Die unfreiwilligen Reisen
des Moritz August Benjowski
Moritz August Graf von Benjowski (1741 – 1786), Spross einer bedeutenden Adelsfamilie im ehemaligen Königreich Ungarn, hielt seine abenteuerlichen Erlebnisse in seinen Reisebeschreibungen fest. Mitte des 18. Jahrhunderts verschlug es ihn als Oberst bzw. Generalquartiermeister der polnischen Konföderierten1) nach Russland. Kriegsgefangenschaft, Fluchtversuch, Verbannung und erneute Flucht über Japan und Formosa nach Macao kennzeichnen Benjowskis nächsten Jahre. 1771 kam er über Mauritius und Madagaskar nach Frankreich und machte dem französischen König Louis XV. den Vorschlag, Madagaskar als Kolonie für Frankreich zu erobern. Nach zunächst scheinbar erfolgreicher Expedition scheiterte der Versuch letztlich, auch eine zweite Expedition unter österreichischer Flagge im Jahre 1785/86 wurde ein Fehlschlag, bei Gefechten mit französischen Truppen wurde Benjowski am 23. Mai 1786 schwer verwundet und erlag kurz darauf seinen Verletzungen.
DVD-Cover: Die unfreiwilligen Reisen des Moritz August Benjowski; Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH" Anhand der Reiseberichte des Abenteurers entstand Mitte der 1970er Jahre für das ZDF der spannende Vierteiler "Die unfreiwilligen Reisen des Moritz August Benjowski" mit dem Untertitel "Ein biographischer Bericht in vier Teilen", zu dem Helmut Pigge1) (1919 – 2000) das Drehbuch geschrieben hatte. Die Gemeinschaftsproduktion mit dem französischen und dem italienischen Fernsehen stand ganz in der Tradition mehrteiliger Literaturverfilmungen, mit denen der Mainzer Sender seit dem Start am 1. April 1963 Fernsehgeschichte geschrieben hatte. Man denke nur an die legendären Advents-Vierteiler wie "Robinson Crusoe"2) (1964), "Don Quijote von der Mancha"2) (1965), "Die Schatzinsel"2) (1966), Die Lederstrumpferzählungen"2) (1969) oder "Der Seewolf"2) (1971). Nach der Verfilmung der "merkwürdigen Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck"2) (1973) machte man sich ein Jahr später an die szenische Umsetzung von Benjowskis biografischen Aufzeichnungen, zwischen dem 4. und 18. Januar 1975 flimmerte das Historien-Abenteuer, jeweils in Spielfilmlänge, über die Bildschirme und fesselte einmal mehr ein Millionenpublikum. Erneut konnte man wieder Fritz Umgelter1) (1922 – 1981), der bereits den Trenck-Stoff inszeniert hatte, als Regisseur gewinnen. Umgelter hatte auch bei den legendären Mehrteilern "Soweit die Füße tragen"2) (1959), "Am grünen Strand der Spree"1) (1960) und "Wer einmal aus dem Blechnapf frißt"2) (1962) seine Handschrift hinterlassen. Diesmal überzeugte Christian Quadflieg, Sohn der Theaterlegende Will Quadflieg2) (1914 – 2003), mit der Titelrolle, wurde damit auch im Fernsehen zu einem populären Gesicht.
 
 
Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"
Ende des Jahres sollte er in dem ZDF-Vierteiler "Des Christoffel von Grimmelshausen abenteuerlicher Simplicissimus"2) mit der Figur des Schreibers Herzbruder Ulrich an der Seite von Trenck-Darsteller Matthias Habich wieder auftauchten; auch Sky du Mont, Heinz Weiss und Georges Claisse, die man ebenfalls in der Trenck-Verfilmung gesehen hatte, standen auf der Besetzungsliste. Hans Posegga1) (1917 – 2002), der für etliche ZDF-Vierteiler die Musik komponiert hatte oder noch komponieren sollte,  hatte den Soundtrack beigesteuert; so stammte beispielsweise die eingängige musikalische Untermalung für die Jack London-Adaptionen "Der Seewolf" und "Lockruf des Goldes"2) (1975) aus seiner Feder.
Die Dreharbeiten zu dem Abenteuerfilm fanden unter anderem auf dem Bavaria-Filmgelände in München-Geiselgasteig statt. Dabei kam es zu einem Brand, der die Außendekoration vernichtete und einen für damalige Verhältnisse immensen Schaden von 200.000 DM verursachte.
 
Der Inhalt der einzelnen Teile:
 
Teil 1: Verbannung (Erstausstrahlung: 4. Januar 1975)
Der 1741 als Spross eines ungarischen Adelshauses geborene Moritz August Benjowski (Chrstian Quadflieg) schloss sich 26-jährig im Juli 1767 in der Stadt Bar einem Freiheitsbund polnischer Adliger ("Barer Konföderation") an, der das Ziel hatte, die in ihrem Lande anstehenden russischen Truppen zu vertreiben. Im darauffolgenden Jahr bricht der Aufstand los: Benjowski, erst seit vier Wochen verheiratet, schließt sich den Rebellen an. In zahlreichen Gefechten bewährt er sich als Reiteroberst, kann aber nicht verhindern, dass die Polen der russischen Übermacht erliegen. Schwer verwundet gerät er in Gefangenschaft und wird nach Kasan gebracht. Nach einem gescheiterten Fluchtversuch urteilt die Zarin: Lebenslängliche Verbannung nach Kamtschatka wegen Hochverrats! Der Transport nach der Hafenstadt Ochotsk an der Ostküste Sibiriens dauert ein Jahr. Ein Postboot setzt die sechs Gefangenen auf die Halbinsel Kamtschatka über, und am 2. Dezember 1770 betreten sie die Hauptstadt Bolscherezk, den Ort ihrer Verbannung. Benjowski aber hat nur einen Gedanken: Flucht!
Quelle: ZDF Theaterkanal (Seite nicht mehr abrufbar)

Teil 2: Verschwörung (Erstausstrahlung: 7. Januar 1975)
Am 2. Dezember 1770 trifft Moritz August Benjowski mit fünf Kameraden als Verbannter der Zarin Katharina II. (Nicole Heesters) auf der ostsibirischen Halbinsel Kamtschatka ein. Der Empfang in Bolscherezk, dem russischen Hauptstützpunkt, ist überraschend. Der trunksüchtige, rauhbeinige Festungskommandant Nilow (Günter Strack) findet Gefallen an den guten Manieren, an der Weltgewandtheit und an den Fremdsprachen Benjowskis. Nilow und seine Frau (Ingeborg Lapsien) haben Mitleid mit dem schweren Los der Verbannten und so machen sie Benjowski zum Hauslehrer seiner hübschen Tochter Aphanasie (Pascale Rivault). Trotzdem verfolgt auch hier Benjowski seine Fluchtpläne. So wird er zum Mittelpunkt einer Verschwörung, deren Ziel die Flucht nach Europa ist. Als der Augenblick zum Handeln gekommen ist, dringen die Verschwörer in die Festung ein und überwältigen die Kosakenwache. Im Kommandantenzimmer trifft Benjowski auf seinen Wohltäter Nilow, und es entbrennt ein gnadenloser Zweikampf auf Leben und Tod.
Quelle: ZDF Theaterkanal (Seite nicht mehr abrufbar) und Wikipedia

Teil 3: Kampf und Flucht (Erstausstrahlung: 14. Januar 1975)
Nach ihrer Flucht kapern Benjowski und die anderen Verbannten das im Hafen von Bolscherezk ankernde Regierungsboot "Peter und Paul". Mit äußerster Kraftanstrengung gelingt es der Mannschaft, die "Peter und Paul" in tropische Zonen zu steuern. Hier machen Hitze und Wassermangel der Besatzung schwer zu schaffen. Inzwischen ist die Nachricht von dem Aufstand und der geglückten Flucht an den zaristischen Hof in St. Petersburg gelangt. Außenminister Graf Panin (Wolfgang Schwarz) ist außer sich; die geflohenen Regimegegner werden sich in den europäischen Salons als beklagenswerte Opfer des Zarismus ausgeben! Eingeborene Kopfjäger und Meuterer an Bord bringen neue Gefahren. Aber Benjowski bleibt das Glück treu. Er gewinnt die Freundschaft eines Stammesfürsten auf Formosa, der ihm und seiner Mannschaft die Weiterfahrt nach Macao ermöglicht.
Quelle: ZDF Theaterkanal (Seite nicht mehr abrufbar)

