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Auf der Leinwand war sie anfangs fast nur in Kurzspielfilmen zu sehen, ehe sie 1935 als keifende Dienerin Andria, die von Gott Merkur in Gestalt ihres Gatten Sosias (Paul Kemp) listig getäuscht wird, in Reinhold Schünzels musikalischen Komödie "Amphitryon"1) ihre ersten großen Erfolg hatte. Weitere Kinoproduktionen folgten, oft als komische Partnerin von Paul Kemp, wie beispielsweise 1936 erneut als dessen Filmehefrau Bianca in der heiteren Verwicklungsgeschichte "Boccaccio"2). Spielfreude, Pfiff und Verstand zeichneten die junge Fita Benkhoff aus, doch wohl aufgrund ihres biederen Aussehens wurde die Charakterdarstellerin im Film immer nur mit Nebenrollen, die jedoch durchaus ihre Wirkung hatten, besetzt. Insgesamt agierte Fita Benkhoff in über 70 Filmen auf der Leinwand, ihr Part war meist die zweite weibliche Heldin, die neben der Hauptfigur weniger gut davon kam. Ihre Rollen waren facettenreich, so glänzte sie 1936 als die nach Luxus gierende Salondame Lisa in "Die Un-erhörte Frau", mimte 1939 die Ehefrau in der Filmadaption von Hans Müller-Schlössers kölnischem Volksstück "Schneider Wibbel", konnte aber auch 1949 als herb-tragische Auguste Wolff in "Der Biberpelz" nach Gerhart Hauptmann überzeugen. Selbst der an sich anspruchslosen Rolle der Frau des Schmierenkomödianten Striese im bekannten Schwank "Raub der Sabinerinnen"(1954 verfilmt von Kurt Hoffmann) verlieh die Schauspielerin noch nachhaltige Züge. Neben Grethe Weiser gehörte Fita Benkhoff zu den komischsten Nebendarstellerinnen des deutschen Films, ihre kessen Frauenfiguren bestachen durch Witz, Intelligenz, Schlagfertigkeit und Ironie. Sie beherrschte das Repertoire der komischen Heldin, von der Klatschfreudigen, Schrulligen über die Schalkhafte und Superkluge. Niemand war ihrem boshaften Mundwerk gewachsen.3) In den 1960er Jahren zeigte sich Fita Benkhoff auch vermehrt in TV-Produktionen, spielte unter anderem 1960 in dem Durbridge-Straßenfeger "Es ist soweit"4) die neugierige Lady Barbara Barstow. Weitere Fernsehfilme, in denen Fita Benkhoff mitwirkte, waren beispielsweise "Ein Engel namens Schmitt" (1964), "Geisterkomödie (1965), "Der Raub der Sabinerinnen" (1966) und "Frühling in Baden-Baden" (1967). Neben ihrer umfangreichen Arbeit für Film und Fernsehen war Fita Benkhoff dem Theater immer treu geblieben: Bereits kurz nach dem Krieg spielte sie am Hamburger "Thalia-Theater", brillierte dort unter anderem 1947 mit ihrer Lieblingsrolle in Shaws "Pygmalion". 1948 trat sie an der "Tribüne" in Berlin in Noel Cowards "Weekend" auf, 1950 folgte an den "Kammerspielen" in München Noel Cowards "Geisterkomödie". In München veranlasste sie das Publikum erst wieder im März 1960 an der "Kleinen Komödie" in Paul Osbornes Lustspiel "Erinnerst Du Dich" zu wahren Lachsalven, nachdem sie sich elf Jahre lang ausschließlich Filmaufgaben gewidmet hatte. Noch kurz vor ihrem Tod feierte sie zur Spielzeit 1966/67 als skurrile Giftmischerin Tante Abby in Joseph Kesselring Klassiker des schwarzen Humors "Arsen und Spitzenhäubchen im "Theater an der Leopoldstraße" Triumphe.
Fita Benkhoff starb am 26. Oktober 1967 kurz vor ihrem
66. Geburtstag in einer Klinik in München an den Folgen eines
Leberleidens; ihre letzte Ruhestätte fand die beliebte Schauspielerin in
einer Familiengruft auf dem Dortmunder Südwestfriedhof. |
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Link: 1) Wikipedia, 2) Murnau Stiftung, 4) Beschreibung
innerhalb dieser HP Quelle: 3) "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzelmeier und Berndt Schulz, Ausgabe 2000, S. 30 |
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| Textbausteine des Kurzportraits aus: "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzelmeier und Berndt Schulz, Ausgabe 2000, S. 29/30 sowie Internationales Biographisches Archiv (49/1967) Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch; Fotos bei film.virtual-history.com |
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