Heiner Lauterbach wurde am 10. April 1953 als Sohn des wohlhabenden Kölner Sanitärunternehmers Hans Lauterbach (1928 – 2014) in Köln geboren. Aufgewachsen in seiner Geburtsstadt, besuchte er nach der mittleren Reife 1970 die "Schauspielschule der Keller"1) und nahm Unterricht bei Marianne Jentgens, Schauspielerin und Gründerin des Kölner "Theaters der Keller"1). Erste Rollen erhielt der aufstrebende Jungschauspieler am Kölner "THEATER COOM", gestaltete unter anderem den Untermieter Scarron in Sternheims Lustspiel "Die Hose"1) (1973). Am "Theater der Keller" gab er den jungen Anarchisten Hugo in Sartres Drama "Die schmutzigen Hände"1) (1974), ging ab der Spielzeit 1973/74 zudem mit der "Münchner Schauspielbühne" auf zwei Tourneen und spielte in Sartres "Die Fliegen"1) (1976), war an der Seite von Wolfgang Kieling in dem Schauspiel "Der Schulfreund"1) von Johannes Mario Simmel zu sehen. Als weitere Theaterstation empfahl sich beispielsweise Würzburg, wo er zur Spielzeit 1977/78 in der Bühnenfassung von Bölls "Die verlorene Ehre der Katharina Blum"1) auftrat. In der Romanadaption "Die Feuerzangenbowle"1) nach Heinrich Spoerl glänzte er 1982 am "Theater im Künstlerhaus München" als Pfeiffer (mit drei f), ein Jahr später erlebte man Lauterbach als Heilanstalt-Arzt Dr. Sanderson in der unverwüstlichen Komödie "Mein Freund Harvey"1) von Mary Chase. Ebenfalls 1981 führte er auch Regie bei Pavel Kohouts1) Stück "Krieg im 3. Stock", im "Theater 44" in München inszenierte er 1984 mit sich selbst als Arbeiter Stanley Kowalski das Drama "Endstation Sehnsucht"1) von Tennessee Williams.

Das Foto (auch Hintergrund) wurden mir freundlicherweise von dem
Fotografen Edmond Frederick zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederick (Lizensiert)

Heiner Lauterbach; Copyright Edmond Frederick
In den 1990er Jahren zeigte sich Lauterbach unter anderem als Georg in "Von Mäusen und Menschen"1) (1990) nach John Steinbeck an der "Neuen Schaubühne", spielte 1998/99 mit Dominique Lorenz1) in der von Heidelinde Weis in Szene gesetzten turbulenten Komödie "Nächstes Jahr, selbe Zeit" ("Same Time, Next Year") von Bernard Slade1) an der Münchener "Komödie im Bayerischen Hof". Dort erfreute er das Publikum zur Spielzeit 2002/2003 auch zusammen mit Uwe Ochsenknecht1) in dem Boulevardklassiker "Ein seltsames Paar" von Neil Simon1). Die amüsante Geschichte, welche zudem in Berlin ("Theater am Kurfürstendamm) und Hamburg ("Winterhuder Fährhaus") erfolgreich aufgeführt wurde, ist ein Publikumsrenner, nicht zuletzt durch die Verfilmung aus dem Jahre 1968 mit Jack Lemmon und Walter Matthau → Wikipedia. Zwischen dem 25. Februar und 15. April 2019 ging Lauterbach erneut mit dem Stück "Nächstes Jahr, selbe Zeit" auf Tournee, auch in der Neuauflage war Dominique Lorenz seine Partnerin → muenchner-tournee.de.
