Des Christoffel von Grimmelshausen
abenteuerlicher Simplicissimus
Titelblatt der Erstausgabe von Grimmelshausens Hauptwerk Im Jahre 1668 (datiert auf 1669) erschien von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (ca. 1622 – 1676) unter dem Pseudonym "German Schleifheim von Sulsfort"2) der Schelmenroman "Der Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch". Das Buch wird allgemein als das wichtigste Werk seiner Art im 17. Jahrhundert betrachtet und gilt er als der erste deutschsprachige Abenteuerroman mit zudem stark autobiographischen Zügen, da er die Lebenswege von Autor und Held im Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) teilweise zusammenführt, ohne sie freilich zur Deckungsgleichheit zu bringen. Der "Simplicissimus" ist dementsprechend auch kein Schlüsselroman.1) Als Online-Text kann man alle Kapitel des mehrbändigen Werkes im Projekt Gutenberg-DE nachlesen.
 
Grimmelshausen, der kaum eines seiner Bücher unter dem eigenen Namen veröffentlichte, zeichnet wie vielleicht kein anderer Autor des Barock ein perspektivenreiches und detailverliebtes Bild des Dreißigjährigen Krieges sowie der verwilderten deutschen Gesellschaft nach dem Krieg.1) Sein Titelheld wächst als einfältiger Viehhirte ohne jede Bildung auf einem Bauernhof im Spessart auf, kennt noch nicht einmal seinen Namen. Als im Dreißigjährigen Krieg ein Trupp plündernder und brandschatzender Soldaten den Hof verwüstet, flieht der Knabe, irrt durch den Wald und wird schließlich von einem alten Einsiedler aufgenommen, der ihn "Simplicius", den "Einfältigen", nennt. Er unterweist ihn zwei Jahre lang im Lesen und Schreiben, bringt ihm die christliche Lehre nahe. Nach dem Tod des Einsiedlers, der ihm in einem Brief als Vermächtnis noch drei Lebensmaximen, Selbsterkenntnis, Welterkenntnis und Beständigkeit, mit auf den Weg gegeben hat, beginnt für Simplicius eine Odyssee … Weitere Inhaltsangabe bei Wikipedia
 

Titelblatt der Erstausgabe von Grimmelshausens Hauptwerk
Quelle: Wikipedia (Hans-Peter Haack), mit der Information:
Die Schutzdauer für das von dieser Datei gezeigte Werk ist nach den Maßstäben des deutschen, des österreichischen und des schweizerischen Urheberrechts abgelaufen. Es ist daher gemeinfrei.

Das komplexe Werk wurde 1975 vom ZDF in Kooperation mit dem Österreichischen Rundfunk (ORF) auf den Bildschirm gebracht, am 26. November 1975 flimmerte mit "Das Hanauer Kalb" die erste Folge des Vierteilers "Des Christoffel von Grimmelshausen abenteuerlicher Simplicissimus" über den Bildschirm. Das Drehbuch zu den einzelnen Teilen in Spielfilmlänge hatte Leopold Ahlsen3) abgeliefert, Routinier in Sachen Hör- und Fernsehspielen, Dramen und Schulfunksendungen, bereits der Mehrteiler "Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck"4) (1973) stammte aus seiner Feder. Auch Regisseur Fritz Umgelter4) (1922 – 1981), der den Trenck-Stoff inszeniert hatte, konnte wieder gewonnen werden. Umgelter hatte bereits mit den Mehrteilern "Soweit die Füße tragen"4) (1959), "Am grünen Strand der Spree"3) (1960) und "Wer einmal aus dem Blechnapf frißt"4) (1962) Fernsehgeschichte geschrieben. Mit Trenck-Darsteller Matthias Habich, der durch den Mehrteiler über Nacht populär geworden war, setzte man erneut auf dessen großartige schauspielerischen Leistungen und vertraute ihm die Hauptrolle des "Simplex" an. Zahlreiche weitere Charakterdarsteller wie Christian Quadflieg, Herbert Stass, Heinz Weiss, Günter Strack und Alexander Golling, die man Anfang 1975 in dem Historienabenteuer "Die unfreiwilligen Reisen des Moritz August Benjowski"4) gesehen hatte, Herbert Fux, Max Grießer oder der noch junge Friedrich von Thun rundeten die hochkarätige Besetzungsliste ab. Für die musikalische Untermalung hatte Rolf Unkel gesorgt, der bereits bei etlichen für das Fernsehen verfilmten Bühnenklassikern seine musikalische Handschrift hinterlassen hatte, etwa für Franz Peter Wirths Shakespeeare-Adaption "Hamlet, Prinz von Dänemark" (1961) mit Maximilian Schell.

Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von "Universal Music Entertainment GmbH"
www.universal-music.de

Des Christoffel von Grimmelshausen abenteuerlicher Simplicissimus; Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von "Universal Music Entertainment GmbH" (www.universal-music.de)
Die Bildung der Hauptfigur ist durch den Kleidungsstil und der Körperhaltung überzeugend dargestellt. Um die Authentizität der Literaturvorlage zu wahren, behält Drehbuchautor Leopold Ahlsen den veralteten Sprachstil bei. Mit selbst gereimten Repliken ergänzte er die Vorlage. Eine Off-Stimme kommentiert rückblickend aus der Ich-Perspektive. Die sozialen Verhältnisse der Zeit werden in manch derben Szenen wiedergegeben. Kulturhistorisch ist das TV-Vierteiler sicherlich interessant. Doch die Unterhaltung bleibt ein bisschen auf der Strecke. Buchgetreu werden Simplicius' Abenteuer ohne Verschnaufpause wiedergegeben. Auf die Dauer ist das etwas anstrengend.
(Quelle: www.filmreporter.de
 
Inhaltsangabe der einzelnen Teile (Quelle: nicht mehr existenter "ZDFtheaterkanal"3)):
 
Teil 1: Das Hanauer Kalb (Erstausstrahlung: 19. November 1975; Länge 95 Minuten)
Unwissend und glücklich, fern von allem Weltgetriebe, wächst der Knabe Simplicissimus (Matthias Habich) bei einfachen Bauern im Spessart auf. Die Idylle wird vom Krieg blutig zerstört. Ein frommer Einsiedler (Michel Vitold) erbarmt sich der Waise, lehrt sie lesen, schreiben und eine herzliche, offene Frömmigkeit. Von der letzteren freilich, als der Krieg ihn unter die rauen Soldaten der Festung Hanau verschlägt, hat er nur Schaden und Spott. Eingenäht in eine Tierhaut wird er zum "Kalb", zum Narren des Gouverneurs (Jacques Alric). In der belagerten Stadt wütet der Hunger. Was hilft es dem Geschundenen, als ihm zusammen mit seinem Freund, dem Schreiber Herzbruder (Christian Quadflieg), die Flucht nach draußen gelingt? Im Kroatenlager führt ja derselbe Soldatenbrauch sein rohes Regiment. Herzbruder wird ungerecht verjagt, sein Vater ermordet, und am Ende liegt selbst der brave Simplicissimus halb erschlagen und ringt mit dem Tod.

Teil 2: Der Jäger von Soest (Erstausstrahlung: 23. November 1975; Länge 90 Minuten)
Simplicissimus, notdürftig von seinen Wunden genesen, flieht aus dem Lager der Kroaten. Doch da das Verhängnis ihn hierbei an Frauenkleider geraten lässt, zeigt diese Welt ihm alsbald schmerzlich, wie schwer es in solcher Zeit eine Jungfrau hat, ihre gehörige Unschuld zu wahren. Als er schließlich doch seines wahren Geschlechts überführt wird, wird er für einen Spion gehalten und peinlich verhört. Doch jetzt hat er seine Lektion gelernt, er schlägt sich selber zu jenen, welche die anderen schlagen: er wird Soldat; sogar ein berühmter, der für seinen Obersten fleißig Beute macht: als legendärer Jäger von Soest. Doch das Kriegsglück ist rund, mit dem Erfolg wächst der Hochmut, und der kommt vor dem Fall. Ein unerlaubtes Duell bringt Simplicissimus unter den Galgen.

Teil 3: Der Schatz (Erstausstrahlung: 26. November 1975; Länge 100 Minuten)
Nur ein militärischer Dienst, den er dem General von Götz (Fred Liewehr) erweisen kann, rettet den armen Simplicissimus vor schimpflichem Tod. Wieder schwingt die Schaukel des Glücks empor, höher als je. Hat er, ehemals selber ein Narr, es nicht sogar zu einem eigenen Narren gebracht, einer lebendigen Kriegsbeute, dem halb närrischen, halb weisen Jupiter (Herbert Stass)? Doch wo Erfolg ist, sind die Neider nicht fern. Eine Falle, ihm zu seiner Ermordung gelegt, bringt ihm freilich erst das höchste, das ganz große Glück: Er findet einen Schatz! Was schadet es ihm da, in die schwedische Gefangenschaft des Oberst Larsson (Günter Mack) zu fallen? Reich geworden, sagt er fröhlich dem Kriegsdienst ade, wird ein Bürger – und tappt prompt in die Verhängnisse der Bürgerlichkeit. Allzu unbekümmert genießt er die Freuden der Liebe; unversehens zappelt er einer pfiffigen Pfarrerstochter (Nathalie Drivet) im Ehenetz. Eine ebenso zahlreiche wie gierige Verwandtschaft stürzt sich auf ihn und sein Geld, und nur mit Mühe gelingt ihm die rettende Flucht ins ferne Paris.

