Thekla Carola Wied 01; Copyright Virginia Shue Thekla Carola Wied wurde am 5. Februar 1944 als Thekla Wiedmann und Tochter eines Lehrers in Breslau geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Berlin. Nach Schule und Abitur ließ sie sich an der renommierten Essener "Folkwangschule"1) zur Schauspielerin ausbilden, anschließend folgten Engagements unter anderem an den Theatern in Essen, Braunschweig, Saarbrücken, Wiesbaden und Bochum; daneben arbeitete sie am Anfang ihrer schauspielerischen Laufbahn auch für den Hörfunk und trat mit literarischen Programmen auf.
Zum Film kam Thekla Carola Wied Ende der 1960er Jahre, gab ihr Leinwanddebüt mit der Hauptrolle der Hanna in "Spur eines Mädchens" (1967) und erhielt für ihre Leistung den "Deutschen Filmpreis in Gold". Von da an ging es mit ihrer Karriere als Filmschauspielerin steil aufwärts, allerdings nicht mehr für das Kino, sondern auf dem Fernsehbildschirm. Im Verlaufe der Jahre avancierte sie mit unterschiedlichsten Frauenfiguren zu einer der populärsten TV-Darstellerinnen.
Neben Auftritten in so beliebten Krimi-Reihen wie "Der Alte", "Der Anwalt" oder "Derrick" wurde sie ab 1982 mit der Rolle der Angelika Schumann in dem Quotenrenner "Ich heirate eine Familie"1) selbst zum Serien-Star: An der Seite Peter Wecks als Werbegrafiker Werner Schumann, der sich in eine geschiedene Mutter von drei Kindern verliebt, konnten die Zuschauer 14 Folgen lang die turbulenten Geschichten rund um die ungewöhnliche Fernsehfamilie miterleben. Danach folgten Serien wie "Der Elegante Hund" oder "Rivalen der Rennbahn" und ab 1990 die Titelrolle in "Wie gut, dass es Maria gibt"1). Auch mit dieser ganz anders gearteten Figur der "munteren" Nonne Maria spielte sich Thekla Carola Wied in die Herzen ihres Publikums.
 
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg)
zur Verfügung gestellt. Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
1993 sah man sie als Vera Färber neben Heinz Hoenig in dem zweiteiligen, authentischen Politdrama "Ich klage an" und ihre eindringliche Darstellung der Mutter, deren Kind in der DDR während eines Urlaubs plötzlich verschwindet, wurde mit dem "Bayerischen Fernsehpreis" ausgezeichnet. Ab dem gleichen Jahr agierte Thekla Carola Wied erneut mit einer Serienfigur in "Auf eigene Gefahr" auf dem Bildschirm: Als Klatschkolumnistin Anna Marx ging sie fast 40 Folgen lang "auf eigene Gefahr" brisanten Geschichten nach und wurde in so manches gefährliche Abenteuer verwickelt.
1995 erlebte man sie mit der Rolle der ehrgeizigen Galeristin Nina Gössel, die in Bodo Fürneisens "Eine Frau will nach oben" in die Politik gehen will und über die fiesen Intrigen der männlichen Konkurrenz stolpert, 1997 als Staatsanwältin Dorothee Rathenau, die in Frank Guthkes Psychokrimi "Der Weihnachtsmörder" einen Serienkiller überführen will, sowie als strenge Äbtissin Michela neben Mario Adorf in dem italienischen Thriller "Mord im Kloster"2) unter der Regie von José Maria Sanchez.

Foto: Thekla Carola Wied in "Auf eigene Gefahr"
u.a. mit Walter Kreye3) (rechts) als Hauptkommissars Erwin Peters
mit freundlicher Genehmigung von www.ziegler-film.com
© Ziegler Film GmbH & Co. KG

