Geboren am Montag, 16. April 1889 in Lambeth, London, Großbritannien
Gestorben am Sonntag, 25. Dezember 1977 in Vevey, Schweiz
 
Wohlfahrtsmarke Charles Chaplin
Wohlfahrtsmarke Charlie Chaplin
Ausgabetag 11. Oktober 2001
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung
des Bundesministeriums der Finanzen
sowie Antonia Graschberger, München (Entwurf)

Er war der arme Vagabund, der unter allen Niederschlägen des Lebens und der vom Leben Begüterten unschlagbar bleibt…
Er war der kleine Habenichts, der einen Blick für die schönen Töchter der Reichen hatte, und dem es bisweilen widerfuhr, dass sie auch einen Blick für ihn hatten…
Er war der kleine Clown, der dem Schicksal trotzte, so gut und lang es ging, bis er sich zum mehr oder weniger eleganten Rückzug gezwungen sah.
Charlie Chaplin war der erste Weltstar des Films. Seine Bedeutung für die Künste des 20. Jahrhunderts ist nur mit jener von Pablo Picasso vergleichbar. Es gehört zu den hässlichsten Seiten der Vereinigten Staaten von Amerika, dass man diesen Mann außer Landes trieb. Jahre später, als man ihn gern wiederhaben wollte, sagte Charlie, inzwischen in Großbritannien zum Ritter geschlagen: "Ich würde nicht in die USA zurückkehren, selbst wenn Jesus dort Präsident geworden wäre."

Chaplin stammte aus London und früh wurde er Waise. In fast allen Biographien ist deshalb von "dickens'scher Jugend" die Rede. Doch im Gegensatz zu den Kinderschicksalen, die Charles Dickens im 19. Jahrhundert beschrieb, fand Charlie Chaplin den Weg nach Amerika und in die Filmstudios. Er arbeitete als Tänzer, Sänger, Pantomime, und es war in einer Bühnenshow, in der er einen betrunkenen Randalierer spielte, als Mack Sennett, der Boß der Keystone-Filmgesellschaft, auf ihn aufmerksam wurde. In seinem Jahr bei Keystone drehte Chaplin 35 Slapstick-Filme für 175 Dollar die Woche – und war am Ende des Jahres ein populärer Mann.
1915 wechselte er von Keystone zu Essenay, verdiente jetzt 1.250 Dollar und hatte mehr Zeit für seine Filme. Doch schon im April kam sein "Tramp" in die Kinos, Chaplins erstes großes Meisterwerk. 1916 verdiente Chaplin schon 10.000 Dollar/Woche plus 150.000 Dollar Sonderprämien. Er war ein Superstar geworden.
Trotz allen Erfolgs seiner Filme blieb die Haltung des offiziellen Amerika gegenüber dem 'armen' kleinen Engländer seltsam zwiespältig. Zwar war sein Name inzwischen weltweit ein Synonym für Film geworden, zwar hatte er (zusammen mit Douglas Fairbanks und Mary Pickford) eine erfolgreiche Hollywood-Gesellschaft gegründet, die United Artists Corporation, zwar galt sein "Goldrausch" (1925) als bis dahin bester Film aller Zeiten – doch nur mit spitzen Fingern gewährte ihm Hollywood 1928 einen Spezial-Oscar "für Vielseitigkeit und Genie".

Der rund 68-minütige "Goldrausch"1) (The Gold Rush) kam 1925 ins Kino. Die Idee zum Film kam Chaplin, als er im Herbst 1923 zufällig stereoskopische Fotos aus der Zeit des Klondike-Goldrauschs von 1898 sah. Im Dezember 1923 und Januar 1924 baute man im Studio bereits die aufwendigen Kulissen zum Film. Darunter war eine Berghütte, die auf einer schwenkbaren Kippe montiert wurde. Gleichzeitig wurde ein kleines Modell hergestellt, mit dessen Hilfe die Szenen der am Abgrund hin- und herschaukelnden Hütte gedreht wurde.
Hunderte von Handwerkern erstellten aus 73.000 Metern Holz, knapp 7.000 Metern Maschendraht und über 6.000 Metern Sackleinen ein Schneegebirge. Das künstliche Eis und der Schnee bestanden aus 200 Tonnen Gips, 285 Tonnen Salz und 100 Fässern Mehl.
Die Dreharbeiten zur berühmtesten Szene von Goldrausch, in der Chaplin und Mack Swain einen Schuh und Schnürsenkel aus Lakritze essen, nahmen drei Tage in Anspruch. Für die Außenaufnahmen reiste das Filmteam Mitte April in das hochgelegene Truckee am Lade Idaho in der Sierra Nevada. Für die Pass-Szene wurde ein 700 Meter langer Weg durch den Schnee geschnitten, der auf einer Höhe von 3.000 Metern um weitere 300 Meter zum Mount Lincoln anstieg. Für die spektakuläre Eröffnungsszene wurden nicht nur eine Stadt und der Pass gebaut, sondern auch 600 Statisten mit dem Zug aus Sacramento herbeigefahren. Es handelte sich zumeist um arme Hobos und Vagabunden, die Chaplin als einen der ihren verehrten – obwohl er natürlich längst ein reicher Mann war. (Quelle: www.cosmopolis.ch)