DVD-Cover zu der Krimiserie "Faust"; mit freundlicher Genehmigung von Pidax-Film, welche die ersten beiden Staffeln Anfang Dezember 2019 auf DVD herausbrachte. Mitte der 1970er Jahre startete Lauterbach seine Filmkarriere in drei eher zu vernachlässigenden Erotikstreifen der "Schulmädchen-Report"-Reihe, Produktionen dieses Genres blieben jedoch die Ausnahme. Er erregte erste Aufmerksamkeit in verschiedenen Episoden von "Derrick" und "Der Alte", spielte an der Seite von Marthe Keller den Grafen Pietranera in dem Dreiteiler "Die Kartause von Parma" (1982) nach dem Roman von Stendhal1). Hatte sich sein Gesicht in Roland Suso Richters Kinodrama "Kolp – Schwarzmarkt, Swing und große Träume"1) (1984) bereits eingeprägt, gelang Lauterbach 1985 mit Doris Dörries Kassenschlager "Männer"1) endgültig der Durchbruch zum populären, viel gefragten Filmschauspieler. Neben Uwe Ochsenknecht mimte er die Hauptrolle des selbstgefälligen Julius Armbrust und wurde wie auch Ochsenknecht für seine darstellerische Leistung mit dem "Bundesfilmpreis"1) ausgezeichnet. Es folgten Aufgaben sowohl in Kinoproduktionen als auch in beliebten Krimi-Reihen wie "Tatort", "Ein Fall für zwei" oder "Eurocops"1), wo er von 1988 bis 1993 als Ermittler Thomas Dorn auftauchte. Ab 1994 trat er drei Jahre bzw. vier Staffeln lang mit der Titelfigur des etwas grantigen und beinharten, aber auch verständnisvollen und gerechten Hamburger Kripo-Kommissars Oskar Faust in der Krimiserie "Faust"1) in Erscheinung.

DVD-Cover zu der Krimiserie "Faust"
Mit freundlicher Genehmigung von Pidax-Film, welche die ersten
beiden Staffeln Anfang Dezember 2019 auf DVD herausbrachte.
→ www.pidax-film.de

Lauterbach bereicherte zahlreiche TV- und Kinofilme mit seinem intensiven Spiel, für Dieter Wedel beispielsweise gab er in dem Fünfteiler "Der Schattenmann"1) (1996) den Fritz Gehlen, rechte Hand des mächtigen Unterweltbosses Jan Herzog (Mario Adorf), und in dem Sechsteiler "Die Affäre Semmeling" (2002) den Unternehmer Friedrich Asmus. Helmut Dietl besetzte ihn in der Erfolgskomödie "Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief"1) (1997) als großspurigen Filmproduzenten Oskar Reiter an der Seite von prominenten Kollegen wie Götz George und Mario Adorf; die hervorragend gespielte Rolle in Dietls Film brachte Lauterbach einen "Bayerischen Filmpreis"1) und eine Nominierung für den "Deutschen Filmpreis" ein. Im darauffolgenden Jahr glänzte Lauterbach mit der Hauptrolle des renommierten Soziologieprofessors Hanno Hackmann in der Universitäts-Satire "Der Campus"2) (1998), der Verfilmung von Dietrich Schwanitz' gleichnamigem Roman1). Für seine Verkörperung des Münchener Drogenfahnders Josef Bertholt, dessen Sohn (Marek Harloff1)) in Dominik Grafs TV-Thriller "Der Skorpion"2) (1997) ins Halbweltmilieu abzurutschen droht, erhielt Lauterbach exzellente Kritiken und wurde einmal mehr mit dem "Bayerischen Fernsehpreis" ausgezeichnet. Neben Franka Potente1) überzeugte er in dem fast dreistündigen, von Urs Egger In Szene gesetzten deutsch-österreichischen TV-Politthriller "Opernball – Die Opfer/Die Täter"1) (1998) als Investigativ-Journalist Kurt Frazer, mimte den Oberst in dem Kino-Abenteuer "Cascadeur – Die Jagd nach dem Bernsteinzimmer"1) (1998).

