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Nach Kriegsende kam Kortner 1949 nach Deutschland zurück und arbeitete fast nur noch als Regisseur; als Schauspieler trat er im Verlauf der kommenden Jahre noch in vier Stücken auf, so unter anderem 1968 unvergesslich als " Shylock" in der von Otto Schenk für das Fernsehen realisierten Fassung von Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig". Bereits im amerikanischen Exil hatte Kortner einige Regiearbeiten übernommen, seine erste Inszenierung in Deutschland war sein im Exil geschriebenes Stück "Ein Traum, kein Leben", das am 15. Dezember 1949 in einer überarbeiteten Fassung unter dem Titel "Donauwellen"2) an den "Münchner Kammerspielen" zur Uraufführung gelangte. Die "Kammerspiele" wurden vor allem unter der Intendanz von Hans Schweikart3) (1895 1975), später August Everding3) (1828 1999), seine künstlerische Heimat, alleine bis 1967 inszenierte Kortner dort siebzehn Stücke. Außerdem wirkte er als Regisseur in München am "Residenztheater", in Berlin am "Hebbel-Theater" und am "Deutschen Schauspielhaus", am "Kleinen Haus" der Städtischen Bühnen Frankfurt, am Wiener "Burgtheater" und am "Theater in der Josefstadt". Stücke, die seine "Handschrift" trugen waren beispielsweise "Dantons Tod" (1959 mit Hans Christian Blech in der Titelrolle) oder Shakespeares " Heinrich IV" (1956 mit Klaus Kinski als Prinz Heinrich); Kortners letzte Inszenierung war 1970 "Emilia Galotti" am Wiener "Theater in der Josefstadt", mit mit Klaus Maria Brandauer und Marianne Nentwich in den Hauptrollen.
Auch auf der Leinwand war Kortner schon in frühen Jahren zu sehen. Bereits 1913 hatte er sein Debüt als Filmschauspieler in dem Stummfilm "Der Andere" gegeben, in den folgenden Jahren wirkte er unter anderem in Sensationsstreifen neben Harry Piel mit, was er selbst später als "eine damals noch obskure Pioniertätigkeit" bezeichnete. Während der Stummfilm-Ära agierte er beispielsweise in Filmen wie "Police Nr. 1111"5) (1915), "Die Brüder Karamasoff"5) (1920), "Die Nacht der Königin Isabeau"5) (1920), "Luise Millerin" (1922), "Schatten"4) (1923), "Orlacs Hände"5) (1924) oder "Mata Hari" (1927). Seine erste Regiearbeit für den Tonfilm war 1931 "Der brave Sünder" mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle, als Schauspieler zeigte sich Kortner beispielsweise 1930 mit der Titelrolle in "Dreyfus", ein Jahr später als brillanter "Danton" in dem gleichnamigen Film3) sowie als Leutnant Dimitri Karamasoff in "Der Mörder Dimitri Karamasoff"5); siehe auch die Filmografie bei Wikipedia.
Die Auszeichnungen die der von vielen als "Regie-Ikone" bezeichnet
Kortner im Verlaufe seiner Karriere erhalten hat,
können sich sehen lassen, unter anderem verlieh man ihm 1957 das "Große Verdienstkreuz des Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland", 1966 das "Filmband in Gold"
für "langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film", 1967 wurde er
mit der "Kainz-Medaille"4) geehrt und 1970 erhielt er den
"Pour le mérite für Wissenschaft und Künste"3). Fritz Kortners Nachlass wird von der Berliner "Akademie der Künste"
verwaltet; mehr bei www.adk.de. |
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Textbausteine des Kurzportraits aus: "Lexikon der deutschen
Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzelmeier/Berndt Schulz, Ausgabe 2000, S. 200/201 1) "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzelmeier/Berndt Schulz, Ausgabe 2000, S. 201 Link: 2) www.theatertexte.de, 3) Wikipedia, 4) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 5) Murnau Stiftung |
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Siehe auch Wikipedia,
www.deutsches-filmhaus.de,
www.cyranos.ch
Fotos bei film.virtual-history.com; Filmografie: www.imdb.de |
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