Die unfreiwilligen Reisen
des Moritz August Benjowski
Moritz August Graf von Benjowski (1741 – 1786), Spross einer bedeutenden Adelsfamilie im ehemaligen Königreich Ungarn, hielt seine abenteuerlichen Erlebnisse in seinen Reisebeschreibungen fest. Mitte des 18. Jahrhunderts verschlug es ihn als Oberst bzw. Generalquartiermeister der polnischen Konföderierten1) nach Russland. Kriegsgefangenschaft, Fluchtversuch, Verbannung und erneute Flucht über Japan und Formosa nach Macao kennzeichnen Benjowskis nächsten Jahre. 1771 kam er über Mauritius und Madagaskar nach Frankreich und machte dem französischen König Louis XV. den Vorschlag, Madagaskar als Kolonie für Frankreich zu erobern. Nach zunächst scheinbar erfolgreicher Expedition scheiterte der Versuch letztlich, auch eine zweite Expedition unter österreichischer Flagge im Jahre 1785/86 wurde ein Fehlschlag, bei Gefechten mit französischen Truppen wurde Benjowski am 23. Mai 1786 schwer verwundet und erlag kurz darauf seinen Verletzungen.
 
Anhand der Reiseberichte des Abenteurers entstand Mitte der 1970er Jahre für das ZDF der spannende Vierteiler "Die unfreiwilligen Reisen des Moritz August Benjowski" mit dem Untertitel "Ein biographischer Bericht in vier Teilen", zu dem Helmut Pigge (1919 – 2000) das Drehbuch geschrieben hatte. Die Gemeinschaftsproduktion mit dem französischen und dem italienischen Fernsehen stand ganz in der Tradition mehrteiliger Literaturverfilmungen, mit denen der Mainzer Sender seit dem Start am 1. April 1963 Fernsehgeschichte geschrieben hatte. Man denke nur an die legendären Advents-Vierteiler wie "Robinson Crusoe"2) (1964), "Don Quijote von der Mancha"2) (1965), "Die Schatzinsel"2) (1966), Die Lederstrumpferzählungen"2) (1969) oder "Der Seewolf"2) (1971). Nach der Verfilmung der "merkwürdigen Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck"2) (1973) machte man sich ein Jahr später an die szenische Umsetzung von Benjowskis biografischen Aufzeichnungen, zwischen dem 4. und 18. Januar 1975 flimmerte das Historien-Abenteuer, jeweils in Spielfilmlänge, über die Bildschirme und fesselte einmal mehr ein Millionenpublikum. Erneut konnte man wieder Fritz Umgelter1) (1922 – 1981), der bereits den Trenck-Stoff inszeniert hatte, als Regisseur gewinnen. Umgelter hatte auch bei den legendären Mehrteilern "Soweit die Füße tragen"2) (1959), "Am grünen Strand der Spree"1) (1960) und "Wer einmal aus dem Blechnapf frißt"2) (1962) seine Handschrift hinterlassen. Diesmal überzeugte Christian Quadflieg, Sohn der Theaterlegende Will Quadflieg2) (1914 – 2003), mit der Titelrolle, wurde damit auch im Fernsehen zu einem populären Gesicht. Ende des Jahres sollte er in dem ZDF-Vierteiler "Des Christoffel von Grimmelshausen abenteuerlicher Simplicissimus"2) mit der Figur des Schreibers Herzbruder Ulrich an der Seite von Trenck-Darsteller Matthias Habich wieder auftauchten; auch Sky du Mont, Heinz Weiss und Georges Claisse, die man ebenfalls in der Trenck-Verfilmung gesehen hatte, standen auf der Besetzungsliste. Hans Posegga1) (1917 – 2002), der für etliche ZDF-Vierteiler die Musik komponiert hatte oder noch komponieren sollte,  hatte den Soundtrack beigesteuert; so stammte beispielsweise die eingängige musikalische Untermalung für die Jack London-Adaptionen "Der Seewolf" und "Lockruf des Goldes"2) (1975) aus seiner Feder.
Die Dreharbeiten zu dem Abenteuerfilm fanden unter anderem auf dem Bavaria-Filmgelände in München-Geiselgasteig statt. Dabei kam es zu einem Brand, der die Außendekoration vernichtete und einen für damalige Verhältnisse immensen Schaden von 200.000 DM verursachte.
 
Der Inhalt der einzelnen Teile:
 
Teil 1: Verbannung (Erstausstrahlung: 4. Januar 1975)
Der 1741 als Spross eines ungarischen Adelshauses geborene Moritz August Benjowski (Chrstian Quadflieg) schloss sich 26-jährig im Juli 1767 in der Stadt Bar einem Freiheitsbund polnischer Adliger ("Barer Konföderation") an, der das Ziel hatte, die in ihrem Lande anstehenden russischen Truppen zu vertreiben. Im darauffolgenden Jahr bricht der Aufstand los: Benjowski, erst seit vier Wochen verheiratet, schließt sich den Rebellen an. In zahlreichen Gefechten bewährt er sich als Reiteroberst, kann aber nicht verhindern, dass die Polen der russischen Übermacht erliegen. Schwer verwundet gerät er in Gefangenschaft und wird nach Kasan gebracht. Nach einem gescheiterten Fluchtversuch urteilt die Zarin: Lebenslängliche Verbannung nach Kamtschatka wegen Hochverrats! Der Transport nach der Hafenstadt Ochotsk an der Ostküste Sibiriens dauert ein Jahr. Ein Postboot setzt die sechs Gefangenen auf die Halbinsel Kamtschatka über, und am 2. Dezember 1770 betreten sie die Hauptstadt Bolscherezk, den Ort ihrer Verbannung. Benjowski aber hat nur einen Gedanken: Flucht!
Quelle: ZDF Theaterkanal