Teil 4: Adieu Welt (Erstausstrahlung: 30. November 1975; Länge 105 Minuten)
Schaden macht klug; doch selten sogleich. In der schönen Stadt Paris stehen dem charmanten, sangeskundigen Simplicissimus manche Türen offen – selbst die des Liebestempels der Königin (Milena Dvorská). Und er ziert sich nicht. Die Moral, dazumal jedenfalls, pflegte sich hinter der Medizin zu verstecken. Das Siechenlager der Syphilis gibt Simplicissimus dem Wettlauf mehr tot als lebendig zurück. Bitterste Armut quält ihn. Selbst das Vermögen seines wiedergefundenen, sterbenden Freundes Herzbruder hält seinen Abstieg nicht auf; bis hinab zur gemeinen Straßenräuberei führt sein Weg. Da endlich, auf dem Grunde des Sumpfes, erwacht in ihm die Einsicht. Er sagt dieser schnöden Welt ade, um hinfort das Leben eines frommen Einsiedlers zu leben – wie jener, der ihn seinerzeit in alle wechselnde Läufte hinausgeschickt hat und der, wie sich herausstellt, sein leiblicher Vater war.

Das ZDF konnte trotz der zum Teil etwas langatmigen Handlung gute Einschaltquoten verzeichnen, nicht zuletzt wegen der exzellenten Schauspieler sowie einer "sorgfältigen, manchmal schwelgerische Ausstattung und einer liebevollen Inszenierung" wie die Fernsehzeitung "Gong" schrieb. "Einerseits ist es eine sehr freie Nacherzählung geworden, andererseits hält der Autor immer den Ton des Christoffel von Grimmelshausen." konnte man in der "Frankfurter Rundschau" lesen.
 
Seit 23. Mai 2008 ist der legendäre Mehrteiler als DVD erhältlich und auch nach mehr als dreißig Jahren hat dieses barocke Zeitbild nichts von seinem Reiz verloren. Zuletzt wurde die Produktion im Mai 2007 im "ZDF Theaterkanal" wiederholt.

Siehe auch Wikipedia, www.filmreporter.de, www.bamby.de, www.fernsehserien.de
Weitere Links bei www.wunschliste.de

1) Quelle: Wikipedia
2) Anagrammatische Umstellung von Christoffel Grimmelshausen
Link: 3) Wikipedia, 4) Kurzportrait bzw. zur Beschreibung innerhalb dieser Webpräsenz

Die Akteure:
Matthias Habich

Matthias Habich; Copyright Virginia Shue

… spielte in allen Teilen den Titelhelden, den Simplicissimus.
 
Geboren am 12. Januar 1940 in Danzig.

Kurzbiografie zu Matthias Habich innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de, www.prisma.de
 
Weitere Filme*) mit Matthias Habich
 

Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Teil 1: Das Hanauer Kalb
Rádován Lukavský … spielte den Knan (= Vätter; bäuerlicher Erzbruder); auch Teil 4 " Adieu Welt".
Simplicissimus hat keine Ahnung vom eigenen Namen und der Eltern, er nennt sie "Knan" und "Meuder".
 
Geboren am 1. November 1919 als Václav Havel Rádován Lukavský in Prag
(Tschechoslowakei, heute Tschechische Republik),
gestorben am 10. März 2008 ebenda.
 
Lukavský besuchte das Gymnasium in Ceský Brod, absolvierte nach seinem Abschluss ein Studium in Tschechisch und Französisch an der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität in Prag. Während der Besetzung der Tschechoslowakei durch die Nazis wurde er in ein Arbeitslager interniert, konnte erst nach seiner Entlassung seine Studien fortsetzen; gleichzeitig nahm er Schauspielunterricht am Prager Konservatorium. 
Sein Bühnendebüt gab Lukavský 1946 am Theater im Prager Stadtteil Vinohrady, es folgten Engagements am Weinberger Theater und dem Prager Stadttheater. Nicht zuletzt durch seine Erscheinung und markante Stimme machte er sich rasch einen Namen als herausragender Charakterdarsteller. 1957 wechselte er an das "Prager Nationaltheater", wo er für die nächsten fünfzig Jahre seine künstlerische Heimat fand. Zu seinen erfolgreichen Figuren zählten unter anderem die Titelrolle in Shakespeares "Hamlet", der Puck in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" sowie der Feldwebel in Brechts "Mutter Courage und ihre Kinder". Noch im hohen Alter stand der Schauspieler auf der Bühne, seine letzte Rolle spielte er kurz vor seinem Tod in Tschechows "Der Kirschgarten". Eigentlich hätte der inzwischen 88-Jährige noch in Molieres "Don Juan" spielen sollen – doch drei Tage vor der Premiere verstarb Lukavský.
 
Neben seiner Arbeit für das Theater übernahm Lukavský zahlreiche Rollen in Film- und Fernsehproduktionen seines Heimatlandes, am bekanntesten dürfte er mit der Figur des Václav Thám in der historischen Fernsehserie "F.L. Vek"1) (1971, Der junge Herr Vek) geworden sein, die in der Zeit der nationalen Wiedergeburt spielte.
 
Der vielfach ausgezeichnete Lukavský "ist als ein Schauspieler bekannt geworden, der sich sehr intensiv mit der Sprachkultur befasste. Er war ein hoch geschätzter Rezitator und Übersetzer von Poesie. Neben französischen Dichtern übersetzte er auch deutsche Poesie, vor allem Rainer Maria Rilke." (Quelle: www.radio.cz) Darüber hinaus veröffentlichte er verschiedene Bücher über die Schauspielerei bzw. das Theater, mehrere Jahre war er als Dozent an der Prager Theaterakademie tätig. Wegen seiner christlichen Einstellung, die vom dem damaligen kommunistischen Regime für unbequem gehalten wurde, musste er diese Tätigkeit 1962 aufgeben.
 
Kurzportrait nach Wikipedia (englisch) und www.radio.cz
 
Weitere Filme*) mit Rádován Lukavský
 
Link: 1) fernsehserien.de
Nina Popeliková … spielte die "Meuder".
Simplicissimus hat keine Ahnung vom eigenen Namen und der Eltern, er nennt sie "Knan" und "Meuder". 
 
Geboren am 14. Oktober 1920 in Prag (Tschechoslowakei, heute Tschechische Republik),
gestorben am 18. April 1982 in Prag (Tschechoslowakei, heute Tschechische Republik).
 
Weitere Filme*) mit Nina Popeliková
Michel Vitold … spielte den Einsiedel, der dem Knaben Simplicissimus Lesen und Schreiben beibringt.
 
Geboren am 15. September 1915 als Mykhaylo Sazhanov (Mikhail Sajanov) in Kharkiv (Ukraine),
gestorben am 14. Juni 1994 in Clamart (Frankreich).
 
Im Alter von zehn Jahren kam Vitold mit seiner Familie nach Frankreich, besuchte kurz eine katholische Schule, die er 13-jährig bereits wieder verließ. Er schlug sich mit einigen Gelegenheitsjobs durch, unter anderem als Fensterputzer und Laufjunge für einen Delikatessenladen – das machte er bis zu seinem 25. Lebensjahr.
Dann entschied er sich für die Schauspielerei, absolvierte eine entsprechende Ausbildung, war unter anderem Schüler an der von René Simon gegründeten, staatlich anerkannten privaten Schauspielschule in Paris.
Vitold avancierte rasch zu einem anerkannten Charakterdarsteller, glänzte unter anderem in Stücken von Jean Anouilh, Jean-Paul Sartre und Albert Camus.
Auf der Leinwand fand er seit Ende der 1930er Jahre ein breites Betätigungsfeld, ebenso wie später beim Fernsehen, und spielte in zahlreichen Produktionen, wenn auch meist nur Nebenrollen.
 
Michel Vitold war in erster Ehe mit der Kunstmalerin und Bühnenbildnerin Michčle Sayanoff Dufour verheiratet, seine zweite Ehefrau wurde die Schauspielerin Christiane Lénier1) (1926 – 1989). Laut der französischsprachigen Wikipedia war er danach mit der Schauspielerin Mireille Paparella verheiratet; aus dieser Verbindung stammt der 1977 geborene Sohn Dimitri sowie Adoptivtochter Eleonore.
Michel Vitold erlag mit 78 Jahren in seinem Heim in Clamart seinem Krebsleiden.
 
