Karlheinz Böhm wurde als einziges Kind der Sopranistin Thea Linhard1) (1903 – 1981) und des berühmten Dirigenten Karl Böhm1) (1894 – 1981) am 16. März 1928 in Darmstadt geboren. Sein Vater war geborener Grazer, seine Mutter Münchnerin, Böhm selbst fühlte sich als Weltbürger, lebte seit Jahrzehnten in Österreich, dessen Staatsbürgerschaft er inne hatte, sowie bis vor ein paar Jahren in Äthiopien , dessen Ehren-Staatsbürgerschaft ihm 2003 als erstem Ausländer zuteil wurde.
Böhm verbrachte seine Jugend in Darmstadt, Hamburg und Dresden, in Hamburg besuchte er die Volksschule und das Gymnasium; ein gefälschtes ärztliches Attest verhalf ihm 1939 zur Ausreise in die Schweiz, wo er ein Internat, das "Lyceum Alpinum Zuoz", besuchte. 1946 zog er mit seinen Eltern nach Graz, dort machte er im selben Jahr das Abitur. Er wollte ursprünglich Pianist werden, studierte aber auf Drängen seines Vaters Anglistik und Germanistik und anschließend in Rom ein Semester Kunstgeschichte. Böhm brach hier jedoch sein Studium ab, um Schauspielunterricht zu nehmen, ließ sich in Wien von Albin Skoda1) (1909 – 1961) und an der "Schauspielschule Krauss"1) ausbilden.
Karlheinz Böhm 1981 Ein erstes Engagement am Wiener "Burgtheater" folgte und Böhm sammelte anfänglich Bühnenerfahrungen als jugendlicher Liebhaber. Von 1949 bis 1953 war er Ensemble-Mitglied des "Theaters in der Josefstadt".
 
1948 begann Böhms Filmkarriere bei Karl Hartl Karl Hartl1) (1899 – 1978): Böhm war dessen Regieassistent und spielte eine winzige Rolle in der Literaturadaption "Der Engel mit der Posaune"1) (1949), auch vier Jahre später in ebenfalls von Hartl in Szene gesetzten dem Liebesmelodram "Haus des Lebens"1) (1952) war sein Part nicht größer. Doch bereits sein nächster Film verdiente Aufmerksamkeit, nicht nur wegen der ersten Hauptrolle oder des Sujets – es ging um die Verfilmung von Hanns Heinz Ewers Schauerroman "Alraune"1) (1952) – sondern wegen der Besetzung: Hildgard Knef als "Alraune" und Erich von Stroheim als Wissenschaftler, der sie erschuf.

Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.  
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
Böhm hatte sich für die Rolle des jungen Frank Braun, der sich in das geheimnisvolle Wesen verliebt, beworben, er war jedoch bei den Probeaufnahmen durchgefallen. Doch der Knef gefiel sein Gesichtsausdruck und sie überredete Regisseur Arthur Maria Rabenalt und Produzentin Ilse Kubaschewski dem jungen Böhm die Rolle zu geben. Der Film brachte an den Kinokassen zwar nicht den erhofften Erfolg, doch für Böhm bahnte sich der Durchbruch zum anerkannten Filmdarsteller an. Noch im selben Jahr zeigte er sich neben Gertrud Kückelmann in der Komödie "Der Weibertausch"1) (Regie: Karl Anton), 1953 unter der Regie von Viktor Tourjanski in dem Zirkusstreifen "Salto Mortale", der ihn auch als Partner von Johanna Matz in dem Erfolgssteifen "Arlette erobert Paris" (1953) besetzte. Wieder bei Rabenalt mimte er den Dorfschullehrer, der in dem erfolgreichen Remake "Der unsterbliche Lump" (1953; → Filmlexikon) ein musikalisches Genie ist, sowie in "Die Sonne von St. Moritz" (1954; → Filmlexikon) einen Arzt zwischen zwei Frauen. 
Karlheinz Böhm avancierte zum Leinwandhelden und Liebhaber Nummer Eins, wie neben Ulla Jacobsson in den Melodramen "…und ewig bleibt die Liebe"1) (1954) und "Die heilige Lüge" (1955); Regie führte bei beiden Filmen Wolfgang Liebeneiner. Er zeigte sich 1954 nach Johannes Mario Simmels Drehbuch in "Die Hexe" unter der Regie von Gustav Ucicky, 1955 neben Sonja Ziemann in "Ich war ein hässliches Mädchen" von Wolfgang Liebeneiner, ebenfalls 1955 mit Maj Britt Nilsson in "
Schwedenmädel"1) (Sommarflickan) von Thomas Engel und neben Eva Bartok als Mitja in Josef von Bákys Streifen "Dunja", dem Remake der Puschkin-Erzählung "Der Postmeister" mit Walter Richter in der Titel- bzw. der Heinrich George-Rolle (→ "Der Postmeister"1), 1940).
Mit Ernst Marischkas Sissi-Filmen gab es dann "das" neue Liebespaar des deutschen Films: Romy Schneider und Karlheinz Böhm. Böhm war der liebenswerte Kaiser Franz-Josef an der Seite von Romy Schneiders Figur der Sissi. Mit Romy verkörperte er das brave, saubere Idol der 1950er Jahre. Insgesamt kamen drei dieser rührseligen, dennoch bis heute noch beliebten Streifen in die die Lichtspielhäuser, Auftakt war 1955 "Sissi"1), zwei Jahre Jahr später folgte "Sissi – Die junge Kaiserin"1),  mit "Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin"1) fand die Trilogie 1957 ihren tränenreichen Abschluss.
 