Teil 2: Verschwörung (Erstausstrahlung: 7. Januar 1975)
Am 2. Dezember 1770 trifft Moritz August Benjowski mit fünf Kameraden als Verbannter der Zarin Katharina II. (Nicole Heesters) auf der ostsibirischen Halbinsel Kamtschatka ein. Der Empfang in Bolscherezk, dem russischen Hauptstützpunkt, ist überraschend. Der trunksüchtige, rauhbeinige Festungskommandant Nilow (Günter Strack) findet Gefallen an den guten Manieren, an der Weltgewandtheit und an den Fremdsprachen Benjowskis. Nilow und seine Frau (Ingeborg Lapsien) haben Mitleid mit dem schweren Los der Verbannten und so machen sie Benjowski zum Hauslehrer seiner hübschen Tochter Aphanasie (Pascale Rivault). Trotzdem verfolgt auch hier Benjowski seine Fluchtpläne. So wird er zum Mittelpunkt einer Verschwörung, deren Ziel die Flucht nach Europa ist. Als der Augenblick zum Handeln gekommen ist, dringen die Verschwörer in die Festung ein und überwältigen die Kosakenwache. Im Kommandantenzimmer trifft Benjowski auf seinen Wohltäter Nilow, und es entbrennt ein gnadenloser Zweikampf auf Leben und Tod.
Quelle: ZDF Theaterkanal und Wikipedia

Teil 3: Kampf und Flucht (Erstausstrahlung: 14. Januar 1975)
Nach ihrer Flucht kapern Benjowski und die anderen Verbannten das im Hafen von Bolscherezk ankernde Regierungsboot "Peter und Paul". Mit äußerster Kraftanstrengung gelingt es der Mannschaft, die "Peter und Paul" in tropische Zonen zu steuern. Hier machen Hitze und Wassermangel der Besatzung schwer zu schaffen. Inzwischen ist die Nachricht von dem Aufstand und der geglückten Flucht an den zaristischen Hof in St. Petersburg gelangt. Außenminister Graf Panin (Wolfgang Schwarz) ist außer sich; die geflohenen Regimegegner werden sich in den europäischen Salons als beklagenswerte Opfer des Zarismus ausgeben! Eingeborene Kopfjäger und Meuterer an Bord bringen neue Gefahren. Aber Benjowski bleibt das Glück treu. Er gewinnt die Freundschaft eines Stammesfürsten auf Formosa, der ihm und seiner Mannschaft die Weiterfahrt nach Macao ermöglicht.
Quelle: ZDF Theaterkanal

Teil 4: Zu neuen Zielen (Erstausstrahlung: 18. Januar 1975)
Nach wechselvollen Abenteuern in Asien betritt Moritz August Benjowski an der Spitze seiner Schicksalsgefährten aus der sibirischen Verbannung 1772 im französischen Hafen Lorient europäischen Boden. Er eilt nach Paris, wo er nach vier Jahren der unfreiwilligen Trennung seine junge Frau (Eleonore Weisgerber) wieder in die Arme schließen kann. Aber es hält Benjowski nicht länger in Europa, vor allem weil er nun erkennen muss, dass sein Einsatz für die Freiheit Polens vergeblich war. Er erfährt, dass die drei Großmächte Russland, Preußen und Österreich die Teilung des Landes beschlossen haben. # Benjowski wendet sich neuen Abenteuern zu: im Auftrag des französischen Königs Ludwig XV. übernimmt er die Aufgabe, die Insel Madagaskar zu kolonisieren. Erbitterte Kämpfe mit rivalisierenden Völkerstämmen und heimtückischen Sklavenhändlern werden ihm fast zum Verhängnis. Da kommt ihm ein Zufall zu Hilfe: Eine alte Eingeborene ist überzeugt, in dem weißen Fremden einen Nachfahren des letzten Herrschers zu erkennen. Moritz August Benjowski gibt nach langem Zögern dem Drängen der Eingeborenen nach und lässt sich zum König von Madagaskar krönen.
Quelle: ZDF Theaterkanal
 
Der Vierteiler hat alles, was die Herzen der Zuschauer und der Zuschauerinnen höher und schneller schlagen ließ: Spannung, Abenteuer, gutaussehende Kerle, Liebe, Eifersucht, Verrat. Dazu kommen beeindruckende Landschaftsaufnahmen, die das zum Hingucker machen, ebenso wie die protzige Ausstattung. Weiterer Pluspunkt: die Musik von Hans Posegga. Trotzdem gehört diese Verfilmung zu den vergessenen Schätzen des ZDF. Das mag daran liegen, dass die Geschichte zu lang und zu überfrachtet war. (Quelle: www.bamby.de)
Der Mehrteiler wurde zuletzt ab Anfang Januar 2008 im ZDF Theaterkanal wiederholt: eine DVD ist im Gegensatz zu vielen anderen beliebten Produktionen bisher nicht erschienen.
 

1) Der Link führt zu Wikipedia
2) Der Link führt zum Kurzportrait bzw. zur Beschreibung innerhalb dieser Webpräsenz

Siehe auch Wikipedia, www.bamby.de
Weitere Links bei www.wunschliste.de, www.fernsehserien.de

 

Die Akteure:
Christian Quadflieg … spielte den Titelhelden, den Abenteurer Moritz August Benjowski.
 
Geboren am 11. April 1945 in Växjö (Schweden).

Kurzbiografie zu Christian Quadflieg innerhalb dieser Homepage
 
Webpräsenz: www.christianquadflieg.de
Siehe auch Wikipedia, www.prisma-online.de
 
Weitere Filme*) mit Christian Quadflieg

Nicole Heesters

Nicole Heesters; Copyright Virginia Shue

… spielte die russische Zarin Katharina II.
   
Geboren am 14. Februar 1937 in Potsdam.
  
Kurzbiografie zu Nicole Heesters innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.prisma-online.de


Weitere Filme*) mit Nicole Heesters

 

Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Wolfgang Schwarz … spielte den russischen Außenminister Graf Panin.
 
Geboren am 13. August 1925 in Düsseldorf.
 
Weitere Filme*) mit Wolfgang Schwarz
Matthias Habich

Matthias Habich; Copyright Virginia Shue

… spielte den Orlow.
 
Geboren am 12. Januar 1940 in Danzig.

Kurzbiografie zu Matthias Habich innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de, www.prisma-online.de
 
Weitere Filme*) mit Matthias Habich
 

Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Kurd Pieritz … spielte den Graf Tschekin.
  
Geboren am 26. Juni 1918 in Greifswald1) (auch Curd Pieritz und Kurt Pieritz).,
gestorben am 25. Dezember 2010 in Hamburg.