Siehe auch www.cyranos.ch
 
Weitere Filme*) mit Michel Vitold
 
Link: 1) IMDb
Christian Quadflieg

Christian Quadflieg am 31. Mai 2012 auf dem roten Teppich zum "Studio Hamburg Nachwuchspreis"; Urheber: Udo Grimberg (Wikipedia-Benutzer Chester100); Lizenz: CC-BY-SA 3.0 DE; Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons

… spielte den Schreiber Herzbruder Ulrich.
 
Geboren am 11. April 1945 in Växjö (Schweden).

Kurzbiografie zu Christian Quadflieg innerhalb dieser Homepage
 
Webpräsenz: www.christianquadflieg.de

Siehe auch Wikipedia, www.prisma.de
 
Weitere Filme*) mit Christian Quadflieg
 
Foto: Christian Quadflieg am 31. Mai 2012 auf dem roten Teppich
anlässlich der Gala "Studio Hamburg Nachwuchspreis"
Urheber: Udo Grimberg (Wikipedia-Benutzer Chester100
Lizenz: CC-BY-SA 3.0 DE; Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons

Kurt Jaggberg

Kurt Jaggberg; Copyright Virginia Shue

… spielte den Schreiber Olivier, Personifikation des Bösen; auch Teil 4 " Adieu Welt".
Das Handeln des Simplicissimus wird ständig einerseits durch das Gute (Herzbruder) und andererseits durch das Böse (Olivier) beeinflusst.
 
Geboren am 10. November 1922 in Wiener Neustadt (Niederösterreich),
gestorben am 27. Dezember 1999 in Wien (Österreich).
  
Kurzportrait zu Kurt Jaggberg innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Kurt Jaggberg
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Jacques Alric … spielte den Gubernator Ramsey, Schwedischer Gouverneur der Festung Hanau, 
der Simplicissimus zum Pagen macht.
 
Geboren am 15. November 1929 in Courbevoie (Hauts-de-Seine, Frankreich),
gestorben am 4. September 2013 in Châtenay-Malabry (Hauts-de-Seine, Frankreich).
 
Weitere Filme*) mit Jacques Alric
Jaromír Borek … spielte den Oberst Corpes (auch in Teil 2).
 
Geboren am 28. April 1928 in Wien (Österreich),
gestorben am 15. Dezember 1997 ebenda
 
Neben seinen zahlreichen Fernsehauftritten – unter anderem zwischen 1975 und 1979 als Franz Werner in der ORF-Erfolgsserie "Ein echter Wiener geht nicht unter"1) oder in fünf Folgen der Kultserie "Kaisermühlenblues"1) als ehemaliger Fremdenlegionär bzw. Vater von Brigitte "Gitti" Schimek (Marianne Mendt) – ist Jaromír Borek mit seiner markanten Stimme auch in verschiedensten Dokumentationen und Fernsehsendungen des ORF in Erinnerung geblieben.
Borek mimte beispielsweise Rechtsanwalt Wansborough in dem legendären Mehrteiler "Die Frau in Weiß"2) (1971), stellte den Alois Hitler1) in dem Dokumentarspielfilm "Wie sie es wurden"1) (1973) dar oder trat mehrfach mit unterschiedlichen Rollen in den Tatort"-Folgen aus Wien in Erscheinung: So in "Mord im Ministerium"1) (1974), "Mord auf Raten"1) (1980), "Des Glückes Rohstoff"1) (1985) und "Wir werden ihn Mischa nennen"1) (1986).

Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Jaromir Borek
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP

Franz Stoß … spielte den Stallmeister (auch in Teil 2 "Der Jäger von Soest" und Teil 4 "Adieu Welt").
 
Geboren am 28. Mai 1909 in Wien (Österreich),
gestorben am 21. Juni 1995 in Steinbach am Attersee (Oberösterreich).
 
Der österreichische Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter Franz Stoß besuchte zunächst das Wiener Schottengymnasium und studierte anschließend zwischen 1928 und 1932 an der Universität Wien Jura; parallel dazu besuchte er auch die "Akademie für Musik und darstellende Kunst". Von 1929 bis 1930 gehörte Stoß dem "Wiener Volkstheater" an, tingelte anschließend zwei Jahre lang durch die österreichische Provinz.
1932 holte man Stoß als Regisseur an die "Städtischen Bühnen" nach Graz und 1933 ging er in gleicher Funktion an das "Stadttheater Teplitz-Schönau". 1934 übernahm er die Leitung des Stadttheaters in Troppau und 1940 avancierte Stoß für zwei Jahre zum Intendanten der "Städtischen Bühnen Teplitz-Schönau".
In den Jahren 1942 bis 1945 leitete Stoß die "Berliner Künstlerbühnen" und nach Ende des zweiten Weltkriegs berief man ihn als Direktor an das "Bürgertheater" in Wien. Dieses Amt gab er auf, als er 1951 die Leitung des "Theaters in der Josefstadt" übernahm. Dieses Amt hatte er mit Unterbrechung bis 1977 inne, 1953 bis 1958 und erneut von 1972 bis 1977, wo ihm gleichberechtigt Ernst Haeusserman zur Seite stand.

Als Schauspieler glänzte er auch in Film und Fernsehen vor allem in komischen Rollen, stellte zudem oftmals hohe Offiziere der k.u.k.-Armee dar. So sah man ihn beispielsweise mit der sehr ernsthaften Rollen des Majors Zoglauer in Michael Kehlmanns zweiteiligen Joseph Roth-Adaption "Radetzkymarsch"1) (1965) oder als Leiters des Evidenzbüros der k.u.k.-Armee (Abwehr bzw militärischer Nachrichten- und Geheimdienst) in der Fernsehserie "Ringstraßenpalais"1) (1980). Besondere Popularität erlangte Stoß ab 1980 durch die Darstellung des pensionierten Sektionschefs Franz Lafite in der ORF-Kultserie "Die liebe Familie"1). Bei der Neusynchronisation der restaurierten Fassung des legendären Kinofilms "Casablanca"1) lieh er 1975 Szőke Szakáll als Oberkellner Carl seine Stimme.

Im Alter von 86 Jahren starb Franz Stoß am 21. Juni 1995 in Steinbach am Attersee, seine letzte Ruhe fand er in einem ehrenhalber gewidmeten Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 40, Nummer 171).
 
Quelle: Wikipedia; siehe auch www.wien.gv.at
 
Weitere Filme*) mit Franz Stoß (auch: Stoss)
 
Link: 1) Wikipedia
Stanislava Bartosová … spielte die Magd Anna (auch in Teil 2 "Der Jäger von Soest").
 
Geboren am 17. März 1947 in Liberec (Tschechosöowakei, heute Tschechien).
 
Weitere Filme*) mit Stanislava Bartosová
Friedrich Georg Beckhaus … spielte den Feldprediger (auch in Teil 2 "Der Jäger von Soest").
 
Geboren am 11. Dezember 1927 in Berlin.
 
Kurzbiografie zu Friedrich G. Beckhaus innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Friedrich G. Beckhaus

Karl-Heinz von Hassel

Karl-Heinz von Hassel; Szenenfoto aus "Ein Seestern im Garten" an der "Komödie Düsseldorf"; Copyright Komödie Düsseldorf

… spielte den Ersten Kürassier.
 
Geboren am 8. Februar 1939 in Hamburg,
gestorben am 19. April 2016 ebenda.
 
Kurzbiografie zu Karl-Heinz von Hassel innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia, www.prisma.de, www.deutsches-filmhaus.de

Weitere Filme*) mit Karl-Heinz von Hassel
 
Foto mit freundlicher Genehmigung der "Komödie Düsseldorf"; © Komödie Düsseldorf

Michael Brennicke
 
Michael Brennicke im Mai 2009 während eines Interviews in München; Urheber: Helen Krüger; Lizenz: CC BY-SA 3.0; Quelle: Wikimedia Commons
Michael Brennicke im Mai 2009
während eines Interviews in München
Urheber: Helen Krüger
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia Commons
… spielte den Zweiten Kürassier.
 
Geboren am 5. Oktober 1949 in München.
 
Der Sohn des Schauspielers und Regisseurs Helmut Brennicke1) (1918 – 2005) und der Schauspielerin Rosemarie Lang, sowie der jüngere Bruder des Hörfunkmoderators Thomas Brennicke1) erhielt bereits während seiner Gymnasialzeit privaten Schauspielunterricht bei Adolf Ziegler1) (1899 – 1985). Nach dem Abitur im Jahr 1968 legte er 1969 die Schauspielprüfung ab, studierte mehrere Semester Germanistik, Musikwissenschaft und Psychologie an der "Ludwig-Maximilians-Universität" in München.
Einen seiner ersten Auftritte als Schauspieler absolvierte er als Kurier in Ludwig Cremers August Strindberg-Adaption "Königin Christine" (1970) mit Elfriede Kuzmany in der Titelrolle, im darauffolgenden Jahr war er unter der Regie von Fritz Umgelter neben Marie Versini, Karl-Heinz von Hassel, Volkert Kraeft und Ulli Kinalzik in dem TV-Film "Es braust ein Ruf wie Donnerhall". Europas dufter Krieg 70/71" zu sehen. Es folgten weitere Rollen in Filmen und Fernsehproduktionen, unter anderem in dem Fernseh-Mehrteiler "Die unfreiwilligen Reisen des Moritz August Benjowski"2) (1974), in der "Tatort"-Folge "Die Rechnung wird nachgereicht"1) (1975) oder in der TV-Serie "Zwei himmlische Töchter"1) (1978); 1978 spielte er in der Derrick-Folge "Solo für Margarete mit.
 
