Der
Titel, den Gitte auch in Holländisch, Englisch und Dänisch sang, kletterte an
die Spitze der deutschen Hitparade, entwickelte sich zum Kassenknüller und
wurde rund 800.000 Mal verkauft. Der neue Star am Schlagerhimmel wurde mit
Preisen wie der Goldenen Schallplatte oder dem silbernen Löwen von Radio
Luxemburg ausgezeichnet.
Weitere Erfolge mit Rex Gildo als Partner machten das Duo zum
Schlager-Traumpaar der 60er Jahre; 1963 konnten sie mit dem Hit "Vom
Stadtpark die Laternen" einen Riesenhit landen; der Titel kam auf Platz 1
der Besten-Liste und hielt sich insgesamt 25 Wochen unter den Top-Ten. Mit
belanglosen Schlagern wie "Jetzt dreht die Welt sich nur um Dich"
1964 wieder im Duett mit Rex Gildo für den gleichnamigen Film aufgenommen
oder "Weiße Rosen" (1969) ging der Erfolg für den Schlagerstar stetig weiter;
1973 trat Gitte für Deutschland beim "Grand Prix Eurovision" in Luxemburg
auf und erreichte mit "Junger Tag" immerhin den 8. Platz. 1974 hörte
man "Ich hab die Liebe verspielt in Monte Carlo", 1975 "So
schön kann doch kein Mann sein" und 1976 "Lass mich heute nicht
allein". Gitte Hænning war zwar äußerst erfolgreich, schien jedoch auf
ein bestimmtes Image festgelegt zu sein. Das Bild des fröhlichen Teenagers
vermittelte sie in den 60ern auch in einigen leichten Unterhaltungsfilmen jener
Zeit wie "Liebesgrüße aus Tirol"1)
(1964) mit Peter Weck oder "
und so
was muss um Acht ins Bett"1) (1965) mit Peter Alexander.
Ende der 70er Jahre wurde es etwas stiller um den Star, der sich von dem Image
des Teeny-Idols lösen und mit anspruchsvolleren Songs auf sich aufmerksam
machen wollte. Dies gelang ihr dann Anfang der 80er Jahre mit chansonartigen
Liedern wie "Freu dich bloß nicht zu früh"(1980) oder "Ich will
alles" (1983); Alben wie "Ungeschminkt" (1982) oder "Berührungen"
bewiesen die Wandlung von "Gitte" zur vielseitigen Vokalistin
"Gitte Hænning". Für die Coverversion der Andrew Loyd Webber Nummer
"Take that look off your face" und die dazugehörige LP
erhielt Gitte Haenning 1981 den Deutschen Schallplattenpreis
in der Sparte "Künstler des Jahres Pop
national". Es folgten Konzerttourneen und
Fernseh-Shows wie "Die Gitte-Show Stark ist keiner
allein", mit denen die Künstlerin erneut ihr Publikum begeisterte.
1987 veröffentlichte sie nach einem kurzfristigen Rückzug aus dem
Showgeschäft bedingt durch einen Unfall und private
Rückschläge ihr
Album mit dem beziehungsvollen Titel "Jetzt erst recht!" Im Frühjahr 1988
demonstrierte sie mit ihrem gleichnamigen Tourneeprogramm, das auch Jazz- und
Gospeleinlagen beinhaltete, ihre ungeheure stilistische Bandbreite.
Ab Mitte der 90iger Jahren wurde es in Deutschland eine zeitlang wieder etwas
ruhiger um den Star, dafür war sie in Dänemark um so erfolgreicher. Die
Künstlerin spielte dort Theater und gab auch wieder Jazzkonzerte. Ihr
deutsches Publikum begeisterte sie dann 1997 in der "Komischen Oper" in
Berlin mit einem grandiosen Konzert "Songs for my father" zu Ehren
des 80. Geburtstags ihres Vaters Otto Hænning und als Vater Otto mit
seiner Tochter das Kinderlied
"Ole Bole Bom" anstimmte, waren die Fans kaum auf ihren Plätzen zu
halten; Ausschnitte von diesem Konzert sind inzwischen auch auf CD erschienen.
Ab 2001 ging sie dann in Deutschland mit dem Programm "In Jazz" erneut
auf Tournee, wo sie Jazzstandards und Lieder aus dem Album "My favorite
Songs" sang.