Heiner Lauterbach, fotografiert von dem britischen Fotografen Stuart Mentiply (www.mentiply.de)
Urheber: Stuart Mentiply, Wolfsburg, veröffentlicht unter GNU-Lizenz für freie Dokumentation (Version 1.2)
Quelle: Wikimedia Commons

Heiner Lauterbach, fotografiert von dem britischen Fotografen Stuart Mentiply (www.mentiply.de); Urheber: Stuart Mentiply, Wolfsburg, veröffentlicht unter GNU-Lizenz für freie Dokumentation (Version 1.2); Quelle: Wikimedia Commons
Seit Ende der 1990er Jahre ist Lauterbach überwiegend in Fernsehproduktionen präsent, so verkörperte er unter anderem in dem Zweiteiler "Der Verleger"1) (2001) authentisch den legendären Axel Springer1), gehörte mit prägnanten Parts zur Besetzung der zweiteiligen Doku-Spiele "Die Sturmflut"1) (2006), "Dresden"1) (2006) und "Die Gustloff"1) (2007). Aufmerksamkeit erregte Lauterbach im Frühjahr 2008 ebenfalls mit seiner Darstellung des brutalen Auftragskillers Rami Hamdan in dem RTL-Actionthriller "Das Papst-Attentat"1) von Regisseur Rainer Matsutani. Weitere mehrteilige TV-Events mit Lauterbach waren unter anderem "Wir sind das Volk – Liebe kennt keine Grenzen"1) (2008), "Vulkan"1) (2009), "Ken Folletts Eisfieber"1) (2010), "Hindenburg"1) (2011) und "Tannbach – Schicksal eines Dorfes"1) (2015). Lauterbach lässt sich nicht auf ein bestimmtes Genre festlegen, zeigt seine darstellerische Präsenz in Thrillern (2007, "Die Entführung"1)) ebenso wie in Katastrophenstreifen (2013, "Helden – Wenn dein Land dich braucht"1)), Märchenverfilmungen (2014, "Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen"1)), Tragikkomödien (2015, "Letzte Ausfahrt Sauerland"3)), Satiren (2015, "Die Udo Honig Story"3)) und Komödien (2015, "Weihnachts-Männer"3)).
In dem ARD-Zweiteiler "Spuren der Rache"1) (EA: 02./04.01.2017) kam Lauterbach als der ehemalige BKA-Beamte Frank Hennings daher, der bei einem Bombenanschlag Frau und Tochter verloren hat und sich nun auf Spurensuche nach den Schuldigen begibt. Die Geschichte "ist eine einfach gestrickte Heldenreise im Thriller-Gewand, ein Überlebenstrip mit aufgesetzter Friedensbotschaft, bei dem sich der Zuschauer mit dem Helden bzw. mit dem ungleichen Heldenpärchen anfreunden muss, will er die 180 Minuten durchstehen. Das aber dürfte kein Problem sein: Heiner Lauterbach beweist wie zuletzt so häufig, dass er viel besser ist als einige meinen, und auch seine Tochter Maya macht ihre Sache gut." meint Rainer Tittelbach bei tittelbach.tv.