Teil 4: Zu neuen Zielen (Erstausstrahlung: 18. Januar 1975)
Nach wechselvollen Abenteuern in Asien betritt Moritz August Benjowski an der Spitze seiner Schicksalsgefährten aus der sibirischen Verbannung 1772 im französischen Hafen Lorient europäischen Boden. Er eilt nach Paris, wo er nach vier Jahren der unfreiwilligen Trennung seine junge Frau (Eleonore Weisgerber) wieder in die Arme schließen kann. Aber es hält Benjowski nicht länger in Europa, vor allem weil er nun erkennen muss, dass sein Einsatz für die Freiheit Polens vergeblich war. Er erfährt, dass die drei Großmächte Russland, Preußen und Österreich die Teilung des Landes beschlossen haben. # Benjowski wendet sich neuen Abenteuern zu: im Auftrag des französischen Königs Ludwig XV. übernimmt er die Aufgabe, die Insel Madagaskar zu kolonisieren. Erbitterte Kämpfe mit rivalisierenden Völkerstämmen und heimtückischen Sklavenhändlern werden ihm fast zum Verhängnis. Da kommt ihm ein Zufall zu Hilfe: Eine alte Eingeborene ist überzeugt, in dem weißen Fremden einen Nachfahren des letzten Herrschers zu erkennen. Moritz August Benjowski gibt nach langem Zögern dem Drängen der Eingeborenen nach und lässt sich zum König von Madagaskar krönen.
Quelle: ZDF Theaterkanal (Seite nicht mehr abrufbar)
 
Der Vierteiler hat alles, was die Herzen der Zuschauer und der Zuschauerinnen höher und schneller schlagen ließ: Spannung, Abenteuer, gutaussehende Kerle, Liebe, Eifersucht, Verrat. Dazu kommen beeindruckende Landschaftsaufnahmen, die das zum Hingucker machen, ebenso wie die protzige Ausstattung. Weiterer Pluspunkt: die Musik von Hans Posegga. Trotzdem gehört diese Verfilmung zu den vergessenen Schätzen des ZDF. Das mag daran liegen, dass die Geschichte zu lang und zu überfrachtet war. schreibt www.bamby.de.
Der Mehrteiler wurde zuletzt ab Anfang Januar 2008 im nicht mehr existierenden "ZDF Theaterkanal" wiederholt. Seit Ende Januar 2013 ist die legendäre, hochklassige Literaturverfilmung auf zwei DVDs erhältlich.

Siehe auch Wikipedia, www.bamby.de, www.fernsehserien.de
Weitere Links bei www.wunschliste.de

Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait bzw. zur Beschreibung innerhalb dieser HP

Die Akteure:
Christian Quadflieg

Christian Quadflieg am 31. Mai 2012 auf dem roten Teppich zum "Studio Hamburg Nachwuchspreis"; Urheber: Udo Grimberg (Wikipedia-Benutzer Chester100); Lizenz: CC-BY-SA 3.0 DE; Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons

… spielte den Titelhelden, den Abenteurer Moritz August Benjowski1) (1741 oder 1746 – 1786).
 
Geboren am 11. April 1945 in Växjö (Schweden).

Kurzbiografie zu Christian Quadflieg innerhalb dieser Homepage
 
Webpräsenz: www.christianquadflieg.de

Siehe auch Wikipedia, www.prisma.de
 
Weitere Filme*) mit Christian Quadflieg
 
 
Foto: Christian Quadflieg am 31. Mai 2012 auf dem roten Teppich
anlässlich der Gala "Studio Hamburg Nachwuchspreis"
Urheber: Udo Grimberg (Wikipedia-Benutzer Chester100
Lizenz: CC-BY-SA 3.0 DE; Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons

Link: 1) Wikipedia

Nicole Heesters

Nicole Heesters; Copyright Virginia Shue

… spielte die russische Zarin Katharina II.1) (1729 – 1796).
Geboren am 14. Februar 1937 in Potsdam.
  
Kurzbiografie zu Nicole Heesters innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.prisma.de


Weitere Filme*) mit Nicole Heesters

 

Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
 
Link: 1) Wikipedia

Wolfgang Schwarz … spielte den russischen Außenminister Graf Nikita Iwanowitsch Panin1) (1718 – 1783).
 
Geboren am 13. August 1925 in Düsseldorf.
 
Schwarz nahm von 1942 bis 1944 Schauspielunterricht bei Frau Lackner in Berlin und gab 1945 als Reverend Mill in George Bernard Shaws Schauspiel "Candida" in Westerland/Sylt sein Bühnendebüt. Weitere Theaterstationen waren Rendsburg, Bonn, Lüneburg sowie verschiedene Hamburger Bühnen vom "Theater im Zimmer" über die "Kammerspiele" bis zum "Thalia Theater".
Seit Ende der 1950er Jahre arbeitete Schwarz auch für Film und Fernsehen, war auf dem Bildschirm vornehmlich in Adaptionen von Theaterstücken zu sehen. So wirkte er unter anderem als Tegeus-Chromis in "Ein Phönix zuviel" (1959) nach Christopher Fry mit, gestaltete den Kalkagno in Schillers "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua" (1964), den Herzog von Norfolk in Shakespeares "König Richard II" (1968), den Messala in "Das Trauerspiel von Julius Caesar" (1969) nach Shakespeare, den Herzog von Ferrara in Johann Wolfgang von Goethes " Torquato Tasso" (1969) oder den Paris in William Shakespeares "Troilus und Cressida" (1969). Für die halbdokumentarische Reihe "Danziger Mission" (1978) verkörperte er den Diplomat und Historiker Carl Jacob Burckhardt1). Darüber hinaus übernahm Schwarz zahlreiche Episodenrollen in Fernsehserien wie "Der Kommissar", "Der Fall von nebenan" und "Die fünfte Kolonne". Vereinzelt war er auch auf der Leinwand präsent, spielte neben Johanna Liebeneiner in dem amüsanten Liebesfilm "Mit der Liebe spielt man nicht"1) (1973), in Werner Jacobs' Neuverfilmung von Erich Kästners "Das fliegende Klassenzimmer"1) (1973) und in Thomas Koerfers "Der Gehülfe"2) (1976), gedreht nach dem gleichnamigen Roman1) von Robert Walser.
 
Außerdem arbeitete Schwarz als Sprecher für Hörspiel und Synchron, wirkte beispielsweise 1984 auch in mehreren SWF-Hörfunkadaptionen von Arthur Conan Doyle mit: "Old Showcombe Place" und "The Cooper Beeches". Als Synchronsprecher und lieh seine Stimme unter anderem Ronald Howard1) (1951, "Konflikt des Herzens"3)), Sydney Tafler1) (1956, "Allen Gewalten zum Trotz"1)) und Maurice Ronet1) (1963, "Das Irrlicht"1)) → www.synchrondatenbank.de.
  
Quelle (vorwiegend): Wikipedia
 
Siehe Details zum Theaterwirken bei tls.theaterwissenschaft.ch
 
Weitere Filme*) mit Wolfgang Schwarz
 
Link: 1) Wikipedia, 2) koerferfilm.com, 3) Filmlexikon
Matthias Habich

Matthias Habich; Copyright Virginia Shue

… spielte den Orlow.
 
Geboren am 12. Januar 1940 in Danzig.

Kurzbiografie zu Matthias Habich innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de, www.prisma.de
 
Weitere Filme*) mit Matthias Habich
 

Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Kurd Pieritz … spielte den Graf Tschekin.
 
Geboren am 26. Juni 1918 in Greifswald1) (auch Curd Pieritz und Kurt Pieritz).,
gestorben am 25. Dezember 2010 in Hamburg.

