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Inzwischen ist Karlheinz Hackl auch zum Musicalstar avanciert, wurde an der Wiener Volksoper als "Der Mann von La Mancha" sowie mehr als 150 Mal als Albin, genannt "Zaza" in "La Cage aux Folles" (Ein Käfig voller Narren) gefeiert, einem Stück, mit dem er ab Anfang Mai 2006 bzw. März 2007 erneut das Publikum erfreute. Außerdem machte er 1997 im Wiener Metropol als "Sigi Master" in "Strizzis und Mizzis", einer Adaption des Broadway-Hits "Guys & Dolls" Furore. Mit seinem Programm "Amüsantes Amouröses" mit Texten von Ovid über Heine bis hin zu Ringelnatz fand er nach längerer krankheitsbedingter Pause (am 4. April 2003 wurde dem Schauspieler ein Gehirntumor entfernt) im April 2004 wieder ein begeistertes Publikum. Das "Wirtschaftsblatt" schrieb unter anderem: Comeback für Karlheinz Hackl: Nach langer Krankheit kehrt der Regisseur und Burgschauspieler mit seinem Programm "Amüsantes Amouröses" im Akademietheater auf die Bühne zurück. Er begibt sich dabei auf einen Streifzug durch die "verführerischen Gegenden der Weltliteratur". Er beginnt klassisch mit Goethe und stellt dem das gleiche Thema in der wienerischen Variation von Trude Marzik gegenüber. Es folgen Schillers "Handschuh" sowie Fritz Grünbaums "Grundlose Prüderie". Hackl wird die Lacher auf seiner Seite haben. Er selbst hat gerade eine schwere Zeit Diagnose Gehirntumor und Operation hinter sich gebracht. "Es geht mir noch nicht so, wie ich es gerne hätte", sagt er und frönt trotzdem wieder seiner Passion, der Schauspielerei. Seit mehr als dreißig Jahren ist er mit Leib und Seele ein Theatermensch
Die Fernsehzuschauer konnten den Schauspieler unter anderem 1976 als überzeugenden Dr. Sigmund Freud in Axel Cortis "Der Junge Freud" erleben, in Michael Kehlmanns Simmel-Adaption "Mich wundert, dass ich so fröhlich bin" (1983) mimte er den Schriftsteller Robert Faber, der eigentlich Selbstmord begehen will, dann aber die Chance zu einem neuen glücklichem Leben erhält. Es folgten eindrucksvolle Rollen in Fernsehspielen wie "Gegenlicht" (1983), "Abschiede" (1986), "Wohin und zurück Welcome in Vienna" (1986) oder "Heldenplatz" (1989) und auch in den 1990ern sah man den charismatischen Schauspieler immer wieder mal auf dem Bildschirm. Neben wiederholten Auftritten in beliebten Krimi-Reihen wie "Ein Fall für zwei", "Derrick", "Kommissar Rex", "Der Alte", "Siska", "Doppelter Einsatz", "Der Bulle von Tölz" oder "Tatort" spielte er beispielsweise die Hauptrolle in Xaver Schwarzenbergers Krimi "Ein Anderer Liebhaber"2) (1990), Schwarzenberger besetzte ihn als Dr. Stefan Eltz auch in dem Thriller "Duett"2) (1992). In Detlef Rönfeldts Zweiteiler über eine Schweizer Bankiersfamilie, "Tödliches Geld Das Gesetz der Belmonts" (1994), u.a. mit Ernst Jacobi, Marthe Keller und Michel Piccoli, mimte er den Carlo Zorzi de Lucca, im darauffolgenden Jahr sah man ihn als Vincent Nielsen in Urs Eggers Thriller "In uns die Hölle" (1995). Ein weiterer Erfolg war Axel Cortis Mehrteiler "Radetzkymarsch"1) (1995) nach dem Roman von Joseph Roth und der Rolle des Hauptmann Wagner, nach längerer Pause erschien Hackl dann in dem Doku-Drama "Der Briefbomber"2) (2000) wieder auf dem Bildschirm. Hackl spielte anschließend mit Senta Berger und Ulrich Reinthaller in der Komödie "Probieren Sie's mit einem Jüngeren"2) (2000), agierte als Graf in der internationalen Co-Produktion "Brief einer Unbekannten" (2001, Lettre d'une inconnue) sowie als Konsul Schnabel in Götz Spielmanns Schnitzler-Adaption "Spiel im Morgengrauen"2) (2001). Zu Hackls