Randolph Scott
Randolph Scott (George Randolph Scott) wurde am 23. Januar 1898 in Orange County (Virginia) geboren und verbrachte die Kindheit mit seinen fünf Geschwistern Margaret, Katherine, Virginia, Joseph und Barbara in Charlotte (North Carolina). Sein Vater George Scott war leitender Ingenieur in einer Textilfirma, die Mutter Lucille Crane Scott stammte aus einer wohlhabenden Familie aus North Carolina. Nach dem Besuch einer Privatschule sowie des "Georgia Institute of Technologie" in Atlanta absolvierte Scott ein Ingenieurstudium an der "University Of North Carolina", ging dann aber nach Kalifornien und entschied sich für eine Ausbildung zum Schauspieler am "Pasadena Community Playhouse". Auf einem Golfplatz lernte er dort den Filmproduzenten und Unternehmer Howard Hughes1) (1905 – 1976) kennen, der ihm den Eintritt ins Filmbusiness ermöglichte. Zunächst begann Scott als Edelkomparse in Hollywood, sein  Leinwanddebüt gab er 1928 noch unter "ferner liefen" in John B. Blystones stummen Streifen "Sharp Shooters" (Die Scharfschützen)
Scott arbeitete in der Folgezeit als Schauspieler, Sprachtrainer für den Dialekt seiner Heimat Virginia (u.a. für Gary Cooper) und Stuntman. Nach einigen Rollen als Liebhaber und diversen Nebenrollen, spielte Scott in den 1930er Jahren allmählich wichtigere Parts und profilierte sich früh als Held in Western, etwa als "Falkenauge" in "Der Letzte der Mohikaner"1) (1936, The Last of the Mohicans), als legendärer Sheriff Wyatt Earp1) in Allan Dawns "Frontier Marshal" (1939) oder als Marshall Wright in "Jesse James, Mann ohne Gesetz"1) (1939, Jesse James). Ab Mitte der 1940er Jahre war Scott fast nur noch mit unterschiedlichen Figuren in Western-Produktionen zu sehen, spielte aber während des zweiten Weltkrieges auch einige Uniform-Rollen.

Ab 1951 wurden die meisten seiner Filme von der eigenen Produktionsfirma "Ranown" hergestellt, darunter zwischen 1956 und 1960 eine Reihe herausragender Western von Budd Boetticher1), in denen Scott als alternder Cowboy auftrat. Zu diesen Produktionen zählen "Der Siebente ist dran"1) (1956, Seven Men from Now), "Um Kopf und Kragen"1) (1957, The Tall T2)), "Fahrkarte in Jenseits"1) (1957, Decision at Sundown), "Auf eigene Faust"1) (1959, Ride Lo), "Sein Colt war schneller" (1959, Buchanan Rides Alone) oder "Einer gibt nicht auf"2) (1960, Comanche Station). Hier passten Scotts Alter und seine stoisch-hölzerne Ausdruckweise hervorragend zu den reifen, in sich gekehrten, aber durchaus verletzbaren Helden. Seine letzte Rolle hatte er 1962 in Sam Peckpahs "Ride the High Country"1) (Sacramento2)), hier mimte er den alten Westerner Gil Westrum, der in die neue Zeit nicht mehr passt, und wie sein Kamerad Steve Judd herunter gekommen ist. Nach diesem Film zog sich Scott ins Privatleben zurück.

Der hochgewachsene Scott war stets ein B-Western-Star, ein Typ, der sich selbst und seinem Image treu blieb, der keine künstlerischen Wandlungen durchmachte. Trotz vieler durchschnittlicher Filme erwies er sich jedoch bis zu seinem freiwilligen Ruhestand als verlässlicher Kassenmagnet. Der Schauspieler investierte seine Gagen in Ölquellen und Immobilien und wurde so zu einem der reichsten Männer der Branche; sein Vermögen wurde auf mehrere Millionen-Dollar geschätzt.
 
Seit 1936 war der Schauspieler mit der Milliardärserbin Marion Du Pont Somerville3) (1894 – 1983) verheiratet gewesen, doch bereits nach drei Jahren wurde die Verbindung 1939 geschieden. Scotts zweite Ehefrau wurde 1944 Marie Patricia Stillman (1919 – 2004), die bis zu seinem Tod an seiner Seite war; das Paar adoptierte zwei Kinder. Randolph Scott starb am 2. März 1987 im Alter von 89 Jahren im kalifornischen Beverly Hills (Los Angeles). Die letzte Ruhe fand er auf dem "Elmwood Cemetery" in Charlotte (North Carolina) → Foto der Grabstelle bei knerger.de.
Scott hielt stets das Image des Saubermanns aufrecht. In der Klatschpresse gab es immer wieder mal das Gerücht, er stehe in einer homosexuellen Beziehung zu seinem Schauspielerkollegen Cary Grant4), da die beiden rund zehn Jahre lang ein gemeinsames Haus bewohnten. Begründet wurde diese frühe Wohngemeinschaft mit der ausgeprägten Sparsamkeit beider, die zu dieser Zeit aber bereits große Stars und damit Großverdiener waren. Dieses Zusammenwohnen endete 1942, als Cary Grant die Woolworth-Erbin Barbara Hutton1), damals die reichste Frau der Welt, heiratete.5)  
Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma.de
Siehe auch Wikipedia sowie den Nachruf bei www.filmzentrale.com
Link: 1) Wikipedia (deutsch),  2)  prisma.de, 3) Wikipedia (englisch), 4) Kurzportrait innerhalb dieser HP
5) Quelle: Wikipedia (abgerufen Juni 2011)
  
Kinofilme (Auszug)
Filmografie bei der Internet Movie Database sowie
Wikipedia (englisch)

(Link: Wikipedia, in Klammern: prisma.de)
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