Einbandillustration von Carl Offterdinger (1829-1889) zu "Lederstrumpf. Fünf Erzählungen", nach J. F. Cooper, "für die liebe Jugend frei bearbeitet von Oskar Häcker." (um 1885) Als der amerikanische Schriftstellers James Fenimore Cooper (1789 – 1851) 1823 seinen ersten Roman "The Pioneers" (Die Ansiedler) als ersten Band der "Lederstrumpf-Serie" veröffentlichte, konnte er wohl noch nicht ahnen, dass er mit seinen "Leatherstocking Tales" einmal weltweit berühmt werden sollte. In den kommenden knapp 20 Jahren folgten dann mit "The Last of the Mohicans" (1826, Der letzte Mohikaner), " The Prairie" (1827, Die Steppe), "The Pathfinder" (1840, Der Pfadfinder) und " The Deerslayer" (1841, Der Hirschtöter) vier weitere Romane. Cooper zeichnet darin, wenn auch nicht in chronologischer Folge, den Lebensweg des Waldläufers Natty Bumppo, genannt "Lederstrumpf", nach. Er schuf damit eine Figur, die den amerikanischen Typus des Jägers und Fallensteller, der an der Grenze zur Zivilisation lebt, für alle Zeiten unsterblich machte. Die "Lederstrumpf"-Romane waren ursprünglich nicht als Reihe geplant. Erst aufgrund der außerordentlich guten Aufnahme, die die Romane bei den Lesern fanden, schrieb J. F. Cooper die einzelnen Fortsetzungen. Dabei spielen die Romane, wie man anhand der historischen Bezüge und an Coopers Hinweisen erkennen kann, in unterschiedlichen Zeiten. Die Zeitspanne der Handlung erstreckt sich über rund 60 Jahre und korreliert nicht mit der Reihenfolge der Veröffentlichung der Bücher. (Quelle: Wikipedia)
 
Einbandillustration von Carl Offterdinger (1829 – 1889) zu "Lederstrumpf. Fünf Erzählungen", nach J. F. Cooper, "für die liebe Jugend frei bearbeitet von Oskar Häcker." (um 1885)

Quelle: Wikipedia1) bzw. Wikimedia Commons1)
mit der Quellenangabe: www.abenteuerroman.info
Hauptfigur ist jener Nathaniel "Nat" Bumppo, der außer den Namen "Lederstrumpf" auch "Wildtöter" und "Falkenauge" genannt wird, eine weitere zentrale Person ist der Indianer Chingachgook, welcher den Typus des "edlen Wilden" repräsentiert, ebenso wie sein Sohn Uncas. Die Romanfolge ist literaturgeschichtlich aus mehreren Gründen bemerkenswert. Der ausgedehnte amerikanische Kontinent wird zum ersten Mal in der US-amerikanischen Literatur als Handlungshintergrund in größerem Stil verwendet. Auch das Bemühen J. F. Coopers, die Indianer auf eine ausgewogene und realistische Art und Weise darzustellen, war in seiner Zeit durchaus nicht üblich. Kritiker bemängeln allerdings auch, dass es Cooper in vielen Fällen nicht gelang (unklar ist, ob er es bewusst vermied), die Dialoge seiner Helden mit einer realitätsnahen Syntax auszustatten. Gelegentlich wird auch kritisiert, dass seine Frauengestalten weit ab vom wirklichen Leben, praktisch wie in die Romanhandlung eingepflanzt, wirken.
Vor allem klingen in den Lederstrumpf-Romanen bereits alle Leitmotive des Western-Genres an: einerseits das nach Freiheit strebende Individuum, das nur auf die eigenen Kräfte baut, neue Wege in die unentdeckte Wildnis sucht und dabei im Einklang mit der Natur lebt. Andererseits bahnen diese Einzelgänger mit ihrem Vordringen genau jener Zivilisation mit ihren Regeln und Gesetzen den Weg, der sie sich entziehen wollen. Immer wieder geht es auch um die Frage, wem das Land gehört – den Indianern, die keinen Landbesitz kennen, oder den Siedlern, die es urbar machen.
(Quelle: Wikipedia)
 
Schon als die Bilder laufen lernten, versuchte man, das komplexe Werk oder einzelne Romane der Reihe szenisch umzusetzen , bereits 1909 entstand in den USA ein 11-minütiger Stummfilm "Leather Stocking" von Regisseur D.W. Griffith2) (1875 – 1948) mit Stummfilmstar Owen Moore2) (1886 – 1939) als Titelheld. Ein weiterer stummer Streifen war "The Last of the Mohicans" (1911) von Regisseur Theodore Marston3) (1868 – 1920), gefolgt von "The Deerslayer" (1913) mit Harry T. Morey (1873 – 1936) in der Titelrolle und Wallace Reid2) (1891 – 1923) als Chingachgook. In Deutschland brachte 1920 Arthur Wellin2) (1880 – ?) die beiden "Lederstrumpf"-Teile2) "Der Wildtöter und Chingachgook" und "Der Letzte der Mohikaner" auf die noch stumme Leinwand, der heute vergessene Emil Mamelok2) (1882 – 1954) verkörperte den Waldläufer, Bela Lugosi4) (1892 – 1956), der später als "Dracula" Furore machen sollte, den edlen Wilden. Die beiden Einzelfilme wurden 1923 zusammengeschnitten und kamen als "Lederstrumpf" erneut in die Kinos.
Der US-amerikanische Streifen "Leatherstocking"3) (1924) von George B. Seitz2) (1888 – 1944) musste ebenfalls noch ohne Sprache auskommen und war eine in der damaligen Zeit beliebte, auf 10 Folgen ausgelegte Filmserie für das Kino; Harold Miller (1894 – 1972) gab den "Lederstrumpf", David Dunbar3) (1886 – 1953) den Chingachgook.
Bei Ford Beebes3) (1888 – 1978) Version von "The Last of the Mohicans"2) (1932, Der letzte Mohikaner) handelte es sich um einen der ersten Tonfilme, hier zeigten sich Hobart Bosworth2) (1867 – 1943) als "Chingachgook" und Western-Darsteller Harry Carey sen.2) (1878 – 1947) als "Hawkeye". Vier Jahre später realisierte George B. Seitz seine Tonfilmfassung von "Der Letzte der Mohikaner"2) (1936) mit Hollywood-Star Randolph Scott4) (1898 – 1987), der sich schon in etlichen Western empfohlen hatte, in der Rolle des Wildhüter Hawkeye und Robert Barrat2) (1889 – 1970) als dessen besten Freund und ständigen Begleiter, dem Mohikaner Chingachgook.
 
