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1935 erhielt der Schauspieler eine erste kleine Aufgabe in dem Streifen "Fasching in Wien", im gleichen Jahr mimte er den Hans von Gerstikow in Henry Kosters "Katharina, die Letzte". Es folgten Haupt- und prägnante Nebenrollen in Filmen wie "Konfetti"2) (1936), "Hannerl und ihre Liebhaber" (1936), "Lumpacivagabundus"2) (1936), "Menschen vom Varieté"2) (1939) oder "Der Postmeister"2) (1940), wo Holt an der Seite von Heinrich George den Fähnrich Mitja spielte. In "Unsterblicher Walzer" (1939) gab er den Bruder des Walzerkönigs, Josef Strauß, 1940 sah man ihn als Adam in "Rosen in Tirol", der stark veränderten Operetten-Adaption von Carl Zellers "Der Vogelhändler". Weitere Kinoproduktionen mit Hans Holt in jenen Jahren waren beispielsweise die Komödie "Wir bitten zum Tanz"2) (1941), 1942 verkörperte er den Wolfgang Amadeus Mozart in Karl Hartls "Wen die Götter lieben" an der Seite von Irene von Meyendorff und Winnie Markus, in Ernst Marischkas "Schrammeln"2) (1944) war Marte Harell seine Partnerin. Bis Kriegsende spielte Hans Holt in rund 50 Filmen mit, gab meist "fesche", eher gutherzige junge Männer vor allem an der Seite der österreichischen Stars Paula Wessely, Attila und Paul Hörbiger sowie Hans Moser.
Hans Holt konzentrierte sich ab den 1970er Jahren vermehrt auf seine Arbeit beim Theater, übernahm auch gelegentlich Aufgaben für das Fernsehen. So erlebte man ihn beispielsweise 1972 dreizehn Folgen lang an der Seite von Marika Rökk als Patriarch Franz Schöngruber in der Familienserie "Die Schöngrubers", den Bischof von Bamberg mimte er in Wolfgang Liebeneiners "Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand" (1979). In nachhaltiger Erinnerung bleibt Holt auch als liebenswürdigen Wiener Onkel Rudolf in Peter Wecks populären TV-Serie "Ich heirate eine Familie"2) (1983). Zu seinen letzten Fernsehproduktionen zählt die Rolle des "Franz" in der Serie "Der Leihopa" (1988) sowie sein Auftritt in Tom Toelles "Der Bierkönig" (1988) und in der TV-Serie "Oppen und Ehrlich" (1992) . Hans Holt, der 1987 für sein "langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film" mit dem "Filmband in Gold" ausgezeichnet worden war, starb am 5. August 2001 mit 91 Jahren nach längerer Krankheit in Baden-Baden. Seine eindrucksvollen Leistungen auf der Bühne waren 1964 mit der "Kainz-Medaille" für die Rolle des "George" in "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" sowie 1989 mit dem "Raimund-Ring" gewürdigt worden. Der Schauspieler war seit 1936 mit dem ehemaligen Scriptgirl Renate Bremer verheiratet; die einzige Tochter aus dieser Verbindung verstarb 1945 im Alter von zwei Jahren. "In vielen Filmen hat Holt seine Tendenz zur Unaufdringlichkeit, fast zum Verschwinden. Einer, der eben gern beiseite tritt, die anderen vorbei ziehen lässt. Er zeigte eine Fähigkeit zum Understatement, die natürlich nicht selten ist im Wiener Milieu. Aber unter einem guten Regisseur konnte er sogar etwas richtig Cooles, fast Amerikanisch-Professionelles schaffen und in besonderen Fällen etwas Boshaftes, fast Subversives" so die "Süddeutsche Zeitung" anlässlich des Todes von Hans Holt (SZ, 6.8.2001). Er war und ist der typische 'Josefstädter' und verkörpert die besondere, ebenso vornehme, verhaltene wie eigenwillige Atmosphäre dieses Hauses, wo auch die größten Ausbrüche von Zorn, Verzweiflung oder Heiterkeit stets etwas gedämpfter klingen als anderswo" (Munzinger). Auf der Bühne war er der ideale Interpret der seelisch labilen und schwierigen Helden von Arthur Schnitzler, Luigi Pirandello, Hugo von Hofmannsthal oder Franz Molnar, noch im hohen Alter bezauberte er als rührender Vater in Schnitzlers "Liebelei". Seine Abschiedsvorstellung aber gab er 1993 in dem Singspiel "Das weiße Rößl" an der Wiener Volksoper. "Auf der Bühne entwickelte er auch den eigenen gedämpften und leicht näselnden Kammerspielton, zu dem sich eine Haltung einstellte, die Holt das Attribut des 'Liebenswürdigen' verlieh" (FAZ). Dieser Ton machte ihn auch auf der Leinwand unverwechselbar.3) In der Welt der österreichischen Alltags-, Musik- und Künstlermilieus war der unauffällige, musikalische Liebhaber-Darsteller zuhause. Er "pflückte Rosen in Tirol" (1940), tanzte den "Unsterblichen Walzer" und machte in der Nachkriegszeit die "Ferien vom Ich" (1963) mit. Negativ-Rollen spielte er aufgrund seiner sympathisch-liebenswürdigen Art nur selten. In der zweiten Karrierehälfte gelangen ihm sensible Charakterstudien von angekränkelten und auch lebensfrohen, erfahrenen Herren.4) |
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Quellen: 1) Vertriebsstelle und Verlag Deutscher Bühnenschriftsteller und Bühnenkomponisten GmbH) 3) www.br-online.de (die Seite ist nicht mehr aufrufbar) 4) Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzelmeier/Berndt Schulz Link: 2) Wikipedia |
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Siehe auch Wikipedia,
www.cyranos.ch Viele Fotos gibt es bei film.virtual-history.com |
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