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Werner Peters wurde am 7. Juli 1918 als Sohn eine Kaufmanns im
sächsischen
Werlitsch geboren. Schon früh entschied er sich, Schauspieler zu
werden, nahm ab 1935 für zwei Jahre entsprechenden Unterricht bei der
renommierten Lina Carstens1) (1892 1978) und erhielt anschließend ein erstes
Engagement in Stralsund als jugendlicher Komiker. Weitere Verpflichtungen
führten Peters dann nach Leipzig an das "Alte Theater", bis 1939
stand er in Mainz auf der Bühne. Dann wurde seine Karriere durch den
2. Weltkrieg unterbrochen, da er als Soldat eingezogen wurde. Nach 1945 holte ihn Erich Engel
an die Münchner Kammerspiele, 1947 erhielt er von Wolfgang Langhoff ein Engagement nach Ostberlin an die Kammerspiele
sowie das Deutsche Theater. Im gleichen Jahr gab Peters auch sein
Leinwanddebüt in "Zwischen gestern und morgen" und drehte
bis Mitte der 50er Jahre zahlreiche Filme für die DEFA sowie den
Fernsehfunk der DDR (DFF). In dem Justizdrama "Affaire Blum"2) spielte er 1948
den Egon Konrad, ein Jahr später folgte sein Part des Generals, der
in "Die Buntkarierten" Schiller mit Goethe verwechselt.
Nach den Filmen "Rotation"2) (1949), "Der Biberpelz" (1949) und "Modell Bianka" (1951) kam dann 1951 seine Rolle des Diederich Hessling in Wolfgang Staudtes Verfilmung des Heinrich Mann-Romans "Der Untertan"2); Peters verkörperte den deutschen, kaisertreuen Kleinbürger Hessling so beeindruckend, dass er für seine herausragende Darstellung mit dem " Nationalpreis der DDR" geehrt wurde. "Er bleibt dieser "Hessling" schlechthin: sentimental, schreckhaft, mit aufgerissenen, leeren Augen, dummdreist, aggressiv, kriecherisch, dauerhaft furchterregend. Und doch immer auch komisch-grotesk, in der Hochzeitsnacht "vor der Sache selbst' oder hinter des Kaisers Kutsche herrennend", so 1995 einmal Klaus Wischnewski.
Peters spielte anschließend beispielsweise in den DEFA-Produktionen
"Die Unbesiegbaren" (1953), "Die Geschichte vom kleinen
Muck"2) (1953) oder in "Ernst Thälmann Sohn seiner Klasse"2) (1954),
wo man ihn als Hauptmann Quadde erlebte, ebenso wie in "Ernst Thälmann Führer seiner Klasse"2) (1955). Sein komisches Talent kam 1955 in
Curt Bois' Altberliner Posse "Ein Polterabend" zum Ausdruck, in der
Peters als Gefreiter Pippich mit sächsischem Einschlag glänzte, in dem
Lustspiel "Star mit fremden Federn" brillierte er im gleichen Jahr
mit der Doppelrolle des Franz Blume bzw. Günther Kolmin.
Peters verkörperte die exemplarischen Dunkelmänner, Bösewichter, Spießer und Widerlinge des deutschen Kinos, bis tief in die Edgar-Wallace-Niederungen hinein. In seinen besten Rollen verstand er es, seinen negativen Helden soziales Profil und ihrer Physiognomie das Typische Herrschaft zu verleihen. ("Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzelmeier/Berndt Schulz)
Auch mit seinen wenigen Fernsehrollen blieb der Schauspieler seinem Image treu, agierte in so beliebten
Krimi-Reihen wie "Dem Täter auf der Spur" oder "Kriminalmuseum";
zu seinem letzten Kino-Produktionen zählt 1971 die Rolle des William Baxter
in "Die Tote aus der Themse"2) neben Hansjörg Felmy und Uschi Glas,
die Fernsehzuschauer sahen ihn 1972 in der Serie "Novellen aus dem wilden Westen".
Diese Ausstrahlung erlebte Werner Peters nicht mehr, der beliebte Schauspieler
starb am 30. März 1971 in Wiesbaden nur wenige Monate vor seinem 53. Geburtstag während
der Premierentournee des Films "Die Tote aus der
Themse. |
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| Link: 1) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia | ||
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Siehe auch Wikipedia,
www.defa-sternstunden.de,
www.film-zeit.de Filmografie bei www.imdb.de |
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