Der Sohn eines Kaufmanns wuchs in Stralsund auf und machte dort sein Abitur. Er wollte Schauspieler werden und erhielt eine Empfehlung von Staatsschauspieler Theodor Loos2), doch mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs musste er zunächst als Soldat in den Krieg ziehen.
Nach der Heimkehr aus der Kriegsgefangenschaft ging Pieritz nach Düsseldorf, wo er 1949 ein Stipendium an der Schauspielschule des "Düsseldorfer Schauspielhauses" unter Gustaf Gründgens2) erhielt. 1950 gab er sein Debüt in Rheydt, weitere Stationen seiner Theaterkarriere waren Würzburg, Braunschweig, Wiesbaden und Darmstadt. Seit 1960 lebte er als freischaffender Schauspieler in West-Berlin.
Auf der Leinwand war Pieritz ab Ende der 1950er Jahre sehen, nach seinem Auftritt als Regisseur Sawitzky in der Komödie "Einmal eine große Dame sein" (1957, → filmportal.de) spielte er in dem von Erich Engel in Szene gesetzten DEFA-Kriegsfilm "Geschwader Fledermaus"3) (1958) den Chefpilot Mitch Bryk. Außer in Kriegsfilmen wie "Strafbataillon 999"3) (1960) oder "Division Brandenburg"3) (1960) wurde er vor allem in Krimis wie in "Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse"3) (1962) als zwielichtige Figur eingesetzt, darunter waren auch mehrere Edgar-Wallace-Filme. So mimte er in "Der schwarze Abt"3) (1963) den erstochenen Mr. Smooth, in "Zimmer 13"3) (1964) den Inspektor Banner, in "Der Hexer"3) (1964) den Mann auf dem Friedhof, in "Die Gruft mit dem Rätselschloss"3) (1964) den Gangster Cyril, in "Der unheimliche Mönch"3) (1965) den Monsieur d'Arol oder in "Der Hund von Blackwood Castle"3) (1968) den Edward Baldwin.
 
In den 1960er Jahren wurde Pieritz zu einem regelmäßig besetzten Darsteller in geschichtlichen TV-Dokumentarspielen. Seine bedeutendste Rolle erhielt er mit der Titelrolle in dem von Hermann Kugelstadt inszenierten Zweiteiler um den ersten deutschen Reichspräsidenten Friedrich Ebert3) (1969, "Friedrich Ebert – Geburt einer Republik"/"Friedrich Ebert und Gustav Stresemann – Schicksalsjahre einer Republik"); bereits in seinem Doku-Spiel "Marinemeuterei 1917"3) (1969) hatte ihn Kugelstadt mit der Rolle des Korvettenkapitän Kröger betraut. Pieritz spielte den Gerichtsassessor Gottlieb Freiherr von Tucher bzw. Kaspar Hausers3) (Wilfrid Goessler) Vormund in dem Dreiteiler "Der Fall Kaspar Hauser"4) (1966), in Wolfgang Schleifs Zweiteiler "Slatin Pascha"4) (1967) über den k.u.k. Leutnant Rudolf Slatin3) (Christian Ghera) zeigte er sich als Major Hunter, in Günter Gräwerts "Der Röhm-Putsch"3) (1967) als SS-Oberführer Theodor Eicke3). Unter anderem besetzte ihn Günter Gräwert auch als Graf Rechberg in dem Zweiteiler "Maximilian von Mexiko"4) (1970) mit Michael Heltau als österreichischem Erzherzog Maximilian3), Werner Schlechte als Generalleutnant von Yorck3) in "Gneisenau – Die politische Auflehnung eines Soldaten" (1970) mit Ullrich Haupt als preußischem Generalfeldmarschall von Gneisenau3), Rudolf Nussgruber als Dr. Erich Kordt3) in "General Oster – Verräter oder Patriot?" (1971) mit Wolfgang Preiss als Generalmajor Hans Oster3) und Paul Verhoeven als Offizier Otto Hermann von Lossow3) in "Der Hitler-Ludendorff-Prozeß"3) (1971, → Wikipedia). Erwähnt werden sollten auch die Mehrteiler "Die unfreiwilligen Reisen des Moritz August Benjowski" (1974), in dem er als Graf Tschekin in Erscheinung trat, sowie "Des Christoffel von Grimmelshausen abenteuerlicher Simplicissimus"2) (1975). Zu einer seiner letzten Arbeiten vor der Kamera zählte die Krimiserie "Der Fuchs von Övelgönne"4) (1981) bzw. die Rolle des Admiral a.D. Stehle.
 
Pieritz machte sich nicht nur als Schauspieler sondern auch als Maler und Zeichner einen Namen; seine Werke machte er der Öffentlichkeit in mehreren Ausstellungen zugänglich. Die letzten Jahrzehnte lebte er in Hamburg, wo er 92-jährig verstarb.
 
Quelle (unter anderem): Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Kurd Pieritz
 
1) Geburtsort laut IMDb und filmportal.de 
Kay Weniger: "Das große Personenlexikon des Films" gibt als Geburtsort Stralsund an.
Link: 2) Kurzportrait bzw. Beschreibung innerhalb dieser HP, 3) Wikipedia, 4) fernsehserien.de
Eleonore Weisgerber

Foto: Eleonore Weisgerber anlässlich der Premiere des Films "Albert Schweitzer – Ein Leben für Afrika" am 14.12.2009 im Berliner Kino INTERNATIONAL; Copyright Christian Behring

… spielte die Anna Benjowski, Ehefrau von Moritz August Benjowski.
 
Geboren am 18. August 1948 in Wiesbaden.
  
Kurzportrait zu Eleonore Weisgerber innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.prisma.de

Weitere Filme*) mit Eleonore Weisgerber
 
Foto: Eleonore Weisgerber anlässlich der Premiere des Films "Albert Schweitzer – Ein Leben für Afrika" am 14.12.2009 im Berliner Kino INTERNATIONAL; Foto mit freundlicher Genehmigung des Berliner Fotografen Christian Behring
© Christian Behring (www.christian-behring.com)

Georges Claisse
  
Georges Claisse 2010; Urheber: Stanley Claisse; Lizenz: CC BY-SA 3.0; Quelle: Wikimedia Commons
Georges Claisse 2010
Urheber: Stanley Claisse
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia Commons
… spielte den schwedischen Major Wyndbladt.

Geboren am 11. Januar 1941 in Paris (Frankreich).
  
Nach kleinen Rollen in den Kriegsfilmen "Brennt Paris?"1) (1966, Paris brûle-t-il?) und "Die Nacht der Generäle"1) (1966, The Night of the Generals) gab ihm Michel Deville 1969 mit dem Stéphane im Brigitte Bardot/Jean-Pierre Cassel-Vehikel "Der Bär und die Puppe"2) (1970, L'ours et la poupée) eine erste große Filmrolle. Es folgten in den 1970er Jahren unter anderem Kinoproduktionen wie  "Wir werden nicht mehr in den Wald gehen"3) (1970, Nous n'irons plus au bois), "Raphael, der Wüstling"3) (1971, Raphaël ou le débauché), "Der große Coup des Kommissars"3) (1972, Laisse aller… c'est une valse), "Alte Damen morden gründlich"3) (1976, Les grands moyens) oder "Nur drei kamen durch" (1979, From Hell to Victory).
Seit den 1970ern wurde Claisse auch häufig in deutschen Produktionen besetzt, so als russischer Offizier Viktor Sukulow (= Anatoli Markowitsch Gurewitsch1)) in der Spionageserie "Die Rote Kapelle"1) (1972), als Jack Jordan in Peter Adams Krimi um einen raffinierten Raubüberfall mit dem Titel "Ein für allemal" (1973, mit Karin Baal) sowie mit prägnanten Rollen in in den von Fritz Umgelter inszenierten Mehrteilern "Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck"4) (1972), "Die unfreiwilligen Reisen des Moritz August Benjowski" (1974) und "Der Winter, der ein Sommer war"4) (1976); auch in Umgelters Drama "Wenn alle anderen fehlen" (1973), der Psychostudie über eine Frau (Maria Körber), die am Rand des Selbstmords steht, gehörte er zur Besetzung.
Auch in den 1980er Jahren zeigte sich Claisse beispielsweise in Ilse Hofmanns Science-Fiction-Film "Das Gespinst" (1985), und übernahm Gastrolle in populären Serien wie "SOKO 5113". In den 1990er und 2000er Jahren stand er in Deutschland für die Serien "Die Straßen von Berlin", T.E.A.M. Berlin", "Motorrad-Cops", "Sophie – Sissis kleine Schwester", "Nach so vielen Jahren", "Der Ferienarzt" vor der Kamera. Zu seinen jüngeren TV-Auftritten zählen die deutsch-französisch-österreichische Co-Produktion bzw. das Drama "Tag der Wahrheit"1) (EA: ARTE 08.01.2015) sowie der sehenswerte ARD-Krimi "Begierde – Mord im Zeichen des Zen"5) (EA: 05.02.2015), wo er den Vater der Kommissarin Louise Boni (Melika Foroutan) mimte.
In den 1990er Jahren spielte in Georges Claisse in Frankreich an der Seite prominenter Kolleginnen, so zusammen mit Nathalie Baye1) in der Kinoproduktion "La voix" (1992), neben Marie-Christine Barrault1) in dem TV-Film "Les maîtresses de mon mari" (1995) oder als Claude Jades1) verschollener Ehemann, der in dem TV-Drama "Porté disparu" nach zwanzig Jahren zurückkehrt.