"The Deerslayer" aus dem Jahre 1943 stammt von dem für Western- und Horrorfilme bekannten US-amerikanischen Regisseur Lew Landers3) (1901 – 1962) mit dem bei uns eher unbekannten Bruce Kellogg (1910 – 1967) in der Titelrolle. "Last of the Redmen" (1947, Uncas, der letzte seines Stammes) von Western-Spezialist George Sherman2) (1908 – 1991) frei nach dem Roman "Last of the Mohicans" inszeniert, wurde auch bei und gezeigt, der in Russland geborene Rick Vallin3) (1919 – 1977) schlüpfte in die Rolle des Indianers Uncas. Das Filmlexikon schreibt hierzu: "Während des französisch-indianischen Kriegs: Ein nobler Indianer beschützt eine Gruppe Weißer auf der Reise durch feindliches Gebiet. Unbefriedigender Indianerfilm nach J. F. Coopers "Der letzte Mohikaner", von dem nur Elemente und die grobe Handlungsstruktur übernommen wurden, ohne dass Glanz und Atmosphäre des Abenteuer-Klassikers konserviert werden konnten."
Auch nicht viel näher am Original war der als "Billig-Abenteuer" klassifizierte Streifen "The Pathfinder" (Sein Freund, der Lederstrumpf) aus dem Jahre 1952 von Regisseur Sidney Salkow2) (1911 – 2000) mit George Montgomery2) (1916 – 2000) als Titelheld und dem in Kanada geborenen, indianischstämmigen Jay Silverheels2) (1912 – 1980) als Chingachgook: "Indianerabenteuer aus dem indianisch-französischen Krieg (1754–1760). Die Mohikaner kämpfen auf englischer Seite, und Lederstrumpf bringt als geheimer Kundschafter Informationen aus dem französischen Lager. Billigfilm mit konfusem Patriotismus; sehr frei nach Cooper." notiert das Filmlexikon.
  
Hollywoodstar Lex Barker4) (1919 – 1973), "Tarzan"-Legende und späterer "Old Shatterhand"-Darsteller, hatte sich durch etliche Abenteuerfilme und Western als "Lederstrumpf empfohlen und schlüpfte 1957 in das Trapperkostüm. Der deutsch-amerikanische Filmregisseur Kurt Neumann2) (1908 – 1958) inszenierte Coopers Klassiker als "Lederstrumpf – Der Wildtöter"2) (The Deerslayer) und schuf damit eine weitere Adaption für die Leinwand. Carlos Rivas3) (1928 – 2003) mimte Lederstrumpfs indianischen Freund, den Mohikaner Chingachgook: Die Verfilmung des weltberühmten Romans von James Fenimore Cooper im Jahr 1957 zeigt Lex Barker in einer Paraderolle. Er ist der Trapper, der die Wildnis genau kennt und im Einklang mit den Indianern lebt. Ein idealer Rollentyp für ihn, nur fünf Jahre später in Deutschland wird Lex Barker zum legendären "Old Shatterhand" avancieren. Lex Barkers indianischer Freund in "Lederstrumpf: Der Wildtöter" ist der Mohikaner Chingachgook, dargestellt von Carlos Rivas. Der 1928 in Texas geborene Schauspieler heißt in Wirklichkeit Karl Weber. Vater Deutscher, Mutter Mexikanerin, wächst Carlos im Süden der U.S.A. wie auch in Mexiko auf. (Quelle: www.lex-barker.com)
Die Kritiken zu dem Streifen sind ambivalent, so schreibt beispielsweise www.cinema.de "Kurt Neumann, der auch die erste Version des Horrorklassikers "Die Fliege" gedreht hat, lieferte eine recht hölzerne Adaption des Indianerabenteuers", bei www.lexbarker.net wird der Film als "B-Western" bezeichnet, der aber "eigentlich sympathisch daherkommt". Weiter kann man dort lesen "Die Filmfiguren sind sehr charismatisch und gut besetzt. Western-Rowdy Forrest Tucker überzeugt als rassistischer Eigenbrötler und den sturen, armseligen Indianer-Hass des griesgrämigen Tom Hutter weiß Urvieh Jay C. Flippen gekonnt umzusetzen. Eine gute Wahl trafen die Produzenten auch bei den Schauspielerinnen. Rita Moreno als Indianerin Hetty und Cathy O'Donnell als verblendet-verliebte Verlobte passen beide in ihr Rollenprofil und wachsen einem während des Filmes ans Herz. Die Stärken der Verfilmung liegen im Schauspielerensemble und in der Poetik der Inszenierung. Die Bilder der Biberburg und des Indianerdorfs mit dem verbitterten Tom Hutter am Marterpfahl sind Postkartenmotive, die einem als Zuschauer noch lange vor dem geistigen Auge bleiben."
  
Ebenfalls Ende der 1950er Jahre entstand die in den USA, noch in schwarz-weiß gedrehte TV-Serie "Hawkeye and the Last of the Mohicans"3) (1957) mit John Hart3) (geb. 1917) als Nat "Hawkeye" Cutler und Lon Chaney jun.2) (1906 – 1973), Sohn des als "Mann mit den 1.000 Gesichtern" bekannt gewordenen Stummfilmstars Lon Chaney sen.2) (1883 – 1930), als Chingachgook. Wie schon sein Vater war auch Lon Chaney jun. vor allem durch seine Mitwirkung in Horrorstreifen in Erscheinung getreten; die Serie bestand aus 39 Folgen zu je 30 Minuten.
Harald Reinl2) (1908 – 1986), Wallace- und Karl May-Spezialist, brachte 1965 mit "Der Letzte Mohikaner"2) eine für das deutsche Kino geschaffene Umsetzung des Cooper-Romans heraus, Joachim Fuchsberger4) als Captain Bill Hayward und Karin Dor4) als Cora Munroe waren Garanten für einen Erfolg an den Kinokassen. Die deutsch-spanisch-italienische Koproduktion, gedreht in Spanien und West-Berlin, wird beispielsweise vom "Lexikon des internationalen Films" als "unterhaltsam, spannend, mit fesselnden Landschaftsaufnahmen" bewertet. Nach dem überraschenden Erfolg des "Schatz am Silbersee" (1962) begann der europäische Western aufzublühen. (…) Die Constantin wollte im Fahrwasser des "Schatz im Silbersee" gleich die "Lederstrumpfgeschichten" verfilmen und sicherte sich die Titelrechte. Um ganz auf die sichere Seite zu wechseln, schob das Studio noch eine Karl May Verfilmung hinterer und plante dann unter der Regie des erfahrenen Harald Reinls mit einer Erstbesetzung von Götz George, Harald Juhnke und Loni von Friedl "Der letzte Mohikaner". Als sich die Dreharbeiten mehr und mehr verzögern, sprangen Reinl einige Stars ab und schließlich musste er sich mit Joachim Fuchsberger, Dan Martin in der Rolle des Unkas, Anthony Steffen und seiner Frau Karin Dor begnügen. Um das Stoff überhaupt realisieren zu können, verlegte das Drehbuch die Handlung von den fünfziger Jahren des 18. Jahrhunderts und dem Unabhängigkeitskrieg der Amerikaner gegen die Franzosen und Briten in die sechziger Jahre des 19. Jahrhunderts. Weiterhin verzichtete man auf die dichten Wälder des amerikanischen Ostküste und verlegte die Handlung in die endlosen steinigen Weiten des Westens, in diesem Fall Alamrias. Das sowohl die Mohikaner als auch die Irokesen in diese Gebiete nicht passen, ist vielleicht die kleinste Verbiegung der originellen Geschichte. (…) Mit einer besseren schauspielerischen Leistung Daniel Martins und etwas mehr Sorgfalt Reinls seinen wichtigsten Protagonisten gegenüber hätte aus "Der letzte Mohikaner" ein Meilenstein des deutschen Western werden können. So bleibt ein ereignisreicher, nicht immer logischer, aber zumindest solide unterhaltsamer Streifen, der von "Koch Media" in einer exemplarischen Weise restauriert worden ist. (Quelle: Kritik von www.sf-radio.net)
 