Anfang der 1980er Jahre konzentrierte sich Brennicke auf die Film-Synchronisation. John Pauls-Harding bot ihm die Möglichkeit, Dialogbücher zu Filmen wie den Bond-Streifen "Octopussy"1), "Im Angesicht des Todes" oder "Asterix – Sieg über Cäsar"1) zu verfassen, bevor er im weiteren Verlauf auch Synchron-Regien übernahm. Zu den Darstellern, für die er die deutsche Stimme geliefert hat, zählen Spencer Tracy, Dustin Hoffman, Adriano Celentano, Nick Nolte, Chevy Chase und Kurt Russell. Für die ARD-Vorabendserie "Auf Achse"1) (1977 1993) sprach Brennicke in den Staffeln 1 bis 5 den bekannten Vorspann: "Franz Meersdonk, Günther Willers, und ihre Maschinen, 320 PS, sie fahren Terminfracht in aller Herren Länder, auf sie ist Verlass …". Seit 1989 ist Brennicke zudem einer der Off- Sprecher von "Aktenzeichen XY… ungelöst".1) Neben zahlreichen Kino- und Fernseh-Trailern liest er zudem Hörbücher, darunter "Das Beste von Grimms Märchen".

Michael Brennicke lebt in München. Seine Adoptivtochter Nadeshda Brennicke2) (* 1973) ist ebenfalls Schauspielerin.
 
Quelle (vorwiegend): Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Michael Brennicke
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP
Stepán Bulejko … spielte den Anführer Zwonimir.
 
Geboren am 15. August 1914 in Brno (dt. Brünn; Tschechoslowakei, heute Tschechische Republik),
gestorben am 25. November 1976 in Prag (Tschechoslowakei, heute Tschechische Republik).
 
Weitere Filme*) mit Stepán Bulejko (auch Stefan Bulejko)
Karlheinz Fiege … spielte einen weiteren Anführer.
 
Geboren am 24. Februar 1928 in Hamburg.
 
Fiege ließ sich von Eduard Marks1) (1901 – 1981) zum Schauspieler ausbilden, anschließend gab er sein Bühnendebüt an den "Hamburger Kammerspielen". Weitere Stationen seiner Theaterkarriere wurden Bonn, Flensburg, erneut Hamburg, weiterhin Heidelberg, Essen, Wuppertal und Köln.
 
Neben seiner sporadischen Arbeit für Film und Fernsehen war Fiege auch für den Hörfunk und die Synchronisation tätig.
 
Quelle: Funk Uhr (ca. 1970)
 
Weitere Filme*) mit Karlheinz Fiege (auch Karl-Heinz Fiege)
 
Link: 1) Kurzportrait innerhalb dieser HP=
Stanislav Hájek … spielte den Knecht Karl.
 
Geboren am 29. Juni 1924 in Prag (Tschechoslowakei, heute Tschechische Republik),
gestorben am 16. März 1999 in Prag (Tschechische Republik).
 
Hájek machte sich als Schauspieler sowohl am Theater als auch in Film- und Fernsehproduktionen einen Namen. International bekannt wurde er durch seine Mitwirkung in der legendären Serie "Pan Tau"1) oder auch durch die Fantasy-Kinderserie "Die Märchenbraut"2) (1979–1981),in der er den kopflosen Ritter Stank mimte. Erste Erfahrungen vor der Kamera hatte er mit einer kleinen Rolle bereits in der tschechoslowakischen Kinoproduktion "Walzer für Millionen"3) (1961, Valčík pro milión) sammeln können.
 
Quelle (unter anderem): Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Stanislav Hájek
 
Link: 1) Beschreibung innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia, 3) Filmlexikon
Luděk Kopřiva … spielte einen Arzt.
 
Geboren am 19. Juni 1924 in Prag (Tschechoslowakei, heute Tschechische Republik),
gestorben am 2. Oktober 2004 in Prag (Tschechische Republik).  

Er war vor allem als Darsteller vieler tschechoslowakischer Kinderserien auch beim deutschen Fernsehpublikum bekannt.
Kopřiva spielte in vielen Komödien als Charakterdarsteller. Sein letzter Film, eine Ko-Produktion, entstand im Jahr 1994. Zuletzt litt er unter der Parkinson-Krankheit.
 
Quelle: Wikipedia

Weitere Filme*) mit Luděk Kopřiva

Kurd Pieritz … spielte den Hauptmann Svenson.
 
Geboren am 26. Juni 1918 in Greifswald1) (auch Curd Pieritz und Kurt Pieritz).,
gestorben am 25. Dezember 2010 in Hamburg.

Der Sohn eines Kaufmanns wuchs in Stralsund auf und machte dort sein Abitur. Er wollte Schauspieler werden und erhielt eine Empfehlung von Staatsschauspieler Theodor Loos2), doch mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs musste er zunächst als Soldat in den Krieg ziehen.
Nach der Heimkehr aus der Kriegsgefangenschaft ging Pieritz nach Düsseldorf, wo er 1949 ein Stipendium an der Schauspielschule des "Düsseldorfer Schauspielhauses" unter Gustaf Gründgens2) erhielt. 1950 gab er sein Debüt in Rheydt, weitere Stationen seiner Theaterkarriere waren Würzburg, Braunschweig, Wiesbaden und Darmstadt. Seit 1960 lebte er als freischaffender Schauspieler in West-Berlin.
Auf der Leinwand war Pieritz ab Ende der 1950er Jahre sehen, nach seinem Auftritt als Regisseur Sawitzky in der Komödie "Einmal eine große Dame sein" (1957, → filmportal.de) spielte er in dem von Erich Engel in Szene gesetzten DEFA-Kriegsfilm "Geschwader Fledermaus"3) (1958) den Chefpilot Mitch Bryk. Außer in Kriegsfilmen wie "Strafbataillon 999"3) (1960) oder "Division Brandenburg"3) (1960) wurde er vor allem in Krimis wie in "Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse"3) (1962) als zwielichtige Figur eingesetzt, darunter waren auch mehrere Edgar-Wallace-Filme. So mimte er in "Der schwarze Abt"3) (1963) den erstochenen Mr. Smooth, in "Zimmer 13"3) (1964) den Inspektor Banner, in "Der Hexer"3) (1964) den Mann auf dem Friedhof, in "Die Gruft mit dem Rätselschloss"3) (1964) den Gangster Cyril, in "Der unheimliche Mönch"3) (1965) den Monsieur d'Arol oder in "Der Hund von Blackwood Castle"3) (1968) den Edward Baldwin.
 
In den 1960er Jahren wurde Pieritz zu einem regelmäßig besetzten Darsteller in geschichtlichen TV-Dokumentarspielen. Seine bedeutendste Rolle erhielt er mit der Titelrolle in dem von Hermann Kugelstadt inszenierten Zweiteiler um den ersten deutschen Reichspräsidenten Friedrich Ebert3) (1969, "Friedrich Ebert – Geburt einer Republik"/"Friedrich Ebert und Gustav Stresemann – Schicksalsjahre einer Republik"); bereits in seinem Doku-Spiel "Marinemeuterei 1917"3) (1969) hatte ihn Kugelstadt mit der Rolle des Korvettenkapitän Kröger betraut. Pieritz spielte den Gerichtsassessor Gottlieb Freiherr von Tucher bzw. Kaspar Hausers3) (Wilfrid Goessler) Vormund in dem Dreiteiler "Der Fall Kaspar Hauser"4) (1966), in Wolfgang Schleifs Zweiteiler "Slatin Pascha"4) (1967) über den k.u.k. Leutnant Rudolf Slatin3) (Christian Ghera) zeigte er sich als Major Hunter, in Günter Gräwerts "Der Röhm-Putsch"3) (1967) als SS-Oberführer Theodor Eicke3). Unter anderem besetzte ihn Günter Gräwert auch als Graf Rechberg in dem Zweiteiler "Maximilian von Mexiko"4) (1970) mit Michael Heltau als österreichischem Erzherzog Maximilian3), Werner Schlechte als Generalleutnant von Yorck3) in "Gneisenau – Die politische Auflehnung eines Soldaten" (1970) mit Ullrich Haupt als preußischem Generalfeldmarschall von Gneisenau3), Rudolf Nussgruber als Dr. Erich Kordt3) in "General Oster – Verräter oder Patriot?" (1971) mit Wolfgang Preiss als Generalmajor Hans Oster3) und Paul Verhoeven als Offizier Otto Hermann von Lossow3) in "Der Hitler-Ludendorff-Prozeß"3) (1971, → Wikipedia). Erwähnt werden sollten auch die Mehrteiler "Die unfreiwilligen Reisen des Moritz August Benjowski"2) (1974), in dem er als Graf Tschekin in Erscheinung trat, sowie "Des Christoffel von Grimmelshausen abenteuerlicher Simplicissimus" (1975). Zu einer seiner letzten Arbeiten vor der Kamera zählte die Krimiserie "Der Fuchs von Övelgönne"4) (1981) bzw. die Rolle des Admiral a.D. Stehle.
 