Der Sohn eines Kaufmanns wuchs in Stralsund auf und machte dort sein Abitur. Er wollte Schauspieler werden und erhielt eine Empfehlung von Staatsschauspieler Theodor Loos, doch bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde er Kriegsteilnehmer.
Nach der Heimkehr aus der Kriegsgefangenschaft ging er nach Düsseldorf, wo er 1949 ein Stipendium an der Schauspielschule des Düsseldorfer Schauspielhauses unter Gustaf Gründgens erhielt. 1950 gab er sein Debüt in Rheydt, weitere Stationen seiner Laufbahn waren Würzburg, Braunschweig, Wiesbaden und Darmstadt. Seit 1960 lebte er als freischaffender Schauspieler in West-Berlin.

Im Film war Pieritz ab 1957 zu sehen, 1958 spielte er in dem DEFA-Kriegsfilm "Geschwader Fledermaus" den Chefpilot Mitch Bryk. Außer in Kriegsfilmen wurde er vor allem in Krimis eingesetzt, darunter waren auch mehrere Edgar-Wallace-Filme. Meist verkörperte er zwielichtige Gestalten.
In den 60er Jahren wurde er zu einem regelmäßig besetzten Hauptdarsteller in Fernseh-Dokumentarfilmen zur deutschen Geschichte. Seine bedeutendste Rolle erhielt er in der Titelrolle eines Zweiteilers um den deutschen Reichspräsidenten Friedrich Ebert. Pieritz machte sich auch als Maler und Zeichner einen Namen.
 
Quelle: Wikipedia (Stand Juni 2009)
 
Siehe auch www.defa-sternstunden.de
 
Weitere Filme*) mit Kurd Pieritz
 
1) Geburtsort laut IMDb, defa-sternstunden.de und Filmportal.de. Kay Weniger: "Das große Personenlexikon des Films" gibt als Geburtsort Stralsund an.
Eleonore Weisgerber … spielte die Anna Benjowski, Ehefrau von Moritz August Benjowski.
 
Geboren am 18. August 1948 in Wiesbaden.
  
Kurzportrait zu Eleonore Weisgerber innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.prisma-online.de
Weitere Filme*) mit Eleonore Weisgerber
Georges Claisse … spielte den schwedischen Major Wyndbladt.
 
Geboren 1941 in Paris.
  
Nach kleinen Rollen in "Brennt Paris?" und "Die Nacht der Generäle" gibt ihm Michel Deville 1969 mit dem Stéphane im Brigitte Bardot/Jean-Pierre Cassel-Vehikel "Der Bär und die Puppe" eine erste große Filmrolle. Es folgen in den 1970ern unter anderem "Wir werden zusammen nicht in den Wald gehen", "Raphael, der Wüstling", "Der große Coup des Kommissars", "Alte Damen morden gründlich" und "Nur drei kamen durch".
Seit den 1970ern auch häufig in deutschen Produktionen, so als Wiktor Dolulow in Franz Peter Wirths "Die Rote Kapelle", Peter Adams "Ein für allemal" (mit Karin Baal), Fritz Umgelters Fernseharbeiten "Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck", "Wenn andere fehlen", "Die unfreiwilligen Reisen des Moritz August Benjowski" und "Der Winter, der ein Sommer war".
Auch in den 1980er (Ilse Hofmanns "Das Gespinst", Gastrolle in "SOKO 5113") 1990er ("Die Straßen von Berlin") und 2000er Jahren ("Motorrad-Cops", "Sophie – Sissis kleine Schwester", "Nach so vielen Jahren", "Der Ferienarzt") in Deutschland tätig.
In den 1990er Jahren in Frankreich an der Seite der besten Schauspielerinnen: neben Nathalie Baye in "La Voix", neben Marie-Christine Barrault in "Les Maîtresses de mon mari" und als Claude Jades verschollener Ehemann, der in "Porté disparu" nach zwanzig Jahren zurückkehrt.
Ab 1998 war Georges Claisse in der deutschen Fernsehreihe "T.E.A.M. Berlin" als Georg Paulsen zu sehen.

Quelle: Wikipedia (Stand Mai 2009)
 
Georges Claisse bei der Agentur Tatsch: www.agenturtatsch.de
Weitere Filme*) mit Georges Claisse
Herbert Stass … spielte den Baturin.
 
Geboren am 7. Oktober 1919 als Herbert Staskiewicz in Oebisfelde (Sachsen-Anhalt),
gestorben am 11. November 1999 in Berlin.  

Kurzbiografie zu Herbert Stass innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia
Weitere Filme*) mit Herbert Stass
Michael Brennicke … spielte den Panow.
 
Geboren am 3. Oktober 1946 in München.
 
Brennicke arbeitet in der Münchner Synchronindustrie seit den 1970er Jahren als Sprecher, schreibt darüber hinaus jedoch auch Dialogbücher und führt Synchronregie. Zu den Darstellern, für die er die deutsche Stimme geliefert hat, zählen Spencer Tracy, Dustin Hoffman, Adriano Celentano, Nick Nolte, Chevy Chase und Kurt Russell.
Vereinzelt ist Brennicke auch in kleinen Rollen in Fernsehproduktionen und Filmen aufgetreten, etwa in dem Fernseh-Mehrteiler "Die unfreiwilligen Reisen des Moritz August Benjowski" (1974), der Fernsehserie "Zwei himmlische Töchter" (1978) und Uwe Frießners Spielfilm "Das Ende des Regenbogens" (1979). Seit 1989 ist Brennicke zudem einer der Sprecher von "Aktenzeichen XY… ungelöst". Zudem hat er zahlreiche Kino- und Fernseh-Trailer gesprochen.
 
Quelle: Wikipedia (Stand Juni 2009)
 
Weitere Filme*) mit Michael Brennicke
Sky du Mont

Sky Dumont; Copyright Edmond Frederik

… spielte den Stephanow.

Geboren am 20. Mai 1947 als Caetano Bremme Gaspar Neven DuMont in Buenos Aires (Argentinien).
 
Kurzportrait zu Sky du Mont innerhalb dieser Homepage
 
Webpräsenz: www.skydumont.de

Siehe auch Wikipedia, www.whoswho.de

Weitere Filme*) mit Sky du Mont
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik 

Franz Rudnick … spielte den Sophronow.
 
Geboren am 13. Oktober 1931 in Berlin,
gestorben am 13. Oktober 2005 in München. 
 
Kurzbiografie zu Franz Rudnick  innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia
Weitere Filme*) mit Franz Rudnick
Henning Gissel … spielte den Locsinski.
 