Thekla Carola Wied in "Auf eigene Gefahr"; Copyright Ziegler Film
  
In der rabenschwarze Kriminalkomödie "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann"2), nach dem Bestseller von Gaby Hauptmann, begeisterte sie 1999 als männermordende Witwe Ursula Winkler, deren neue Männerbekanntschaften bei seltsamen Unfällen aus dem Leben scheiden. In der turbulenten Komödie "Liebe, Tod und viele Kalorien"2) mimte sie 2000 die Hausfrau Paula Markmann im Rahmen der losen Reihe "Lauter tolle Frauen", ein Jahr später die "Traumfrau mit Verspätung" Katharina Lenz, die nach 30 Ehejahren ihre Familie verlässt und noch einmal von vorne anfängt.
In dem Verwirrspiel "Liebe ist die halbe Miete"2)  glänzte Thekla Carola Wied ebenfalls 2001 mit der Rolle der Franziska Naumann, die sich mit Dr. Gottfried Naumann alias Götz George eine Leipziger Altbauwohnung teilt, sowie 2002 als Carola Martin, die in Bodo Fürneisens "Zwei Seiten der Liebe"2) nach dem tragischen Unfalltod ihres Mannes merkt, dass sie jahrelang mit einer Lüge gelebt hat.
 
Szenenfoto aus "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann"; Copyright Ziegler Film
Szenenfoto aus "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann"
mit Rolf Becker3)
Szenenfoto aus "Liebe, Tod und viele Kalorien"; Copyright Ziegler Film
Szenenfoto aus "Liebe, Tod und viele Kalorien"
mit Horst Janson3)
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Eine ebenso komplexe, moderne Frauenfigur spielte sie dann 2002 als Maria Bergmann an der Seite Walter Kreyes in Bernd Böhlichs "Das Glück ihres Lebens"2), dem bewegenden Melodram um eine Frau, die auf eine glückliche Zukunft hofft und erkennen muss, dass ihr Lebensglück auf einer Lüge beruht. Zu den jüngeren Fernsehproduktionen der Schauspielerin zählt 2003 die Rolle der Herta Mannschatz und Ehefrau von Alfred Mannschatz alias Peter Sodann, der in dem dokumentarischen Drama "Tage des Sturms"1) in Bitterfeld die Stunden vor dem 17. Juni 1953 erlebt, sowie die geschiedene Partnervermittlerin Dorothee Wahlberg, die in der Liebeskomödie "Mann gesucht, Liebe gefunden"2) mit dem zynischen Frauenhasser und Beziehungsbuchautor Wieland Busch alias Günther Maria Halmer so manchen "Strauß" bis zum Happy End ausfechtet.
  
Anlässlich des 60. Geburtstages der beliebten Schauspielerin strahlte die ARD am 6. Februar 2004 das Familiendrama "Die Versuchung"2) aus, in dem Thekla Carola Wied einmal mehr ihre darstellerische Vielseitigkeit beweisen konnte. An der Seite Walter Kreyes als ihrem Filmehemann spielte sie die Rolle der Karin Brendel, deren geordnetes Leben völlig aus der Bahn gerät, als Sohn Matthias verdächtigt wird, die von ihm angehimmelte Maren schwer verletzt zu haben. Eine schöne Rolle war auch die der verwitweten Juliane Willbrand, die nach dem Tod ihres Mannes eine neue Aufgabe sucht und sich als Gefängnisbibliothekarin in Bernd Böhlichs Melodram "Liebe auf Bewährung" (2004; → tittelbach.tv) in den künstlerisch begabten Häftling Albert Tieck (Helmut Griem) verliebt.

Szenenfoto aus "Die Versuchung"; Copyright Ziegler Film
Szenenfoto aus "Die Versuchung"
mit Walter Kreye3)
Szenenfoto aus "Liebe auf Bewährung"; Copyright Ziegler Film
Szenenfoto aus "Liebe auf Bewährung"
mit Helmut Griem3)
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Im März 2005 konnte man sie dann in dem ergreifenden Liebesdrama "Meine große Liebe"2) zusammen mit Peter Bongartz und Michael Mendl sehen: Hier war sie die Designerin Vera, die nach 25 Ehejahren ihre ehemalige Jugendliebe Werner (Peter Bongartz) wiedertrifft und sich nun zwischen ihm und ihrem Mann Andreas (Michael Mendl) entscheiden muss. Wenige Wochen später mimte sie erneut eine "Frau in den besten Jahren", die nach 25 Jahren Ehe ihre Beziehung in Frage stellt: In der Beziehungskomödie "Sommer mit Hausfreund"2) agiert sie als Cellolehrerin Elisa, die mit dem Archäologen Ludwig Gehlen (Friedrich von Thun) verheiratet ist, für den der Beruf seit Jahren Vorrang hat. Als er die lang geplante Urlaubsreise wegen eines verführerischen beruflichen Angebots platzen lässt, denkt Elisa über den Wert ihrer Ehe nach. Als dann noch der italienische Dozent und Konkurrent ihres Mannes Carlo Dalcura (Jürg Löw) auf den Plan tritt, stürzt sich Elisa in eine Liebesaffäre mit dem attraktiven Wissenschaftler und bricht sie aus dem Ehe-Alltag aus…

