
Zwischen den Auftritten in seinen eigenen Filmen stand Paulig für verschiedene andere Produktionen vor der Kamera, spielte auch hier meist die Hauptrolle. Oft drehte er mit dem in Polen geborenen Regisseur Danny Kaden (1884 1942) und Hanni Weisse2) (1892 1967) als Partnerin, wie "Eine Walzernacht" (1917) oder "Die Nichte des Herzogs" (1918). Paulig gehörte für fast zwei Jahrzehnte zu den vielbeschäftigten Darstellern auf der stummen Leinwand, zeigte sich neben den Stars jener Jahre und wurde von renommierten Filmemachern besetzt. So erlebte man ihn beispielsweise auch in der von Ernst Lubitsch1) (1892 1947) inszenierten Komödie "Die Austernprinzessin"1) (1919) neben Ossi Oswalda3) (1897 1948) und Harry Liedtke3) (1892 1945) oder in der von Georg Jacoby2) (1892 1964) auf die Leinwand gebrachten sechsteiligen abenteuerlichen Detektivkomödie "Der Mann ohne Namen" (1921), der ersten Adaption des Ullstein-Romans "Peter Voß, der Millionendieb" von Ewald Gerhard Seeliger. Zu Pauligs weiteren Stummfilmen zählt auch "Der Mann ohne Nerven" (1924) mit dem populären Sensationsdarsteller Harry Piel3) (1892 1963), der ihn auch in seinen Regiearbeiten "Das Verschwundene Haus" (1922) und "Abenteuer im Nachtexpreß" (1925) besetzte. Pauligs letzten Stummfilme hießen "G'schichten aus dem Wienerwald" (1928), wo er den Erzherzog Albert Paul mimte, "Aus dem Tagebuch eines Junggesellen" (1929) von und mit Reinhold Schünzel, "Fräulein Fähnrich" (1929) mit Mary Parker und Willi Forst sowie "Adieu Mascotte"1) (1929) mit Lilian Harvey. Mit Beginn des Tonfilms konnte Paulig seine Karriere als Filmschauspieler erfolgreich fortsetzen. Er tauchte in Lustspielen wie "Ein Walzer im Schlafcoupé" (1930, u. a mit Lucie Englisch) und "Das Testament des Cornelius Gulden" (1932, mit Magda Schneider und Georg Alexander) auf, agierte in Romanzen wie "Ein Burschenlied aus Heidelberg"1) (1930, mit Willi Forst) und "Der Prinz von Arkadien" (1932, mit Willi Forst und Liane Haid) oder in dem heiteren Abenteuer "Manolescu, der Fürst der Diebe" (1933, mit Iván Petrovich). Die Premiere seines letzten Films "K1 greift ein" (1933) erlebte der Schauspieler nicht mehr, am 19. März 1933 starb der Publikumsliebling Albert Paulig in Berlin an den Folgen eines Herzinfarktes. Paulig hinterließ mehr als 150 Produktionen, denen er während seiner kurzen intensiven Filmkarriere seinen Stempel aufgedrückt hat. Der Schwerpunkt liegt in seinem Schaffen als Komiker während der Stummfilmära. "Er wusste schließlich gar nicht mehr die Titel aller Filme, in denen er aufgetreten war. Pauligs einzigartige Figuren, schrullige ältere Herren, werden uns auf der Leinwand noch lange Zeit fehlen" steht nachzulesen in dem Buch "Vom Werden Deutscher Filmkunst" (Teil 2, von Dr. Oskar Kalbus, 1935). |
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| Link: 1) Friedrich Wilhelm Murnau-Stiftung, 2) Wikipedia, 3) Kurzportrait innerhalb dieser Webpräsenz | ||||
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Siehe auch Wikipedia
sowie www.cyranos.ch Fotos bei film.virtual-history.com |
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