Geboren am 23. Juli 1942 in Berlin.
 
Henning Gissel ist gebürtiger und überzeugter Berliner. Seine Ausbildung erhielt er an der Schauspielschule von Else Bongers in Berlin. Außerdem studierte er Pantomime an der "Ecole de Mime" von Maximilian Decroux in Paris.
Nach Anfängerjahren am Theater drehte er 1967 sein erstes großes Fernsehspiel für den NDR: "Gerhard Langhammer und die Freiheit" (Regie: Rolf Busch) und hat seitdem in über 280 Fernsehproduktionen mitgewirkt. Daneben spielt er aber immer wieder Theater, so am "Theater am Kurfürstendamm" in Berlin, an der "Tribüne Berlin", am "Alten Schauspielhaus" in Stuttgart, an der "Comödie Bochum", bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel oder auf Tournee.
Seine liebsten Rollen waren bisher der Robby in "Einfach Eier", der Bertrand in "Vier linke Hände", der Gottschalk in Kleists "Käthchen von Heilbron" und der George Butler in "Endlich allein".
 
Von 2001 bis 2004 war er in der beliebten ZDF-Serie "Girl-Friends" zu sehen. Danach dreht er bei Sülbiye Günar "Sanyes Lust" und bei Uli Edel für den "Baader-Meinhof-Konplex".
Henning Gissel lebt in Berlin.
 
Quelle: www.agentur-dietrich.de (Stand Mai 2009)
 
Weitere Filme*) mit Henning Gissel
Thomas Piper … spielte den Szymanski.
 
Geboren am 19. März 1941 in Berlin.
 
Thomas "Tommi" Piper, Sohn des Schauspielers und Fernsehansagers Heinz Piper1) (1908 – 1972), wirkte bereits 1952 bei Hörspielen des NWDR mit und stand drei Jahre später das erste Mal vor der Kamera. Von 1959 bis 1961 studierte er Gebrauchsgrafik an der Meisterschule für Mode in Hamburg, blieb danach aber weiterhin bei der Schauspielerei.
Thomas Piper spielte im Film "Zwei wie wir…" und die "Eltern wissen von nichts" (1966) sowie in drei Folgen der Serie "Der Kommissar". Er hatte Engagements an der Landesbühne Hannover und den Städtischen Bühnen Lübeck und trat während einer Tournee durch Frankreich in Paris, Lyon und Marseille auf. Nachdem er sich in München niedergelassen hatte, folgten diverse Gastauftritte in den Krimiserien "Derrick" und "Der Alte" sowie Hauptrollen in den Filmen "Is' was, Kanzler" (1984) und "Steig aus deinem Luftballon" (1985). Insgesamt spielte Piper in mehr als 150 Film- und Fernsehproduktionen.

Auch im Synchronstudio ist er aktiv, eine seiner ersten Synchronrollen war die des "Little Joe" (Michael Landon) in der Westernserie "Bonanza". Weitere Schauspieler, denen Piper seine markante Reibeisenstimme lieh, waren u. a. Nick Nolte (Nur 48 Stunden), Harvey Fierstein (Independence Day) und Tony Danza (Wer ist hier der Boss?). Außerdem synchronisierte Piper diverse Nebenrollen in der Original-Serie "Star Trek". Die Rolle, welche Thomas Piper im deutschsprachigen Raum bekannt machte, war die der deutschen Stimme von "Alf", dem katzenfressenden Außerirdischen in der gleichnamigen Familienserie. 1989 veröffentlichte er das Album "Tommi Piper singt Alf", dessen Titel "Hallo Alf, hier ist Rhonda" – der Refrain (Rhondas Stimme) wurde damals von der Sopranistin Amélie Sandmann eingesungen – zwölf Wochen in den deutschen Single-Charts platziert war. Außerdem synchronisierte er den Plüschhasen Mr. Floppy in der Fernsehserie "Auf schlimmer und ewig". (…) Außerdem hat er in den letzten Jahren zahlreiche Hörbücher für Kinder und Erwachsene gesprochen.
Wenn er nicht auf der Bühne, vor der Kamera oder im Synchronstudio steht, ist Thomas Piper als Musiker tätig (Banjo, Ukulele und Gesang).
 
Quelle: Wikipedia (Stand Juli 2009)
 
Weitere Filme*) mit Thomas Piper
 
1) Der Link führt zu Wikipedia
Alexander Golling … spielte den General Sirkin.
 
Geboren 2. August 1905 in München,
gestorben am 28. Februar 1989 in Rottach-Egern/Oberbayern.
  
Kurzbiografie zu Alexander Golling innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch
Weitere Filme
*) mit Alexander Golling
Friedrich Georg Beckhaus … spielte den Dr. Hoffmann.
 
Geboren am 11. Dezember 1927 in Berlin.
 
Kurzbiografie zu Friedrich G. Beckhaus innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia 
Weitere Filme*) mit Friedrich G. Beckhaus
Sigurd Fitzek … spielte den Koljuschin.
 
Geboren am 24. Dezember 1928 in Breslau.
 
Sigurd Fitzek (auch Siegurd Fitzek) kam am Heiligen Abend 1928 im niederschlesischen Breslau zur Welt und wuchs dort auf. Nach dem Ende seiner Schulzeit wollte er zunächst Landwirt werden. Nach dem Kriege kam er nach Bayern und übernahm später in München eine Reitschule. Zum Schauspieler ließ er sich an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule ausbilden. 1950 ging er an das "Junge Theater" in Stuttgart. Von 1960 bis 1965 arbeitete er regelmäßig an der damaligen Kleinen Komödie, dem heutigen GOP Varieté-Theater. In dieser Zeit sah man ihn unter anderem in den Stücken "Hokuspokus" von Curt Goetz, "Erinnerst du dich" von John Osborne und "Tausend Clowns" von Herb Gardner.