Quelle (vorwiegend): Wikipedia
 
Georges Claisse bei der Agentur Tatsch: www.agenturtatsch.de

Weitere Filme*) mit Georges Claisse
 
Link: 1) Wikipedia, 2)
dieterwunderlich.de, 3) Filmlexikon, 4) Beschreibung innerhalb dieser HP, 5) tittelbach.tv

Herbert Stass … spielte den Baturin.
 
Geboren am 7. Oktober 1919 als Herbert Staskiewicz in Oebisfelde (Sachsen-Anhalt),
gestorben am 11. November 1999 in Berlin.  

Kurzbiografie zu Herbert Stass innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Herbert Stass

Michael Brennicke
 
Michael Brennicke im Mai 2009 während eines Interviews in München; Urheber: Helen Krüger; Lizenz: CC BY-SA 3.0; Quelle: Wikimedia Commons
Michael Brennicke im Mai 2009
während eines Interviews in München
Urheber: Helen Krüger
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia Commons
… spielte den Panow.
 
Geboren am 5. Oktober 1949 in München.
 
Der Sohn des Schauspielers und Regisseurs Helmut Brennicke1) (1918 – 2005) und der Schauspielerin Rosemarie Lang, sowie der jüngere Bruder des Hörfunkmoderators Thomas Brennicke1) erhielt bereits während seiner Gymnasialzeit privaten Schauspielunterricht bei Adolf Ziegler1) (1899 – 1985). Nach dem Abitur im Jahr 1968 legte er 1969 die Schauspielprüfung ab, studierte mehrere Semester Germanistik, Musikwissenschaft und Psychologie an der "Ludwig-Maximilians-Universität" in München.
Einen seiner ersten Auftritte als Schauspieler absolvierte er als Kurier in Ludwig Cremers August Strindberg-Adaption "Königin Christine" (1970) mit Elfriede Kuzmany in der Titelrolle, im darauffolgenden Jahr war er unter der Regie von Fritz Umgelter neben Marie Versini, Karl-Heinz von Hassel, Volkert Kraeft und Ulli Kinalzik in dem TV-Film "Es braust ein Ruf wie Donnerhall". Europas dufter Krieg 70/71" zu sehen. Es folgten weitere Rollen in Filmen und Fernsehproduktionen, unter anderem in dem Fernseh-Mehrteiler "Die unfreiwilligen Reisen des Moritz August Benjowski" (1974), in der "Tatort"-Folge "Die Rechnung wird nachgereicht"1) (1975) oder in der TV-Serie "Zwei himmlische Töchter"1) (1978); 1978 spielte er in der Derrick-Folge "Solo für Margarete mit.
 
Anfang der 1980er Jahre konzentrierte sich Brennicke auf die Film-Synchronisation. John Pauls-Harding bot ihm die Möglichkeit, Dialogbücher zu Filmen wie den Bond-Streifen "Octopussy"1), "Im Angesicht des Todes" oder "Asterix – Sieg über Cäsar"1) zu verfassen, bevor er im weiteren Verlauf auch Synchron-Regien übernahm. Zu den Darstellern, für die er die deutsche Stimme geliefert hat, zählen Spencer Tracy, Dustin Hoffman, Adriano Celentano, Nick Nolte, Chevy Chase und Kurt Russell. Für die ARD-Vorabendserie "Auf Achse"1) (1977 1993) sprach Brennicke in den Staffeln 1 bis 5 den bekannten Vorspann: "Franz Meersdonk, Günther Willers, und ihre Maschinen, 320 PS, sie fahren Terminfracht in aller Herren Länder, auf sie ist Verlass …". Seit 1989 ist Brennicke zudem einer der Off- Sprecher von "Aktenzeichen XY… ungelöst".1) Neben zahlreichen Kino- und Fernseh-Trailern liest er zudem Hörbücher, darunter "Das Beste von Grimms Märchen".

Michael Brennicke lebt in München. Seine Adoptivtochter Nadeshda Brennicke2) (* 1973) ist ebenfalls Schauspielerin.
 
Quelle (vorwiegend): Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Michael Brennicke
 
Link: 1) Wikipedia
Sky du Mont

Sky Dumont; Copyright Edmond Frederik

… spielte den Stephanow.

Geboren am 20. Mai 1947 als Caetano Bremme Gaspar Neven DuMont in Buenos Aires (Argentinien).
 
Kurzportrait zu Sky du Mont innerhalb dieser Homepage
 
Webpräsenz: www.skydumont.de

Siehe auch Wikipedia, www.whoswho.de

Weitere Filme*) mit Sky du Mont
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem
Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik 

Franz Rudnick … spielte den Sophronow.
 
Geboren am 13. Oktober 1931 in Berlin,
gestorben am 13. Oktober 2005 in München. 
 
Kurzbiografie zu Franz Rudnick  innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Franz Rudnick

Henning Gissel … spielte den Locsinski.
 
Geboren am 23. Juli 1942 in Berlin,
gestorben am 13. Juni 2012 in Berlin.
 
Der überzeugte Berliner Henning Gissel erhielt seine Ausbildung an der Schauspielschule von Else Bongers1) in Berlin. Außerdem studierte er Pantomime an der "Ecole de Mime" von Maximilian Decroux in Paris.
Nach Anfängerjahren am Theater drehte er 1967 sein erstes großes Fernsehspiel für den NDR: "Gerhard Langhammer und die Freiheit" (Regie: Rolf Busch) und wirkte seitdem in über 280 Fernsehproduktionen mit. Daneben spielt er aber immer wieder Theater, so in Berlin am "Theater am Kurfürstendamm" und an der "Tribüne", am "Alten Schauspielhaus" in Stuttgart, an der "Comödie Bochum", bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel oder im Rahmen von Tourneen.
Seine von ihm selbst bevorzugten Rollen waren der Jurist Robbie in "Einfach Eier" des britischen Dramatikers David Hare", der Junggeselle Bertrand in Pierre Chesnots Komödie bzw. Zwei-Personenstück "Vier linke Hände", der Knecht Gottschalk in Kleists Schauspiel "Das Käthchen von Heilbronn"1) und der George Butler, der in Lawrence Romans amüsanten Geschichte "Endlich allein" nach dem Auszug der Kinder mit Ehefrau Helen die traute Zweisamkeit genießen will.
 
Einem breiten Publikum wurde Gissel allerdings durch seine zahlreichen Auftritte in Filmen und Fernsehserien bekannt, alleine zwischen 1967 und 1990 waren es über 180 verschiedene Rollen. Unter anderem zeigte er sich ab 1996 in der beliebten ZDF-Serie "girl friends – Freundschaft mit Herz"1) immer wieder mal als Klinikarzt Dr. Rilke, zuletzt in der Episode "Geld und Liebe" (2004). Danach dreht er mit Sülbiye Günar den TV-Film "Sanyes Lust" (2004). Kurz nach einem winzigen Auftritt in Uli Edels Kinofilm "Der Baader-Meinhof-Komplex"1) (2008) wurde bei Gissel ein Gehirn-Tumor2) diagnostiziert, an dem er 2012 verstarb.
 
Henning Gissel lebte zuletzt in Berlin; die letzte Ruhe fand er auf dem dortigen Friedhof Heerstraße (Abt. II W9–281).
 
Quelle (unter anderem): www.agentur-dietrich.de (Stand Januar 2010; → Internet-Archiv
Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Henning Gissel
 
Link: 1) Wikipedia
2) Quelle: www.jensschwarz.com
Thomas Piper … spielte den Szymanski.
 
Geboren am 19. März 1941 in Berlin.
 
Thomas "Tommi" Piper, Sohn des Schauspielers und Fernsehansagers Heinz Piper1) (1908 – 1972), wirkte bereits 1952 bei Hörspielen des NWDR mit und stand drei Jahre später das erste Mal vor der Kamera. Von 1959 bis 1961 studierte er Gebrauchsgrafik an der "Meisterschule für Mode" in Hamburg, blieb danach aber weiterhin bei der Schauspielerei.
Thomas Piper spielte in dem Jugendfilm "Zwei wie wir…" und die "Eltern wissen von nichts"2) (1966) sowie in drei Folgen der Serie "Der Kommissar". Er hatte Engagements an der "Landesbühne Hannover" und den "Städtischen Bühnen Lübeck" und trat während einer Tournee durch Frankreich in Paris, Lyon und Marseille auf. Nachdem er sich in München niedergelassen hatte, folgten diverse Gastauftritte in den Krimiserien "Derrick" und "Der Alte" sowie Hauptrollen in den Kinofilmen "Is' was, Kanzler!?!"2) (1984) und "Steig aus deinem Luftballon"2) (1985). Insgesamt trat Piper in mehr als 150 Film- und Fernsehproduktionen in Erscheinung.