Im November 2004 feierte Gitte ihr 50. Bühnenjubiläum mit einer kleinen Konzertreihe
und singt alte und neue Songs. Zum Jubiläum veröffentlichte sie gleich zwei,
von ihr selbstproduzierte neue CD-Alben ein Live-Jazz-Album der
"In Jazz"-Tour und das Popalbum "Johansson", das ihrem im Frühjahr 2004 verstorbenen Vater gewidmet ist.
Seit Juni 2004 steht Gitte gemeinsam mit Wencke Myhre und Siw Malmkvist mit dem Programm "Gitte Wencke Siw"
("GWS-Die Show") über 300 Mal in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Stuttgart, Bremen, in der Schweiz und in
Österreich sowie an zahlreichen anderen Orten auf der Bühne. Mit den beiden Kolleginnen
verbindet sie, neben der skandinavischen Herkunft, manch ähnliche Station im Showgeschäft.
Die veröffentlichte Live-CD der Show erreichte im Frühjahr 2005 den Platz 100 in den offiziellen
deutschen Verkaufscharts.
Im November 2006 wurde der Dokumentarfilm "Ich will alles Die Gitte Haenning Story" von
Filmemacher Marc Boettcher bei den Nordischen Filmtagen Lübeck uraufgeführt und später auch
im Fernsehen gezeigt. Im Juni 2007 erscheint der Film auf DVD und es wird eine Doppel-CD dazu veröffentlicht.
Ende August 2007 veröffentlicht die Plattenfirma SONY BMG die drei erfolgreichen Alben
"Bleib noch bis zum Sonntag", "Ungeschminkt" und "Berührungen" noch einmal
in einer 3er-CD-Box. Alle drei Alben waren seit
Ende der der 80er Jahre nicht mehr im Handel erhältlich und sind nun wieder für die Fans verfügbar.
Im Herbst 2007 konnte man Gitte wieder live in Deutschland erleben. Sie
tourte zusammen mit einem extra von ihr zusammengestellten Orchester mit dem
jazz-orientiertem Programm "Ich will" durch deutsche Theater und Konzertsäle.
Ab Oktober 2008 war Gitte Haenning und ihr 13-Personen-Orchester mit dem
pop-orientiertem Programm "Ich will alles Tour 2008" auf Tournee. (
)
Im November 2010 veröffentlichte Gitte ein neues Album, bestehend aus
Neuaufnahmen ihrer größten Hits und vier neuen Songs mit dem Titel "Was
ihr wollt."
(Quelle: Wikipedia)
Gitte Hænning zählt seit Beginn ihrer Karriere bis in die Gegenwart hinein zu
den beständigsten und gleichzeitig vielseitigsten Interpreten der deutschen
Schlagerszene. Ihre Bandbreite reicht vom sogenannten Mainstream-Schlager bis
in die Bereiche Pop, Jazz, Musical und Chanson.
Neuerdings beweist sich die Künstlerin auch als ernsthafte Schauspielerin,
bei den Ruhrfestspielen 2010 übernahm sie bis Juli 2010 in der von Armin Holz inszenierten
Shakespeares Komödie "Was Ihr Wollt" die Rolle des Narren. Die Premiere des Stücks, eine Koproduktion der Ruhrfestspiele Recklinghausen,
dem Théâtre National du Luxembourg, dem Grand Théâtre de Luxembourg und dem
Renaissance-Theater Berlin, fand am 29. Mai 2010 im Theater Marl
statt; die Berliner Premiere folgt am 12. Juni 2010.
Foto: Gitte Hænning 2010
Quelle: Wikipedia
bzw. Wikimedia
Urheber: Udo Grimberg (Wikipedia-Benutzer Chester100)
Lizenz zur Veröffentlichung siehe hier
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Gitte Hænning war seit Mitte der sechziger Jahre mit dem dänischen
Jazzmusiker Niels-Henning
Ørsted Pedersen1) (1946 2005) liiert. Ab Ende der sechziger und Anfang der
siebziger Jahre lebte sie mit dem Komponisten Robert Cornford in London und Rom. Seit 1974 war sie mit ihrem Manager Jo Geissler verheiratet, von dem
sie sich jedoch bereits 1976 wieder scheiden ließ. In den 80er Jahren war sie
mit dem Fernsehregisseur und Moderator Pit Weyrich1) verheiratet, in den
90ern war der Musicalproduzent Friedrich Kurz1) an ihrer Seite.
Seit einigen Jahren lebt
Gitte Hænning in Berlin.
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