Mitte der 1950er Jahre kam Fitzek zum Fernsehen, wo er jahrzehntelang in vielen Fernsehspielen, Serien und Mehrteilern zu sehen war. Bereits 1955 sah man ihn in dem Film "Unruhige Nacht" nach Albrecht Goes in der Rolle des fahnenflüchtigen Soldaten Baranowsky, der die letzte Nacht vor seiner geplanten Hinrichtung durchlebt. Vier Jahre später sah man ihn in dem ersten Durbridge-Klassiker "Der Andere". 1964 war er einer der Hauptdarsteller in der "Stahlnetz"-Folge "Rehe". Der Film trug zwar viel zu seinem Bekanntheitsgrad, wenig jedoch zu seiner Popularität bei. Denn er verkörperte in diesem Film, der auf der Entführung von Joachim Göhner basierte, einen Kindermörder (Rollenname Willy Funke).
Auch in einigen Kinofilmen ist er aufgetreten. So beispielsweise in "Fluchtweg St. Pauli – Großalarm für die Davidswache" und in dem Edgar-Wallace-Film "Mordnacht in Manhattan."

Der in München lebende Sigurd Fitzek ist mit der Schauspielerin Maria Böhme verheiratet und hat eine Tochter.
 
Quelle: Wikipedia (Stand Januar 2009)
 
Weitere Filme*) mit Sigurd Fitzek
Georges Wilson … spielte den Kapitän Tschurin.
 
Geboren am 17. Oktober 1921 in Paris (Frankreich),
gestorben am 3. Februar 2010 in Rambouillet (Frankreich).
 
In Frankreich ist Wilson am Theater ein "heiliges Monster" (monstre sacré). Im Film (etwa 100 Rollen) hatte er seine erste größere Rolle 1954 in Claude Autant-Laras Stendhal-Verfilmung "Rot und schwarz" (Le rouge et le noir) als Binet. Philippe de Broca besetzt ihn 1960 als Gegenpart zum damaligen Sexsymbol Jean-Pierre Cassel in "Wo bleibt da die Moral, mein Herr?" (Le farceur). Es folgen "Opfergang einer Nonne" (1960, Le dialogue des Carmélites) mit Jeanne Moreau und Fernandels Gegenpart in "Der Boß und sein Engel" (1961, Le caïd). Seine wohl bedeutendste Rolle hat Georges Wilson 1961 in Henri Colpis "Noch nach Jahr und Tag" (Une aussi longue absence) mit Alida Valli. Neben dem Kunstkino taucht der Schauspieler gelegentlich im Kommerzkino auf, unter anderem als Alexandre Renaud in dem aufwendigen Kriegsfilm "Der längste Tag"1) (1962, The Longest Day), im Sophia Loren-Vehikel "Die schöne Isabella" (1967, C'era una volta…) oder in Lucio Fulcis "Die Nackte und der Kardinal" (1969, Beatrice Cenci).
In den 1970er Jahren agiert er beispielsweise als Chefinspektor bzw. Michel Piccolis Vorgesetzter in "Das Mädchen und der Kommissar"1) (1971, Max et les ferrailleurs), als Monsieur de Treville in Richard Lesters "Die drei Musketiere"1) (1973, The Three Musketeers) und als reicher Witwer Lucien Lourceuil in "Das wilde Schaf"1) (1974, Le mouton enragé). Im deutschen Fernsehen war er in Fritz Umgelters Mehrteiler "Die unfreiwilligen Reisen des Moritz August Benjowski" (1975) zu sehen.
Eine seiner stärksten Rollen hat Georges Wilson 1982 in Pierre Schoendoerffers "Die Ehre eines Kapitäns" (L'honneur d'un capitaine), hier kämpft er mit Anwältin Valouin (Claude Jade) und Witwe Caron (Nicole Garcia) gegen einen Militäranwalt (Charles Denner) um die Ehre eines im Algerienkrieg Gefallenen (Jacques Perrin). Seinen letzten großen Kinofilm dreht Wilson unter der Regie von Fernando E. Solanas, in "Tangos, l'exil de Gardel" spielt er 1985 den Jean-Marie. 2005 tritt er noch einmal als Vater von Patrick Chesnais in dem Streifen "Man muss mich nicht lieben" (Je ne suis pas là pour être aimé) auf sowie in "Public Enemy No. 1 – Todestrieb"1) (2008, L'ennemi public n°1), dem zweiten Teil von Jean-Francoi Richets inszenierten Actionthriller-Biopic über den Berufsverbrecher Jacques Mesrine1) (1936 – 1979) mit Vincent Cassel in der Hauptrolle.
 
Zu Wilsons Theaterarbeit zählt unter anderem das Stück " Une chatte sur un toit brûlant", für das er 2001 den französischen Theaterpreis "Molière" als bester Nebendarsteller gewann.
 
Wilsons Söhne sind der Saxophonist und Komponist Jean-Marie Willson sowie der Schauspieler Lambert Wilson1) (geb. 1958).
 
Quelle: Wikipedia (Stand Juli 2009) 
 
Weitere Filme*) mit Georges Wilson
 
1) Der Link führt zu Wikipedia
Günter Strack … spielte den Festungskommandanten Nilow.
 
Geboren am 4. Juni 1929 in Darmstadt,
gestorben am 18. Januar 1999 in Münchsteinach.
  
Kurzbiografie zu Günter Strack innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia sowie die Fanpage www.guenterstrack.de
Weitere Filme*) mit Günter Strack
Ingeborg Lapsien
Ingeborg Lapsien; Copyright Virginia Shue
Das Foto wurde mir freundlicherweise
von der Fotografin
Virginia Shue (Hamburg)
zur Verfügung gestellt.
© Virginia Shue.
… spielte die Frau des Festungskommandanten, Madame Nilow.
 
Geboren am 16. Oktober 1930 in Königsberg (heute Kaliningrad).
 
Nach dem Schulabschluss absolvierte Ingeborg Lapsien eine Schauspielausbildung bei Ruth von Zerboni (1946 – 1948) in München und nahm zudem Gesangsunterricht. 1948 gab sie in München ihr Bühnendebüt. An Münchner Kammerspielen verkörperte sie u. a. unter der Regie Brechts die Yvette in der " Mutter Courage" (neben Therese Giehse in der Titelrolle). Es folgten Engagements in Tübingen, Hof, Trier, Bonn und Baden-Baden. 1960 holte sie Heinz Hilpert an das Deutsche Theater in Göttingen, dessen Ensemble sie bis 1966 angehörte. Seither ist sie freischaffend tätig und gab u. a. Gastspiele in Frankfurt, Hamburg, Darmstadt, Düsseldorf und Bochum.
Sie spielte zumeist große Charakterrollen wie die Seeräuber-Jenny in der " Dreigroschenoper" (Baden-Baden), die Klytämnestra in Sartres " Die Fliegen", die Elisabeth in Schillers " Maria Stuart" (beides Göttingen), die Marthe Schwerdtlein in Goethes " Faust" (München), Fontanes "Frau Jenny Treibel" (Darmstadt) und die Bernarda Alba in Lorcas " Bernarda Albas Haus".

