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Auch im gesamtdeutschen Fernsehen blieb Henry Hübchen ein vielbeschäftigter Darsteller, ungeheure Popularität erlangte er 1992 mit seiner Verkörperung des Schriftstellers "Karl May" in der gleichnamigen ZDF-Serie, ebenso wie mit der Figur des Otto Tötter in Dieter Wedels Mehrteiler "Der Schattenmann"1) (1996). Wedel besetzte ihn ebenfalls in dem mehrteiligen Thriller "Der König von St. Pauli"1) (1998), weitere Krimis mit Hübchen waren neben wiederholten Serien-Auftritten in "Wolffs Revier", "Einsatz Hamburg Süd", "Siska", "SOKO 5113", "Der Alte" und "Tatort" beispielsweise "Die Katze von Kensington" (1996), "Der Weihnachtsmörder" (1997), "Der Kuss des Killers" (1998), "Schmutzige Hände" (1999), "Der Mörder in meiner Nähe" (2000), "Eine Handvoll Glück" (2000), "Gefährliche Nähe und du ahnst nichts" (2002), "Die Schöne Braut in Schwarz"1) (2004) sowie Hartmut Schoens "Warten ist der Tod"1) (1999); in letztgenanntem Film wurde Hübchen gemeinsam mit Ulrich Tukur als "bester Schauspieler" nominiert (den Preis erhielt Jörg Schüttauf) und mit dem "Grimme-Preis" für seine der Rolle des Klaus Kellermann ausgezeichnet. Einen Kriminalhauptkommissar, der sich immer mehr in den Gedanken verrennt, dass seine Frau ein Verhältnis hat, mimte er in dem Psycho-Thriller "Liebestod"1) (2000), einen eher untypischen Ermittler, den Tobias Törner, spielte er seit September 2003 in den "Polizeiruf 110"-Folgen aus Schwerin an der Seite von Hauptkommissar Jens Hinrichs (Uwe Steimle), so in den Episoden "Verloren" (2003), "Dumm wie Brot"1) (2004), "Winterende"1) (2004) und "Resturlaub" (2005); die Folge "Nie solo sein" wurde im Herbst 2005 ausgestrahlt, sehenswert war auch die Folge "Vorwärts wie rückwärts"1) (2005), in der der mysteriöse Tod eines Synchronschwimmers aufgeklärt werden musste. Trotz seiner Skepsis gegenüber dem Fernsehen, denn, so Hübner gegenüber der Leipziger Volkszeitung, " das Fernsehen treibt immer mehr ab in seichte Gewässer" hat der Schauspieler sich bisher nicht fest zu einer dauerhaften Hauptrolle in der Krimi-Reihe verpflichtet, so hielt er es sich bei jeder neuen Folge offen, das jeweilige Drehbuch zu lesen und danach zu entscheiden, ob er die Rolle annahm. "Vorwärts wie rückwärts" war dann auch vorerst Hübchens letzter Auftritt als Ermittler Tobias Törner, seit neustem ist er in die Rolle des kantigen, aber sympathischen Commissario Proteo Laurenti geschlüpft, der in Triest ermittelt (siehe auch Wikipedia). Die erste spannende Geschichte nach den Bestseller-Krimis von Veit Heinichen kam unter der Regie von Sigi Rothemund Anfang Juni 2006 als "Die Toten vom Karst"1) auf den Bildschirm, in "Gib jedem seinen eigenen Tod"1) (EA: 29. 