Sissi
Genre: Melodram, 1955
Regie und Drehbuch: Ernst Marischka
Musik: Anton Profes
Kamera: Bruno Mondi
Darsteller:
Romy Schneider: Prinzessin Elisabeth, Karlheinz Böhm: Kaiser Franz Joseph,
Magda Schneider: Herzogin Ludovika, Uta Franz: Prinzessin Helene,
Gustav Knuth: Herzog Max, Vilma Degischer: Erzherzogin Sophie,
Josef Meinrad: Gendarmeriemajor Boeckl, Erich Nikowitz: Erzherzog Franz Karl,
Karl Fochler: Graf Grünne, Peter Weck: Erzherzog Karl-Ludwig,
Hilde Wagener: Baronin Wulffen, Egon von Jordan: Minister,
Otto Treßler: Marschall Radetzky, Franz Böheim: Johann Petzmacher,
Richard Eybner: Postmeister von Ischl, und andere
(Link: Wikipedia, Kurzportrait innerhalb dieser HP)
  
Mit sechzehn Jahren spielt Romy Schneider zum ersten Mal die Sissi-Rolle. Sie spielt die naturverbundene, tierliebe, unaffektierte, sportliche, einfallsreiche strahlende junge Schönheit – eine glückliche Vatertochter ihres geliebten "Pappili", den Gustav Knuth in der Rolle des jovialen Königs von Bayern darstellt. Magda Schneider, Romys Mutter, ist auch ihre Filmmutter, eine warmherzige Matrone…

Die Geschichte:
Erzherzogin Sophie (Vilma Degischer) sucht für ihren Sohn Franz Josef (Karlheinz Böhm), den jungen österreichischen Kaiser, eine Ehefrau. Die Wahl fällt auf Prinzessin "Nene" Helene (Uta Franz), die älteste Tochter ihrer Schwester, Herzogin Ludovika von Bayern (Gustav Knuth).
Damit die Reise nach Bad Ischl den Anschein eines privaten Besuches hat, kommt auch die erst 16-jährige Prinzessin "Sissi" Elisabeth (Romy Schneider) mit.
Sissi, völlig ahnungslos, begegnet dort dem Kaiser und nimmt seine Einladung auf die Pirsch gerne an. Franz Josef ist hingerissen von ihrer Anmut und Schönheit. Als Sissi jedoch von der geplanten Verlobung mit Nene erfährt, will sie deren Glück nicht im Wege stehen. Beim großen Empfang hat der Kaiser nur noch Augen für Sissi und verkündet – zum Entsetzen seiner Mutter – die Verlobung mit der bayerischen Prinzessin Elisabeth. Die Hochzeit naht, und Sissi fährt nun die Donau abwärts, erwartet von Kaiser Franz Josef und den Wienern, die ihr einen prächtigen Empfang bereiten.

Filmkritiken:
Lexikon des internationalen Films: Romantisch-gefühlvolle Unterhaltung im Stil anspruchsloser Heimatfilme.
Kölner Stadt-Anzeiger: Ein anspruchsloses, aber charmantes Melodram.
 
