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Nach Ende des 2. Weltkrieges war Schock seit Herbst 1945 am "Staatstheater Hannover"
verpflichtet, 1946 wechselte er an die "Berliner Staatsoper", im
darauffolgenden Jahr an die "Hamburger Staatsoper",
dessen Ensemblemitglied er bis 1956 blieb. Seit 1948 trat Schock wiederholt
bei den "Salzburger Festspielen" auf, Gastspiele und Tourneen
führten ihn unter anderem an die "Royal Covent Garden Opera" in London (1948/49), Australien (1949 mit
dem Programm, das für den 1948 verstorbenen Richard Tauber2) vorgesehen gewesen war), Amerika,
die Niederlande und
Belgien. Seit 1951 war er an der "Wiener Staatsoper" verpflichtet, durch Gastspielverträge
gleichzeitig mit der
"Deutschen Oper am Rhein" (Düsseldorf-Duisburg) und den Staatsopern von München und Hamburg verbunden. Schock machte mit seiner schönen, lyrischen Tenorstimme vor allem als Mozart-Interpret auf sich aufmerksam, brillierte beispielsweise auch bei den Salzburger Festspielen 1951 mit der Titelrolle in "Idomeneo"3). Er begeisterte die Zuhörer unter anderem als "Jacquino" in Beethovens "Fidelio"3), gab den Jägerburschen Max in Webers "Der Freischütz"3) oder glänzte mit der Titelpartie in Wagners "Lohengrin"3). Zu Schocks weiterem, herausragenden Repertoire gehörten auch der Ritter Walther von Stolzing in Wagners "Die Meistersinger von Nürnberg"3), der Don José in Bizets "Carmen"3), die Titelrolle des Räuberhauptmanns in Aubers "Fra Diavolo", der Bacchus in Richard Strauss' "Ariadne auf Naxos"3) oder der Lenski in Tschaikowskis "Eugen Onegin"3) um nur einige der vielen Partien zu nennen. Während seiner Karriere als Operntenor arbeitete Schock mit so bedeutenden Dirigenten wie beispielsweise Karl Böhm (1894 1981), Wilhelm Furtwängler3) (1886 1954) und Herbert von Karajan3) (1908 1989) zusammen, zu seinen Partnerinnen zählten neben vielen anderen berühmten Sängerinnen auch Erna Berger2) (1900 1990), Elisabeth Schwarzkopf2) (1915 2006), Rita Streich2) (1920 1987), Elisabeth Grümmer2) (1911 1986) und Anneliese Rothenberger2) (1926 2010). Ungeheure Popularität erlangte der blendend aussehende und international renommierte Tenor Rudolf Schock vor allem ab Ende der 1950er Jahre durch seine zahlreichen Auftritte im Rundfunk, in Fernseh- und Unterhaltungsshows sowie seiner Mitwirkung in einigen Musikfilmen und TV-Produktionen. Vor allem aber in späteren Jahren durch seine schwerpunktmäßige Hinwendung zur Operette, was von einigen Kritikern allerdings negativ bewertet wird. Dennoch seine Beliebtheit bleibt unbestritten, er war der "Danilo" sieht man von Johannes Heesters einmal ab par excellence in Léhars "Die Lustige Witwe"3), hinreißend als "Eisenstein" in Johann Strauss' "Die Fledermaus"3) oder als Graf Erminio Saluzzo in Millöckers Operette "Gasparone"3). Schock entwickelte sich zu einem "Sänger des Volkes" und stand Leinwandstars wie Rudolf Prack2) (1905 1981) oder Dieter Borsche2) (1909 1989) in nichts nach. Das lag wohl auch seiner Fähigkeit, bekannte Arien mit seinem unverwechselbaren Timbre wie Schlager zu präsentiere damit sang er sich in die Herzen eines breiten Publikums und bleibt vor allem Liebhabern der "leichten Muse" unvergessen. Seine Tenorstimme war von seltenem Glanz in den hohen Lagen und von nuancenreichem Ausdruck, mit der er sowohl in der Oper als auch in der Operette, im Kunst- wie im Unterhaltungslied stets vielfältige Aufgaben fand. Umjubelte Liederabende in überfüllten und stets ausverkauften Konzertsälen sprachen für seine enorme sängerische Dominanz, unzählige Plattenaufnahmen mit mehr als 1 000 Titeln, die sich millionenfach verkauften (und immer noch verkaufen), zeugen von Schocks Medienpräsenz. Rudolf Schock selbst meinte einmal in einem Interview "Die Leute spüren, dass ich einer der ihren bin. In erster Linie habe ich immer für mein Publikum gesungen und nicht für einen kleine Kreis von Fachleuten".
Als "Filmstar" bleibt 1953 seine Verkörperung des legendären Richard Tauber
in "Du bist die Welt für mich" in Erinnerung. Im Heimat- und
Musikfilm der 1950er trat er unter anderem in Streifen wie "Der Fröhliche
Wanderer" (1955) oder dem Melodram "Stimme der Sehnsucht"3) (1956) auf,
Schock mimte beispielsweise neben Gerhard Riedmann als Emmerich Kálmán
den Tenor Janos Hegedüsch in dem Biopic "Der Czardas-König"3) (1958, Die Emmerich-Kalman-Story),
machte als verarmter Graf Michael in Rudolf Schündlers
Operettenverfilmung "Gräfin Mariza"3) (1958) eine
ebenso blende Figur wie als Franz von Schober3) (1796 1882) in
Ernst Marischkas "Das Dreimäderlhaus"3) (1958)
an der Seite von Karlheinz Böhm als Komponist Franz Schubert3) (1797 1828). |
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Quelle: 1) Wikipedia (abgerufen 30.10.2011) Link: 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 3) Wikipedia |
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Viele Informationen zu Rudolf Schock findet man
bei www.rudolfschock.nl auch in deutscher Sprache. Siehe auch Wikipedia, www.deutsche-biographie.de |
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