| Paul Kemp | ||
| Paul Kemp wurde am 20. Mai 18961) in Bonn/Bad Godesberg
als Sohn eines Musiklehrers geboren, besuchte später die Schule in
seiner Geburtsstadt sowie in Königswinter. Auf Wunsch seiner Eltern sollte
Kemp Architekt werden, doch er selbst fühlte sich schon früh zur
Schauspielerei hingezogen. Zunächst spielt er Klavier in einem Ladenkino, besucht
dann die Landwirtschaftsschule in Bitburg
sowie die Baugewerk-Schule in Köln und arbeitete eine Zeit lang als Maurer. Doch dann
ließ er sich ab 1919 an der von Louise Dumont2)
(1862 1932) und deren Ehemann Gustav Lindemann2)
(1872 1960) geleiteten "Hochschule für Bühnenkunst"
in Düsseldorf zum Schauspieler ausbilden. Erste Engagements in Bielefeld, Remscheid und Düsseldorf
schlossen sich an. Von 1923 bis 1929 war Kemp unter der Intendanz
von Erich
Ziegel2) (1876 1950) an den "Hamburger Kammerspielen" engagiert und agierte
nebenbei als Hauptdarsteller kurioser Werbefilme.
Während seines Engagements in Hamburg erlebte er mit einer Sylvester-Inszenierung von
"Charleys Tante" einen beispiellosen Erfolg und spielte von da an hauptsächlich komische Rollen. 1929 ging
er nach Berlin, wirkte anfangs an der Bühne von Heinz
Saltenburg2) (1882 1948), an den "Reinhardt-Bühnen"2).
Kemp trat mit besonderem Erfolg in Stücken wie "Menschen im Hotel"
oder "Haifische" sowie der Brecht'schen "Dreigroschenoper" auf, gleichzeitig wurde er für den Film entdeckt
und trat erstmals 1930 in "Cyankali" auf der Leinwand in
Erscheinung.
Es folgten prägnante Nebenrollen in Filmen wie "Die Große Sehnsucht" (1930), "Lumpenball"2) (1930), "Die blonde Nachtigall"3) (1930), "Der Raub der Mona Lisa"3) (1931) oder "Gitta entdeckt ihr Herz" (1932) und auch in Georg Wilhelm Pabsts Filmversion von "Die Dreigroschenoper"2) (1931) gehörte er zur Besetzung.. Ab 1933 widmete Kemp sich fast ausschließlich seiner Leinwandkarriere und zeigte sich nur noch selten auf der Bühne. Einen besonderen Erfolg verzeichnete er mit der Verfilmung von "Charleys Tante" (1934), seine Lieblingsrolle war der griechische Götterbote Merkur, der sich in Reinhold Schünzels musikalischen Komödie "Amphitryon Aus den Wolken kommt das Glück" (1935) in den Taugenichts Sosias verwandeln lassen muss. Weitere Kassenschlager wie "Boccaccio"3) (1936), "Glückskinder"3) (1936), "Dir gehört mein Herz" (1938), "Frau Luna"3) (1941) oder "Das Lied der Nachtigall"3) (1944) folgten um nur einige der über 100 Kinoproduktionen zu nennen, in denen Paul Kemp die Rollen eines stillen, liebenswürdigen Charakterkomikers spielte. Gegen Kriegsende stand er noch in Prag auf der Bühne, danach tingelte er durch deutsche Provinzbühnen. Nach Ende des 2. Weltkrieges war Paul Kemp ab 1946 am Wiener "Theater in der Josefstadt"
engagiert, auch auf der Leinwand war er nach wie vor, wenn auch nur mit
kleineren Rollen präsent, konnte sein komödiantisches Talent
jedoch nicht
mehr voll unter Beweis stellen. Es waren eher seichte Unterhaltungsstreifen wie etwa "Liebe nach Noten" (1947), "Gefährliche Gäste" (1949),
"Der Mann, der sich selber sucht" (1950), "Kein Engel ist so rein" (1950),
"Die Diebin von Bagdad" (1952), "Liebeskrieg nach Noten" (1953)
oder "Salto Mortale" (1953), in denen er agierte; letztmalig erlebte man den Schauspieler in
Axel von Ambessers "Drei, von denen man spricht" (1953) auf der
Leinwand. |
||
| 1) siehe auch das Foto
des Grabsteins von Paul Kemp auf dem Burgfriedhof in Bad-Godesberg Link: 2) Wikipedia, 3) Murnau Stiftung Quelle: 4) "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzelmeier/Berndt Schulz, Ausgabe 2000, S. 185/186 5) Wikipedia (abgerufen 12.10.2011) |
||
| Siehe auch Wikipedia,
www.cyranos.ch Fotos bei film.virtual-history.com |
||
|
|
Um zur Seite der Leinwandstars zurückzukehren, bitte dieses Fenster
schließen.
Home: www.steffi-line.de |