1) Der Link führt zu Wikipedia
 
Die Geschichte:
Charlie und der dicke Jim suchen nach Gold. Nach einem heftigen Streit einigen sich die drei Männer auf eine Wohngemeinschaft in der Hütte von Gesetzesbrecher Black Larson. Doch dann beginnt der große Schneesturm und die Versorgungslage wird äußerst schwierig. Hunger zieht ein in die Hütte. Per Losentscheid wird Larson auserwählt, Hilfe zu holen. Währenddessen werden in der Hütte – mangels anderer Nahrung – Schuhe gekocht, und der dicke Jim sieht Charlie als Brathühnchen an. Charlie entkommt und erlegt einen Bären. Im Saloon angekommen, verliebt er sich in die Tänzerin Georgia Puis und lädt die Dame zum Essen ein. Doch wie so oft bei Damen: Georgia lässt Charlie allein mit seinen Brötchen sitzen. Das Gabelballett entschädigt den Wartenden. In der Zwischenzeit hat der dicke Jim Gold gefunden, aber leider sein Gedächtnis verloren. Ein Sturm – und die Hütte ist am Rande des Abgrundes. Doch wie immer bei guten Filmen: Liebe und Geld kommen doch noch zu ihrem Recht.
 
Nachdem Chaplin noch 1937 "Moderne Zeiten" als Stummfilm abgeliefert hatte, öffnete er sich erst 1940 mit "Der große Diktator" spät dem Tonfilm.
 
Moderne Zeiten / Modern Times:
Ein heimatloser Tramp will am Fließband der großen Fabrik Geld verdienen. Bei der Akkordarbeit versagen ihm die Nerven, er wird in eine Heilanstalt eingeliefert. Er lernt Gamine, eine Landstreicherin, kennen. Gemeinsam wollen sie der absurden Arbeitswelt den Rücken kehren.
Ein Film, den man in Amerika gar nicht mochte: Chaplins Satire auf Unternehmertum, Technik und die Jagd nach Glück. Dem grandiosen Komiker gelang hier eine doppelte Satire: Eine auf die (damals) moderne Maschinen-Arbeitswelt; eine zweite auf den Tonfilm. Er selbst spricht kein Wort und singt nur ein, im Ton verzerrtes, Lied in schrecklichem Kauderwelsch. Und auch alle anderen Stimmen sind verfremdet.
 
Quelle: www.prisma-online.de
Siehe auch wikipedia.org, www.filmzentrale.com
Der große Diktator / The Great Dictator:
Adenoid Hynkel herrscht in Tomanien, einer Mischung aus Operetten- und Polizeistaat mit jüdischen Ghettos, und plant den Einmarsch ins Nachbarland Austerlich. Dagegen formiert sich in Gestalt des altgedienten Offiziers Schultz heimlicher Widerstand. Schultz sucht gerade im jüdischen Ghetto Unterstützung für seine Attentatspläne. Der kleine Barbier, der dem Diktator zum Verwechseln ähnlich sieht, soll dabei eine entscheidende Rolle spielen…
  
Charlie Chaplin in der Rolle des Diktators Hynkel und des jüdischen Barbiers, der zufällig ein Doppelgänger des Despoten ist und in die Rolle des Machtbesessenen schlüpft. Als Regent gibt der Barbier einen enthusiastischen Appell für Menschlichkeit, Frieden und Gerechtigkeit zum Besten. Ein geniales Meisterwerk der Satire, nicht nur wegen der vortrefflichen Karikierung Hitlers. Seinerzeit liefen die Konservativen ganz Amerikas gegen die Produktion des Films Sturm, denn sie hielten Hitler für einen großen Politiker. Als dann tatsächlich der Krieg ausbrach, dauerte den gleichen Leuten die Nachproduktion zu lange.