Auch im Synchronstudio ist er aktiv, eine seiner ersten Synchronrollen war die des "Little Joe" (Michael Landon3)) in der Westernserie "Bonanza"3). Weitere Schauspieler, denen Piper seine markante Reibeisenstimme lieh, waren u. a. Nick Nolte1) (1982, "Nur 48 Stunden"1)) und Harvey Fierstein1) (1996, "Independence Day"1)) oder Tony Danza1) in der Sitcom "Wer ist hier der Boss?"1). Außerdem synchronisierte Piper diverse Nebenrollen in der Original-Serie "Star Trek". Die Rolle, welche Thomas Piper im deutschsprachigen Raum bekannt machte, war die der deutschen Stimme von "Alf"1), dem katzenfressenden Außerirdischen in der gleichnamigen Familienserie. 1989 veröffentlichte er das Album "Tommi Piper singt Alf", dessen Titel "Hallo Alf, hier ist Rhonda" – der Refrain (Rhondas Stimme) wurde damals von der Sopranistin Amélie Sandmann1) eingesungen – zwölf Wochen in den deutschen Single-Charts platziert war. Außerdem synchronisierte er den Plüschhasen Mr. Floppy in der Fernsehserie "Auf schlimmer und ewig"1). (…) Darüber hinaus hat er in den letzten Jahren zahlreiche Hörbücher für Kinder und Erwachsene gesprochen.
Wenn er nicht auf der Bühne, vor der Kamera oder im Synchronstudio steht, ist Thomas Piper als Musiker tätig (Banjo, Ukulele und Gesang).
 
Quelle: Wikipedia (Stand Juli 2009)
 
Weitere Filme*) mit Thomas Piper
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Filmlexikon, 3) Kurzportrait bzw. Beschreibung innerhalb dieser HP
Alexander Golling … spielte den General Sirkin.
 
Geboren 2. August 1905 in München,
gestorben am 28. Februar 1989 in Rottach-Egern/Oberbayern.
  
Kurzbiografie zu Alexander Golling innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch

Weitere Filme*) mit Alexander Golling

Friedrich Georg Beckhaus … spielte den Dr. Hoffmann.
 
Geboren am 11. Dezember 1927 in Berlin.
 
Kurzbiografie zu Friedrich G. Beckhaus innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Friedrich G. Beckhaus

Sigurd Fitzek … spielte den Koljuschin.
 
Geboren am 24. Dezember 1928 in Breslau (heute Wrocław, Polen).
 
Sigurd Fitzek (auch Siegurd Fitzek) kam am Heiligen Abend 1928 im niederschlesischen Breslau zur Welt und wuchs dort auf; nach dem Ende seiner Schulzeit wollte er zunächst Landwirt werden, doch durch den 2. Weltkrieg zerschlugen sich die Pläne. Nach Kriegsende kam er nach Bayern und übernahm später in München eine Reitschule. Zum Schauspieler ließ er sich an der Münchner "Otto-Falckenberg-Schule" ausbilden, ging dann 1950 nach Stuttgart an das "Junge Theater". Von 1960 bis 1965 arbeitete er regelmäßig an der damaligen "Kleinen Komödie", dem heutigen "GOP Varieté-Theater". In dieser Zeit sah man ihn unter anderem in den Stücken "Hokuspokus" von Curt Goetz, "Erinnerst du dich" von John Osborne und "Tausend Clowns" von Herb Gardner.
Mitte der 1950er Jahre kam Fitzek zum Fernsehen, wo er jahrzehntelang in vielen Einzelproduktionen, Serien und Mehrteilern zu sehen war. Bereits 1955 erlebte man ihn in dem von Franz Peter Wirth nach der Erzählung von Albrecht Goes1) inszenierten Film "Unruhige Nacht" in der Rolle des fahnenflüchtigen Soldaten Baranowsky, der die letzte Nacht vor seiner geplanten Hinrichtung durchlebt. Er wirkte als Journalist Robin Craven in dem ersten Durbridge-Straßenfeger "Der Andere"2) (1959) mit, spielte Willi Kufalts (Klaus Kammer) ehemaligen Mithäftling Emil Bruhn in der Fallada-Verfilmung "Wer einmal aus dem Blechnapf frißt"2) (1962) oder war 1964 einer der Hauptdarsteller in der "Stahlnetz"-Folge "Rehe"3) → Die Krimihomepage. Dieser Auftritt trug zwar viel zu seinem Bekanntheitsgrad, jedoch wenig zu seiner Beliebtheit bei, da er in diesem Film, der auf der Entführung von Joachim Göhner1) basierte, den Kindermörder Emil Tillmann (Rollenname Willy Funke) verkörperte.
Bis Ende der 1990er Jahre tauchte Fitzek in zahllosen weiteren TV-Produktionen auf, musste oftmals als Bösewicht herhalten und war vom Bildschirm nicht mehr wegzudenken. Auch in einigen Kinofilmen trat er in Erscheinung, so beispielsweise in dem Krimi "Fluchtweg St. Pauli – Großalarm für die Davidswache"1) (1971) und in dem Jerry Cotton-Streifen "Mordnacht in Manhattan"1) (1965). Zudem war er umfangreich für den Hörfunk tätig → Auswahl der Hörspiele bei Wikipedia.

Der in München lebende Sigurd Fitzek war mit der Schauspielerin Eva Maria Böhme (1929 – 2008) verheiratet und hat eine Tochter.
 
Quelle (unter anderem): Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Sigurd Fitzek; siehe auch Wikipedia mit weiterführenden Links
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP, 3) fernsehserien.de
Georges Wilson … spielte den Kapitän Tschurin.
 
Geboren am 17. Oktober 1921 in Paris (Frankreich),
gestorben am 3. Februar 2010 in Rambouillet (Frankreich).
 
In Frankreich galt Wilson am Theater als "heiliges Monster" (monstre sacré) bzw. Legende. Im Film (etwa 100 Rollen) hatte er seine erste größere Rolle 1954 in Claude Autant-Laras Stendhal-Verfilmung "Rot und Schwarz"1) (Le rouge et le noir) als Binet. Philippe de Broca besetzt ihn 1960 als Gegenpart zum damaligen Sexsymbol Jean-Pierre Cassel in der Komödie "Wo bleibt da die Moral, mein Herr?"2) (Le farceur). Es folgen das Drama "Opfergang einer Nonne"1) (1960, Le dialogue des Carmélites) mit Jeanne Moreau und Fernandels Gegenpart in der amüsanten Geschichte "Der Boß und sein Engel"2) (1961, Le caïd). Seine wohl bedeutendste Rolle hat Georges Wilson 1961 in Henri Colpis Drama "Noch nach Jahr und Tag"2) (Une aussi longue absence) mit Alida Valli. Neben dem "Kunstkino" taucht der Schauspieler gelegentlich im Kommerzkino auf, unter anderem als Alexandre Renaud in dem aufwendigen Kriegsfilm "Der längste Tag"1) (1962, The Longest Day), in dem Sophia Loren-Vehikel "Die schöne Isabella"1) (1967, C'era una volta…) oder in Lucio Fulcis Kostümstreifen "Die Nackte und der Kardinal"1) (1969, Beatrice Cenci).
In den 1970er Jahren agierte er beispielsweise als Chefinspektor bzw. Michel Piccolis Vorgesetzter in dem Krimi "Das Mädchen und der Kommissar"1) (1971, Max et les ferrailleurs), als Monsieur de Treville in Richard Lesters Abenteuer "Die drei Musketiere"1) (1973, The Three Musketeers) und als reicher Witwer Lucien Lourceuil in der Gesellschaftssatire "Das wilde Schaf"1) (1974, Le mouton enragé). Im deutschen Fernsehen war er in Fritz Umgelters Mehrteiler "Die unfreiwilligen Reisen des Moritz August Benjowski" (1975) zu sehen.
Eine seiner stärksten Rollen hatte Georges Wilson 1982 in Pierre Schoendoerffers "Die Ehre eines Kapitäns" (L'honneur d'un capitaine), hier kämpft er mit Anwältin Valouin (Claude Jade) und Witwe Caron (Nicole Garcia) gegen einen Militäranwalt (Charles Denner) um die Ehre eines im Algerienkrieg Gefallenen (Jacques Perrin). Seinen letzten großen Kinofilm drehte Wilson unter der Regie von Fernando E. Solanas, in der Tragikomödie "Tangos, l'exil de Gardel"2) spielte er 1985 den Jean-Marie. 2005 trat er noch einmal als Vater von Patrick Chesnais in dem Streifen "Man muss mich nicht lieben"2) (Je ne suis pas là pour être aimé) auf sowie in "Public Enemy No. 1 – Todestrieb"1) (2008, L'ennemi public n°1), dem zweiten Teil von Jean-Francoi Richets inszenierten Actionthriller-Biopic über den Berufsverbrecher Jacques Mesrine1) (1936 – 1979) mit Vincent Cassel in der Hauptrolle.
 
