Lizzi Waldmüller in dem Film "Lachende Erben" (1933) Lizzi Waldmüller wurde am 25. Mai 1904 in Knittelfeld (Steiermark) geboren; schon als kleines Kind tingelte sie mit ihrem Vater, der Direktor einer Wanderbühne war, über die Dörfer und so war es nur konsequent, dass sie später eine künstlerische Laufbahn einschlug. Sie nahm Schauspiel- und Gesangsunterricht und gab ihr Bühnendebüt in Innsbruck. Weitere Engagements führten sie später an die Operettenhäuser nach Wien, Graz, Leipzig und Hamburg sowie schließlich nach Berlin, wo sie mit "Viktoria und ihr Husar" Triumphe feierte. Berühmt wurde Lizzi Waldmüller mit dem Paul-Lincke-Lied "Ich bin die Frau, von der man spricht" oder der "Berliner Luft".
 
Die Filmkarriere der Künstlerin gestaltete sich anfangs mühsam, als Tänzerin in ihrem Debütfilm "Die Spanische Fliege" kam sie 1931 kaum zur Wirkung und auch in den nachfolgenden Filmen wie beispielsweise "Lachende Erben" (1933) mit Heinz Rühmann oder "Peer Gynt" (1934) mit Hans Albers musste sie sich meist mit kleineren Gesangseinlagen oder Nebenrollen zufrieden geben.
 
Foto: Lizzi Waldmüller in dem Film "Lachende Erben"1) (1933)
Foto mit freundlicher Genehmigung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
1) Der Link führt zur Filmbeschreibung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Der durchschlagende Erfolg kam erst 1939 mit ihrer Rolle der Sängerin Rachel in "Bel Ami" an der Seite von Willi Forst; hier konnte sie ihre komödiantischen Fähigkeiten beweisen und eroberte mit dem Erfolgsschlager "Du hast Glück bei den Frau'n, Bel Ami" die Herzen ihres Publikums. Danach bestimmten Operettenfilme wie "Frau Luna" (1941) oder "Die Nacht in Venedig" (1942) die weitere Karriere der Diva. Eine ihrer schönsten Rollen hatte sie 1944 als Partnerin von Johannes Heesters in "Es lebe die Liebe", wo sie als Revuestar Manuela del Orta zwei gegensätzliche Lebenswelten und Temperamente unter einen Hut bringen musste. Einer ihrer letzten Filme war 1944 "Ein Mann wie Maximilian".
 
Lizzi Waldmüller, die mit dem Schauspieler Max Hansen verheiratet war, kam kurz vor Kriegsende am 8. April 1945 mit nur 40 Jahren bei einem Bombenangriff auf Wien ums Leben.
  
Die schwarzhaarige kapriziöse Soubrette mit den dunklen Augen und der rauen Stimme hatte Gold in der Kehle. Mit einem Schuss Champagner im Blut ließ sie das Leben zum Singspiel werden. Sie verband in ihrem Spiel das Ungarisch-Zigeunerische mit der Leichtigkeit der feschen Wienerin. ("Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars"  von Adolf Heinzelmeier/Berndt Schulz)
 
Siehe auch wikipedia.org, www.cyranos.ch
Filmografie bei der german.imdb.com, Fotos bei film.virtual-history.com
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