Magda Schneider wurde am l7. Mai 1909 in Augsburg als Tochter des Installateurs Xaverius Schneider und dessen Ehefrau Maria geboren. Nach dem Besuch einer katholischen Mädchenschule bzw. Handelsschule arbeitete sie zunächst als Stenotypistin in einer Getreidehandlung. Dann entschied sie sich für eine künstlerische Laufbahn, absolvierte eine Gesangsausbildung am Augsburger "Leopold-Mozart-Konservatorium". Noch während des Ballettunterrichts am Stadttheater Augsburg debütierte sie dort als Soubrette, danach ging sie zum "Theater am Gärtnerplatz" in München. 
Eine erste winzige Nebenrolle beim Film erhielt Magda Schneider 1930 als Zofe in dem Streifen "Boykott", nach Probeaufnahmen bei der "Ufa" war Magda Schneider dann ab 1932 in großen Rollen auf der Leinwand zu sehen. Unter anderem spielte sie in Anatole Litvaks "Das Lied einer Nacht"1) (1932) an der Seite des Startenors Jan Kiepura2) (1902 – 1966), bei den Dreharbeiten zu dem Film "Kind, ich freu’ mich auf dein Kommen"3) (1933) lernte sie den Filmliebling Wolf Albach-Retty2) (1906 – 1967) kennen und lieben; 1937 heiratete das Paar. Aus dieser Verbindung stammen zwei Kinder, Tochter Rosemarie Magdalene, die als Romy Schneider1) (1938 – 1982) Weltruhm erlangte, sowie Sohn Wolf-Dietrich (geb. 1941). Trotz der beiden gemeinsamen Kinder wurde die Ehe 1946 (nach anderen Quellen 1949) geschieden.

Foto: Magda Schneider 1937 mit dem Kinderstar Peter Bosse2)
Quelle: Wikimedia Commons bzw. Wikipedia
aus: Kinoprogrammheft "Das Programm von heute", Verlag R. Leminger, Wien 1937
Urheber unbekannt; Angaben zur Lizenz siehe hier

Peter Bosse mit Magda Schneider 1937; Quelle: Wikimedia Commons bzw. Wikipedia aus: Kinoprogrammheft "Das Programm von heute", Verlag R. Leminger, Wien 1937; Urheber unbekannt
Nach ihrer Heirat mit Albach-Retty stand Magda Schneider nur noch sporadisch vor der Kamera, intensivierte ihre Arbeit für den Film erst wieder nach Kriegsende, wobei sie vornehmlich die Karriere ihrer Tochter Romy vorantrieb, mit der sie in etlichen Streifen gemeinsam auftrat. So unter anderem in "Wenn der weiße Flieder wieder blüht"1) (1953), "Mädchenjahre einer Königin"1) (1954), "Die Deutschmeister"1) (1955) und "Robinson soll nicht sterben"1) (1957) sowie den drei "Sissi"-Melodramen (1955, 1956, 1957), wo sie die Herzogin Ludovika bzw. Mutter von Sissi mimte. Ihre letzte Arbeit vor der Kamera war Ende der 1960er Jahre die TV-Serie "Drei Frauen im Haus" (1968) bzw. "Vier Frauen im Haus" (1969), insgesamt war die Schauspielerin in rund 40 Filmen auf der Leinwand präsent.
Am Anfang waren Bühne und Film für Magda Schneider ein einziges "Land des Lächelns", in dem sie als Soubrette und tanzendes "Wiener Mädel" glänzte. Musikalische Lustspiele, in denen sie ihren munter-natürlichen Charme versprühte, blieben weiterhin ihr Fach. Später spielte sie auch verschmitzt verständnisvolle Mütter, bevor sie als Filmmutter abdankte und nur noch die natürliche Mutter von Romy Schneider war.4)

Ab 1953 führte die Schauspielerin mit dem Hotelier und Gastonomen Hans Herbert Blatzheim (1902 – 1968) eine Ehe, die auch in der Regenbogenpresse Furore machte. Sie betreute die Karriere von Romy und zog sich in den 1960er Jahren fast völlig vom Film zurück. Nach dem Tod von Hans Herbert Blatzheim war Magda Schneider von 1982 bis zuletzt  mit dem Kameramann Horst Fehlhaber (1919 – 2010) verheiratet.
Der ehemalige Ufa-Star starb am 30. Juli 1996 im Alter von 87 Jahren in Berchtesgaden; ihre letzte Ruhestätte fand sie auf dem Bergfriedhof in Schönau am Königssee, wo sie zuletzt viele Jahre gelebt hatte.
1982 waren ihre filmischen Leistungen mit dem "Filmband in Gold" gewürdigt worden.
  
Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 3) Murnau Stiftung
Quelle: 4) "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzelmeier/Berndt Schulz, Ausgabe 2000, S. 321
Lizenz Bild Peter Bosse/Magda Schneider: Dieses Medium (Bild, Gegenstand, Tondokument, …) ist gemeinfrei, da das Urheberrecht abgelaufen ist und die Autoren unbekannt sind. Das gilt in der EU und solchen Ländern, in denen das Urheberrecht 70 Jahre nach anonymer Veröffentlichung erlischt.
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch
Fotos bei film.virtual-history.com
    
Kinofilme
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Link: Murnau Stiftung, Wikipedia)
  • 1930: Boykott
  • 1932: Das Lied einer Nacht
  • 1932: Das Testament des Cornelius Gulden
  • 1932: Ein bißchen Liebe für Dich
  • 1932: Fräulein – Falsch verbunden
  • 1932: Sehnsucht 202
  • 1932: Zwei in einem Auto
  • 1933: Glückliche Reise
  • 1933: Going Gay
  • 1933: Kind, ich freu’ mich auf dein Kommen
  • 1933: Liebelei
  • 1933: Marion, das gehört sich nicht
  • 1934: Ein Mädel wirbelt durch die Welt
  • 1934: Fräulein Liselott
  • 1934: G'schichten aus dem Wienerwald
  • 1934: Ich kenn' dich nicht und liebe dich
  • 1935: Die Katz' im Sack
  • 1935: Eva
  • 1935: Vergiss mein nicht
  • 1935: Winternachtstraum
  • 1936: Die Lustigen Weiber
  • 1936: Die Puppenfee
  • 1936: Geheimnis eines alten Hauses
  • 1936: Rendezvous in Wien
  • 1937: Der Weg des Herzens
  • 1937: Ihr Leibhusar
  • 1937: Musik für dich
  • 1938: Frauenliebe – Frauenleid
  • 1938: Die Frau am Scheidewege / Das Schicksal einer Ärztin
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