Zu Wilsons Theaterarbeit zählte unter anderem ein Part in dem Tennessee Williams-Schauspiel "Die Katze auf dem heißen Blechdach", für die er 2001 mit dem französischen Theaterpreis "Molière"1) als "Bester Nebendarsteller" ausgezeichnet wurde. 
Wilsons Söhne sind der Saxophonist und Komponist Jean-Marie Willson sowie der Schauspieler und Bariton Lambert Wilson1) (geb. 1958).
 
Quelle: Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Georges Wilson
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Filmlexikon
Günter Strack

Günter Strack 1986; Ausschnitt aus einem Foto anlässlich des Weihnachtskonzertes "Lieder öffnen unsere Herzen", veranstaltet vom Kuratorium ZNS für Unfallverletzte mit Schäden des zentralen Nervensystems e. V. in der alten Oper Frankfurt am 12. Dezember 1986;  Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, B 145 Bild-F074157-0035; Fotograf: Ludwig Wegmann / Datierung: 12. Dezember 1986 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.

… spielte den Festungskommandanten Nilow.
 
Geboren am 4. Juni 1929 in Darmstadt,
gestorben am 18. Januar 1999 in Münchsteinach.
  
Kurzbiografie zu Günter Strack innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, prisma.de sowie die Fanpage www.guenterstrack.de

Weitere Filme*) mit Günter Strack
 
Foto: Günter Strack 1986; Ausschnitt aus einem Foto anlässlich des Weihnachtskonzertes "Lieder öffnen unsere Herzen", veranstaltet vom Kuratorium ZNS für Unfallverletzte mit Schäden des zentralen Nervensystems e. V. in der alten Oper Frankfurt am 12. Dezember 1986.

Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, B 145 Bild-F074157-0035;
Fotograf: Ludwig Wegmann / Datierung: 12. Dezember 1986 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.
Genehmigung des Bundesarchivs zur Veröffentlichung innerhalb dieser Webpräsenz wurde am 11.10.2010 erteilt.
Originalfoto und Beschreibung:
Deutsches Bundesarchiv B 145 Bild-F074157-0035 bzw. Wikimedia Commons

Ingeborg Lapsien
  
Ingeborg Lapsien; Copyright Virginia Shue
Das Foto wurde mir freundlicherweise
von der Fotografin
Virginia Shue (Hamburg)
zur Verfügung gestellt.
© Virginia Shue.
… spielte die Frau des Festungskommandanten, Madame Nilow.
 
Geboren am 16. Oktober 1926 in Königsberg (heute Kaliningrad),
gestorben am 5. Juni 2014.

Nach dem Schulabschluss absolvierte Ingeborg Lapsien eine Schauspielausbildung bei Ruth von Zerboni1) (1946 – 1948) in München und nahm zudem Gesangsunterricht. 1948 gab sie in München ihr Bühnendebüt. An den " Münchner Kammerspielen" verkörperte sie u. a. unter der Regie des Autors Bert Brecht die Yvette in " Mutter Courage" (neben Therese Giehse in der Titelrolle). Es folgten Engagements in Tübingen, Hof, Trier, Bonn und Baden-Baden. 1960 holte sie Heinz Hilpert an das " Deutsche Theater" in Göttingen, dessen Ensemble sie bis 1966 angehörte. Seither war sie freischaffend tätig, gab unter anderem Gastspiele in Frankfurt, Hamburg, Darmstadt, Düsseldorf und Bochum.
Sie gestaltete zumeist große Charakterrollen wie die Seeräuber-Jenny in "Die Dreigroschenoper" (Baden-Baden), die Klytämnestra in Sartres " Die Fliegen", die Elisabeth in Schillers " Maria Stuart" (beides Göttingen), die Marthe Schwerdtlein in Goethes " Faust" (München), die Fontanes "Frau Jenny Treibel" (Darmstadt) und die Bernarda Alba in Lorcas " Bernarda Albas Haus".

Darüber hinaus arbeitet Ingeborg Lapsien umfangreich in Film- und Fernsehproduktionen. Sie spielte unter anderem in dem Georg Elser-Portrait "Der Attentäter" (1969), in den Simmel-Verfilmungen "Alle Menschen werden Brüder"1) (1973) und "Gott schützt die Liebenden"1) (1973), in der Heinz Rühmann-Komödie "Oh Jonathan, oh Jonathan!"1) (1973), in der Böll-Verfilmung "Gruppenbild mit Dame"1) (1977), in dem ZDF-Weihnachtsmehrteiler "Silas"2) (1981) oder der Fernsehsatire "Zwei Tote im Sender und Don Carlos im PoGl"1) (1982). Außerdem absolvierte sie Gastauftritte in vielen TV-Serien wie "Dem Täter auf der Spur", "Der Bulle von Tölz", "Zwei himmlische Töchter", "Derrick", "Wolffs Revier" und "Der Alte".
Zudem lieh sie als Synchronsprecherin ihre Stimme u. a. Ann Guilbert1) in der Sitcom "Die Nanny"1) (Staffel 4 bis 6), Celia Lovsky1) als vulkanischer Hohepriesterin T'Pau in "Raumschiff Enterprise", Anne Meara1) als Schwiegermutter Dorothy Halligan in der Fernsehserie "ALF" und Geraldine McEwan1) in dem Kevin Costner-Abenteuer "Robin Hood – König der Diebe"1) (1991, Robin Hood: Prince of Thieves).
 
Quelle: Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Ingeborg Lapsien
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP

Pascale Rivault … spielte die Aphanasie, Tochter des Festungskommandanten Nilow.
 
Geboren am 13. Oktober 1950.
  
Nach einem Kunststudium in Paris startete Pascale Rivault zunächst eine Karriere als Schauspielerin, spielte Theater, war im Kino und Fernsehen mit unterschiedlichsten Rollen zu sehen. Sie trat in Musicals auf und veröffentlichte Schallplatten und war mehr als zwanzig Jahre erfolgreich im Geschäft. Mitte der 1980er Jahre kehrte sie zu ihren Wurzeln zurück, erwarb ein Diplom als "peintre décorateur" und hat sich seitdem einen Namen als Kunstmalerin gemacht.
 
Weitere Filme*) mit Pascale Rivault
Heinz Weiss … spielte den Crustiew.
 
Geboren am 12. Juni 1921 in Stuttgart,
gestorben am 20. November 2010 in Grünwald bei München.
 
Kurzportrait zu Heinz Weiss innerhalb dieser Homepage
 

Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Heinz Weiss

Karl-Heinz von Hassel

Karl-Heinz von Hassel; Szenenfoto aus "Ein Seestern im Garten" an der "Komödie Düsseldorf"; Copyright Komödie Düsseldorf

… spielte den Kusnetschow .
 
Geboren am 8. Februar 1939 in Hamburg,
gestorben am 19. April 2016 ebenda.
 
Kurzbiografie zu Karl-Heinz von Hassel innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia, www.prisma.de, www.deutsches-filmhaus.de

Weitere Filme*) mit Karl-Heinz von Hassel
 
Foto mit freundlicher Genehmigung der "Komödie Düsseldorf"; © Komödie Düsseldorf

Willi Rose … spielte den Meder.
 
Geboren am 4. Februar 1902 als Wilhelm Bernhard Max Rose in Berlin,
gestorben am 16. Juni 1978 in Berlin.
 
Kurzbiografie zu Willi Rose innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch

Weitere Filme*) mit Willi Rose

Romuald Pekny

Romuald Pekny; Copyright Virginia Shue

… spielte den Herzog d'Aiguillon.
 
Geboren am 1. Juli 1920 in Wien,
gestorben am 9. November 2007 in Linz.
 
Kurzbiografie zu Romuald Pekny innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia, www.kultur-fibel.de

Weitere Filme*) mit Romuald Pekny
 
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Paul Cambo … spielte den Saldagna.
 