06.2006) wird der schrullige Schnüffler in Korruption, Erpressung und Mord verwickelt, es folgten die spannenden Episoden "Tod auf der Warteliste"1) (2007), "Der Tod wirft lange Schatten"1) (2008) sowie "Totentanz"1) (2009). Mitte Januar 2007 hatten in Köln die Dreharbeiten für die von RTL in Auftrag gegebene Verfilmung des Kriminalromans "Mordshunger"1) von Frank Schätzing begonnen und im September des gleichen Jahre konnten die Teilnehmer des Krimifestivals in der Eifel das Ergebnis sehen; Hübchen spielt darin den des Mordes an seiner Frau verdächtigten Fritz von Barnbeck. Nicht nur in Krimis zeigt Hübchen seine schauspielerische Vielseitigkeit, vereinzelt taucht er auch auf dem Bildschirm in Komödien wie "Liebling, vergiss die Socken nicht!"1) (1998) sowie ambitionierten Dramen auf. Eine kleine, dennoch prägnante Rolle spielte Hübchen in der ZDF-Produktion "Die Nachrichten" (2005): Das Stück, welches Matti Geschonneck nach dem gleichnamigen Roman des Journalisten Alexander Osang in Szene gesetzt hat, erzählt die Erlebnisse des fiktiven ostdeutschen Nachrichtensprechers Jan Landers (Jan Josef Liefers) im Hamburgs Medienschickeria Mitte der neunziger Jahre, den seine vermeintliche Stasi-Vergangenheit einholt. Henry Hübchen spielt brillant Landers ehemaligen Führungsoffizier Zelewski, der längst resigniert hat, schließlich an der Konfrontation mit seiner eigenen DDR-Geschichte zerbricht und sich vom Balkon seiner Neubrandenburger Wohnung stürzt "Hoffnung für Kummerow" lautete der Titel eines aktuellen Fernsehfilmprojekts mit Henry Hübchen, welches der NDR, Saxonia Media und der Kultursender ARTE realisierten. Die von Jan Ruzicka inszenierte Ossi-Tragikomödie wurde vorab am 17. Juli 2009 auf ARTE ausgestrahlt, fand dann jedoch zunächst den Weg in kleinere Kinos. Am 10. August 2010 gab es die erste Sondervorführung vor über 300 Gästen im Berliner Kino "Babylon" in Anwesenheit der Schauspieler Henry Hübchen, Dagmar Manzel, Christine Schorn und Victor Schefé sowie des Regisseurs Jan Ruzicka; weitere rund 30 Kinovorführungen schlossen sich bis Ende 2010 an. Neben Henry Hübchen und Dagmar Manzel ist auch Uwe Kockisch mit einer Hauptrolle zu sehen, Hübchen spielt den Bürgermeister von Kummerow, Oskar Kubiczek, ein Mann mit Visionen und Durchhaltevermögen, der vor einer schier unlösbaren Aufgabe steht: Er muss Arbeitsplätze für seine Mitbürger schaffen und das in einer Gegend, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. Praktisch alle Einwohner Kummerows sind arbeitslos, die Jugend ist komplett in den Westen abgewandert und die Geburtenrate geht gegen Null. Als sogar Oskars Ehefrau Irmgard (Dagmar Manzel) sich gen Westen davonmachen will, muss er sich etwas einfallen lassen. Doch die sturen Mitbürger aus ihrer Lethargie zu reißen, ist für Oskar und seinen Freund Niels Lause (Uwe Kockisch) eine ziemliche Herausforderung. Nur ganz allmählich begreifen die Einwohner von Kummerow, dass sie etwas tun müssen gegen ihre Misere und eine Regatta gegen den Ruderclub des Erzfeindes Zechin ist erst der Anfang (Quelle: www.presseportal.de; siehe auch www.drefa.de) Erneut als einen schlitzohriger Bürgermeister tauchte Hübchen in der amüsanten Geschichte "Auf Doktor komm raus"1) (EA: 17.02.2010) auf. Regisseur Matthias Keilich griff mit dieser ZDF-Provinzposse auf witzige Weise ein brisantes Thema auf, den Ärztemangel auf dem Lande. Die Rolle des Bürgermeisters Strakow, der mit allen möglichen Tricks versucht, den im kleinen Kaff Marienhagen gestrandeten smarten Berliner Jungmediziner Jan (Andreas 1Pietschmann) für seinen Ort einzunehmen, war Hübchen mal wieder auf den Leib geschneidert; siehe auch www.derwesten.de.
