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In den 80er und 90er Jahren konzentrierte sich Pierre Brice dann verstärkt auf seine Arbeit beim Fernsehen. Als " Serienheld" flimmerte er in mehr oder weniger anspruchsvollen TV-Geschichten wie "Die Hütte am See", "Schloss am Wörthersee" oder dem "Traumschiff" durch die bundesdeutschen Wohnzimmer. In einem seiner letzten Filme, dem TV-Dreiteiler "Klinik unter Palmen", spielte er den Anwalt Jean-Claude Valentine, der einen Arzt alias Klaus Jürgen Wussow zur Rechenschaft ziehen will. 2002 erlebte man ihn in der Utta Danella-Verfilmung "Die Hochzeit auf dem Lande" als hilfreichen Butler William, in der romantischen Komödie "Mit einem Rutsch ins Glück" (2003) mimte er an der Seite von Anja Kruse und Heio von Stetten den Monsieur de Montvalon. In der Episode "Zauber von Bali" (2005) aus der Reihe "Das Traumhotel" machte er ebenfalls eine gute Figur, es folgten Gastauftritte unter anderem in dem Dauerbrenner "In aller Freundschaft" (2007, Episode: Das zweite Leben") sowie in der Telenovela "Rote Rosen" (2008) und in der Folge "Hochzeitsreise nach Marrakesch" (2009) aus der Reihe "Kreuzfahrt ins Glück". Der Erfolg des fünffachen Bambi-Filmpreisträgers (1964, 1967,
1968, 1987, 1990) war und ist enorm; täglich erreichen ihn auch heute noch Körbe
voller Fanpost in seinem Landhaus in der Nähe von Paris, das er seit 1986
mit seiner deutschen Ehefrau Hella, die er 1981 geheiratet hatte, bewohnt. Neun
Mal in Folge erhielt er zwischen 1964 und 1972 den "Otto"
der Zeitschrift "Bravo", den er dann erneut 1976, 1977 und 1978
entgegennehmen konnte. 1992 wurde dem populären Franzosen das
Bundesverdienstkreuz Erster Klasse verliehen, weil er "als einer der populärsten
Franzosen in Deutschland ewige Werte wie Treue, Ehrlichkeit und Mut" überzeugend
über 30 Jahre vermittelte. 1999 bekam er von dem Karl-May-Archiv den
Preis "Scharlih" wegen seiner Verdienste um Karl May und seiner
literarischen Romanfigur "Winnetou" Ein Jahr später wurde er im
September für seinen Einsatz als UNICEF-Botschafter mit dem undotierten
"Thomas Morus Ehrenpreis" ausgezeichnet. Mit dem "Brisant
Brillant" wurde er 2004 "für sein Lebenswerk" geehrt, im
gleichen Jahr überreichte man ihm den Deutschen Entertainment Preis
"DIVA". Weitere Preise sind der "Steiger-Award" (2005)
für "besonderes gesellschaftliches und künstlerisches Engagement"
sowie der Titel "Ritter der Ehrenlegion" (2007) für seine
Verdienste um die Deutsch-Französische Freundschaft und das europäische Kino. Zum 80. Geburtstag am 6. Februar 2009 gratulierten Presse und die TV-Berichterstattung dem sympathischen Schauspieler, dessen Ruhm bis heute untrennbar mit der Rolle des Apachenhäuptlings Winnetou verbunden ist. "Häuptling der Herzen" titelte die "Süddeutsche Zeitung", schrieb unter anderem "Der schöne Pierre entsprach dem Bild von einem Häuptling, wie er bei Karl May im Buche stand: "Sein Gesicht war edel geschnitten, fast römisch, die Farbe ein mattes Hellbraun mit einem Bronzehauch." Dazu dieser traurig-sehnsuchtsvolle Blick aus silberseeblaugrünen Augen. Brice hatte sich anfangs darüber beklagt, dass sein Winnetou zu wenig Text hat, durfte er doch meistens nur Halbsätze in der dritten Person sprechen ("Winnetous Herz ist schwer"). Dass er gerade dadurch zum Idol wurde, statt vieler Worte eine gute Figur zu machen, mag den Schauspieler in ihm kränken. Den Indianer macht es unvergessen."
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Einer ganz speziellen Aufgabe stellt sich der beliebte Künstler nach
etlichen Jahren Bühnenabstinenz seit Mitte Juli 2010: In Cuxhaven hat er in
dem Open-Air-Musical "Der Traum von Freiheit" des Autors und Regisseurs
Christian Berg den Part des Erzählers übernommen, der als "Wanderer
zwischen den Welten" mit seinem Knappen Krischan (Christian Berg) durch
die Lande zieht. Bis zum 8. August sind insgesamt 22 Aufführungen auf der
Sommertheater-Bühne im Schlossgarten Cuxhaven geplant. Das Stück, angekündigt als "Musical von Drachen, Heldinnen und Abenteurern für die ganze Familie"
handelt von Tjede Peckes1),
einer Frau
aus Friesland, die sich Anfang des 16. Jahrhunderts gegen die Bischöfe von Bremerhaven auflehnte und als
Jeanne d'Arc des Elbe-Weser-Dreiecks gilt; die Musik stammt von Konstantin Wecker (mehr bei
www.sommertheater-cuxhaven.de).
Medienberichten zufolge will sich Brice nach diesem Engagement endgültig von der Schauspielerei
verabschieden. |
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| Link: 1) Wikipedia | Stand Dezember 2010 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Pierre Brice Internet: www.pierrebrice.de Siehe auch Wikipedia, www.prisma-online.de, www.cyranos.ch, www.whoswho.de sowie das Portrait zum 80. Geburtstag bei www.br-online.de |
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