Anfang September 2006 strahlte die ARD das Fernsehspiel "Die Liebe kommt selten allein"2) aus, in dem Thekla Carola Wied mal mit einer ganz anders gearteten Rolle glänzte. Unter der Regie von Jan Ruzicka spielte sie in dieser Komödie mit leisen, tragisch-verhaltenen Untertönen diesmal nicht eine nette, starke und ehrgeizige Frau, die im Mittelpunkt der Männerwelt steht. Sensibel und einfühlsam agierte sie hier vielmehr als zynische, ganz auf sich selbst bezogene attraktive Witwe Eva Beckstedt, die ihre Mitmenschen mit ihren ruppigen Äußerungen vor den Kopf stößt. Dann aber lernt sie in dem charmanten Polizeikommissar Rixen (Peter Sattmann) und dem bodenständigen Malermeister Harry Stockert (Florian Martens) zwei Männer kennen, die spüren, dass sich hinter Evas unnahbarer Attitüde ein sensibler Mensch versteckt. Außerdem erklärt sich Eva in einem schwachen Moment bereit, sich um den 16-jährigen Nachbarssohn Dennis (Tobias Retzlaff) zu kümmern, solange dessen Mutter im Krankenhaus liegt. Und auch wenn Eva es sich zunächst nicht eingestehen will, bringen diese drei höchst unterschiedlichen Herren sie dazu, ihre Einstellung zum Leben grundsätzlich zu hinterfragen …4)  
Nur kurze Zeit später war Thekla Carola Wied in dem packenden Melodram "Meine Tochter, mein Leben"2) erneut auf dem Bildschirm präsent. Unter der Regie von Bodo Fürneisen zeigte sie sich nun als die alleinerziehende Mutter und erfolgreiche Marketing-Chefin Ruth Lorentz, die ihr Leben ganz auf ihre inzwischen erwachsene Tochter Lea (Chiara Schoras) ausgerichtet hat. Als die Ärzte bei dieser Multiple Sklerose diagnostizieren, beginnt bei Ruth ein schmerzhafter Prozess der Abnabelung. Neben der Thematisierung einer schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung enthält das Stück auch Krimi-Elemente, da Ruth der wahren Ursache der Erkrankung auf die Spur kommen will; in einer weiteren Rolle war Charakterkopf Michael Mendl als Jugendfreund der Protagonistin bzw. als Anwalt zu sehen.

Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg)
zur Verfügung gestellt. Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Thekla Carola Wied 02; Copyright Virginia Shue
Gemeinsam mit Katerina Jacob und Mona Seefried bzw. Dritte im Bunde der "Herzdamen"2) (2000) erfreute Thekla Carola Wied die Zuschauer in einer von Karola Hattop in Szene gesetzten köstlichen Komödie: Drei Freundinnen sind enttäuscht von den Männern, haben keinen Spaß mehr an ihren bisherigen Jobs und wollen ihr Leben radikal ändern. So beschließt das Trio, in einem sächsischen Schlösschen ein österreichisches Restaurant zu eröffnen, was nicht ohne gehörige Turbulenzen abgeht. Eine Fortsetzung um das muntere Trio wurde seit Sommer 2011 in Dresden und Umgebung gedreht, in "Herzdamen an der Elbe" spielte Thekla Carola Wied wieder mit Katerina Jacob und Mona Seefried, unangenehme Verwicklungen aber auch amüsant-amouröse Begebenheiten rund um das patente Trio erwarteten die Zuschauer; ausgestrahlt wurde die Geschichte am 12. April 2013 → www.tittelbach.tv.
Szenenfoto "Sie ist meine Mutter" mit Kyra Mladeck und Thekla Carola Wied; Copyright Ziegler Film Ernster und schauspielerisch wesentlich tiefgehender war dagegen die Rolle der Familientherapeutin Rena in Dagmar Hirtz' TV-Film "Sie ist meine Mutter"2) (2007), einem Mutter-Tochter Beziehungsdrama um Vergangenheit, Herkunft und eine Lebenslüge nach der gleichnamigen Autobiografie von Gisela Heidenreich. Die Geschichte thematisiert den sensiblen Prozess der Auseinandersetzung zwischen der greisen Mutter Edith (Kyra Mladeck) und ihrer Tochter vor dem Hintergrund der Verstrickungen der Mutter in die "Lebensborn"-Politik der Nazis.
 
 
Szenenfoto "Sie ist meine Mutter" mit Kyra Mladeck1)
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Als karrierebewusste Professorin für Neurochirurgie kam Thekla Carola Wied in "Die Gipfelstürmerin"2), einer Story aus der Feder von Inga-Lindström-Autorin Christiane Sadlo, Ende April 2007 in die heimischen Wohnzimmer: Die ehrgeizigen Pläne der mit dem Rechtsanwalt Bernhard Martin (Peter Bongartz) verheirateten Sonja, als Klinikdirektorin an das Ziel ihrer lang gehegten Träume zu kommen, werden nicht nur durch drei agile Enkel ins Wanken gebracht. Der Schauspielerin nahm man die "Workaholic-Großmutter" ab, das Zusammenspiel mit dem als liebevollem Großvater bzw. verständnisvollem Ehemann agierenden Peter Bongartz kann als gelungen bezeichnet werden – alles in allem 90 Minuten unterhaltsame Fernsehkost mit einem Thema, das im wahren Leben eher selten zu finden ist und einer erneut ganz auf die Protagonistin zugeschnittenen Rolle. Peter Sattmann war ihr Partner in der Mitte Januar 2008 ausgestrahlten turbulenten Komödie "Mein Traum von Venedig"2), in der Verlagslektorin Katharina ihren lang gehegten Wunsch, in Venedig nach der unfreiwilligen Frühpensionierung einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen, realisieren möchte. Doch sie hat nicht mit ihrem tollpatschigen neuen Nachbarn Hans Baumann alias Peter Sattmann gerechnet, auch ihre Kinder Lisa (Katja Studt) und Sohn Uli (Jonas Jägermeyr) warten mit Problemen auf. Wie immer lieferte Thekla Carola Wied mit dieser unterhaltsamen Geschichte erneut eine Glanzvorstellung als emanzipierte Frau und Familien-Seele ab, natürlich gibt es auch ein Happy End mit dem attraktiven Hans. 
Im Herbst 2007 stand Thekla Carola Wied  – erneut mit Sattmann – für den TV-Film "1:0 für das Glück"2) (→ tittelbach.tv) vor der Kamera. Darin spielt sie die anfangs recht spröde, etwas zickige und gestrenge Studienrätin Petra Winter, die sich mit der Hilfe des biederen, aber sympathischen Schulhausmeisters (glänzend: Peter Sattmann) nicht nur zur passionierten Fußballtrainerin einer Gymnasialklasse mausert, sondern auch Gefühle zulässt und dadurch das Herz der Schüler und des Hausmeisters Christian Brenner erobert. Die augenzwinkernde Fußballkomödie wurde Anfang Mai 2008 ausgestrahlt und hob sich wohltuend von der manchmal üblichen, seichten "Freitagabend"-Fernsehkost ab.
Am 29. Oktober 2008 kam dann eine heitere Geschichte auf den Bildschirm, die bereits im Jahre 2006 vom Mitteldeutschen Rundfunk und dem Österreichischen Rundfunk produziert und von Karola Hattop inszeniert worden war. "Herzdamen"2) hieß die turbulente Komödie um drei gestandene Frauen, die sich endlich von den Herren der Schöpfung emanzipieren. Von den Männern enttäuscht und vom Job ausgelaugt, beschließen die drei Freundinnen Maria (Thekla Carola Wied), Carola (Katerina Jacob) und Steffi (Mona Seefried) kurzerhand, ihr Leben grundsätzlich zu verändern. Die Aktion geht von Maria aus, die einmal mehr hinter eine Affäre ihres Mannes (Miguel Herz-Kestranek) mit einer viel jüngeren Frau kommt und beschließt, ihm einen ordentlichen Denkzettel zu verpassen. Mit ihren zwei Freundinnen reist Maria zu einem Schlösschen mitten im sächsischen Hinterland, das sie geerbt hat. Hier will sie ein schickes Lokal eröffnen – und das auf keineswegs freiwillige Kosten ihres Ehemannes …4)