"Chingachgook, die große Schlange"2)  (1967), auch bekannt als "Der Wildtöter", ist eine weitere Produktion für das deutsche Kino, in Szene gesetzt in der ehemaligen DDR von Regisseur Richard Groschopp2) (1906 – 1996), einem der bekanntesten und renommiertesten Regisseure der DEFA. In dem Indianerfilm sind der Jugoslawe Gojko Mitić4) als Protagonist und Rolf Römer4) (1935 – 2000) als "Wildtöter" zu sehen. Das "Lexikon des internationalen Films" wertet die Cooper-Adaption als "von falschem Mystizismus befreite DEFA-Produktion nach J.F. Cooper, die die Vorlage strafft, dabei aber ihren humanistischen Gehalt beibehält." 
 
Ende der 1960er Jahre machte sich der "Vater der Adventsvierteiler" Walter Ulbrich2) (1910 – 1991) daran, Coopers komplexes Werk für das ZDF zu realisieren und schrieb gemeinsam mit Pierre Gaspard-Huit das Drehbuch. Der Mainzer Sender wollte nach "Robinson Crusoe"4) (1964), Don Quijote von der Mancha4) (1965), Die Schatzinsel4) (1966) und "Tom Sawyers und Huckleberry Finns Abenteuer"4) (1968) seine Erfolgsstory der mehrteiligen Abenteuer-Klassiker fortsetzten. Ulbricht war kein Unbekannter, hatte er doch bereits das Script zu "Robinson Crusoe" und "Die Schatzinsel" abgeliefert, später sollten die Jack London-Adaptionen "Der Seewolf"4) (1971) und "Lockruf des Goldes"4) (1975) folgen.
Abbildung DVD-Cover "Die Lederstrumpferzählungen" (erschienen Dezember 2005) mit freundlicher Genehmigung von "Concorde Home Entertainment"; Copyright Concorde Home Entertainment  Der Vierteiler "Die Lederstrumpferzählungen", eine deutsch-französische Produktion (französischer Titel: "Bas de cuir") war von den Regisseuren Pierre-Gaspard Huit und Jean Dréville vor der eindrucksvollen Kulisse Rumäniens gedreht worden und beeindruckt auch heute noch durch seine schönen Naturaufnahmen. Als Hauptdarsteller hatte man Hellmut Lange ("Nat Bumppo") und Pierre Massimi ("Chingachcook") gewinnen können. In der Besetzungsliste taucht auch die damals noch relativ unbekannte Schauspielerin Thekla Carola Wied ("Hetty Hutter") auf, die in den nachfolgenden Jahrzehnten zum TV-Star avancierte. Die übrigen Darsteller wie David Alexandru ("Uncas") oder Loumi Jacobesco ("Cora Munroe") waren bei uns nicht so bekannt, lediglich Otto Ambros ("Oberst Munroe") hatte man schon ein Jahr zuvor in "Tom Sawyers und Huckleberry Finns Abenteuer" sehen können. Als Erzähler aus dem Off fungierte in der deutschsprachigen Fassung Holger Hagen2) (1915 – 1996). Die Musik stammte von George Grigoriu (1927 – 1999) und Robert Mellin, letztgenannter hatte auch schon den Soundtrack zu "Don Quijote von der Mancha" abgeliefert. "Wer genau hinhört, der merkt es, denn ein Teil der Musik vom "Lederstrumpf" wurde zuvor schon in der "Schatzinsel" gespielt. Walter Ulbrich recycelte also einen Teil der Musik." kann man bei www.bamby.de nachlesen.
 
 
Abbildung DVD-Cover "Die Lederstrumpferzählungen" (erschienen Dezember 2005) mit freundlicher Genehmigung
von "Concorde Home Entertainment"
© Concorde Home Entertainment
Der Inhalt der einzelnen Folgen (Quelle: Wikipedia)
 
Teil 1 (Regie: Regie: Pierre Gaspard-Huit): Der Wildtöter
(Erstausstrahlung: 25. 12. 1969, Länge rund 87 Minuten)
Im 18. Jahrhundert in den englischen Kolonien Nordamerikas: Der Abenteuerer Nathaniel "Nat" Bumppo (= Wildtöter, Falkenauge, Lederstrumpf; gespielt von Hellmut Lange) dringt entgegen der Warnung eines entgegen kommenden Siedlerpaares ins Indianerland ein, wo er einen befreundeten Bauern besuchen will. Dessen Hof findet er verlassen von seinem Freund, jedoch besetzt von Indianern vor. Er folgt ihrer Aufforderung, dem Sterben eines alten Häuptlings beizuwohnen und sie in ihr Lager zu begleiten. Dort, bei den Mohikanern, schließt er Blutsbrüderschaft mit Chingachgook (Pierre Massimi). Wenig später wird die diesem versprochene Squaw, Wah-Ta-Wah (Jackie Lombard), von feindlichen Indianern, den Mingos, verschleppt. Die beiden Freunde beschließen, auf getrennten Wegen in deren Lager vor zu dringen, um sie zu befreien. Nat trifft dabei auf den Waldläufer Harry March (Patrick Peuvion) und später auf dessen Freund Tom Hutter (Charles Moulin). Hutter bewohnt mit seinen Töchtern Judith (Sophie Agacinski) und Hetty (Thekla Carola Wied) einen Pfahlbau auf dem Glimmersee. Hutter und March geraten im weiteren Verlauf ebenfalls in die Hand der Mingos. Nathaniel kauft die beiden frei, Wah-Ta-Wah erhält er dabei als Dreingabe. Bei einem Schusswechsel unmittelbar nach den Verhandlungen kommt Hetty, die zuvor bereits auf eigene Faust im feindlichen Lager für die Gefangenen interveniert hat, ums Leben. Nach diesem Zwischenfall liegen die Dinge wieder anders. Während die Squaw selbst fliehen kann, gerät statt ihr Nat in die Fänge der Mingos, aus denen er von Chingachgook befreit wird.