Quelle: Dirk Jasper FilmLexikon
Siehe auch Wikipedia, www.prisma.de

  
Was und mit wem Böhm danach auch immer drehte: Romy Schneider fehlte. Da konnten weder die attraktive Martine Carol in Ralph Habibs Film "Nächte auf Tahiti" (1958, Passager Clandestin), die liebenswerte Johanna Matz in "Man müsste noch mal zwanzig sein" (1958) und in "Das Dreimäderlhaus"1) (1958) noch die "femme fatal" Jayne  Mansfield in "Zu heiß zum Anfassen" (1959, Too Hot to Handle) von Bond-Regisseur Terence Young als Ersatz dienen.
Böhm versuchte, dem Image des "ewigen Kaisers" zu entfliehen, 1960 überraschte er als gefährlicher psychopatischer Mörder in Michael Powells Streifen "Peeping Tom"2) (Augen der Angst1)). Doch auch hier war Böhm nicht das Böse schlechthin, sondern das Opfer: Die Kindheit, der permanente psychische Terror des Kindes haben ihn zum Ungeheuer gemacht, das der Kinozuschauer bedauern kann wie Boris Karloff als Frankensteins Monster in James Whales poetisch schönen Horror-Filmen. Und mit dem Skandal um diesen Film – der von Zuschauern und Kritikern einhellig boykottiert wurde, um 20 Jahre später als Meisterwerk gefeiert zu werden – begann auch der Abstieg von Karlheinz Böhm als Kinoliebling. Weil er sich im deutschen Schnulzenfilm unterbewertet fühlte, ging Böhm nach dem Streifen "Der Gauner und der liebe Gott"1) (1960) für vier Jahre ins Ausland., eine Zeit, die er selbst als "Exil" bezeichnete. Danach spielte er wieder Theater, unter anderem in Wien, Zürich, München und Berlin.

Karlheinz Böhm in "Martha";  Copyright Einhorn-Film In den 1970er Jahren holte Rainer Werner Fassbinder den einstigen Star des deutschen Kinos zurück und besetzte ihn in Filmen wie "Fontane Effi Briest"1) (1974), "Faustrecht der Freiheit"1) (1974) und "Mutter Küster's Fahrt zum Himmel"1) (1975), wo er einen zwielichtigen Bourgeois und Homosexuellen darstellte. In dieser Zeit wirkte Böhm auch in mehr als einem Dutzend Fernsehfilmen mit, darunter auch 1974 in Fassbinders zunächst für das Fernsehen realisierten Verfilmung "Martha"1), ab 1976 spielte Karlheinz Böhm dann auch wieder verstärkt am Theater, hielt Lesungen und Rezitationsabende ab.
1983 erhielt Böhm das "Filmband in Gold" für "langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film".
 
Foto mit freundlicher Genehmigung von Einhorn-Film
© Einhorn-Film/Weltlichtspiele Kino GmbH
Anfang/Mitte der 1980er Jahre beendete Böhm seine Karriere als Filmschauspieler, nach seiner Rolle des Bernie Artenberg in der 2. Staffel der ORF-Serie bzw. Familiensaga "Ringstraßenpalais"1) (1983) trat er lediglich 1996 noch einmal in einer Episode von "Der Bergdoktor"1) (Folge: Tropenfieber) auf dem Bildschirm in Erscheinung. Auch wenn Böhm sich nie mehr als Darsteller auf der Leinwand zeigte, in jüngerer Zeit konnte man zumindest seine Stimme in dem mit dem "Trickfilm-Oscar" ausgezeichneten computeranimierten 3D-Spielfilms "Oben"1) (2009, Up) hören, er lieh dem verrückten Wissenschafter Charles Muntz seine Stimme, im Original gesprochen von Christopher Plummer.

Böhm hatte in erster Ehe 1954 die Stewardess Elisabeth Zonewa geheiratet, trotz der 1955 geborenen Tochter "Sissy" Beatrix Draga Marie Therese wurde die Ehe 1957 geschieden. Anschließend gab er seiner Schauspielerkollegin Gudula Blau1) das Ja-Wort, Tochter Kristina1) wurde 1959 geboren, ein Jahr später folgte Sohn Michael, Tochter Daniela erblickte 1961 das Licht der Welt. Katharina Böhm1) (geb. 1964), heute eine ebenfalls populäre und renommierte Schauspielerin, ist die Tochter aus Böhms dritten, 1963 geschlossenen Ehe mit der polnischen Filmschauspielerin Barbara Kwiatkowska-Lass1) (1940 – 1995). Die Ehe zerbrach 1980, danach war die junge Eva Hess eine Zeit lang Böhms Lebensgefährtin.
 