Geboren am 3. Juli 1908 als Paul-Marius-Raymond Mignonat in Bort-les-Orgues (Corrèze, Frankreich),
gestorben am 19. Februar 1978 in Maisons-Laffitte (Yveline, Frankreich).
 
Weitere Filme*) mit Paul Cambo
Massimo Girotti … spielte den de Terney.
 
Geboren am 18. Mai 1918 in Mogliano (Macerata, Italien),
gestorben am 5. Januar 2003 in Rom (Italien).
 
Massimo Girotti studiert Jura1), geht aber dann zur Schauspielschule und hat erste Erfolge am Theater und beim Rundfunk. Sein Filmdebüt gibt er 1939 bei Mario Soldati in "Skandal um Dora" (Dora Nelson). Popularität erreicht er mit der Rolle des jungen Helden in Alessandro Blasettis Abenteuer "Die eiserne Krone" (1941, La corona di ferro).
Nach dem Kriegsfilm "Ein Pilot kehrt zurück" (1942, Un pilota ritorna) von Roberto Rossellini gibt ihm Luchino Visconti die Rolle des Gino in dem Krimidrama "Besessenheit"2) (Ossessione3)) nach James M. Cains Roman "Wenn der Postmann zweimal klingelt". Der Landstreicher Dino lernt während seines Trips durch die Po-Ebene in einem abgelegenen Rasthaus Giovanna Bragana (Clara Calamai), Frau des nörglerischen Wirts kennen, lässt sich von ihr verführen, ist von ihr besessen und begeht einen Mord. Dieser getriebene, gestrandete Junge ist eine der ersten und eindringlichsten Figuren des italienischen Neorealismus. Und durch diesen Film und die Rolle wird er neben Raf Vallone zum Inbegriff des tragischen Helden, des "Born Loosers" im italienischen Neorealismus.
Er spielt in Luigi Zampas "Kritische Jahre"4) (1948, Anni difficili), in Pietro Germis "Im Namen des Gesetzes"4) (1949, In nome della legge), Luigi Comencinis "Geschlossene Gardinen"4) (1950, Persiane chiuse), Michelangelo Antonionis "Chronik einer Liebe"4) (1950, Cronaca di un amore), Augusto Geninas "Es geschah Punkt 11"4) (1952, Roma ore undici) und schließlich 1954 ist er der Patriot Ussoni in Viscontis Meisterwerk "Sehnsucht"2) (Senso3)). Während er gesamten Fünfzigerjahre steht Girotti unter Alessandro Blasetti und Luchino Visconti häufig auf der Bühne.

Girotti spielt aber auch in Blasettis Kostümfilm "Fabiola"4) (1949) den jugendlichen Helden. Der ist er später in vielen italienischen Trivialabenteuern wie "Spartakus – Der Rebell von Rom"4) (1953, Spartaco), "Herodes – Blut über Jerusalem"4) (1959, Erode il grande), "Aufstand der Tscherkessen"4)  (1959, I cosacchi)), "Judith – Das Schwert der Rache"3) (1958, Giudetta a Oloferne), "Das Schwert des roten Giganten"3) (1960, I giganti della Tessaglia), "Romulus und Remus"3) (1961, Romolo e Remo), "Kaiserliche Venus"4) (1962, Venere imperiale), "Das Gold der Cäsaren"4) (1962, Oro per i cesari) und anderen. 1968 holt ihn Pier Paolo Pasolini für "Teorema"3) sowie 1972 Bernardo Bertolucci für "Der letzte Tango in Paris"3) (Ultimo tango a Parigi) wieder für anspruchsvollere Filme vor die Kamera.
Ab Mitte der Siebzigerjahre sieht man ihn nur noch selten auf der Leinwand, etwa in Luchino Viscontis "Die Unschuld"2) (1976, L'innocente3)), in Ettore Scolas Liebesfilm "Passion der Liebe"4) (1981, Passione d’amore), in der mehrteiligen Fernsehversion von "Quo Vadis"3) (1985), in Liliana Cavanis "Leidenschaften"3) (1985, Interno Berlinese; mit Gudrun Landgrebe), in dem deutschen Fernsehspiel "Der Ochsenkrieg"4) (1987), in Massimo Guglielmis Debütfilm "Rebus" (1986) und 1994 in Roberto Benignis Komödie "Das Monster"4) (Il mostro).
"Zwischen 1940 und 2003 spielte Girotti in etwa 120 Film- und Fernsehproduktionen" notiert Wikipedia.
 
Quelle bzw. nach www.prisma.de

Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Massimo Girotti
 
1) Laut Wikipedia studierte Girotti zunächst Ingenieurswesen und war ein erfolgreicher Polo- und Schwimmstar.
Link: 2) prisma.de, 3) Wikipedia, 4) Filmlexikon

Peter-Timm Schaufuß
 
Peter-Timm Schaufuss 1946; Quelle: Deutsche Fotothek (file: df pk 0000100 007); Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek; Urheber: Abraham Pisarek (1901–1983); Datierung: 1946; Lizenz CC-BY-SA 3.0; Originalfoto und Beschreibung: Wikimedia Commons
Peter-Timm Schaufuss 1946
Quelle: Deutsche Fotothek
(file: df pk 0000100 007)
© SLUB Dresden/Deutsche Fotothek*)
Urheber: Abraham Pisarek1) (1901–1983); Datierung: 1946
Lizenz CC-BY-SA 3.0
Originalfoto und Beschreibung:
Wikimedia Commons
… spielte den Alexeij.
 
Geboren 1923 in Berlin,
gestorben 1983 in München. 
 
Peter-Timm Schaufuß entstammte einer Künstlerfamilie. Sein Großvater Carl August Robert "Käs" Schaufuß war Bühnenschauspieler und Intendant, sein Vater der renommierte Bühnen- und Filmschauspieler Hans Hermann Schaufuß1) (1893 – 1982). Der früh verstorbene ältere Bruder Hans-Joachim Schaufuß2) (1918 – 1941) trat als "Gustav mit der Hupe" in Gerhard Lamprechts Erstverfilmung von Erich Kästners "Emil und die Detektive"2) (1931) in Erscheinung; er starb als Soldat im zweiten Weltkrieg.
Peter-Timm Schaufuß wurde einem breiten Publikum zunächst als Kabarettist bekannt. Er wirkte in verschiedenen Programmen der Münchner Lach- und Schießgesellschaft mit, wie etwa in "Rette sich wer kann" (1957) und "Eine kleine Nachtmusik" (1958).
Daneben spielte er zahlreiche Rollen in Film- und Fernsehproduktionen wie an der Seite von Carl Raddatz in dem Kinostreifen "Zugvögel"3) (1947), neben René Deltgen und Marianne Hoppe in "Der Mann meines Lebens"4) (1954), unter der Regie von O. W. Fischer in dem Arztmelodram "Ich suche dich"2) (1956), neben Hanns Lothar in "Flug in Gefahr"2) (1964, TV-Film nach Arthur Hailey) oder unter der Regie von Rainer Erler in der ZDF-Farce "Herr Wolf hat seine Krise" (1969). Außerdem absolvierte er Gastauftritte in Fernsehserien wie "Eurogang", "Die fünfte Kolonne" und "Fernfahrer".
Darüber hinaus lieh er seine Stimme verschiedenen Hörspielproduktionen, vor allem beim BR wie z.B. "Der Monopteros" (1958) nach Alois Johannes Lippl; außerdem arbeitete er als Synchronsprecher.

Schaufuß starb 1983 und wurde auf dem Münchner Ostfriedhof beigesetzt.
 
Quelle: Wikipedia (Stand Juli 2009)

Weitere Filme*) mit Peter-Timm Schaufuß
 
Link:  1) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia, 3) Filmlexikon, 4)  filmportal.de
*) Genehmigung der Deutschen Fotothek zur Veröffentlichung innerhalb dieser Webpräsenz wurde am 12.11.2010 erteilt.

Klaus Schwarzkopf

Klaus Schwarzkopf; Copyright Virginia Shue

… spielte den Don Pacheco.
 
Geboren am 18. Dezember 1922 in Neuruppin,
gestorben am 21. Juni 1991 in Bochum.
 
Kurzbiografie zu Klaus Schwarzkopf innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia, www.prisma.de, www.deutsches-filmhaus.de

Weitere Filme*) mit Klaus Schwarzkopf
 
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Robert Dalban … spielte den Maillard .
 
Geboren am 19. Juli 1903 als Gaston Barré in Celles-sur-Belle (Deux-Sèvres, Frankreich),
gestorben am 3. April 1987 in Paris (Frankreich).