In dem fiktionalen Thriller "Gift"1) (EA: 17.05.2017), den die ARD im Rahmen des Themenabends "Gefährliche Medikamente" ausstrahlte, war Lauterbach der international agierende Pharma-Großhändler und Chef der "Kompa Pharm" Günther Kompalla, der auf auf Kosten anderer mit seinem Unternehmen bzw. auch gefälschten Medikamenten ein Vermögen erwirtschaftet hat. Aufgrund einer Krebserkrankung den nahen Tod vor Augen, packt er schließlich aus, was "hat vor allem damit zu tun, dass er kurz vor seinem Tod mit seiner Tochter ins Reine kommen will. Lauterbachs abgeklärtes Spiel bewahrt der Figur etwas Ungewisses, Diffuses." schreibt tittelbach.tv → siehe auch faz.net
Ende September 2016 begannen in Prag und Umgebung die Dreharbeiten zu dem historischen ZDF-Dreiteiler mit dem Titel "Tannbach II"3), der Fortsetzung von "Tannbach – Schicksal eines Dorfes"1) aus dem Jahre 2015. Thematisiert werden nun die Jahre 1960, 1961 und 1968, die für Deutschland in West und Ost entscheidende gesellschaftliche und politische Veränderungen brachten. Lauterbach war auch hier erneut als Graf und ehemaliger Großgrundbesitzer Georg von Striesow1) zu erleben. "Schatten des Krieges" (EA: 08.01.2018) handelt vom beginnenden Kalten Krieg, der Aufrüstung und wie die letzten Bauernhöfe im "sozialistischen Frühling" 1960 zwangskollektiviert wurden. Es folgte der Teil "Frieden aus Stein" (EA: 10.01.2018), der von den Ereignissen 1961 im Jahr des Mauerbaus1) erzählt, der letzte Teil "Traum von Frühling" (EA: 11.01.2018) ist in der Zeit des "Prager Frühlings"1) im Jahre 1968 angesiedelt.
Am 3. Oktober 2018 ging mit dem TV-Film "Unzertrennlich nach Verona"3) in der ARD eine amüsant-romantische Komödie auf Sendung, in der Lauterbach mal wieder mit Veronica Ferres1) vor der Kamera gestanden hatte. Erzählt wird die Geschichte des einstigen "Traumpaares" Ulla und Jan, das seit der Trennung im Dauerclinch liegt. Als die halbwüchsige Tochter Julia (Paulina Rümmelein1)) "mit ihrer besten Freundin nach Italien trampt, nehmen Jan und Ulla kurzentschlossen die Verfolgung mit dem Motorrad auf. Beim Versuch, ihre Tochter vor einer gefährlichen Dummheit zu bewahren, kommen sie nicht umhin, sich mit ihren eigenen Fehlern auseinanderzusetzen." notiert www.daserste.de. Mit "Saat des Terrors"3) brachte die ARD am 21. November 2018 einen packenden Agenten-Thriller auf den Bildschirm. Die Drehbuch-Autoren Gert Heidenreich1) sowie Daniel Harrich1), der das Genre des investigativen Spielfilms in Deutschland etablierte und auch auch Regie führte, wurden die Anschläge in Mumbai1) am 26. November 2008 bzw. die Verwicklungen deutscher Geheimdienste in den Aufbau von Terrorzellen in Pakistan und die daraus resultierenden Folgen thematisiert. Im Zentrum der Story steht die BND-Agentin Jana Wagner (Christiane Paul1)), Lauterbach "spielt Nicholas Krüger, ihren Leibwächter, Chauffeur und Nachbarn wohltuend zurückhaltend als stillen, treuen Begleiter. Dass Jana nicht einmal ihm vollständig zu trauen vermag, ist das einzige private Drama, das der Film zu bieten hat." vermerkt Thomas Gehringer bei tittelbach.tv. Axel Milberg1) als Leiter der BND-Residenz in Pakistan und Navid Negahban1) als zwielichtiger Oberst Baqri vom pakistanischen Geheimdienst zählten ebenfalls zu der exzellent besetzten Produktion.