Abgedreht ist Hansjörg Thurns 110-minütigesTV-Biopic über die legendäre Erotik-Unternehmerin Beate Uhse2) (1919 2001) mit dem Titel "Beate Uhse Das Recht auf Liebe"1) (EA: 09.10.2011), in dem Franka Potente die Titelrolle übernommen hat und Hübchen Uhses Anwalt Georg Tauber spielt, der ein Jahrzehnt an der Seite dieser starken Frau und 2.000 Anzeigen, Klagen und Prozesse durchsteht; siehe auch www.presseportal.de. In "Rat mal, wer zur Hochzeit kommt"1) (EA: 30.04.2012), einer turbulenten ARD-Komödie um ein ungleiches Liebespaar (Jasmin Schwiers/Ludwig Trepte), konnte man Hübchen neben Suzanne von Borsody als deren verhassten, geschiedenen Filmehemann erleben. "Suzanne von Borsody und Henry Hübchen spielen in dieser multikulturellen Hochzeitskomödie die wohl charmant-chaotischsten Brauteltern aller Zeiten." notiert hierzu das ARD-Programm; mehr bei www.presseportal.de. Eine weitere Arbeit für das Fernsehen ist die sich in der Vorbereitung befindende weihnachtliche Komödie "Einmal Veddel und zurück", wo Hübchen als Filmehemann von Jutta Speidel glänzen kann. Bereits zu DDR-Zeiten wirkte Hübchen in verschiedenen ambitionierten Kinoproduktionen mit: In Frank Beyers "Jakob, der Lügner"2) (1975), der für den "Oscar" als bester nichtenglischsprachiger Film nominiert und nach dem gleichnamigen Roman von Jurek Becker entstanden war, erlebte man ihn als Mischa, nach "Sonjas Rapport" (1982), der Verfilmung der Autobiografie der sowjetischen Agentin Ruth Werner (1907 2000), sowie Peter Vogels moralkritischem Streifen "Selbstversuch" (1989) spielte er an der Seite von Katja Riemann und Uwe Ochsenknecht die Hauptrolle des Musikkritikers Georg Lalinde in Peter Timms turbulenten Hera Lind-Adaption "Ein Mann für jede Tonart"2) (1993). 1998 sah man ihn in der Komödie "Das Mambospiel", eine schöne Rolle war auch die des Vater Ehrenreich in Leander Haußmanns Kinofilm-Debüt "Sonnenallee"2) (1999). In dem dramatischen Krimi "Boran" (2001) spielte er den Hauptkommissar Martin Rogatzki, wenig später sah man ihn als Kriminalsekretär Fabich in "Sass Die Meisterdiebe" (2001), der Geschichte der Gebrüder Sass, die in den 20er Jahren mit Einbruchserien die Polizei in Atem hielt. Zu Hübchens jüngeren Arbeiten für das Kino zählen Hans-Christian Schmids Drama "Lichter"2) (2003) und die Krimi-Komödie "C(r)ook" (2004, auch "Basta Rotwein oder Totsein") sowie Dani Levys preisgekrönte, unorthodoxe witzige Geschichte "Alles auf Zucker!"2) (2004) wohl eine von Hübchens erfolgreichsten Spielfilmen, in dem er einmal mehr sein komödiantisches Talent zeigen konnte. Hier brilliert er als schlitzohriger Berliner Zocker Jakob Zuckermann respektive Jaeckie Zucker, der mit seinem jüdischen Glauben nicht mehr viel am Hut hat. Als sich seine Verwandtschaft zu einem Besuch ankündigt, muss sich Zucker was einfallen lassen: Dem schlitzohrigen Zocker Jaeckie Zucker steht das Wasser bis zum Hals seine Frau (Hannelore Elsner) droht ihm mit der Scheidung, der Gerichtsvollzieher mit dem Knast. Letzte Hoffnung des Ex-DDR-Sportreporters: das Erbe seiner Mutter. Doch die verlangt in ihrem Testament, dass Jaeckie sich mit seinem Bruder Samuel (Udo Samel) versöhnt, einem orthodoxen Juden. Welten prallen aufeinander, als Samuel mit seinem ganzen Familienclan in Jaeckies chaotischem Haushalt anrückt doch die beiden verfeindeten Sturköpfe haben keine Wahl: Sie müssen sich zusammenraufen (Zitat: www.zucker-derfilm.de) Für seine einzigartige Darstellung des "Jaeckie Zucker" wurde Henry Hübchen 2005 mit dem "Deutschen Filmpreis" als "Bester Hauptdarsteller" geehrt; der Film selbst räumte fünf weitere Preise ab: "Bester Spielfilm", "Bestes Kostümbild", "Beste Filmmusik", "Bestes Drehbuch" und "Beste Regie". In Michael Kliers "Alter und Schönheit"2) (Kinostart 8. Januar 2009) überzeugte er an der Seite von Peter Lohmeyer, Burghart Klaußner und Armin Rohde, thematisiert wird die tragikomische Freundschaft von vier Männern in den besten Jahren, die über Liebe, Freundschaft und Tod endlich weiser werden und damit zu sich selbst finden (siehe auch br-online.de) Am 3. September 2009 ging der Kinostreifen "Whisky mit Wodka"2) von Regisseur Andreas Dresen an den Start, eine tragikomische Alltagsgeschichte