Peter Arens
Peter Arens wurde am 18. Februar 1928 als Sohn der Schauspielerin Charlotte Arens in Freiburg geboren. Nach seiner Schulzeit in Bern begann er dort eine Ausbildung zum Schauspieler und gab sein Bühnendebüt am dortigen Stadttheater. Drei Jahre später wechselte er nach Göttingen zu Heinz Hilpert an das "Deutsche Theater", erneut drei Jahre später an das Hamburger Schauspielhaus. 1958 kam er an die Münchner Kammerspiele, weitere Engagements führten den Schauspieler unter anderem an das Wiener Burgtheater, das Schillertheater in Berlin, über das Düsseldorfer Schauspielhaus kam er wieder nach München zurück. 1963 ließ er sich in Zürich nieder und seither betrachtet er das Züricher Schauspielhaus als seine künstlerische Heimat. Peter Arens, der während seiner Karriere mit so renommierten Theaterregisseuren wie beispielsweise Fritz Kortner, Hans Schweikart, Erich Engel oder Leopold Lindtberg zusammenarbeitete, hat sich inzwischen selbst einen Namen als anerkannter Regisseur gemacht.
 
Neben seiner umfangreichen Arbeit für das Theater fand der Schauspieler immer wieder Zeit für interessante Film- und Fernsehproduktionen; ab den 50er Jahren war er auch einem breiten Publikum durch Auftritte in Kinofilmen bekannt geworden. So erlebte man den jungen Mann mit der blendenden Erscheinung beispielsweise 1955 als "Jager Mazegger" in der Ludwig Ganghofer-Verfilmung "Das Schweigen im Walde", in der Schweiz trat er in einigen Jeremias Gotthelf-Verfilmungen wie "Uli, der Pächter" (1955) auf oder spielte 1956 die Hauptrolle in Franz Schnyders "Zwischen uns die Berge". Im gleichen Jahr verkörperte er den Komponisten Carl Maria von Weber in der Georg Wilhelm Pabst-Romanze "Durch die Wälder, durch die Auen" an der Seite von Eva Bartok und Karl Schönböck; zu seinen bekanntesten Leinwandrollen zählt sicherlich der "Vater Jocelyn" in Kurt Hofmanns Malpass-Verfilmung "Morgens um Sieben ist die Welt noch in Ordnung"1) (1969), neben Publikumslieblingen wie Gerlinde Locker, Werner Hinz, Agnes Windeck und Diana Körner.
 
Im Fernsehen zeigte Arens ebenfalls seine schauspielerische Wandlungsfähigkeit, stellte unter anderem 1960 in "Ein Weihnachtslied in Prosa oder Eine Geistergeschichte zum Christfest" den Schriftsteller Charles Dickens dar oder trat ein Jahr später mit der Rolle des Kinesias bzw. Hans Flims in Fritz Kortners eigenwilliger TV-Verfilmung "Die Sendung der Lysistrata" nach der antiken Komödie von Aristophanes auf, in der auch Romy Schneider mitwirkte. In den 70ern spielte er beispielsweise in Kurt Hoffmanns Mehrteiler "Die Reise nach Mallorca" (1973) – nach dem Roman von Jo Hanns Rösler – den Johannes Neumann, in den 80ern den Georg Herwegh in Tony Palmers hochkarätig besetzten und packend inszenierten mehrteiligen Historienfilm "Wagner" (1983), mit Richard Burton in der Titelrolle. In jüngster Zeit stand Arens für den schweizerischen Krimi "Studers erster Fall" (2001) unter der Regie von Sabine Boss als "Ueli Bolt" vor der Fernsehkamera, 2004 sah man ihn in Christof Schertenleib Fernsehspiel (in Schweizerdeutschem Dialekt) "Lücken im Gesetz" sowie in Bettina Oberlis Spielfilmdebüt "Im Nordwind", welches Arbeitslosigkeit in einer Familie thematisiert. Zuletzt wirkte er in dem Kinodrama "Villa Amalia" (2009) von Regisseur Benoît Jacquot an der Seite von mit Isabelle Huppert mit.
 
Darüber hinaus begeistert Peter Arens sein Publikum immer wieder bei Lesungen und Rezitationsabenden.
  
Peter Arens, verheiratet mit der Schauspielerin Margrit Ensinger, ist der Vater des Kunstmalers Valentin Arens sowie der 1959 geborenen Schauspielerin Babett Arens; Enkelsohn Aaron Arens ist inzwischen auch in die Fußstapfen seines Großvaters getreten: in der neuerlichen "Heidi"-Verfilmung (2001) spielte der damals Dreizehnjährige einen modernen "Geißenpeter"; seine Tante Babett Arens ist als Frau Müller ebenfalls in diesem Film zu sehen.
Peter Arens lebt im schweizerischen Stäfa (Kanton Zürich).
 
Link: 1) Wikipedia Stand: März 2010
Kontakt:  www.agentur-lentz-reinholz.de
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch sowie www.opernhaus.ch;
Filmografie bei der german.imdb.com
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