1976 wurde Böhm zum erstenmal mit der Armut in Afrika konfrontiert. Um einen Bronchialkatarrh auszukurieren, empfahlen ihm die Ärzte einen Aufenthalt in Kenia. Von einem einheimischen Hotel-Angestellten ließ er sich die Kehrseite der Luxusfassade zeigen. Armut und Elend der Menschen sollten ihn nie mehr loslassen. Sein größtes "Engagement" nahm er dann 1981 an, als er die Stiftung "Menschen für Menschen" zugunsten Hungernder in Afrika gründete. Ausschlaggebend war die ZDF-Sendung "Wetten, dass …?"1): Böhm wettete, dass nicht jeder dritte Zuschauer eine Mark, einen Franken oder sieben Schilling für Menschen in der Sahelzone spenden würde. Wenn er die Wette verliere, gehe er selbst nach Afrika, um zu helfen.
Mit umgerechnet über 870.000 Euro flog er nach dieser Sendung bzw. schicksalhaften Wette im Oktober 1981 erstmals nach Äthiopien und gründete am 13. November 1981 die Hilfsorganisation "Menschen für Menschen"1). Warum gerade Äthiopien? Karlheinz Böhm antwortete auf diese Frage so: "Ich habe meine Hilfe auch dem Tschad und dem Sudan angeboten, doch Äthiopiens Botschafter in Bonn reagierte als erster." Anfang 1982 startete das Ansiedlungsprojekt für Flüchtlinge in Äthiopien.
Seitdem widmete sich Karlheinz Böhm dem Kampf gegen Hunger und Lethargie in äthiopischen Flüchtlingslagern. Mehrere Monate pro Jahr lebte er unter einfachsten Bedingungen in Äthiopien, die restliche Zeit war er in Europa unterwegs auf Vortragsreisen. Mit großem Einsatz widmete sich Böhm zusammen mit seiner vierten Frau, der Äthiopierin Almaz Teshome – er lernte sie 1987 im Erertal, wo sie als landwirtschaftliche Beraterin tätig war, kennen – ganz der Hilfe zur Selbsthilfe für die Ärmsten der Welt. Seit 1986 für die Organisation tätig, wurde Almaz Böhm1) im Jahre 1999 einstimmig zur stellvertretenden Vorsitzenden, 2008 zur geschäftsführenden Vorsitzenden und im November 2011 zur Vorstandsvorsitzenden der Stiftung gewählt. Im Dezember 2013 legte sie ihr Vorstandsmandat nieder, um sich um ihren schwerkranken Ehemann zu kümmern, wirkt jetzt als Schirmherrin der Stiftung. Das erste gemeinsame Kind von Almaz und Karlheinz Böhm, Nikolas, kam im Dezember 1990 in Addis Abeba zur Welt. Daraufhin folgte die Hochzeit am 16. November 1991 in Graz; die Tochter Aida wurde im Februar 1993 geboren.
 