Quelle:
www.prisma-online.de
Siehe auch www.dieterwunderlich.de, wikipedia.org
     
Die Jahre nach dem Krieg waren gekennzeichnet von der Gespensterjagd des Senators McCarthy auf "unamerikanische Umtriebe", und Charlie Chaplin war ein entschieden zu liberaler Mann, zumal was sein Ehe- und Sexualleben anbelangte. Seine Hochzeit mit Paulette Goddard, die er 1933 als 44-Jähriger geheiratet hatte (sie war 19) hielt er drei Jahre lang geheim. Es war dies schon seine dritte Ehe.
Seine erste Frau hieß Mildred Harris. Als er sie 1918 heiratete, war sie 16. Auch Lolita MacMurray war noch eine "sweet sixteen", als Charlie sie 1924 heiratete.
Nach der Scheidung von Paulette Goddard, 1942, wurde Chaplin in verschiedene hässliche Prozesse verwickelt, die er zumindest vor dem Gesetz schadlos überstand, mit Ausnahme eines Vaterschaftsprozesses, den Joan Barry gegen ihn angestrengt hatte.

Die Erlösung für sein unstetes Privatleben kam durch Frau Nr. 4, Oona, eine Tochter des großartigen amerikanischen Dramatiker Eugene O'Neill. Nachdem die McCarthyisten ihn wegen vermeintlicher kommunistischer Verbindungen (unterschwellig aber auch wegen seines "unmoralischen Lebenswandels") aus Amerika ausgewiesen hatten, ließ er sich mit Oona und Familie am Genfer See nieder. Zur Zeit der Hochzeit war Chaplin 54, Oana 18. Das bekannteste ihrer acht Kinder sollte Geraldine werden, die ihrer Mutter sehr ähnlich sieht und über Jahre mit führenden Regisseuren in großen Filmen arbeitete.
Auch wenn Chaplins Alterswerk zumindest an den Kinokassen keine Erdbeben mehr hervorrief, bleibt George Bernd Shaws Feststellung auch 20 Jahre nach seinem Tod, im Jahre 1977, gültig: "Er ist das einzige Genie, das der Film bisher hervorgebracht hat."

     
Weitere Filme von und mit Charlie Chaplin (Auszug):
Der Champion (The Champion, 1915) Der Abenteurer (The Adventurer, 1917)
Gewehr über (Shoulder Arms, 1917)
Der Film erzählt mit bitterem Humor die tragische Geschichte von Tommy (Charlie Chaplin), der sich mit einer etwas extravaganten Ausrüstung durchschlägt. So hat er neben seinem Gewehr auch Kaffeekanne und Mausefalle bei sich, um den Schrecken des Krieges zu trotzen.
Der Einwanderer (The Immigrant, 1917) Ein Hundeleben (A Dog's Life, 1918)
Der Vagabund und das Kind (The Kid, 1920)
Eine arme ledige Mutter legt ihr Baby in das Auto einer reichen Familie, um es gut versorgt zu wissen. Als sie es kurz danach bereut und zurückholen will, wird das Auto von Ganoven geklaut. Das Baby wird von Ihnen einfach ausgesetzt, wo schließlich Charlie drüber stolpert und sich seiner annimmt, weil sich niemand anders findet. Als der Kleine 5 Jahre alt ist, tritt plötzlich der Staat in Erscheinung und will den Kleinen in ein Waisenhaus stecken, damit er eine ordentliche Erziehung bekommt. Letztendlich wird aber alles gut, als die Mutter des Babys – inzwischen ein gefeierter und reicher Star – ihren Jungen wiedererkennt und zurückbekommt.

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Gehetzte Unschuld (The Pilgrim, 1923) Die Nächte einer schönen Frau (A Woman of Paris, 1923)
Der Zirkus (The Circus, 1925)
Den ewigen Tramp Charlie Chaplin verschlägt es in einen Zirkus, wo er als Clown auftritt. Seine große Liebe zur Kunstreiterin trübt allerdings bald seine Clownerien, denn die zieht eindeutig den Hochseilartisten vor. Da muss sich Charlie schon was einfallen lassen, um die Liebe der Schönen zu gewinnen…

Ausgerechnet für diesen von Tragik umflorten (zumindest aber sehr poetischen) Stummfilm bekam Charlie einen seiner nur zwei Oscars – einen Sonder-Oscar für "Genie und Vielseitigkeit". Den zweiten bekam er Jahrzehnte später für sein Lebenswerk.