Im Oktober 2018 begannen die Dreharbeiten zu dem Film mit dem Titel "Ihr letzter Wille kann mich mal!"1) mit Heiner Lauterbach als Staatsanwalt Heinrich Gruber und Uwe Ochsenknecht1) als Reisejournalist Tom Gruber, welche bei der Testamentseröffnung mit der Tatsache konfrontiert werden, dass sie beide mit der bei einem Autounfall tödlich verunglückten Sophia verheiratet waren. "Das legendäre Duo spielt Tom und Heinrich Gruber, zwei Männer, deren Vorstellungen von Leben und Tod nicht unterschiedlicher sein könnten und deren gemeinsame Ehefrau Sophia einen ungewöhnlichen letzten Willen verfügt hat, der die beiden Hitzköpfe unfreiwillig auf eine gemeinsame Mission an die Nordseeküste schickt." kann man bei presseportal.de lesen. Ausgestrahlt wurde die Tragikomödie am 24. Januar 2020, Tilmann P. Gangloff1) meint bei tittelbach.tv: Der Film "ist eine Wiedervereinigung des einstigen "Männer"-Erfolgsduos Lauterbach/Ochsenknecht. Wie in den meisten "Buddy"-Movies besteht der Reiz der Geschichte in der Kombination zweier gegensätzlicher Figuren, die sich unter normalen Umständen kaum über den Weg gelaufen wären. (…) Den beiden Stars bietet das zweite Langfilmdrehbuch von Maike Rasch (…) Paraderollen, die allerdings erwartbar besetzt sind: Lauterbach spielt einen verkniffenen, aber ausnehmend elegant gekleideten Staatsanwalt, der sich selbstredend an Recht und Ordnung hält, Ochsenknecht einen etwas schlummeligen und stets zuversichtlichen Reisejournalisten, der die Dinge ungleich lockerer sieht." Wie bereits in dem "Grimme-Preis"1) prämierten investigativen Polit-Krimi des Regisseurs Daniel Harrich1) um illegale Waffengeschäfte bzw. die Verstrickungen deutscher Beamten des "Bundesministerium für Wirtschaft und Energie", "Auswärtiges Amtes", "Verteidigungsministeriums" und des "Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle" mit dem Titel "Meister des Todes"1) (EA: 23.09.2015) spielte Lauterbach auch in "Meister des Todes 2"1) (EA:01.04.2020) den Alexander Stengele, Vertriebsleiter für Mittel- und Südamerika des fiktiven Waffenherstellers HSW, der sich im Rahmen Gerichtsverhandlung zwischen seiner Frau Sabine (Veronica Ferres1) und der Firma, der "Familie" entscheiden muss, jedoch kurz vorher an einen Herzinfarkt verstirbt → Übersicht TV-Produktionen.
  
Auf der Leinwand sah man Lauterbach in den letzten Jahren beispielsweise als stark kurzsichtigen Pressefotograf in Til Schweigers Komödie "Zweiohrküken"1) (2009), als Professor Carus, Wissenschaftler zwischen Realität und Virtualität, in Thomas Bohns Mystery-Thriller  "Reality XL"1) (2012) oder als vermögenden Vater eines jugendlichen Kart-Rennfahrers in dem Kinderfilm "V8 – Du willst der Beste sein"1) (2013). Er war der Protagonist in Nikolai Müllerschöns, von Lauterbach mitproduziertem blutigem Gangster-Thriller "Harms"4) (2013), in der Komödie "Wir sind die Neuen"1) (2014) mimte er den Single Eddi, der mit seinen Alt-68er Kumpels Anne (Gisela Schneeberger1)) und Johannes (Michael Wittenborn1)) die einstige Wohngemeinschaft aus Studententagen wieder aufleben zu lässt und damit den neuen Nachbarn, den Studenten Katharina (Claudia Eisinger1)), Barbara (Karoline Schuch1)) und Thorsten (Patrick Güldenberg1)) gehörig auf die Nerven ging. Eine weitere Kinoproduktion war der von Lauterbach mitproduzierte und Niki Müllerschön in Szene gesetzte Streifen "Frauen"4), die schräge Komödie ging am 5. Mai 2016 an den Start. Anschließend war Lauterbach in der von Senta Berger-Sohn Simon Verhoeven1) realisierten, preisgekrönten Komödie "Willkommen bei den Hartmanns"1) auf der Leinwand präsent (Kinostart: 03.11.2016). Erzählt