Teil 2 (Regie: Jean Drévile): Der letzte Mohikaner
(Erstausstrahlung: 26. 12. 1969, Länge rund 80 Minuten)
Chingachgook hat einen Sohn, Uncas (Alexandru David), der etwa 18 Jahre alt ist. Die Mutter, Wah-ta-Wah, war kurz nach der Geburt in einem harten Winter ums Leben gekommen. Nat hatte bei seinem Eintreffen nur noch Chingachgook und den Säugling retten können. Die drei stehen den beiden Töchtern des Fort-Kommandanten Oberst Munroe (Otto Ambros), Alice (Sybil Maas) und Cora (Loumi Iacobesco), auf dem Weg zu ihrem Vater bei. Ihr Pfadfinder, der Huronenhäuptling Magua (Ali Raffi), war vom Oberst wegen im Rausch verübter Brandstiftung bestraft und unehrenhaft aus dem Dienst eines Indianerscouts entlassen worden. Er wollte die Gesellschaft nun in eine Falle führen, um sich zu rächen, doch Nat und die Mohikaner übernehmen die Führung, während Magua flieht. Später machen die unter Nahrungsknappheit leidenden Delawaren und Huronen gemeinsame Sache, nachdem zu Beginn Munroe den Hilfe suchenden Delawaren Unterstützung verwehrt hatte. Zum Schluss werden Cora und Uncas von Magua sowie anschließend Magua von Nat getötet. Chingachgook ist damit der letzte Mohikaner.

Teil 3 Regie: Jean Dréville): Das Fort am Biberfluss
(Erstausstrahlung: 27. 12. 1969, Länge rund 92 Minuten)
Lederstrumpf und sein Freund Chingachgook leben von der Hirschjagd. Lederstrumpf hält die Schonzeit nicht ein. Das ist gegen das Gesetz. Der Sheriff sperrt Lederstrumpf ein – Chingachgook befreit ihn. Jetzt sind sie vogelfrei.
Sie fliehen Richtung Westen und treffen in Fort Henry ein. Dort begegnen sie Major Dunham (Daniel Crohem), dem Befehlshabenden und Bekannten Nats, sowie Leutnant Jasper (Christian Duroc) und Captain Muir (Gilbert Normand), die um Mabel (Juliette Villard) rivalisieren. Letzterer hat den benachbarten Sioux-Indianern geheime Informationen über das Fort übermittelt. Auch hat er der in Sicherheit gebrachten Tochter von Dunham, Mabel, eine gefälschte Botschaft zukommen lassen, wonach sie das Fort wieder aufsuchen solle. Auf dem Rückweg dorthin haben Nat und Chingachgook sie vor einem Sioux-Überfall gerettet. Die Sioux beabsichtigen einen Überfall auf das Fort und locken die Weißen durch eine List heraus, um es zu schwächen. Im Kampf gegen die Indianer fällt Major Dunham. Zum Schluss wird der Verräter enttarnt und getötet.


Teil 4 (Regie: Jean Drévile): Die Prärie
(Erstausstrahlung: 28. 12. 1969, Länge rund 95 Minuten)
Nat übernimmt auf Bitten von Siedlerchef Miles Forman (Helmuth Schneider) die Leitung von dessen Treck nach Michilimackinac. Chingachgook begleitet ihn dabei. Zu den Siedlern gehört auch eine kriminelle Vereinigung, die aus der Familie Bush mit ihren sieben Söhnen besteht. Nach einigen Tagen Fahrt begegnet der Wagenzug dem Indianerstamm der Pawnees, dessen Häuptling Weucha (J.P. Compain) Nat bekannt ist und von dem die Siedler freundlich empfangen werden. Nach der Weiterfahrt scheren die männlichen Bushs aus, um scheinbar zu jagen, in Wahrheit aber den anrainenden Sioux-Indianern ein Waffenarsenal zu verkaufen, das sie vor der Abreise in einem Fort entwendet hatten. Auf dem Rückweg zum Treck müssen sie jedoch noch ein Alibi-Wild erlegen, wobei sie von Pawnees überrascht werden, die es auf dieselbe Beute abgesehen haben. Im folgenden Zweikampf mit einem Indianer wird einer der Bush-Söhne von dessen Stammesgenossen erschossen. Der Bogenschütze wird bereits vor Ort getötet, der Gegner des getöteten Bruders Bush soll im Lager der Weißen gelyncht werden. Chingachgook jedoch durchtrennt den Strick mit einer Gewehrkugel. Später hetzt Familienoberhaupt Ismael Bush (George Demetru) die friedlich nebeneinander lebenden Pawnees und Sioux gegeneinander auf, indem er einen Sioux töten lässt und den Verdacht auf die Pawnees lenkt. Daraufhin greifen die Sioux das Dorf der Pawnees an und verwüsten es. Im weiteren Verlauf kommen die Bushs im Kampf mit Indianern gewaltsam um. Chingachgook tötet den Sioux-Häuptling Matureh (Ion Dichiseanu) im Zweikampf.
  
www.bamby.de schreibt in seiner Kritik: "Der Vierteiler wurde bei der Erstausstrahlung von der Presse und den Zuschauern einhellig gelobt. Heute, 35 Jahre später, ist festzuhalten, dass der "Lederstrumpf" immer noch eine zähe, treue Fangemeinde hat. Die Erzählungen werden, wie das bei den meisten Fernsehfilmen aus dem Hause Walter Ulbrichs der Fall war, in epischer Breite erzählt, kommentiert von einer Stimme aus dem Off. Diese Form der Erzählung war eigentlich schon damals überholt, man denke nur an die flotten Leinwand-Abenteuer von "Winnetou". Wenn trotzdem keine Langeweile aufkommen will, dann liegt das an den Schauspielern (allen voran ist Hellmuth Lange zu nennen) und an der grandiosen Einbindung der Natur Rumäniens, wo die Abenteuer gefilmt wurden. Eine solche Darstellung der Natur und ihrer Farben findet man höchstens in den ersten Farbfilmen Hollywoods ("Vom Winde verweht" oder "Ruf der Wildnis"). Fazit: Wer mutig ist und sich auf Lederstrumpfs Abenteuer heute einlassen will, der erlebt einen langen und anständigen Fernsehgenuss." prisma.de meint: "Lederstrumpf" bleibt bis heute ein Höhepunkt deutscher TV-Unterhaltung, der für seine Zeit allerdings einige Brutalitäten aufweist. Kleine Kinder sollten den Vierteiler also nicht schauen!
Helmut Lange sollte die Figur des Nat Bumppo in den nachfolgenden Jahrzehnten nicht mehr loslassen. Obwohl er in vielen anderen Filmen eindrucksvolle schauspielerische Leistungen zeigte, wird der "Lederstrumpf" als seine berühmteste Rolle angesehen.
 
