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| Ilse Werner wurde am 11. Juli 1921 als
Ilse Charlotte Still in Batavia (heute Djakarta), Indonesien,
geboren. Ihre Mutter Lilli war Deutsche, ihr Vater O. E. Still ein reicher holländischer Exportkaufmann,
Plantagenbesitzer und Konsul. Sie wuchs im damaligen Batavia auf, der Hauptstadt von
Niederländisch-Indien, und verbrachte dort eine typische Luxus-Kindheit der Kolonial-Epoche. 1930 siedelte die Familie dann nach Deutschland über, wo sie in Frankfurt am Main wohnten. Durch Manipulationen seines Geschäftspartners ging der Vater pleite, Familie Still musste ihren gesamten Lebensstil umstellen. Nach der Schulzeit in Frankfurt ging die junge Ilse nach Wien und studierte Schauspielerei an der Max-Reinhardts Schule der dramatischen Künste und gab sich zu dieser Zeit als Künstlernamen den Mädchennamen ihrer Mutter, "Werner". Sie stand 1937 am Wiener Josephstadt-Theater erstmals in dem Stück namens "Glück" auf der Bühne, wurde von der Ufa nach Berlin eingeladen und unterzeichnete dort ihren ersten Vertrag als Filmschauspielerin. Ihr Filmdebüt gab Ilse Werner mit 17 Jahren als Hilde in Geza von Bolvarys Jugendfilm "Die unruhigen Mädchen" (1938) an der Seite von Theo Lingen und Hans Moser sofort konnte sie sich mit ihrer fröhlich-frischen, ungekünstelten Art als Ufa-Nachwuchsstar etablieren. Ihre große Zeit hatte sie in Filmen des Dritten Reichs, mit leichten, unterhaltsamen Rollen verkörperte sie zumeist eine heiter-unbeschwerte junge Frau. Es folgten die Streifen "Frau Sixta" (1938) und "Das Leben kann so schön sein" (1938), Willi Forst besetzte sie als "höhere Tochter" Suzanne in seinem inzwischen zum Klassiker gewordenen Film "Bel Ami"1) (1939). Nach eher unbedeutenden Rollen in Erich Waschnecks "Fräulein" (1939), Carl Boeses "Drei Väter um Anna" (1939) und Josef von Bákys "Ihr erstes Erlebnis" (1939) gab ihr Karl Ritter in "Bal paré" (1940) eine größere Aufgabe, mit Eduard von Borsodys musikalischem Front-Film "Wunschkonzert"1) avancierte Ilse Werner dann 1940 an der Seite von Carl Raddatz zu einem nationalen Star ihr Foto hing fortan bei vielen Soldaten im Spind. Etwa zur gleichen Zeit war die Schauspielerin von Werner Bochmann1) (1900 1993), einem bekannten Schlager- und Filmkomponisten, als Sängerin und als Kunstpfeiferin entdeckt worden und schon bald wurde sie für ihr virtuoses Pfeifen bekannt und berühmt. Der Streifen "Wir machen Musik"1) (1942) geriet zum Kassenschlager und der gleichnamige Titelsong zu ihrem bekanntesten "Hit", eine Erkennungsmelodie für Ilse Werner. Zuvor hatte sie mit der Verkörperung der berühmten Sopranistin Jenny Lind in "Die schwedische Nachtigall" (1941) Erfolge gefeiert, 1943 verkörperte sie neben Hans Albers die Prinzessin Isabella d'Este in dem aufwendig inszenierten Farbfilm "Münchhausen"1) und in Käutners melancholischer Liebesgeschichte im Hamburger Hafenmilieu "Große Freiheit Nr. 7"1) war sie das Mädchen Gisa wiederum an der Seite von Albers; der Film war Ende 1944 in Prag entstanden und gelangte erst nach 1945 in Deutschland zur Uraufführung. Bis Kriegsende spielte Ilse Werner in rund 35 Spielfilmen Haupt- und Nebenrollen, sie trat häufig in der beliebten Radio-Sendung "Wunschkonzert" auf und ihre Schlager wie "Die kleine Stadt will schlafen gehen", "Sing ein Lied, wenn du mal traurig bist", "Mein Herz hat heut Premiere", "So wird's nie wieder sein" wurden zu Evergreens und verkauften sich millionenfach.
1959 hatte Ilse Werner bei der neu gegründeten Schallplattenfirma Ariola ein Comeback als Sängerin gestartet, mit Schlagern und Pfeifen machte sie weiterhin auf sich aufmerksam, etwa mit dem virtuos gepfiffene "River Kwai Marsch"; 1960 wurde der Song "Baciare" ein Hit in fast ganz Europa, ihr Album "Gepfiffen klingt's so", eine Sammlung von Evergreens, wurde ebenfalls ein riesiger Erfolg.
Am 11. Juli 2001 feierte die Schauspielerin und Sängerin ihren 80. Geburtstag; im August erschien dann im Verlag Ursula Meyer der Bildband und die Filmbiographie des Filmstars unter dem Titel "Ilse Werner". Anlässlich ihres 60-jährigen Filmjubiläums war die Werner bereits 1998 mit einer Ausstellung im Düsseldorfer Filmmuseum geehrt worden. Die Künstlerin lebte zuletzt zurückgezogen und verarmt in einem Lübecker Seniorenheim; dort starb sie am 8. August 2005 im Alter von 84 Jahren an den Spätfolgen einer Lungenentzündung, wie ihre langjährige Freundin Edeltraut Langhals-Declair der Presse mitteilte. Auf eigenen Wunsch wurde der ehemalige Ufa-Star in Potsdam in der Nähe der Babelsberger Studios, in denen sie ihre größten Filmerfolge feierte, beerdigt. Nach einer Trauerfeier in der Friedrichskirche fand die Beisetzung am 24.8.2005 auf dem Friedhof an der Goethestraße in Potsdam-Babelsberg statt. Bereits Ende 2004 hatte die Künstlerin dem Potsdamer Filmmuseum viele Erinnerungen aus ihren großen Zeit überlassen, Babelsberg sei ihre "Heimat" meinte sie in einem Interview. In nachhaltiger Erinnerung wird die "Frau mit Pfiff" stets mit ihrer Kunst der sagenhaften "Flötentöne" bleiben; "Hätte ich das Pfeifen für Geld lehren können, wäre ich steinreich geworden", sagte sie selbst einmal über ihr besonderes Talent. |
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| Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Siehe auch www.dhm.de,
Wikipedia
und www.cyranos.ch Fotomaterial bei film.virtual-history.com |
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