  

Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von "Pidax film"

   

DVD-Cover: 1:0 für das Glück;  Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von "Pidax film"
Thekla Carola Wied; Copyright Edmond Frederik Anlässlich des 65. Geburtstages der beliebten Schauspielerin am 5. Februar 2009 zeigte die ARD am Vorabend den dramatischen Thriller "Schuldig"1). Erzählt wird die Geschichte einer Frau, die große Schuld auf sich geladen hat und dafür keine Vergebung erhält. Die Wied zeigt sich diesmal von einer ernsten Seite, spielt die Wissenschafts-Journalistin und erfolgreiche Sachbuchautorin Eva Senn, deren Leben aus den Fugen gerät: Erst verliert sie ihren Führerschein, dann will sie nur den Wagen ihrer Freundin Marie (Carin C. Tietze) ein paar Meter zurücksetzen und fährt dabei die Studentin Lea (Effi Rabsilber) an. Die junge Frau ist durch den Unfall querschnittsgelähmt – und Eva trägt daran die Schuld. Plötzlich stellt sich die ganze Welt gegen sie. Hinzu kommt, dass ein mysteriöser Anrufer versucht, Eva mit Morddrohungen einzuschüchtern. Nur der Anwalt Peer Gutenberg (Jürgen Tarrach) steht Eva zur Seite. Doch ist er wirklich der, der er vorgibt zu sein? Dann ist Lea plötzlich verschwunden. Besorgt macht sich Eva auf die Suche … Regisseur Nils Willbrandt ("Tatort – Unbestechlich", "Nichts ist vergessen") drehte nach einem eigenen Drehbuch dieses ganz auf die wie immer bravourös aufspielende Hauptdarstellerin Thekla Carola Wied zugeschnittene Genrewerk. (Quelle: www.prisma.de)
 

Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem
Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik

Nach ihrem Auftritten in Episode "Schlechte Zeiten für Vampire " aus der Krimiserie "SOKO Wismar" sowie der Rolle der undurchsichtigen Kunsthistorikerin Prof. Hannah Wessell in der hochkarätig besetzten "Tatort"-Folge aus Leipzig "Falsches Leben" (EA: 06.12.2009; → tittelbach.tv) hatte Thekla Carola Wied in dem ARD-Melodram "Den Tagen mehr Leben!"2) (EA: 04.06.2010) wieder eine einprägsame Hauptrolle. In dem von Jan Ruzicka inszenierten Film spielte sie an der Seite von Manfred Zapatka und dem schwedischen "Kommissar Beck"-Darsteller Peter Haber eine Frau, deren Ehe mit dem Kleinunternehmer Norbert (Manfred Zapatka) nach fast vierzig Jahren zunehmend durch Sprachlosigkeit und Langeweile gekennzeichnet ist. Nun möchte sich Anne einen Herzenswunsch erfüllen und gemeinsam mit Norbert eine Reise nach Norwegen antreten, um die malerischen Fjorde zu sehen und Wale zu beobachten. Es kommt zum Zerwürfnis, zum ersten Mal in ihrer 40-jährigen Ehe auf sich alleine gestellt, findet Anne in dem sensiblen Meeresbiologen Konrad (Peter Haber) einen guten Freund und Verehrer. Nicht zuletzt durch ihn realisiert sie, wie sehr sie in ihrer Ehe ihre eigenen Bedürfnisse vernachlässigt hat. Als Norbert in Dänemark auftaucht, um sich mit Anne zu versöhnen, trifft er auf eine völlig veränderte Frau – die sich nicht sicher ist, ob ihre Ehe noch eine Zukunft hat …4)
Am 10. Februar 2012 gelangte die ARD-Komödie "Ein Drilling kommt selten allein"2) mit Thekla Carola Wied als flott-lässiger Chefredakteurin eines Modemagazins und Günther Maria Halmer als Großvater wider Willen bzw. verwitweter, verknöcherter frisch pensionierter Lateinlehrer Dr. Jakob Buchmann – bei so viel Gegensätzlichkeit der aufspielenden Protagonisten sind Turbulenzen selbstverständlich  → Wikipedia. Wie bei etlichen anderen erfolgreichen TV-Produktionen, wurde die Story weitergesponnen, am 2. Februar 2014 konnten die Zuschauer mit "Vier Drillinge sind einer zu viel"2) eine Fortsetzung um das ganz in ihrer Großeltern-Rolle aufgehende Pärchen Linda und Jakob erleben. Die Journalistin Linda Rosenau (Wied) hat inzwischen ihren stressigen Job an den Nagel gehängt und freut sich eigentlich auf eine gemeinsame Zeit mit Jakob Buchmann (Halmer), doch deren Kinder Leonie Rosenau (Julia Brendler) und Thomas Buchmann (Jens Atzorn) laden die gemeinsamen Drillinge immer wieder gerne bei Oma und Opa ab. Als dann Betty (Kathrin von Steinburg) plötzlich mit dem von Thomas gezeugten Sprössling Fritz auftaucht bzw. Leonie und Thomas eine Beziehungskrise durchleben, ist es mit Lindas Plänen, sich die Welt anzusehen, endgültig vorbei … → www.tittelbach.tv.
 
Die Dreharbeiten zu dem für das Kino inszenierten humorvollen Familienfilm "Pommes Essen"1) der Regie-Debütantin Tina von Traben begannen im September 2011 in Duisburg, mit von der Partie bei den Erwachsenen-Rollen ist auch Thekla Carola Wied als rüstige, aus Kroatien stammende Schrottplatzbesitzerin Besjana Simicic, Peter Bongartz zeigt sich hier als Opa Frey; Kinostart war der 12. Juli 2012.
Am 15. März 2013 wurde das Familiendrama "Nicht ohne meinen Enkel"2) ausgestrahlt, in der sie als pensionierte Lehrerin Franziska ihrer gerade verwitweten Schwiegertochter Silke (Muriel Baumeister) Vorschriften in der Kindererziehung machen will. Als Silke das Besuchsrecht für Enkel Tobias einschränken will, eskaliert der Generationenkonflikt und die streitbare Oma zieht vor Gericht. "Thekla Carola Wied zeichnet eine Figur, die vom sogenannten "gesunden Menschenverstand" aus betrachtet sympathisch ist, vernünftig und völlig im Recht zu sein scheint, die aber auch voller Widersprüche steckt." notiert www.tittelbach.tv. Für die erkrankte Rosemarie Fendel hatte die Schauspielerin bereits Mitte November 2011 die weibliche Hauptrolle der Rentnerin Hannah Wellner in der humorvollen Generationen-Geschichte "Tür an Tür"2) übernommen. Tanja Wedhorn spielte die Architektin Sophie, die mit Hannah in einem Haus für betreutes Wohnen lebt, Uwe Friedrichsen mimte den charmanten Pensionär Friedrich Seliger, der so gar nichts von dieser Wohnform hält. Gedreht wurde unter anderem in Oldenburg, gesendet wurde die Geschichte dann am 13. Dezember 2013. Einmal mehr überzeugte Thekla Carola Wied mit ihrem Spiel, diesmal nicht als attraktive Powerfrau, sondern als grantig-schroffe, gehbehinderte Alte: "Publikumsliebling Thekla Carola Wied balanciert geschickt auf dem schmalen Grat zwischen resolut und resigniert. Sie will um jeden Preis ihre Selbstständigkeit bewahren, leidet aber zugleich unter Einsamkeit." kann man bei www.derwesten.de lesen; siehe auch www.tittelbach.tv.
In dem ZDF-Film mit dem Arbeitstitel "Die Betreuungsfalle" (Regie: Isabel Kleefeld), dessen Dreharbeiten am 23. April 2014 in Köln begannen, spielt Thekla Carola Wied die verwitwete Leni, einst Jugendliebe des beginnender Demenz erkrankten Max (Matthias Habich). Das Drama thematisiert den Missbrauch, der bei der Betreuung alter Menschen durch einen Vormund vorkommen kann. Unter dem Titel "Sein gutes Recht"2) gelangte diese auch emotional berührende Produktion erstmals am 7. November 2014 bei ARTE zur Ausstrahlung, in der ARD am 30. März 2015 → tittelbach.tv, www.presseportal.de. "Die Wied ist gut wie immer. Habich hat den dankbareren Part. Er macht seine Sache großartig. (…) Drehbuchautor Marco Wiersch ist ausgebildeter Diplom-Psychologe. Er hat viel für "Bloch" geschrieben, eine der besten Serien, die es je im deutschen Fernsehen gegeben hat. Er will nicht belehren, sondern berühren. Und dank des Schauspieler-Ensembles, zu dem auch Ulrike Krumbiegel, Christina Hecke und Götz Schubert gehören, gelingt das unter Kleefelds Regie ganz mühelos." kann man unter anderem bei www.welt.de lesen.
 
