| Eva Bartok | ||||
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Eva Bartok wurde am 8. Juni 1928*)
als Eva Ivanova Marta Szöke und Tochter eines Journalisten
im ungarischen Kecskemét geboren. Nach
dem Krieg begann sie in ihrem Heimatland eine Karriere als Schauspielerin,
spielte unter anderem zwischen 1945 und 1947 am Budapester Theater. 19-jährig
floh sie 1948 mit ihrem zweiten Mann, dem
US-Produzenten Alexander Paal, aus Ungarn; die im gleichen Jahr
geschlossene Ehe dauerte nur zwei Jahre und wurde 1950 geschieden. Zuvor war sie
ab 1941 kurze Zeit mit dem ungarischen Offizier Geza Kovacs verheiratet
gewesen; die Verbindung soll annulliert worden sein. Im Oktober 1951 folgte eine dritte Ehe mit
dem englischen Filmintendanten William Wordsworth (dem Ururenkel des englischen Dichters1)
(1770 1850)), durch den sie
britische Staatsbürgerin wurde. Doch auch dieser Beziehung war kein Glück
beschieden, nach nur vier Jahren ließ sich das Paar 1955 scheiden. In Großbritannien begann Eva Bartoks Karriere als Filmschauspielerin, sie drehte die Streifen "Madeleine" (1950) und "Fünf Mädchen und ein Mann" (1951, A Tale of Five Cities), musste sich jedoch zunächst mit kleinen Nebenrollen begnügen. Der internationale Durchbruch gelang der Schauspielerin 1951 mit der Rolle der Consuelo in der "Der rote Korsar"1) (The Crimson Pirate) an der Seite von Burt Lancaster, einer Parodie auf den amerikanischen Abenteuerfilm und wohl einer ihrer bekanntesten Arbeiten für das Kino. Rasch galt sie als eine der schönsten Frauen Hollywoods und drehte jedoch vor allem in Deutschland eine ganze Reihe von Erfolgsfilmen, die überwiegend im melodramatischen Unterhaltungsgenre angesiedelt waren. Am 13. August 1955 hatte Eva Bartok unter großem Medienrummel den deutschen Filmstar Curd Jürgens2) (1915 1982) geheiratet. Gemeinsamen Auftritte in Filmen wie "Der letzte Walzer" (1953), "Rummelplatz der Liebe"1) (1954) oder "Orient Express (1954) waren dem Medienspektakel vorausgegangen. Wenige Monate nach der Blitzheirat und einer fünfzehnmonatigen turbulenten Ehe ließen sich die beiden Kinostars am 6. November 1956 bereits wieder scheiden. Ob Jürgens der offizielle Vater ihrer 1957 geborenen Tochter Deana ist, bleibt Spekulation. Eva Bartok gab in verschiedenen Interviews Frank Sinatra2) (1915 1998) als Vater an, mit dem sie 1956 eine kurze Affäre hatte; Sinatra selbst ließ diese Äußerung stets unkommentiert. Eva Bartok war Filmpartnerin der Stars jener Jahre, so drehte sie mit Karlheinz Böhm und Ivan Desny das Melodram "Dunja" (1955), Josef von Bákys Remake der Puschkin-Novelle "Der Postmeister" aus dem Jahre 1939 mit Heinrich George. Mit Peter Arens entstand unter der Regie von G.W. Papst die Romanze "Durch die Wälder, durch die Auen" (1956) um den jungen Komponisten Carl Maria von Weber, mit O. E. Hasse das Kriegsdrama "Der Arzt von Stalingrad"3) (1958), das Géza von Radvanyi nach dem gleichnamigen Bestseller von Heinz G. Konsalik in Szene gesetzt hatte und wo Eva Bartok als russische Ärztin Alexandra Kasalinsskaja überzeugte. Neben internationalen Produktionen mimte sie die Titelrolle des Callgirls in "Madeleine Tel. 13 62 11" (1958), war in dem Rührstück "Ein Student ging vorbei" (1960) nach dem in der HörZu veröffentlichten Roman von Hans-Ulrich Horster zu sehen oder agierte neben Peter van Eyck und Marianne Koch in dem Gerichtsdrama "Unter Ausschluss der Öffentlichkeit" (1961). Die Filmadaption des Simmel-Bestsellers "Es muss nicht immer Kaviar sein"1) (1961) und die Fortsetzung "Diesmal muss es Kaviar sein"1) (1961) zeigten sie an der Seite von O. W. Fischer, gemeinsam mit Carlos Thompson stand sie für den eher zu vernachlässigenden Streifen "Eheinstitut Aurora" (1962) vor der Kamera, dessen Partnerin sie auch in "Ferien wie noch nie" (1963) war. Danach zog sich Eva Bartok aus privaten Gründen fast vollständig vom Filmgeschäft zurück. 1958 plante sie eine Heirat mit einem indischen Prinzen, dessen Vater jedoch seine Zustimmung verweigerte. Ein erneuter Versuch, wieder in der Filmbranche Fuß zu fassen, scheiterte. Ein Bühnen-Comeback gelang Eva Bartok 1965 noch einmal in London mit dem Stück "Paint me black" auf, im Berliner "Theater des Westens" gab sie ein Gastspiel als "Frau Luna". 1980 hatte der ehemalige Star einen erneuten Anlauf genommen, ihr privates Glück zu finden und in Los Angeles den Amerikaner Dag Molin geheiratet; 1983 wurde auch diese Ehe geschieden. Eva Bartok, die als Filmdiva wie auch durch ihr turbulentes Privatleben die Klatschspalten der 1950er Jahre beherrschte, starb am 1. August 1998 mit 69 Jahren fast vergessen und verarmt in einem Londoner Krankenhaus an den Folgen eines Herzinfarktes. |
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| *) andere Quellen geben den 18. Juni 1929 bzw. 1927 (IMDb) und
als Geburtsort Budapest an. Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 3) Dirk Jasper FilmLexikon |
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| Siehe auch Wikipedia sowie den Artikel in DER SPIEGEL (30/1954) |
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