Pieritz machte sich nicht nur als Schauspieler sondern auch als Maler und Zeichner einen Namen; seine Werke machte er der Öffentlichkeit in mehreren Ausstellungen zugänglich. Die letzten Jahrzehnte lebte er in Hamburg, wo er 92-jährig verstarb.
 
Quelle (unter anderem): Wikipedia
 
Siehe auch www.defa-sternstunden.de
 
Weitere Filme*) mit Kurd Pieritz
 
1) Geburtsort laut IMDb, defa-sternstunden.de und filmportal.de. 
Kay Weniger: "Das große Personenlexikon des Films" gibt als Geburtsort Stralsund an.
Link: 2) Kurzportrait bzw. Beschreibung innerhalb dieser HP, 3) Wikipedia, 4) fernsehserien.de
Teil 2: Der Jäger von Soest
Herbert Stass … spielte den "Jupiter" (auch Teil 3 "Der Schatz").
"Jupiter" etwa predigt den ewigen Frieden und erscheint als wahnsinnig.
 
Geboren am 7. Oktober 1919 als Herbert Staskiewicz in Oebisfelde (Sachsen-Anhalt),
gestorben am 11. November 1999 in Berlin.  

Kurzbiografie zu Herbert Stass innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Herbert Stass

Heinz Weiss … spielte den Rittmeister von Zullewitz.
 
Geboren am 12. Juni 1921 in Stuttgart,
gestorben am 20. November 2010 in Grünwald bei München.
 
Kurzportrait zu Heinz Weiss innerhalb dieser Homepage
 

Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Heinz Weiss

Christiane Minazzoli … spielte die Rosalie von Zullewitz.
 
Geboren am 11. Juli 1931 in Saint-Ouen (Frankreich),
gestorben am 2. November 2014 in Paris (Frankreich).
 
Ihre Theaterlaufbahn begann Minazzoli am "Théâtre National Populaire"1) (TNP) bei Jean Vilar1), der sie Anfang der 1950er Jahre beim Festival von Avignon1) berühmt machte: Mit Moličres "Don Juan", Shakespeares "Richard II." und Kleists "Prinz von Homburg". Sie blieb dem TNP bis Ende der 1960er Jahre treu und spielte an vielen Pariser Bühnen, zudem weiterhin beim Festival d'Avignon.
Ihre Filmkarriere nahm nach kleineren Rollen wie in Jacques Beckers Milieuporträt "Goldhelm"1) (1952, Casque d'or) mit André Hunebelles Komödie "Dreizehn an einem Tisch"2) (1955, Treize ŕ table) Fahrt auf. Populär wurde die Französin zu Beginn der 1960er Jahre als mehrmalige Partnerin von Eddie Constantine in Streifen wie "Eddie krault nur kesse Katzen"2) (1962, Les Femmes d'abord) und "Zum Nachtisch blaue Bohnen"1) (1963, Ŕ toi de faire… mignonne). Christiane Minazzoli spielte vorrangig kühle Blonde in Agentenfilmen wie "Geheimpaß – Agent K 8"2) (1964, Passeport diplomatique agent K 8) und übernahm zahlreiche Rollen in Fernsehproduktionen. So war sie Gaststar in der deutschen Serie "Graf Yoster gibt sich die Ehre" oder spielte in Jean-Christophe Avertys Shakespeare-Verfilmung "Ein Sommernachtstraum" (1969, Le songe d'une nuit d'été) neben Stars wie Jean-Claude Drouot und Claude Jade die Elfenkönigin Titania. Im Kino der 1970er erhielt sie jenseits von Fernsehfilmen wie Fritz Umgelters "Des Christoffel von Grimmelshausen abenteuerlicher Simplicissimus" weniger Rollen und wirkte 1975 in Just Jaeckins Softsexfilm "Die Geschichte der O"1) (Histoire d'O) mit.
Ein Leinwand-Comeback bescherte ihr Claude Chabrol Anfang der 1990er Jahre mit Rollen in seinen Filmen "Madame Bovary"1) (1991), "Betty" (1992) und "Die Hölle"2) (1994, L'Enfer).
 
Die Schauspielerin war drei Mal verheiratet, aus der Verbindung mit Philippe Thomas, den sie 1969 geehelicht hatte, stammen die beiden Söhne Benjamin (geb. 1970) und Sébastien (geb. 1973). Ihre beiden anderen Ehemänner waren der Schauspieler Jean-Pierre Darras3) (1923 – 1999) und der italienische Maler und Bildhauer Norbert Verzotti (1921 – 2002).
Christiane Minazzoli erlag in einem Pariser Krankenhaus im Alter von 83 Jahren einer Krebserkrankung.
 
Quelle (unter anderem): Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Christiane Minazzoli
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Filmlexikon, 3) IMDb
Günter Strack

Günter Strack 1986; Ausschnitt aus einem Foto anlässlich des Weihnachtskonzertes "Lieder öffnen unsere Herzen", veranstaltet vom Kuratorium ZNS für Unfallverletzte mit Schäden des zentralen Nervensystems e. V. in der alten Oper Frankfurt am 12. Dezember 1986;  Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, B 145 Bild-F074157-0035; Fotograf: Ludwig Wegmann / Datierung: 12. Dezember 1986 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.

… spielte Springinsfeld, einen Weggefährten des Simplicissimus.
 
Geboren am 4. Juni 1929 in Darmstadt,
gestorben am 18. Januar 1999 in Münchsteinach.
  
Kurzbiografie zu Günter Strack innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, prisma.de sowie die Fanpage www.guenterstrack.de

Weitere Filme*) mit Günter Strack
 
Foto: Günter Strack 1986; Ausschnitt aus einem Foto anlässlich des Weihnachtskonzertes "Lieder öffnen unsere Herzen", veranstaltet vom Kuratorium ZNS für Unfallverletzte mit Schäden des zentralen Nervensystems e. V. in der alten Oper Frankfurt am 12. Dezember 1986.

Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, B 145 Bild-F074157-0035;
Fotograf: Ludwig Wegmann / Datierung: 12. Dezember 1986 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.
Genehmigung des Bundesarchivs zur Veröffentlichung innerhalb dieser Webpräsenz wurde am 11.10.2010 erteilt.
Originalfoto und Beschreibung:
Deutsches Bundesarchiv B 145 Bild-F074157-0035 bzw. Wikimedia Commons

Alexander Golling … spielte den Oberst Zwirnbeiss (auch Teil 3 "Der Schatz").
 
Geboren 2. August 1905 in München,
gestorben am 28. Februar 1989 in Rottach-Egern/Oberbayern.
  
Kurzbiografie zu Alexander Golling innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch

Weitere Filme*) mit Alexander Golling

Herbert Fux

Herbert Fux; Copyright Virginia Shue

… spielte den Leupold.
 
Geboren am 25. März 1927 in Hallein,
gestorben am 13. März 2007 in Zürich.
  
Kurzbiografie zu Herbert Fux innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Herbert Fux
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Sigurd Fitzek … spielte den Pit.
 
Geboren am 24. Dezember 1928 in Breslau (heute Wrocław, Polen).
 