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Lichter der Großstadt (City Lights, 1931)
Chaplin als romantischer Vagabund, der sich in ein blindes Blumenmädchen verliebt. Die Angebetete hält ihn für wohlhabend, denn der mittellose Tramp kommt durch einen Millionär zufällig an Geld für die Augenoperation des Mädchens. So gehen der Glücklichen die Augen später gleich in mehrfacher Hinsicht auf…
  
"Ich geben den 'talkies' drei Jahre, höchstens", wetterte Stummfilm-König Chaplin gegen den aufkommenden Tonfilm. Obwohl er sich der neuen Technik längst hätte bedienen können, zog das Multitalent Chaplin in seinem angestammten Metier noch einmal alle Register seiner Komik. Dafür setzte der Schauspieler, Regisseur und Produzent erstmals auch selbstgeschriebene Musik ein. Die Saxophon-Einlagen zu Filmbeginn während einer Denkmal-Enthüllung karikieren die Rede eines Würdenträgers durch das bewusst krächzende Instrument. Eine Karikatur des Tonfilms insgesamt und ein Zeichen der Antipathie Chaplins. Trotz vieler Straßenszenen ist "Lichter der Großstadt" fast ausschließlich im Studio gedreht, ein weiteres Bekenntnis Chaplins zu der Kunstform, mit der er Berühmtheit erlangte. Er konnte nicht wissen, dass der Tonfilm nur eine Hürde war, die der kleine große Mann ebenfalls meisterlich nahm.

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Monsieur Verdoux – Der Frauenmörder von Paris (Monsieur Verdoux, 1947)
Der nicht mehr ganz junge Bankkassierer Henri Verdoux verliert während der Weltwirtschaftskrise seine Anstellung. Um seine kranke Frau und seinen Sohn ernähren zu können, verlegt sich Verdoux daraufhin auf eine ganz besondere Profession: Er umgarnt reiche ältere Damen, die er nach der Hochzeit ermordet und beerbt. Der charmante Blaubart hat jedoch nicht immer Glück, denn eine seiner "Gattinnen", die elegante Annabella, macht ihm echte Schwierigkeiten: immer wieder verhindern dumme Zufälle ihren Tod…
  
Mit dieser makabren Komödie, die seinerzeit völlig verkannt wurde, verscherzte sich Chaplin – durch private Affären und seinen missliebigen politischen Überzeugungen ohnehin in der Popularitätskurve gesunken – viele Sympathien. Die Idee zu der dunklen Komödie stammte von Orson Welles, der Chaplin auf die wahre Geschichte des zehnfachen Frauenmörder Henri Landru aufmerksam machte. Daraus schuf Humanist Chaplin eine zynische Sozialstudie, mit der er seiner Welt einen erbarmungslosen Zerrspiegel vorhielt. Der Streifen entwickelte sich nach seiner Uraufführung 1947 zum Skandal und einem gewaltigen Flop. In manchen US-Bundesstaaten wurde der Film gar verboten.

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Rampenlicht (Limelight. 1952)
Calvero, ein gealterter Clown, den keiner mehr sehen will, lebt als Alkoholiker in einer Londoner Pension. Dort verhindert er eines Tages den Selbstmord der jungen Tänzerin Terry, die nicht mehr gehen kann. Er hilft ihr, gesund zu werden und wieder zu tanzen. Terry wird ein Star. Zwischen ihr und Calvero entspinnt sich eine Liebesgeschichte, doch er hält ihre Zuneigung für bloßes Mitleid und verlässt sie. Terry organisiert für ihn eine Benefizgala, bei der der alte Clown ein großes Comeback hat. Die beiden finden wieder zusammen; doch Calvero stirbt nach seinem Auftritt an Herzversagen.
 

"Rampenlicht", Chaplins letzter in den USA gedrehter Film, trägt viele Züge einer autobiographischen Reflexion des Regisseurs über die Figur des Tramp, die er selbst lange Jahre gespielt hat: Calvero ist mit vielen Attributen des Vagabunden ausgestattet und wird auf seinen alten Plakaten als "Comedian Tramp" angekündigt. Chaplin setzt sich hier mit der Figur des Komikers an sich auseinander, der irgendwann an seine altersbedingten Grenzen stößt. Calvero wird alt und skeptisch und legt sich eine gewisse Würde zu, und damit verliert er jede Vertrautheit mit dem Publikum.'
 