im Filmmilieu. Humorvoll erzählt wird die Geschichte des berühmten Schauspielers Otto Kullberg (Henry Hübchen), der aufgrund seiner Alkoholprobleme die Dreharbeiten zu seinem aktuellen Film in Gefahr bringt. Sicherheitshalber wird ihm deshalb ein jüngerer Kollege (Sylvester Groth) zur Seite gestellt, mit dem alle Szenen ein zweites Mal gedreht werden; eine weitere Hauptrolle spielt Corinna Harfouch. Der Film, der beim Internationalen Filmfestival Karlovy Vary 2009 mit dem Preis für die "Beste Regie" ausgezeichnet wurde, soll demnächst in der ARD ausgestrahlt werden. prisma-online.de notiert: "Einmal mehr drehte Regisseur Andreas Dresen eine wehmütige Komödie, die mit starken Darstellern aufwartet, aber inszenatorisch viele Schwächen und Längen aufweist." Eine weitere Arbeit vor der Kinokamera war die Komödie "Lila, Lila"2) nach dem gleichnamigen Bestseller2) von Martin Suter. In der von dem Schweizer Regisseur Alain Gsponder in Szene gesetzten "Mischung aus Screwball-Comedy und romantischer Hochstapler-Komödie" so die Agentur "Publics" ist Hübchen neben Hannah Herzsprung und Daniel Brühl ebenfalls mit einer Hauptrolle zu sehen:
Seit kurzem war der für das Fernsehen konzipierte Film "Der Uranberg"1) in kleinen Kinos zu sehen, vorgestellt wurde das von Dror Zahavi als Liebesgeschichte inszeniertes Nachkriegsdrama in Anwesenheit der Hauptdarsteller am 1. Februar 2011 im Berliner Kino "Babylon". Die Geschichte ist 1947 während des Kalten Krieges angesiedelt, als die Sowjets im deutschen Erzgebirge Uran fördern ließen, um eine Atombombe zu bauen. Hübchen gibt den russischen Generaloberst Burski, der gemeinsam mit seiner Tochter Lydia (Nadja Bobyleva) die schwierige Suche nach Uran organisiert, mit der notwendigen Empathielosigkeit. Der junge Bergarbeitersohn Kurt Meinel (Vinzenz Kiefer) bzw. Burskis Ziehsohn verliebt sich zum Missfallen von Burski in Lydia. Als der alte Obersteiger Gottfried Meinel (glänzend gespielt von Christian Redl), Kurts Vater und Altnazi, immer wieder vor einem unterirdischen See warnt, der die neuen Schächte fluten könnte und dann tatsächlich Wasser eindringt, nimmt das Drama seinen Lauf ; ins Fernsehen kam der sehenswerte Film in der ARD am 7. Dezember 2011. (Quelle: www.mdr.de, siehe auch die Filmkritik bei www.zeit.de). Hermine Huntgeburths Mark Twain-Verfilmung "Tom Sawyer"1) mit Louis Hofmann als Tom Sawyer, Leon Seidel als Huckleberry Finn und Heike Makatsch als Tante Polly kam am 17. November 2011 in die Kinos, Hübchen taucht in diesem nicht nur für das jüngere Publikum vergnüglichen Kinoabenteuer als Sklavenjäger Packard auf. Am 27. April 2011 fiel in Köln die erste Klappe zu der romantischen Komödie "Jesus Loves Me" (AT), dem Regiedebüt von Florian David Fitz, der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet und die männliche Hauptrolle an der Seite von Jessica Schwarz spielt; neben Henry Hübchen gehören auch Hannelore Elsner, Peter Prager, Christine Schorn, Nicholas Ofczarek und Jennifer Love Hewitt zur prominenten Besetzung. Hübchens vielfältiges Schaffen ist mit weiteren Preisen ausgezeichnet worden, so wurde er neben dem erwähnten "Friedrich-Luft-Preis" ein Jahr später sowie 2001 von der Zeitschrift "Theater heute" zum "Schauspieler des Jahres" gewählt, 2000 überreichte man ihm den "Berliner Theaterpreis". Henry Hübchen hat zwei Töchter, von denen eine, die 1971 geborene Theresa Hübchen2), ebenfalls als Schauspielerin arbeitet. Zu erwähnen ist noch, dass Henry Hübchen 1981 und 1982 DDR-Meister im Windsurfen war, außerdem schrieb er Songs für die Musikgruppe "City", darunter den Hit "Casablanca" (1987). |
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| Link: 1) www.prisma-online.de, 2) Wikipedia | Stand: Mai 2012 | ||||||
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Einige Textbausteine stammen von www.prisma-online.de Siehe auch Wikipedia, www.defa.de und www.deutsches-filmhaus.de sowie die Bildergalerie und ein Portrait bei www.br-online.de Filmografie bei www.imdb.de |
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Autogrammadresse: Henry Hübchen c/o Agentur Astrid Rahn, Bölschestr. 68, 12587 Berlin |
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