weiteren Arbeiten für das Fernsehen zählen Andreas Prochaskas Psychodrama "Ausgeliefert"2) (2002) und der Thriller "Taxi für eine Leiche"2) (2002) nach dem Roman von Edith Kneifl: Ein mysteriöser Krawattenmörder, der schon seit längerem sein Unwesen treibt, schlägt eines Abends auch in einem heruntergekommenen Wiener Vorstadtkino zu. Die Kinobesitzerin Hermine (Gertraud Jesserer) entdeckt die Leiche des alten Mannes nach Ende der Vorstellung. Gemeinsam mit ihrem Freund Schorsch (Karlheinz Hackl), dem Oberkellner ihres Stammlokals, will sie die Leiche unauffällig loswerden, da sie vermutet, dass der Vorfall ihrem Kino und auch ihr persönlich schaden könnte. Schließlich kannte sie den Ermordeten und hatte Schulden bei ihm. Doch als die beiden zur Tat schreiten wollen, ist der Tote plötzlich wieder verschwunden (Quelle: www.3sat.de) In den letzten Jahren tauchte Hackl in den humorvollen Krimis "Der Bestseller – Wiener Blut"2) (2004, mit Ottfried Fischer) und "Agathe kann’s nicht lassen: Mord im Kloster"2) (2005, mit Ruth Drexel) sowie in dem Katastrophenfilm "Der Todestunnel: Nur die Wahrheit zählt"2) (2005) auf. Zu seinen weiteren Auftritten zählt der ZDF-Fernsehfilm "Die Entscheidung" (2006), einem Ethik-Psychodrama von Nikolaus Leytner, welches die Machenschaften des weltweiten Organhandels anprangert, sowie die Folge "Alibi für Tommi" (2007) aus der Krimiserie "Siska". Eine eher kleine, dennoch beachtenswerte Rolle spielte er in dem von der ARD produzierten TV-Film "Romy"1) (EA: 11.11.2009), der ersten Verfilmung des Lebens von Leinwand-Ikone Romy Schneider mit Jessica Schwarz in der Titelrolle. Neben Hollywoodschauspieler Thomas Kretschmann als Romys Ehemann Harry Meyen, dem französischen Shooting-Star Guillaume Delorme als Alain Delon und Maresa Hörbiger als Magda Schneider verkörperte Karlheinz Hackl Romys Vater Wolf Albach-Retty3). In Peter Keglevics aufwendig inszenierten Mankell-Verfilmung "Der Chinese"2) (EA: 30.12.2011/ARD) mit Suzanne von Borsody als getriebener Richterin Brigitta Roslin und Claudia Michelsen als Kommissarin Vivi Sundberg mimte Hackl den Vorgesetzten von Vivi Sundberg, Mats Nyström. Wenig später erschien er in Xaver Schwarzenbergers Historiendrama "Die Verführerin Adele Spitzeder"2) (EA: 11.01.2012) als Regisseur Eduard Pohlheim. Erzählt wird die Geschichte der deutschen Schauspielerin und Hochstaplerin bzw. Geldverleiherin Adele Spitzeder1) (1832 1895), dargestellt von Birgit Minichmayr. 1988 gab der Schauspieler am Wiener "Volkstheater" mit Neil Simons "Brooklyn Memoiren" sein vielbeachtetes Regiedebüt, eine weitere Inszenierung wurde dort Ibsens "Nora". Am "Theater in der Josefstadt" setzte er unter anderem 1993 Schnitzlers "Liebelei" in Szene sowie 1999 Raimunds "Der Verschwender" und 2001 Nestroys "Heimliches Geld, heimliche Liebe". Am "Burgtheater" inszenierte er 1995 Shakespeares "Romeo und Julia" und 2000 Nestroys "Der Färber und sein Zwillingsbruder", am "Akademietheater" Feydeaus "Der Floh im Ohr" (1997). Das Multitalent Karlheinz Hackl ist neben seiner umfangreichen Arbeit für Theater, Film und Fernsehen seit 1996 als Professor für Rollengestaltung am Wiener "Reinhardt-Seminar" tätig.
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| Link: 1) wikipedia, 2) prisma-online.de, 3) Kurzportrait innerhalb dieser HP | Stand Januar 2012 | ||||||
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Karlheinz Hackl bei der Agentur
Kelterborn Siehe auch www.prisma-online.de, Wikipedia Filmografie bei wwwn.imdb.de |
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