Chaplin ging davon aus, dass dieser Film sein letzter, zugleich aber auch sein größter werden würde. Deshalb bezeichnete er ihn selbst gerne als "künstlerisches Testament". Das wird auch an der Verteilung der Rollen sichtbar: er ließ alle seine sechs Kinder mitspielen und verteilte die anderen Rollen fast ausschließlich an alte Freunde. Bemerkenswert ist der Auftritt Buster Keatons, der, obwohl er Altersgenosse Chaplins ist, bis dahin noch nie mit Chaplin gemeinsam aufgetreten war. Hier begleitet er Calvero bei dessen Comeback als komischer Pianist in der "musikalischen Parodie". Die Musik, die Chaplin wieder einmal selbst komponierte, wurde mit einem Oscar gekürt

Quelle: www.prisma-online.de
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Ein König in New York (A King in New York, 1957)
Der europäische Monarch König Shadov, der durch eine von seinen Ministern angestiftete Revolution entmachtet wurde, emigriert nach New York. Hier erwartet er Freiheit, Glanz und Gloria. Doch um sich finanziell über Wasser zu halten, tritt er trotz innerer Abneigung im amerikanischen Werbefernsehen auf, dessen Publikum ganz versessen auf einen königlichen TV-Star ist. Bei dem Prestigebesuch einer Schule schließt er Freundschaft mit dem sensiblen Zehnjährigen Rupert, dessen Eltern als Kommunisten inhaftiert worden sind. Als der Knabe in den Räumen des Königs gefunden wird, scheint der Skandal perfekt. Shadov wird vor ein Komitee geladen…
  
Der von Senator McCarthy selbst aus den USA ausgewiesene Charles Chaplin nimmt mit diesem herb- ironischen Film Bezug auf die Verhältnisse im modernen Amerika. Zum einen greift der Film persönliche Erfahrungen Chaplins auf (ihm wurden z.B., genau wie Shadov, von der Polizei in entwürdigender Weise Fingerabdrücke abgenommen, während die Presse ihn dabei fotografierte), zum anderen setzt er sich darin allgemein mit der amerikanischen Kultur und dem Lebensstil auseinander. Der Film, der angeblich in seiner ursprünglichen Fassung noch wesentlich schärfer war, wurde erst 1976 in den USA uraufgeführt.

Quelle: www.prisma-online.de
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Die Gräfin von Hongkong (A Countess from Hong Kong, 1967)
Regie: Charles Chaplin, Buch: Charles Chaplin 
Darsteller Marlon Brando, Sophia Loren, Sydney Chaplin und andere
Musik: Charles Chaplin

Die exilrussische Gräfin Natascha (Sophia Loren) möchte ihr jetziges Leben als Edel-Prostituierte aufgeben. Nachdem sie eine Nacht mit dem reichen amerikanischen Jungdiplomaten Ogden (Marlon Brando) verbracht hat, schleicht sie sich als blinde Passagierin in seine Schiffskabine und sorgt für viel Aufruhr. Ogden verliebt sich in sie, doch er hat eine Frau, die in Hawaii auf ihn wartet, und eine Scheidung würde seine Karriere ruinieren…

Siehe auch www.prisma-online.de, wikipedia.org

Zum 25. Todestag des legendären Komikers sollte der ehemalige Schweizer Landsitz von Charlie Chaplin am Genfer See zu einem Museum umgewandelt werden. Diese Pläne sind inzwischen in Frage gestellt. Zwischen der entsprechenden Stiftung und der Gemeinde Corsier-sur-Vevey gab es bisher noch keine Einigung über eine Garantieleistung für das Projekt. Die Stiftung "Charlie-Chaplin-Museum" will nach wie vor den Landsitz Manoir de Ban im März 2003 erwerben, drei Monate später als ursprünglich vorgesehen. Bis dahin sollten auch die Studien über das Projekt fertig vorliegen, besonders die über die zu erwartende jährliche Besucherzahl. Vorgesehen sind unter anderem Kinosäle, eine Freilichtbühne und ein Zirkuszelt; geplant sind auch Festivals, die der Pantomime und dem Kino gewidmet sein sollen. Geht es nach der Stiftung, sollen sich im Frühjahr 2005 die Tore des "Espace Musée Charlie Chaplin" für das Publikum öffnen.
 
Textpassagen des Kurzportraits von www.prisma-online.de
Siehe auch wikipedia.org, www.dhm.de, www.cosmopolis.ch, www.dieterwunderlich.de, www.whoswho.de
Filmografie bei der german.imdb.com
Fotos bei www.flocom-world.com, silentgents.com

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