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Bereits seit Mitte der 1960er Jahre hatte Brauss sich auch im Fernsehen als Mann für kühl-distanzierte, geheimnisvoll-durchtriebene und kraftvolle Figuren empfohlen. Vor allem in der deutschen Serien-Landschaft tauchte Brauss immer wieder auf, verkörperte vor allem in zahlreichen populären Krimi-Reihen oftmals den zwielichtigen Bösewicht-Typ. Zu nennen sind in den 1960ern Gastauftritte in so legendären Serien wie "Alarm in den Bergen", "Kommissar Freytag", "Die Fünfte Kolonne", "Das Kriminalmuseum", "Kommissar Brahm" oder "Dem Täter auf der Spur". Meist mimte er auch im nachfolgenden Jahrzehnt den Bösewicht in Quotenrennern wie "Butler Parker", "Sonderdezernat K1", "Okay S.I.R.", "Der Kommissar", "Polizeiinspektion 1" oder "St. Pauli Landungsbrücken". Mehrfach war Brauss bei "Derrick", "Ein Fall für zwei", "Der Alte", "SOKO 5113" sowie in verschiedensten "Tatort"-Folgen zu sehen. Auch wenn Brauss überwiegend in Krimis auf dem Bildschirm unterwegs war und ist, machte er auch schon mal Ausflüge ins heiter-melodramatische Fach, agierte beispielsweise in Unterhaltungsreihen wie "Die Schöne Marianne", "Büro, Büro", "Münchner Geschichten", "Die Schwarzwaldklinik", "Ein Schloß am Wörthersee" oder "Tierarzt Dr. Engel". Zum Serien-Star selbst war er ab Mitte der 80er Jahre in dem Dauerbrenner "Großstadtrevier"1) geworden, wo er seit Beginn unter der Regie des Krimi-Spezialisten Jürgen Roland bis 1991 den altgedienten, etwas grimmig dreinschauenden Polizeiobermeister Richard Block spielte. Für seine Verkörperung eines "Bullen mit Herz" wurde er mit dem "Starlight-Preis" der ARD ausgezeichnet. Nach fünf Staffeln (Folge 36) verließ Brauss trotz der hohen Sympathiewerte die Serie, wohl um nicht zu sehr auf diesen Serientypus festgelegt zu werden. Eine interessante Rolle war auch sechs Folgen lang (1997/98) die des Hauptkommissar König in der RTL-Serie "Balko"1).
Brauss spielte sich nicht nur mit den zahllosen Serie in die Herzen der Zuschauer, Einzelproduktionen wie Hagen Müller-Stahls Drama "Bericht einer Offensive" (1969) oder Dramen wie Reinhard Hauffs "Die Revolte" (1969) und Axel Eggebrechts "Der Röhm-Putsch" (1970) zeigen die Wandelbarkeit des Schauspielers. Mit Gottfried John spielte er in "Jaider, der einsame Jäger" (1971), Volker Vogelers Film über den bayerischen Anarchisten und Volkshelden Jennerwein. Als Vogeler zwei Jahre später die Geschichte mit "Verflucht, dies Amerika"3) (1973) als sozialgeschichtliche Spekulation fortsetzte, gehörte Brauss an der Seite von Geraldine Chaplin als "Bastian" zur Darstellerriege. Wolfgang Staudte gab ihm neben Herbert Fleischmann und Franz Rudnick eine Hauptrolle in dem Kriminalspiel "Verrat ist kein Gesellschaftsspiel" (1972), eine Glanzrolle war sicherlich auch die des eiskalten Killers Abdul Carraco in der aufwendig produzierten Mini-Serie "Härte 10"4) (1974); erzählt wird fünf Folgen lang die Geschichte von Nadine Mercier (Olga Georges-Picot), die in Südafrika als Diamantenschmugglerin arbeitet. Ihr Partner und Geliebter ist der skrupellose Abdul Carraco, der sie jedoch verrät, als sie in Gefahr ist In Wolfgang Staudtes und Sergiu Nicolaescus mehrteiligen Jack-London-Verfilmung "Lockruf des Goldes"5) (1975; siehe auch prisma-online.de) mimte Brauss den geldgierigen Saloon-Besitzer Charles Clayton, war in dem abenteuerlichen ZDF-Vierteiler "Die Abenteuer des David Balfour"5) (1978; nach Robert Louis Stevenson) als Riarch zu sehen und auch in dem erfolgreichen Mehrteiler "Timm Thaler"5) (1979) nach dem Bestseller von James Krüss war er als zwielichtiger Erster Offizier Voges mit von der Partie. Ein Jahr später wurde der Abenteuer-Vierteiler "Tödliches Geheimnis"1) (1980) nach dem Roman von William Godwin mit Mick Ford und Günther Maria Halmer in den Hauptrollen