Sigurd Fitzek (auch Siegurd Fitzek) kam am Heiligen Abend 1928 im niederschlesischen Breslau zur Welt und wuchs dort auf; nach dem Ende seiner Schulzeit wollte er zunächst Landwirt werden, doch durch den 2. Weltkrieg zerschlugen sich die Pläne. Nach Kriegsende kam er nach Bayern und übernahm später in München eine Reitschule. Zum Schauspieler ließ er sich an der Münchner "Otto-Falckenberg-Schule" ausbilden, ging dann 1950 nach Stuttgart an das "Junge Theater". Von 1960 bis 1965 arbeitete er regelmäßig an der damaligen "Kleinen Komödie", dem heutigen "GOP Varieté-Theater". In dieser Zeit sah man ihn unter anderem in den Stücken "Hokuspokus" von Curt Goetz, "Erinnerst du dich" von John Osborne und "Tausend Clowns" von Herb Gardner.
Mitte der 1950er Jahre kam Fitzek zum Fernsehen, wo er jahrzehntelang in vielen Einzelproduktionen, Serien und Mehrteilern zu sehen war. Bereits 1955 erlebte man ihn in dem von Franz Peter Wirth nach der Erzählung von Albrecht Goes1) inszenierten Film "Unruhige Nacht" in der Rolle des fahnenflüchtigen Soldaten Baranowsky, der die letzte Nacht vor seiner geplanten Hinrichtung durchlebt. Er wirkte als Journalist Robin Craven in dem ersten Durbridge-Straßenfeger "Der Andere"2) (1959) mit, spielte Willi Kufalts (Klaus Kammer) ehemaligen Mithäftling Emil Bruhn in der Fallada-Verfilmung "Wer einmal aus dem Blechnapf frißt"2) (1962) oder war 1964 einer der Hauptdarsteller in der "Stahlnetz"-Folge "Rehe"3) → Die Krimihomepage. Dieser Auftritt trug zwar viel zu seinem Bekanntheitsgrad, jedoch wenig zu seiner Beliebtheit bei, da er in diesem Film, der auf der Entführung von Joachim Göhner1) basierte, den Kindermörder Emil Tillmann (Rollenname Willy Funke) verkörperte.
Bis Ende der 1990er Jahre tauchte Fitzek in zahllosen weiteren TV-Produktionen auf, musste oftmals als Bösewicht herhalten und war vom Bildschirm nicht mehr wegzudenken. Auch in einigen Kinofilmen trat er in Erscheinung, so beispielsweise in dem Krimi "Fluchtweg St. Pauli – Großalarm für die Davidswache"1) (1971) und in dem Jerry Cotton-Streifen "Mordnacht in Manhattan"1) (1965). Zudem war er umfangreich für den Hörfunk tätig → Auswahl der Hörspiele bei Wikipedia.

Der in München lebende Sigurd Fitzek war mit der Schauspielerin Eva Maria Böhme (1929 – 2008) verheiratet und hat eine Tochter.
 
Quelle (unter anderem): Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Sigurd Fitzek; siehe auch Wikipedia mit weiterführenden Links
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP, 3) fernsehserien.de
Max Grießer … spielte den Diener Hans.
 
Geboren am 18. November 1928 in Kufstein/Tirol,
gestorben am 11. August 2000 in Eppstein/Taunus-Vockenhausen. 

 
Kurzbiografie zu Max Grießer innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Max Grießer

Günter Mack

Günter Mack als Dr. Plummer in "Eine Tote soll ermordet werden"; Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt von "Pidax film"

… spielte den Oberst Larsson (auch Teil 3 " Der Schatz").
 
Geboren am 12. Dezember 1930 in Augsburg,
gestorben am 27. März 2007 in Gröbenzell.
 
Kurzbiografie zu Günter Mack innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de

Weitere Filme*) mit Günter Mack

Szenenfoto aus dem Krimi "Eine Tote soll ermordet werden" (1972; → Die Krimihomepage)
Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt von "Pidax film", welche die Produktion Mitte September 2012 auf DVD herausbrachte.

Friedrich von Thun

Friedrich von Thun; Copyright Virginia Shue

… spielte den Junker Hinz (auch Teil 3 "Der Schatz").
 
Geboren am 30. Juni 1942 in Kwassitz (Reichsprotektorat Böhmen und Mähren, heute Kvasice, Tschechien) als Friedrich Ernst Peter Paul Maria Graf von Thun und Hohenstein.
 
Kurzbiografie zu Friedrich von Thun innerhalb dieser Homepage
 
Friedrich von Thun bei der Agentur Alexander Carla Rehm

Siehe auch Wikipedia, www.prisma.de

Weitere Filme*) mit Friedrich von Thun

 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Gabriel Jabbour … spielte den Filzspar (auch Teil 3 "Der Schatz" und Teil 4 "Adieu Welt").
 
Geboren am 7. November 1922 in Alexandria (Ägypten),
gestorben am 20. September 1987 in Paris (Frankreich).
 
Der französische Schauspieler gab sein Filmdebüt 1957 in der TV-Produktion " L'affaire Sarret-Schmidt". Danach zählte er zu den vielbeschäftigten Darstellern, wirkte in mehr als 70 Kino- und Fernsehfilmen mit. Vor allem in den 1970er Jahren spielte er in zahlreichen Kinostreifen, danach arbeitete er vornehmlich für das Fernsehen.

Weitere Filme*) mit Gabriel Jabbour

Fred Liewehr … spielte den bayerischen General Graf von Götz (auch Teil 3 "Der Schatz").
 
Geboren am 17. Juni 1909 in Neutitschein (heute Nový Jicín, Tschechische Republik),
gestorben am 19. Juli 1993 in Wien.
 
Kurzbiografie zu Fred Liewehr innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch, austria-forum.org

Weitere Filme*) mit Fred Liewehr

Teil 3: Der Schatz
Nathalie Drivet … spielte die Violante.
 
Weitere Filme*) mit Nathalie Drivet
Jirě Kodet … spielte den Elias.
 
Geboren am 6. Dezember 1937 in Prag (Tschechoslowakei, heute Tschechische Republik),
gestorben am 25. Juni 2005 in Prag (Tschechische Republik).
 
Der Sohn der Schauspielerin Jirina Steimarová1) (1916 – 2007) und Bruder von Evelyna Steimarová begann seine Theaterkarriere in Pardubice, bevor ihn sein Kollege Jan Kacer nach Ostrava und schließlich nach Prag holte.
Seit den 1950er Jahren spielte Kodet in einigen Dutzend Filmen und Serien, unter anderem in Jirí Menzels "Liebe nach Fahrplan" (1966). In den 1990er Jahren wurde er für seine Rolle in der Tragikomödie "Pelíšky"2) (1999, Kuschelnester) mit dem "Ceský lev"1) für die beste Hauptrolle ausgezeichnet. In der tschechoslowakischen TV-Serie "Die Besucher"1) (1983) mimte er den Karussell-Ede und in der Kinderserie "Die Märchenbraut"1) einen Redakteur beim Fernsehen. Dem deutschem Publikum war er auch aus den Serien "Pan Tau"2) (Rolle eines Piloten) und "Das Krankenhaus am Rande der Stadt"2) bekannt.
Zuletzt spielte Kodet die Rolle des tschechischen Regisseurs František Vlácil1) in Tomas Hejtmaneks Film "Sentiment" (2003) → Info in englisch bei www.ceskatelevize.cz.
 
Quelle: Wikipedia
 
Nachruf bei www.radio.cz:
Eigenartiger Mann mit sarkastischem Humor, aristokratisches Auftreten, großer Charmeur, Dandy, der jederzeit ironische Bonmots parat habe, Individualist, Choleriker und und und …
Das sind einige der zahlreichen Attribute, mit denen die Mehrheit der Montagsausgaben der tschechischen Tageszeitungen den Film- und Theaterschauspieler Jirě Kodet trefflich zu charakterisieren wollten. Aus traurigem Anlass allerdings. Mehr von Jitka Mladkova im folgenden Beitrag:
Jirě Kodet ist am Wochenende im Alter von 67 Jahren verstorben. Ein Herr Schauspieler, wie man hierzulande zu sagen pflegte, denn Jirě Kodet ist im Unterschied zu vielen anderen Kollegen aus der Branche ist er schon zu Lebzeiten zu einer wahren Legende geworden. Dies wiederum nicht nur wegen seiner Schauspielerkunst, die er nicht zuletzt nur in den letzten Jahren in einigen preisgekrönten Filmstreifen bzw. Theaterstücken am "Prager Nationaltheater" unter Beweis stellen konnte. Bekannt war er auch durch seine unnachgiebige Einstellung gegenüber den gesellschaftspolitischen Verhältnissen in der Ex-Tschechoslowakei vor dem Wendejahr 1989. Mitglied des ersten Theaterhauses im Lande, des Nationaltheaters Prag, war Jirě Kodet nur in den letzten zehn Jahren. Davor hat er dies 40 Jahre lang abgelehnt, da seine Mutter Jirina Steimarova ebenfalls Schauspielerin, nach langjährigem Engagement aus politischen Gründen aus dem Nationaltheater gefeuert wurde.
Kodet selbst wurde bereits als Gymnasiast aus der Schule geschmissen, da sein Stiefvater emigrierte. Als es ihm nach dem zweiten Versuch doch gelang, das Sieb der Aufnahmeprüfungen an der Prager "Akademie der Dramatischen Künste" zu passieren, blieb sein fünfjähriges Studium letzten Endes unabgeschlossen, wegen einer nicht bestandenen Prüfung in Russisch. Die ersten Schritte auf den Brettern, die die Welt bedeuten, machte Jirě Kodet im Theater im ostböhmischen Pardubice. Dann ging er in das nordmährische Ostrava und von dort nach Prag, wo er gemeinsam mit anderen Kollegen aus der Branche das famose Theater "Cinoherni klub" gründete. Als Filmschauspieler konnte sich Kodet lange nicht durchsetzen. Kein Wunder! Die Leitung der Prager Filmateliers "Barrandov" orientierte sich an der Anmerkung, die seinem Namen im Schauspielerregister von den Kommunisten beigefügt wurde: "Nur kleine und negative Rollen" hieß es. Und so durfte er tatsächlich eine Zeitlang nur moralisch labile Schürzenjäger oder Dandys spielen. Nach der Wende 1989 unterschrieb er seinen ersten Arbeitsvertrag mit dem "Prager Nationaltheater" und bekam auch unvergessliche Rollen in tschechischen Filmstreifen, von denen besonders der eine mit dem Titel "Pelisky – Gemütliche Nischen" zu einem der erfolgreichsten Filme der letzten Jahre in der Tschechischen Republik wurde.
 
