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Carola Höhn wurde am 30. Januar 1910 als Tochter eines
schwäbischen Kaufmanns in Geestemünde (heute Stadtteil von Bremerhaven) geboren. Nach dem Besuch des Lyzeums arbeitete sie zunächst in einer
Konfektionsfirma, nahm dann aber in Berlin Schauspiel- und Gesangsunterricht
bei Julia Serda1)
(1875 1965) und Hans Junkermann1)
(1872 1943), weil sie schon früh den Wunsch gehabt hatte,
Schauspielerin zu werden; zur Spielzeit 1933/1934 erhielt sie ihr erstes Engagement am
Berliner "Schlosspark-Theater". Auf der Leinwand war Carola Höhn erstmals 1928 in dem stummen Streifen "Don Juan in der Mädchenschule", nach einigen weiteren Stummfilmen wie "Aus dem Tagebuch eines Junggesellen" (1929) mit Reinhold Schünzel , gelang ihr 1934 der Durchbruch als Filmschauspielerin mit Hans Deppes Komödie "Ferien vom Ich". Danach stand Carola Höhn in den 1930er Jahren bis 1945 regelmäßig vor der Kamera und avancierte zu den ganz großen Ufa-Stars, blieb dem Theater jedoch immer treu. Für die Ufa drehte sie unter anderem die heitere Geschichte "Königswalzer"2) (1935), wo sie neben Willi Forst die Kaiserin Sissi mimte. Ein Jahr später war sie mit Marika Rökk und Johannes Heesters in Georg Jacobys Operettenverfilmung "Der Bettelstudent"1) (1936) als die verarmte Gräfin Nowalska zu sehen. In dem Melodram "Zu neuen Ufern"1) (1937) zeigte sie sich mit Zarah Leander und Willy Birgel und in der italienischen Produktion "Mutter" (1940, Mamma) mit dem legendären Tenor Benjamino Gigli. Mit ihrem intelligenten Spiel verkörperte Carola Höhn meist moderne, selbständige Frauen und die Titel ihrer Filme wie " Abenteuer im Grand Hotel" (1942) oder " Leichtes Blut" (1943) verweisen auf ihr bevorzugtes Rollenfach der nicht immer unkompliziert Liebenden. Dennoch blieb die elegante Komödie stets ihr bevorzugtes Genre, ob auf der Leinwand, auf der Bühne oder später auf dem Bildschirm. Auch in heiteren Musikfilmen, Heimatfilmen und Nachkriegskomödien lieh sie aufrechten und patenten, schlagfertigen Frauen Gesicht und Stimme.3) Nach Kriegsende gab Carola Höhn Theatergastspiele in Berlin, Wien, München, Bremen und
Hannover und spielte mit so berühmten Kollegen wie Heinz Rühmann
("Der Mustergatte"), Johannes Heesters ("Meine Schwester und ich")
oder Hans Moser ("Der Herr Kanzleirat"); im Berliner "Theater des Westens" war sie noch Mitte der
1990er Jahre
als Mutter von Henry Higgins in dem Musical "My Fair Lady" auf der Bühne zu bewundern.
Daneben war Carola Höhn für den Film als Synchronsprecherin tätig und lieh so
berühmten Stars wie Katharine Hepburn, Barbara Stanwyck, Danielle Darrieux oder Maureen O'Hara
ihre Stimme. Neben ihrer umfangreichen Arbeit für Theater, Film und Fernsehen führte Carola Höhn einige Jahre lang erfolgreich eine Modeboutique, war ab 1958 vorübergehend als Journalistin für die Zeitschrift "Film und Frau" tätig. Die bis zuletzt aktive und rüstige Ufa-Legende erhielt zahlreiche Auszeichnungen; so unter anderem 1988 den "Bayerischen Filmpreis" für ihre Rolle der Gräfin Dohna in "Schloss Königswald" und 1990 das "Filmband in Gold" für "für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film; außerdem war sie seit 1999 Trägerin des "Bundesverdienstkreuzes am Bande". Carola Höhn, die zweimal verheiratet war, lebte bis fast zuletzt in ihrer Wohnung im Münchner Villenvorort Grünwald; getreu ihrer Devise "Höre nie auf anzufangen, fange nie an aufzuhören " feierte sie Ende Januar 2005 im kleinen Kreis ihren 95. Geburtstag; "Ich bin kein Typ, der hinterm Ofen sitzt und Däumchen dreht", sagte sie einmal in einem Interview. Ihren letzten öffentlichen Auftritt hatte Schauspielerin im Sommer bei einem Empfang auf dem Münchner Filmfest, wenige Monate später starb Carola Höhn am 8. November 2005 Alter von 95 Jahren in einem Altenheim in Grünwald bei München. Ihre letzte Ruhestätte fand sie auf dem dortigen Waldfriedhof.
Das Fernsehen zeigte 2000 eine Dokumentation mit dem Titel ihres Lebensmottos "Höre nie auf anzufangen Der Ufa-Star Carola Höhn", Ende Januar 2004 waren die Erinnerungen von Carola Höhn als Buchform erschienen, ebenfalls unter dem Titel "Fange nie an aufzuhören ". Aus der ersten, im September 1941 geschlossenen Ehe des Filmstars mit dem Luftwaffenmajor Arved Crüger6) stammt Sohn Michael, der im Juni 1942 das Licht der Welt erblickte. Da war Carola Höhn bereits Witwe, ihr Mann Arved Crüger war am 22. März 1942 bei einem Einsatz über der Insel Malta im Mittelmeer ums Leben gekommen. 1966 heiratete Carola Höhn Gerd Lange; dieser verstarb 1991. |
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Link: 1) Wikipedia (deutsch), 2) Murnau Stiftung, 4) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 5) filmportal.de, 6) Wikipedia (englisch) Quelle: 3) "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzelmeier/Berndt Schulz (Ausgabe 2000, S. 161) |
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Siehe auch Wikipedia,
www.prisma-online.de,
www.cyranos.ch
Fotos bei www.virtual-history.com |
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