Die populäre und erfolgreiche Schauspielerin erhielt während ihrer Karriere zahlreiche Auszeichnungen, so neben mehreren österreichischen Fernsehpreisen unter anderem den "TeleStar", zwei Mal die "Goldene Kamera" (1986 gemeinsam mit Peter Weck als "Bestes Schauspielerpaar") und drei "Bambis". 1991 wurde ihr der österreichische Fernsehpreis "Romy"1) als "Beliebteste Schauspielerin" verliehen, 1994 wie erwähnt der "Bayerische Fernsehpreis"1) für ihre darstellerische Leistung in "Ich klage an".
Trotz der umfangreichen Arbeit für das Fernsehen blieb die Schauspielerin dem Theater stets treu, auf der Bühne konnte man sie seit der Premiere am 27. August 2009 in Henrik Ibsen Gesellschaftsdrama "John Gabriel Borkman" am Hamburger "Ernst Deutsch Theater" neben Uwe Friedrichsen in der Titelrolle bewundern. Thekla Carola Wied gestaltete die Ella Rentheim, die eigentliche Liebe des grantiger Materialisten Borkman, "mit gewohnt großer Strahlkraft", wie das Hamburger Abendblatt schrieb.
Darüber hinaus hält die Schauspielerin Lesungen ab, erfreute beispielsweise Mitte November 2010 auch am Berliner "Schlosspark Theater" das Publikum mit dem aktuellen Programm "Siehst Du, wie schön ich Dir schreibe" und bringt Briefe berühmter Menschen an ihre Kinder aus fünf Jahrhunderten, unter anderem von Goethe, Martin Luther, Otto von Bismarck und Heinrich Böll, zu Gehör. Die Musik zu dieser literarischen Zeitreise wurde vom Oboisten und Komponisten Manuel Munzlinger ausgesucht und arrangiert, am Piano begleitet Herbert Götz.

Thekla Carola Wied, die sich als Botschafterin der SOS-Kinderdörfer auch aktiv für soziale Belange engagiert, hält Lesungen und Rezitationsabende ab und machte sich inzwischen auch als Chanson-Sängerin einen Namen; sie ist seit 1992 mit dem Manager und einstigen Oberbürgermeister von Backnang, Hannes Rieckhoff1), verheiratet; das Paar lebt in München.
   

Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma.de;
siehe auch Wikipedia, Filmografie bei der Internet Movie Database
Kontakt: Agentur Schlag
Link: 1) Wikipedia, 2) www.prisma.de, 3) Kurzportrait innerhalb dieser HP
Quelle: 4) prisma.de
Stand: April 2015
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