Darüber hinaus arbeitet Ingeborg Lapsien umfangreich in Film- und Fernsehproduktionen. Sie spielte im Georg Elser-Portrait " Der Attentäter" (1969), in den Simmel-Verfilmungen "Alle Menschen werden Brüder" (1973) und "Gott schützt die Liebenden" (1973), in der Heinz Rühmann-Komödie "Oh Jonathan, oh Jonathan!" (1973), in der Böll-Verfilmung "Gruppenbild mit Dame" (1977), in der ZDF-Weihnachtsserie "Silas"1) (1981) und der Fernsehsatire " Zwei Tote im Sender und Don Carlos im PoGl" (1982). Außerdem absolvierte sie Gastauftritte in vielen Fernsehserien wie "Dem Täter auf der Spur", "Der Bulle von Tölz", "Zwei himmlische Töchter", "Derrick", "Wolffs Revier" und "Der Alte".

Außerdem lieh sie als Synchronsprecherin ihre Stimme u. a. Ann Guilbert in der Sitcom "Die Nanny" (Staffel 4 bis 6), Celia Lovsky als vulkanischer Hohepriesterin T'Pau in "Raumschiff Enterprise", Anne Meara als Schwiegermutter Dorothy Halligan in der Fernsehserie "ALF" und Geraldine McEwan in Kevin Costners " Robin Hood – König der Diebe".
 
Quelle: Wikipedia (Stand Juli 2009)
 
Ingeborg Lapsien bei ihrer Agentur: www.agentur-delaberg.de
Weitere Filme*) mit Ingeborg Lapsien
 
Link: 1) Beschreibung innerhalb dieser HP
Pascale Rivault … spielte die Aphanasie, Tochter des Festungskommandanten Nilow.
 
Geboren am 13. Oktober 1950.
  
Nach einem Kunststudium in Paris startete Pascale Rivault zunächst eine Karriere als Schauspielerin, spielte Theater, war im Kino und Fernsehen mit unterschiedlichsten Rollen zu sehen. Sie trat in Musicals auf und veröffentlichte Schallplatten und war mehr als zwanzig Jahre erfolgreich im Geschäft. Mitte der 80er Jahre kehrte sie zu ihren Wurzeln zurück, erwarb ein Diplom als "peintre décorateur" und hat sich seitdem einen Namen als Kunstmalerin gemacht.
 
Weitere Filme*) mit Pascale Rivault
Heinz Weiss … spielte den Crustiew.
 
Geboren am 12. Juni 1921 in Stuttgart,
gestorben am 20. November 2010 in Grünwald bei München.
 
Kurzportrait zu Heinz Weiss innerhalb dieser Homepage
 

Siehe auch Wikipedia
Weitere Filme*) mit Heinz Weiss
Karl-Heinz von Hassel

Karl-Heinz von Hassel; Szenenfoto aus "Ein Seestern im Garten" an der "Komödie Düsseldorf"; Copyright Komödie Düsseldorf

… spielte den Kusnetschow .
 
Geboren am 8. Februar 1939 in Hamburg.
 
Kurzbiografie zu Karl-Heinz von Hassel innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia, www.prisma-online.de, www.deutsches-filmhaus.de

Weitere Filme*) mit Karl-Heinz von Hassel
 
Foto mit freundlicher Genehmigung der "Komödie Düsseldorf"; © Komödie Düsseldorf

Willi Rose … spielte den Meder.
 
Geboren am 4. Februar 1902 als Wilhelm Bernhard Max Rose in Berlin,
gestorben am 16. Juni 1978 in Berlin.
 
Kurzbiografie zu Willi Rose innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch
Weitere Filme*) mit Willi Rose
Romuald Pekny

Romuald Pekny; Copyright Virginia Shue

… spielte den Herzog d'Aiguillon.
 
Geboren am 1. Juli 1920 in Wien,
gestorben am 9. November 2007 in Linz.
 
Kurzbiografie zu Romuald Pekny innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia, www.kultur-fibel.de

Weitere Filme*) mit Romuald Pekny
 
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Paul Cambo … spielte den Saldagna.
 
Geboren am 3. Juli 1908 als Paul-Marius-Raymond Mignonat in Bort-les-Orgues (Corrèze, Frankreich),
gestorben am 19. Februar 1978 in Maisons-Laffitte (Yveline, Frankreich).
 
Weitere Filme*) mit Paul Cambo
Massimo Girotti … spielte den de Terney.
 
Geboren am 18. Mai 1918 in Mogliano (Macerata, Italien),
gestorben am 5. Januar 2003 in Rom (Italien).
 
Massimo Girotti studiert Jura1), geht aber dann zur Schauspielschule und hat erste Erfolge am Theater und beim Rundfunk. Sein Filmdebüt gibt er 1939 bei Mario Soldatin in "Skandal um Dora" (Dora Nelson). Popularität erreicht er 1940 mit der Rolle des jungen Helden in Alessandro Blasettis "Die eiserne Krone".
Nach dem Kriegsfilm "Ein Pilot kehrt zurück" von Roberto Rossellini gibt ihm Luchino Visconti die Rolle des Gino in dem Krimidrama "Besessenheit"2) (Ossessione) nach James M. Cains Roman "Wenn der Postmann zweimal klingelt". Der Landstreicher Dino lernt während seines Trips durch die Poebene in einem abgelegenen Rasthaus die Frau des nörglerischen Wirts kennen, lässt sich von ihr verführen, ist von ihr besessen und begeht einen Mord. Dieser getriebene, gestrandete Junge ist eine der ersten und eindringlichsten Figuren des italienischen Neorealismus. Und durch diesen Film und die Rolle wird er neben Raf Vallone zum Inbegriff des tragischen Helden, des "Born Loosers" im italienischen Neorealismus.
Er spielt in Luigi Zampas "Kritische Jahre", in Pietro Germis "Im Namen des Gesetzes" (1949), Luigi Comencinis "Geschlossene Gardinen" (1950), Michelangelo Antonionis "Chronik einer Liebe" (1950), Augusto Geninas "Es geschah Punkt 11" (1952) und schließlich 1954 ist er der Patriot Ussoni in Viscontis Meisterwerk "Sehnsucht"2). Während er gesamten Fünfzigerjahre steht Girotti unter Alessandro Blasetti und Luchino Visconti häufig auf der Bühne.