Böhm selbst sagte über sein Engagement: "Meine Motivation ist nicht falsch verstandenes Christentum, sondern Wut. Wut über das, was wir alle wissen, und dennoch nichts dagegen tun. Wir sollten nicht alles hinnehmen, sondern etwas ändern – als Menschen für Menschen."
Inzwischen ist das Spendenaufkommen auf mehr als 150 Mio. Euro gewachsen. "Hilfe zur Selbsthilfe" war bis zuletzt Böhms Lebensaufgabe geblieben, Äthiopien wurde ihm zur zweiten Heimat. Für dieses Engagement veröffentlichte er das Buch "Nagaya – ein Dorf in Äthiopien".
Im Mai 2001 konnte in Berlin das 20-jährige Bestehen der "Menschen für Menschen-Stiftung" gefeiert werden, fünf Monate später wurde Karlheinz Böhm für seine humanitären Leistungen mit dem "Bundesverdienstkreuz" (Großes Verdienstkreuz mit Stern) ausgezeichnet. Seit 2003 besaß er die äthiopische Ehren-Staatsbürgerschaft, die ihm als bisher einzigem Ausländer anlässlich der Einweihung des "Alem Katema Enat Krankenhauses" im Distrikt Merhabete vom äthiopischen Staatschef Meles Zenauwi verliehen wurde. Für sein einzigartiges Engagement als Gründer der Organisation "Menschen für Menschen" aber auch sein Wirken im deutschen Film erhielt Böhm am 13. Februar 2008 anlässlich der 58. Internationalen Filmfestspiele in Berlin die "Berlinale Kamera"1), die seit 1986 an Filmpersönlichkeiten oder Institutionen vergeben wird, denen sich die Internationalen Filmfestspiele besonders verbunden fühlen und denen sie mit dieser Ehrung ihren Dank ausdrücken möchten; Frank Elstner hielt die Laudatio. Wenige Wochen zuvor hatte Böhm Anfang Januar bei einem Festakt in München den internationalen "Hundertwasser-Preis" entgegen nehmen können. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis der "WasserStiftung" wird alle zwei Jahre vergeben und zeichnet Einzelpersonen, Initiativen oder Unternehmen aus, die sich für die nachhaltige Nutzung von Wasser oder für die Wasserversorgung in benachteiligten Gebieten einsetzen. Am 11. Juli 2008 kam eine weitere Ehrung hinzu, während eines Festaktes in München wurde Böhms außerordentliches Engagement mit dem "Bayerischen Verdienstorden" gewürdigt. Weitere Auszeichnungen der letzten Jahre sind die "Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold" (2008), der österreichische "Save the World Award"1) (2009) und der "UNESCO-Ehrenpreis" (2009); siehe auch die Liste der Auszeichnungen bei Wikipedia.

Foto: Karlheinz Böhm im Januar 2008 in München bei der Verleihung des internationalen Hundertwasser-Preises 2008.
Foto mit freundlicher Genehmigung von Michael Lucan (fotobox.lucan.org)

Karlheinz Böhm im Januar 2008 in München bei der Verleihung des internationalen Hundertwasser-Preises 2008.
Karlheinz Böhm am "green carpet" bei den "Save the World Awards" 2009 (Kernkraftwerk Zwentendorf, Niederösterreich); Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons; Urheber: Manfred Werner – Tsui;  Lizenz CC-BY-SA 3.0. Am 16. März 2008 beging der prominente Entwicklungshelfer, den die Menschen in Äthiopien "Mister Karl" oder "Doktor Karl" nennen, seinen 80. Geburtstag. Die Medien würdigten das Engagement Böhms mit zahlreichen Artikeln und Dokumentationen, das ZDF zeigte den von Wolfgang Niedermair nach einer Idee von Kurt Mayer entstandenen 45-minütigen Film "Vom Kaiser Franz Joseph zum Mister Karl". Am 23. April 2008 präsentiert Markus Lanz um 20.15 Uhr ebenfalls im ZDF die Spendengala rund um das Lebenswerk Böhms mit dem Titel "Alles Gute Karlheinz Böhm – Ein Leben für Afrika". Mitte März 2008 feierte der 90-minütige Film "Mister Karl. Karlheinz Böhm – Wut und Liebe" Kinopremiere, der das bewegte Leben eines Weltbürgers skizziert, der wie kaum ein anderer unermüdlich gegen die Armut in Afrika kämpfte. Der bekannte österreichische Dokumentarfilm-Regisseur Kurt Mayer lässt in diesem Film unter anderem auch erstmals Wegbegleiter und Lebensgefährten, darunter Böhms zweite Frau Gudula Blau und seine Töchter, zu Wort kommen → www.br.de.
 
