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Tilly Lauenstein wurde am 28. Juli 1916 (nach anderen Quellen 1915) als Tochter eines Konditors
und Molkereibesitzers im hessischen Bad Homburg vor der Höhe geboren und wuchs auch dort auf. Nach ihrem Schulabschluss
an einem Lyzeum ging sie nach Berlin und
nahm dort Schauspielunterricht. Sie debütierte am Staatstheater in Stuttgart und nach
verschiedensten Engagements in der Provinz kam sie nach Berlin zurück, wo sie
ab 1947 Mitglied des "Deutschen Theaters" war, später gehörte sie elf Jahre
lang zum Ensemble des "Schiller"- bzw. "Schlosspark-Theaters". Auf der Bühne
spielte sie von der Naiven über jugendliche Liebhaberinnen bis hin zum
Heldenfach unzählige Rollen. Erste Erfahrungen vor der Kamera hatte Tilly Lauenstein mit winzigen Parts in den Streifen "Herbstmanöver" (1936, mit Hans Söhnker) und "Das Große Abenteuer" (1937, mit Maria Andergast) gemacht, doch erst nach Ende des 2. Weltkrieges arbeitete sie regelmäßiger für den Film, begann diese Karriere bei der DEFA. So war sie 1948 als Martina Höller in Arthur Maria Rabenalts antikapitalistischem Boulevardstück "Chemie und Liebe"1) neben Hans Nielsen auf der Leinwand zu sehen, ein Jahr später spielte sie erneut unter Rabenalts Regie die "Courasche" in dem Historienfilm "Das Mädchen Christine" an der Seite von Wolfgang Lukschy und Petra Peters; eine weitere DEFA-Produktion wurde Rabenalts Literaturverfilmung "Anonyme Briefe" nach dem gleichnamigen Roman von Annemarie Artinger. In den 1950er und 1960er Jahren folgten tragende Rollen in westdeutschen Kinoproduktion wie Wolfgang Staudtes Abenteuer "Madeleine und der Legionär"1) (1958) mit Hildegard Knef und Bernhard Wicki, Gottfried Reinhardts Film "Liebling der Götter" (1960) über den unter nie ganz geklärten Umständen aus dem Leben geschiedenen Ufa-Star Renate Müller2) (1906 1937) mit Ruth Leuwerik und Peter van Eyck oder Alfred Weidenmanns Somerset Maugham-Adaption "Julia, du bist zauberhaft"1) (1962) mit Lili Palmer und Charles Boyer.
Tilly Lauenstein, die für schauspielerische Präzision bekannt war und zu einer der gefragtesten Darstellerinnen Deutschlands gehörte, starb am 8. Mai 2002 im Alter von 85 Jahren in Potsdam. Die Künstlerin war geschieden und Mutter eines Sohnes, Detlef Lauenstein. Ihr Enkel Jonas Lauenstein ergriff ebenfalls den Beruf des Schauspielers und arbeitet überdies als Synchronsprecher. |
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| Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait bzw. Beschreibung innerhalb dieser HP | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Siehe auch Wikipedia | ||||||||||||||||||||||||||||||
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