In den nachfolgenden Jahrzehnten wurden viele Filmemacher von Coopers Werk inspiriert, vor allem Fernsehadaptionen waren beliebt. Die achtteilige britische BBC-Serie "The Last of the Mohicans" aus dem Jahre 1971 mit dem Briten Kenneth Ives3) als "Hawkeye" wurde zwei Jahre später mit fünf weiteren Folgen unter dem Titel "Hawkeye, the Pathfinder" (1975) fortgesetzt, allerdings mit einem anderen Hautdarsteller, dem kanadischen Schauspieler Paul Massie2). US-amerikanische Fernsehfilme wie die Einzelproduktionen "Last of the Mohicans"3) (1977) und "The Deerslayer" (1978) oder der Mehrteiler "The Leatherstocking Tales" (1984) sind in Deutschland eher zu vernachlässigen, mehr Aufmerksamkeit erlangte das von Michael Mann2) auf die Leinwand gebannte Abenteuer "Der Letzte Mohikaner"2) (1992, The Last of the Mohicans) mit Oscar-Preisträger Daniel Day-Lewis2) (Hawkeye/Nathaniel Poe) und Russell Means2) (Chingachgook). Die Kritiken sind unterschiedlich, während "Wikipedia" ausführt "Neben der detaillierten Darstellung der Landschaften und Wälder der Neuenglandstaaten (gedreht wurde allerdings ausschließlich in North Carolina) sowie der Soundkulisse wurde vor allem die Leistung des Hauptdarstellers Daniel Day-Lewis gelobt.", meint das "Lexikon des internationalen Films": "Im Jahr 1757 angesiedeltes Kolonialkriegsepos (…), das sich um eine Entromantisierung des Genres bemüht, dabei jedoch wenig tut, um das reaktionäre Porträt der amerikanischen Urbevölkerung zu korrigieren. Die Aufmerksamkeit des Regisseurs gehört mehr aufwendigen und harten Schlachtenpanoramen als der Psychologie der Figuren. Erstaunlich humorlos und kaum fesselnd. prisma.de führt unter anderem aus: "Miami Vice"-Regisseur Michael Mann motzte den Klassiker des Indianer-Romans kräftig für's MTV-Zeitalter auf. Realismus ist nicht immer angesagt, auch wenn Mann erkannt hat, dass auch die Zivilisationskritik der Vorlage durchaus gut in den Zeitgeist passt. Einen Oscar gab es in der Kategorie bester Ton. Allerdings gibt es in dem Film auch Patzer wie den sichtbaren Taucher unter dem Wasserfall, außerdem gab es im 18. Jahrhundert noch keine Telefonmasten, und die Felsen sind teilweise sichtbar aus bemalter Leinwand. Wer allerdings das Buch nicht kennt, könnte durchaus unterhalten werden. Warum aber AIM(American Indian Movement)-Aktivist Russell Means die Rolle des Chingachgook übernahm, bleibt fraglich."
 
Michael Manns Film ist die zur Zeit letzte Adaption für das Kino, 1994 entstand noch eine weitere Serie für das Fernsehen, in der kanadischen Produktion "Lederstrumpf" (Originaltitel "Hawkeye"; 23 Folgen) ist der Schotte David Macniven der Protagonist → fernsehserien.de.
Verschiedene animierte "Lederstrumpf"-Versionen wurden ebenfalls realisiert, zu nennen sind etwa die beiden australischen Zeichentrickfilme "The Last of the Mohicans" aus den Jahren 1975 bzw. 1987.
 
Von Oliver Kellner und Ulf Marek stammt der umfassende Bild-Textband "Seewolf & Co. Robinson Crusoe, Lederstrumpf, David Balfour, Mathias Sandorf, Tom Sawyer – die großen Abenteuer-Vierteiler des ZDF". Die erweiterte Neuausgabe ist 2005 im Verlag  "Schwarzkopf und Schwarzkopf" erschienen. Die DVD zu dem legendären Vierteiler ist seit Anfang April 2006 im Handel erhältlich.

Siehe auch Wikipedia, www.bamby.de, www.tv-nostalgie.de, www.prisma.de, www.fernsehserien.de
Weitere Links bei www.wunschliste.de

1) Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. 
Dies gilt für die Europäische Union, Australien und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers.
Link: 2)  Wikipedia (deutsch), 3) Wikipedia (englisch), 4) Kurzportrait bzw. zur Beschreibung innerhalb dieser Webpräsenz
  

Die Lederstrumpferzählungen
Die Hauptdarsteller im legendären Mehrteiler aus dem Jahre 1969
Hellmut Lange …  spielte in allen vier Teilen den "Lederstrumpf" Nathaniel 'Nat" Bumpoo.
 
Geboren am 19. Januar 1923 in Berlin
gestorben am 13. Januar 2011 in Berlin.
 
Kurzportrait zu Hellmut Lange innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Hellmut Lange

Pierre Massimi … spielte in allen vier Teilen Lederstrumpfs Freund, den edlen Indianer Chingachgook.
 
Geboren am 27. Juli 1935 in Calenzana (Korsika),
gestorben am 11. Oktober 2013 in Bastia (Korsika).
 
Pierre Massimi soll Teile seiner Jugend in Marseille und Guinea verbracht haben. Ehe er sich zu einer Karriere als Schauspieler entschloss, besuchte er die "École Centrale Paris"; im Jahre 1956 wurde er von Sacha Guitry1) für die Kinoleinwand entdeckt.
Nach zahlreichen Nebenrollen spielte er schließlich 1968 die Hauptrolle in der Serie "Les secrets de la mer rouge"2) (Abenteuer am Roten Meer) über den berühmten französischen Abenteurer Henri de Monfreid1).
Im folgenden Jahr spielte er in einer aufwändigen Verfilmung der Lederstrumpf-Romane von James Fenimore Cooper einen weiteren berühmten abenteuerlichen Charakter, nämlich den fiktiven Mohikaner Chingachgook. Der Vierteiler wurde in Deutschland als "Die Lederstrumpferzählungen" und in Frankreich als "La légende de Bas de Cuir" ausgestrahlt. Aufgrund großer Nachfrage gab es im deutschen Fernsehen viele Wiederholungen. Die Jugendzeitschrift "Bravo" widmete Massimi lange Artikel, für die man sogar zu seinem Haus in Paris reiste → www.andreas-spieler.de. Im Januar 1971 wählten ihn die Leser dieser Zeitschrift zum "Star des Monats". Anders als der kanadische Mohawk Jay Silverheels1) ("Tonto" in "Die Texas Rangers") vor ihm und sein französischer Landsmann Pierre Brice3) (Winnetou) nach ihm spielte Pierre Massimi aber nur in einer einzigen Produktion einen indianischen Helden. So vermied er es, auf dieses Image festgelegt zu werden. Stattdessen bewies er mit einer Vielzahl unterschiedlichster Rollen seine künstlerische Vielseitigkeit. Aber wie sein Ko-Star Hellmut Lange wurde er beim breiten Publikum nie wieder so erfolgreich wie mit dem Vierteiler über "Lederstrumpf und den letzten Mohikaner".
Pierre Massimi starb am 11. Oktober 2013 nach langer Krankheit.
 
Quelle: Wikipedia (mit weiterführenden Quellenangaben)

Weitere Filme*) mit Pierre Massimi
 
Link: 1) Wikipedia, 2) fernsehserien.de, 3) Kurzportrait innerhalb dieser HP
Norbert Gastell … war die deutsche Stimme von Pierre Massimi.
 