wurde die Geschichte der Familie Hartmann, die auf Betreiben von Mutter Angelika (Senta Berger) den Asylsuchenden Diallo (Eric Kabongo) in ihr Haus aufnimmt. Mit dieser Entscheidung löst Angelika einige Turbulenzen in der Familie aus, zu der neben Ehemann Richard (Heiner Lauterbach) noch Tochter Sophie (Palina Rojinski1)) und Sohn Philipp (Florian David Fitz1)) gehören. "Willkommen bei den Hartmanns" erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem die "Goldene Leinwand"1) für über drei Millionen Zuschauer in Deutschland und den "Deutschen Filmpreis 2017"1) als "Besucherstärkster Film". Am 5. Oktober 2017 kam dann der ganz auf Veronica Ferres1) zugeschnittene Streifen "Unter deutschen Betten"1) in die Kinos, gedreht von Jan Fehse nach dem Roman "Justyna Polanska – Unter deutschen Betten"1) von Holger Schlageter1). Lauterbach präsentierte sich als selbstherrlicher, schmieriger Musik-Manager Friedrich, Ex-Freund des Pop-Sternchens Linda Lehmann (Ferres). 2019 zeigte sich der beliebte Mime gleich in vier Kino-Produktionen: Am 10. Januar 2019 startete der Film "Kalte Füße"1), wo er als reicher Schlaganfallpatient Raimund zu sehen war, sowie am 17. Januar 2019 die deutsch-belgische Co-Produktion "Immenhof – Das Abenteuer eines Sommers"1), hier spielte er den Jochen Mallinckroth, unfreundlicher Besitzer des Nachbargestüts der jungen "Immenhof"-Bewohner. Am 18. April 2019 kam die Literaturadaption "Der Fall Collini"1) nach dem Roman von Ferdinand von Schirach1) in die deutschen Kinos: Franco Nero stellte den titelgebenden, pensionierten Gastarbeiter Fabrizio Collini dar, der sich von der Polizei widerstandslos als Mörder des angesehene Industriellen Jean-Baptiste Hans Meyer (Manfred Zapatka) festnehmen lässt. Elyas M'Barek1) sah man als Collinis jungen Pflichtverteidiger Caspar Leinen und Lauterbach als den Star-Strafverteidiger Professor Richard Mattinger. Luitgard Koch von der "Gilde deutscher Filmkunsttheater"1) bemerkte unter anderem: "Sehr überzeugend wirkt auch Heiner Lauterbach, der den schillernden Charakter des eitlen Star-Juristen in all seinen Facetten perfekt verkörpert." → programmkino.de
Jüngst tauchte der Schauspieler in der Liebesgeschichte "Traumfabrik"1) (Kinostart: 04.07.2019) als Generaldirektor Beck auf: "Deutschland, im Sommer 1961. Der junge Emil (Dennis Mojen1)) arbeitet als Komparse im DEFA-Studio Babelsberg1). Eines Tages lernt er bei Dreharbeiten die französische Tänzerin Milou (Emilia Schüle1)) kennen – und bei beiden ist es Liebe auf den ersten Blick. Dann aber kommt es am 13. August 1961 zur Grenzschließung1) der DDR. Die Liebenden werden getrennt, Emil bleibt hinter dem "eisernen Vorhang" gefangen. Ein Wiedersehen scheint unter den politischen Umständen unmöglich. Doch so schnell will Emil nicht aufgeben. Er schmiedet einen tollkühnen und sehr riskanten Plan, um wieder mit Milou zusammen zu sein." (Quelle: filmportal.de)
Die Premiere der Rentner-Komödie "Enkel für Anfänger"1) von Regisseur Wolfgang Groos1) mit dem kinderlosen Leih-Oma/Opa-Trio Karin (Maren  Kroymann1)), Gerhard (Heiner Lauterbach) und Philippa (Barbara Sukowa) war am 26. Januar 2020 in der Essener "Lichtburg"1). Die drei  Senioren "wollen der Langeweile ihres Alltags entfliehen. Weil sie auf "typische" Senioren-Aktivitäten wie Nordic Walking keine Lust haben, lassen sich die kinder- und enkellosen Karin und Gerhard von Philippa dazu überreden, sich auf der Suche nach neuen Herausforderungen als Leih-Oma und -Opa anzubieten." kann man bei filmstarts.de lesen; der Kinostart in Deutschland und Österreich ist für den 6. Februar 2020 vorgesehen. → Übersicht Kinofilme.