Girotti spielt aber auch in Blasettis Kostümfilm "Fabiola" (1948) den jugendlichen Helden. Der ist er später in vielen italienischen Trivialabenteuern wie "Spartakus – Der Rebell von Rom" (1952), "Herodes – Blut über Jerusalem", "Der Aufstand der Tscherkessen" (1959), "Judith – Das Schwert der Rache" (1958), "Das Schwert des roten Giganten" (1960), "Romulus und Remus" (1961), "Kaiserliche Venus", "Das Gold der Cäsaren" (1962) und anderen. 1968 holt ihn Pier Paolo Pasolini für "Teorema"2) und 1972 Bernardo Bertolucci für "Der letzte Tango in Paris"2) wieder für anspruchsvollere Filme vor die Kamera.
Ab Mitte der Siebzigerjahre sieht man ihn nur noch selten auf der Leinwand, etwa in Luchino Viscontis "Die Unschuld"2) (1976), in Ettore Scolas Liebesfilm "Passion der Liebe" (1981), in der Fernsehversion von "Quo Vadis" (1983), in Liliana Cavanis "Leidenschaften" (1985, mit Gudrun Landgrebe), in dem deutschen Fernsehspiel "Ochsenkrieg" (1987), in Massimo Guglielmis Debütfilm "Rebus" (1986) und 1994 in Roberto Benignis Komödie "Das Monster".
 
Quelle: www.prisma-online.de

Weitere Filme*) mit Massimo Girotti
 
1) Laut Wikipedia studierte Girotti Ingenieurswesen und war ein erfolgreicher Polo- und Schwimmstar.
2) Der Link führt zu prisma-online.de

Peter-Timm Schaufuss … spielte den Alexeij.
 
Geboren 1923 in Berlin, gestorben 1983. 
 
Peter-Timm Schaufuß entstammte einer Künstlerfamilie. Sein Großvater Carl August Robert "Käs" Schaufuß war Bühnenschauspieler und Intendant, sein Vater der renommierte Bühnen- und Filmschauspieler Hans Hermann Schaufuß1) (1893 – 1982). Der früh verstorbene ältere Bruder Hans-Joachim Schaufuß1) (1918 – 1941) trat als "Gustav mit der Hupe" in Gerhard Lamprechts Erstverfilmung von Erich Kästners "Emil und die Detektive"1) (1931) in Erscheinung; er starb als Soldat im zweiten Weltkrieg.
Peter-Timm Schaufuß wurde einem breiten Publikum zunächst als Kabarettist bekannt. Er wirkte in verschiedenen Programmen der Münchner Lach- und Schießgesellschaft mit, wie etwa in "Rette sich wer kann" (1957) und "Eine kleine Nachtmusik" (1958).
Daneben spielte er zahlreiche Rollen in Film- und Fernsehproduktionen wie an der Seite von Carl Raddatz in dem Kinostreifen "Zugvögel"2) (1947), neben René Deltgen und Marianne Hoppe in "Der Mann meines Lebens"3) (1954), unter der Regie von O. W. Fischer in dem Arztmelodram "Ich suche dich"4) (1956), neben Hanns Lothar in "Flug in Gefahr"4) (1964, TV-Film nach Arthur Hailey) oder unter der Regie von Rainer Erler in der ZDF-Farce "Herr Wolf hat seine Krise" (1969). Außerdem absolvierte er Gastauftritte in Fernsehserien wie "Eurogang", "Die fünfte Kolonne" und "Fernfahrer".
Darüber hinaus lieh er seine Stimme verschiedenen Hörspielproduktionen, vor allem beim BR wie z.B. "Der Monopteros" (1958) nach Alois Johannes Lippl; außerdem arbeitete er als Synchronsprecher.

Schaufuß starb 1983 und wurde auf dem Münchner Ostfriedhof beigesetzt.
 
Quelle: Wikipedia (Stand Juli 2009)

Weitere Filme*) mit Peter-Timm Schaufuß
 
Der Link führt
1) zu Wikipedia,
2) zu Transit Film
3 )zu www.3sat.de,
4) zur Murnau Stiftung
5) zu tvlizenz.swr-media.de

Klaus Schwarzkopf

Klaus Schwarzkopf; Copyright Virginia Shue

… spielte den Don Pacheco.
 
Geboren am 18. Dezember 1922 in Neuruppin,
gestorben am 21. Juni 1991 in Bochum.
 
Kurzbiografie zu Klaus Schwarzkopf innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia, www.prisma-online.de, www.deutsches-filmhaus.de

Weitere Filme*) mit Klaus Schwarzkopf
 
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Robert Dalban … spielte den Maillard .
 
Geboren am 19. Juli 1903 als Gaston Barré in Celles-sur-Belle (Deux-Sèvres, Frankreich),
gestorben am 3. April 1987 in Paris (Frankreich).
 
Der knautschgesichtige französische Schauspieler wurde unter dem Regisseur Henri-Georges Clouzot in "Quai des Orfèvres" (1947, Unter falschem Verdacht) berühmt. Sein Gesicht taucht in Nebenrollen von mehr als zweihundert Filmen auf. In Erinnerung bleibt er vor allem als Résistance-Kamerad von Danielle Darrieux in "Marie-Octobre" (1959), als Chefredakteur von Jean Marais und Mylène Demongeot in den drei "Fantômas"-Komödien und als nach hoher Mitgift lechzender Gastwirt und Vater von Manette alias Claude Jade in Édouard Molinaros "Mein Onkel Benjamin" (1969, Mon oncle Benjamin).
 
Quelle: Wikipedia (Stand Februar 2009)

Weitere Filme*) mit Robert Dalban (auch Robert d'Alban)

Claude Brosset … spielte den Gouvier.
 
Geboren am 24. Dezember 1943 in Juvisy-sur-Orge (Frankreich),
gestorben am 25. Juni 2007 in Pontoise (Frankreich) an den Folgen einer Krebserkrankung.
 