Geboren am 14. Oktober 1929 als Emilio Norberto Otto Max Gastell in Buenos Aires (Argentinien),
gestorben am 26. November 2015 in München-Ramersdorf.
 
Mehr Informationen zu Norbert Gastell bei Wikipedia

  

Die Darsteller(innen) des 1. Teils: Der Wildtöter
Thekla Carola Wied

Thekla Carola Wied 01; Copyright Virginia Shue

… spielte die Hetty Hutter.
 
Geboren am 5. Februar 1944 als Thekla Wiedmann in Breslau.
 
Kurzportrait zu Thekla Carola Wied innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.prisma.de
 
Weitere Filme*) mit Thekla Carola Wied
 
 
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt. 
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
Sophie Agacinski … spielte die Judith Hutter.
 
Geboren am 15. Dezember 1943 in Poligny (Frankreich).
 
Die französische Schauspielerin ist die Schwester der Philosophin und Professorin Sylviane Agacinski1) (geb. 1945), welche mit dem früheren französischen Premierminister Lionel Jospin2) verheiratet ist.
Sophie Agacinski stand seit den 1960er Jahren nur sporadisch vor der Kamera, heute schreibt sie vornehmlich Drehbücher für das Fernsehen und realisiert Dokumentationen.

Weitere Filme*) mit Sophie Agacinski
 
Sophie Agacinski wurde synchronisiert von Kathrin Ackermann → Kurzportrait zu der Schauspielerin bei Wikipedia
  
Link: 1) Wikipedia (englisch), 2) Wikipedia (deutsch)
Patrick Peuvion … spielte den Waldläufer Harry March.
 
Geboren am 19. Mai 1940,
gestorben am 7. März 20001) (nach anderen Quellen am 09.03.2000) in Montréal (Kanada).
 
1) lt. Wikipedia (französisch)

Weitere Filme*) mit Patrick Peuvion
Jackie Lombard … spielte die Squaw Wah-Ta-Wah, Mutter von Uncas.

Weitere Filme*) mit Jackie Lombard
Charles Moulin … spielte den Tom Hutter, Freund von Waldläufer Harry March.
 
Geboren am 11. Dezember 1909 in Montélimar (Frankreich),
gestorben am 24. Januar 1992 in Montélimar (Frankreich).
 
Weitere Filme*) mit Charles Moulin
Colea Răutu … spielte den Häuptling gespaltene Eiche/Chene Fendu.
 
Geboren am 18. November 1912 als Colea Rutkowski in Balti (Russisches Reich, heute Moldawien),
gestorben am 13. Mai 2008 in Bukarest.

Colea Răutu war ein rumänischer Schauspieler, der dem deutschsprachigem Publikum vor allem aus zwei DEFA-Indianerfilmen bekannt war.
Răutu, ältestes von vier Kindern, absolvierte nach Versuchen als Fußballspieler und nach Erfahrungen als Laien-Schauspieler sein Schauspielstudium an der "Hochschule von Bukarest"1), ehe er über Theaterengagements in Bukarest und anderen rumänischen Städten 1954 zum Film kam. Anfangs spielte er vorwiegend in nationalen, später aber auch in internationalen Filmproduktionen, wie beispielsweise in den Abenteuervierteilern "Die Lederstrumpferzählungen" und "Der Seewolf"2). Bei der DEFA wirkte der Darsteller auch in Western-Verfilmungen mit, wie in den 1970er Jahren in "Apachen"1) (1973) und "Ulzana – Schicksal und Hoffnung"1), zwei klassischen DEFA-Indianerfilmen an der Seite von Gojko Mitić1).
Mitte der 1980er Jahre stand der Künstler erneut für einen ostdeutschen Streifen vor der Kamera, diesmal handelte es sich mit dem Indianerabenteuer "Atkins"1)  (1985) nicht um eine typische Genre-Produktion der DEFA.
 
Quelle: Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Colea Răutu
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait bzw. Beschreibung innerhalb dieser HP

 

Die Darsteller(innen) des 2. Teils: Der letzte Mohikaner
Alexandru David … spielte den Uncas, Sohn von Chingachgook.
 
Geboren am 14. August 1938 in Brasov (Rumänien).
 
Kurzbiografie (in englisch) bei www.imdb.com
 
Als Darsteller ist bei der Internet Movie Database nur der Mehrteiler gelistet.
Otto Ambros … spielte den Fort-Kommandanten Oberst Munroe.
 
Geboren am 15. Mai 1910 im österreichischen Klosterneuburg,
gestorben am 21. Februar 1979 in Wien.
 
Ambros besuchte bis 1928 das "Schottengymnasium"1) in Wien. Erste Erfahrungen als Schauspieler sammelte er Mitte der 1930er Jahren, gab sein Debüt mit einem kleinen Part in der Verwechslungskomödie "Kleine Mutti"1) aus dem Jahre 1935. Seine nächste Rolle folgte zwei Jahre später in der Komödie "Liebling der Matrosen"2), in dem er ebenfalls in einer Nebenrolle zu sehen war. Erst 19 Jahre später trat er erneut als Schauspieler in einer Kinoproduktion Erscheinung und mimte den Lobsam in "Die Lindenwirtin vom Donaustrand"1) (1957). 1961 gab Ambros sein Debüt als Regisseur mit dem Lustspiel "Autofahrer unterwegs"3), ein Jahr später inszenierte er den Unterhaltungsfilm "Vor Jungfrauen wird gewarnt"3), bei dem er auch erstmalig als Drehbuchautor beteiligt war; mit "Wiener Schnitzel". folgte 1967 sein dritter und letzter Film als Regisseur.
Als Schauspieler war Ambros vor allem in Nebenrollen zu sehen, in den späten 1960er sowie den 1970er Jahren vornehmlich im Fernsehen. So mimte er beispielsweise in dem ZDF-Mehrteiler "Die Lederstrumpferzählungen" (1969) den Fort-Kommandanten Oberst Munro, 1976 wirkte er an seinem letzten Film mit und spielte einen kleineren Part in der Gaunerkomödie "Bomber & Paganini"1) neben Mario Adorf und Tilo Prückner.

Quelle (überwiegend): Wikipedia
  
Weitere Filme*) mit Otto Ambros
 
Link: 1) Wikipedia, 2) filmportal.de, 3) Filmlexikon
Loumi Iacobesco … spielte die Tochter von Oberst Munroe, Cora Munroe.
 
Geboren am 15. Mai 1943 in Bukarest (Rumänien).
 
Kurzbiografie (in englisch) bei www.imdb.com
  
Weitere Filme*) mit Loumi Iacobesco
Sybil Maas … spielte die Tochter von Oberst Munroe, Alice Munroe.
  
Weitere Filme*) mit Sybil Maas (trat im Film auch als Sylvie Maas-Lebot) auf.
Jacques Brunet … spielte den jungen Offizier Major Duncan Heyward.
 
Geboren am 4. Februar 1921 in Montréal (Kanada).
  
