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| Heinz Bennent wurde am 18. Juli 1921*) als Heinrich August Bennent und Sohn eines Buchhalters in Atsch (heute Stolberg) bei Aachen geboren. Er war das Jüngste von sechs Kindern, nach abgebrochenem Gymnasium und Schlosserlehre wurde er 1940 zum Bodenpersonal der Luftwaffe eingezogen und erst nach Beendigung des 2. Weltkrieges nahm er Schauspielunterricht in Göttingen bei Felix Emmel1) (1888 1960) und Karl Meixner1) (1903 1976). | ||||
Ebenfalls 1970 war er der Auftragskiller Jonas und Gegenspieler von Eddie Constantine in Geissendörfers "Eine Rose für Jane"2), 1974 ein entlassene Sträfling in "Perahim die zweite Chance" und ein Jahr später brillierte er als Handlungsreisender Gregor Samsa in Jan Nemecs "Die Verwandlung"3) nach der gleichnamigen Erzählung von Franz Kafka. Zusammen mit Tochter Anne wirkte er 1976 in Geissendörfers Ibsen-Adaption "Die Wildente"3) mit und agierte als Arzt Relling, zwei Jahre später übernahm er die Titelrolle in dem Episoden-Film "Die Ängste des Dr. Schenk". In nachhaltiger Erinnerung ist Bennent beispielsweise auch mit der Figur des Oberstaatsanwaltes Wolf Freiherr von Andergast in dem Mehrteiler "Der Fall Maurizius"4) (1981) geblieben, inszeniert von Theodor Kotulla nach dem gleichnamigen Roman4) von Jakob Wassermann. In den 1980er Jahren konzentrierte sich der Schauspieler neben seiner Tätigkeit für das Theater vermehrt auf seine Arbeit für den Kinofilm und wirkte in vielen internationalen Produktionen mit. Bereits 1966 war er in Christian Riescherts "Kopfstand, Madame" auf der Leinwand zu sehen gewesen, 1975 überzeugte er als Doktor Blorna in Schlöndorffs "Die Verlorene Ehre der Katharina Blum"1) sowie 1977 als Arzt Hans Vergérus in Ingmar Bergmans "Das Schlangenei"1). In Schlöndorffs Oscar-prämierten Grass-Verfilmung "Die Blechtrommel"1) war er der Gemüsehändler Greff Sohn David gab als kleinwüchsigen Trommler Oskar Matzerath mit elf Jahren sein Leinwanddebüt.
"Heinz Bennent, ein Schauspieler, ein wahrhaftiger Schauspieler, ein Unvergesslicher, dessen Leben Nährboden für seine Kunst war." würdigte die "Berliner Morgenpost" in einem Nachruf den großen Charaktermimen und schrieb unter anderem weiter: "Er war ein Durchreisender, ein Leidender, ein Zweifelnder, dem niemals der Ruhm widerfuhr, den er eigentlich aufgrund seiner Qualität, der essenziellen Tiefe seiner Persönlichkeit verdient hätte." Für die sueddeutsche.de war Bennent ein "ein Unsteter, ein Grübler", "ein großer Künstler, dem aber ein Leben als Star verwehrt blieb. Ein Unsteter, ein Grübler, einer mit bedeutungsvoller Schwere – aber eben auch mit großer Aufrichtigkeit. (…) Heinz Bennent verkörperte in seinem ganzen langen Schauspielerleben etwas, das nicht immer populär macht, aber glaubwürdig: Charakter." "Der Bühne gehörte sein Herz, dort war er ein Virtuose, den die kalte Aura exzentrischer Intelligenz umgab. ( ) Im Laufe seiner Karriere war er an großen Bühnen engagiert. Glänzende Auftritte gab es in mehr als 150 Stücken und Filmen. Seine Rollen, das waren bevorzugt die der Sonderlinge, Außenseiter, Randexistenzen, düsteren Gestalten. Schillers Prinzen, Shakespeares Narren und Becketts Clowns hauchte er Leben ein. Da schlichen sich in das strenge Gesicht Gegenwärtigkeit, Beherrschtheit und der tief gründelnde, wandelbare Blick unverwechselbaren Charakter schenkte er aus wie andere Wein." notierte unter anderem Annette Bosetti in der "Rheinischen Post" (nachrichten.rp-online.de). Nach Angaben des Berliner "Renaissance-Theaters" war Bennent Witwer.5) 19636) hatte er Paulette Renou (Künstlername: Diane Mansart), eine ehemalige Tänzerin an der französischen Oper geheiratet, die sich nach der Geburt der gemeinsamen Kindern aus dem Berufsleben zurückzog. Diane Bennent starb am 10. Dezember 2010 im Alter von 82 Jahren.7) Aus der Verbindung stammen die im Oktober 1963 geborene Tochter Anne Bennent1) sowie der 1966 geborene Sohn David Bennent1), die beide ebenfalls großes Ansehen als exzellente Schauspieler genießen. Unter anderem war Bennent ab Mitte der 1990er Jahre zusammen mit Sohn David auf einer ihrer Tourneen in Samuel Becketts Endzeit-Groteske "Endspiel" zu sehen und die Rezitationsabende, die Vater und Sohn u. a. mit szenischen Lesungen aus Friedrich Hölderlins "Hyperion" oder Heiner Müllers "Bildbeschreibungen" geben, waren stets ausverkauft. |
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*) nach anderen Quellen am 17. Juli 1921 Link: 1) Wikipedia, 2) www.deutsches-filmhaus.de, 3) prisma-online.de, 4) Beschreibung innerhalb dieser HP 5) Quelle: nachrichten.rp-online.d , 6) lt. Wikipedia seit 1954, 7) academy11.globart.at |
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Siehe auch Wikipedia,
www.prisma-online.de,
www.deutsches-filmhaus.de sowie den Artikel zum 90. Geburtstag bei www.sueddeutsche.de Weiterhin die Nachrufe bei der F.A.Z., sueddeutsche.de, www.welt.de und www.zeit.de |
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