Der knautschgesichtige französische Schauspieler wurde unter dem Regisseur Henri-Georges Clouzot als Paulo in dem klassischen "film policier" "Quai des Orfèvres"1) (1947, Unter falschem Verdacht) berühmt. Sein Gesicht taucht in Nebenrollen in mehr als zweihundert Filmproduktionen auf. In Erinnerung bleibt er vor allem als Leon Blanchet bzw. Résistance-Kamerad von Danielle Darrieux in Julien Duviviers Krimi "Marie-Octobre"2) (1959), als Chefredakteur von Jean Marais und Mylène Demongeot in den drei "Fantômas"-Komödien "Fantômas"3) (1964, Fantomas), "Fantômas contre Interpol"3) (1965, Fantômas gegen Interpol) und "Fantômas contre Scotland Yard"3) (1967, Fantomas bedroht die Welt) sowie als nach hoher Mitgift lechzender Gastwirt und Vater von Manette alias Claude Jade in Édouard Molinaros Literaturadaption "Mon oncle Benjamin"3) (1969, Der Mann im roten Rock/Mein Onkel Benjamin). Später tauchte er unter anderem in den Pierre Richard-Komödien "Les malheurs d'Alfred"3) (1972, Alfred, die Knallerbse), "La carapate"3) (1978, Der Sanfte mit den schnellen Beinen), "La chèvre"3) (1981, Ein Tolpatsch kommt selten allein) und "Les compères" (1985, Zwei irre Spaßvögel) auf, spielte auch mit Jean-Paul Belmondo in der heiteren Geschichte "L'incorrigible"3) (1975, Der Unverbesserliche).
 
Quelle: Wikipedia

Weitere Filme*) mit Robert Dalban
 
Link: 1) der-film-noir.de, 2) Filmlexikon, 3) Wikipedia

Claude Brosset … spielte den Gouvier.
 
Geboren am 24. Dezember 1943 in Juvisy-sur-Orge (Frankreich),
gestorben am 25. Juni 2007 in Pontoise (Frankreich) an den Folgen einer Krebserkrankung.
 
Claude Brosset wurde vor allem in seiner Heimat Frankreich durch prägnante Nebenrollen in zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen bekannt. Schon früh entschied er sich für die Schauspielerei, machte in Paris eine Ausbildung an der Schauspielschule "Centre dramatique de la rue Blanche" und am renommierten "Conservatoire national d'art dramatique", stand bereits mit zwanzig Jahren auf der Bühne. Im Laufe der Jahre brillierte er mit vielen schönen Rollen und blieb zeitlebens dem Theater treu. 
Seit Mitte der 1960er Jahre gehörte Brosset zu den vielbeschäftigten Film- und Fernsehdarstellern seines Landes, die Filmografie umfasst über 100 Produktionen. Bei uns wurde er auch bekannt durch seine Rolle des Antoine Portor in dem Kinothriller "Adieu Bulle"1) (1975, Adieu, poulet) an der Seite von Lino Ventura, mit Jean-Paul Belmondo spielte er in den Krimis "Der Greifer"1) (1976, L'alpagueur) und "Der Körper meines Feindes"1) (1976, Le corps de mon ennemi). In dem Pierre Richard-Streifen "Der Sanfte mit den schnellen Beinen"1) (1978, La carapate) mimte er den Gustave, tauchte erneut neben Jean-Paul Belmondo in "Der Windhund"1) (1979, Flic ou voyou) auf.

Weitere Filme*) mit Claude Brosset
 
Link: 1) Wikipedia

Yves Tan-Yan … spielte den Fürst Hualpo.
Nängnoi Supasi … spielte den Eingeborenen Tinto Volangta.

*) Link: Internet Movie Database

  

Moritz August Graf von Benjowski

Moritz Benjowski (slowakisch: Móric Benowský) wurde 1741 oder 1746 in Vrbové (damals Königreich Ungarn, heute Slowakei) geboren
und starb am 23. Mai 1786 auf Madagaskar.

Sein Vater war der slowakische Adelige Samuel Benowský, ein kaiserlicher General, dessen Familie aus Benov (heute in Bytca) stammte. Seine Mutter war Rozália Révay(ová), über deren Nationalität nichts bekannt ist. Die Familie Révay war eine bedeutende Adelsfamilie im Königreich Ungarn, die aus der Gegend um Sirmium stammte und seit dem 16. Jahrhundert große Besitztümer in der Turz besaß. (…)
Er kämpfte als österreichischer Leutnant im Siebenjährigen Krieg bis 1758. Er erbte die Starostie1) seines polnischen Onkels in einem Teil des damaligen Polen, der zu jener Zeit unter habsburgischer Verwaltung stand (und heute zur Slowakei gehört). Aufkommende Erbstreitigkeiten mit seinen dortigen Cousins versuchte er 1765 eigenmächtig durch militärischen Handstreich zu regeln, weshalb ihn Maria Theresia aus Österreich ausweisen ließ. Daraufhin hielt er sich in Hamburg, Plymouth und Amsterdam auf, wo er sich der Schifffahrtskunde widmete. 1767 schloss er sich den polnischen Konföderierten an, 1768 wurde er zum Oberst und Generalquartiermeister ernannt. Im Kampf gegen die Russen geriet er 1769 in Kriegsgefangenschaft und wurde zunächst nach Kasan, nach einem Fluchtversuch, der erst in St. Petersburg endete, dann nach Kamtschatka verbannt.
Hier gelang es ihm, die Gunst des Gouverneurs Nilow zu gewinnen. Seine eigene Darstellung, nach der er sich mit dessen Tochter Afanassia vermählte, wird von anderen Quellen bezweifelt. Gesichert ist, dass er mit den anderen Verbannten eine Verschwörung plante. Am 26. April 1771 kam es zum Aufstand. Der Gouverneur wurde ermordet, die Kronkasse geplündert, und die je nach Quelle zwischen 65 und 96 Aufständischen erreichten auf einem Floß die Mündung des Flusses Bolschaja. Am 11. Mai 1771 kamen sie in Tschekawinski an und fuhren von dort aus auf einer Galeote1) über Japan und Formosa nach Macao, welches sie am 24. September 1771 erreichten. Benjowski verkaufte die Galeote an den dortigen portugiesischen Gouverneur und fuhr auf zwei französischen Schiffen über Mauritius und Madagaskar nach Frankreich.

Dort angekommen, machte er der französischen Regierung das Angebot, Madagaskar zu erobern und eine Kolonie zu errichten. Louis XV. willigte ein, und mit etwa 250 Soldaten begann Benjowski eine Expedition. Die Insel erreichte man im Februar 1774. Durch diplomatisches Geschick gelang es ihm, das Vertrauen einiger einheimischer Stämme zu gewinnen, und er ließ sich 1776 zu ihrem König wählen. Dennoch war die Expedition ein Fehlschlag; die meisten Teilnehmer starben. Auch traf im selben Jahr eine Kommission des neuen französischen Königs Louis XVI. ein, deren Bericht wenig schmeichelhaft ausfiel. Am Ende desselben Jahres kehrte er nach Frankreich zurück, um diesen Eindruck zu revidieren, was ihm auch gelang. Er wurde hoch dekoriert und mit der Pension eines Brigadegenerals dotiert. Nur seine Pläne stießen auf taube Ohren.
So kehrte er zunächst nicht nach Madagaskar zurück. Er lernte Kazimierz Pulaski1) sowie Benjamin Franklin1) kennen, der zu damaligen Zeit Gesandter der Vereinigten Staaten in Frankreich war. 1778/79 trat er erneut in österreichische Dienste und kämpfte im Bayerischen Erbfolgekrieg gegen Preußen. Nach mehreren Aufenthalten in Amerika nahm Benjowski 1783 dann eine zweite Expedition nach Madagaskar in Angriff, diesmal unter österreichischer Flagge. Nach der Ankunft 1785 kam es zu Gefechten mit französischen Truppen, in denen er am 23. Mai 1786 schwer verwundet wurde und kurz darauf starb.

Sein Leben war die Vorlage für das 1791 entstandene Drama "Die Verschwörung in Kamtschatka" von August von Kotzebue. 1975 erschien im ZDF der Vierteiler "Die unfreiwilligen Reisen des Moritz August Benjowski" mit Christian Quadflieg, Nicole Heesters, Sky du Mont, Heinz Weiss und Klaus Schwarzkopf.

Quelle: Wikipedia mit weiteren Informationen

Link: 1) Wikipedia

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