Foto: Karlheinz Böhm am "green carpet" bei den "Save the World Awards" 2009
(Kernkraftwerk Zwentendorf, Niederösterreich)
Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons;
Urheber: Manfred Werner – Tsui
;  Lizenz CC-BY-SA 3.0.
Lizenz zur Veröffentlichung siehe hier
Darüber hinaus erschien rechtzeitig zum 80. Geburtstag in Zusammenarbeit mit Beate Wedekind im Verlag Rolf Heyne die ausführliche Biografie "Mein Leben – Suchen Werden Finden". In der Autobiografie mit Bildern und Texten von Karlheinz Böhm legt er Zeugnis ab vom Aufwachsen in einer wohlhabenden Familie im Deutschland der Dreißigerjahre des vergangenen Jahrhunderts, über eine von Brüchen geprägte Schauspielerkarriere bis zu seiner aktiven Arbeit heute in Äthiopien, auch im 21. Jahrhundert einem der ärmsten Länder der Welt. Böhm erzählt sein Leben: voll Nachdenklichkeit und Amüsement, voll Liebe und Zorn. In feinen Anekdoten berichtet Karlheinz Böhm über die Dreharbeiten mit den schönsten Frauen der Welt, reflektiert seine Ehen, gedenkt des Vaters, der in seinen Armen starb und informiert über die Arbeit seiner Äthiopien-Stiftung Menschen für Menschen. (Quelle: www.menschenfuermenschen.de)  
Böhm selbst hatte zu seinem runden Geburtstag gemeinsam mit seiner Frau Almaz sowie seiner Stiftung "Menschen für Menschen" die Bildungskampagne "ABC–2015" in Äthiopien ins Leben gerufen, mit der Alphabetisierungsrate drastisch erhöht werden soll. Alle Kinder sollen eine Schulbildung erhalten – und auch Jugendliche und Erwachsene werden in die Bildungsoffensive eingebunden. Von den knapp 80 Millionen äthiopiern können rund 30 Millionen weder lesen noch schreiben. Die Hälfte aller Kinder war noch nie in einer Schule. Diese Mängel sind für Karlheinz Böhm der größte Hemmschuh für Wirtschaft und Gesellschaft, er weiß, dass Entwicklung ohne Bildung nicht möglich ist: "Die Stärkung des Bildungsbereiches ist deshalb die Schlüsselaufgabe unserer Arbeit." (Quelle: www.menschenfuermenschen.de)
 
Seit 2011 zeigte sich Böhm gesundheitsbedingt nicht mehr in der Öffentlichkeit, schon Mitte Februar 2013 berichtete unter anderem DIE WELT, der einstige Schauspieler sei schwer an Alzheimer erkrankt. Karlheinz Böhm starb am 29. Mai 2014 86-jährig in seinem Haus im österreichischen Grödig bei Salzburg. Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer sagte unter anderem: "Mit Karlheinz Böhm verlieren Österreich, Europa und die Welt eine Persönlichkeit, die sich Jahrzehnte hindurch mit aller Kraft für den afrikanischen Kontinent und die Verbesserung der Lebensumstände seiner Menschen, insbesondere in Äthiopien, eingesetzt hat." 
Am 13.06.2014 fand in der Salzburger Residenz für den allseits hochgeschätzten Verstorbenen eine bewegende Trauerfeier statt, an der rund rund 400 Gäste teilnahmen. Neben der Familie, Freunden und Wegbegleitern erwiesen Vertreter der Hilfsorganisation "Menschen für Menschen" sowie Politiker aus Äthiopien und Deutschland – unter anderem die Altbundespräsidenten Horst Köhler und Christian Wulff – Karlheinz Böhm die letzte Ehre. Am Nachmittag wurde die Urne, um welche äthiopische Erde gestreut worden war, in aller Stille im engsten Kreis in einem Ehrengrab am Salzburger Kommunalfriedhof beigesetzt → www.focus.de sowie Foto der Grabstätte bei www.knerger.de.
   
Spendenkonten der "Stiftung Menschen für Menschen e. V.":
Deutschland: Stadtsparkasse München
IBAN: DE64 7015 0000 0018 1800 18 / BIC: SSKMDEMM

Österreich: Bankinstitut Raiffeisen
IBAN: AT28 3200 0000 0022 2000 / BIC: RLNWATWW
 
Schweiz: Postkonto 90-700 000-4
IBAN: CH97 0900 0000 9070 0000 4
www.menschenfuermenschen.de
   
 Link: 1) Wikipedia, 2) prisma.de
Lizenz Foto Karlheinz Böhm (Urheber: Manfred Werner – Tsui): Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar.
Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma.de
Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de, www.whoswho.de,
www.filmreporter.de, tls.theaterwissenschaft.ch
  
Filme
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Link: Wikipedia, filmportal.de, Murnau Stiftung, prisma.de, Beschreibung innerhalb dieser HP)
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