Weitere Filme*) mit Jacques Brunet
Ali Raffi … spielte den Indianerscout bzw. Huronenhäuptling Magua.
 
Geboren am 11. Januar 1938 in Isfahan (Iran).
 
Siehe auch (in englisch) www.aliraffi.ir
   
Weitere Filme*) mit Ali Raffi
 
Ali Raffi wurde synchronisiert von Tommi (Thomas) Piper → Kurzbiografie bei Wikipedia
Roland Ganemet … spielte den Flötenspieler David Gamut.
   
Weitere Filme*) mit Roland Ganemet
Marc Cottel … spielte den Delawaren-Häuptling Tamenund.
   
Weitere Filme*) mit Marc Cottel
G. Florin … spielte den temperamentvollen Kawano.
   
Bei der www.imdb,de ist für G. Florin nur diese Folge der Lederstrumpf-Erzählungen gelistet.
 
G. Florin wurde synchronisiert von Gernot Duda (1927 – 2004) →  Kurzportrait innerhalb dieser Webpräsenz.

 

Die Darsteller(innen) des 3. Teils: Das Fort am Biberfluss
Daniel Crohem … spielte den Major Dunham, den Befehlshabenden von Fort Henry und ein Bekannter von Lederstrumpf.
 
Geboren am 11. Dezember 19221) in Heuringhem (Frankreich).
 
Weitere Filme*) mit Daniel Crohem
 
1) Laut Wikipedia (französisch); laut IMDb 1925
Juliette Villard … spielte die Mabel Dunham, Tochter von Major Dunham.
 
Geboren am 30. November 19421) in  Kénitra (Marokko),
gestorben am 17. März 1971 in Thiais (Val-de-Marne, Frankreich).
  
Weitere Filme*) mit Juliette Villard
 
1) Laut Wikipedia (französisch)
Christian Duroc … spielte den Leutnant Jasper, der um Mabel mit Captain Muir rivalisiert.
  
Weitere Filme*) mit Christian Duroc
 
Christian Duroc wurde synchronisiert von Eckart Dux  →  Kurzportrait innerhalb dieser Webpräsenz.
Gilbert Normand … spielte den Captain Muir.
  
Bei der Internet Movie Database ist für Gilbert Normand nur diese Folge der Lederstrumpf-Erzählungen gelistet.
Szabolcs Cseh … spielte den Sioux-Häuptling Pfeilspitze.
 
Geboren am 11. Dezember 1942 in Miercurea-Ciuc (Rumänien),
gestorben am 1. August 2014 in Bukarest (Rumänien).
 
Kurzportrait (in rumänisch) bei ro.wikipedia.org
  
Weitere Filme*) mit Szabolcs Cseh
 
Szabolcs Cseh wurde synchronisiert von Manfred Seipold (1951 – 1989)  →  Kurzportrait bei Wikipedia oder bei der Serie "Kommissar Brahm" innerhalb dieser HP

 

Die Darsteller(innen) des 4. Teils: Die Prärie
Helmuth Schneider … spielte den Siedlerchef Miles Foreman.
 
Geboren am 18. Dezember 1920 in München,
gestorben am 17. März 1972 in Rio de Janeiro (Brasilien).

Schneider studierte 1938 Medizin in München und besuchte von 1941 bis 1943 die Schauspielschule des "Deutschen Theaters" in Berlin. 1942 gab er sein Debüt in dem Stück "Sophienlund", einer Komödie von Helmut Weiss1) (1907 – 1969) und Fritz von Woedtke (1906 – 1959). Sein Engagement am "Deutschen Theater" im Fach des jugendlichen Helden musste er für seinen Kriegseinsatz beenden; dabei wurde er in Frankreich verwundet.
1946 verließ Schneider Deutschland und hielt sich über sechs Jahre in Süd- und Nordamerika auf, wobei er in Argentinien, Brasilien und den USA Theater spielte. Unter dem Pseudonym "Alexande  Carlos" wirkte er auch in einigen Filmen mit. 1950 erhielt Schneider in der deutschen Version des brasilianischen Abenteuerfilms "Die Göttin vom Rio Beni"2) (1951, Mundo extrano) die männliche Hauptrolle. Nach "Die Göttin vom Amazonas" (1952, Meu Destino é Pecar) kehrte er nach Deutschland zurück und spielte am "Deutschen Theater Göttingen". Nun übernahm er mehrfach tragende Rollen in den zu dieser Zeit beliebten Heimatfilmen, wo er wiederholt als sympathischer Jäger, Förster oder Gutsverwalter zu sehen war. Ende der 1950er Jahre kam er in einigen Abenteuerfilmen zum Einsatz, darunter in dem Karl-May-Film "Der Löwe von Babylon"1) (1959), wo er "Kara Ben Nemsi" verkörperte.

In den 1960er Jahren ließ sich Schneider in Rom nieder und war fast nur noch beim Internationalen Film im Einsatz. Dort stellte er immer wieder unsympathische Nazi-Offiziere dar.
Er starb in Rio de Janeiro als Fußgänger bei einem Verkehrsunfall. Schneider war verheiratet und hatte einen Sohn.
 
Quelle: Wikipedia

Weitere Filme*) mit Helmuth Schneider

Link: 1) Wikipedia, 2) Filmlexikon

Catherine Jourdan … spielte die Ellen Wade, Braut des jungen Honigsammlers Paul Hover.
 
Geboren am 12. Oktober 1948 in Azay-le-Rideau (Frankreich),
gestorben am 19. Februar 2011.
 
1967 spielte Catherine Jourdan die kleine Rolle einer Rezeptionistin in Jean-Pierre Melvilles Thriller "Der eiskalte Engel" (Le samouraď), 1968 trat sie abermals neben Alain Delon in dem Erotikstreifen "Nackt unter Leder"2) (The Girl on a Motorcycle) als Catherine in Erscheinung. Es folgen die Rolle der Ellen Wade im vierten Teil des Mehrteilers "Die Lederstrumpferzählungen" (1969) und die der Violette in Alain Robbe-Grillets Horrorfilm "L'éden et l'aprčs". Den Höhepunkt ihrer filmischen Karriere verzeichnete Catherine Jourdan 1971 mit der weiblichen Hauptrolle der Nina in Jean-Gabriel Albicoccos Drama "Le petit matin". Danach folgen Produktionen wie die Abenteuer "Wir viere sind die Musketiere"3) (1974, Les quatre Charlots mousquetaires) und "Hilfe, mein Degen klemmt"3) (1974, Les Charlots en folie: Ŕ nous quatre Cardinal!), Alan Fleischers Science-Fiction-Drama "Zoo zéro" (1979) mit Klaus Kinski sowie 1982 der Erotikfilm "Aphrodite – Im Wendekreis der Begierde"3) (Aphrodite) mit Valérie Kaprisky. Mit den Krimis "Le diable et la dame" (1984) und "L'araignée de satin" drehte die Schauspielerin ihre letzten Filme und zog sich ins Privatleben zurück.
Am 19. Februar 2011 erlag sie mit nur 62 Jahren den Folgen einer Lungenembolie.
 