  
Nur zwei Mal versuchte sich Lauterbach bisher als Regisseur, bei der Folge "Flamingo" (1993) aus der Serie "Eurocops" sowie zusammen mit Mark Keller1) bei der Komödie "Andersrum"1) (2005), wo das Duo Lauterbach/Keller zugleich die männlichen Hauptrollen spielte. Vor allem ab Mitte der 1970er Jahre arbeitete Lauterbach auch als Synchronsprecher und lieh unter anderem internationalen Stars wie Gιrard Depardieu1) (1976, "Barocco – Mord um Macht"1)), Richard Gere (1979, "Yanks – Gestern waren wir noch Fremde"1)) und Kevin Costner1) (1987, "The Untouchables – Die Unbestechlichen"1)) seine Stimme. Bis 1990 galt er als "Stammsprecher" für Christopher Walken1), so beispielsweise in dem Antikriegsfilm  "Die durch die Hölle gehen"1) (1978,  The Deer Hunter), dem Bond-Streifen "Im Angesicht des Todes"1) (1985, A View to a Kill) und dem Mafia-Film "King of New York – König zwischen Tag und Nacht"1) (1990, King of New York" → mehr bei synchronkartei.de.
Heiner Lauterbach war von 1985 bis 2001 mit seiner Kollegin Katja Flint1) verheiratet, aus der Verbindung stammt der 1983 geborene Sohn Oscar. Bereits 1991 hatte sich das Paar getrennt, von 1996 bis 2000 war Lauterbach mit der Schauspielerin Jenny Elvers1) liiert. Seit dem 7. September 2001 ist Lauterbach mit Viktoria Skaf verheiratet, die ihm 2002 Tochter Maya und 2007 Sohn Vito schenkte; Maya Lauterbach1) stand bereits mehrfach mit ihrem Vater vor der Kamera und hat offensichtlich dessen schauspielerisches Talent geerbt.
Der vielfach ausgezeichnete Heiner Lauterbach lebt mit seiner Familie am Starnberger See.
Seine Autobiografie "Nichts ausgelassen" veröffentlichte er 2006, mit "Man lebt nur zweimal" folgte 2013 eine weitere.

Heiner und Viktoria Lauterbach am 23. März 2013 in der Sendung
"Wetten, dass… ?" in der Wiener Stadthalle
Urheber: Ailura; Lizenz: CC BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia Commons

Heiner und Viktoria Lauterbach am 23. März 2013 in der Sendung "Wetten, dass… ?" in der Wiener Stadthalle; Urheber: Ailura; Lizenz: CC BY-SA 3.0; Quelle: Wikimedia Commons
An Auszeichnungen sind zu nennen:
(Fremde Links: Wikipedia, filmportal.de)
Quelle (unter anderem): Wikipedia
Webpräsenz: www.heinerlauterbach.de
Siehe auch prisma.de, deutsches-filmhaus.de, filmportal.de, komoedie-muenchen.de
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) prisma.de, 3) tittelbach.tv, 4) filmportal.de Stand Januar 2020
  
Filme
Kinofilme / Fernsehen
Filmografie bei der Internet Movie Database sowie
filmportal.de
(Fremde Links: Wikipedia, filmportal.de, prisma.de,
fernsehserien.de, Die Krimihomepage,  tittelbach.tv)
Kinofilme Fernsehen (Auszug)
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