Claude Brosset wurde vor allem in seiner Heimat Frankreich durch prägnante Nebenrollen in zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen bekannt. Schon früh entschied er sich für die Schauspielerei, machte in Paris eine Ausbildung an der Schauspielschule "Centre dramatique de la rue Blanche" und am renommierten "Conservatoire national d'art dramatique", stand bereits mit zwanzig Jahren auf der Bühne. Im Laufe der Jahre brillierte er mit vielen schönen Rollen und blieb zeitlebens dem Theater treu.
 
Seit Mitte der 1960er Jahre gehörte Brosset zu den vielbeschäftigten Film- und Fernsehdarstellern seines Landes, die Filmografie umfasst über 100 Produktionen. Bei uns wurde er auch bekannt durch seine Rolle des Antoine Portor in dem Kinothriller "Adieu Bulle" (1975, Adieu, poulet) an der Seite von Lino Ventura, mit Jean-Paul Belmondo spielte er in den Krimis "Der Greifer" (1976, L'alpagueur) und "Der Körper meines Feindes" (1976, Le corps de mon ennemi). In dem Pierre Richard-Streifen "Der Sanfte mit den schnellen Beinen" (1978, La carapate) mimte er den Gustave, tauchte erneut neben Jean-Paul Belmondo in "Der Windhund" (1979, Flic ou voyou) auf.

Weitere Filme*) mit Claude Brosset

Yves Tan-Yan … spielte den Fürst Hualpo.
Nängnoi Supasi … spielte den Eingeborenen Tinto Volangta.

*) Der Link führt zur "german.imdb.com" bzw. "imdb.com"

  

Moritz August Graf von Benjowski

Moritz Benjowski (slowakisch: Móric Benowský) wurde 1741 in Vrbové (heute Slowakei) geboren und starb Ende Mai 1786 auf Madagaskar.
 
Sein Vater war der slowakische Adelige Samuel Benowský, ein kaiserlicher General, dessen Familie aus Benov (heute in Bytca) stammte. Seine Mutter war Rozália Révay(ová), über deren Nationalität nichts bekannt ist. Die Familie Révay war eine bedeutende Adelsfamilie im Königreich Ungarn, die aus der Gegend um Sirmium stammte und seit dem 16. Jahrhundert große Besitztümer in der Turz besaß. (…)
Er kämpfte als österreichischer Leutnant im Siebenjährigen Krieg bis 1758. Er erbte die Starostie1) seines polnischen Onkels in einem Teil des damaligen Polen, der zu jener Zeit unter habsburgischer Verwaltung stand (und heute zur Slowakei gehört). Aufkommende Erbstreitigkeiten mit seinen dortigen Cousins versuchte er 1765 eigenmächtig durch militärischen Handstreich zu regeln, weshalb ihn Maria Theresia aus Österreich ausweisen ließ. Daraufhin hielt er sich in Hamburg, Plymouth und Amsterdam auf, wo er sich der Schifffahrtskunde widmete. 1767 schloss er sich den polnischen Konföderierten an, 1768 wurde er zum Oberst und Generalquartiermeister ernannt. Im Kampf gegen die Russen geriet er 1769 in Kriegsgefangenschaft und wurde zunächst nach Kasan, nach einem Fluchtversuch, der erst in St. Petersburg endete, dann nach Kamtschatka verbannt.
Hier gelang es ihm, die Gunst des Gouverneurs Nilow zu gewinnen. Seine eigene Darstellung, nach der er sich mit dessen Tochter Afanassia vermählte, wird von anderen Quellen bezweifelt. Gesichert ist, dass er mit den anderen Verbannten eine Verschwörung plante. Am 26. April 1771 kam es zum Aufstand. Der Gouverneur wurde ermordet, die Kronkasse geplündert, und die je nach Quelle zwischen 65 und 96 Aufständischen erreichten auf einem Floß die Mündung des Flusses Bolschaja. Am 11. Mai 1771 kamen sie in Tschekawinski an und fuhren von dort aus auf einer Galeote1) über Japan und Formosa nach Macao, welches sie am 24. September 1771 erreichten. Benjowski verkaufte die Galeote an den dortigen portugiesischen Gouverneur und fuhr auf zwei französischen Schiffen über Mauritius und Madagaskar nach Frankreich.

Dort angekommen, machte er der französischen Regierung das Angebot, Madagaskar zu erobern und eine Kolonie zu errichten. Louis XV. willigte ein, und mit etwa 250 Soldaten begann Benjowski eine Expedition. Die Insel erreichte man im Februar 1774. Durch diplomatisches Geschick gelang es ihm, das Vertrauen einiger einheimischer Stämme zu gewinnen, und er ließ sich 1776 zu ihrem König wählen. Dennoch war die Expedition ein Fehlschlag; die meisten Teilnehmer starben. Auch traf im selben Jahr eine Kommission des neuen französischen Königs Louis XVI. ein, deren Bericht wenig schmeichelhaft ausfiel. Am Ende desselben Jahres kehrte er nach Frankreich zurück, um diesen Eindruck zu revidieren, was ihm auch gelang. Er wurde hoch dekoriert und mit der Pension eines Brigadegenerals dotiert. Nur seine Pläne stießen auf taube Ohren.
So kehrte er zunächst nicht nach Madagaskar zurück. Er lernte Kazimierz Pulaski1) sowie Benjamin Franklin1) kennen, der zu damaligen Zeit Gesandter der Vereinigten Staaten in Frankreich war. 1778/79 trat er erneut in österreichische Dienste und kämpfte im Bayerischen Erbfolgekrieg gegen Preußen. Nach mehreren Aufenthalten in Amerika nahm Benjowski 1783 dann eine zweite Expedition nach Madagaskar in Angriff, diesmal unter österreichischer Flagge. Nach der Ankunft 1785 kam es zu Gefechten mit französischen Truppen, in denen er am 23. Mai 1786 schwer verwundet wurde und kurz darauf starb.

Sein Leben war die Vorlage für das 1791 entstandene Drama "Die Verschwörung in Kamtschatka" von August von Kotzebue. 1975 erschien im ZDF der Vierteiler "Die unfreiwilligen Reisen des Moritz August Benjowski" mit Christian Quadflieg, Nicole Heesters, Sky du Mont, Heinz Weiss und Klaus Schwarzkopf.

Quelle: Wikipedia mit weiteren Informationen
 
1) Der Link führt zu Wikipedia

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