Weitere Filme*) mit Jirě Kodet
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP
Milan Mach … spielte den Jonathan.
 
Geboren am 4. Januar 1926 in Zirovnice (Tschechoslowakei, heute Tschechische Republik),
gestorben am 20. Mai 1995 auf Mallorca (Spanien).
 
Weitere Filme*) mit Milan Mach
Pierre Rousseau … spielte den Baron Fels (auch Teil 4 "Adieu Welt").
 
Geboren am 1. Mai 1932,
gestorben am 22. April 2010.
 
Pierre Rousseau begann seine schauspielerische Karriere Ende der 1950er Jahre und spielte in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen, war aber auch auf der Theaterbühne erfolgreich.
 
Weitere Filme*) mit Pierre Rousseau
Emmerich Schrenk … spielte "Zwiebel".
 
Geboren am 2. November 1915 in Wien (Österreich),
gestorben am 2. Oktober 19881) ebenda.
 
Emmerich Schrenk lernte sein schauspielerisches Handwerk am Wiener "Max Reinhardt-Seminar". Es folgten Theaterengagements an verschiedenen Wiener Bühnen. 1949 gab er in dem Drama "Duell mit dem Tod"2) mit einem kleinen Part sein Filmdebüt, der schauspielerische Durchbruch gelang ihm fünf Jahre später mit seiner Rolle in dem Kriegsfilm "08/15"3). In der Verfilmung von Hans Hellmut Kirsts gleichnamigem Roman verkörperte Schrenk den Hauptwachtmeister Schulz, der zusammen mit "Schleifer" Platzek (Hans Christian Blech) die jungen Rekruten (verkörpert von Joachim Fuchsberger, Peter Carsten und Paul Bösiger) mit seinen Aggressionen und Schikanen drangsaliert, während ihm seine Ehefrau (Helen Vita) in der Dienstwohnung Hörner aufsetzt.
Nach dem beträchtlichen Erfolg des Films spielte Schrenk auch in den beiden Fortsetzungen, "08/15 – Zweiter Teil"3) (1955) und "08/15 – In der Heimat"3) (1955) mit, wobei der schließlich zum Hauptmann beförderte Schulz deutlich an positiven Facetten gewinnt. In der Folgezeit wurde Schrenk immer wieder mit dem "08/15"-Spieß assoziiert, obwohl er nur noch sporadisch in Kriegsdramen wie "U 47 – Kapitänleutnant Prien"3) (1958), "Blitzmädels an die Front"3) (1958) oder "Barras heute"3) (1962) mitwirkte. Als stiernackiger Obersturmführer Schmielke wurde er seinem Image allerdings noch einmal in dem Spionagestreifen "Frauen in Teufels Hand"3) (1960) gerecht.
Vielmehr zeigte sich Schrenk in einer Reihe von Heimatfilmen, beispielsweise als Großknecht Wolf in "Wo der Wildbach rauscht"3) (1956), als Sägewerksbesitzer Georg Rüst in "Der Jäger vom Roteck"3) (1956), als Vorarbeiter Rupert in "Der Wilderer vom Silberwald"3) (1957), als "schwarzes Schaf" Franz Santner in "Der Pfarrer von St. Michael"3) (1957), als Wilderer Alois in "Einmal noch die Heimat seh'n"3) (1958) und als Gutsverwalter Marek in "Der Orgelbauer von St. Marien"3) (1961). Doch auch in anderen Genres war Schrenk auf der Leinwand präsent, mimte beispielsweise den Kriminalassistent Pastor in Falk Harnacks Gruselstreifen "Arzt ohne Gewissen"3) (1959), tauchte in der ganz auf Heinz Rühmann zugeschnittenen Krimikomödie "Er kann's nicht lassen"3) (1962) und dem Krimi "Die schwarze Kobra"3) (1963) auf. In dem Horrorstreifen "Der Fluch der grünen Augen"3) (1964) war er der taube, tumbe Thomas, in der Satire "DM-Killer"3) (1965) der Wachtmeister Böll und auch in dem Erotik-Streifen "Donnerwetter! Donnerwetter! Bonifatius Kiesewetter"3) (1969) gehörte er als Andreas Bock zur Besetzung.
In den 1970er Jahren zog sich Schrenk weitgehend vom Film zurück, übernahm nur noch sporadisch Aufgaben vor der Kamera wie beispielsweise in "Sie nannten ihn Krambambuli"3) (1972) oder einigen TV-Produktionen. Letzte Auftritte hatte er neben Lukas Resetarits in der Folge "So Long, Kottan" (1982) aus der beliebten österreichischen Krimiserie "Kottan ermittelt"3) sowie in dem Mehrteiler "Die fünfte Jahreszeit"4) (1982/83; Folge "Heim ins Reich").

Emmerich Schrenk starb 72-jährig in seiner Heimatstadt Wien an Herzversagen; seine Grabstelle befindet sich auf dem Döblinger Friedhof in Wien.
 
Quelle (unter anderem): Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Emmerich Schrenk
 
1) Todesdatum laut Grabinschrift; andere Angaben: 6. Juni 1987 
Link: 2) filmportal.de, 3) Wikipedia, 4) fernsehserien.de
Petr Skarke … spielte den Junker Kunz.
 
Geboren am 23. März 1943 in Prag (Tschechoslowakei, heute Tschechische Republik),
gestorben am 15. April 1999 in Prag (Tschechische Republik).
 
Skarke wuchs teilweise im Riesengebirge, wo seine Eltern ein Gastgewerbe führten, und bei seinen Großeltern in Brünn (heute Brno, Tschechien) auf. Nach dem Abitur arbeitete er zunächst in einem Ingenieurbüro in Brünn, immatrikulierte sich jedoch dann, trotz des Widerstands seiner Eltern, an der "Akademie für Darstellende Künste" in Prag. Er hatte Engagements als Theaterschauspieler an den Stadttheatern von Uherské Hradiště (1962–1963), Příbram (1963–1965), Liberec (1965–1967), Pardubice (1967–1969), Český Těšín (1969–1970) und in Ústí nad Labem (1970).
In dem Kurzfilm "Hadrníčci" stand er 1962 das erste Mal vor der Filmkamera. Eine erste größere Rolle hatte er 1969 in dem Psychodrama "Zabitá nedele". Ab Anfang der 1970er arbeitete Skarke ausschließlich für den Film und das Fernsehen, wurde jedoch meist nur in Nebenrollen eingesetzt. 1971 spielte er die Rolle eines Beraters in dem Märchenfilm "Prinz Bajaja"1), eine größere Rolle hatte er 1971 als Soldat Jan in dem Filmdrama "Velikonoční dovolená". 1975 übernahm er in der Opernverfilmung "Die verkaufte Braut" die Rolle des tölpischen Bauernsohns Wenzel (Jenik).

In den 1970er Jahren war Sharke dann häufig in Produktion der DEFA und des Fernsehens der DDR zu sehen, häufig übernahm er dabei kleinere Rollen in Märchenfilmen. 1973 spielte er unter der Regie von Ralf Kirsten die Figur des Köhlers in einer Verfilmung des Romans "Die Elixiere des Teufels"1) von E. T. A. Hoffmann in einer Koproduktion des Fernsehens der DDR und des tschechoslowakischen Fernsehens. 1975 war er im dritten Teil des mehrteiligen ZDF-Fernsehfilms "Des Christoffel von Grimmelshausen abenteuerlicher Simplicissimus" von Fritz Umgelter zu sehen. Den Charakter Hartl verkörperte er in der DDR-Krimiserie "Gefährliche Fahndung"2) (1978, → Die Krimihomepage), spielte 1979 auch in der Fantasy-Kinderserie "Die Märchenbraut"1) mit.
Skarke wirkte Anfang der 1990er Jahre mit Nebenrollen auch in dem Vilsmaier-Kinofilm "Stalingrad"1) (1993), in der Literaturverfilmung "Der Prozeß"1) (1993, The Trial) und in dem Biopic "Kaspar Hauser"1) (1993) mit.
 
Quelle: Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Petr Skarke
 
Link: 1) Wikipedia, 2) fernsehserien.de
Patrick Verde … spielte den Baron Sand.
 