ausgestrahlt, Brauss war hier als Räuber Grimes zu sehen. Das neue Jahrtausend zeigt den Schauspieler in Produktionen wie "Die Kommissarin", "Küstenwache", "Siska" oder "Commissario Laurenti", erinnerungswürdig ist seine Rolle des Victor Friedmann, Direktor im Völkerkundemuseum, in der "Polizeiruf 110"-Folge "Gelobtes Land" (2001). Auch wenn sich Arthur Brauss in den letzten Jahren zugunsten der Arbeit am Theater etwas vom Fernsehgeschäft zurückgezogen hat, taucht er immer mal wieder in TV-Produktionen auf, so unter anderem in der Liebesschmonzette "Liebe ist ein Roman" (2002) mit Ursula Buschhorn und Sigmar Solbach. Dem Bösewicht-Image scheint er mehr und mehr den Rücken zu kehren, gibt sympathische Vater-Figuren wie in der Komödie "Zwei Männer und ein Baby"1) (2004) mit Heiner Lauterbach und Michael Roll oder in dem sensibel erzählten Familiendrama um zwei ungleiche Schwestern "Meine Schwester und ich"2) (2005) mit Katharina Schubert und Nadeshda Brennicke. Als reichen, undurchsichtigen John McGregor, der sich der Fürstenfamilie Thorwald als Geschäftspartner andient, erlebte man ihn in der 3. Staffel der Adels-Romanze um Liebe und Intrigen "Der Fürst und das Mädchen"1) (2007). Gerade abgedreht hatte Brauss den vom Hessischen Rundfunk produzierten 60-minütigen Märchenfilm "König Drosselbart"1), der im Weihnachtsprogramm 2008 ausgestrahlt wurde und in dem Brauss am 25.12.2008 neben Ken Duken in der Titelrolle als König Ottokar agierte. Unter redaktioneller Federführung des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) produzierte die ARD eine Neuverfilmung des Märchens der Gebrüder Grimm. Die HR-Produktion ist Teil von fünf weiteren Verfilmungen, der NDR steuert "Das tapfere Schneiderlein" bei, der RBB "Frau Holle", der SWR den "Froschkönig", der WDR "Tischlein deck dich" und der MDR "Brüderchen und Schwesterchen". Abgedreht ist das ARD-Drama mit dem Titel "Tulpen aus Amsterdam" (EA: 07.05.2009), wo er den Vater der Hauptdarstellerin Anna Lechner (Gesine Cukrowski) gibt, die sich nach dessen plötzlichen Tod um den familieneigenen Blumenhandel und die jüngere Schwester Lili (Chiara Schoras) kümmern muss. 2010 tauchte Brauss einige Folgen lang (756764) als Dietrich Roth in der ARD-Telenovela "Rote Rosen"1) auf, spielte neben Nadeshda Brennicke, Mehdi Nebbou und Mark Waschke in dem Beziehungsdrama "8 Uhr 28"2) (EA: ARTE 08.04.2011). Arthur Brauss, der seit mehr als 30 Jahren im Münchner Stadtteil Schwabing lebt, avancierte seit den 1960er Jahren mit zahlreichen deutschen und internationalen Film- und Fernsehproduktionen zum vielbeschäftigten Darsteller der Szene. Sporadisch arbeitet er auch als Sprecher für Audio-Produktionen. So hat er beispielsweise Rollen in den Hörspielen "Die Abenteuer des jungen Indiana Jones" (1992), "Ein Fall für TKKG" (1990) und "Mein Freund Winnetou" (1980) übernommen. Bei den Karl May-Festspielen in Bad Segeberg zeigte er sich 2001 in "Der Schatz im Silbersee" als Colonel Brinkley ("Cornel"), Anführer einer berüchtigten Verbrecherbande, und bewies, dass er seit seiner Zeit im Wilden Westen von Wyoming das Reiten nicht verlernt hatte. Als Theaterschauspieler begeisterte Brauss beispielsweise auch in der Komödie Düsseldorf, wo er 2004 als Kommissar in der interaktiven Krimi-Komödie "Scherenschnitt" ermittelte.
(Quelle: www.presse-partner.de) |
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| Der Link führt zu(r) 1) Wikipedia, 2) prisma-online.de, 3) deutsches-filmhaus.de, 4) Die Krimihomepage, 5) Beschreibung innerhalb dieser HP |
Stand: Mai 2011 | ||||||||||||||||||||
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Kontaktadresse: www.actorsmanagement.de Arthur Brauss im Internet: arthur-brauss.com; siehe auch Wikipedia Filmografie bei www.imdb.de |
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