Quelle (vorwiegend): Wikipedia

Weitere Filme*) mit Catherine Jourdan
 
Link: 1) Wikipedia, 2) prisma.de, 3) Filmlexikon
Robert Benoît … spielte den jungen Honigsammler Paul Hover.
 
Geboren am 19. März 1941 (nach anderen Quellen 1943) in Epinal (Frankreich).

Weitere Filme*) mit Robert Benoît
Gabriel Gascon … spielte den Dr. Odeb Battius.
 
Geboren am 8. Januar 19271) in Montréal (Kanada).

Sein Filmdebut gab Gabriel Gascon 1952 als Janedo in dem kanadischen Film "Étienne Brűlé gibier de potence". Bekannt wurde er in seiner Heimat vor allem durch die Rolle des Thomas Bédard in der Serie "14, rue de Galais" (1954 – 1957). Mitte der 1960er Jahre war er in Frankreich tätig. So spielte er unter anderem in Bertrand Bliers Krimikomödie "Wenn ich ein Spion wäre"2) (1967, Si j'étais un espion), mimte den Vater von Claude Jade in André Hunebelles Literaturadaption "Der Rächer aus dem Sarg"3) (1968, Sous le signe de Monte Cristo), den Capitaine Alexandre Poul in René Allios Historiendrama "Aufruhr in den Cevennen"4) (1972, Les Camisards) oder den Pannequin in Alain Corneaus Krimi "Lohn der Giganten"3) (1977, La menace). In Deutschland wurde er durch die Rolle des Odeb in "Die Lederstrumpferzählungen" (1969) bekannt.
Seine Karriere verlagerte sich inzwischen wieder nach Nordamerika bzw. Kanada, in den letzten Jahrzehnten trat er unter anderem in Alan Rudolphs Biopic "Mrs. Parker und ihr lasterhafter Kreis"3) (1994, Mrs. Parker and the Vicious Circle) in Erscheinung, gehörte zur Besetzung von Robert Lepages Science-Fiction.Thriller "Possible Words" (2000). Für seine schauspielerische Leistung in dem Fantasy-Drama "Le marais" des kanadischen Regisseurs Kim Nguyen wurde Gascon 2002 für den "Genie Award"3) nominiert.
 
Quelle: Wikipedia

Weitere Filme*) mit Gabriel Gascon
 
1) Laut IMD
b; laut Wikpedia geboren 1930
Link: 2) Wikipedia (englisch), 3) Wikipedia (deutsch), 4) Filmlexikon
George Demetru … spielte den Ismael Bush, Familienoberhaupt der Bush-Bande.
 
Geboren am 09. Dezember 1905 in Bukarest (Rumänien),
gestorben am 27. Februar 1984 in Bukarest (Rumänien).

Weitere Filme*) mit George Demetru
Victoria Medea … spielte die Esther Bush.
 
Weitere Filme*) mit Victoria Medea
Mircea Pascu … spielte den Abiram Bush, Schwager von Ismael Bush.
 
Weitere Filme*) mit Mircea Pascu
J.P. Compain … spielte den Weucha, Häuptling des Indianerstamm der Pawnees.
 
Bei der www.imdb,de ist für J.P. Compain nur diese Folge der Lederstrumpf-Erzählungen gelistet.
Ion Dichiseanu … spielte den Mathoree, Häuptling der Dakotas.
 
Geboren am 20. Oktober 1933 in Adjud (Vrancea, Rumänien).
 
Weitere Filme*) mit Ion Dichiseanu

*) Link: Internet Movie Database

  

Der Autor James Fenimore Cooper
Foto 1*)

Foto 2*)

Der amerikanische Schriftsteller James Fenimore Cooper wurde am 15. September 1789 in Burlington (New Jersey) als James Cooper geboren.
Er starb am 14. September 1851 in Cooperstown (New York).
 
James Cooper – den Namen Fenimore nahm er von seiner Mutter erst im Jahre 1826 an – wurde als das elfte Kind eines wohlhabenden Richters am 25. September 1789 zu Burlington im Staate New Jersey geboren. Seine Jugend verbrachte er auf der väterlichen Besitzung am Otsego Lake, einem "Vorposten der Zivilisation" gegen Westen hin, dessen Lage Cooper selbst im "Pionier" beschreibt.
Dort lernte der Knabe unter all den merkwürdigen Gestalten des Lebens an der Grenze der Zivilisation seine Jäger, Trapper, Quatter und Indianer kennen, unter ihnen den Wildtöter, den "Lederstrumpf". Von der Dorfschule kam er zu einem hochkirchlichen Pastor in Albany und mit dreizehn Jahren nach dem Yale College. Er war ein wilder und unbändiger Knabe, wurde mit sechzehn Jahren relegiert und trat darauf (1806) zunächst als Schiffsjunge in die Handelsmarine, später als Kadett in die Kriegsmarine ein. Als solcher war er in den nördlichen Seen stationiert. 1811 heiratete er, gab seine Marinelaufbahn auf und zog sich auf seine Güter zurück. Ein bloßer Zufall machte ihn zum Schriftsteller. Im Jahre 1819 las er einen englischen Gesellschaftsroman und rief aus: "Da könnte ich selbst einen besseren schreiben." Er wurde aufgefordert, sein Wort einzulösen, und das Resultat war seine erste Novelle: "Vorsicht" (Precaution, Herbst 1820). "Vorsicht" war kein Erfolg, wohl vor allem, weil die Geschichte in der Englischen High-Society spielt und damit einem Cooper ganz fremden Milieu. Also wählte er für seinen nächsten Roman einen ihm besser vertrauten Stoff: Die Geschichte eines Spions, der, in Washingtons Diensten stehend, die Stützpunkte der Engländer auskundschaften soll.
Der Roman war ein großer Erfolg nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch in England und Frankreich. Dann folgen die fünf Lederstrumpfromane: "Pioniere" (The Pioneers, Februar 1823), "Der letzte Mohikaner" (The Last of the Mohicans, 1826), "Die Prärie" (The Prairie, 1827), "Der Pfadfinder" (The Pathfinder, 1840) und "Der Wildtöter" (The Deerslayer, 1841). Daneben verfasste Cooper Seeromane, unter denen "Der Lotse" (The Pilot, 1824) hervorsticht.

Als Cooper am 14. September 1851 auf seiner Besitzung einem unheilbaren Leiden erlag, das er männlich und heiter getragen hatte, starb in ihm der in Europa berühmteste Schriftsteller Amerikas und ein Mann, der diesen Ruhm wohl verdient hatte.
 
Aus: "Geschichte der Englischen Literatur", herausgegeben von Richard Wülker. Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel von Ewald Flügel. Quelle: www.klassiker-der-weltliteratur.de
 
Eine ausführliche Biografie zu James Fenimore Cooper findet man bei Wikipedia
Siehe auch "The James Fenimore Cooper Society" (englischsprachig) 

*) Der Link führt zu Wikipedia

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