Patrick Verde ist ein französischer Theaterschauspieler, der ab Mitte der 1960er rund zehn Jahre lang auch sporadisch in Film- und Fernsehproduktionen in Erscheinung trat.
 
Weitere Filme*) mit Patrick Verde
Jirí Vondrácek … spielte den Kornett Swindblat.
 
Geboren am 7. Januar 1951 in Chrudim (Ostböhmen, Tschechien).
 
Weitere Filme*) mit Jirí Vondrácek
Herwig Walter … spielte den Pfarrer Berkenhain.
 
Geboren am 8. Juni 1911 in Hannover,
gestorben am 26. Dezember 1986 in Abenberg bei Nürnberg.

Der Sohn eins Studienrats wuchs in Berlin auf und besuchte dort nach dem Abitur ab 1930 zwei Jahre lang die "Max-Reinhardt-Schule". 1932 gab er am Theater in Gera sein Bühnendebüt, gehörte bis 1934 zum Ensemble. 1935 wechselte für drei Jahre an das "Theater Baden-Baden", 1938 wurde er Mitglied des "Bochumer Schauspielhauses".
Nach Kriegsende folgte Walter einem Ruf an die "Städtischen Bühnen Nürnberg", wo er bis 1975 mit vielen Rollen glänzte. Unter anderem konnte man ihn dort als Dauphin in Shaws "Die heilige Johanna", als Tristan in Lope de Vegas "Wenn Frauen keine Tränen hätten" oder als Schluck in Hauptmanns "Schluck und Jau" bewundern. Walter überzeugte mit den Titelrollen in Schillers "Der Parasit" und Ernsts "Flachsmann als Erzieher" ebenso wie als Wladimir in Becketts "Warten auf Godot", als Stech in Ionescos "Die Nashörner" oder als Söller in Goethes "Die Mitschuldigen".
Seit 1975 band sich der Schauspieler nicht mehr an ein Haus, nahm neben seiner Arbeit für das Theater sporadisch Aufgaben für Film und Fernsehen an.
Zu seinen TV-Rollen zählt die des NS-Offiziers Hauptmann Götzke in dem Mehrteiler "Am grünen Strand der Spree"1) (1960) und der Maak in dem von Fritz Umgelter nach dem nach Fallada-Roman inszenierten Dreiteiler "Wer einmal aus dem Blechnapf frißt"2) (1962). In Erinnerung ist Walter auch als Chefingenieur Richard Hall in der Folge "Hüter des Gesetzes" aus der Kultserie "Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion"2) (1966) neben Dietmar Schönherr und Eva Pflug geblieben.
 
Herwig Walter, Vater von zwei Söhnen, lebte zuletzt in Abenberg bei Nürnberg.
 
Quelle: Langen Müller's Schauspielerlexikon der Gegenwart (1986, Verlag GmbH, München, Wien)
 
Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Herwig Walter
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP

Luba Skořepová … spielte die Frau Berkenhain.

Geboren am 21. September 1923 in Náchod (Tschechoslowakei, heute Tschechische Republik).
 
Foto der Schauspielerin auf der Tschechischen Wikipedia-Seite

Weitere Filme*) mit Luba Skořepová

Teil 4: Adieu Welt
Susi Nicoletti … spielte die Gräfin B.
 
Geboren am 3. September 1918 als Susanne Emilie Luise Adele Habersack in München,
gestorben am 5. Juni 2005 in Wien.

Kurzbiografie zu Susi Nicoletti innerhalb dieser Homepage

Siehe auch Wikipedia
Fotos bei film.virtual-history.com

Weitere Filme*) mit Susi Nicoletti

Vernon Dobtcheff … spielte den Modearzt Dr. Canard.
Simplicissimus kommt als Begleiter junger Adliger nach Paris, wo er dem Modearzt Dr. Canard dient.
 
Geboren am 14. August 1934 in Nîmes (Frankreich).
 
Der französische Film- und Theaterschauspieler, sowie Drehbuchautor Vernon Dobtcheff hat russische Vorfahren. Ab Mitte der 1940er Jahre wuchs er in England auf, wo er seine Karriere auf der Theaterbühne begann. Ab 1963 stand er auch in Spielfilmen vor der Kamera, und wirkte auf diese Weise in knapp 300 Filmen und Fernsehserien mit. 2005 schrieb er zudem das Drehbuch zum 11-minütigen Kurzfilm "Resonance of Tears", in dem Dobtcheff auch die Hauptrolle spielte.

Quelle: Wikipedia (deutsch); siehe auch Wikipedia (englisch)
 
Weitere Filme
*) mit Vernon Dobtcheff

Hana Cizková … spielte die Klothilde.
 
Geboren am 13. September 1953 in Ceske Budejovice (Tschechische Republik).
   
Weitere Filme*) mit Hana Cizková
Milena Dvorská … spielte die Königin.
 
Geboren am 7. September 1938 in Prostejov (deutsch: Proßnitz in Mähren; Tschechien).
 
Weitere Filme*) mit Milena Dvorská
Kveta
(Kvetoslava)
Fialová
… spielte die Lebuschka.
  
Geboren am 1. September 1929 in Velké Drave (heute Slowakische Republik).

Weitere Filme*) mit Kveta (Kvetoslava) Fialová
Hugo Kaminský … spielte den Dr. Lus.
 
Geboren am 3. Oktober 1910 in Aussig an der Elbe (Böhmen, heute Tschechische Republik),
gestorben am 8. April 1998 in Prag (Tschechische Republik).
 
Weitere Filme*) mit Hugo Kaminský
Walter Schultheiss … spielte den "Zahnbrecher".
Es war eben Markt daselbst und auf demselben befand sich ein Zahnbrecher, der trefflich Geld lösete, da er doch liederlich Ding den Leuten dafür anhängte: "Narr", sagte ich zu mir selber, "was machst du daß du nicht auch so einen Kram aufrichtest? bist du solang bei Mons. Canard gewesen und hast nit soviel gelernet, ein einfältigen Bauren zu betrügen und dein Maulfutter davon zu gewinnen, so mußt du wohl ein elender Tropf sein."
(
Aus dem 7. Kapitel: Wie Simplicius Kalender macht, und als ihm das Wasser ans Maul ging schwimmen lernte.)
  
Geboren am 25. Mai 1924 in Tübingen.

 
Kurzbiografie zu Walter Schultheiss innerhalb dieser Homepage

Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Walter Schultheiss

*) Link: Internet Movie Database

  

Hans Jakob Christoph von Grimmelshausen
Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (Bild von 1641, Authentizität nicht geklärt)

Grimmelshausen wurde um 1622 als Sohn eines protestantischen Bäckers und Gastwirts geboren. Er stammte aus einem verarmten Thüringer Adelsgeschlecht. Grimmelshausen besuchte die Lateinschule. Infolge der Plünderung Gelnhausens im Jahr 1634 wurde der Zwölfjährige schon früh in die Ereignisse des Dreißigjährigen Krieges verwickelt. Seit 1639 nahm Grimmelshausen zunächst als Soldat und dann als Schreiber in der Regimentskanzlei des kaiserlichen Oberstleutnants von Schauenburg (Oberkirch) in Offenburg aktiv am Krieg teil, 1648 diente er beim Oberst Elter in Wasserburg am Inn.
Nach Kriegsende heiratete er 1649 in Offenburg. Anschließend zog er nach Gaisbach im Renchtal, wo er ein Grundstück erwerben konnte und als Pferde- und Weinhändler arbeitete. In dieser Zeit trat er zum katholischen Glauben über. Von 1662 bis 1665 war er als Burgvogt auf der benachbarten Ullenburg, die sich im Besitz des Straßburger Arztes Dr. Küffer befand, tätig. Von hier aus knüpfte Grimmelshausen seine Kontakte zur Sprachvereinigung Aufrichtige Gesellschaft von der Tannen in Straßburg. Danach übernahm er bis 1667 in Gaisbach die Gastwirtschaft Zum Silbernen Stern.
 
Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (Bild von 1641, Authentizität nicht geklärt)
Quelle: Wikipedia1)

In dieser Zeit begann seine Tätigkeit als Schriftsteller. 1667 wurde er Schultheiß in Renchen im Dienste des Straßburger Bischofs Leopold Wilhelm von Österreich. Dieser Wohnort wurde 1674/75 durch den niederländisch-französischen Krieg betroffen. In der Regel benutzte Grimmelshausen Pseudonyme, unter denen seine Werke veröffentlicht wurden.
Er starb am 17. August 1676 in Renchen.

Quelle: Wikipedia mit weiteren Informationen
 
1) Urheberinformation: Dies ist eine originalgetreue fotografische Reproduktion eines zweidimensionalen Kunstwerks. Das Kunstwerk an sich ist aus dem folgenden Grund gemeinfrei: Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt für die Europäische Union, die Vereinigten Staaten, Australien und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers.

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