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Erwin Strahl wurde am 12. Februar 1929 in der österreichischen Hauptstadt Wien geboren.
Bevor der Schauspieler im Film zum Publikumsliebling avancierte, hatte
er nach seiner Ausbildung an der Wiener " Akademie der Künste"
sowie dem "Max-Reinhardt-Seminar", das er die er mit Auszeichnung in den Fächern "Schauspiel" und
"Regie" abschloss, bereits Erfolge auf der Bühne gefeiert.
Einem ersten Engagement am Stadttheater von Klagenfurt schlossen sich
Gastspiele in Luzern, Zürich und St. Gallen an. Strahl wirkte im
Verlaufe der kommenden Jahrzehnte unter anderem an den "Münchner
Kammerspielen", am Wiener "Theater in der Josefstadt" und
am Berliner "Theater am Kurfürstendamm", zeigte seine
Vielseitigkeit als Schauspieler sowohl in Klassikern als auch in Boulevardstücken
und Musicals.
Sein Leinwanddebüt gab der
blendend aussehende Strahl in dem Aufklärungsfilm "Vom Mädchen zur Frau" (1949),
im Verlaufe der kommenden Jahre blieb er in zahlreichen Unterhaltungs-
und Heimatfilmen meist mit prägnanten Nebenrollen ein beliebter
Darsteller.
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin
Virginia Shue (Hamburg)
zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
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Man erlebte ihn beispielsweise in "Der
Verschwender" (1953), in "Drei Tage Mittelarrest" (1955)
mimte er den Oberleutnant von Feldern, in der Ganghofer-Verfilmung
"Der Jäger von Fall"1) (1956) den hinterhältigen Wilderer Blasi oder in
dem Melodram "Für zwei Groschen Zärtlichkeit" (1957)
den Luigi Moretti. Es folgten Auftritte in Filmen wie "Wien, du Stadt meiner Träume"1) (1957),
"Mikosch, der Stolz der Kompanie" (1959), "Robert und Bertram" (1961),
"Romanze in Venedig"1) (1962),
"Schweijks
Flegeljahre"1) (1963), "Der Mörder mit dem
Seidenschal" 1966), "Happy End am Wolfgangsee" (1966),
"Kommissar X Drei blaue Panther"1) (1967) oder "Die Funkstreife Gottes" (1968).
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In nachhaltiger Erinnerung ist Strahl auch als arroganter Rittmeister Graf Tattenbach in Michael Kehlmanns prominent besetzter TV-Adaption
von Joseph Roths Roman "Radetzkymarsch"1) (1965) neben Helmut Lohner in der Hauptrolle des Carl Joseph Trotta geblieben.
Weitere Arbeiten für das Fernsehen waren beispielsweise die TV-Serien
"Hallo Hotel Sacher
Portier" (mit Fritz Eckhardt) und "Die Abenteuer des braven Soldaten
Schwejk" (mit Fritz Muliar).
Insgesamt wirkte Erwin Strahl während seiner langen Karriere in mehr als 60 Film- und
Fernsehproduktionen mit, in den letzten Jahren konzentrierte sich der
Schauspieler wieder vermehrt auf seine Arbeit für das Theater und
stand
bis zuletzt wie seit langen Jahren gemeinsam mit seiner
zweiten Frau,
der Schauspielerin Waltraut Haas2), auf der Bühne; seit 1948
war sie
seine Lebenspartnerin, am 28. Juli 1966 heiratete das Paar. Der gemeinsame,
1968 geborene Sohn Marcus Strahl hat sich
inzwischen einen Namen als renommierter Schauspieler und
Regisseur gemacht; 2005 übernahm er die Intendanz der Wachaufestspiele im österreichischen Weißenkirchen
(siehe auch www.schaubuehnewien.at)
Strahls erste Ehefrau war die italienische Schauspielerin Franca Parisi gewesen.
Das Foto, welches die Schauspielerin mit ihrem
Mann Erwin Strahl zeigt,
wurde mir freundlicherweise von der Fotografin
Virginia Shue
(Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
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Noch in jüngerer Zeit feierte das Paar Strahl/Haas in Kishons heiterem Trauerspiel mit Musik
"Es war die Lerche" Triumphe, Kishon selbst bezeichnete das
Schauspielerehepaar als "die Besetzung schlechthin". Neben
der Arbeit für das Theater begeistern die Künstler bei zahlreichen
Gastspielen oder musikalischen Zwei-Personen-Shows ihr Publikum. In
Nostalgie-Programmen wie "Lach ein bisserl, wein ein bisserl!"
sangen und parodierten Erwin Strahl
und Waltraut Haas, sprachen über persönliche Erlebnisse beispielsweise
mit Hans Albers, Heinz Rühmann oder Hans Moser.
Darüber hinaus betätigte sich der fließend Englisch, Italienisch und Französisch sprechende
Strahl auch als Übersetzer und Bearbeiter fremdsprachiger Theaterstücke. Ausnahmsweise versuchte er sich 1970 in einem
"Lederhosenfilm" als Regisseur und Drehbuchautor.3)
Er erfreute das Publikum mit Leseungn aus Werken beispielsweise von Walter
von der Vogelweide, Goethe, Schiller und Rilke, zusammen mit seiner Frau war er ein gern gesehener Gast in deutschen und österreichischen Unterhaltungsshows.
Der Schauspieler und Regisseur
Erwin Strahl starb am 20. April 2011 im Alter von 82 Jahren in Wien.
Insbesondere in Unterhaltungsfilmen, die bis heute nichts an Beliebtheit verloren haben und regelmäßig gezeigt werden, wird er uns in Erinnerung bleiben, aber auch als polyglotter Übersetzer, Bearbeiter und Regisseur fremdsprachiger Theaterstücke", würdigte Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) den Verstorbenen.4)
Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem Fotografen
Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik
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Zahlreiche Ehrungen belegen Strahls künstlerisch herausragendes Wirken, zu
nennen sind
- das "Kreuz des Ehrenkommandeurs für Kunst und Wissenschaft"
- die "Ehrenmedaille in Gold" der Bundeshauptstadt Wien
- das "Ehrenkreuz in Gold für Kunst und Wissenschaft" des Bundeslandes Niederösterreich
- der "Operettenpreis von Berlin/Brandenburg" in Wittenberge
- das "Große Ehrenkreuz für Kunst und Wissenschaft" der Bundesregierung in Wien
- die Ehrenmitgliedschaft der Europäischen Kulturwerkstatt Berlin Wien
Foto: Das Schauspielerehepaar Haas/Strahl gemeinsam mit Sohn Marcus
während einer Theatertournee mit dem Stück "Der Bockerer".
Das Stück von Ulrich Becher und Peter Preses erzählt den tragikomischen Widerstand
des kleinen Fleischhauers Karl Bockerer
während der Nazidiktatur.
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin
Virginia Shue (Hamburg)
zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
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Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP
Quelle: 3) Wikipedia, 4) wien.orf.at
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Webpräsenz: www.erwin-strahl.at
Siehe auch Wikipedia;
Filmografie bei www.imdb.de
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